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Jüdische Rundschau · 1928-02-07 · Heft 11 (7.2.1928) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 11 (7.2.1928)
Date
1928-02-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0,30 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestralk 10. Erscheint 1eden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Auslandsabonnements werden in der Währung der einzelnen Länder berechnet. Nummcrll | Berlin, 7.1L1928 Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165 — 70. Anzeigenpreis:8gespalt,Nonpareille/.eilc0,'30G.־M. Stellengesuche U/d5 G.-M. Anzeigenschluß: Dienstag und 1* r e i t a g nachmittags 4 U h r. Telephon: Bismarck 7165-70, Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156030 Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 59410. l'iir Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. טזשבג ח | xxxm. jahrg. Per Zionismus erstrebt für das Jtldl»che Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.*' Nathan Straus’ Wir haben bereits in unserer vorigen Nummer unter ״Let/te Nachrichten“ kurz berichtet, dal! Nathan Straus anläßlich seines SO. (iclnirtstages am '11. Januar 100 000 Dollar nach Palästina überwiesen 11:1t. Aus näliereii ,Meldungen geht hervor, daß er diesen Betrag au Miß S / o 1 d , das Mitglied der zionistischen Palästina-Exekutive, zu ihrer freien Verfiigung sandte. Ob er das Cield für ein spezielles Arbeit»- gebiet bestimmt hat (etwa das Gesundheitswesen, für das er früher große Widmungen gemacht hat), ist noch nicht klar. Miß Szold hat dem Spender ein Danktelegramm gesandt, zugleich übermittelte sie ihm die Gluckwmische der palastinensischeu Judenheit zu seinem SO. (ieburtstag. Am 31׳. Januar wurde auch in Tel-Awiw der (inmdstein für die Tel-Awiwer Abteilung des Lina und Nathan S t r a u s - ü e s 11 n d 11 e i t s z e 111 r u m s gelegt. ,Mehr als 8000 Petsonen wohnten der Feierlichkeit׳ bei. Der Ghetsckretär der Palästina-Regierung. Colonel Symes, hielt eine Anspräche, in der er ausführte, daß Nathan Straus die Verkörperung des (leistes der Menschenliebe sei. In dem Desundlieitszentrum hat er sich ein Denkmal gesetzt, das wie nichts anderes seiu Lebenswerk symbolisiert. Ansprachen hielten ferner Miß Szold, deren Mitteilung, daß Nathan Straus 100 000 Dollar für das Aufbauwerk in Palästina gespendet hat, großen Enthusiasmus auslöste, Cliaim Nachmail Bialik, der Direktor des Hadassah-Gesumllieitswesens Dr. Bluestone, der Bürgermeister von Tel-Aw iw B 1 o c h , der frühere Bürgermeister Dizengoff, der im Namen der Jaffaer Stadtverwaltung und des Waad Eeumi sprach, und der Direktor des (iesuiidheitsdepartements der Palästina- Regierung Colonel Heron. Dr. Bluestime erwähnte, daß Nathan Straus in den letzten 13 Jahren eine Million D 0 11a r f ii r W o h 1 f a 11 r t s w e sei) i 11 P a 1 ä s t i n a autgewendet habe. Bürgermeister Bloch teilte mit, daß die Stadtverwaltung von Tel-Awiw beschlossen habe, die Straße, in der das üesundheitszeritrum errichtet wird, ״N a 111 a n S t r a u s - S t r a ß e“ zu benennen. Auch Sir Alfred Mond war bei der Feie: anwesend. infllfl-ÄÄf Jerusalem, 1. Februar. (J. T- A.) Sir Alfred Mond wohnte gestern einer Sitzung der Stadtverwaltung in Tel-Awiw bei und informierte sich bei dieser (jelegenheit über die finanzielle Lage der Stadt. In einer Ansprache an die Stadtverordneten sagte er, er setze Vertrauen in die Zukunft T e 1 - A w i w s und Palästinas. Sogar die Vereinigten Staaten seien von schweren ökonomischen Krisen nicht verschont geblieben und hätten zur Behebung motnentaner Schwierigkeiten Anleihen aufnehmen müssen. Er sei der Ansicht, die P a 1 ä s t i n a - R e g i e r u 11 g müßte der jungen aufstrebenden Stadt Tel-Awiw׳ mehr Unters t ii t z u n g angedeihen lassen. Er empfahl den Stadtverordin teil. Anstrengungen zu machen, um den Strand von Tel- Avviw nach dem Muster der Riviera auszugestalten, Tel-Awiw würde dann eines der