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Jüdische Rundschau · 1927-11-01 · Heft 87 (1.11.1927) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 87 (1.11.1927)
Date
1927-11-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 87, 1. XI 1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 619 Ein Briel An-skis an Bialik Berliner Kalender Die Tei-Awiwer Zeitung ״Haarez“ veröffentlicht erstmalig den folgenden Brief des Verstorbenen An-ski, des Dichters des Dybuk und großen jüdischen Folkloristcn, an Bialik. Der Brief gibt einen interessanten Einblick in die Stimmung und Arbeit der jüdisch-geistigen Kreist zur Zeit der bolschewi-'ischen Revolution, deren zehnjähriges Jubiläum gerade m diese Tage fällt Petersburg, 10. (23.) April 1918. Lieber, guter Freund! Endlich finde ich eine Gelegenheit, Dir zu schreiben. Ich bin gar nicht überzeugt, daß mein Brief Dich erreicht, aber trotzdem — hoffen wir. Wir wissen überhaupt nicht, was bei Euch in Odessa und Umgebung los ist. Dauernd kommen zu uns böse Gerüchte von Pogromen, Not, Elend, aber Einzelheiten erfahren wir nicht Etwa vor einem Monat ging auch das Gerücht, daß Du durch ein Wunder nur dem Tod entrissen wurdest Eine Kugel soll knapp über Deinen Kopf geflogen sein und Dich fast getroffen haben. ücher wißt ihr auch nicht viel von dem, was bei uns vorgeht. So hätte ich Dir davon zu schreiben. Nur daß es schwer ist, jenes ״bei uns“ näher zu fassen. Was heißt das ״bei uns“? Wo ist es? Uns scheint es, daß nur wenig fehlt, und ״wir“ haben aufgehört, zu existieren. In Petersburg — ist Tod. Alle fliehen von hier, die Hungersnot ist nicht mehr zu ertragen. Gerüchte gehen die ganze Zeit um, daß die Deutschen kommen. Auch jetzt noch erwartet man, daß sie über Finnland einrücken. In Moskau, wo ich mich im vorigen Monat aufhielt, ist die Lage ein wenig besser, auch die geistige und politische Atmosphäre. Aber auch dort fühlt man sich nicht sicher vor den Deutschen. Im allgemeinen ist die Stimmung gedrückt und man erwartet nichts mehr. Sie glauben alle daran, daß die Herrschaft der heutigen Tonangeber von Dauer ist Und die werden das ganze Land in völlige Verwirrung bringen mit ihren verrückten Dekreten. Zu unseren jüdischen Angelegenheiten: Die Konferenz fand selbstverständlich nicht statt und man schuf nur einen Notausschuß der Parteivertreter. Der hat sich bis jetzt noch nicht an die Oeffentlichkeit gewagt, und die Hoffnung ist gering, daß er imstande sein wird, etwas zu schaffen. Das Kommissariat für jüdische Angelegenheiten, das von der bolschewistischen Regierung gegründet worden Ist und unter der Leitung einiger junger Leute, ehemaliger Jeschiwah-Bachurim steht (einige von ihnen sind wirklich thorakundig und wären verläßliche Lehrer), bereitet sich darauf vor, sich in alle jüdischen Institutionen einzumischen. Auf alles legt es seine Hand, beschlagnahmt das Geld und übernimmt eigenmächtig die Leitung der Institutionen. Als ich in Moskau war, erfuhr ich, daß der Kommissar für jüdische Angelegenheiten in Petersburg ein Jude, namens Rappoport, mein Museum und Archiv mit allen Handschriften mit Beschlag belegt hatte Um das Maß voll zu machen, veröffentlichte er noch in den Zeitungen, daß er das Museum unter seine Obhut stelle, weil er von Diebstählen daselbst erfahren habe. Ich kehrte sofort hierher zurück und fand das Museum und ebenso auch meine Privatwohnung mit amtlichem Siegel verschlossen. Erst