Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 90 (11.11.1927)
- Date
- 1927-11-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 90, 11. XI.!927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 641 Vermischtes Sitzung der Repräscntanten-Versammlung am Sonnabend, den 12. November, abends 7 Uhr präzise, im Sitzungssaal. Oranienburger Str. 30, II, Tagesordnung: Einführung und Verpflichtung von Mitgliedern aes Oemeindevorstandes und Stellvertretern. Schalom Alelchem-Ktab. Sonntag, den 13. d. M., abends 9 Uhr, findet Im Schalom Aleichem-KIub. Kleiststr. 9, ein Vortragsabend über das Thema ״Eindrücke vom Schwarzbart-Prozeß“ statt. Es werden sprechen die Herren Moses Waldmann, Oergel, Efroikin und TscherIk o w e r. Gruppe Ost der B, Z. V. Wir machen darauf aufmerk־ sam, daß ein jüdischer Kindergarten in unserer Gegend besteht, der von Fräulein Abrinantowsky, Grelfswalder Straße 36, geleitet wird. Wir empfehlen den Eltern unserer Gruppe, ihre Kinder, soweit sie noch nicht in jüdischen Kinder• gärten untergebracht sind, in diesen Kindergarten zu schicken. Hebräischer Kindergarten. In der Gegend des Schönhauser Tores, Fehrbeluner Str. 53, Vorderhaus, bei Reppschläger, ist vor kurzem ein hebräischer Privat-Kindergarxen unter Leitung einer bewährten Kindergärtnerin eröffnet worden, an dem noch mehrere Kinder teilnehmen können. Anmeldungen dortselbst vormittags 9—1 Uhr, oder bei Frau Dr. Wiener, Lothringer Str. 83, Telephon Norden 9121, erbeten. Breslau. (Hapoel-Hazalr.) Am Dienstag, den 15. November, abends 8*/a Uhr, findet die Qründungsversammlung der Ortsgruppe Breslau des Hapoül-Hazair statt, mit der die Hitachduth hier ihre Arbeit aufs neue beginnen wird. Tagesoranung: 1. Einleitendes Referat: Die Aufgaben einer Hitachduth-Organtsatlon im deutschen Zionismus. 2. Aussprache. 3. Reorganisation der Ortsgruppe. Alle Chawerim der Hitachduth in Breslau und alle Freunde des Hapoöl-Hazalr sind dringend eingeladen. Gäste willkommen. Ort der Veranstaitung: K. J. V.-Heim, Karlstr, 44. ZeTre Misrachl. Ara 25. und 26. Dezember d. Js. findet in Leipzig eine Tagung der Zdfre Misrachi Deutschlands statt. — Alle Chawerim und Chaweroth, die an der Tagung teilnehmen wollen und einer der bestehenden Gruppen nicht angehören, werden gebeten, Anfragen und Meldungen bis zum 20. NoveraDer an die Zeire-Misraciu, Berlin, Berlin N 54, Weinmeisterst«ße 18, zu richten. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Dienstag, den 15. d. M., im Verwaltungsfebäude, Rosenstr. 2/4, den 2. Vortragsabend. Beginn pünktch 8 Uhr. Herr Rabbiner Dr. Freier spricht über das Thema: ״Die Psalmen.“ Die Besucher una Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Jüdische Kammerkunst Im Künstlerhaus, Beüevuesfraße, taten sich drei jüdische Künstler zusammen zu einem gemcinsamen Abend jüdischer Kunst Der herrliche junge Cellist Felix Robert Mendelssohn — mit ,״chassldischen Melodien" und jüdischen ״Variationen zu einem ukrainischen Volkslied“ — und Rahe! Kaufmanns Lieder schufen den diesmal ganz besonders gediegenen Rahmen, der bester deutscher Kammermusik ebenbürtig ist. Ein Lied von Engel, die bekannten ״Kirchenglocken“ von Reisen, Volkslieder u. a. das weiche, wunderbare ״Schief mein Tochter“ mit dem Refrain ״Lulinke mein Kind“ sang Frau Kaufmann mit so schlichter, hoher Kunst, daß dieser Abend selbst einer ihrer besten Abende war. Herr Schidtow paßte nicht gerade in den Rahmen Kammerkumt. Seiner taghellen Frohlaune