Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 70 (2.9.1927)
- Date
- 1927-09-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 504 Nr. 70, 2. IX. 1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU 5. Da die Reise des Vertreters des Deutschen Nationalkomitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels auf Grund eines Erlasses des Herrn Ministers des Innern vom 23. Mai 1925 möglich wurde, hat das Arbeiter fürsorgeamt den Herrn ׳Minister des Innern auf die unrichtige und das deutsche Ansehen im Ausland schädigende Berichterstattung des Herrn Dr. Kundt aufmerksam gemacht und darum ersucht, auch amtlich den Bericht des Deutschen Nationalkomitees einer Prüfung zu unterziehen. Vom Ergebnis dieser Prüfung wird das Arbeiterfürsorgeamt die Oeffentlichkeit noch unterrichten. Kleine Nachrichten Dr, Alexander Goldstein reiste am 1. Juli nach seiner erfolgreichen Tätigkeit in Sydney nach Neu-Seeland ab und wird von dort nach Australien zurückkehren, um die Arbeit in Melbourne und in anderen Städten zu organisieren. — An das Hauptbüro des Keren Hajessod wurden im Monat Juli £!000 aus Australien überwiesen. Das Hauptbüro der P. J.C. A. hat Colonel Symes eine von James de Rothschild in Paris zugunsten der Opfer der Erdbebenkatastrophe überwiesene Summe von £E 500 über* geben. Der Oberprics ter der Samaritaner, deren Siedlung bei Nablus durch das Erdbeben vollkommen vernichtet wurde, verfaßte einen Appell an die Judenheit der ganzen Welt, den Samaritanern durch Geldspenden dazu zu ver- Keifen, ihre zerstörten Heime wieder aufzubauen. Jerusalem, 26. August. (J. T. A.) Die Baubehörde hat, wie ״Dawar“ mitteilt, Order gegeben, sämtliche Wiederaufbauarbeiten an den vom Erdbeben zerstörten Gebäuden der Altstadt von Jerusalem einzustellen. Die Baubehörde wünscht, daß hier keine Neubauten mehr aufgeführt werden. Die Regierung wird den Eigentümern der Parzellen in der Altstadt Baugrund außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem zur Verfügung stellen. J e r u s a le m , 30. August. (J.T.A.) Die Pa 1 ä s t i n a- Regierung verhandelt mit der Ottoman Bank und der Barclays Bank wegen einer Anleihe, deren Ertrag zum Wiederaufbau der durch das Erdbeben zerstörten Gebiete verwendet werden soll. Ueber die Höhe der Anleihe ist die Entscheidung noch nicht getroffen. Die Anleihe soll in zwölf Jahren rückzahlbar sein; die Zinsenhöhe ist 6 0/0. ״Falastin“ teilt mit, daß Regierungsingenieure mit der Ausarbeitung des Planes zur Erbauung einer elektrisch betriebenen Eisenbahn, die zwischen B e i s a n und Al Zarka verkehren wird, beschäftigt sind. Die Regierung zieht auch die Erbauung einer elektrisch betriebenen Eisenbahn zwischen Al Zarka und dem Iraq in Erwägung. Vertreter der Kolonien Magdiel, Kfar-Saba, Ain-Chai, Ralanania und Ramathaim weilten in diesen Tagen in Haifa und traten mit der Paiestine Electric Corporation ein Abkommen wegen Durchführung von Bewässerungsarbeiten in dem sogenannten Auja-Gebiet Am 20. September wird in Haifa die erste allgemeine landwirtschaftliche Ausstellung Palästinas eröffnet werden. Dr. A. Granovsky, der Verfasser des Buches ״Probleme der Bodenpolitik in Palästina“, das bei seinem Erscheinen vor zwei Jahren