riß ich das Siegel von meinem Zimmer los, dann ging ich zum Kommissar und forderte von ihm, die Diebe den Gericht rieht fordern, als Lügner und Verleumder. Er antwortete nicht. Sofort Heß er die Siegel abnehraen, gab mir die Schlüssel zurück und versprach mir, in den Zeitungen bekanntzugeben, daß der Diebstahlverdacht ungerechtfertigt war und die Verleumder bestraft würden. Trotz alledem habe ich nur wenig Hoffnung, daß sie mir nicht doch einmal das Museum nehmen werden. Unsere Freunde in Moskau — Frischmann, Najdicz, Zlatopolski und die andern — sind gesund. Zlatopolski machte viel Sorgen und Aengste durch. Als ich dort war, waren Räuber in seinem Haus, und er war ganz nahe dem Tod — kurz: das Leben hängt dort an einem Faden. Und nichtsdestoweniger entwickelt sich intensiv die liierarische Arbeit. Vor einigen Wochen kam der erste Band der ״Tekufah“ heraus. Eine wunderbare Ausgabe: 45 Druckbogen, ausgezeichnetes Papier, das Buch kostete 262 000 Rubel. So etwas kann sich nur ein Mensch wie S t y b e 1 erlauben. In diesem Buch ist mein Drama ״Der Dybuk“ in Deiner Ueber- Setzung abgedruckt Was soll ich Dir sagen? Als ich die Ueber* Setzung las — es war nachts und ich war allein in meinem Zimmer —, da traten mir Freucjentränen in die Augen. Auf wundervolle, zarte und so poetische Art hast Du das Drama wiedergegeben, mit zahlreichen wirklichen Verbesserungen, mit musikalischem Feingefühl. Kein einziger Ausdruck, an dem ich mich stieß. Jeder, der es liest, verweilt zunächst bei dem, was Du dem Werk hinzugefügt hast. Dank Dir aus der Tiefe meines Herzens, mein Freund. Leider ging es bei der ״Tekufah“ auch nicht ohne Skandal ab. Tschernichowski übersetzte den ״Homer“. Frischmann begann, ihn zu verbessern, und verbesserte so lange, bis von Tschernichowskis Uebersetzung höchstens sieben, acht Verse übrig blieben (von 760). Als Tschernichowski diese Verbesserungen sah, brachte er die Welt in Aufruhr und protestierte dagegen, daß sein Name unter dieser Uebersetzung genannt werde. Da veröffentlichte Frischmann das Gedicht mit seiner eigenen Unterschrift. Du verstehst, was es da für einen Skandal gab. Wie es enden wird, ist noch nicht abzusehen. Ben-Zion Katz zog im ״Ha-am“ gegen Frischmann los und auch Tschernichowski gedenkt nicht, untätig zu bleiben. Frischmann wieder beteuert, die Sache ginge ihn nichts an.... Noch einige Worte in einer ernsten Angelegenheit: Stybel schickte an Rawaitzki mein B-uch ״Galizien“, er solle es ins Hebräische übersetzen. Ebenso sandte er ihm den ersten Band meiner Schriften zu gleichem Zweck. Die Drucklegung des ersten Teiles von ״Galizien“ (1!n ganzen sollen es drei Teile werden) soll in nächster Zeit erfolgen. Ich darf ja das Buch nicht in Jiddisch oder Russisch veröffentlichen, bevor es Hebräisch erscheint. Und ich weiß nicht, ob es in einem halben Jahre noch möglich sein wird, es überhaupt zu drucken, wegen der Zensur. Daher bitten wir alle Rawnitzki und auch Dich, daß Du bei ihm Dich dafür einsetzt, daß er ״Galizien“ eilig übersetze und mit einem verläßlichen Menschen, der herfährt, zu uns schickt. Und wenn aus irgendwelchen Gründen Rawnitzki die Uebersetzung nicht anfertigen kann, soll er uns davon benachrichtigen. Ich und ebenso Frischmann und Stybel bitten ihn, daß er sich möglichst anstrengen soll und die Uebersetzung bald schickt, damit wir sie sofort drucken. Ich hoffe, ihr werde־ unsere Bitte nicht abweisen. Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den t. November abends 8>/1 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung ®und Zionistischer Frauen im Logenhaus, Kleiststr. 10. Frau Gerda Arlosoroff (Palästina): ״Frauenprobleme in Palästina“. Abends 8>A Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafd Bohne, Steglitz, Albrechtstriße 127. Herr Dr. Werner Bloch: ״Im Kampf um die zionistische Idee“. Mittwoch, den 2. November abends 81/! Uhr Jugendkundgebung der Berliner Zionist. Vereinigung in der Aula der 4. Pflichtfortbildungsschule, Oeorgenstr. 30/31, anläßlich des 10. Jahrestages der Balfour-Deklaration. Thema: Jüdische fugend — Zionistische Bewegung und Palästina-Aufbau. Redner: Gerda Arlosoroff, Palästina, Dr. Werner Bloch, London, Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin. Abends 8!/1 Uhr Zusammenkunft der Gruppe Ost, in den Räumen des Agudas Achim, Jostystr. 4. Donnerstag, den 3. November abends 8(4 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, in der Stadthalle, Klosterstr. (Untergrundbhf. Klosterstraßc). ״Der Schwarzbart-Prozeß“. Das Martyrium eines Volkes. Referent: Moses Waldmann (der als Zeuge am Schwarzbart- Prozeß teilgenommen hat). Eintritt 50 Pf. Abends 8t/,' Uhr Zionist Jugendbund Nordau, in den Räumen des Vereins Schomrt Hadass, Neukölln, Jägerstr. 72. Bundestag (mit Elfern). Vortragsabend über ״Die jüdische Volkstragödie und der Schwarzbart-Prozeß“. Hauptredner: Redakteur J. Klinoff. Einleitender Vortrag: Bundesleiter James Bendersky. Abends S*/3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. Herr Dr. Ludwig Pinner, Palästina: ״Eine konkrete Siedlungsaufgabe für deutsche Zionisten in Palästina“. Sonnabend, den 5. November abends 8 Uhr Poale Zion, im Sitzungssaal der Jüd. Gemeinde, Rosenstr. 2/4. Chawer Oskar Cohn: ״Reiseeindrücke aus Rußland“. ' ־’ *■ Abends 81/3 Uhr Zionist Jugendbund Nordau, Gruppe Zentrum, Im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, Werbe-Abend. Referenten: Dr. Siegfried Kanowiiz, James Bendersky. Sonntag, den 6. November ■ vorm. 11 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Bach-Saal, Lützowstr. 76. Festakt anläßlich des 10. Jahrestages der Balfour-Deklaration unter Mitwirkung des Trio: Prof. Josef Wolfsthal (Violine), Carol Szreter (Klavier) und Piatigorsky (Cello). Ansprachen: Dr. Apfel, Kurt Blumenfeld, Dr. Nahum Goldmann, Dr. Jakob Klatzkin, Dr. Alfred Klee, Prof. Dr. Heinrich Loewe. Karten zum Preise von 3, 2 und 1 M. erhältlich: in der B. Z. V., Meinekestr. 10, an den Theaterkassen von Wertheim und Bote & Bock und an der Saalkasse. Zelre-Misrachi, Berlin. Der גמרא שיעור unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Wiesel findet regelmäßig am Montag, Mittwoch, Donnerstag von 8—9(4 Uhr abends und am Schabbos von 2—3V» Uhr nachmittags in den Räumen der Chewra-Schass, Oranienburger Str. 32, statt. — Gäste willkommen. Und auch bezüglich des ersten Bandes meiner Schriften, auf deren Erscheinen in hebräischer Sprache ich 55 Jahre warte, soll Rawnitzki mich nicht länger warten lassen. Alle lassen Euch grüßen. Dein S. Rappoport (An-ski). Gegen die friedbotsseliliider Da sich die Fälle gehäuft haben, in denen auf Friedhöfen Beschädigungen und Zerstörungen vorgekommen sind, hat der Preußische Innenminister Grzesinski die Polizei zu verschärftem Einschreiten veranlaßt. Sämtliche Fälle von Friedhofsschändung müssen sofort der zuständigen