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Jüdische Rundschau · 1928-01-06 · Heft 2 (6.1.1928) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 2 (6.1.1928)
Date
1928-01-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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BlmMrmmmer ÖJO Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meiaekestraße 10. Erscheint . tl Telephon: Bismarck 7165-70, Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Redaktion und Verlag Berlin W 15, Melaekestrafle 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark• AustscdsaboanccntFU werden in der WahrtioÄ der einzeln מ Länder b rechnet Anzeigen ־Verwaltung Jüdische Rundschau G. m.b.H., Berlin W15, Meinekcstr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. A0z«ig«npr©ia: 8 gespaJtNoopAreüiczeile 0,50 Stellengesuche G,-M- Aoieigenscblußi DUoitag und Freitag uachmiUag« 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165-70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich! Poibparkssscaamt Wien, Konto Nr. 15030א Für Tschechoslowakei; l'ost Sparkassen arat PrajN Konto Nr. 5(> 410־. Für Polen! Postsparkaascnamt Warschau, Konto Nr, i90 7U8, Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 2 | Berlin, 6.1.1928 י״ג טבח, חו־־פ״ח | xxxiii. Jahrß. Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk dl« Schaffung einer üffentllcti - rechtlich gesicherten Heimstatt« in Palästina. ״Baseler Programm.“ Fopiscnriti und Judenhao Man mag hinsichtlich des Fortschrittes der Menschheit noch so pessimistisch sein, so wird man doch zugtben müssen, daß sich die Welt, wenn auch nur sehr langsam, doch in der Richtung des Fortschrittes bewegt. Wohl ist die Linie des Fortschrittes nicht gerade; sie verläuft vielmehr im' Zickzack; auf Wellenberge des Fortschrittes folgen Wellentäler; zehn Schritten nach vorwärts folgen acht zurück. Letzten Endes ist man doch um zwei Schritte vorwärts gekommen. Der Fortschritt marschiert,’ wenn auch sehr langsam. Und ob wir nun zum Gegenstand unserer Betrachtung ein Land wie Deutschland oder einen Balkanstaat wie Rumänien nehmen und mit Recht auf viele Erscheinungen unerfreulicher Art zu verweisen vermögen, so werden wir doch zugeben müssen, daß sich sogar die reaktionären Parteien und Scliichten in diesen Ländern irn Laufe der letzten Jahre stark gewandelt haben. Es wird wohl selbst unter den verbissensten Monarchisten und Reaktionären keinen geben, der noch vom Gottesgnadeutum eines Herrschers überzeugt wirre oder dem es allen Ernstes einfallen würde, den sozial schlechter gestellten Schichten politische Gleichberechtigung zu versagen. Selbst in R u m ä n i e n , das im allgemeinen weit hinter westliehen Zivilisationsstaaten rangiert, bat sich in den letzten Jahren vieles sehr gewandelt. Wenn auch heute noch in Rumänien ungeheuerliche soziale Ungerechtigkeit und vorsintflutliche Regierungsmethoden herrschen, so ist trotz alledem der heutige Zustand im Vergleich zu den Verhältnissen vor dem Kriege viel besser. Auch Rumänien konnte sich dem Fortschritt nicht entziehen. Wenn wir gar die Sowjet- U11 i 0 n als Beispiel nehmen wollen, so ist, mag man die bolschewistische Herrschaft genehm finden oder• verdammen, doch zu sagen, daß im allgemeinen der heutige Stand in der Sowjet-Union zweifellos einen bedeutende! Fortschritt gegenüber der Lage unter