Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 100-101 (16.12.1927)
- Date
- 1927-12-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 722 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100/101, 16. XH. 1827 Zentralkomitee 4er Z. V. I D. Am Sonntag, den 25. Dezember, tritt das Zentral* Komitee der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ln Berlin zusammen. Das Mitglied der Zionistischen Exekutive, Herr Felix Rosenblüth, hat seine Teilnahme an der Sitzung zugesagt und wird ein Referat Ober die Lage in der Organisation und in Palästina erstatten. Den zweiten Hauptpunkt der Tagesordnung bildet eine Aussprache Ober die ianerzlonbtische Arbeit ln Deutschland. Zur Teilnahme an der Tagung berechtigt sind nur die Mitglieder des Landesvorstandes und die von den Orts* gruppen nominierten Mitglieder des Zentralkomitees. Die Sitzung Ist nicht öffentlich. Gäste haben keinen Zutritt. Croßc Spende ifir Jerusalems Synagogen Im ״Hato r“ vom 25. November 1927 beschäftig sich die Redaktion mit der Stiftung der Frau Blilius-Hongkong. Diese Dame hatte bereits zu Lebzeiten durch Vertrauensleute in Jerusalem große Beträge an religiöse und Wohltätigkeitsinstitutionen verteilen lassen. In ihrem Te-tament bestimmte sie, daß 70000 Pfund der ״großen Synagoge in Jerusalem“ zu übergeben seien. Es ist nun eine heftige Debatte darüber im Gange, ob damit die Churwah der Aschkenasim oder die Synagoge Joclianan ben Sakai der Sefardim gemeint sei. ״Hator“ gibt seinem schmerzlichen Bedauern darüber Ausdruck, daß zwischen den beiden palästinensischen Oberrabbinern keine Einigung zustände gekommen sei und daß man weder in Palästina noch in der Diaspora Rabbiner gefunden habe, die genug Autorität besäßen, um ein unparteiisches Urteil abzugeben. So sei man gezwungen gewesen, die Entscheidung dem Gericht in Hongkong zu überlassen. Der Jahrestag der Erobernng Jerusalems Jerusalem, 12. Dezember. (J. T. A.) Der zehnte Jahrestag der Eroberung Jerusalems durch die Engländer •wurde hier gemäß einer Proklamation des Oberkotnmissars Feldmarschall Lord Plumer als ein ״Dankbezeugungstag“ und als Staatsfeiertag begangen. In der anglikanischen Kathedrale St. Georges“ fand in Anwesenheit Lord Plumers, aller höheren Beamten und der Oberhäupter der religiösen Gemeinden ein Gottesdienst statt, der in englischer, arabischer, hebräischer, griechischer und armenischer Sprache exekutiert wurde. Lord Plumer sandte im Namen der palästinensischen Bevölkerung eine Loyalitätskundgebung an den englischen König und an Feldmarschall Lord Allenby, den Eroberer von Jerusalem. Die Mission für Jerusalem und den Nahen Osten in London veranstaltete eine Feier aus Anlaß des zehnten Jahrestages der Eroberung Jerusalems durch Lord Allenby, in der der Bischof von London eine Ansprache hielt. Die Aula •Wasserkraft Konzession Jerusalem, 2. Dezember. {].T.A.) Die Palestine Electric Corporation hat von der Jaffa Electric Company die von ihr Innegehabte Konzession für die Ausnutzung der Wasserkräfte des Auja-Flusses erworben und wird dieses Werk in den allgemeinen Plan der Ausnutzung der Jordan-Wasserkräfte einfügen. Als Gegenwert für die Ueberlassung der Konzession hat die Corporation der Company eine Lizenz über Erzeugung und Vertrieb elektrischer Energie im Jaffa-Distrikt für die Dauer von 70 Jahren gewährt. Beide Gesellschaften stehen unter der Leitung des Ingenieurs Pinchas Ruthenberg. > •?., .1 . Eine uieblifldisehe Landwirtschattsbank Der Haifaer ״Akdam“ berichtet, daß England und Frank* reich als Mandatarmächte von Palästina und Syrien einer ägyptischen Landwirtschaftsbank die Konzession zur Eröffnung von Filialen in Jerusalem, Haifa, Jaffa, Beirut, Damaskus usw. erteilt haben. Die Filialen der Bank werden Darlehen auf Böden zu 6 °/0 bei Rückzahlung ln 20 Jahresraten erteilen. Die Filialen sollen Anfang 1928 eröffnet werden. Die Bank in Aegypten erteilt Darlehen bis zur Höhe von. 75 ״/# des von ihr festgestellten Wertes der Grundstücke. Hebräische iehranslalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Große