Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 92 (18.11.1927)
- Date
- 1927-11-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Einzelnummer 0,30 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Mdnekeatraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Geldmarkt vierteljährlich 5,25 Goldmark. AuüiindMbonnwiieots verripn fn d«r Wihrrac der einreJacti Linder berechnet Nummer 92 | Berlin, t8. XI. 1927 Anzeigen - Verwaltung Jüdische Rundschau G. m.b. H., Berlin Wl 5, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Asxeijeapret■:8 («•pnlLNosparnülutilnO.SO G.-M. StrJlenje»t1ehe0,Z5G.-M. AudgnacUaSr D1eo»t*g und Frei*. 1g naehtni t«M 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165 - 70. P ostscheckKonto: Berlin Nr. 17 392 Für Oesterreich: Postspmrkaaseaaiut Wien, Konto Nr. 156OKI Für Tscbgcboslowakei: PosUparkisseoemt Prag, Kooto Nr. 59 41(1. Für Polen: Postsparkassen«!»! Warschau, Konto Nr. 190 708. Redak tionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ג מרה שרן חיס״ח | xxxii. Jahrg. Oer Zionismus •rstrobt fOr das Jüdisch• Volk dlo Schaffung •Inor öffontllch rochtllch geslchorten Heimstatt• Iw Palästina. ״Bssolor Programm.“ zehn Jahre Baifour־ Deklaration Die Feier in London Wir haben bereits in der vorigen Kummer kurz die wichtigsten Vorgänge und Erklärungen bei dem zu Ehren‘ Lord Baifours am 10. November in London veranstalteten Bankett wiedergegeben. Wir veröffentlichen im folgenden noch einen ausführlichen Bericht der bedeutungsvollen Veranstaltung. Den Vorsitz führte der Präsident des Anglo-Palestinian Clubs, James de Rothschild. Der erste Redner war Lord R e ad i 11 g , der den Toast auf die Mandatarmacht ausbrachte. Marquis v. Reading sagte, der Name Balfour sei für ewige Zeiten mit der histori* sehen Deklaration vom November 1917 verknüpft. Es gibt Anlässe, fuhr Marquis v. Reading fort, bei denen auch er versucht sein könnte, eine wohlwollende Kritik an der Regierung zu üben; jedoch an diesem ״Abend aller Abende“ und angesichts des hehren Anlasses — da die Regierung in der Durchführung der ihr von den alliierten Hauptmächten übertragenen Verwaltung Palästinas keinerlei britische Partei vertritt — schweige die Kritik. Es ist ein Glück für uns, daß die von den Mächten eingesetzte Mandatsmacht die Regierung Englands ist. Es konnte keine bessere Wahl getroffen werden. Diese Regierung war stets für religiöse Freiheit eingetreten. Sie ist ein Pionier der Freiheit in der ganzen Welt gewesen. Sie schützt darum auch die zivilen und religiösen Freiheiten jener, die der jüdischen Gemeinschaft nicht angehören. Marquis v. Reading sprach dann in Worten höchster Anerkennung viel über die Leistungen Sir Herbert Samuels, des ersten Oberkommissars für Palästina, und seines Nachfolgers Lord Plumer. Er schloß: Möge es mir in Anwesenheit Lord Bai fours gestattet sein, zu sagen, daß er — wenn er auch in seiner politischen Laufbahn mit viel hitzigen Parteikonflikten in Verbindung gebracht worden war •— heute die Achtung, die Hochschätzung und die Liebe aller Kreise und Klassen genießt i|1r-4|pf CU ., . . .. gierung auf den der Mandatarraacht dargebrachten Toast. (Der Staatssekretär für die Kolonien Amery befindet sich bekanntlieh auf einer Weltreise.) Ormsby-Gore sagte, die Po'itik der Balfour-Deklaration ist nicht allein die Politik der gegenwärtigen Regierung, sondern die aller britischen Regierungen der letzten zehn Jahre; so wird es auch weiter sein. Die