Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 98 (9.12.1927)
- Date
- 1927-12-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 608 JUEDISCHfi RUNDSCHAU Nr. 98, & KU. IW JOdlsJi-Sozlale Probleme Die Jüdische Altershilfe Groß-Berlin veranstattete am 6. d. M. einen Gesellschaftsabend mit Konzert Da* Programm cn.hielt Werke von Schubert, Chopin und Beethoven, vorzüg.ich gespielt von z.ve! professionellen Künstlern, Bruno Eisner (Klavier) und Francesco v. Mendelsohn (Cello), zu denen als Dritter Professor Albert Efnstein (Violine) trat, wohl die größte Ueberraschung des Abends. Ferner brachte die unvergleichliche Singerin Frau Sigrid Onegln mit ihrer herrlichen Altstimme und großen Vortragskunst mehrere Lieder und Arien zum Vortrag. Nach diesem erlesenen Konzert hielt Dr. Fritz Kahn eine An- Sprache, in welcher er die Ziele der Gesellschaft ausein- *ndereetzte Viele jüdische Fami.ien sind durch Krieg und Inflation verarmt und verleben ihre letzten Jahre in bitterster Kot. Es handelt sich um Menschen, die auf der Höhe Ihres Daseins in guten materiellen Verhältnissen waren und sich unter den heutigen Umständen kaum selbst zu helfen wissen. Hier greift die Jüdische Altershilfe ein und hat schon während des ersien Jahres ihres Bestehens in vielen Fällen segensreiche־ Hilfe geleistet. Dr. Kahn gab mehrere erschütternde Beispiele aus dieser Praxis. Das nächste Ziel der Organisation ist der Bau eines Hauses, das als Altersasyl mit 63 Zimmern gedacht ist Der Redner appellierte an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Anwesenden, den humanen Bestrebungen der Gese.Ischaft Verständnis entgegenzubringen und sich mit entsprechenden Beiträgen zu beteiligen. Die Veranstaltung war einberufen von den Herren Jacob Qoldsc h m id t, Eugen Landau und Prof. Einstein. Der große Saal des Hotels Kaiserhof war dicht gefüllt von Persönlichkeiten der Berliner jüdischen Gesellschaft. Wie groß die Not ist, die im stillen gelitten wird, zeigt auch die Tätigkeit einer anderen Organisation, der die deutsehen Juden bisher noch lange nicht das nötige Interesse zuwenden. Dieser Tage besuchte uns in der Redaktion der Präsident des Verbandes russischer Juden in Deutschland, der 77jährige Staatsrat TeiteJ, und gab uns eine Schilderung über die in den Kreisen der jüdischen Emigranten aus Rußland herrschenden Verhältnisse. Diese Entwurzelten, die in dem Lande ihres Asyls in den meisten Fällen keine neue Erwerbstätigkeit finden können,!eben unter dem kümmerlichsten Bedingungen und sind aut Mildtätiglieft angewiesen. Der Verband russischer Juden gibt zahlreiche Interstützurigen, darunter allein an 43 Familien notleidender Intellektudler. Er gibt ferner Darlehen, sorgt für gewerbliche Ausbildung, besonders der Frauen, für ärztliche HWe usw. Die Mittel des Verbandes sind aber sehr beschränkt, und er ist gezwungen, an die deutschen Juden »l appellieren, die zum großen Teil ga* nicht w issen, welches Elend In Ihrer Mitte bei jüdischen Brüdern herrscht Das russische Judentum, das stets der stärkste Zweig am jüdisehen Stamme war und in vorbildlicher Solidarität in weitherzigster Weise jüdischen Anforderungen offenstand, ist jetzt gezwungen, selbst die Solidarität in Anspruch zu nehmen, wäre der Fall umgekehrt, säßen deutsche Juden notleidend {tu russischen Exil, sie