Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1928)
- Date
- 1928-01-10
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite*) JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 3, 10.1.1928 gewöhnlich Rohstoffe gewaschen und gefärbt wurden. Schließfleh entließ man ihn, indem man ihm zum Trost etwas von baldigen Judenpogroms nachrief. Schließlich wurde er entlassen. Dfe Schlichtungskommission, die über den Fall zu entscheiden hatte, kam zwar zu dem Ergebnis, daß die Angelegen* heit einen antisemitischen Anstrich habe, sprach sich aber gegen Machhn aus. In Sobolewka hatte die Bezlrksabteiiung des Ozet im Fabrikklub eine Theatervorstellung veranstaltet Eben sollte sie beginnen, als mehrere Kommunisten in den Saal stürmten, um die Szenerie zu zerstören, die Schauspieler und das Publikum aus dem Saale zu jagen: ״Hier ist keine Synagoge. Zu Teufels Oroßmutter mit euch! Für die Juden Ist im Arbeiterklub kein Platz.“ Der Hauptanführcr dieser judenvertreibung erhielt einen Verweis. Der Mut, mit dem die ״Kommunistische Jugend-Prawda“ hier alle diese Fälle erzählt und zum Kampf gegen den Antisemitismus aufruft, muß anerkannt werden. Der Gefahr, die der Antisemitismus in Sowjet-Rußland bedeutet, sind sich die leitenden Kreise der russischen kommunistischen Partei wohl bewußt Dennoch sitzt der Antisemitismus tief im Volksbewußtsein. L. R. Vorstehende Mitteilungen der ,,Prawda“ beleuchten kleine Vorfälle, wie sie leider in der ganzen Welt Vorkommen. Ueberali werden Juden verhöhnt und zurückgesetzt. Wenn wir diese Fälle aus der Sowjetunion einer Veröffentlichung für wert erachten, geschieht es nicht darum, um darzutun, daß es in der Sowjet- Union in bezug auf die Lage der Juden schlimmer steht als in anderen Ländern, über die man nur darum nicht schreibt, weil man es leider schon als selbstverständlich betrachtet, daß in ihnen Juden drangsaliert werden. Vielmehr soll dar getan werden, daß trotzdeszweifcllosnichtantijüdischen Regimes die im Volksbewußtsein lebende Verachtung der Juden und der seit Jahrhunderten vorhandene Gegensatz zwischen Nichtjuden und Juden noch immer wirksam ist. Woraus folgt, daß politische Regierungsform — siehe Amerika! — und kinetischer Judenhaß voneinander unabhängig sind. Die Stellung der Regierung ist natürlich sehr wichtig“ die Lösung der Judenfrage aber erfordert tiefer gehende seelische Um- Schichtungen. Das zloalstisdie Martyrium io Rußland ״In KJem.. .“ Erstes Sammelbuch. Herausgegeben von der ausländischen Delegation der vereinigten zionistischem J ugend- Organisationen in Rußland. Tel-Awiw, 1927. Jiddisch, 100S. Dies Ist das erste Sammelbuch, das über die Verfolgungen der Zionisten in Rußland ausführlich berichtet. Fast alle Artikel wurden von den Gefangenen und in der Verbannung befindliehen geschrieben und stellen die Verfolgungen dar, denen sie von der Tscheka (jetzt G. P. U.) ausgesetzt waren, und erzählen von den schweren Lebensbedingungen in den Gefängnissen und in der Verbannung. Das Buch erzählt: Nach langwährender Untersuchung im Gefängnis werden die Zionisten zu Hunderten in ״Polit-Isoiatoren“ (politische Gefängnisse) eingesperrt oder nach Kirgisien, dem Ural oder Sibirien verschickt. Häufig in so ferne Orte, wohin selbst die zaristische Regierung sie nicht verschickt hätte. Sie leben in kleinen einsamen Dörfern, tausende Kilometer von der Eisenbahn entfernt in furchtbarem Klima, ohne ärztliche Hilfe, ohne Arbeit, ohne entsprechende Ernährung, ohne angemessene Umgebung, ohne Bücher und ohne Perspektive für die Zukunft. Krankheit und Hunger machen die Genossen zu Invaliden. Die sechs Rubel monatlich, welche die Regierung den Verbannten gibt, sind nur ein Tropfen. Es bleibt nur ein Weg — der