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Jüdische Rundschau · 1927-12-13 · Heft 99 (13.12.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 99 (13.12.1927)
Date
1927-12-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. m, 13. ־xn 1027 JÜCPISCHE *ÜNÖSCHAU Seite 7m Zentralkomitee der Z.V. LD. Au! der am 25. d. M, stattf ladenden Sitzung des Zen״ trslkotn Itees der Z. V. f. D. wird Herr Fe 11 x Rotenblflth, Mitglied der Exekutive, ein Referat Ober die Lage Im Zionismus halten. Kleine iVadhrlchlcn Eine japanische Handeisabordnung Ist ln Jerusalem eia• getroffen, um die Aufnahme von Handelsbeziehungen zwischen Japan und Palästina vorzubereiten. Dm Ja• panische Priester Sakai studiert das zionistische Aufbauwerk. Auf Ansuchen des Zionistischen Frauen-Verehns in Auckland (Australien) bat der Keren Kajeroeth sich bereit erkürt, ein Grundstück für ein« neue Kinderklinik in Tel• Awiw zur Verfügung zu stellen. Die Kosten werden auf £ 1200 veranschlagt, von denen £ 1000 seitens des Keren Hajessod speziell für diesen Zweck in Auckland auf den Appell von Dr. A. Gold* stein bereitgestellt worden sind. (Ziko.) Die Hotelbesitzer in Palästina, die Mitglieder des Klubs zur Förderung der Touristik in Palästina sind, haben sich zu einem Verband zusammengeschlossen, um mit gemeinsamer Kraft im palästinensischen Hotelwesen eine Reihe von Verbesserungen einzuführen. (Ziko.) Im Laufe des Jahres 5687 wurden in den Büchern der Jüdischen Gemeinde jaffa-Tei-Awiw 2025 Geburten (1123 Knaben und 900 Mädchen), um 149 mehr als im Jahre 5686, registriert. (Ziko.) Die österreichische Orient-Handelskammer hat ein Büro in Palästina errichtet, dem u. a. die Errichtung eines ständigen Paiäsfina-Pavillons auf der Wiener Handelsmesse und die Ent- Wicklung der palästinensisch-österreichischen Handeisbeziehungen obliegt. Der Generalsekretär der ״Jewsekzia“ (jüdische Sektion der Kommunistischen Partei) in Weiß rußfand, Beilin, hielt während der jetzt in Minsk stattfindenden Parteikon• ferenz eine lange Rede, in welcher er zum Kampf gegen den Zionismus auffordert. ln der Zeitschrift ״Reflex“ weist der Publizist Engelmaa nach, daß seit dem Jahre 1923 in den Vereinigten Staaten 67 462 640 Dollar für den Bau von Synagogen ausgegeben worden sind. Vor kurzem wurde in Bukarest eine ״Gesellschaft für Judaistische Stadien“ begründet, die sich die Pflege der jüdisehen Wissenschaft in allen ihren Zweigen, insbesondere die Geschichte und Folklore der Juden in den rumänischen Pro- , vinzen, zum Ziel gesetzt hat. Für die Uebernahme von Bauarbeiten in Amman In Tränsjordanien hat sich in Palästina eine Arbeiter• Kwuzah gebildet Ein Teil der Arbeiter ist bereits in Amman tätig, während der andere Teil sich demnächst dorthin begeben soll. (Ziko.) Jerusalem, 15. November. (J.T.A.) Aus der Kolonie Roscb Pinah wird raitgeteflt, daß die Tabakernte ut diesem Jahre besonders gut war. Wegen des Verkaufs werden mit ägyptischen Firmen Verhandlungen gepflogen; die Angebote der Käufer scheinen zufriedenstellend zu sein. Von den bei den jüdischen Wahlen in das Prag«■ Stadtverordnetenkollegium gewählten jüdisch-nationalen Abgeoidneten wurde Dr. Ludwig Singer io den Stadtrat gewählt, m den Ortsrat von Prag wuid« Dr. Angeio Goldstein und in Karolinen- ״#al ״Hera־־*En®,,|RBWBHtwg',gdwrait '1״ י"״׳:־■'״״ ״*‘י* Büchersdiao Jahrbuch für Soziologie, III. Band. Herausg. von G. Saloman. Verlag G. Braun, Karlsruhe 1927. Die von Prof. Siiomon, Frankfurt