dem Zarismus darstellt. Nachdem wir also ein Bekenntnis des Optimismus hinsichtlich des Fortschrittes abgelegt haben, können wir, ohne des Pessimismus geziehen zu werden, feststellen, daß sich in einem Punkte, wenn auch nicht in dfcni einzigen, dieser allgemeine Fortschritt nicht *usgewirW hat. NSm'ir♦' jn *fern ׳VertfllttB “ÖW ein^hltf “V§ftef“Itt icn Jtidthheitw" in, ihre« Lindern. Und ob, wjr nun die Sitnafoa der Juden in Deutsch- Und, Rumänien oder in der Sowjet-Union — wir könnten übrigern jedes beliebige andere Land nehmen — untersuchen, so müssen wir zum Schlüsse kommen, daß trotz der Hebung des Fortschrittsniveaus in den genannten Ländern die Lage der Juden prinzipiell keine Armierung erfahren hat. Die Formen des Judenhasses, die Methoden - in Rumänien nicht einmal das ■— der Zurückdrängung von Juden aus dem politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben haben sich vielleicht geändert, die Spannung zwischen nichtjüdischer Mehrheit und jüdischer Minderheit ist überall vorhanden und tritt in zahllosen Symptomen in Erscheinung. Nehmen wir Deutschland! Wenn man verschiedene Urteilssprüche deutscher Gerichte in der letzter» Zeit in Prozessen/ bei denen Juden angeklagt waren, in Betracht zieht, so wird man feststellen, daß gegenüber den Juden das größte Mißverstehen obwaltet. Der Fall Haas in Magdeburg, der Hirschberger Prozeß gegen den Pseudo-Hypnotiseur, der taxfrei zum Juden ernannt wurde, die Verurteilung des Schriftstellers Bcrthold Jakob Saiomon durch den Richter Crohne in Berlin, das Münchener Urteil in Angelegenheit der 24 Juden aus Nassau sind hinreichende Beweise, daß trotz Verfassung und trotz formaler Gleich- * Berechtigung die Juden in Deutschland in der Praxis ganz Die neuen fndaistischen Dozenten in Jerusalem Der fidduche Lehrstuhl gesichert lieber die bei der Mainzer Tagung des Verwaltungsrates der Hebräischen Universität vorgenommenen Berufungen verlautet: Für Geschichte der JudenWeste uropasiin Mittelalter wurde Dr. Fritz Baer von der Berliner Akademie für die Wissenschaft des Judentums, für das Fach ״Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden in Europa“ Dr. E p s t e i n , London, berufen. Für Halacha und Bibelexegcse wurde der Dozent an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums Dr. Ahlbeck, für ״Geschichte der Juden im griechischrömischen Zeitalter“ Dr, T schcrikowcr, Tel-Awhv, für ״Jüdische Religionsphilosophie des Mittelalters“ Dr, Diesendruck eingeladen. Zusagen der erwähnten Gelehrten liegen bis jetzt noch nicht vor. Für die Universität definLiv verpflichtet wurden die Professoren Klein und Dr. Epstein, Jerusalem. Dr. Gerh. Scholem wurde für drei Jahre verpflichtet. New York, 2. Januar. (J.T.A.) Der Herausgeber der New Yorker jüdischen Tageszeitung ״Der T og“, David S h a p i r 0, der vor kurzem 10 000 Dollar für die Errichtung eines Lehrstuhls für Jiddisch an der Jerusalemer Universität gespendet und die Aufbringung weiterer 00 030 Dollar für den gleichen Zweck in Aussicht gestellt hat, teilt - heute mit, er habe sich nach Eintreffen der Nachricht, daß die Mainzer Tagung des Verwaltungsrates der Universität der Errichtung des Lehr- Stuhls für Jiddisch zugestimmt hat, entsehlocsen, die geramte notwendige Summe In Höhe von 100 000 Dollar aus Eigenem zu stiften, so daß eine Sammelaktion nicht mehr notwenddig