Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 8 (27.1.1928)
- Date
- 1928-01-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 52 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 8, 27.11028 Schwierigkeiten allerlei, wirkliche und ausgedachte! Da Ist zunächst die arabische Frage, sicherlich die ernsteste und wichtigste. Dr. Wiener weiß natürlich, daß diese Frage und ihre Lösung seit vielen Jahren das ständige Thema der zionistischen Politik ist. Er muß auch wissen, daß die von uns erstrebte Majoritätsbildung nicht darauf ausgeht, die Araber zu ״erdrücken“, wie er es nennt. (S. 80.) Ein jüdischer Schriftsteller sollte seiche Ausdrücke sorgsam vermeiden. Das Westjordan* Land hat nach unserer Ansicht genügend Raum, um noch wenigstens zwei Millionen Juden aufzunehmen, ohne daß die 700 OCX) Araber darum verdrängt werden müßten. Die von Dr. Wiener mehr oder weniger deutlich empfohlene Beschäftigung arabischer Arbeitskräfte in jüdischen Unternehmungen stellt ebenfalls ein Problem dar, das vorsichtiger Behandlung bedarf. Es wäre ge* w!ß falsch, die Araber zu boykottieren. Wir verstehen, wenn Dr. Wiener hiervor warnt. Aber wiederum vermissen wir eine klare Stellungnahme seinerseits. Soll man jüdische Kolonisationsarbeit treiben, Neuerschließung des Landes durch Juden propagieren und dann die Arbeit von Arabern ausführen lassen? Arabische Arbeiter mögen zuweilen billiger sein, aber die Geldgeber des Keren Hajessod wollen nun einmal die jüdische, nicht die arabische Kolonisation fördern. Würden Dr. Wiener und seine politischen Freunde an der jü* dischen Arbeit in Palästina nicht nur theoretisches, sondern praktisches Interesse bekunden, so würden sie dies sehr bald verstehen. Gänzlich unbegründet ist die Behauptung (S. 59), daß die Verwendung jüdischer Arbeitskräfte ״die Rentabilität der Industrie von vornherein fraglich macht“. Von Ausnahmefällen abgesehen, stehen die industriellen Unternehmer in Palästina keineswegs auf diesem Standpunkt, der durch die bisherigen Erfah- Hingen bereits als widerlegt gelten kann. Sogar der gesunde Gedanke ״Tozereth Haarez“, d. h. die Forderung nach Verwendung der einheimischen Produkte zwecks Kräftigung der jungen Industrie und Wirtschaft Palästinas erweckt in Dr. Wiener politische Bedenken. Er fürchtet für die Zukunft einen Boykott nichtjüdischer Waren und damit die Erzeugung einer unfreundlichen Stimmung zwischen Juden und Arabern. Das ist reine Phantasie. Zunächst ergibt sich für die arabische Produktion, die fast ausschließlich landwirtschaftliche Prodtiktion ist, durch die jüdische Einwanderung ein großer und vorteilhafter Absatzmarkt. Die Parole ״Tozereth Haarez“ richtet sich überhaupt nicht gegen arabische, sondern gegen ausländische Produkte. Juden and Araber werden in Zukunft ihre Produkte dort beziehen, wo sie sie am besten und billigsten kaufen können. Daß bei starker Steigerung der jüdischen Produktion der Anteil jüdischer Erzeugnisse auf den» Inlandsmarkt verhältnismäßig anwachsen muß, ist ..Ehfii •dies;jmuß 1na;:wsfrehei*.Fehf».''!nat:.lfeft haupt inPälastlna mit Juden kolonisieren will. Aber'esjst nationalökonomisch ganz falsch gesehen, daraus die Gefahr eines Boykotts arabischer Waren abzuleiten. Hier zeigt sich die Tendenz des Verfassers, Schwierigkeiten selbst da zu suchen, wo gar keine vorhanden sind. Die ״Zerrissenheit“ der jüdischen Bevölkerung, welche Herr Dr. Wiener uns schildert, um den jüdischnationalen Gedanken zu widerlegen, ist keine Folge, sondern die Voraussetzung aller zionistischen Bemühungen. Eben weil die Juden über alle Länder zerstreut sind, muß ihre Sammlung in Palästina ein buntes Bild ergeben. Das ist nichts Neues, wir sehen dieses bunte Bild sogar auf jedem Zionistenkongreß in Europa. Daß der zionistische Gedanke die Macht besaß, die überall hin zerstreuten Glieder des Volkes noch einmal zu sammeln — gerade dies erschien uns stets als etwas Erhabenes, als eine wunderbare Offenbarung der Kraft, welche das Judentum solange erhalten hat. Nun treffen