würden, des sind wir sicher, herz- Schere Aufnahme und aktivere Hilfe empfangen haben. Wir erfüllen gern das Ersuchen des Herrn Dr. Teitel, die Oeffentllchkeit auf die Lage der jüdischen Emigranten aufmerksam zu machen. llarocii Kahane Nur die älteren Zionisten wissen, was Baruch Kahane, der im Patriarchenalter von 92 Jahren am 14. November iri Pioesti atarb, uns gewesen. Als am IX. Kongreß in Hamburg Prisiaeat Wolroohn die Meldung der K. K. L,-Landeskommissbn Wien bekannt gab, daß dort ein bis dahin unbekannter Mann aus dem Volke 100000 Goldfrancs zur Begründung einer Kolonie für jüdische Arbeiter in Palästina gewidmet habe, brach heller Jubel aus. Denn eine Widmung in solcher Höhe hatte die junge Bewegung noch nicht zu verzeichnen gehabt. Kahane aber trat wieder bescheiden in den Hintergrund zurück. Er verbrachte seine Greisenjahre in Pioesti und verfolgte mit «!geschwächtem Interesse die Entwicklung der zionistischen Bewegung, an deren Wiege er als Bewunderer Herzls gestanden. Der Keren Kajemeth aber hat die insgesamt 6500 Pfund der ursprünglichen Zuwendung und der von Kahane später gemachten Nachstiftungen zur Gründung und zum Ausbau von ״Ben-Schemen“ in Judäa verwendet Zuerst wurden dort kunst- 5ewerbliche Arbeiter aus dem Jemen behaust Dann entstand er noch heute blühende Moschaw und angrenzend im mächtigen Outehof wurde die zionistische Versuchsstation installiert. Seit eieren Uebersiedlung nach Djebata fand hier die Waisenfarm Dr. Lehmanns eine Heimstatt. Die vom Direktorium des K. K. L. am Tor des Gutshofes angebrachte Marmortafel erinnert an die beispielgebende Tat Kananes. Letzthin wurde die neue Siedlung rumänischer Juden auf Warakani-Boden nach Kahane ״Kfar Baruch“ genannt Die Führer unserer Organisation in Rumänien haben Kahane in einem mit der blau-weißen Fahne bedeckten Sarg zur ewigen Ruhe gebracht. Alle Zionisten aber werden das Andenken Kahanes, der das Muster unentwegter Zionstreue und selbstlosen Opfersinnes war, n Ehren halten. t, Z. | Dr. Max Brender . Am 4. Dezember verstarb plötzlich in Wien, während er am Krankenbette seiner Mutter weilte der zuletzt in Berlin wohnhafte jüdische Schriftsteller und Journalist Dr. Max Brender im Alter von 39 Jahren. Er hat einige Bände Lyrik veröffentlicht und war der erste, der in die jiddische Dichtung den Hexameter einführte und damit die reiche Modulationsfähigkeit der Volkssprache der Juden im Osten bewies. Auch einige Bände Prosa von ihm fanden viel Verbreitung. In den Kriegsjahren gab er in Kopenhagen das ״Jüdische Wochenblatt“ heraus. 1921 kam er nach Berlin, wo er später die ״Jüdische Illustrierte Zeitung4‘ herausgab, die sich aber nicht halten konnte. Zuletzt war er Berliner Korrespondent polnisch-jüdischer und amerikanisch-jüdischer Zeitungen. — Das Ableben dieses noch jungen und begabten Schriftstellers hat in den Kreisen des jiddischen Schrifttums in Deutschland und Polen tiefe Anteilnahme geweckt ו.iirengrab Mir Alombsrg v Warschau, 5. Dezember. (J.T.A.) Der Stadt- Präsident von Warschau, lug, Slominski, teilte dem jüdischen Schriftsteller- und Journalisten-Verein mit, daß die Stadt einen der prächtigen Granitsteine, die sie seit der Abtragung der russischen Denkmäler in Warschau in Ver- Wahrung hat, für das Grab des vor kurzem verstorbenen Dichters und Politikers H. D. Nomberg gewidmet habe. — Die Stadt Warschau hat diese Oranitsteine für Grabdenkmälcr polnischer Schriftsteller bestimmt. VanVriesland, der Schatzmeister der palästinensischen Zionistischen Exekutive, wurde zum stellvertretenden holländischen Konsul in Palästina ernannt, Berliner Kalender Büro; Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Metnekestr. 