Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 12 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Hit ,Jmwtionisttsdm Blätter*! Einzelnummer 0,40 Goidnuak JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße!0. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark. vierteljährlich 5,25 Goldmark- Auiiandsabonnemtnts werden io der Wihrun* der ein«Inen Linder berechnet Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meiaekeetr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Aar•(* enpieiii8 *e»pallNonp*reiJlet*ü» 0.50 0--M. Ste!l«o*«sueb• 0.25 G.-M. AnselgeaschlaBs Dieottsg and Freit»* oeehoilt»*» 4 Ubr. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto! Berlin Nr, 17392 Fflr Oetterreieb) PoiUpukeueaemt Wien. Konto Nr. 15*0». Fflr Tacbechoalowskei: Poataparkaaaenaml Pr»*, Konto Nr. 59410. Fflr Polen: PoaUparkseeensnl Wirschen, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 12 | Berlin, 10. II. 1928 י״ט שבט׳ תרס״ח I xxxm.jahrg. Oer Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die SchaHung einer ölfeitfUch - rechtlich gesicherten Heimstätte ln PalSsttna. ״Baseler Programm•** Alfred Monds Optimismus Ela Telegramm an ״Daily Express" London, 7. Februar. (J.T.A.) Sir Alfred Mond sandte aus Palästina an den Chefredakteur des ״Daily Express“ ein Telegramm mit dem Ersuchen, die von dieser Zeitung gebrachten Mitteilungen Ober ein angebliches Versagen des zionistischen Aufbauwerkes in Palästina richtigzustellen. ״Daily Express“ bringt in seiner heutigen Nummer das Telegfamm Monds, welches lautet: Widerrufen Sie den verzerrenden Bericht Ober eine Krise ' in Palästina! Nach sorgfältiger Prüfung an Ort und Stelle und nach Rücksprachen mit fahrenden Autoritäten der Re-, gierung, der Stadtverwaltungen, der Finanz und der Industrie bin Ich zu der Ueberzeugung gelangt, daß das Schlimmste überwunden ist und daß die Lage sich fortschreitend bessert Industrie und Landwirtschaft entwickeln sieb aufwärts. Die bestehende Arbeitslosigkeit ist zum Teil auf die jetzige Jahreszeit, hauptsächlich auf das Zurückgeben der Bau-Industrie, die aber auch schon Zeichen der Besserung aufweist, zurückzufittiren. Vor zehn Jahren, fährt Sir Alfred Mond fort, war der ifaideT in Palästina unbedeutend, die Landwirtschaft primitiv, die jüdische Bevölkerung klein. . Seither haben sich Ober 80 000 Juden neu angesiedelt, wurden Tel-Awfw mit einer Kapitalanlage von 6 Millionen Pfund, sowie andere Städte erbaut. 40 neue landwirtschaftliche Siedlungen entstanden, große Landstrecken wurden in Orangen- und andere Obstgärten umgewandelt, in den Industrien zu Tel-Awiw sind heute 6 Millionen Pfund investiert, der Jahresertrag ist 700 000 Pfund, die Märkte der Nachbarländer sind ge- Tonnen. Die Elektrifizierung des Landes schreitet vorwärts. Es sind keine Schulen geschlossen, <|efc Unterricht geht nornull vor sich, die Universität wird mittels־ neuer Stiftungen erweitert. ''Die, zionistischen 'Belteigi, geben; ndwpl ein.. Die;,, Palestine Sarvey Commission, zu deren Präsidium ich g«־ ־ aite. 1l. ist zu dem Zwecke ernannt worden, einen Plan für die Zukunftsarbeit zu entwerfen. Ich stimme den Ausführungen des Kolonienministers Amety in Cape(pwn und Toronto zu, daß die Entwicklung Palästinas auf eine große Zukunft hinweist, die durch den Bau des Haifa-Hafens, des wichtigsten Hafens des östlichen Mittelmeers, befestigt werden wird. Das Telegramm Monds schließt mit dem Hinweis darauf, daß Nathan Straus zwei Gsiundheitszentren mit einem Kostenaufwand von £ 65 000 errichten läßt und daß die Zionistische Organisation ihrerseits £ 20 000 hierzu beisteuert. Die Beiträge aus Amerika fließen normal ein, die allgemeine Stirnmung im Lande ist von Optimismus beherrscht. Große Weizraann-Versamroltmg in London Am 5. Februar sprach Dr. Weizmann in einer großen, von der Englisch Zionist Federation veranstalteten Massenver- Sammlung unter dem Vorsitz