Weg des Hungers. Die Einleitung führt aus, daß dieser Kampf nicht von der נ»sektia geführt wird, sondern von der Sowjetregierung bst, dfe sich auch der Provokation zu bedienen nicht scheut Das Buch enthält auch den wörtlichen Abdruck eines Dokutnents: den Protest von 17 politischen Gefangenen (unter ihnen Zionisten) in Charkow dagegen, daß man sie zurzeit des Besuch es der zweiten Delegation deutscher Arbeiter gezwungen hat, das Gefängnis zu verfassen und sie in ein anderes Gebäude überführt hat, damit die Delegation sie nicht sieht Das Buch enthält vier Nekrologe über verstorbene Gefangene und Photographien. —y. Heine Nachrichten Morris Myer, der Begründer und Herausgeber der Londoner jiddischen Tageszeitung ״Die Zeit“ (Jewish Times), feierte in diesen Tagen seinen 50, Geburtstag und war aus diesem Anlaß Gegenstand großer Ehrungen. Am 6. Januar erschien in Wien die erste Nummer einer neuen Wochenschrift ״Die Stimmc“, des offiziellen Organs des österreichischen zionistischen Landeskomiiees. Die österreichische zionistische Organisation hat beschlossen, zum Andenken an Prof. C h a j e s einen Wald von 10 000 Bäumen in Palästina pflanzen zu lassen. Am Sonntag, den 1. Januar, erschien die Nummer 1000 der von dem früheren Kammerdeputierten Dr. Mayer Ebner herausgegebenen ״Ostjüdischen Zeitung“ in Czernowitz. Dr. Ignaz ZolIsc h an , der bekannte rassentheorctischc Schriftsteller (früher in Karlsbad), wurde zum Leiter der Röntgenabteilung des Hadassa-Spitals in Jerusalem bestellt. Der ״Chamikkahmann“ Ein Wort post festura. Von Dr. Werner Bab. Im Komplex jüdischer Erziehungsfragen taucht immer von neuem das Problem auf: wie gestalten wir unsere Feste? Bei dem Ucberwiegen des nationalen Elements in der jüdischen Renaissancebewegung ist es verständlich, daß man den nationalen Festen einen Vorzug vor den rein religiösen gab: das waren Feste, an denen alle teilnehmen konnten, nicht nur die fromm gestimmten Gemüter; Feste, bei denen man der Jugend am Vorbild der Vergangenheit den Hinweis auf den Weg der Zukunft geben konnte. So kam es, daß dem Chanukkah-Fest eine Bedeutung verliehen wurde, die es in früheren Zeiten nicht gehabt hat. Gerade dieses Fest, dem der Ge- Schichtsschreiber Flavius Josephus ein paar Zeilen widmet, bot Anlaß zu Parallelen: der Untergang eines assimilatorischen Geschlechtes, der Sieg weniger heldenhafter Pioniere über eine erdrückende Feindesmehrheit, die Errichtung einer stolzen, selbstbewußten jüdischen Autonomie. All dies ist hundertmal in Festreden und Festartikeln seit 30 Jahren gesagt worden, und so oder ähnlich haben zionistische Väter ihren Kindern vom Makkabäerfest erzählt. * Dieses Fest, das lange Zeit ein jüdisch-religiöses Fest war, und ein sehr unbedeutendes, mit Werktagsgottesdienst, Werktagsarbeit und mit der einzigen Auszeichnung der Menorah, dieses Fest ist durch die 'nationaljüdische Bewegung heute allgemein, nicht nur bei Zionisten, zu einem rauschenden Feste gemacht worden. Man beschenkt sich, vor allem die Kinder, man veranstaltet Kinderfeste mit Kaffeetafel (Stil!880) und die Großen tummeln sich auf Bällen, deren Faschingscharakter sich von Jahr zu Jahr steigert. All das cur Ehrung, zum Andenken der Makkabäer, die Ihr Leben bei 8er Aufgabe gelassen haben, die seelische und physische Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z~ V. Der Berliner Veranstaltnngskalender wird ausschließlich von der Berliner Zionistischen Vereinigung zusammengestellt. Wir bitten alle Vereine und sonstigen Veranstalter, sich mit etwaigen Wünschen nicht an die Redaktion, sondern an die Berliner Zionistische Vereinigung zu wendetu Dienstag, den 10. Januar nachm. 81/2 Uhr Gruppe Nord, im Gemeindehaus, Roseustr. 