Mandats-Politik, noch vor wenigen Jahren ein Kampf- Objekt in Palästina selbst, Im britischen Parlament und in der öffentlichen Meinung, wird heute von allen Parteien gutgeheißen und Ist Gemeingut aller geworden. Es ist einer der größten Vorzüge der britischen Reichs- Verwaltung, daß sie den Leitern der einzelnen Provinzen nicht von der Zcntralreqierung aus diktiert, sondern dem Manne, den sic auf den verantwortlichen Posten gestellt hat, weitgehend vertraut. In allem, was wir bis jetzt in Palästina getan haben! sind wir der Initiative und dem Gerechtigkeitssinn der Oberkommissare Sir Herbert Samuel und Lord Plumer gefolgt. Ich persönlich, sagte Ormsby-Gore, bin glücklich, daß ich, wo immer ich mit der zionistischen Bewegung in Berührung trete, ihre Hoffnungen teile und für ihre Schwierigkeiten volles Verständnis a-fü-mge. Hauptaufgabe der Palästina-Verwaltung ist es, im Lande Frieden, Gesetzmäßigkeit und Ordnung zu schaffen. Das ist bis jetzt gelungen. Bis 1925 hat das Laad stetig Fortschritte gemacht, sein Wohlstand wuchs. Wenn jetzt gewisse Schwierig* leiten zu überwinden sind, so ist kein Grund, zu verzagen. Die ()Öffentlichkeit der Welt ist sich darüber klar, daß die Verwirklichung des zionistischen Ideals nicht allein die Schaffung einer Heimat für die Juden bedeutet, sondern auch einen hohen geistigen Wert für die Menschheit. Was hat mich, den Nir'rö'udzn, so begeistert, daß ich die Bewegung mit allen meinen Kräften unterstütze? Doch nur der Gedanke, daß aus diesem wundervollen Lande Palästina eine große und historisch fort wirkende Kraft ausgegangen sei. Eine große geistige ’־ :'st g:ng von dem jüdischen Glauben auf die ganze Menschheit über. Der Zionismus könne wie'er so' he Wunder hervorbringen. Wem! er dies n'cht in der ersten, zwc'ten oder dritten Generation kann, so wird der Boden Palästinas doch später einmal der Menschheit Heil bringen. Pflicht der Mandatsmacht ist es, den Zionisten zu helfen, die Kinder in einer hebräischen Atmosphäre zu erziehen, sie in das jüdische Leben fest einzuwurzeln, dem einmal die Poesie und die Wunder der Bibel entsprossen sind. Dies ist nur möglich, wenn sie ohne Furcht, in Freiheit und Sicherheit, Freiheit des Herzens und der Seele, auf ihrem Boden!eben können. Ormsby-Gore sprach im Namen seines Chefs, des Kolonienministers Amery, das Bedauern aus, daß er, Amery, dieser erhebenden Feierlichkeit fernbleibcn müsse. Dr. Chaim Weizmann trank auf die Gesundheit Lord Balfours und sagte, er wolle gegen den Brauch handeln und den verehrten Gast nicht preisen. Was könnte ich zu dem Ruhme, fuhr er fort, eines der Größten eines großen Volkes hinzufügen? Nur das: es ist der größte Vorzug in meinem Leben, mit dem großen Kapitel der Balfour- Deklaration verknüpft zu sein. Der hauptsächliche Grund, der : Balfour bewog, die historische Deklaration zu erlassen, war das Gefühl der Gerechtigkeit einer Rasse gegenüber, die viel zur Zivilisation der Menschheit beigetragen hat. Es waren nicht Beweggründe politischer Zweckmäßigkeit. Ich möchte ein Geheimnis enthüllen: der einzige Einwand, den Lord Balfour machte, war der, daß er gern gesehen hätte, wenn Großbritannien und die Vereinigten Staaten gemeinsam oder Amerika allein das Mandat übernommen hätten. Dies beweist zur Genüge, daß es sich nicht um ein materielles politisches Ziel handelte, sondern um einen Akt der Gerechtigkeit, der seit 2000 Jahren fällig ist. Jene Juden, mit denen Lord Balfour in Kontakt kam, Waren gar