von Philip Quedalla. Wdzmann wies darauf hin, daß wir vor grundlegenden Veränderungen in Palästina stehen, insbesondere durch drei Tatsachen: den Bau des Hafens, die Elektrifizierung des Landes und die Ausbeutung des Toten Meere«. Worauf es heute für uns Zionisten ankomrat, Ist: durchzuhalten, bis diese bessereu Zeit eh gikon»men 8ind. weizmann wandte sich gegen den übermäßigen Pessimismus und gab eine ausführliche Schilderung der Entwicklung seit 1920 und der Ursachen der heutigen Krise. Man müsse bedenken, mit welchen großen Schwierigkeiten ■der־ Zionismus zu kämpfen hatte, in einer Sache, die vollständig neu war und mit Menschen, die ihre neue Aufgäbe erst lernen mußten. Weizpfinn berichtete dann von dem ztomstisefren Enthuaiastfjfs, den er •bei seiner Reise durch Ost* europa gjesehen hat, «rtWf hin, daß in der Hauptsache die armen Juden die Mit» für Palästina beisteuern, während nur drei Prbzeht'des OeiSW, von!eiche» Juden stammt. Er äppel- Berte an die Versammftflg»״der palastina-Sache'auch' weiterhin vM* Unter Stützung?» geb«» Der Vorsitzende Philip Ouedaia vfer&if: dann ugfcf- AW«fesa^Ä׳<te;Te'le• gra.»»r Alfred׳.M.©ad*׳t» den ,Daily C*p.f'eMr., . wegen Abban der ÄrbeltsIoseBanterstützang Wie der Ziko aus Jerusalem te!egrap|lert wird,, fiat, die’ Exekutive nach eingehender Prüfung, der Arbeitstage In Verbindung mit der Arbeiter-Organisation beschlossen, die Aus- Zahlung der Arbeitslosenunterstützung In Tel- Awiw systematisch durch Beschaffung von Arbeitsgelegen• heften abzubauen. Zunächst wurde beschlossen, die Unter- Stützung an unverheiratete Personen ein zusteifen. In Ergänzung dieses Telegramms wäre auf die Inforraationen hinzuweisen, die ״Dawar“ vom 31. Januar veröffentlicht. Darin wird auf die neuen Arbeiten in Tel-Awiw hingewiesen, darunter die Errichtung des Straus’schen Gesundheitszentrums, die Bauarbeiten in der nördlichen Vorstadt, der Straßenbau in Jaffa, Regierungsarbeiten usw., die zur Folge gehabt haben, daß in Uebereinstipmung mit dem Programm der Histadrath die Unterstützung. in den letzte» Wochen wöchentlich um £ 50 herabgesetzt werden konnte. Während zu Beginn des Jahres der wöchentliche Gesamtbetrag für Unterstützungen £ 1000 betrug, beträgt er Ende Januar nunmehr £ 800. In den kommende» Wochen soll der Betrag noch eine weitere Verminderung erfahren, gemäß der Beschaffung neuer Arbeitsquellen. ״Dawar“ wiederholt in diesem Zusammenhang die Forderung der Histadrath, die Zionistische Exekutive möge sich mit £ 35000 an den Arbeiten beteiligen. Knthenberg und Mavromatis Jerusalem, 6. Februar. (J.T.A.) Der Grieche Mavromatis, der vor dem Kriege von der türkischen Regierung die Konzession zur Versorgung der Stadt Jeru* salem mit elektrischen Straßenbahnen, elektrischem Licht und Kraft, sowie mit Trinkwasser erworben hat, gedenkt nun, seine Konzessionsrechte an die von Pinchas Ruthenberg geleitete Paiestfne Electric Company, die gleiche Konzessionen für die übrigen Teile Palästinas hat, gegen Entgelt ab zutreten. Wie die Palestine Telegraphie Agency erfährt, wird Mavromatis Im April d. J. in Palästina eintreffen, um mit der Ruthenberg-Gesellschaft die Abschlußverhandlungen über den Einschluß der Jerusalemer Konzessionen in die übrigen Konzessionen der Gesellschaft zu führen. ״Dawar“ teilt mit, Mavromatis verhandle auch mit der britischen Maschinenbaufirma Sir John Jackson Ltd, wegen des Verkaufs seiner Konzessionen an diese Firnis. Angeblieh soll die Firma Jackson Ltd. die Konzessionen zur Ver* sorgung von Jerusalem mit Trinkwasser schon in Jahre 192b von Mavromatis erworben haben. Das Kolonialamt hätte Mavromatis zu verstehen gegeben, daß es seine Kon- Zessionen für ungültig erklären werde, wenn er nicht in der Lage sein sollte, die durch sie übernommenen Verpflichtungen bis Ende 1928 zu verwirklichen. Bekanntlich bildeten die MavromatisiKonzessionea wiederholt den Gegenstand von Verhandlungen und