besuchtesten Seebäder werden. Er glaube, Voraussagen zu können, daß der Bericht der Sachverständigen der Jewish Agency Kommission positiv sei und zum Erfolg haben werde, daß dem Palästina-Werk in e h r U 11 ters t ii t z u 11 g als b i s 11 e r zugew,endet werden wird. 111 einem Gespräch mit Vertretern der Presse erklärte Sir Alfred Mond: Es herrscht heute keine Krise in Palästina. Die Arbeitslosigkeit ebbt ab, Landwirtschaft, Weinbau und Orangenzucht entwickeln sich gut; die Zahl der Eabriksanlagen und die Zahl der Industriearbeiter halten sich auf der gleichen Höhe wie im Konjunkturjahre 1025. Eine stabile Entwicklung Palästinas, fuhr Sir Alfred Mond fort, ist aber ohne einen entsprechenden H a f e 11 und m o d c r n e V e r k e h r s in i 11 e I und - M e t h 6 d e 11 nicht möglich. Die Verwirklichung des Plaues der Erbauung des großen Hafens von Haifa und die Entwicklung des L a n d - d i s t r i k t s längs der H a i f a ־ B 11 c 111 werden Palästina mit beiden! versehen. 1111 Verlauf des Gespräches erhob Sir Alfred Mond Einwände gegen das in Palästina noch herrschende phihiiitropische Arbeitssystem, das zum Ergebnis habe, daß jüdische Kapitalisten noch kein volles Vertrauen zu dem Palästina- Werk haben. Die Arbeit sollte nach geschäftlichen Gesichtspunkten geführt werden, mit dem Ziele, Kapital ins Land zu ziehen, das genau wie überall in der Welt einen Profit abwirft. An der Tote M e e r - K o 11 7. e s s i o 11, sagte Sir Alfred Mond, sei er nicht beteiligt, doch erkenne er deren Bedeutung ebenso wie die Bedeutung des Planes, O e I r ö 11 r e 111 e i 111 n - gen von Mos ul nach Haifa zu führen an; die Verwirklichung dieser Projekte würde die Zukunft Palästinas sicherstellen. Sir Alfred Mond schloß: Der Hauptzweck meines Besuches in Palästina ist der, die Wirtschaftslage des Landes zu studieren und als Präsident der unparteiischen Jewish Agency-Kotnmission einen Bericht über das Ergebnis dieser Studien abzufassen. Die Berichte der Sachverständigen der Jewish-Ag|ncy- Kommission werden ii her alle M ö g! i c 11 k e i t e n P a - 1 ä s t i 11 a s K 1 a r h e i t schaffe n. Sobald einmal NÄr Generalbericht fertig vorliegt, wird sich ein starker Umschwung in 80. Geburtstag New \ ork, 1. Lehma!׳. (J.T. A.) Aus allen Scliichteil der a 111eräkanischeii Judenheit gingen Nathan Straus Ehrenbezeugungen /tl, die gesamte jüdische und die nichtjüdische Presse würdigt in längeren Aufsätzen die der gesamten Mensehlieit gewidmete Lebensarbeit lies großen Arnerikaners und Juden. Nathan Straus wurde am 31. Januar 1818 in Deutschland geboren. Als er sechs Jahre alt war, v,־änderte er mit seinen Eltern nach den Vereinigten Staaten aus, im Alter von 18 Jahren trat er in das Geschäft seines Vaters ein. 1111 Jahre 191 i zog er sieli von allen persönlichen Geschäften zurück, um sich ganz seiner p 11 i I a 11 t r o p i - sehen Tätigkeit zu widmen. Nathan Straus ist am meisten durch seine Arbeit auf dem Gebiete der Entk e i 111 u 11 g von Kinder in i I c 11 bekannt geworden. In fast allen Ländern der Welt begründete er unter sein׳ großen finanziellen Opfern die sogenannten Straus-Milclistationeii zur unentgeltlichen Verteilung von sterilisierter Milch. Palästina wandte er von je seine besondere Aufmerksamkeit zu. Vor kurzem besuchte er ungeachtet seines hohen Alters Palästina, wo er der Grundsteinlegung des von ihm gestifteten Lina mul Natlum Straus-Gesiindlieits/eiitnims in Jerusalem beiwohnte. Diese Anstalt dient dem Wöhle aller Einwohner des Landes ohne Unterschied der Rasse und des Glaubens. Nach dem letzten katastrophalen Erdbeben in Palästina war er der erste, der einen großen Geldbetrag zur Linderung der ersten Not übermittelte. Die Araber haben es dankbar vermerkt, daß ein Jude der erste war, der ihrer Not gedacht hat. Aus Anlaß des Silbernen Jubiläums von Groß- New York, das im Jahre 1923 begangen worden ist, wurde Nathan Straus das E 11 r e 11 b ii r g e r d i p 1 o m der Stadt überreicht, in welchem verzeichnet ist, daß er in den letzten 25 Jahren mehr als irgendein anderer Burger zürn öffentlichen Wolile beigetragen hat. Eine Abordnung überreichte ihm die Fahne von New York. (Nathan Straus hatte zwei Brüder, der eine, Oscar Straus, einstiges Mitglied des Kabinetts der Vereinigten Staaten‘, starb vor wenigen Jahren, der zweite, Isidore Straus, ist bei der Katastrophe der ״Titanic“ ums Leben gekonimei.) Martin Buber C• der allgemeinem \׳nil׳E1!'