2/1. Herr Dr. Nachum Goldmann: ״Wandlungen im deutschen Judentum?“ Anschließend Generalversammlung der Gruppe Nord. Mittwoch, den 11. Januar abends 81/2 Uhr Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, J osty 61r. •1 (nicht in den Unionsälen, wie irrtümlich bisher angezeigt). Herr Dr. Martin Roscnblüth: ״Der deutsche Zionismus und seine Gegner". "עב־יה" אספה ביום הרביעי- 11 ליאנואר כערב- כבית הקהרה רוונשטר. 2-4. הטרצה: ה׳ עמינדב גרינברג על הקונפרנציה של תרבית. אורחי: רצויים.' בית הועד העברי ביום החמישי- 12 יאנואר- בשעה 8 וחצי בערב תתקיים באולם הקהלה העברית ראועגשטד. 2-4 אספת בית הועד העב־י סדר היום: הרצאה מאת הסופר צבי וויסלבסקי על הנושא: לשאלות היום של התרבות העברית; ונוחים. כל העברים מוומנים לבא. Sonnabend, den 14. Januar abends 8ג/י Uhr Hapoäl-Hazair, 1m Gemeindehaus, Roaenstr. 2/4. Chawer Georg Brumm: ״Die Frage der Einigung in der palästinensischen Arbeiterschaft.‘׳ — Gäste willkommen. בית ועד עבדי האספה השניה בעונת חורף וי תהא מוקדשת לשאלות החג ו ך תתקים במוצאי־שבת ב־14 לחדש יאנואר בשעה 8 בערב׳ באולם מיינרה־שטראסה 10. ירצו דד. המדשטין־ ודר. שרגורודשקה. בל דורשי שפתנו מוומנים לבא.! Sonntag, den 15. Januar nachm. 5 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung und Keren Kajemeth Lejlsrael im großen Saal des Ulap, Alt-Moabit 4710. 5-Uhr-Tee mit Tanz. — Bunte hebräische Bühne. Karten zum Preise von 2,50 M. erhältlich im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Tel.: Bismarck 7165/7170), und in den jüdischen Buchhandlungen und an der Saalkasse. Für Jugendliche beträgt der Eintrittspreis M. 1,50. Diese Karten sind nur im Büro der B. Z. V. erhältlich. Sonderstellung ihres Volkes vor der verräterischen Sorglosigkeit und assimilatorischen Tändelei zu retten. Man kann natürlich auch versuchen, dies Chanukkah-Getöse zu rechtfertigen als die Freude am Sieg. Wahrscheinlich werden sich viele Leute nicht lange den Kopf zerbrechen, wie es damit sei. und so wird auch in den nächsten Jahren diese ״Schönheit“ und ״Poesie“ wieder vor unseren Augen erstehen. Es wäre auch nicht weiter gefährlich, und nicht ein Wort lohnte es, wenn dieses Chanukkahfest, so wie es heute schon junge aber feste Tradition ist, nicht für sehr viele Juden das einzige jüdische Fest wäre und immer mehr Zeichen der Assimilation zeigte. Das wird immer wieder bestätigt: die Kinder sollen durch diese Feier nicht neidisch auf das zeitlich gleichzeitige oder naheliegende Weihnachtsfest blicken müssen. Die Menorah ersetzt den Weihnachtsbaum, die Sitte des Schenkens hat uns schon um den ״Chanukkahmann“ bereichert, den es wirklich gibt, und so weiter. Ein Jude, der seine Kinder im Dezember nicht beschenkt, würde fürchten, er könne seinem Kinde nichts Gleichwertiges bieten können. Und auch hierzu wäre viel zu sagen: wenn zum Beispiel rechtzeitig auf dem Balkon eines ״guten“ Juden der Weihnachtsbaum steht für die Kinder, die jüdisch-national erzogen werden sollen; oder wenn die Menorah durch eine Zigarrenkiste ersetzt wird, damit das Kind keine Sehnsucht nach dem Weihnachtsbaum bekommt; oder wenn den Kleinen vor die Menorah als Geschenk ein Miniaturbäumchen hingestellt wird, um jedem Gelüste die Spitze abzubrechen. Diese Ideaikonkurrenz ist eine Schmach, wenn man sich ihrer bewußt wird. Glücklicherweise, kaun man sagen, ge- Schicht diese Verdrängung nicht mit klarer Absicht. Es ist ein Kennzeichen der Assimilation, daß sie die Rechtfertigung in sich selbst sucht. Man kennt das Chanukkahfest jetzt schon nicht mehr anders und feiert es in dieser liebgewordenen Weise. Daß es trotz der Anätmelung, trotz der Konzessionen an das Weihnachtsfest dieses nie erreichen wird, ist zweifeilos: es fehlt der jetzigen Art des Chanukkahfestes noch immer der Charakter des Feiertages, an