Entscheidungen des internationalen Gerichtshofs im Haag» Die griechlsche Regierung klagte ira Namen ihres Staatsangehörigen Mavromatis gegen die britische Regierung um Schadenersatz daß die Mavromatis-Konzeisjbne» zu tefeht־bestehen/ daß er* aber keinen Anspruch auf Schadenersatz habe, sondern sich bemühen müsse, die Konzessionen zu realisieren. , gelten,. ־J§. bemühen;||י Das Achad Haam-Hans Jerusalem, 7. Februar. (J. T. A) Montag, den 6. Fe* bruar, wurde das Haus von Achad Haara in Tel-Awiw in feierlicher Weise vom Stadtrat von Tel-Awiw als nationale-s Eigentum in Obhut genommen. Das Arbeitszimmer Achad Haams und seine Bibliothek werden genau so erhalten bleiben, wie sie zu seinen Lebzeiten waren: der übrige Teil des Hauses soll ein Aufbewahrungsort für alle Schriften über Judentum und Palästina werden. Bei der Einweihung hielten Chaim Nachman Bialik, der Bürgermeister von Tel-Awiw Bloch und Vertreter der großen jüdischen Institutionen Palästinas Ansprachen. ________ Miiflliederversanmilunfj des Komitees Pro Palästina Das ״Deutsche Komitee Pro Palästina zur Förderung der jüdischen Palästinasiedlung“ hielt unter Vorsitz seines Präsident»» Grafen Bernstörff am 9. Februar eine Mitgliederversammlung in Berlin, Hotel ״Der Kaiserhof“, ab, an der etwa 60 Mitglieder des Komitee« teilnahmen. Vom Ehrenausschuß waren die Herren Dr• Puender, Staatssekretär in der Reichskanzlei, und Direktor Oscar Wassermann anwesend; vom *Präsidium die Herren Rabbiner Dr. Baeck, Prof. Dr. Bredt, M.d. R., Dr. Breitscheid, M.4 R., Kurt Blumenfeld, Freiherr von Richthofen, Ministerialdirigent im Auswärtigen Amt, und Legationsrat Prof. Dr. M. Sobernheim. Von sonstigen Teilnehmern nennen wir Ministerialdirektor Dr. Badt, Kreishauptmann Buck (Dresden), Reichsminister 3• D. Dr• Dernburg, M.d.R., Willy D r e y f u s, Geh. Justizrat Fuchs, Reichsminister a. D. Dr. Gradnauer, Regierungspräsident Dr. Haußmann (Stralsund), Prof. Dr. Jaeckh, Regierungspräsident a. D. Dr. Jungbann, Dr. Bernhard Kahn, Landrat Kranold (Sprott»u), Chefredakteur Pr. Felix Pinner, Dr. Freiherr von Rechenbe rg, Prof. Ludwig Stein und viele andere. Graf Berastorff erstattete einen Bericht über die bisherige Tätigkeit des Komitees, dessen Mitgliederzahl in der Berichtsperiode von 71 auf 12t gestiegen ist. Dem Präsidium wurde Decharge erteilt Die Herren Geheimrat Kastl, Generalkonsul Eugen Landau und Erster Bürgermeister Dr. Petersen wurden neu in den Ehrenausschuß gewählt, das Präsidium wurde durch Zuwahl des Herrn Geheimrat Sellin an Stelle des verstorbenen Prof. Greßmann ergänzt Graf Bernstörff betonte in seiner Ansprache neuerlieh die Neutralität des Komitees im innerjüdischen Kampfe und erklärte, dem Komitee sei jeder Deutsche, Jude oder Nichtjude, willkommen, der das Programm des Komitees in allen seinen Teilen anerkennt. Bel dem an die Mitgliederversammlung anschließenden zwanglosen Beisammensein berichtete Herr Oscar Wassermann über sein« Palästinareise. (Wir werden auf diese Veranstaltung noch ausführlich zurückkommen.) Zar Hauptversammlung des C.-V. Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hält in den nächsten Tagen in Berlin s«i»e Hauptversammlung ab. Der Verein war einst als groß« umfassende Organisation der deutschen Juden zur Wallrang ihrer Rechte als Staatsbürger und zur Abwehr alter kränkenden Angriffe von außen gedacht. Er soljte ate« die Interessen aller Juden vertreten, die ihnen als (Jeut-. sehen Staatsbürgern gemeinsam sind, ungeachtet der persönlichen religiösen oder politischen Anschauungen dps einzelnen Juden. Eine Parteinahme in inn«rjüdisc|en Fragen mußte von dem Verein ferngehalten werden, wenn er seine Aufgaben erfüllen sollte. Gegenüber der ScRei-, düng zwischen liberaler und orthodoxer Richtung ׳ im , deutschen Judentum mußte der C.