sei anders behandelt werden als Deutsche ohne Bindestrich. Fs ist nun ein Irrtum,• anzunehmen, daß alle Leute, die gegen die Juden eingenommen sind, absolut betrachtet, bösen W'illens und wüste Reaktionäre sind. Diese Untersuchungsrichter und Richter, die in bezug auf Juden von tiefstem Mißtrauen erfüllt sind, handeln in den meisten Fällen nach ihrem besten Glauben und sind tief davon überzeugt, daß sic sich keiner■ ‘Rechtsbeugung schuldig machen. Alle diese Herren sind sicher-!ich im Laufe der letzten Jahre in ihrer gesamten Auffassung durch zahlreiche Ursachen, die ihnen nicht rin mal zum Bewußtseiu gekommen sein mußten, viel fortschrittlicher geworden, als sie es vor 15 Jahren waren. Trotzdem aber sind sie in bezug auf die Juden, diesmal auf dem allgemeinen höheren Fortschrittsniveau der Republik, in der sie leben, rückschrittlich geblieben. Das gleiche in viel gröberer Art gilt natürlich für Rumänien. Und so sonderbar es klingen mag, etwas ähnliches läßt sich auch in der Sowjet-Union feststellen, obwohl dort weder von einem programmatischen noch von einem bewußt antisemitischen System die Rede sein kann. Nichtsdestoweniger sind auch in der Sowjet-Union die meisten führenden jüdischen Persönlichkeiten, die die russische Revolution ermöglicht und in ihren Anfängen eine bedeutende Rolle gespielt haben, geradezu automatisch aus ihren wichtigen Stellungen verdrängt und sitzen mm einträchtig in einem Ghetto der Opposition. Soll man nun daraus den Schluß ziehen, daß der in der Einleitung festgestellte Fortschritt in Wirklichkeit gar kein Fortschritt ist? Ich glaube, eine derartige Schlußfolgerung wäre abwegig. Die Sachlage dürfte vielmehr so sein, daß ״Fortschritt“ und ״J u d e n f r a g e“ nicht in jenem unlösbaren Konnex stehen, die eine landläufige Ansicht über die Stellung der Juden zu ihren Wirtsvölkern behauptet. Es ist nicht so, daß fortschreitende Entwicklung in sich unbedingt auch die Lösung der Judenfrage tragen müsse. Es scheint auch nicht richtig zu sein, wenn , man als Jude die Entwickluiig• als fortschrittlich oder rückschrittlich taxiert, je nachdem sie den Juden günstig oder abträglich'ist. Es ist ganz'gut. daikbay. daß <|*.r allgeprine Fortschritt steigt, und daß siel! tröttderh die" tage dfcr ■Jndtft In. diesem allgemeinen Fortschritt prinzipiell nicht gegenüber den Zeiten ändert, da dieser Fortschritt nicht in gleichem Maße vorhanden war. Sicher-, lieh sind wir Juden als Menschen an dem Fortschritt in stärkstcr Weise interessiert und ziehen ihn unter allen Bedingungen der Reaktion vor. Aber unsere ganze Hoffnung auf Lösung aller jüdischen Nöte auf' den allgemeinen Fortschritt setzen, ist ungerechtfertigt, was die Tatsachen sinnfällig heweiren. Fortschritt und Judenfrage liegen auf verschiedenen Eheneu. Manchmal inag es Vorkommen, daß diese Ebenen sich auf dem gleichen Niveau befinden, ln Wirklichkeit ist der Zusammenhang zwischen Fortschritt und dessen Auswirkung auf die Judenfrage mir ein bedingter, von Umständen abhängiger. Es ist nipht nur Aberglaube, kultureller und politischer Rückschritt, die die Lage der Juden kritisch gestalten. Zahlreiche Vorkommnisse lehren, daß auch auf einem hohen kulturellen Niveau die Spannung zwischen Juden und Umwelt unverminderf, wem! auch vielleicht in anderer Form, besteht und sich in zahlreichem Symptomen entlädt. Solange