Hamburger Str. 27. XIX. Semester. Das Wintersemester 1927/28 hat begonnen. Es sind zwei Anfängerklassen für Erwachsene eingerichtet worden, deren Unterrichtszeit in die späten Abendstunden gelegt worden ist, damit sich auch Berufstätige daran beteiligen können. Für Schüler und Schülerinnen im Alter von 14 bis 16 fahren ist ein Anfängerkursus an zwei Nachmittagen der Woche ge* schaffen worden, desgleichen ein Parallelkursus im Westen der Stadt Außerdem bestehen verschiedene aufstei* ende Klassen, in denen Teilnehmer nach Maßgabe ihrer orbildung gefördert werden. Um besonders Fort geschrittenen Gelegenheit zu geben, gemäß ihren speziellen Wünschen und Interessen in das hebräische Schrifttum eingeführt zu werden, machen wir auf folgende Unterrichtsgegenstände aufmerksam: 1. Bibel: a) Tehillim, Donnerstags 7JA—9 Uhr abends, b) K oh ei et, Montags Sy10—״ Uhr abends; 2. Raschikommentar zum Pentateuch, Sonnabends 81/3—10 Uhr abends; 3. Misch na, Sonnabends 65/4—81/4 Uhr abends; 4. Aggada. Sonnabends 8V2—10 Uhr abends; 5. Mittelalterliche Poesie, Donnerstags 8*4'—10Uhr abends; 6. Stilistische Uebungea, Dienstags 65/4—81/* Uhr abends; 7. Geschichte der neuhebräischen Literatur, Dienstags 8ys—10 Uhr abends. Um ein tieferes Eindringen in die Bibel bemühen sich die Lichtbildervorträge (geographische und historische Erläuterungen zu den ersten Propheten), die zweimal im Monat für Teilnehmer der mittleren und höheren Kurse abgehalten werden. Der Unterricht findet im allgemeinen im Schulgebäude, Große Hamburger Str. 27, statt. Doch sind im Westen Berlins außer der vorher erwähnten Anfängerklasse noch zwei weitere Kurse im Gange, von denen der eine fortgeschrittene jüngere Schüler (Unterrichtszeit: Nachmittags) und der andere fortgeschrittene Erwachsene (Unterrichtszeit: Morgens) umfaßt. In sämtlichen Stufen und Klassen können nach Rück- Sprache mit dem Unterzeichneten Teilnehmer Aufnahme finden. Anmeldungen in der Sprechzeit: Montag und Donnerstag, 61/8—71,4 Uhr abends. Wer an der Einrichtung besonderer Kurse — namentlich im Westen — Interesse hat, wird gebeten, seine Wünsche unter genauer Darlegung seiner Kenntnisse Im Hebräischen schriftlich (Adresse: N. Berggrün, Berlin-Grunewald, Alte Allee 7) zu äußern. Der Leiter der Hebräischen Lehranstalt: M. Berggrün. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15. Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkontp Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V Sonnabend, den 17. Dezember abends 8<4 Uhr HapoSI-HanTr, Im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Chawer GeoTg Brumm: ״Die Frage der Einigung in der palästinensischen Arbeiterschaft“. Gäste willkommen. Abends 814 Uhr Akademische Gruppe des Zelre-Mlcrachi, Konditorei Müller, Brückenailee 19. Referat des Herrn Referendar A. Koppenheim: ״Politische Entwicklung?möglichkeiten des Mandatslandes Palästina.“ Gäste willkommen. Sonntag, den 18. Dezember. vorm. 11 Uhr Poale Zion, Ortsgruppe Berlin, im Meistersaal, Köthener Straße. Künstlerische Morgenfeier anläßü h des 29jährigen Bestehens der Poale-Zion-Bewegung. Vorm. 12 Uhr Freie Jüdische Volkshochschule. Artilleriestr. 14. Bibelrezitation in hebräischer Sprache von Herrn Gad Shelaso (Mitglied des Staatstheaters). Dienstag, den 20. Dezember nachm. 4 Uhr im Logenhaus, Joachlmsthaler Str. 13: Chanukkah Kinderfest der Jüd.-Nat. Frauenvereinigung. 1 ebende BPder, Aufführungen, Musik. Schoko’ade und Kurhen. ' Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder M. 1,—, Bon für Kuchen und S hokolade 59 Pf. Eintrittskarten bei Frau Lena Bernstein, Augustastr. 62, Bismarck 8721. Mittwoch, den 21. Dezember abends 814 Uhr בית מדרש לעברית של פהלת היהודים בברליו* גרוסה המבורגרשטדסה כ״ו• שורת הרצאות של ביאורים גיאוגרפים והיסטוריים לספרי נביאים ראשונים על 8י המונות אור. הטרצה: רר ד.א שלל. - הרצאה רביעית: נזלחטת דבירה וברק בי אבינועם נשואים. פרק ח והי). - כל התלטידים מוזמנים לבוא. Abends 8y» Uhr ln den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4, Zusammenkunft der Gruppe Ost Abends 8(4 Uhr Poale TUm, Ortsgruppe Berlbi, im Gemeindehaus, Rosenstraße 2/4, ■'•-־־־ i / Funktioaärltursu*׳־׳■■* .