-V. sich neutral; ver- . halten. Das gleiche wäre natürlich auch hinsichtijdf anderer weltanschaulicher Differenzen am Platze. In dfu letzten Jahrzehnten ist das gesamte Judentum vor allem: durch die jüdische Renaissance-Bewegung erschüttert worden, die ihre deutlichste Gestalt im Zionismus annahm. Der Zionismus ist die Wiedererweckung und AktJvierang verschütteter jüdischer Kräfte, er kulminiert malerieil in der neuen, von Juden geschaffenen Siedlung, in. Palästina, geistig in der Erweckung der hebräischen Sprache und der neuen hebräischen Literatur, sowie;in einer Erneuerung des Willens und der Liebe zum Judentum. Ungleich der Spaltung in zwei religiöse Richtungen handelt es sich bei dem Zionismus in keiner Weise um eine Sezession von dem bestehenden Judentum* spml|p^ um eine innere Umgestaltung, um einen: dytp^si8i|f(, Prozeß, dert niemals ab beendet ang^ehep:we^en/^|L; solange noch «In Funke lehmid^en einem• jüdischen Herzen glüht.:, Pie•di*plt': zeugt«־ :geWIgt 114ppl»tt1w»■; ist, mehr als raweisen, daß sje auch gute Juden sind-r den Zionismus nicht mehr durch die Thes?, d»ß das Jüdin* tum verschwinden solle, sondern durch die Behauptung, daß das Judentum auch ohne Zionismus existieren könne. Welche Haltung hat nun der C.-V. gegenüber dieser neuen Gruppierung? , Der Direktor des C.-V., Dr. Ludwig Holländer, Wat in einem der Jahresrückschau gewidmeten Aufsatz der ״C.-V.-Zeitung“ am 6. Januar darauf hingewiesen, daß sich in den letzten dreißig Jahren die Anschauungen im Zionismus ebenso wie im C.-V. verändert haben. Er erklärt, daß eine völlige Einheitlichkeit der jüdischen Front, die er immerhin als Ideal bezeichnet, nicht durchgeführt werden kann, und fährt fort: ״Warum sind und bleiben wir Juden? Diese große Frage scheint uns heute besonders wichtig zu sein, welche Antwort gibt »ns die Menge der jüdischen Atheisten^ die, losgelöst von »Hera Geschichtlichen und Religiösen, den Abfab vom Judentum doch auf das stärkste verneinen, die, niemals ihrer Gemeinschaft den Rücken zu kehren gedenken, der sie durch Geburt angehören und die sie aut der anderen Seite in ihrem wesentlichen, eigentümlichen Werte leugnen. Diese sind und bleiben Juden, weil sie in ihrem Innern den Wunsch nach Erhaltung der jüdischen Gemeinschaft als Geistesgemeinschaft, als Scnicksalsgemeinschaft, als L^be»*- *־* " " . .. was sich für die Welt, für die Menschheit auszuwirken habe Mit den weniger problematischen Naturen, denen ihre reü* giöse Bindung die Stellung zur jüdischen Gemeinschaft ein* deutig festlegt, bilden sie die große Gefolgschaft eines Judentums der Idee, das von dem zionistischen Judentum des Blutes ,und der nationalen Gemeinschaft durch eine gänzlich andere Einstellung geschieden ist Die innerlich so tief getrennten Richtungen steifen, genau gesehen, fast zwei verschiedene Konfessionen dar. Der Zionismus legt auf das Weltliche, das Volkliehe im Judentum das entscheidende Gewicht, wir auf das Religiöse, das Geistige. So finden wir den Mangel an Geschlossenheit durchaus begründet“ Wir glauben, daß Dr. Holländer das Bild etwas verzeichnet hat Er zieht ־die Konturen zu primitiv. Es mag richtig sein, daß der Zionismus, der mit der Entdeckung des jüdischen Volkstums ins Leben getreten ist, auf das ״Volkliche“ besonderes Gewicht legt, weil er erkannt hat, daß eine Idee ohne Träger nicht existieren kann. Dennoch ist es falsch, den Gegensatz so zu formulieren, daß man dem Zionismus ״das Weltliche und Volkiiche“ zuschiebt, sich selbst das Religiöse und Geistige reklamiert (und zwar notabene zusammen mit den jüdischen Atheisten). Ohne hier in Einzelheiten eingehen zu können, behaupten wir, daß im Zionismus die Pflege der geistigen Güter des Judentums mindestens so viel Kraft und Raum beansprucht wie in den Kreisen des C.-V. und daß man die Verbundenheit der ״Atheisjen“ mit dem Judentum mindestens mit gleichem Recht ״v o 1 k 1 i c h“ interpretieren kann wie ״religiös“. Gerade das Geistige ist kein Jonglierball, mit dem man überall da spielen kann, wo unkon-