Landeskriminalpolizei mitgeteilt werden. Falls sich aus dem Tatbestand kein hinreichender Anhalt für polizeiliche Nachforschungen ergibt, so ist unverzüglich durch eine öffentlich« Bekanntmachung eine angemessene Belohnung für die Namhaftmachung der Täter auszusetzen. Frankfurt a. M., 28. Oktober. (J.T. A.) Wie schon mitgeteilt, wurde in dem Frankfurter Vorort Bockenhein auf dem jüdischen Friedhof eine große Reihe von Grabsteinen umgeworfen und der übrige Teil mit Hakenkreuzen und ln- Berliner Zionistische Vereinigung Donnerstag, den 3• Nov., abends 8 2/נ Uhr im Sitzungssaal der Z, V. f. D., Meinekestraße 10 Vortrag Dr. Ludwig Pinner, Palästina: Eine konkrete Siedlungsaufgabe für deutsche Zionisten In Palästina Schriften bemalt. Der politischen Polizei ist es gelungen, die Tater festzustellen. Es handelt sich um eine ganze Reihe von noch schulpflichtigen Volk s s c h ule r n, Mittelschulern und Gymnasiasten. We TMflkelt des Pro Pallsttaa-Komltees Wie wir erfahren, plant das Deutsche Pro PalKstlna •Komitee für den kommenden Winter in Berlin eine Reihe von Vortragsabenden. Oeplant ist auch die Einladung auswärtiger Palästinafreunde. So hofft man, daß aus Frankreich Justin Godard; aus England ein Mitglied des toterparlamentarischen Komitees Pro Palästina mitwirken werden; wie überhaupt ein internationales Zusammenwirken der Pro Palästina-Komitees zu erwarten ist. Der Präsident des deutschen Komitees, Graf Bernstorff, erwägt auch die Veranstaltung von Kundgebungen in anderen wichtigen Städten Deutschlands’. Weine Nachrichten A, ... November findet in Wien im Oroßen Konzerthau» Saale die zehnjährige Jubiläumsfeier der Balfour-Deklaration unter Teilnahme des gesamten diplomatischen Korps statt Die Judenheit von Haifa sandte an Baron Edmond de Rothschild, den ״Vater der jüdischen Kolonisation“, zur Feier seiner Goldenen Hochzeit mit Frau Baronin de Rothscftild eine Glückwunschbotschaft. Unter dem Namen ״II D i u r n o“ beginnt am 15. Dezember in Rom eine neue Tageszeitung zu erscheinen, die in der Ten* aenz faszistisch und politischen und kommerziellen Interessen gewidmet sein wird. In dem bereits veröffentlichten Programm erklärt die Leitung, daß sie für die Verwirklichung des jüdischenund zionistisch en Ideals eintreten wird. Chefredakteur ist Signor A. Tedeschi, ein bekannter jüdischer Publizist. Eine Arbeiterdelegation aus sechsArabern und f{int Juden hat sich nach Rußland begeben, um an der Feier des zehnten Jahrestages der bolschewistischen Revolution teilzunehmen. (J. T. A) Wie die verschiedenen Zeitungen berichten, nimmt in letzter Zeit in Palästina die Auswanderungsbewegung unter den mohammedanischen Arabern sehr zu infolge des guten Fortkommens der bisherigen Auswanderer fra Auslande, besonders in Südamerika, wo es große Kolonien syrischer und palästinensischer Araber gibt. Der Korrespondent der ״Deutschen Allgemeinen Zeitung“, Dr. Max Fischer, besuchte kürzlich Palästina und besichtigte die jüdischen Institutionen. Laut dem ״Falestin“ wurde zwischen der Palästina-Regierung, dem französischen Oberkommissar in Beirut und der ägyptischen Regierung ein Vortrag über den Ausbau der drei Teiephonlinien in diesen drei Ländern unterfertigt. Die Arbeiten sollen im Laufe des kommenden Jahres durchgeführt werden. In die Verwaltung des polnischen Städteverbandes, die von dem in Posen abgehaltenen Stldtetag eingesetzt worden ist, wurden drei Juden hineingewählt: Die Zionisten Senator Körner, Warschau, und Stadtrat Joel, Lodz, sowie der Bundist Stadtraz Ehrlich, Warschau. In diesen Tagen verstarb in London Rabbiner Dr. Jod Blau, der oberste Geistliche der West London Synagogue, Er war ein populärer Prediger und ein fruchtbarer Schriftsteller. ple .AkiM' tir/WÄesiiiiba« .der MVtäege(*er»tliti»'' Häuser iii Brest-Litowsk, die das Joint Distribution Committee in den letzten Jahren durchzuführen hatte, ist nun zu einem gewissen Abschluß gekommen. In den letzten Mo* naten hat Joint weitere 58 Wohnungen für Wohnungtlose aufführen lassen. Belgrad, 18. Oktober. (J. T. A.) In Subotica ist der angesehene Bäckermeister Bodog Suranyi samt Frau und drei erwachsenen Söhnen zum Judentum übergetreten. Der Oberrabbiner Dr. Joseph Gerson widerstand ein Jahr lang dem Drängen der Familie um Aufnahme in die jüdische Gemeinschaft, mußte sich aber überzeugen, daß der Uebertritt au# reiner religiöser Ueberzeugung angestrebt werde. Wie die Einwandererhilfs- und Schutzgesellschaft Htas mitteilt, sind in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1927 5385 jüdische Einwanderer nach Amerika gekommen. In der gleichen Zeit kamen weitere 3864 Juden nach Amerika, die aber nicht als Einwanderer klassifiziert waren. Die neue Anschrift der Hanhalah Techeleth* La van lautet: Prag X., Krälovskä 23 a I, JQdischnatlonale Franeaverelnignng Die von der Jüdischnationalen Frauenvereinigung geschaffenen Frauenarbeitsgemeinschaften haben ihre Winterarbeil wieder aufgenommen. Die Frauengruppe Lichterfelde-Dahlem be- . ... woch, den 20. ״Oktober, im Hause von Frau Schmierer, Lichter• felde, Unter den Eichen 69. Winterprogramm: Bibellektüre unter Leitung von Frau Boschwitz und Aussprachen von aktu• eilen Tagesfragen an Hand von Pressereieraten unter Leitung von Frau Mirjam Czuczka. FrauengruppeSchöneberg. Der erste Abend fand am Dienstag, den 25. Oktober, mit einem Vortrag von Frau Dr. Marg. Turnowsky über ,,Frauen- und Kinderarbeit in Palästina“ im Hause von Frau Haase, Gledltschstr. 37, statt Winterprogramm: Bibellektüre unter Leitung von Frau Dr. Bergel--Gronemann und Aussprachen über aktuell« Tagesfragen. FrauengruppeNorden: Die Arbeit wird mit einem Vortrag von Frau Dr. Turnowsky über ״Das arme und das reiche Palästina“ am Montag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, im Hause von Frau Marga Sobersky, Klosterstr. 44, eröffnet, Frauengruppe Grunewald: Den einleitenden Vor• trag wird Frau Gerda Arlosoroff halten. Termin und Thema wird noch bekanntgegeben. Die Gruppen Charlott e n b u r g und Westen nehmen ihre Arbeit gleichfalls in den nächsten Tagen auf. Die Chamzarbertsgemeinschaft der Jüdischnationalen Frauen• Vereinigung wird ihre Winterarbeit mit einer am Donnerstag, den 3. November, nachm. 5 Uhr, Meinekestr. 10, stattfindenden Arbeitsbesprechung beginnen. Gesinnungsgenossinnen, die sich an den Frauenarbeitsgemeinschaften zu beteiligen wünschen, werden um Mitteilung an das Frauensekretariat, Meinekestr. 10 (Bismarck 7165—67), gebeten. Beth Waad. Am 22. Oktober veranstaltete der Berliner Beth Waad Iwri unter dem Vorsitz von Saul Tschernichowski ein Bankett zu Ehren des ln Berlin weilenden New Yorker hebräischen Schriftstellers Daniel Perski. In den Ansprachen kam die Anerkennung für den auf dem Gebiete des hebräischen Schrifttums in Amerika tätigen Gastes zum Ausdruck.

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