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Jüdische Rundschau · 1927-11-01 · Heft 87 (1.11.1927) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 87 (1.11.1927)
Date
1927-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 87, 1. XI1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 015 1927 )ktober, räsident m Weit, uni So. gestern 1 länge, dangen, ׳essierte ir das »auwerk e Kurie für die Juden Nahum König 1 Palais a n u e | w und Gäste Der Zionismus und seine Schwierigkeiten Von Arthur James Balfour. Am 12. Juli 1920, gelegentlich der Jahret-Konferenr, ir'rtl Balfour in der londoner Albert - Hall vor einem Audiloritwt von 15 000 Menschen in einer Versammlung, der!.erd Rothschild präsidierte und in der eine gante Reihe engi:scher Persönlichkeiten auftraten, die nachfolgende Rede, sie noch heute eine, gewisse AktnalitM besitzt. Wir rufen sie unser! 1 Lesern aus Anlaß des Balfour-Tages in Erinnerung. Red, ״Meine Damen und Herren! Seit langer Zeit bin ich ein überzeugter Zionist, und in dieser Eigenschaft stehe ich heute vor Ihnen; aber auch in meinen hoffnungsfreudigsten Augenbücken habe ich nicht vorausgesehert, habe ich nicht einmal geahnt, daß das große Werk des palästinensischen Auf- Baus so bald einsetzen würde, ja, daß es sich vielleicht noch zu meinen eigenen Lebzeiten vollziehen würde. Das ist eines der größten und unerwartetsten Ereignisse des soeben beendeten Weltkrieges — wenn wir überhaupt sagen dürfen, daß dieser bereits beendet ist. Dieser Krieg hat unendliches Hebel hervorgerufen, aber wenn wir unter seine Ergebnisse die Wiederherstellung des jüdischen Volkes in seiner alten Heimat zählen können, so können wir wenigstens ein großes Ereignis zu seinen Gunsten buchen, ein Ereignis, das, soweit sich das absehen läßt, unter anderen Umständen niemals zu einem so frühen Zeitpunkt hätte eintreten können. Lassen Sie uns aber in unserer Stimmung berechtigten Triumphes nicht die Schwierigkeiten 192T. n eigen, zarzbarts die Vor- Irklärung n Ve r - a Datum fgabe zu nwilligen 1 von Sait wurde, waltsdigungs• Anwalts Weltnmenden e Tortes exzeptiodagegen 1 Prozeß Iber dem faß Petlreundlich in vielen 1 Tortes lieh festrlei Verrnehmen 1!batte zu;»der die von der itischr Pariser t aber tjüdische! Attache agrom in ■oskurow!apportes Atamans 1 Worten iben wir Petljura iterbrach;ewollt?“ rollt... i wandte inete die :hen Geich mehr Jkrainern naussage ainischen er Lage,;en. Verzicht lfgeklärt. it ur.ver- Im Tage >edürfnis 1s gleiche zu beur- 1, Polen, 1d beobgeleistet, crordent- , zurückjmentenlie Juden den Geiser An- :hließlich r Privattor ganz von all- :en vollio. Denn vermag erblicken >arts Tat en. vergessen, die noch vor uns liegen. Ich stehe nicht an, bei diesen Schwierigkeiten zu verweilen, denn ich weiß, daß Sie sie überwinden werden; einige von ihnen zu nennen, nicht um Sie zu entmutigen, sondern im Gegenteil, uni Ihren Mut zu heben und Ihre Bereitschaft zu einer noch höheren als der bereits erreichten Stufe zu führen. Unter diesen Schwierigkeiten will mir fast als die größte, mindestens als eine der größten und unvermeidlichsten das Araberproblem erscheinen, wie es sich uns in Palästina darbietet. Es wird Takt erfordern, es wird Urteilskraft erfordern, es wird vor allem Verständnis und guten Willen erfordern, sowohl seitens der Juden als Araber betrifft — ein großer, interessanter und anziehender Volksstamm — so hoffe ich, sie werden nicht vergessen, daß zwar diese Versammlung und alle Juden der Welt, die sie vertritt, die Errichtung der Heimstätte für das jüdische Volk unter dem Schutze von Großbritannien herbeiwünschen, daB aber zugleich die Groß• machte es waren — und unter allen Großmächten vor altem Großbritannien —, wdsM..I||,/J%',.ArAisc'h.