a. M-, herausgegebenen Jahrbücher für Soziologie, deren III. Band voregt, gehören schon zu den periodischen Schriften, auf deren Herauskommen man wartet. In richtiger Mischung bringen säe grundlegende Arbeiten zur allgemeinen Soziologie neben Abhandlungen zu besonderen Problemen der speziellen Soziologie. Dabei gelingt es, im lebendigen Zusammenhang mit den Problemen der Zeit gerade die Fragen, die auch im Mittelpunkt des Tages stehen, soziologisch zu erfassen und sie damit in ihrer prinzipiellen Bedeutung herauszustellen. Gerade den III. Band zeichnet diese Verknüpfung des Theore tischen mit dem Praktischen — soweit diese Unterseite(• düng gestattet ist —־ aus. Einige Hinweise auf Arbeiten, die uns auch aus zionistischem Interesse näher angehen, seien gemacht Michels bringt ״Prologotnena zur Analyse des nationalen Elitegedankens“ und macht dabei auch kurze Bemerkungen über die Konservierung des Judentums als Nation, die dem Pharisäertum zu verdanken wäre: Die Idee vom ״auserwählten Volke“ habe das Judentum in die moderne Zeit hinüber gerettet. ״Die Soziologie des Grenz• volkes“ erörtert Günther. Innsbruck, am Beispiel der Aipenvölker und gibt darin kluge Bemerkungen über Irredenta und Nationalismus. Die ״Nationalitätenfrage in Polen“ behandelt Rappaport, Wien. Zu den aufschlußreichsten Arbeiten aber gehört die von Andrfi Siegfried, Paris, über die ״Ethnische Krise der Vereinigten Staaten“, ein Problenij das in seinen Auswirkungen die wirtschaftlichen und politischen Interessen fast aller Völker berührt. Siegfried diskutiert die Verquickung der ethnisch-p&ychologi• scheu Schwierigkeiten mit den soziologisch-wirtschaftlichen und faßt einmal die Haltung der Vereinigten Staaten ln folgenden Worten zusammen: , Ein Volk, das sich innerlich unterminiert fühlt und durch ein Zurückgehen auf die Ur* quellen seiner geistigen und nationalen Lebenskräfte ueu zu stärken sucht, das ist das Schauspiel, das uns die Vereinigten Staaten der Nachkriegszeit darbieten.“ י- Schließlieh seien von uns interessierenden Studien noch die von Wiese über die ״allgemeine Theorie der Gruppe“ und die Abhandlung S c h 1p p e 18 zur ״Soziologie kolonialer Arbeitsverhältnisse“ hervorgehoben. Dr. F. M. Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Duneker 8־ Hurablot, München und Leipzig 1926. ,,Eine Untersuchung über Unternehmergewinn, Kapital, Kredit. Zins, und den Konjunkturzyklus“ lautet der Untertitel des Werkes, dessen erste Auflage 1911 grundlegend für die neuere deutsche Wirtschaftswissenschaft war. wenn dessen zweite Auflage nicht mehr denselben Eindruck macht, so nur deswegen, weil viele Ideen dieses Buches so sehr in die Zeitliteratur!!׳ni selbst in die Tagesschriftateiierei ein gegangen sind, daß ihre Neuartigkeit gegenüber den schuimäßigen Lehrbur ne rii der Nationalökonomie gar nicht mehr erkannt wird. Das gilt insbesondere von der Kredittheorie und der Lehre von der Kreditschöpfung der Banken. Die Lehre vom ״neue Kombinationen“ durchsetzenden Unternehmer dagegen als Motor der Entwicklung und und die darauf aufgebaute Zins- und Krisentheorie können wohl in ihren prinzipiellen Teilen mit ebenso viel Recht wie früher angefochten werden, was jedoch nicht hindern darf, dieses, auch eine Füile von wertvollen Einzelbetrachtungen bietende Werk, noch immer als ״das“ Werk der neueren deutschen Nationalökonomie zu bezeichnen. Ehr. F.M. Berliner Kalender Büro! Berliner Zionistische Vereinigung, Bertla W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltang der HZ. V. Dienstag, den 13, Dezember nachm. 