nicht so sehr darauf erpicht, Zeugen dieses Gcrechtigkeitsaktes zu sein; Lord Balfour aber mit seinem prophetischen Scharfblick, wußte, daß das jüdische Volk nicht nur in Park Lane (Straße im Londoner Westen, wo die reichen und vornehmen englischen Juden ihre Villen haben. — A. d. R.) lebt. Die Deklaration hat Gefühle der Hoffnung und der Sehnsucht im jüdischen Volke der ganzen Welt geweckt. Sie sahen die Erfüllung ihrer Jahrhunderte alten Gebete und Wünsche kommen und erkannten, daß alle ihre Leiden durch die Generationen hindurch nicht vergeblich gewesen waren. Lord Balfour war es, der die zionistische Frage vor das Kabinett brachte. Ich erinnere mich, wie der verstorbene Sir Mark Sykes von der Kabinettsitzung zu den draußen auf das Ergebnis Wartenden trat und ausrief: Meine Herren, es ist ein Junge! Jawohl, es ist ein Junge, ein unartiger, ein lärmender Junge zuweilen, aber jetzt nach zehn Jahren ist er herangewachsen. Die Balfour-Deklaration wurde in der natürlichen Weise verstanden, daß Palästina den Juden gegeben werden sollte. ״Judäa den Juden.“ Sogar die Soldaten Lord Allenbys hatten es so verstanden. In den Straßen Jerusalems hörte man sie zueinander sprechen: die heilige Stadt wurde den Zionisten gegeben. Baron Edmond de Rothschild sah mit seinem prophetischen Scharfblick voraus, daß noch einmal der Tag kommen würde, an dem Palästina vor dem Gericht der Nationen stehen werde. Er legte den Grundstein hierzu. .Das Fundament wurde von der Balfour-Deklaration hundertfältig befestigt. Es ist an den Juden, der Bedeutung der Deklaration gemäß zu handeln. Wir haben wir haben der Welt gezeigt, daß Palästina von jüdischen Händen erbaut werden könne und solle. Jetzt, da wir an der Schwefle einen neuen Jahrzehnts stehen, ist es an der Administration Palästinas und an der Mandatsmacht, die erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die Dinge der Bodenpolitik, Einwanderung und Besteuerung in Fluß zu bringen, Erleichterung zu schaffen. Es ist die Pflicht der Mandatsmacht, das Jüdische Nationalheim auf festem Boden zu errichten, was nicht nur das Leben der Juden erleuchten, sondern auch ein Werk der Humanität sein wtrd. Sir Herbert Samuel, der erste britische Oberkommissar für Palästina, erinnerte in seinem Trinkspruch an den T ag der Eröffnungderhcbräi s c h e n Universität durch Lord Balfour. ln bewegten Worten zeichnete er ein Bild des greisen Lord Balfour, wie er, eine hohe prophetisch anmutendc Gestalt im Scharlachroten akademischen Gewand, ragend auf der Höhe des Mount Scopus stand. In den zehn Jahren, die seit der Deklaration verstrichen sind, ist viel getan worden. Die jüdische. Bevölkerung hat sich um 100 ODO Seelen vermehrt, zahlreiche blühende Siedlungen sind entstanden, jüdische Industrien wurden begründet, der Antagonismus der arabischen Bevölkerung ist gemildert. Die geistige Bewegung, die in der Hebräischen Universität ihren Brennpunkt hat, machte Fortschritte, die kraftvolle hebräische Sprache ist zur Umgangssprache des Volkes und eine der offiziellen Sprachen des Landes geworden. Die britischen Beamten im Lande, die mit ״roßen S11״w'eri״keiten zu kämpfen haben, erwerben sich den Denk des üdi־'hen Vd' es. Das jüdische Volk in der ganzen Welt uni seine Führer, allen voran Dr. Weizmann, haben außerordentliche Opfer gebracht. Zwei Dinge, fuhr Sir Herbert Samuel fort, sind für die zukünftige Entwicklung des jüdisdien Nationalheims lebenswichtig: erstens der Ausbau der Jewi'h