^n.; %Uc§f|f!mp, oeWeft "■'haben!‘Stm;‘‘der'';'Tf|Iaii«T'. ,.'»Zwingers,' der sie die vielen Jahrhunderte hindurch bedruckte. Ich hoffe, sie werden sich erinnern, daß wir es waren, welche die unabhängige Regierung des Hedschas errichteten. Feh hoffe, sie werden sich erinnern, daß wir es sind, die in Mesopotamien einem künftigen, sich selbst verwaltenden, autonomen arabischen Staate den Weg ebnen wollen, und ich hoffe, daß eingedenk all dessen sie nicht murren werden, weil dieser kleine Engpaß — denn, was auch immer das Land historisch bedeuten mag, geographisch ist es nicht mehr als ein kleiner Engpaß — des jetzt arabischen Gebietes denen gegeben wird, die, obzwar viele Jahrhunderte davon getrennt, sicherlich doch ein Anrecht darauf haben, sich ihrer eigenen Art entsprechend ira Lande ihrer Väter zu entwickeln, ein Streben, das beim arabischen Volke ebensoviel Sympathie finden sollte, wie es sicherlich bei der großen Masse meiner eigenen christlichen Landsleute findet. Das ist die große Schwierigkeit. Sie kann überwunden werden, und sie wird bei gegenseitigem guten Wüten überwunden werden. Die zweite Schwierigkeit, über die ich nur ein kurzes Wort sagen will, entspringt der Tatsache, daß die Kritiker der Bewegung sich bergen hinter der Phrase — die aber mehr ist als eine Phrase — vom Prinzip der Selbstbestimmung, indem sie sagen, daß, wenn dieses Prinzip logisch und aufrichtig angewandt wird, die Bestimmung über das künftige Schicksal Palästinas von de r Majorität de r in Palästina lebenden Bevölkerung abhängt. Meine Damen und Herren, diese Anschauung beruht auf einer technischen Spitzfindigkeit, und aus technischen Gründen kann und möchte ich nicht die Antwort darauf erteilen; aber zurückblickend auf die Weltgeschichte, im besonderen auf die Geschichte aller wirklieh zivilisierten Teile der Welt, behaupte ich, daß die Lage der Juden in allen Ländern durchaus exzeptionell ist, von allen üblichen Regeln und Maximen abweicht, von keiner Formel erfaßt und durch kein Schlagwort bezeichnet werden kann. Das Prinzip der Selbstbestimmung verweist in Wirklichkeit auf eine zionistische Politik, so wenig auch seine rein technische Auslegung diese zu begünstigen scheint. Ich bin überzeugt, daß nur Pedanten oder Leute, die durch religiöse oder Rassen-Bigotterie voreingenommen sind, daß aber außer solchen aus irgendeiner Ursache Verblendeten niemand einen Augenblick leugnen kann, daß die Lage der Juden absolut exzeptionell ist und in exzeptioneller Weise behandelt werden muß. Die dritte Schwierigkeit ist von ganz anderer Bedeutung und Art — es ist die physische Schwierigkeit. So groß die Rolle ist, die Palästina in der Weltgeschichte spielt, so ist es in geographischer Hinsicht doch nur ein kleines und unbedeutendes Land; und man fragt sich, wie es innerhalb dieser engen Grenzen die physische Möglichkeit bieten soll, die Stätte einer selbständigen Entwicklung des jüdischen Volkes zu werden. Das Problem enthält Schwierigkeiten, aber heute keine Unmöglichkeiten. Es bietet Schwierigkeiten, die ich selbst als überwältigend betrachten würde, wenn wir mit einem anderen Volk und mit anderen Bedingungen zu rechnen hätten. Was aber ist denn notwendig, damit Palästina eine Entwicklung nimmt, durch die ein beträchtlicher Teil des großen Volkes, zu dem ich spreche, ein Obdach findet? Zwei Dinge sind hierfür notwendig. Das eine ist Tüchtigkeit, Kenntnisse, Ausdauer, Initiative; das andere ist