berechtigtes Aufsehen erregte, hat soeben ein neues, wichtiges Buch ״Besteuerung des Bodens und der Land- Wirtschaft in Palästina“ herausgebracht. Das Buch ist im Verläge ,,Mischar wetaassia“ in Tel-Awiw in englischer und hebräischer Sprache zum Preise von drei Schilling erschienen. Die französische Regierung ernannte den bekannten Maler* Bildhauer Leopold P i 1 i c h o w s k i zum Ritter der Ehrenlegion. Die Eröffnung des nach Mendeli Mocher Sforim benannten jüdischen historisdien und Kulturmuseums wird im Verlauf der Revolutionsfeiern im Ok to b e r d. J. stattfinden. Das Museumskomitee hat eine Exkursion nach mehreren Städten und Stadtchen in den Provinzen Wolhynien und Podolien unternommen und 130 sehr wertvolle historische Objekte für das Mendeli- Museum gesammelt. Der Präsident der amerikanisch-jüdischen Wanderer-Hilfs- und Schutzgesellschaft ״Hias“, Herr Dr. Abrahem Herman ,ist nach einer mehrwöchigen Tour durch osteuropäische Länder, die er in Begleitung des europäischen Hias-Direktors Dr. James Bernstein zwecks Studiums der Emigrationsläge in Europa absolviert hat, wieder in Berlin eingetroffen, wo in diesen Tagen Beratungen zwischen den führenden Persönlichkeiten der vereinigten Gesellschaften Hias, Ica und Emigdirekt stattfinden. Herr Solomon Russo von Nisch (Jugoslavien) vermachte dem Keren Hajessod, dem Keren Kajemeth und dem Krankenhaus Misgav Ledach letztwillig je einen Betrag von 20000 Dinar. In der Nacht des 8. A^ verschied in Bagdad der R.-A. Joseph Eliahu Gabbay, Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung in Iraq und Mitglied des Keren Hajessod-Komitecs in Bagdad. Die Zionistische Organisation in Iraq erleidet mit dem Hinscheiden des Genannten einen schweren Verlust. Der Verstorbene plante, seinen Wohnsitz nach Palästina zu verlegen, und sich dort dauernd niederzulassen. Im Alter von 86 Jahren starb in Konstantinopel der Senator Behar Jehuda Effendi Eskenasy, Präsident der Jüdischen Gemeinde von Konstantinopel. Die Arbeit von ״ORT“ in Amerika Berlin, 28. August. (J.T.A.) Herr Dr. D. Lvovitch, Mitglied der Zentralverwaltung des Verbandes Ort, der in den letzten fünf Monaten im Aufträge von Ort in den Vereinigten Staaten geweilt hat, um die ״Angehörigenhilfe“ zu organisieren und die ״Ort-Credit Corporation“ begründen zu helfen, erstattete vor einem Kreise deutsch - jüdischer und russisch - jüdischer Persönlichkeiten Bericht über seine Mission in Amerika. Jetzt arbeitet Ort in Amerika im Kontakt mit dem Joint. Der Vorsitzende der Exekutive des American Ort, Dr. Mos kow i t z, ist gleichzeitig Mitglied des Joint. Ein gewisses Erträgnis des Joint-Drives wird dem Ort für seine Wiederaufbauarbeit zur Verfügung gestellt, wogegen Ort vorläufig von einem Drive Abstand nimmt. Herr Dr. Lvovitch entwickelte sodann den Plan der Angehörigenhilfe, der vorsieht, den Verwandten in Osteuropa statt Bargeld Maschinen usw. zu geben, um ihm auf diese Weise zu einer Dauerexistenz zu verhelfen. Ein ״Emek“־Kunstalbum. Soeben ist das Kunstalbum ״Emek“ im Verlag des Keren Hajessod-Hauptbüros erschienen. Es enthält sechs farbige Original-Lithographien von Grete Wolf-Krakauer. Sämtliche Bilder behandeln Themen aus den Keren Hajessod-Siedlungen im Emek. Das Album wurde in 3000 Exemplaren unter der persönlichen Aufsicht der Kunstlerin in der lithographischen Anstalt ״Graphika“ in Jerusalem gedruckt. Das Album enthält folgende Bilder: t. Zelte in Beth- Alpha, 2. Blick über Beth-Alpha, 3. Emek Jesreel, 4. Nahalal, 5. Sykomore in Tel-Joseph, 6. Im Kindergarten von Nahalal, Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165-«70־. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonnabend, den 3.* September abends */s9 Uhr Berliner Ortsgruppe des Hechaluz Zusammenkunft des J. J. W. B., Gr. Präsidentenstr. 2. Gäste willkommen. Dienstag, den 6. September abends 8»/* Uhr Zionist. Jugendbund Nordau, in den City-Sälen, Dresdener Str. 52. Vortrag des Herrn Dr. Albert Baer: ״Die Lage in Palästina und die Bodenpolitik in Palästina“. Mittwoch, den 7. September abends 8 Uhr Bar Kochba, im großen Saal des Gemeindehauses, Rosenstr. 2/4. Aufführung des neuesten Palästina-Films des Keren Kajemeth. Referent: Karl Glaser. Jeden Mittwoch, abends 9 Uhr. Gruppe Ost. Zusammenkunft im Lokal Lips, am Friedrichshain 16/23. Gottesdienst der B. Z. V. und des Misrachi an den hohen Feiertagen in den Sälen Meinekestr. 10. Karten zum Preise von M. 15,—, 10,— und 5,— erhältlieh im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, Bismarck 7165/70, und im Büro des Misrachi, Weinmeistcrstr. IS, Norden U59. Vermischtes Im Renaissance-Theater fand am letzten Sonnabend die 25. Aufführung von ״Dr. Bolbec und sein Gatte“ von Georges Berr und Louis Verneuil statt. Die amüsante Komödie hatte nichts von ihrer Zugkraft eingebüßt und das Publikum dankte der charmanten Darstellung, insbesondere von Hilde Wörner und Oscar Sima, durch reichen Beifall. Berliner Zionistische Vereinigung. Wir geben hierdurch bekannt, daß der englische Konversationskursus a) für Anfänger jeden Dienstagabend von 1,49—10 Uhr, b) für Fortgeschrittene jeden Sonnabendabend von 8—1/310 Uhr in der Wohnung des Kursleiters, Herrn Prof. Dr. Salomon, Innsbrucker Str. 34, Vorderaufgang (nicht, wie beabsichtigt, in der Meinekestraße) stattfindet. Der Anfängerkursus beginnt am Dienstag, den 6. September, der Kursus für Fortgeschrittene am Sonnabend, den 3. September. Anfragen sind schriftlich an den Kursleiter zu richten. Bund Entschiedener Schulreformer. Am Dienstag, den 13. September 1914 Uhr, wird in öffentlicher Versammlung des Bundes Entschiedener Schulreformer in der Aula des Werner-Siemens-Realgymnasiums, Berlin-Schöneberg, Hohenstaufenstr. 47/!8, über internationale Fortschritte der Pädagogik berichtet. Studienrat Dr. Otto Tacke, Stettin, wird seine Beobachtungen und Erlebnisse als deutscher Delegierter auf der 3. pädagogischen Weltkonferenz in Toronto in;Kanada vertragen. Rabbiner Dr. Max Wiener schildert dann das Ihrh iiis eigener Anschauung bekannte ״Jüdische Schul- und Erziehungsprogramm im neuen Palästina“. Gäste willkommen. Palästina-Reise. Am 24. September ist wieder eine besonders einmalige Gelegenheit zur direkten Reise nach Jaffa gegeben. Der Dampfer ,,Ville-de-Straßbourg“ (ein Australiendampfer) berührt auf seiner Rute Jaffa und nimmt Passagiere nach dort auf. Auskunft erteilen das Palästina- Amt, Berlin W15, Meinekestraße 10, und der Paiestine