5«/* Uhr Jfld. Frauenarbcitrgemelnschaft Grunewaid, bei Frau Rabb. Dr. Cohn, flmenaaer Str. 11. Leitung: Frau Helene Koigen. "" Abends 8*4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Sitzungssaal der Z.V.I.B, Melnekestraße 10. Herr Redakteur L Klinoff: ״Die Kämpfe an der inneren und äußeren Front des Zionismus“. ־ Abends 8*4 Uhr Zeire Misraeht, Gruppe Zentrum, in» Helm, Dragonerstr. 22. Hebräische Vorlesung und שיחזו Oiste willkommen. Der Kamp! m die (Adsche■ Menschenredite ia Osteuropa Kürzlich hielt Dr. Mark WiSchnitzer im Institutum Judaicum einen Vortrag über den ״Kampf um die Menschenrechte der Juden in Osteuropa“. Nach einem historischen Rückblick auf die Geschichte der Juden im ehemaligen polnischen Staatswesen schilderte Dr. wischnitzer in großen Zügen die Phasen des Kampfes der Juden unter d em Zarismus für ihre Gleiehberechtigung. Er skizzierte die Regierungszeit Nikolaus 1., Alexander* II., Alexanders Hl. und schließlich den Anteil der Juden an der revolutionären Bewegung in Rußland von 1905 bis auf die heutigen Tage. Zuta Schluß beleuchtete ct die ökonomische Umschichtung, die sich gegenwtrtig in der russischen Judenbeit vollzieht. Das alt« russische Regime hatte nicht den Willen, diese Umschichtung durchzuführen. Allerdings ließ der Vortragende unberückslchtigt, daß wir gegenwärtig ia Rußland erst am Anfänge dieser Bestrebungen stehen, von denen man kider noch nicht Voraussagen kann, welchen endgültigen Erfolg sie haben werden. Neben der zweifellos begrüßenswerten iandwirtschaftiiehea Kolonisation von Juden In der Ukraine und in der Krim bietet das Leben in den russischen Städten und Städtchen mit jüdischer Massen bevölkerung vorläufig noch ein sehr düsteres Bild und es sind leider keine Anzeichen für eine Besserung in dieser Hinsicht {estzustelien. Nachm. 4 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenverolnlguflg, Frauengruppe Liehterfelde-Dahlera. Zusammenkunft bei Frau Hemnasn, Lichterfelde, WBhelmsir. 29. Mittwoch, den 14. Dezember abends 8*4 Uhr Clubabend des Palestine Touring Clubs, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10 Herr Sau.-Rat Dr. Lachmann, Bad Landeck: ״Heilquellen und Kurorte in Pallatina“. Gäste willkommen. Abends 8% Uhr Gruppe Ost, In den Räumen des Agudas Achim, Jostystr, 4. Herr Dr. Paul MichaeHs: ״Das jüdische Schulwesen in den Randstaaten" (Litauen, Lettland, Finnland). ־' Abends 8»/« Uhr Freunde des arbeitenden Palästina, Ortsgruppe Berlin. Komitee-Sitzung in der Privatwohnung von Frau R.-A. Heus Cohn, W 10, Mathüldrebstr. II, pt (Tel Lützew 6427-»). 8 Uhr abends präzise "עבריד" אספה פומבית בבית ההוזלה רחוב וויו 9-4. המרצה: מר לובצןי מארע ישראל על ילידי הארץ. *ורודם רצויים. Donnerstag, den 15. Dezember abends 84י Uhr ■ ■>■י .;גימ מדרש ■ לעגדייז על?ודולת חיחודים 1מןך?יו ״' סיום־וירשגותדי^יסתיב׳^ 'י הרצאה שלישית של מר אשכל על "«הוד והמואבים* <מל «י תמונות אוח. כל התלמידים מוזמנים לבוא. - הרצאה רביעית י_תהא ביים ר/ ב״א לדיצמבר בשמונת ומחצה בערב. Freitag, den 16. Dezember abends 7*4 Uhr priz. Zeire-MIsrachi, Gruppe Zentrum, Im Helm, Dragonerstr. 22. Jeden Freitag Abend: Geschichtsvortrag von Herrn PleiCher. Gäste willkommen. Sonnabend, den 17. Dezember abends 8*4 Uhr HapoS-Hazaft, im Gemeindehaus, Roeenstr. 