Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 96 (2.12.1927)
- Date
- 1927-12-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 90, 2 XIL1M7 JÜEDISCHI RUNDSCHAU Sette 683 Verschiedene• Repräsentanten-Versammlung. Die für Donnerstag, den 1. Dezember, an beraumte, öffentliche Sitzung der Reprlsentan* fen-Versammlung wurde auf Montag, de n 5> De ze ra* ber 1927, abends 7 Uhr, verlegt. Jüdischer Schulvereln E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasan enstr. und R y k e s t r. in Berlin können schulpflichtige Kinder für Ostern 1923 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1. Dezember ab bei den Schulleiterinnen in den Schullokalen. und zwar in der Schule Fasanenstr. 79/80 Montags bis Freitags von 1—2 Uhr, in der Schule Rykestr. 53 Montags bis Freitags, von 12—1 Uhr. Die Kinder müssen bei der Anmeldüng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von öeburts- und Impfschein ist erforderlich. In der Bibliothek der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Str. 29, ist seit 1. Dezember der Lesesaal Montag bis Donnerstag, auch abends, 7—9y» Uhr geöffnet. Die Vereinigung für die Interessen dzr Alten Synagoge veranstaltet am Montag, den 5. Dezember, den 5. Vortrags- Abend, Beginn pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosen- Straße 2/4. Herr Rabbiner Dr, Jacobus spricht über das Thema: ״Erlebnisse in Palästina“, Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Qäste sind willkommen. Die Freunde des arbeitenden Palästina veranstalten am Sonnabend, den 7. Januar n. J. in den Festslien des Brüder- Vereins ha us es, Berlin W, Kurfürstenstr. 115/116, einen Konaert- und Gesellschaftsabend mit anschließendem Ball. Hervorragende Künstler haben ihre Mitwirkung bereits zugesagt Mit dem Bali wi d eine reichhaltige Tombola verbunden sein, zu der bereits eine Reihe namhafter Firmen wertvolle Warenspenden bereitgestellt haben. Vorverkaufskarten sind erhältlicli im Büro: N 21, Auguststr. 17 (Tel. Norden 3985). Wir suchen einen geeigneten Posten für eine hebt. Lehrerin, die nach Absolvierung des hebr. Pädagogiums in Wien vier Jahre an einer jüdischen Mittelschule in Cluj unterrichtet hat und seit drei Jahren an einer höheren Schule in einer Großstadt Deutschlands als Religioiiskhrerin tätig ist. Die betreffende Dame sucht in erster Linie einen Posten an einer Schule, würde aber auch eine _ Stelle als Hauslehrerin annehmen. Angebote an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Melnekestr. 10. Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten. Vortragscykius Bezirk Zoo: ״Die Juden in der Diaspora“. 1. Montag, den 5. Dezember in der Schuiauia Joachimsthalerstr. 31 32׳׳, pünktlieh 81/8 Uhr abends, Prof. Dr. El ho gen: ״Judäas Kampfe um die Selbständigkeit“. 2. Mittwoch, den 14. Dezember in der Schulaula Joachimsthalerstr. 31/32, pünktlich 8Va Uhr abends, Dr. Fritz Baer: ״Die Juden in Spanien und die Marannen“. Ferner zunächst: 3. Donnerstag, 5. Januar 1928, Prot. Dr. Elbogen: ״Die Kreuzzüge und die Juden in Deutschland“. 4. Donnerstag, 19. Januar 1938, Dr. Ismar Freund: ״Die Emanzipationskämpfe“. Hörerkarten 1,50 M. pro Person tür sämtliche Vorträge gültig. Einzeleintritt je Vortragsabend 0,50 M. Vorverkauf bei Reich, Kleiststr. 23, Im Laden. Wohltätigkcit&taat des R.j.F״ Berlin-Nord. Unter dem Protektorat von Professor Max Liebermann und Leopold Jeßner fand am Sonnabend, den 26. November, in den Gesaraträumen des Ulap ein Wohltiägkeitsfesf des R.J.F. Berlin-Nord statt Die Anwesenheit von Frau Professor Jeßnet, Ministerialdirektor Dr. Klausner vom Preußischen Innenministerium, Polizei-Vize- Präsident Dr. Weiß, des Kommandeurs der Berliner Schutzpolizei Oberst Helmannsberg, Oberst Goltze, Regierungsrat Schöny, zahlreicher Vertreter der Ministerien und des Berliner Polizeipräsidiums sowie Vertreter der Berliner Presse gaben dem Fest einen halb offiziellen Anstrich. Die schönen Räume ‘des U3ap waren zu klein für die vielen, vielen Festteflnehmer. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzendem Herrnstadt begannen die Vorträge, welche unter Leitung da• Herrn Dr. Eckart von Naso, Dramaturg der Staatlichen Schauspiele, und unter Conference des Redakteurs Egon Jacobsohn standen. Gad Schelaso vom Schauspielhaus sprach den 6. Psalm in hebräischer Sprache. Dorothea AI hu von der Staatsoper trug, den jüdischen Brauttanz vor. Kammersänger Fritz Soot erntete stürmischen Beifall für zwei Schumannlieder, und Fritz Valk vom Staatlichen Schauspielhaus rezitierte eindrucksvoll Heines Vom Tod des Tambour, Bruno Eisner und Gertrud Barnbeiger brachten gemeinsam Busoui-Mozart aut zwei Klavieren zum Vortrag. Dann lockten aus den Sälen die Klänge der Kapelle Kermbach zum Tanz. Als man sich müde getanzt hatte, sorgte ein heiterer Teil für neue Unterhaltung. Annemarie Haase amüsierte durch einige Lieder echt Berliner Humors, Hermann Boettcber durch Soldatenlieder zur Laute. Obwohl es längst Sonntagmorgen war, als wieder Tanz die Vorträge ablösie, dachte niemand an Aufbruch. Zu bemerken ist noch, daß sämtliche Künstler sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Zonhim, Bund jüdischer Pfadfinder, veranstaltete am Mittwoch, den 16. d. M., eine Aelterensitzung des hiesigen Bundes in Brieselang. In einem einleitenden Bericht wurde die Arbeit des Bundes dargelegt. Der Bund besteht seit Antang Mai dieses Jahres, zunächst nur in Berlin, umfaßte bei seiner Gründung etwa 100 Menschen, hat sich jedoch im Laute dieses Sommers außerordentlich vermehrt und zählt zurzeit etwa 220 Mitglieder. Ortsbünde hat er in Frankfurt a. M., Olfenbach a. M., sowie in anderen Städten eine Reihe von Einzehvanderern. Die Debatte befaßte sich mit Zionismus und Pfadfindertum. Die zionistische Aussprache, die sich entsprechend der Situatiori noch weniger mit akuten Palästinatragen als mit prinzipiellen Auseinandersetzungen über das Wesen des Zionismus beschäftigte, zeigte den entschiedenen Willen ihrer Führerschaft, den Neuaufbau einer zionistischen Jugenderziehung zu versuchen. Das Scouting in der Erziehung wurde entschieden abgegrenzt. Gegen den englischen Scout und die deutschen militaristischen Pfadfinder wurde der Versuch gemacht, das Pfadfindertum als wesentlichen Erziehungsfaktor für die Hachscharah und Pflege des sozialen Geistes zu entwickeln. Einer der Mitbegründer des palästinensischen Zophim versuchte, dem Bund einen kurzen Ueberblick über die palästinensischen Ptadfinder zu geben. Die Tagung schloß mit der Vorführung zweier Lichtbildervorträge des Keren Kajeraeth. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. lelephon: Bismarck 1103—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonnabend, den 3. Dezember abends 8*/s Uhr HapoSI-HazaTr, im Sitzungssaal des Gemeindehauses, Rosenstr. 2/4, Chawer Georg Landauer! ״Die Ideologie und Politik des HapoSi-Hazalr“. Oiste willkommen, Montag, den 5. Dezember abends.8 Uhr jfld.-30zia!demokr. Arbeiterorganisation Poale Zion, Ortsgruppe Berlin. Funktionärkursus im Gemeindehaus Rosenstraße 2/4. Chawer Dr. Borodianski: Vorgeschichte des sozialistischen Zionismus. Dienstag, den 6. Dezember abends 8(4 Uhr Gruppe Süd, im Deutschen Hof, Luckauerstr. 15, Herr Dr. Georg Landauer: ״Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit in Palästina“. Mittwoch, den 7, Dezember abends Sy, Uhr Gruppe Ost, Zusammenkunft In den Räumen des Agudas Achim, Jostvstr. 