Kapital; und ich bin fest überzeugt, daß, da wir von den Juden sprechen, an keinem dieser Erfordernisse Mangel besteht. In Tüchtigkeit, in Kenntnissen, in allem, was auf dem Gebiet des Ingenieurwesens und der Landwirt- Schaft durch die modernsten Methoden erreicht werden kann, immerhin ist es der Mühe wert, seitens der Araber. Was die Zionisten! Die nächsten Wochen werden nicht vorübergehen, ohne daß in allen Teilen der zionistischen Welt, in jüdischen Gemeinden Schulen und Häusern des Jahrestages der Balfour-Deklaration gedacht wird. Die Kundgebung der britischen Regierung vom 2. November 1917, das Versprechen zu aktiver Mitarbeit am Aufbau des jüdischen Nationalheims, bedeutet die Anerkennung der jüdisehen Freiheitsbewegung durch Großbritannien. Mit der Balfour-Deklaration schließt die Geschichte der politischen Unfreiheit des jüdischen Volkes. Als der sittliche Anspruch des jüdischen Volkes auf seine nationale Wiederherstellung durch die Zustimmung Englands und nachfolgend nahezu aller Mächte der Weltpolitik internationale Geltung erhielt, begann eine neuePeriode jüdischer Geschichte, in der die freie schöpferische Tat in Grundlegung und Aufbau neuen Volkslebens zum Maßstab jüdischen Wertes wurde. Die Erinnerung an die Novembertage des Jahres 1917 wird heute ihren wahren Sinn erhalten, wenn sie alle schaffenden Kräfte der zionistisehen Welt erneut bewegt und vorwärts treibt. Wie die überzeugende Macht des zionistischen Gedankens sich damals bewährte, so wird sie, ausstrahlend von einer einigen, geschlossenen und begeisterten Organisation, auch in Zukunft Energien zeugen, die schließlich über alle äusseren und inneren Hindernisse siegen werden. Durch besondere und gemeinschaftliehe Anstrengung aller, durch Wahrung der sittlichen Güter der zionistischen Bewegung, durch Aufrechterhaltung von Opfermut und Disziplin, wird das Werk vollendet und gekrönt werden. Die Erinnerung an den 2. November 1917 ist eine Mahnung an die zionistische Welt» Sie erfüllt uns mit Stolz und Selbstvertrauen, sie stärkt den Glauben an die Wahrheit und Gerechtigkeit unserer Sache, aber sie ׳J»iirtyv©r•;^!©« ׳ י״־•;*״‘»־ »"׳■ ■-•-■••׳!■■י־!־•-״-־׳ unermüdliche und entschlossene Arbeit für Erez Israel und unser Volk, für Keren Hajessod und Keren Kajemeth, für die zionistisch-politische Erziehung der jüdischen Massen und für die Stärkung und Erweiterung der Zionistischen Organisation und ihrer finanziehen Machtmittel, die allein eine großzügige Arbeit für die endgültige Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen. EXECUTIVE DER ZIONISTISCHEN ORGANISATION Dr. Chaim Weizmann. Nahum Sokolow. London, 2. November 1927. 111n1n11111111n11nnn111111111111nn11111111111111n11n1111111111111111n111mn11111n1n111n1n11n1111111n1111111Mn1111n111111111111111n111n11 können die Juden es leicht zur Meisterschaft bringen. Und wenn Ich von Kapital rede, so denke ich nicht an die großen Millionäre, an die Besitzer großer Reichtümer innerhalb des jüdischen Volks. Ich zweifle nicht, daß sie ihre Pflicht tun werden; aber nicht an sie denke ich — ich denke an die unzähligen Juden, die unter den ärmlichsten Bedingungen leben und die, wie man mir aus authentischen Quellen berichtet hat, aus ihrer Armut heraus zu Spenden bereit sind, um an dem Erfolg des Unternehmens mitzuwirken. Die vierte und letzte Schwierigkeit, über die ich reden möchte, ist vielleicht in mancher Hinsicht die größte von allen. Die Bewegung kann nur durch Idealisten verwirklicht werden. Wer keines Idealismus fähig ist, der ist auch weder fähig, die zionistische Bewegung zu verstehen noch praktisch