dem die Reihe der Arbeitetage unterbrochen wird, und vor allem der Charakter des Familienfestes. Unsere Makkabäer verdienen es, daß man sie. würdiger und stiller feiert; der Rummel dient auch nicht dazu, uns unsere ernsten Aufgaben der Zukunft am historischen Beispiel deutlich zu machen. Für die Kindererziehung aber muß es aufs schädlichste wirken; denn dieses assimilierende Getue regt erst zum Vergleich an, der ohne weiteres auf der Hand liegt: der Weibnacntsbaum ist ohne Zweifel ein sehr schönes Svtnbol, und bei weitem schöner als Lichtstümpfe auf einer Zigarrenkiste; und Nikolaus bringt trotz allem mehr als der ״Chanukkahmann“. Man sollte anfangen, hierüber nachzudenken. Die jüdisehen Feste haben nach Form und Inhalt so reiche padagogische Werte, daß weder Assimilation an frsmde noch Erfindung neuer Feste nötig ist. Aber man muß den Mut haben mnzulernen, um einem kommenden Geschlechtc den Weg, den wir ihm zeigen wollen, nicht zu erschweren. Eingesandt Me SOvestemrsteUang im Staatslheater Grunewald, den 6. Januar 1928. Sehr geehrter Herr! Als Augenzeuge der Silvesteraufführuiig des Ho'berg'chen Stückes möchte ich mir erlauben, den Ausführungen Herrn Heinz Strohs einiges entgegenzuhalten (Seite 9 Ihrer zweiten Nummer). Ich gestatte mir außerdem, Ihnen zur Klarstellung der Vorgänge den nach meinem Dafürhalten ausgezeichneten Bericht heran- «!ziehen^ den im 12״-Uhr-Blatt“ aui Montag ein (anscheinend _ schah keineswegs erst zu einer Zeit, da alles ״zu müde“ ges wesen sei; aber wir Rechtsstehenden bringen nach allem, was man uns zu bieten wagt, einfach nicht mehr den ״Mumm“ auf, dagegen zu protestieren; man legt’s zu dem Ucbrigen. Der Darsteiler des Ulysses war nach dem fast einmütigen Lobe der Kritik nahezu die beste Figur des Abends. Und bei dem Auftreten der beiden Kaftanjudcn protestierte in Wahrheit nur bestes jüdisches Publikum im Smoking (z. B. eine fünfgliedrige Familie vor mir); meine Schwester und ich konnten nur annehmen, die Darsteller hätten Rituelles verspottet, weil die Wut der anwesenden Juden sich so heftig gebärdete. So nahm sich die Sache tatsächlich für einen gänzlich unvoreingenommenen, absolut nicht antisemitischen Christen aus. Hochachtungsvoll und ergeben Prof. Dr. Helm01t. * Nachbemerkung der Redaktion: Neben einer Reihe jüdischer Darstellungen ist uns die vorstehende Zuschrift eines Nichtjndcn zugegangen, mit deren Abdruck die Sache für uns erledigt ist. Es ist natürlich schwer für jemand, der nicht dabei war, die Frage zu entscheiden, ob Christen oder Juden den Abbrach der Vorstellung gefordert haben. Es mögen solche und solche gewesen sein. Festzustehen scheint uns, daß nur die Minderwertigkeit des Stücks und der den ganzen Abend hindurch gesteigerte Unmut auch des jüdischen Publikums schließlieh zur Explosion führte, und insofern ist wohl die Darstellung unseres Mitarbeiters Stroh richtig: in einem wertvollen Stück hätte auch eine Karikierung von Juden kaum zu solchen Szenen geführt Solche Dinge sind eine Nervenfrage. Wir stehen aber nicht an, zu erklären —■ was in diesen Blättern schon mehrmals gesagt wurde daß übergroße Wehleidigkeit und Empfindlichkeit gegenüber Karikaturen, zumal im Rahmen eines allgcmein karikierenden Stückes, ein Zeichen innerer Schwäche und innerer Unfreiheit sind. Mag sein, daß manche Juden nicht gern daran erinnert werden, daß es Juden in Kaftan und Pajes, jüdische Trödler und Händler mit oftmals komischem Gebaren gibt oder zu Holbergs Zeiten gab. Wir nationalen Juden schämen uns dessen nicht; andere Völker haben auch ihre Sonderlinge; wir werden keine Beleidigung dulden, aber harntlose Veraikung im Rahmen eines Scberzspides muß der sich wohl gefallen lassen, wer durch Besuch eines solchen Abends beweist, daß Ulke dieser Art seinem Geschmack entsprechen. Daß gerade Antisemiten es sind, die jetzt eine Taktlosigkeit gegenüber dein jüdischen Publikum als Waffe gegen den jüdisehen Intendanten benützen wollen, scheint uns eine besondere Pikanterie; wir werden diese unsachliche Hetze nicht mitmachen. 