10. lelephon: Bismarck 7165—70. Postscheck- Konto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Freitag, den 9. Dezember abends 7Vs Uhr präz. Zcire-Misrachl, Gruppe Zentrum, im Heim, Dragonerstr. 22. Jeden Freitag Abend: Geschi htsvortrag von Herrn Ffescher. Gäste willkommen. Sonntag, den 11. Dezember abends 7(4 Uhr Mlsrachi-Ortsgruppe, Berlin, Im Gemeindehaus, Rosenstraße 2—4. Vorführung des neuen Palästinafilms des Keren Kajemeth Lejisrael. Erläuternder Vortrag des Herrn Dr. A. Liebermann. Gäste willkommen. Abends 7(4 Uhr Poale Zion, Ortegruppe Berlin, im Büro, Auguststr. 17. Jugendkreis. Chawer Joseph Wahl: ״Was will die Poale Zion?4‘ Montag, den 12. Dezember abends 8(4 Uhr Poale Zion, Ortsgruppe Berlin, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Funktionärkursus. Chawer Dr. Borodlanski: ״Der Junghegelianistnus.“ " Abends 8 Uhr. Jüd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Nord, bei Frau Sobersky, Klosterstr. 44. Fortsetzung des Kursus über Erziehungsfragen und Bedeutung der jüdischen Feste. Leitung: Frau Boschwitz. .-... —.. -.....*״ — Dienstag, den 13. Dezember nachm. 5(4 Uhr Jüd. Frauenarbeittgemehwchaft Gruncwald, bei Frau Rabb. Dr. Cohn, llmenauer Str. 11. Leitung: Frau Helene Koigea. Abends 8(4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, t im Sitzungssaal der Z.V. f. D,, Meinekestraßc 10. Herr Redakteur I. Klinoff: ״Die Kämpfe an der inneren und äußeren Front des Zionismus“. " "" ־ Abends 8(4 Uhr Zetre Misrachi, Gruppe Zentrum, >. . '* . I» Helm, Dragonerstr. 22.; ’,‘uuv/.J! •und ״ •®ימו׳. .' . .Nadun. 4;Uhr Jfidhch-Nationale Frauenveretalgung, Frauengruppe Lichterfdde-Dahlem. Zusammenkunft bei Frau tiemnann, Lichterfelde, Wilhelmstr. 29. Mittwoch, den 14. Dezember abends 8(4 Uhr Clubabend des Palestine Touring Clubs, im Sitzungssaal, Meuiekestr. 10. Herr San.-Rat Dr. Lachmann, Bad Landeck: ״Heilquellen und Kurorte in Palästina“. Gäste willkommen. Abends 8(4 Uhr Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4. Herr Dr. Paul Michaelis: ״Da* jüdische Schulwesen in den Randstaaten“ (Litauen, Lettland, Finnland). Donnerstag, den 15. Dezember abends 8(4 Uhr בית מדרש לעברית של ההלת היהודים בברלין; גרוסה המבורגרשטרסה כ״ו. הרצאה שלישית של מר אשבל על "»הוד והמדנים" יעל פי תמונות אוח. כל התלמידים מממנים לבוא. - הרצאה רביעית תהא ביום, ד׳" כ״א לדיצמבר בשמונה ומחצה בערב. Sonntag, den 18. Dezember. vorm. 11 Uhr Poale Zion, Ortsgruppe Berlin, Im Meistersaal, Köthener Straße. Künstlerische Morgenfeier anläßlich des 20jährigen Bestehens der Poaie-Zion-Bewegung. Künstlerischer Teil: Rahel Kaufmann, Alexander Granaeh. Referenten: Eduard Bernstein, M.d. R., Arthur Crispien, M. d. R., Alfred Berger, S. Rudel. Dienstag, den 20. Dezember nachm. 4 Uhr im Logenhaus, JoachimsthaJer Str. 13: Cbanukkah-Kinderiest der Jüd.-NaL Frauenvereinigung. Lebende Bilder, Aufführungen, Musik, Schoko'ade und Kuchen. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder M. 1,—, Bon für Kuchen und Schokolade 50 Pf. Eintrittskarten bei Frau Lena Bernstein, Augustastr. 62, Bismarck 8721. ChanuKKah-Klnderiest der jamsen-Nationalen fpauen-Uerelnlgung am Dienstag, den 20. Dezember 1927, nachm. 4 Uhr im Logenhaua, Joachimathaler Strafle 13 Lebende Bild-r. Aufführungen, Musik, Schokolade und Kuchen. Etntrittikarten M.l — Bon für Schokolade u.Kuchen 60PL Eintrittskarten bei Frau Lena Bantstein, Augustastr. 82 Telefon: Bismarck 7821. Kleine NidnldtleB ln der rumänischen Grenzstadt Oroßwsrdein kam es, den Budapester Zeitungen zufolge, am 5. d. AL anläßlich einer Studentenkonferenz zu schweren antisemitischen Au8schreltungen, in deren Verlauf zwei Juden getötet,״ viele verletzt und geplündert wurden. Die Polizei verhielt sich vollständig passiv. Der ungarische Kultusminister Graf Klebeisberg begab sich nach G e n f ( um vor dem Völkerbund den Standpunkt der, ungarischen Regierung in der Frage des Numerus clausus zu vertreten. Nahura Sokolow soll nach Beendigung seiner Tournee in der Tschechoslowakei sich nach Ungarn begeben, wo er Ende Dezember oder Anfang Januar erwartet wird. In den letzten Tagen fand in Berlin eine Beratun g der Exekutive des internationalen Minderheitskongresses statt, an welcher u, a. Leo Motzkin als Vertreter der jüdisehen Minderheiten teilnahm. Professor Dr. v. Möller, der in seinen Vorlesung«■ über deutsche Rechtsgeschichte eine schart antisemitisch netonte Propaganda gegen die Republik und den Kultusminister Becker trieb, ist auf Grund der Ergebnisse der Voruntersuchung suspendiert worden: er halt also vor* läufig keine Vorlesungen mehr. , Die Palästina-Regierung hat, um der kommunistischen Propaganda ln Palästina und im Mittleren Osten entgegenzu wirken, die Moskauer großen Tageszeitungen ״Prawda“ und ״isveslia“, sowie die jüdisch-kommunistische Tageszeitung ״Emes“, die das Organ der ״Jewsekzia“ ist, für Palästina verboten. Jerusalem, 4. Dezember. (J.T.Ä.) Lord Planer fordert in einer Proklamation die Bevölkerung auf, den 9. Dezetnber als den Jahrestag der Einnahme Jerusalems durch eine britische Armee unter Lord AUenby festlich zu begehen. Im ganzen Lande wird die Arbeit ruhen. Der Tag, der bis jetzt als Deliverance Day (Befreiungstag) bekannt war, soll zukünftig den Namen Thanksgivittg Day (Dankbezeugungstag) tragen. Jerusalem, 4. Dezember. (J.T.A.) Die Verhandlungen zwischen Aegypten und Palästina über die Ab- Schließung eines Handelsabkommens sind zu einem befriedigenden Abschluß gelangt. Wie die J.T.A. erfährt, wird das Abkommen in kurzem unterzeichnet werden. Infolge der Konkurrenz der ausländischen Naphtha-Gesellschäften Ist in letzter Zeit der Preis des Petroleums in Palästina bedeutend zurückgegangen. (Zlko.) Ans der Ifldisehen Jugendbewegung Wir erhalten folgende Mitteilung: Der Einigungswille, der weite Kreise der in unzählige Bünde zersplitterten jüdischen Jugend beherrscht, hat zu einem pod« tiven Erfolg geführt Ueberzeugt von der Notwendigkeit, die Kräfte in der jüdisehen Jugendbewegung nach Möglichkeit zusammenzufassen, haben der ״K a d I m a n, Ring jüdischer Wander* und Pfadfinderbünde“ und der .,Bund jüdischer Pfadfinder** sich zum ״Kadimah, Bund jüdischer Pfadfinder״ vereinigt, •GteftnkM- ׳Deutschlands^ getragen häoe11,.