an ihrer Verbreitung mitzuwirken; aber wenn auch der Idealismus ein notwendiges Element in jeder großen und fruchtbaren Politik ist, so birgt er doch unvermcidliche Gefahren. Der Zyniker, der beschränkte und selbstsüchtige Mensch, leistet nichts; der Idealist!eistet viel, aber er leistet nicht immer das Richtige, und die gleichen Eigenschaften, die einen Menschen veranlassen, alles, was er besitzt, für eine Idee zu opfern, machen ihn oft blind gegen das kühle und ruhige Urteil, ohne daß große Ideen nichternsthaft und erfolgreich wirksam gemacht werden können. Ich spreche als einer, der kein Jude ist und der deshalb notwendigerweise die jüdische Frage als ein Außenstehender ansieht; aber ich möchte sagen, daß vielleicht die Gefahr des Judentums nicht darin liegt, daß es ihm an hohem Idealismus mangelt, noch darin, daß es etwa zögert, alles, selbst das Leben zu opfern, um sein Ideal verwirklicht zu sehen, sondern darin, daß es sich von der Gewalt seiner Leidenschaft, von der Tiefe und Stärke seiner lieber- Zeugungen fortreißen läßt, darin, daß cs nicht berat ist, etwas zu tun, ohne das, glauben Sic mir, diese Bewegung gleich jeder anderen großen Bewegung Bankerott machen müßte — nämlich, daß das jüdische Volk nicht willens ist, seinen erwählten Führen! jenen vollen Glauben, jenes volle Vertrauen ca schenken, welche, glauben Sie mir, notwendig sind. Sie kommen aus allen Lindern der Well Sie kommen nach London oder irgendeinem anderen großen Ort mit den Ideen, die Sie dem Volke, unter dem 5ie leben, entlehnt haben. Sie kommen darum mit sehr verschiedenen Mentalitäten — um dieses gebräuchliche Wort anzuwenden — Sie kommen wohl auch mit sehr verschiedenen Theorien über die Methode, durch die Ihr gemeinsames Ziel erreicht werden kann. Das schadet nichts; gefährlich wird es erst, wenn alle diese verschiedenen Gruppen verlangen, nicht nur, daß der Bau ausgeführt wird, sondern daß er genau in der Weise ausgeführt wird, die sie für empfehlenswert halten. Denken Sie an diese Gefahr: ich weiß nicht, ob es nicht vielleicht die größte Gefahr ist, die Ihre Zukunft bedroht! Und nun, meine Damen und Herren, bin ich zu Ende mit der unerfreulichen Aufgabe, die Schwierigkeiten aufzuzählen, und habe nur noch ein kurzes Wort zu sagen. Wir haben uns in ein großes Abenteuer eingelassen; ich sage absichtlich ״wir“, und mit diesem ,,wir“ meine ich einerseits das jüdische Volk und andererseits die Mandatarmacht über Palästina. Wir sind Partner bei diesem großen Unternehmen. Wenn wir Sic im Stich lassen, bleiben Sie erfolglos. Wenn Sie uns im Stich lassen, bleiben wir erfolglos. Aber ich bin ganz sicher, dall wir nicht Sie und daß Sie nicht uns i11׳ Stich lassen werden; und wenn ich mit dieser hoffnungs- und vertrauensvollen Prophezeiung recht habe -״ und ich bin überzeugt, daß ich cs habe — dann können wir freudig einer Zukunft entgegenblicken, in der Palästina wirklich und im vollsten Maße und Grade des Erfolges zu einer Heimstätte für das jüdische Volk gemacht werden wird.“ Dr. Weizmann in Deutschland Dr. W e i z m a n n wird in der zweiten Hälfte des Novembei in Berlin eintreffen. Er wird auch eine Reihe anderer deutscher Großstädte besuchen und bei Veranstaltungen aus Anlaß der zehnten Jahresfeier der Balfour-Deklaration und bei der Keren Hajessod-Aktion mitwirken. Steigerung der Einnahmen des Keren Halessod Die Einnahmen des Keren Hajessod für das Jahr 5680 haben £ 520318 betragen, während sie in dem eben abgeschlossenen Jahr 5687 auf £ 583 616 gestiegen sind, daher einen Mehrertrag von über 12 0/0 gebracht haben. Angesichts der schwierigen