25$re M sraebi In Denlschland Am 25. und 26. Dezember fand in Leipzig die erste Landeskonferenz der Zeirc Misrachi in Deutschland statt, die von etwa 100 Teilnehmern aus verschiedenen Orten, u. a. aus Leipzig, Chemnitz, Dresden, Plauen, Essen, Kola, Frankfurt am Main, Rodges, Hamburg, Gießen und Berlin besucht war. Die Zeire Misrachi konstituierten sich als die auf dem Prinzip von ״Thora wa’awodah“ (Lehre und Arbeit) aufgebaute Organisation im deutschen Misrachi, deren Menschen entschlossen sind, ihre ganze Persönlichkeit für den Aufbau Palästinas imi Geiste der Tradition einzusetzen und sich zu Trägern des gesetzestreuen zionistischen Ideals hcranzubilden. Sie sind dem Brith Olamith scliel Zeirei Hechaluz (Weltverband der Chaluz- Jugend) und Hayoel Hamisrachi angeschlossen. Zum Vorort für die Zentrale wurde Hamburg bestimmt, zum Vorsitzenden wurde Herr Rechtsanwalt Erich Michaelis, Hamburg, gewählt. Die Zentrale wird in enger Zusammenarbeit mit dem Landesausschuß stehen, der sich aus Mitgliedern der verschiedenen Ortsgruppen zusammensetzt. Groppenvcrband Sachsen-Anhalt An! Sonntag, den 15. Januar 1928, vormittags UV- Uhr, findet in Dessau im Gemeindehaus, Steinstr. 13/14, ein Gruppenverbandstag statt. Tagesordnung: 1. Referat Kurt Blumenfeld (Berlin): ״Wirklichkeit und Aussichten. — Eine Feststellung der gegenwärtigen Situation itn Zionismus“. 2. Aussprache. 3. Wahl eines Gruppenverbandsvorsitzenden. Dortmund. Am 29. Dezember 1927 fand eine üeneralver- Sammlung der Dortmunder Zionistischen Ortsgruppe statt. Es wurde der neue Vorstand wie folgt gewählt: 1. Vorsitzende: Frau Charles A b e 1 e s; 2. Vorsitzender: Herr Dr. B e r 1; Schriftführerin: Frl. Hilde Di ringer; Kassiererin: Frau Maria St ein weg; Beisitzer: die Herren Appel, Jahre und Szobel. Ferner sind den Nachstehenden die Ressorts zugeteilt: Keren Hajessod: Karl Steinweg; Rundschau: Jacob Szobel; Gemeindearbeit: S. Appel; Zionistensteuer: Frau Abcles. Keren Kajcmeth-Kommission: Frau Steinweg, Frl. Rcinberg und Frl. Diringer, die Herren Kirschstein, M. Jahre, Wolf Kclcz, Schalom Weißblum, Jacob Szobel und Hans Heimatin. Vermischtes Ballte hibvSisdl• BQHac• Die bunte hebräische Bühne findet am Sonntag' den 15, Januar, nachm. 5 Uhr im Rahmen •ines 5Ubr*T0iS mit Tao» im großen Saal de« Ulap, A!t*Moabit 4*10 statt Aus dem Programm: 1. Iso GolUurl (Baritonן von der Berliner SUaUooer: hebräische Lieder und Arien; 2. Tänze und Gesang®. Rezitationen, Satire» und Parodiea unter Mitwirkung von Frau Bern stein * Kob an. Mcir Teomi (vom Tealreo Eres Israeli und Teatroo Uvri), Frau Jebudit P 0r ka!, Rafael Klatskin (vom Teetroo ״Kumkum*1, Palästina). — Karten rum Preise von Mk. 2*50 erhältlich t im Büro der B-Z.V, Meinekestr. 10, Bisrrmrck 7165-70. in den jüdischen Buchhandknge» und aa der Saalkasse. Betts Waad iwrl• Der Bcth Waad iwri veranstaltet am 14 Januar, 8 Ubr abends im Sitzungssaal, Meinekestr. 10 eine Versammlung• in der die Fragen der bebrä- Ischen Erziehung behandelt werden. Es sprechen Herr Stadienrat Hammersteio und Frau Dr. Scbargorodska« Freunde des Hebräischen sind feerzlicbst eingeladou- Groppe Oat der B. z. V. Wir we>8»0 darauf hin, daß der Vortrag wi Herrn Dr* Martin Rosenblüth über »Der Deutsche Zionismus and seine Gegner“ am Mittwoch, da» II. Jan* nicht wie hrtümlkh an gezeigt 1» de» UnioöwUen, sondern m den RiwM» dea Agudas Achim, Joatystr. 4, •tettfadat