die Juden eine unterscheidbare Gemeinschaft bleiben - und das wollen und müssen sie —, bleibt die Spannung und liegen Exzesse brutal- , körperlicher und geistig-moralischer Art gegen die Juden im Bereiche der Möglichkeit. Moses Wald m a n u. Jadenmord belaste( nicht Im österreichischen Parlament machte der sozjaldemokratische Abgeordnete Dr. Deutsch die aufsehenerregende Mittcilung, daß der Mörder des Schriftstellers Bettauer, Otto Roth stock, den Eintritt in das Bundesheer angestrebt habe und ihm zu diesem Zwecke von der Polizeidirektion Wien das erforderliche Leumundszeugnis ausgestellt wurde, worin bescheinigt wird, daß gegen den Bewerber in moralischer uhd politischer Beziehung nichts Nachteiliges vorliegt. Dieser Rothstock, der unter dem Einfluß völkisch-antisemitischer Verhetzung zum Mörder geworden ist, wurde seinerzeit, um seine Verurteilung zu vermeiden, als irrsinnig erklärt. Es ist charakteristisch, daß dieser Irrsinn kein Hindernis zum Eintritt in die Volkswehr ist, obwohl es doch geradezu gemeingefährlich erscheinen müßte, einem solchen Irrsinnigen Waffen in die Hand zu geben, ln Wahrheit ist hier die ganze Verlogenheit der Situation in einem kleinen Vorfall aufgedeckt worden. Die öffentliche Moral scheint die Ermordung eines Juden nicht als Belastung zu empfinden. Man wird an manche Vorfälle in Deutschland und an manche Stimmen der öffentlichen Meinung h er erinnert. Mag man der Ansicht sein, daß nur ein Zufall oder ein Versehen vorliegt, so darf man doch keinen Augenblick darüber im Zweifel sein, ■welche Wirkungen eine solche Praxis auf die ohnehin schon genügend verhetzte Jugend haben muß, die sieht, daß Judenmord nicht disqualifiziert, nicht gesühnt wird, vielleicht sogar ein bißchen ehrt. Den Mördern von Gustav Landauer, Kurt Eisner, Rosa Luxemburg, geht es sehr gut in Deutschland. Der Mörder des Studenten Fallik in Czernovvitz wird geradezu als Nationalheld gefeiert, Straflosigkeit ist selbstverständlich. Es wäre verhäng!13 ־voll, wo'ltc inan diese Tatsachen ignorieren oder nur satirisch behandeln. Aqch sind sie ein Memento der Judenfrage. Runriscliau Exekutive, Regierung und Arbeitslosigkeit — Die Lage in Amerika — Finanzprofekie — Perspektiven RW, Berlin, -1. Januar. Als erste Vorbedingung des Fortschrciten•; des /.ionistischcn Aufbauwerkes in Palästina wurde seit langem, die Beseitigung der Arbeitslosigkeit erkannt. Seit zwei Jahren häuft die Arbeitslosigkeit auf die Zionistische Exekutive in Palästina solche Lasten, daß deren aktive Kolonisationsarbeit einschließlich der Konsolidierung des Siedlungswerkes völlig lahingelegt ist und aus dem akuteil Notstand heraus ein System des Schuldeiimachens einriß, das zu schweren Gefahren zu führen drohte. Dies ließ auf dem letzten Kongreß die Erkenntnis reifen,, daß ohne rücksichtslose Sanierung der Finanzen der Exekutive jede weitere■ Tätigkeit illusorisch wäre. Die neue Exekutive hat zu Beginn ihrer Amtszeit einen schweren Stand gehabt, •denn es ist immer schwierig, einen durch ungerechtfertigte Inflation übermäßig aufgeblähten Betrieb zu• reduzieren. Von allen Seiten wurden im Jischuw Forderungen erhoben, die praktisch auf nichts anderes hinausliefeii, als auf Fortsetzung des alten Systems. Die Exekutive hat mit großer Energie Widerstand geleistet, obwohl natürlich auch sie verstand, welche Härten durch