Agency als eia alle Teile der Judenheit umfassendes Organ auf fester Basis; zweitens — und dies ist mehr als dringend — müssen die britische Regierung und die Palästina-Admlnistratlon der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas eine stets steigende Aufmerksamk e i t widmen. Vor 50 Jahren, schloß Sir Herbert, arbeitete Balfour mit dem großen Juden Disraeli auf dem Berliner Kongreß zusammen; wahrscheinlich hörte er damals zum ersten Male von Disraeli Gedanken über die Wiederaufrichtung des jüdischen Volkes in Palästina. Als er mit Disraeli verbunden war, war er mit der jüdischen Vergangenheit verbunden; als er dann die Deklaration verkündete, knüpfte er seinen Namen an die jüdische Zukunft. Nun erhob sich Lord Balfour zu einer Dankrede, die Anwesenden brachten ihm stehend eine stürmische Ovation dar. Ich bin, sagte er, tief bewegt darüber, daß man meinen Namen mit einem der bedeutendsten Expcrimente verbindet. Es ist war, daß ich einer der ältesten britischen Zionisten bin. Lange vor der Deklaration haben ich und .Dr. Weizmann in privaten Gesprächen unsere Hoffnungen und Befürchtungen mit Bezug auf. dieses große Unternehmen ausgetausebt. Aber wir sahen damals noch n'cht voraus, daß sich die groß! Gelegenheit noch zu unseren Leb- Zeiten bieten würde und daß das, was ein Traun! war, Wirklichkeit werden w ti r d e. Die Bewegung für Errichtung eines jüdischen Hei ns in Palästina war nicht nur eine Frage intellektueller und Gefühlsentwicklung. Das hochgebildete jüdische Volk, das so viel für westliche Zivilisation getan hatte, wird, in das Land des Ursprungs seiner Zivilisation zurückversetzt, mehr als je für den allgemeinen Fortschritt der Erkenntnis tun. Es ist ein neues Experiment, das mich optimistisch stimmt, aber wenn dieses grolle Experiment ein Erfolg werden solle, so müsse ihm die Mitarbeit nicht nur der jüdisehen Siedler in Palästina, nicht nur der Mandatsmacht, sondern auch die moralische, intellektuelle und wirtschaftliche Hilfe des jüdischen Volkes in der ganzen Welt zuteil werden. Lord Balfour kam dann auf seinen Besuch in Palästina zu sprechen und erklärte, er habe, auf dem Mount Scopus stehend, das Gefühl gehabt, mit einer großen geschichtlichen Zeremonie verbunden zu sein, die nie vergessen werden würde. Nichts bähe auf ihn einen größeren Eindruck gemacht, als die ruhige Art, mit der Juden und Araber herzlich und friedlich miteinander auskamen, wenn sie sich selbst überlassen waren. Keinerlei Gewalt ist notwendig, um Biese beiden Rassen, von denen fälschlich versichert wurde, daß sie in Unheilbarem Antagonismus einander gegenüber stellen, auf eine gegenseifige harmonische Basis zu bringen. Ich bin überzeugt, daß unter einer Führerschaft, wie wir sie jetzt in Palästina haben, die Schwierigkeiten sich mit der Zeit vermindern werden. Das jüdische Volk leistet Außerordentliches; es ist aber eine der Pflichten der Mandatsmacht, dieser gesammelten Kraft eine Chance zu geben, alles, was in ihrer Macht steht, zu tun, damit diese Anstrengung nicht umsonst sei. Diese Chance würde aber keine faire sein, wenn irgend jemand die Mandatsmacht einer unfairen Behandlung der übrigen Einwohner des Landes würde zeihen können. Lord Balfour ging auf die Bemerkungen Dr. Weizmanns betreffs der Schwierigkeiten der jüdischen Siedler ein und erklärte, er sei von den für die Palästina -Regierung Verantwort- S, - ״Die Palästina-Regierung beabsichtigt in Anbetracht der ,Schwierigkeiten, mit denen die Zionistische Organisation zu kämpten bat, sobald als möglich gewisse allgemeine Reformen in Sachen der Bodensteucr einzuführen. Ein besonderer Stab ist vor kurzem ernannt worden, um das Werk der Landbesicdlung zu führen, dies bedeutet eine wichtige Vorstufe in der Reform der Bodenbesteuerung. Nach Beendigung der Arbeit dieses Stabes ward die Regierung in der Lage sein, die gegenwärtige einschneidende Wirkung der Bodenbesteuerung zu beheben.