״. Chawer Dr. Borodianskh ״Karl Marx zur Judenfrage“ Sonntag, den 25. Dezember (Chanukkah) abends 8<4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung und Keren KaJemeth LejIsrael im großen Saal des Ulap, Alt-Moabit 4/101 Hebräische Bunte Bühne Karten mm Preise von M. 2,50 ln der B. Z. V״ Meinekestr. 10 Bismarck 7165/70, in den jüdischen• Buchhandlungen, bei Wertheim und Bote & Bock und an der Abendkasse. Der Berliner Veranstaltungskalender wird ausschließlich von der Berliner Zionistischen Vereinigung zusammengcstcllt. Wir bitten alle Vereine und sonstigen Veranstalter, sich mit etwaigen Wünschen nicht an die Redaktion, sondern an die Berliner Zionistische Vereinigung zu wenden. Vermischtes Schalom-Alel:hem-Klub. Der Schalom-Alefchem-Klub veranstaltet am 17. Dezember d. J., abends 9*4 Uhr, in den Räumen des Logenhauses, Kleist tr. 10, einen Chanukkah- Konzert-Ball, zu dem folgende Künstler ihre Mit- Wirkung zu^esagt haben: H. Rowina (Habimah), A. Baratz (Habimah), J. Go 11 and (StaatsoperL H. Großhart,!. Orthenberg, A. Smirnowa (Ballettänzerin). Am Klavier: Herr E. Hain. Außerdem haben prominente jüdische literarische und künstlerische Kräfte ihre Mitwirkung KaJ©VL0fH i* Kabarett zugesagt Zwei Kapellen (eine jüdische). Kabarett und Tanz Einlaßkarten sind noch im Schalom- Aleichem-Klub, Kleiststr. 9, zu haben. Jüdischer Schulvereln E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasanenstr. und Ry k estr. in Berlin kßnnen schulpflichtige Kinder für Ostern 1928 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1. Dezember ab bei den Schulleiterinnen in den Schullokalen, und zwar in der Schule Fasanenstr. 79/80 Montags bis Freitags van 1—2 Uhr, in der Schule R y k e s t r. 53 Montags bis Freitags, von 12—1 Uhr. Die Kinder müssen bei der Anmeldüng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von Geburts- und Impfschein ist erforderlich. Freie Jüdische Volkshochschule. Herr Gad Shelaso (Mitglied des Staatstheaters) trägt am Sonntag, den 18. Dezember, 12 Uhr, Artillerlestr, 14, Bibelrezitationen in hebräischer Sprache vor. Hörergebühr 0,50 M. Wir suchen einen geeignetem Posten für eine hebt. Lehrerin, die nach Absolvierung des hehr. Pädagogiums m Wien vier Jahre an einer jüdischen Mittelschule in Cluj unterrichtet hat und seit drei Jahren an einer höheren Schule in einer Großstadt Deutschlands als Religionslehrerin tätig ist. Die betreffende Dame sucht in erster Linie einen Posten an_ einer Schule, würde aber auch eine Stelle als Hauslehrerin annehmen. Angebote an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Hebräischen Unterricht sucht Lehrer aus Palästina mit besten Referenzen, Absolvent des Lehrerseminars in Jerusalem. Näheres durch die Z. V. f. D. Wir suchen für eine Mittelstadt In Schlesien eine hebräisehe Kindergärtnerin, die auch dazu befähigt sein müßte, Erwachsenen hebräischen Unterricht zu erteilen. Der betreffenden Dame wird eine angenehme Position mit einem garantierten Mindesteinkommen geboten. Ausführliche Be- Werbungen werden erbeten an die: Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Kadimal», Bund jüdischer Pfadfinder. Es sei nochmals an die am kommenden Montag stattfindende Chanukkah-Feier im Tiergartenhof erinnert. (Beginn 8 Uhr pünktlich.) Wir laden hierzu herzlichst die Eltern und Freunde unseres Bundes ein. Aus dem Programm: Hebräische und deutsche Volkslieder, einige Szenen aus der Bibel und au- ,eremias von Stefan Zweig. Sprech höre wurden eingeübt durch Frau Hanna Zweig. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Preis M. 1,— und 2,—. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veransia'tet am Mittwoch, den 21. d. M-, eine Chanukkah- Feier, Beginn pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstr. 2/4. Die Festrede hält Herr Rabbiner Dr. Weiße. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. SchBneberger Synagogen-Verein, Synagoge Münchener Straße 37. Täglich aa״h dem Abendgebet Lehrvorträge׳. Pentateuch mit Raschikommentar, jüdische Ethik, Psalmen, Mischna, Du im; Dozenten: Rabb. B. Pessen, Rabb. Dr. Rosenwasser. Verein ehema'iger Schüler der Llppmann-Tauß-Schule. Vor-Chanukkahfcier, Sonnabend, den 17. d. M., 7»4 Uhr, losfy- Straße 4, Erläuterung von Psalm 137 (Herr Rabbiner Dr. Singermann), darauf Vortrag des Herrn Lehrer Bernhard Levy, ״Meine Palästinareise“, dann Liedervorträge. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Bezirk Ost Unser diesjähriger Silvesterball findet in den Alhambra-Festsälen (Wallnertheaterstr. 15) statt Gäste willkommen. Die Israe’ltische Kuranstalt für Lungen- und Asthma» kranke In Bad Soden a. Taunus ist auch während des Winters unverändert geöf'net. Anfragen können an die Anstalt oder an H rrn M. Ta nenbaum ln Frankfurt a, M., Oberlindau 55, gerichtet werden. Ortsgruppen Berliner Mlsrachl-Gruppe. Am 11. Dezember fand die erste diesjährige Veranstaltung der Berliner Misrachi-Gruppe statt Im überfüllten Plenarsaalc der Jüdischen Gemeinde, Rosenstraße, wurde der neue Palästinafilm des Keren Kajemeth Lejisrael gezeigt, zu dem Herr Dr. A. Liebermann einen erläuternden Vortrag hielt. In fesselnder und anschaulicher Weise wußte Herr Dr. Liebermann die zahlreichen, gut gelungenen Bilder durch seine reichen persönliehen Erfahrungen, die er im Lande gesammelt hat, zu erganzen, und erntete dadurch reichen Beifall. Anschließend daran ging Herr Dr. Silberstein auf die speziellen lnstitutionen, die der Misrachi in Palästina gegründet hat, ein und forderte zu recht aktiver Mitarbeit am misrachistischen Leben Berlins auf. Chemnitz. Am 19. DezembeT findet hier eine Chanukkah- Feier statt, bei der das Andreas Weißgerber-Trio konzertieren und Herr Sammy Gronemann aus ungedruckten Werken vorlesen wird. Erfurt. Als Auftakt der Winterarbeit erstattete Herr Adolf Israelski einen eingehenden Bericht über den Baseler Kongreß, an den sich eine eingehende Aussprache knüpfte. Im Rahmen einer intensiven Werbearbeit für den Keren Hajessod sprach Herr General von Schönaich mit außerordentlichem Erfolge im Hause des Herrn Rabbiner Dr. Schuftan über seine Pafastinareise vor einem stattlichen Kreise Erfurter und Thüringer Nichtzionisten. Die anschließenden Besuche erbrachten eine erfreuliche Zahl neuer Zeichnungen, obwohl der amvesende Syndikus des Central-Vercins die Parole ausgegeben hatte: ״Hände weg vom Keren Hajessod“. In einer öffentliehen Versammlung der ״Deutschen Friedensgesellschaft“, an der viele Ortsgruppenmitglieder teilnahmen, sprach Herr General von Schönaich über ״Sowjetrußland und Palästina als Friedensproblem“. — Am 7. November fesselte Herr Dr. Rosenblüth einen zahlreichen Zuhörerkreis mit seinem Vortrage: ״Zehn Jahre seit der Balfour-Deklaration“, an den sich eine ausführliche Diskussion anschloß. — Am 6. Dezember sprach Flirr Redakteur Moses Wald m an n über ״Der Schwarzbart-Prozeß — ein Sieg des Jüdischen Volkes“. Das aktuelle Thema brachte uns eine so unerwartete Fülle von Besuchern, daß leider eine sehr große Zahl von Gästen keinen Eintritt fand. Der Abend bedeutete mit seiner ausgedehnten Ansprache den größten propagandistischen Erfolg, den der Zionismus in letzter Zeit außer dem Blumenfeld-Vortrage zu verzeichnen hatte. Breslau. (Joseph Kober.) Vor kurzem verschied in Breslau Herr Joseph Kober, der Vater bekannter Misrachistea in Berlin und Breslau. Der Dahingeschiedene, eine weithin bekannte und hochgeehrte Persönlichkeit, war der Typ des aufrechten, gesetzestreuen Juden, der modern: Bildung mit tiefer Kenntnis des jüdischen Schrifttums verband und die jüdische Pflicht zur Richtschnur seines Lebens machte. Herr Kober war nicht organisierter Zionist, brachte aber dem Zionismus nicht nur lebhaftes Interesse entgegen, sondern unterstützte auch unsere Bewegung fast von Anbeginn, besonders natürlich den Misrachi. Es war ein Mann, der dem Judentum zu hoher Ehre gereichte. Das Andenken des Gerecht» »ei zum Segen! L