die notwendige Reorganisatiön entstehen; am deutlichsten hat dies Miss Szold in ihrer eindrucksvollen Clevelander Rede ausgesprechen. Es scheint nun, daß weitere Kreise des jischuw zu begreifen beginnen, daß Beschlüsse über Aktionen, die die Exekutive in neue Verpflichtungen verwickeln, niemandem nützen würden; denn aus objcktiven Gründen würden solche Beschlüsse auf dem Papier bleiben. Die Sanierung der Finanzen ist keine ״Liquidierung“ der zionistischen Errungenschaften, sondem im Gegenteil die einzige Möglichkeit ihrer Fundierung und der Vorbereitung neuen fruchtbaren Aufbaus. ln diesem Sinne /nipssen alle Zionisten die energische und zielbewußte Tätigkeit der neuen Palästina- Exei utive mit Sympathie begrüßen. Die Exekutive hat es für richtig gehalten, der Palästina-Regierung rückhaltlos die Situation darzulcgen. Auch diese Methode hat sich als richtig erwiesen. Sogar *die Arbeiterorgane, die sich anfangs skeptisch verhielten, anerkennen jetzt die Hilfsbereitschaft der Regierung, übersehen aber, daß dies ein Erfolg der neuen Exekutive ist. Lord Piumer zeigt großes Verständnis für die Lage und ist bestrebt, zu helfen. Wie aus früheren Mitteilungen bekannt ist, hat die Exekutive erwogen, der Regierung die ganze Arbeitslosenfürsorge zu übergeben, da angesichts der geringen Keren Hajessod-Eingängc des letzten Vierteljahres auch das gekürzte Kongreßbudget ungedeckt blieb und eine Fortsetzung der Auszahlung der wöchentlichen Unter- Stützung in Frage gestellt war. Es scheint, daß mit Hilfe des von Alfred Mond gesammelten Fonds über die Schwierigkeiten der nächsten Zeit hinweggekommen werden kann, so daß die Unterstützungen weiter gezahlt werden. Um so eindringlicher wurde der Regierung die Notwendigkeit der Beschäftigung Arbeitsloscr dargelegt, und Lord Piumer hat in dieser Hinsicht bereits persönlich eine Reihe von Anordnungen getroffen. Wenn auch manche Regierungs-Departcments, wie es scheint, gewisse departementale Sclnvierigkeiten machen, kann doch damit gerechnet werden, daß eine, größere Zahl Arbeitsloser in der nächsten Zeit von der Regierung beschäftigt wird; noch wichtiger sind die verschiedenen S i c d 1 u n g s p r o j e k t e, die gleichfalls von der Regierung gefördert werden. Denn nur durch Ansiedlung wird das Problem mehr als vorübergellend gelöst. Das wichtigste Erfordernis für alle Pläne der Exekutive ist es, Zeit zu gewinnen, um die Neuordnung in aller Ruhe vollziehen zu können. Natürlich wird sie nichts tun können, wenn sie kein Geld hat. ik Die Aussichten der Deckung des letzten Kongreßbudgets hängen ab von den Resultaten des United Palest! ne Appeal in Amerika. Die Kampagne beginnt erst in diesem Monat, so daß aus den Rückständen des letzter! Vierteljahrs keine Schlüsse gezogen werden können. Der amerikanische Zionismus steht vor einer schweren und wichtigen Aufgabe, die seine ganzen geeinten Kräfte beansprucht; Er hat ״seine“ Exekutive nun auch in der praktischen Ausführung ihrer Aufgabe zu unterstützen. Es scheint jedoch, daß seit der letzten Convention und seit dem Kongreß gewisse dissoziierende Kräfte in der amerikanischen Bewegung hervortreten. Die Angriffe von Stephen Wise auf die politische fixekutive waren ebenso Anzeichen innerer Spannungen wie das Ausscheiden mehrerer leitender Beamten und der

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