sich in Jerusalem die alten und die neuen Juden, die bärtigen und die mit glatten Gesichtern, die aus dem Jemen mit denen aus Buchara, Rußland, Polen, Deutschland, Amerika und allen anderen Ländern. Ein buntes Bild! Wieviele Sprachen, Gewohnheiten, Trachten! Und nun beginnt — langsam und unter Schwierigkeiten — der Prozeß der Ver- Schmelzung, der gewiß nicht von heute auf morgen vollendet sein wird. Aber wer in Palästina gelebt hat, der weiß, daß diese Unterschiede durchaus kein Mindernis für die Entwicklung einer jüdischen Gemeinschaft darstellen, daß diese Gemeinschaft politisch (durch den Waad Leumi) und kulturell (durch die hebräische Sprache) schon zum größten Teil hergestellt ist. Dabei spielt die Paßfrage, die Dr. Wiener plötzlich in diese Erörterung einflicht, überhaupt keine Rolle. Ob deutsche oder englische Zionisten in einzelnen Fällen ihre Staatszugehörigkeit beibehalten, oder ob sie — wie es die zionistische Leitung wünscht — palästinensische Staatsbürger werden, berührt das Problem der jüdischen Kulturgemeinschaft in Palästina überhaupt nicht. Herr Dr. Wiener erkennt die Notwendigkeit des Hebräischen als Unterrichtssprache in den Schulen an. Er versteht, daß wir keine ״unsichere, unnationale, levnntinischc Jugend“ heranziehen wollen. Aber er fürchtet ein Zuviel an Hebraismus und verweist auf kritische Betrachtungen aus den eigenen Reihen der Zknisten, die vor Einseitigkeit und Sprachchauvinismus warnen. Diesen Chauvinismus findet er auch in der Hebräischen Universität. Er hält es für überflüssig, daß die Publikationen der Universität, die doch für fremde Gelehrte bestimmt seien, auch in hebräischer Sprache erscheinen. Hierüber auch nur zu diskutieren, scheint uns überflüssig. Eine hebräische Universität muß Ihre Publikationen auch hebräisch veröffentlichen, sonst brauch’.י sie gar nicht gegründet zu werden. Die Behauptung Dr. Wieners, daß die Universität keine Studeuten habe, ist falsch. Richtig ist, daß das Kuratorium auf dem Standpunkt steht, zunächst eine Anzahl von Forschungsinstituten zu begründen. Nun, das sind Details, über die man sich, verständigen könnte, wenn man nur wüßte, wie Dr. Wieners Palästinaideal aussieht, an dem die jüdische Arbeit sich orientieren soll. Seine Unsicherheit hinsichtlich dieses Ziels zeigt sich bei dieser Gelegenheit in der Klage, daß die Propaganda für die Hebräische Universität die wertvolle Forschung*- arbeit evangelischer und katholischer Institute in Palästina in den Hintergrund dränge. Als ob die christliche Welt darauf warte, ihre wissenschaftliche Arbeit in Palästina durch jüdische Propaganda gefördert m sehen! Berliner Zionistische Vereinigung Im Rahmen des Vortragszyklus über «,Das Wefltludentum“ spricht am Mittwoch, den 1. Februar, abends 8 72 Uhr im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststraße 10 Herr Kurt B1 «1 n» e n f e 1 d über; ״Entwicklungen im deutschen Judentum" Eintritt 50 PL, für den ganzen Zyklus (12 Vorträge) Mit. 3.— Als ob die jüdische Palästinabewegung etwas anderes tun und erstreben kann, als eben jüdische Institute zu schaffen! * Nicht alles, was man in Palästina sieht, kann als verfehlt hingestellt werden. So fällt denn hin und wieder auch ein anerkennendes Wort, sei es über die Hingabe der Chaluzlm, oder die Gastfreundschaft in Stadt und Land, oder sogar die Einsicht der zionistischen Führer. Doch wo eine große, weithin sichtbare Leistung zu konstatieren ist, wird sofort versucht, die verhaßte Sonlstische Organisation als daran unbeteiligt hinzustellen. 