mit pathetikfernem RetUemu*. den glücklicherweise ein Gefühl für geschliffene DWektife vor Breite schützt, begegnet mair aber immer wieder״««». Besonders gut gelittf' Am ein Kapitel aus Schalem Alecnents ״Jüdischer Republik*1 und Tunkefers Parodie ״Naturschilderung bei verschiedene Schreiber“. Sehr gut und dankenswert war die Rezitation der politischen und zugleih künstlerisch vollkommenen Dichtung Kuilbacks: ״Es haben die Glocken geklungen“. R. M. Jung-Jüdischer Wanderbund, Gau Sachsen. Am 30. und 31. Oktober fand der Herbstgautag dieses Teils des Bundes bei Eisenberg (Thür.) statt, an dem sich die Chemnitzer, Gothaer, Leipziger, Plaucner, Zwickaucr und die neue Geraer Gruppe beteiligten. Der Wert des Gautages bestand darin, den Kontakt der Gruppen untereinander weiter zu stärken und die Winterarbeit einzuleiten. Die praktische Arbeit war daher auf folgende Momente der Tagung konzentriert: 1. Ein Referat von Rudi Nobel mit dem Thema: .,Der soziale Mensch“. 2■ Eine Arbeitsgemeinschaft, die sich — unter Berücksichtigung der momentanen zionistischen Lage mit der täglichen Erziehungsarbeit bei Jüngeren- und Mitt- Ierengruppen befaßte. Geleitet wurde sie von Rudi Nobel. 3. Eine Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Julie T h a - ler, die die Jüngeren bei chassidischen Oeschichten und Märchen zusammenhielt und ihnen ihre Arbeit auf wies. 4. Eine Besprechung der Führerschaft, die sl־׳h mit dem Inhalt der Winterarbeit befaßte. 5. Der Feier, die — eingeleitet durch einen Sprechchor — durch neue hebräische Lieder lind Niggunot charakterisiert war. Die herrliche Umgebung und die Anwesenheit von 140 Menschen gaben dem Gautag das besondere Gepräge. — Die Adresse der Gauleitung Ist: Rudi Nobel und lulle Thal er, Zwickau, Konrad- Straße 8, bzw. Nordstr. 40. Bar Kocliba Berlin. Vor einigen Monaten s hlossen sich einige musikliebeude Mitglieder des Bar Koehba zu einer Kammermusikvereinigung zusammen, die mit liebevoller Unterstützung eines Freundes der Tonkunst, Herrn Zerkowski, in dessen Wohnung, am Sonntag, den 6. November, einige Proben beachtlichen Könnens vor einem geladenen Kreis zeigte. Unter der Leitung von Basia Po- I Berliner Kalender Büro: Berliner Ziomstteche Vereinigung, Berlin W 15, Meiaekeetr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der ö. Z. V. Sonnabend, den 12. November abends 8y» Uhr HapoSI-HazaTr, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. 1. Chawer Ernst Mandelbaum: Bericht über die Zentralkomitee-Sitzang des Hapoel-Hazalr. 2. Aussprache. Gäste willkommen. " Abends 8 Uhr Zionist. Jugendbund Nordaii, Gruppe Zentrum, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Interner zionistischer Abend. Montag, den 14. November abends 8 Uhr Jöd.-Nat Frauenvereinigung, Frauengruppe Nord, bei Frau Sobersky, Klosterstr. 44. Erziehungsfragen (Bedeutung der jüd. Feste). Dienstag, den 15. November abends 8Vj Uhr Gruppe des XU, Bezirks, im Cafe Bohne, Steglitz, Aibrechtstr. 127, Herr Dr. Siegfr. Kanowitz: ״Die jüdische Welt nach zehn Jahren Balfour-Deklaration“. 1 _____ Abends 8י/* Uhr Gruppe der Radikalen Zionisten, im Restaurant Fürstenberg-Klause, Kurfürstendamm 202 (Ecke Knesebeckstr.). Dr. Nahum Goldmann: ״Die ersten Auswirkungen des Kongresses“. Gäste willkommen. Abends 8 Uhr Jüd.-Nafc Frauenvereinigung, Frauengruppe Schöneberg, bei Frau Landsberger, Naehadstr. 