& dit jidilöli'.pfahdffnÄ.rp^i' geschaffen, der berufen ist, auf Grund atiner'EittwIdctatt'riM׳ seiner heutigen, auch zahlenmäßigen Sterke, die repräsentative jüdische Pfadfinderschaft Deutschlands zu bilden. Der so geschaffene Bund wird eine seiner ersten darin sehen, weiter auf eine enge Zusammenarbeit ®■den Teilen der jüdischen stehen. Er glaubt, — — --״ bewegung nur erfolgen kann, wenn, auch unter Zurückstellung vieler Bedenken, der Weg Der ״Kadimah“ wird ganzer Gruppen stets aufrichtig begrüßen. Vermischtes Berliner Zionistische Vereinigung. Am Dienstag, den 13. Dezember, abends 8(4 Uhr, spricht in* Sitzungssaal der Z.V.f. D., Meinekestraße 10, Herr Redakteur 1. Klinoff über; ״Die Kämpfe an der inneren und äußeren Front des Zionismus“. Es ist beabsichtigt, diesem Abend eine Reihe von weiteren Veranstaihmgen folgen zu lassen, die der grundsätzlichen innerzionistischen Auseinandersetzung dienen. Jüdischer Schulverein E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasanenstr. und Ryke?fr. In Berlin können schulpflichtige Kinder für Ostern 1928 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1. Dezember ab bei den Schulleilerinnen in den Schullokalen, und zwar in der Schule Fasanenstr. 79/80 Montags bis Freitags van 1—2 Uhr, in der Schule Rykestr. 53 Montags Ws Frd* tags, von 12—1 Uhr. Die Kinder müssen bei der AnrneR düng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von GebUrts- und Impfschein ist erforderlich. Hebräische Kurse. Wir beabsichtigen, unseren Frauenarbeitsgemeinschaften einen hebräischen Anfängerkurs und einen solchen für Fortgeschrittene anzugliedern. Eine Reihe von Anmeldungen liegen bereits vor, einige Teilnehmerinnen können noch aufgenommen werden. Wir bitten um Meldungen an die Jüdisch-Nationale Frauen-Verelnigung, Meinekestraße 10. Hebräische Kindergärtnerin für Privathaus wird gesucht Zuschriften sind an das Sekretariat für Frauenarbeit, Meineke- Straße 10, zu richten. Jüdischer Frauenbund E. V. Die Sitzung des Gesamt* Vorstandes des jüdischen Frauenbundes war vom 13.—15. November nach Frankfurt a. M. gelegt worden, um den Teil» nehmerinnen Gelegenheit zu geben, das Isenburger Bundesheim, das sein 20 jähriges Bestehen feierte, zu besuchen. Der Bund und seine Vereine haben aus Anlaß dieses Jubiläums einen Hilfsfonds gestiftet. Von den vielen Punkten, die die Tagesordnung zur Erledigung aufgestellt hatte, ist die Stellungnähme der Frauen zum Gemeindewahlrecht nach dem letzten Beschluß des Preußischen Landesverbandes und die Leistungen der Frauen in den jüdischen Gemeinden durch Frau Schön* wald, Bochum, in ihrem Referat behandelt worden. Die Gefährdetenfürsoitje beherrschte vor allem die Tagung. Außer* dem wurden die verschiedenen Gebiete der Bundesarndt, wie Tuberkulosenfürsorge, Adoptions- und Pflegewesen usw. erörtert. Der Wiedereintritt des Jüdischen Frauenbundes in die Z. W. St der deutschen Juden wurde beschlossen; engere Zu* sammenarbeit mit den palästinensischen Frauen und den jüdischen Frauenverbänden des Ostens soll angestrebt werden. Sterbefall. Am 7. Dezember starb in Berlin einer unserer ältesten und treuesten Gesinnungsgenossen, Herr Isaak Rosenthal aus Wronke, Schwiegervater von Dr. Ete Auerbach, Haifa, im Alter von 70 Jahren. Wir spreched den Hinterbliebenen, insbesondere der Gattin, unser herz* liebstes Beileid aus. , ist