״!..:e::j des PäUtstfiiärw׳Erkes bemerkbar machen. *;’.׳.׳ Sir Alfred; Mil n ü wird am 23. Februar nach seinem Wiedereintreffen*« »aiästina in der jüdischen Kolonie Jinjar im Tale Je/recl den ersten Baum für den dort anzulegenden Balfour-Wald pflaum Nalium Sokolow war es, der am 11. November am zehnten Jahrestage der Balfour-Deklaration, im Savoy Hotel zu London die Pflanzung eines den Namen Balfours Tragenden Waldes in Palästina a!!gekündigt hat. Der Wald'wifä aus 50 000 Bäumen bestehen. Mond begab” sich nach mehrtägigem Aufenthalt nach Bagdad, um dann wieder nach Palästina zurückzukehren und seine Untersuchungen fortzusetzen. Beginn der Arbeit in Gan Chaim Die Arbeiten an den Orangenplantagen, die zu Ehren Dr. Weizmanns ״Gin Cliaim'־ genannt wurden, sind bereits in Angriff genommen worden. Koloniearbeiter aus Kt'ar Saba und Umgebung haben dort zu p f 1 ii g e!1 b e g o n 11 e 11. Vorläufig sollen von den 2500 1)11113111 Boden, die die amerikanische Ge- Seilschaft in der Nähe von Kfar Saba gekauft hat, 150 Dunam mit O r a 11 g e n 1» |T1 m e n b e p f 1 a 11 z t w e r d eti und 50 Dunam als Pflanzschule dienen. Die Leitung liegt in den Händen der Herren Tolkows%, Miller und Hankin, während die Leitung der Arbeit an Ort^jmd Stelle in den Händen von Beikind und (iilson-Hurwitz liegt,. Wie wir erfahren, hat Sir Alfred Mond ß 10 000 Anteile der Gan Chaim •Orangen Company gezeichnet. Ein Bubertieit des ״Juden“ Anläßlich des SljyDeburtstags von Martin Buber erscheint in den nächsten Taget! gin ihm gewidmetes Sonderheft der Zeit- Schrift ״Der Jude‘•» die bekanntlich vor zwölf Jahren von Buber begründet ,wikle und in den letzten zwei Jahren die Form von in unregelmäßiger Zeitfolge lierauskommeiiden Sonderheften angenommen hat. Das Bubcr-Heft will zugleich ein Ausschnitt der jMschen Situation unserer Tage sein.,mit deren Problematik. Bibers Denken so eng verbunden ist. So enthält das Heft Bfeiffige zur nationalen Ideologie und politisehen Auseinaiiderieföng, Beiträge zur pädagogischen Probletnatik des JudentjmtipTeine Reihe von Beiträgen, die Bubers geistiges Werk philosophisch zu erfassen suchen, sowie schließlieh Äeußcrungen lind'Arbeiten aus dein Gebiet»; der jüdischen Religionsforschung'«ri8 des religiösen Lehens. Die Mehrzahl der ‘ Mitarbeiter sind ׳Zionisten, doch haben sich auch nichtzionistische Persönlichkeit011 wie Leo Baeck, Nathan Hirnb a 11 m , Franz R o s e n z w e i g, Ericti H i 1־ s c h b e r g (Führer der Kameraden) beteiligt. Unter den Mitarbeitern nennen wir ferner zunächst nur*sufhmarisch Arnold Z w e i g , Hans K o h 11, Viktor Kellnerg Einst Simon, 1. L. Magnes, Jean Richard B 1 o c h , Sißgffied L e 11 m a!1 n , Hugo Her g m a n n , Max Brod, Margaretes n ß m a n 11 , Felix W e 11 s c 11, Robert Weitst־ h usw. Das •’Heft enthält außer einem Bilde Buhers einige interessante Dokumente zur Geschichte des Zionismus, darunter mehrere Briefe Weizmanns an Buber aus dem Jahre 1903 usw. Das Heft ist redigiert von Dr. Robert Wcltsch und erscheint im Jüdischen Verlag, Berlin. Zu seinem 50. Geburtstag (8. Februar 1028.) Heute ist ein besonderer Anlaß, das in unseren Kreisei! nie beendete Gespräch über Martin Buber von neuem zu beginnen. 