Lage in der zionistischen Bewegung im letzten Jahr verdient dieses Resultat besondere Erwähnung, weil es davon zeugt, daß der Gedanke des Keren Hajessod in immer weiteren Kreisen Wurzel geschlagen hat. Das Londoner Balionr-Dinner London, 27. Oktober. (J. T. A ) Das Dinner, das der Anglo-Palestine Club zur Feier des zehnten Jahrestages der Balfour-Deklaration vorbereitet, wird nicht, wie angesagt, am 2. November, sondern am 10. November stattfinden, damit Dr. Weizmann, der gegenwärtig in Palästina weilt, ihm beiwohnen kann. Ehrengast der Veranstaltung wird Lord Baifour sein, von den Persönlichkeiten, die ihr Erscheinen an- . Sir Alfred Mond, Sir Gilbert Clayton, Sir Wyndham Deedes, Philip Snowden, Colonel Wedgwood, Com* mander Ken worthy u. am. James de Rothschild wird den Vorsitz führen. Die Lage des hebräischen Erziehungswesens Jerusalem, 28. Oktober. (J.T. A) Das Direktorium des Waad Leumi und der Waad Hachinuch (Erziebungsrat), sowie die Leiter des Erziehungsdepartements der zionistischen Exekutive hielten eine gemeinsame Beratung ab, um sich über die durch die Kürzung des Erziehungsbudgets laut Beschluß des Baseler Zionistenkongresses geschaffene neue Lage schlüssig zu werden. Nach einer Rede Dr. Thons, der die Notwendigkeit betonte, daß kein Kind vom Unterricht ausgeschlossen wenden dürfe, stellte Dr. Lurie, der frühere Direktor des Erziehung»- wesens fest, daß der bisherige Standard nur bei einem Er- Ziehungsbudget von £ 82 000 aufrechterhalten werden könnte. Bei dem jetzigen Budget werden etwa 3000 Kinder draußen bleiben müssen. Die Vertreter der Lehrer erklärten, daß die Lehrer von ihren Minimalforderungen nicht abgehen können. Es wurde beschlossen, die zionistische Exekutive aufzufordern, Verhältnisse zu schaffen, daß allen Kindern die Möglichkeit gegeben werde, eine normale hebräische Erziehung zu genießen. Seit fünf Tagen halten die hebräischen Lehrer eine Konferenz ab, ohne daß endgültige Beschlüsse gefaßt werden konnten. Dr. Weizmann und B i a 1 i k haben die amerikanischenZionisten telegraphisch gebeten, alle Anstrengungen zu machen, um die amerikanischen Beiträge für das Schulbudget zu erhöhen. Britische Gäste in Palästina Je ru sa 1 e m , 28. Oktober. (I.T. A.) Sir James Hope, der ״Denuty Speaker־“ (Vizepräsident) des englischen Unter- Hauses, der gegenwärtig in Palästina weilt, besuchte die Stadt Haifa und die jüdischen Kolonien im Emek Jesreel. ln einem Gespräch mit Pressevertretern sagte er, die jüdische Arbeit in Palästina habe auf ihn einen starken Eindruck gemacht. Der bekannte englische Erzähler Sir Gilbert Parker weilt gegenwärtig in Palästina. Er arbeitet hier an einem historischen Roman, der die Zeitepoche des Königs David zum Gegenstände hat. Die neue Währung Jerusalem, 28. Oktober. (J. T. A.) Am 30. Oktober werden die Banken in Palästina geschlossen sein, um den Umtausch der ägyptischen in die neue palästinensische Währung vorzuberciten. Am 1. November werden die Banken keine andere Manipulation als den Währungsuni• tausch vornehmen. Nach langen Unterhandlungen hat jetzt laut dem ״Haarez“ auch die transjordanische Regierung beschlossen, an Stelle der bisherigen ägyptischen Währung die neue Palästinavvährung einzuführen. Zusammenschluß der palästinensischen Arbeiterschaft? Die J.T. A. meldet aus Jerusalem, daß die beiden größten Arbeiter-Parteien in Palästina, A c 11 d u t h Haaivo d a h (Poale Zion) und H a p o c 1 H a z a i r (Hitadiduth), beschlossen haben, sich zu einer einzigen Partei zu vereinigen. Nähere Einzelheiten fehlen noch.

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