4. "עבריה׳, אספה פומבית בכיה ההד,לה רחוב רוון 4—3. המרצה: נ. לוין טא״י עי החנוך שבארץ. אורחים רצויים. Bodenlret bei der Büchsenleerung, daß der Inball Barer Büchsen die Befreiung unseres Landes nicht weniger vorbereitet als einst die Schwerter der Makkabäer! Lasset Eure Leerangsapende an» seresFreiheitswillens würdig sein! Sport Der Jüdische Boxclub ״Maccabl“ E. V. und der Boxclub ״Westen“ veranstalten am Dienstag, den 6. Dezember, Im Saalbau Friedrichshain, abends 8 Uhr, ua*ionale Boxkämpfe. Einleitend werden einige Ju^endkämpfe steigen, u. a. auch die Endrunde aus aem Erstlingsturnier um den Hager Wanderpreis. Eintrittspreise von 0,5D bis 4 M. Der Vorverkauf in den Trainingsstätten beider Vereine, Saalbau Friedrichshain und Hansa 5263 sowie Cafe Petrick, Neue König- Straße 4, hat bereits eingesetzt. Bar-Kochba, Bres’au. Die vor kurzem vereinten beiden jüdischen Breslauer Turn- und Sportvereine traten unter dem nunmehrigen Namen ״Jüdischer Turn- und Sportverein Bar- Kochba“ e. V., Breslau, mit einem Elternabend erstmalig vor die Öffentlichkeit In dem großen Saal der Lessingioge waren über 800 Personen anwesend, während mehrere hun* dert keinen Einlaß mehr finden konnten. Die glänzenden Vorführungen fanden bei den Anwesenden außerordentlichen Beifall. Der Bar-Kochba konnte feststellen, daß er innerhalb des jüdischen Bürgertums über eine große Anzahl von Freunden verfügt. Der Verein zählt gegen 400 Mitglieder und verfügt über eine Fußball-, Handball-, Leichtathletik-, Turn- und Wanderabteilung, die wiederum in Männer- und Fraueiiabteihmg, Mädchen- und Jugendabtei'ungen zerfallen. Es ist zu hoffen, daß die Juden Breslaus auch weiterhin an den Veranstaltungen dieses zionistischen Jugendvereins regen Anteil nehmen. Am 27. November 1927 fand in Erfurt eine stark be* suchte Hauptvorstandssitzung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands statt Bar Kochba, Wandergruppe. Monatsprogranun für De* zember: Donnerstag, den 1. 12.: Hallentraining unter Leitung von Sportrat Gerde« in der Halle Sybelstr. 2/4 (8 Uhr). Sonntag, den 4.12.: Waldlauf. 10 Uhr Restaurant Finn a. Bhf. Grüne* wähl. Dienstag, den 6. 12.: Arbeitsgemeinschaft ,,Sozialismus" unter Leitung von Dr, G, Lubinski, 8 Uhr, in der Wohnung von Prof. Loewe, NW 40, Flemingstr. 12. Donnerstag, den 8. 12.: Hallentraining. Sonntag, den 11. 12.: Fahrt Treffpunkt vor dem Lehrter Fernbahnhofj 8,30 Uhr pktl. Mittwoch, den 14.12.• Arbeitsgemeinschaft ״Jüdische Volkskunde“, unter Leitung von Prot. Heinrich Loewe, bei Loewe. Donnerstag, den 15. 12, Hallentraining. Sonntag, den 18. 12.: Waldlaut. Dienstag, den 20. 12.: Arbeitsgemeinschaft ״Sozialismus“ bei Loewe. Mittwoch, den 21. 12.: Makkabäerteier. Ort wird noch bekanntgegeben. Vom 22. 12. bis 28, 12. findet die Treffahrt des Deutschen Kreises des M. W. V. im Erzgebirge statt. (Auskunft erteilt: Fritz Mautner, Duisburger Str. 6.) Mittwoch, den 28. 12.: Arbeitsgemeinschaft ״Jüdische Volkskunde“ bei Loewe. Gäste zu allen Veranstaltungen gern willkommen. Anschrift: Gideon Loewe, NW40, Flemingstr. 12. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 2. Dezember, abends, in allen Synagogen und Alterversorgungsanstalten: 4 Uhr. Predigten: Neue Synagoge: Dr. Warschauer; Syn. Lindenstraße: Dr. Blumenthal. Sonnabend, den 3. Dezember, mor* gens: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 0 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdien st: 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Köhler; Syn. Kaiserstr.: Ör. Loewenthal; Syn. Rykestr.: Dr. Weyl; Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Fasanenstr.: Dr. Wiener; Synagoge Levetzowstr,: Dr. Lewkowitz. Schrifterklärung: Synagoge Münchener Str.: Dr. Wilhelm Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy; 4 Uhr: Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; 4,30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. Wilhelm Levy. Sabbatausgang: 4,45 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 4 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus außer Synagoge Pestalozztstr.: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus und Synagoge Pestalozzistr.: 7/30 Uhr. 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