1 in־ die geistige europäische Welt - besonders in Deutschland war dieser im westlichen Zionismus leidenschaftlich umstrittene Mann die repräsentative Persönlichkeit der zionistischen Idee. Die Zionisten wußten »lies nur zum kleinen Teil: daß vor allem Buber es war, der ihrer Idee den Platz im geistigen Leben Europas bereilete. Er vertrat unsere Sache in seiner Art mit so bezwingender Kraft, daß hilflose (iegner des Zionismus oit den Versuch machten, ihn gegen die organisierte zionistische Bewegung auszuspielen und ihn, den Kritiker der Erscheinungen des zionistischen wie des iibrigen jüdischen Lebens, so zu behandeln, als ob er in Wahrheit nicht zu uns gehörte. Buber war aber mit dem ganzen Reichtum seiner Interessen immer in der Mitte des lebendigen Zionismus. Er war der Erzieher eines zionistischen Kreises, der ihm als dem legitimen Führer hingehend anhing. Er wurde innerhalb unserer Bewegung bekämpft von vielen, die ihn verkannten, aber auch von vielen, die ihn verstanden. Aber allen erscheint er heute als der Bedeutende, und alle wissen, daß er eine ganz besondere Stelle in der Bewegung einnimnit, die niemand ihm streitig zu machen versucht. Buber hat durch sein Leben bewiesen, daß der wall re Zionismus nicht zur Verengerung, sondern zur Erweiterung der Persönlichkeit führt. Die persönliche Judenfrage erkannte er heim Beginn seiner Arbeit, und sein Lebenswerk ist ein immer erneuter Versuch, als Zionist dem Sinn des Lebens durch die wahre Verwirklichung des Zionismus gerecht zu werden. Er tsf ein Kämpfer, aber er trat.nie als Vergewaltiger auf und hat so erreicht daß viele,.die ihn mjhpön Bewußtst abieluiem um - u;ä seinen Deutungen tfiui Lortiluite- *eÄegeti# '’lfiÄ»feFr1?gSnzes Schaffen hat eine gewaltige jüdische Wirkung ausgestrahlt, ln tätiger Teilnähme und im Angriff versucht er immer eine sinnvolle Ordnung in sinnloses Chaos •zu bringen. Seine Reden, vor allem aber die erste von den drei Reden über das Judentum, sind heute geistiges Gemeingut der zionistischen Welt geworden. Durch seine Arbeiten ist in uns die Vorstellung von neuer jüdischer Schöpferkraft lebendig geworden. Sein Werk erläutert unsere Hoffnungen auf eine Wiedergeburt der jüdischen Welt. Zeichen dieser Renaissance sind seine Veröffentlifhungen aus den Quellen der Chassiduth und die gemeinsam mit Franz Rosenzweig unternommene liebersetzung der Bibel. Martin Buber versuchte von Anfang an auch in das politische Leben der zionistischen Bewegung einzugreifen, wie er überhaupt in politischen Fragen scharf umrissene Meinungen hat. Er arbeitete zurückgezogen, aber gerufen und ungerufen erschien er oft, um direkt auf die Entwicklung einzuwirken. Er stellte auf der. Zionistenkongresseil nicht nur Anträge über sogenannte kulturelle Angelegenheiten, denen seine Arbeit vor allem galt, er wurde, wenn es die Stunde gebot, auch zum politischen Führer. So gelang es ihm, beim XII. Kongrdi die Kundgebung über unsere viel umstrittene Stellung gegenüber dem arabischen Volk durchzusetzen; und wir haben es erlebt, daß viele, denen diese Resolution damals leer und überflüssig erschien, sie gern in späteren Jahren bei praktischen Verhandlungen als Beweis für die Ernsthaftigkeit und Menschlichkeit unserer politischen Bestrebungen benutzten. Buber schuf uns im ״Juden“ eine repräsentative Zeitschrift, die in schweren Jahren jüdische und nichtjüdische Kreise, zu denen uns bisher der geistige Zugang gefehlt hatte, in den Bann des zionistischen Denkens zog. .Mit der Mannigfaltigkeit und Eigenart seines Wesens fügt sich Buber dienend der Zionistischen Organisation ein. Der strenge Kritiker der falschen Wege und Entartungserscheinungen dieser Organisation kam nie auf den Gedanken, sich ihren! Zwang zu entziehen. Er wußte, daß die Zionistische Organisation ein’Werkverb a n d und kein Gesinnungsverband ist. Er folgte in seinem geistigen Streben den Weisungen seines eigenen Geistes, er fand seine Richtung, aber er blieb immer eindeutig dem Volk und der Organisation verbunden. ״Ein Werkverband — seine Schwelle dürfen die Differenzen, auch die um die höchsten Werte, nicht überschreiten. Kampf soll sein, hier und dort, Kampf der Geister und der Seelen, aber nur rings um das

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