5. Bibelkursus unter Leitung von Frau Dr. Bergel-Gronemann. ”"-י Nachm. V>5 Uhr Jttd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengnippe Charlottenburg, bei Frau Mittwoch, Kautstr. 88. Leitung Frau Recha Freier. Nachm. >/»5 Uhr Jüd. Frauengruppe Grunewald, bei Frau Feuerring, Grunewald, Tepützer Str. 25■ Leitung Frau Prof. Kolgen. Iischuk, der selbst durch den Vortrag des Noctumo von Chopin und der technisch vollendet gespielten Mazurka für Violine (Wleniawskl) einen tiefen Eindruck hinferließ, hörte man die ״Unvollendete“ von Schubert, das Klaviertrio von Beethoven, ferner zwei Solostücke, vorgetragen von dem Cellisten Kurt Lewin , dessen meisterhafte Technik (La Cinquantlne!) die Hörer zu spontanem Beifall hinriß. Jedenfalls verbrachte man einige genußreiche Stunden und man darf auf den zweiten sngekündlgtvn Abend einiger» maßen gespannt seht, W. E. » —np'HOTpiiwwwswji1 ■״ ׳ « Jüdische Gemeinde. Freitag, den 11. November, abends in allen Synagogen und Altersversorgungennstalten: 4jf$ Uhr. Predigt: Neue Synagoge: Dr. Warschauer; Syn. Fasanenstr.: Dr. Wiener; Syn. Levetzowsir.: Dr. Bergmann. Sonnabend, den 12. November, morgens: Syn. mit altem Ritus und Alters• Versorgungsanstalten: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 71/! Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigt: Syn. Lindenstr.: Dr. Blumenthjl. Schrifterklärung: Synagoge Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr Syn. Kaiserstr.: Dr. Rosenberg, 4J/s Unr Syn. Münchener Str.: Dr, Arthur Levy, Sabbatausgang: 5,04 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Syn.: 4 Uhr: morgens? Syu. mit altera Ritus außer Syn. Pestalozzistr.: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus und Syn. Pestalozzistr.: 7% Uhr. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berün-Haknsee, Markgraf-Albrecht-Str. 11/12. Hauptsynagoge: Freitag abends v/a Uhr: Predigt (Dr. Prinz), Sonnabend vorm 10 Uhr: Barmizwah (Dr. Prinz). Mincha 4,30; Sabbatausgang 5,04. Wochentagsgottesdienst täglich morgens 7y־ Uhr, abends 4 Uhr. Chemnitz. Sonntag, den 39. Oktober d. J., kam einer der besten Vertreter chassldisch-jüdischen Lebens in der Chemnitzer Gemeinde, Herr Moses J. Sc hart, Vater des bekannten volkspartei'lchen Kämpfers für das gesetzestreue Judentum im Ocmeindevcrordneten-Kolkgium, Herrn L. Scharf, zur ewigen Ruhe. Der im Alter von 82 Jahren Verstorbene war sein Leben lang mit tiefem religiösen Gefühl bestrebt, wahrhaft Jüdisch zu leben. Nach dem Kriege gedachte er, bald die Reise ins Heilige Land anzutreten» Faßsclnvierigkeiten hinderten. Ihn immer wieder daran, w wurde auf dem neu abgesonderten Teil des Friedhofes bestattet, nachdem es vor einem knappen Jahre der hiesigen Volkspartei, und besonders dem energischen Arbeiten seines Sohnes gelungen war, den Wunsch der orthodoxen Kreise nach einem abgesonderten Friedhof bei den Gemeindeköiperschalten durchzusetzen. w, KEREN KA7EMETHI LE2LTRAEL BISHER MAT OEM K.K.I. 200000 DUNAM «OjQOlSCMEM SIEDLUNGEN Mt ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATiONALFONDS ZENTRALE SUR DEUTSCHLAND: BERLIN W 16, ME1NEKESTRA6SE K> Reit1CHicM*«N«0: »ui mieno« •!s«aick nnsi OER K.K.L. ERWIRBT SODEN IN PAU9T1NA MIT HILFE FREI WILLIGER SPENDEN Vertrauensleute des Keren Kajemethl Gleichzeitig mit dieser Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ dürften Sie in den Besitz des Materials für die B&cfisenieerung gekommen sein, Bestellen Sie bitte sofort mittels der befliegenden frankierten Materialbestellkarte. Die Büchsenleerung muß unter allen Umständen sogleich nach Erhalt des Materials beginnen. Sie muß schnellstens durdigeführt werden, ist aber erst zu beenden, wenn •Ile Büchsen geleert sind. _ Bund der jüdischen Kranken- und Pfleöeanstalten Deutschlands. Der Verhandlungsbericht der Mitglieder-Ver- Sammlung des Bundes der jüd. Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands, die am 3. Juli In Köln a. Rh. stattfand, ist jetzt im Druck erschienen. Außer dem Jahresbericht dürften die Ausführungen der Herren Geheimrat Dr. StrauB, Berlin, über die Ernährung in den Krankenhäusern, Dr. Fr ei mann, Frankfurt, über die Ernährung in den Attershei men, Dr. Stahl, Berlin, über die Ernährung in den Kinderanstalten und des Fräulein L a q u e u r, Frankfurt, über die Belieferung mit Lebensmitteln und Küchenführung in Anstalten viele Anregungen vermitteln. Die kleine, 47 Seiten umfassende Broschüre kostet M. 1,— und Ist zu beziehen durch die Geschäftsstelle des Bundes der jüd. Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands, Berlin, Oranienburger Str. 13/14. Geschiitllche MlfleUnnge■ Unseren Lesern wird das Caf« Kutschern, Charlottenbürg, Bismarckstr. 109, am Schillertheater, bestens empfohlen. Palästina - Grundionos (Keren HatessaiD L V. Berlin W 15, Meinekeetrmße 10. Bankkonto: Dannsadter und Nstionslbanl, Depot,-Sa•*• 61, Kurfftmendamtn 68, Poitsrbeekkonto: Berlin Nr, 104081. Die Unterwäsche ist der wiebtivste Bestandteil Ihrer Kleidung. Von Ihrer richtigen Beschaffenheit bängt oft Gesundheit «na Wohlbefinden *ab. Unser augenblickliches Sonder-Aagebot: önwrgsraiuii*81קמ.Mat.....״.9,7 s untirgarnltm* Merino-Wolle............. 15,75 Socken rein• Wolle.. . 2,45 1,75 f^emdenmatz Martin •Luther-Str. 5 / PotsdamorStr.60 / Friedrichstr. 179 Neukölln, BargstraB• 136/137 ABZEICHEN EHRENPREISE Fahne«, Beuner, BrneHrapptn, Stickereien, Seidel, Glaser liefert billiget AIFRE0 ITOIEE, MM• CIO, »SIHtT.S«. Sportpreise, RilaMa, Diplome, KrOge, Humpen ‘ Osthofen EUc Herz Richard Auerbach Verlebte 10, Nraabv 1927 Worrae/WiMbsden Joseph Horn * Lude Horn Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht nnseren Bundesbridern davon Kenntnis zu geben, daß nach langem, ediwerem Leiden in der Nacht zwn 1. Nov Baser lieber Bundesbruder cand. Ing. Herbert Markowicz im Alter von 27 Jak•« inAroa» venwhieden ist. Wir verlieren in ihm •faM der Wortvollsten und werde» «da Andenken •tot• in Ehren hallen. Breslau, den 8, November!927. V,J, St. Haunoaeea fm K. J. V. i. A: Wolf Bfsner- X STRAM, & FALCKE BLUMEN -AUSSTELLUNG Berlin W 66, nur Mauaratreffa 79 Fernruf: Zentrum 602• und 6024 * Blumenependen / Tr«1j«r*p enden / TpMiehmpek * ln«1«nd,ker,Uen |« kOmitlsrlMlWP AnMPwm• lüilüilliiOiliiiiililliülliiüiiililtHlniil PESTDICHTUNOEN Akta-nt TSSHl / TRIMMST / BdrtPiii Mi- Ftstisltungsfl ✓ &u!ttt!»ru!1§8n verfall CCaHIIaU ßtaUN-CHARtOTTENBURG 4 9MOIIII 20, Tel-: Stnioplete 832 י «OlHlHlflll Masseur Heilgehilfe, Kreakenpflagw, »(«*»■ «prüft u. »»«,kennt, (uebt lentiSTb'smnf, übernimmt Aas- Rhrwf siaühbw *rrtlUfcef Vw ♦rdnuB^». TeL Rheins«! (444) Am 1. November wurde in Bln.N.FshrboilinsrStr.M «in netir. mmt® eröffnst. Bs werden nseh KiBderTonS-öjAhron •aifOBommo• AamsldungeB an Fron Ihr# Wiener, Telefon: Norden 0121. »e'bst Kerrespoadenlin m. guten SpmehkenntniMaa sucht Halbiagsstellun״, Heimarbeit od. stundenw Bcsehlttlgung b. bescheii AiisprUehen. Offerten u. C 4173 an die Jttditebe Hundschsu. 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