1 ״Auch Td-Awiw JsU nicht va^ der. Zionistischen OfganlsäJipp'ÄfgÄadl.woÄsir“, p׳ T-, "'7.7 Wirklich nicht? Und d&sh bat das Zionistische Pa• lästina-Amt vor dem Kriege das Direktorium des Jüdlsehen Natjönalfonds‘ bewogen, die ersten Darlehen an eine Gruppe Jaffaer Juden zu geben, um die neue Stadt zu schaffen, und jeder Schritt der Entwicklung Tel-Awhvs ist von der Zionistischen Organisation beobachtet und gefördert worden. Daß erst die dann einsetzende Privatinitiative die Stadt zu ihrer jetzigen Größe brachte, ist selbstverständlich. Die Organisation als solche kann ja nicht Städte bauen. Sie soll vorbereiten, Bedingungen schaffen, die Immigration erleichtern. Dann muß die Privatinitiative folgen. Vom Kir.derdorf ״Kfar Jeladim“, welches durch die Spenden südafrikanischer Zionisten errichtet wurde, wird erzählt, daß es sich ״nur unter Kämpfen ,mit der Exekutive“ halten könnte — ein für den uniformierten Leser unverständ'iches Detail, das den Eindruck schaffen soll, als habe die Zionistische Organisation keinen Anteil an dieser Gründung, während doch in Wahrheit südafrikanischer Zionismus nichts als ein Tei! der Zionistischen Organisation ist. Andererseits wird der ״Zionistischen Propaganda“ die Schuld an allen mißglückten Unternehmungen .zugeschoben, und gerade an solchen privaten Gründungen, für die die Zionistische Organisation keinerlei Verantwortung trifft, wie z. B. an der Textilstadt Manor oder den Kolonien der Chassiditn. Gerade diese Gründungen hat die Zionistische Organisation weder angeregt noch empfohlen, doch hat sie die Chassiditn unterstützt, als sie in Not gerieten. Um den Anteil der Zionistischen Organ!- sation an der Erschließung des Landes zu schmälern, wird auf S. 39 ein Diagramm des jüdischen Bodenbesitzes gegeben. Danach besitzt die Pica des Barons Rothschild 40 %, der Zionistische Nationalfonds aber nur 20 «/ס des jüdischen Bodens. Aber weitere 20 °/״, die den amerikanisch-zionistischen Gesellschaften und privaten Gruppen von Zionisten gehören, müssen doch wohl auch als ״zionistischer“ Besitz bezeichnet werden, und die restliehen 20 0/0 gehören den älteren jüdischen Kolonien. Ferner ist zu bemerken, daß der Besitz der Pica großenteils aus der Zeit vor dem Kriege stammt. Der Jüdische Nationalfonds besaß 1919 erst 20000 Dunanj und hat diesen Besitz seitdem, mehr als verzehnfacht Diese ganze Art der Darstellung soll zeigen, daß — entgegen der populären Meinung — der Zionismus keineswegs die Hauptarbeit am jüdischen Palästina leiste. Wie steht es damit? Kann allenfalls noch eine Trennung zwisehen zionistischen und nichtzionistischen Verwaltungskörperschafte.n vorgenommen werden, so ist es jedenfalls unmöglich, die Kolonisationsbewegung als solche vom Zionismus zu trennen. Die Bewegung der Chowewe Zion in den 80er Jahren war genau so zionistisch-national, w׳ie die spätere, unter dem Einfluß des Kongreßzionismus einsetzende, die dann freilich durch die Ausbreitung der zionistischen Idee und die politischen Erfolge des Zionismus nach dem Kriege ganz andere Dimensionen gewann. Daß Rothschild sich der ersten Kolonisten annahm, ist sein großes Verdienst, das jeder Zionist freudig anerkennt. Ideologisch existiert — soweit es sich um die nationale Frage handelt — jedenfalls kein Gegensatz zwischen unseren Kolonien und den von Rothschild unterstützten. Muß doch auch Dr. Wiener melancholisch ein raumen, daß die von der Pica geförderten Kolonien dem Wesen nach zionistisch sind. Einer Gefahr sucht Dr; Wiener mit besonderer Sorgfalt zu begegnen; Daß die deutschen Juden nun etwa — trotz aller Kritik am Zionismus und seinen Leistungen — der Palästinasiedlung erhebliche Bedeutung beimeasen und für diese Sache nennenswerte Opfer bringen könnten. Er legt daher großen Wert auf den Nachweis, daß Palästina ein klein es Land ist und daß der jüdische Bodenbesitz an Umfang weit geringer ist, als der für Kolonisationszwecke in Rußland zur Verfügung stehende. Nun sind groß und klein schon immer relative Begriffe gewesen. Das Beste ist, man nennt Zahlen. Wir haben vor dem Kriege das damalige türkische Palästina mit etwa 27000 Quadratkilometern, nach anderen Schätzungen mit 29000 qkm angegeben. Durch die neue Grenzführung nach dem Kriege ist das westjordanische Palästina auf etwa 23000 qkm reduziert worden. Diese Zahl gibt auch Dr. Wiener, doch begeht er den Fehler, das Ostjordanland überhaupt nicht mitzurechnen, obwohl es zum Mandatsgebiet Palästina gehört. Die Kartenskizze auf S. 25 seiner Schrift mit den