2/4. Chawer Georg Brumm: ״Die Frage der Einigung in der palästinensischen Arbeiterschaft“. Gäste willkommen. Sonntag, den 18. Dezember. vorm. 11 Uhr Poale Zion, Ortsgruppe Beriin, im Meistersaal, Köthener Straße. Künstlerische Morgenfeier anläßlich des 20jährigen Bestehens der Poale-Zion-Bewegung. Künstlerischer Teil: Rahel Kaufmann, Alexander Granaeh. Referenten: Eduard Bernstein, M. d. R.. Arthur Crispien, M. d. R., Alfred Berger, S. Rudel. Vorm. 12 Uhr Freie Jüdische Volkshochschule. Artilleriestr. 14. Bibetrezitafion in hebräischer Sprache von Herrn Gad Sheiaso (Mitglied des Staatstheaters). Dienstag, den 20. Dezember nachm. 4 Uhr im Logen haus, Joachimsthater Str. 13: Gitaiuikkah-Kinderfest der Jüd.-Nab Frauenvereinigung. Lebende Bilder, Aufführungen, Musik, Schokolade und Kuchen. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder M. 1,—, Bon für Kuchen und Schokolade 50 Pf. Eintrittskarten bei Frau Lena Bernstein, Augustastr. 62, Bismarck 8721. Sonntag, den 25. Dezember (Chaitukkah) abends 8*4 Uhr Berliner monistische Vereinigung and Keren Kajemeth Lej Israel im großen Saal des Ulap, Att-Moablt 4/10. Bunte hebräische Bühne. Aus dem Programm: 1. Iso Qolland (Bariton) von der Berliner Staatsoper: hebräische Lieder und Arien. 2. Tänze und Gesinge — Rezitationen — Satiren und Parodien — Hassan, ein orientalisches Bild (Einakter) unter Mitwirkung von rrau Bernstein-Kohan, Mdr Teoml, vom Theatron Erez-israeli und Tehatroo Iwri; Frau Jehudith Perkel, Rafael Klafzkin, vom Theatron Kumkum, Palästina. Karten zum Preise von 2,50 M, in der B.Z.V.. Melnekestraße 10, Bismarck 7165/70 und in den jüdischen Buchhandlungen. Dis letzte lieft des ״Mitteilungsblattes des Landesverbandes der Israelitischen Religion«, qemeinden Hessens“ enthält einen aufschlußreichen Aufsatz über ״Das Hebräische als Umgangsspräche“ von Herrn Lazarus F r i e d m a n n, Mainz, dem Nestor des deutschen Zionismus. Was alles möglich Ist Der Bürgermeister von Nablus, Sollman Abd d luadv, besuchte dieser Tage das Büro der Stadtverwaltung von Tel• A w i w und hatte dort eine lange Unterredung mit dem Bürgermeister. Es heißt, daß sich die Besprechung insbesondere auf den Fall eines Unternehmers namens Zuckermann au3 Tel-Awlw bezog, dsr von mehreren Einwohnern von Nablus Geld ä Conto der durchzuführenden Wiederherstellungs- und Bauarbeiten entgegennahm und dann verschwand, ohne die verfragsmäßigen Arbeiten durehzaführen. Protokolle der letzten zwei Kongresse Die Exekutive teilt mit, daß sie den Endtermin für die Subskription auf das stenographische Protokoll des 15. Zionistenkongresses, welches Ende Januar 1928 erscheint, auf vielfaches Verlangen bis zum 31. Dezember 1927 verlängert hat Bis zu diesem Datum kann das Protokoll, welches voraussichtlich 6,50 kosten wird, zum Subskriptionspreis von 450 M. bestellt werden. Wer gleichzeitig das Protokoll des 14. Zionistenkongresses bestellt, erhält es zum Ausnahmepreis von 7,— M. (statt 10,— M.). Bestellungen sind unter Voran- Sendung des Betrages zu rkhten an das Zentralbftnp der Zionistischen Organisation, 77, Great Rüssel Street, London W. C. 1. Veribdtfcs Sterbefall. Am 1. Dezember wurde In Erfurt Herr Samuel Bau mgard t durch den Tod von länger« schweren Leiden erlöst Die ungewöhnlich große Beteiligung am seiner Beisetzung zeugte von der Verehrung, die dieser schlichte, gottesgläubige Mann, der Gründer und Jahrzehntelange Leiter der Chewrah Kadischab, in allen Kreisen der Gemeinde genoß. Ate einer der ersten trat er für den Palästinagedanken und später für den Keren Hajessod tn Erfurt