“ Sie dürfen versichert sein, schloß Lord Balfour, daß alles, was nach Recht und Billigkeit getan werden kann, auch getan werden wird, um die vielen Aufgaben der Zionistischen Organisation erfolgreich zur Durchführung zu bringen. Dies ist der Wunsch aller Alliierten Groß-Britannicns und der Juden der ganzen Welt, und es gibt keine Macht, die dies hindern könnte. Ich habe oft über die weiten Aspekte des Zionismus gesprochen und will dies heute nicht wiederholen. Nicht alles ist so einfach, wie wir Zionisten es wünschten. Die Arbeit, die wir im Jahre 1917 begonnen haben, werden die zukünftigen Generationen fortzusetzen haben: ein Werk, das nicht mir für die Juden Palästinas, sondern auch für die ganze Menschheit ein Segen sein wird, Col. Josiah Wedgwood, M. P.» das bekannte Mitglied der Arbeiterpartei, brachte den Toast auf das Jüdische Nationalheim aus. Palästina, tief er den anwesenden Zionisten zu, 111a_g euer Nationalhein! sein, es ist aber unser aller geistige Heimat. Moses ist unser geistiger Urvater, die Liebe zur Freiheit lernen wir von den Makkabäern, wie überhaupt aus der Bibel. Dank Lord Balfour erleben wir jetzt einen Bund zwischen dem jüdische n und dem e n g l i - sehen Volke. Die gegenwärtige Krisis in Palästina, die vorübergehen wird, wird das wichtige Ergebnis haben, daß zwischen der britischen Administration und der Zionistischen Organisation in allen die Kolonisation Palästinas betreffenden Angelegenheiten eine engere Zusammenarbeit als bisher herbeigeführt werden wird. Ungeachtet der schweren Zeiten in Palästina ist kein Arbeiter der Welt so glücklich, wie der jüdische Arbeiter in Palästina. Für ihn gibt cs zwei Möglich- Kelten: entweder den arabischen Arbeiter auf seinen Lebens- Standard emporzuheben oder auf den Standard des arabischen Arbeiters herabznsinken. Darin wird es wahrscheinlich zu einem Gleichgewicht kommen. Die Anstrengungen der Juden in Pa'.ästina sind eine Angelegenheit des gesamten britischen Volkes. Laßt uns die Kritik aneinander cinstellcn und gemeinsam unser Bestes tun, um Palästina 7u einem Hei n für die Juden zu gestaltcn und ewige Freundschaft zwischen dem englischen und dem jüdischen ״Volke zu begründen. Die Palästina-Admlnistration müsse jetzt aktiver als bisher an der Seßhaftmachung des jüdischen Volkes in Palästina mitwlrken, es ist in dieser Hinsicht wünschenswert, daß bei der Palästina-Regierung ein Kolonisationsdepartement begründet werde. Sir Alfred Mond, Mitglied des Unterhauses und früherer Minister, sprach von dem großen Leistungen der Juden in Palästina und wies darauf bin, daß die Zionisten erst sieben Arbeitsjahre hinter sich haben. Nirgends in der Welt, fuhr er fort, ist in einer so kurzen Zeit' so viel geleistet worden wie in Palästina. Lord Balfours Name wird in die Ewigkeit eingehen als der des Paten des Jüdischen Nationalheinis. Sir Alfred Mond erzählte über seine jüngste, Palästina-Reise, er sprach von der Entwicklung Tel-Awiws *und den großen Aussichten des Elektrifiziert! 11 gsplanes