angeblichen ״Grenzen des Mandatsgebiets“ und dem aus* drückllchen Vermerk für das Ostjordanland:. ״Gehört nicht zum Mandatsgebiet“, ist also falsch. Das Ostjordanland ist Mandatsgebiet, nur haben die Engländer mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse des Landes dort eine eigene Verwaltung errichtet und dem Emir Abdullah eine gewisse lokale Autonomie elngeräumt. Daß die auf die Errichtung der ״nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ bezüglichen Bestimmungen des Mandats für das Ostjordanland zurzeit nicht gelten, ist. die natürliche Folge der Tatsache, daß die jüdische Kolonisation sich bisher auf das Westjordanland beschränkt hat Doch hat der Zionismus niemals darauf verzichtet, künftig auch im Ostjordanland zu kolonisieren, dessen fruchtbare und fast unbewohnte Ebenen wahrscheinlich die Ansiedlungsraöglieh keiten des Westjordanlandes übertreffen. Andererseits gibt das Mandat der Mandatarmacht (England) jederzeit die Möglichkeit, den ostjordanischen Teil des Mmdatgeblets mit dem westjordanischen wieder enger zu ver* knüpfen, d. h. die Verwaltung beider Gebiete zu vereinigen. Doch bleiben wir beim heutigen Gebiet der jüdischen Kblönfsatiöi,1 'Ärff-DrT Wleiter* gleicht es wiederholt Im Text und ln einer graphischen Darstellung mit dem Freistaat Hessen, Warum? Weil Palästina ~~ d. h. immer das Westjordanland — dreimal so groß ist! Es würde ja näherliegen, Palästina mit einem Gebiet zu vergleichen, das etwa ebenso groß Ist So haben wir vor dem Kriege das türkische Palästina häufig mit Belgien verglichen, weil dieser Staat fast genau dieselbe Fläche besaß. Aber solche Vergleiche könnten im Leser allzu günstige Vorstellungen hinsichtlich des ״Judenstaates“ erwecken. Was ist schon Hessen? Also ist Palästina nur dreimal so groß. Auf ähnliche Art wird der jüdische Landbesitz in Palästina beschrieben. Man rechnet dort nach Dunam. Aber ein Dunam ist ״nach deutscher Vorstellung ein auffällig kleines Maß“ (S. 24), nämlich nur 919 qm, wahrend ein ordentlicher preußischer Morgen 2550 qm umfaßt Man soll sich daher keiner Hochstimmung überlassen, wenn man liest, daß da und dort 4000 oder 10000 Dunara erworben worden sind. Und um diesen wichtigen Punkt ganz klarzumachen, wird der Pariser Platz in Berlin, säuberlich in Felder eingeteilt, in einer graphischen Dar- Stellung vorgeführt — und siehe da, es sind 15 Dunam! ״Das Bild S. 29 gibt darüber einen guten Ueberblick.“ Der sich ständig vermehrende jüdische Bodenbesitz in Palästina wird von Dr. Wiener wie eine feststehende Größe behandelt und mit den Gebieten verglichen, die in anderen Landern zur jüdischen Kolonisation nutzbar gemacht werden könnten. Aber der Vergleich Palästinas mit Rußland oder Argentinien ist schon deshalb hinfällig, weil in diesen Ländern ganz andere Betriebsformen der Landwirtschaft in Frage kommen als in Palästina, das ein südliches Gartenbauland ist. Ein Hektar Wein- oder Orangenland in Italien bedeutet ja auch kolonisatorisch etwas völlig anderes als ein Hektar Weideland in Sibirien oder Getreideboden in Canada. So geht das Zahlenspiel mit schiefen Vergleichen noch eine Weile fort. ״Der anbaufähige Boden Palästinas wird auf rund 9 Millionen Dunam geschätzt“ (S. 26), das sind 8271 qkm, andererseits aber umfaßt die Rheinnrovinz 24 538 qkm. Diese ״Schätzung“, die fast zwei Drittel des Westjordanlandes als nicht anbaufähig verwirft, ist mehr als ungenau. Durch Trockenfarmwirtschaft und Aufforstung, Terrassierung und Benutzung als Weideland, Entwässerung und Bewässerung können wahrscheinlich große Flächen nutzbar gemacht werden, die heute als Sümpfe, Dünen oder verkarstetes Gebirgsland zu den ״nicht kulturfähigen“ Strecken zählen. Aber selbst wenn man mit diesen Teilen des Landes und mit dem fruchtbaren Ost'ordanland vorläufig gar nicht rechnet, so wäre in diesem Zusammenhang doch nur die Feststellung wichtig, ob das Land für eine größere Siedlung Raum bietet. Diese Feststellung aber trifft Dr. Wiener nicht: Daß nämlich nach allen Schätzungen