ein; kein Wunder also, daß seine drei Kittder, unter ihnen der Berliner Prlvatdozent Dr. Devid Baumgardt m unseren eifrigsten and treuesten Gesinnungsgenossen wurden. Die Gattin und die Kinder des Verbliebenen begleitet unser herzlichstes Mitgefühl. Schaiom-Aleichem-Klub. Der Sdhtlom־A!eichem־Klub veratjstaltet am 17. Dezember d. J., abends 9*4 Uhr, in den Räumen des Logenhauses Klriststr., 10, dnen Chanukkah- Konzert-Ball, zu dem folgende Künstler ihre Mit- Wirkung zugesagt haben: H. Kowina (Habimah), A. Baratz (Habimah), J. Goliand (Staatsoper), H. Großbart, I. Orthenberg (Geizer), A. Smirnowa (Balletttänzerin). Am Klavier: Herr E. Hain. Außerdem haben prominente Jüdische literarische und künstlerische Kräfte ihre Mitwirkung im Kabarett zugesagt. Zwei Kapellen (eine jüdische). Kabarett und Tanz. Einlaßkarten sind noch im Schaiom-Aleichem-Klub, Kleiststraße 9, zu haben. — Am Mittwoch, den 14. d. M., abends 9 Uhr, spricht Perez Hirschbein im Schaiom-Aleichem-Klub, Kleiststr. 9, über ״Das jüdische Theater“. Poale Zion, Beriin. Am 18. Dezember jährt sich zum 10. Mal der Todestag des Begründers und Führers der Poale-Zion-Bewegung Ber Borochow, Zugleich kann seine Schöpfung, der Weltverband Poale Zion, in diesem Jahre auf eine 20jährige Tätigkeit zurückblicken. Aus diesen Anlässen veranstaltet die Berliner Poale-Zion-Ortsgruppe am Sonntag, den 18. Dezember, vormittags 11 Uhr, im Meistersaal, W 9, Cöthener Str. 38, eine künstlerische Mor* genfeier, bei der folgende Referenten sprechen werden: Eduard Bernstein, M. d. R., Arthur Crispien, M.d.R.. Alfred Berger, S. Rudel. Die Feier wird umrahmt von künstlerischen Darbietungen, für die sich Alexander Granach und Rahel Kaufmann freundliche zur Verfügung gestellt haben. Eintritt M. 0,80. K.J. V. Jüngerer Arzt, Apotheker oder Chemiker als wissenschaftlichen Vertreter zum Besuch von Berliner Kbniken und Aerzten gesucht Meldungen an K. J. V., Berlin- Charlottenburg, Bleibtreustr. 50. Das Keren Hajessod-Büro für die Schweiz wird voraussichtlich im Dezember nach Basel verlegt und dort mit de« Büro des Schweizerischen Zionistenverbandes vereinigt werden. Die Adresse des neuen Büros lautet: Basel, Pflug-?' wird Herr Samuel auch die Geschäfte des Zionistischen Landesverbandes übernehmen. Unter dem Einfluß des Kongresses, der die jüdische Bevölkerung Basels in starkem Matte den Palästina-Ideen nähergebracht hat, gelang es, in Basel ein Keren Hajessod-Komi.ee zu gründen, dem sich eine Anzahl der angesehensten jüdisehen Persönlichkeiten anschloß. Das Koraite bestellt aus den Herren: Dreyfus-Brodsky, Präsident des Schweize* rischen Gemeindebundes und der kultasgemeinde Basel, Jules Spira, Vizepräsident der Gemeinde, Direktor Hecht, Rudolf l o e b, Leopold Marx, Dr. Marcus Cohn, Dr. Isaac Straus, Bankier Hans Ditisheim, Fritz Stern. Aus den Kreisen des Komltäs heraus wurden Jahreszelchnungen für den K. H. abgegeben, die den Betrag von 12000 Fres. erreichten. Im Verlag Horodisch & Marx in Berlin ist soeben eia neues Buch des bekannten jüdischen Schriftstellers Max juagmann erschienen: Jochanan von Giskala. Das Buch behandelt eine bedeutsame Episode der jüdischen Geschichte aus der Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels; in die großen welthistorischen Geschehnisse ist die liebliche Geschichte joebanans, des letzten galiläischea Befehlshabers, und seiner Braut Thatnar hineiqverflochten. y

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