Lloyd G. m. b. H., Berlin W 15, Meinekestraße 4. In der ״Jüdischen Rundschau“ vom 24. Juni erschien eine Zuschrift des Herrn L. Bornstein in Angelegenheit des von ihm verfaßten Lehrbuches der hebräischen Sprache. In der Einleitung w'urde bemerkt, daß die Berichtigung ״unter Berufung auf das Pressegesetz“ eingesandt war. Herr Bornstein legt Wert auf die Feststellung, daß die Anrufung des Pressegesetzes von ihm nicht beabsichtigt war, vielmehr handelt es sich hier um das Mißverständnis eines Satzes aus dem Briet des Herrn Bornstein, der schrieb, er habe sich aut die Berichtigung von Tatsachen beschränkt, um der Redaktion ״eine Rechtfertigung mit dem preßgesetzlichen Zwang zu verschaffen“. Dies war offenbar dritten Personen gegenüber gemeint. '. י‘“' : Kr mm 11;^ .***•* '*ד 81 I! Vertrauensleute des B.K.I.! 1ווווווו11ו1ו1וו1ווי11ווו1וו1וו1וווווו1וווזוווו111וווו11ו1וו1וווו1(1ו<וווווו1וווו1ו11ווו1ווווווווווווו1וווו11ווווווו1ווווווו1ווו Berellei die Rosdi * Hasdtanah ־ AKiion Tor j| GIQckwunscltabl5s11ng || Haussammlung II Blockaktion B Synagogenspenden B liiiiitiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiitiitiiniiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiHiimi : Sendet uns sofort Eure aus- || gefüllten Materialbestellkarten! ||; iS®«' KEREN KA7EMETH LE ל LT RAE L DER K.K.U ERWIRBT , BODEN IN PALÄSTINA MIT HILFE FREIWILLIGER SPENDEN ZfS BISHER HAT . DER K.K.L. 200000( ״ DUNAM 40 JÜDISCHEN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT t GEGEBEN * JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND; BERLIN W 15, MEINEKESTRASSE IO! POSlSCMtClKOMO: 9834$ nilPHONl AMT BlSMARCli 918817« Rosch-Haschanah-Aktion 1) Aktionstage: Drei Sonntage im September. Jugendbünde! Helfer! Freunde des K.K.L.! Haltet Euch für die Sammelarbeit frei! 2) Vertrauensleute, teilt uns sofort die Namen der Orte mit, in denen die Aktion nicht lokal durch* geführt werden kann und deren Bearbeitung mit Kräften der Zentrale sich lohnt, 3) Kleingemeinden in der Nähe größerer Orte, die die Aktion nicht durchführen können, sollen von dort aus bearbeitet werden. Oft werden dort die besten Ergebnisse erzielt und darüber hinaus Vor* Bedingungen für dauernde Einnahmen geschaffen, Handwerkertagung des Deutschen Hechaluz. Am Sonntag, den 21. August 1927, fand in Berlin eine Tagung der handwerklichen Chaluzim statt. Es wurden in ausführlichen Referaten und Diskussionen die beruflichen Fragen der liand* werklichen Ausbildung für Palästina behandelt. In dem Referat von Schattner wurde insbesondere die berufliche Gliederung der deutschen Chaluzhandwerker an Hand statistischen Materials über die Verhältnisse im deutschen Hechaluz sowie über die Lage innerhalb der Arbeiterschaft Palästinas einer eingehenden Analyse unterzogen. In einem Referat von Dr. Alfred Ber- 1 i n e r wurden darauf ausführlich die einzelnen Berufszweige, ihre Möglichkeiten für Palästina und die Konsequenzen, die sich daraus für die Methoden und Formen für die Hachscharah in Deutschland ergeben, behandelt. Nach einer kürzeren Diskussion folgte ein Referat von Schnurmacher über die organisatorischen Aufgaben der handwerklichen Hachscharah. Es wurde beschlossen, die gesamte Handwerkerschaft des Hechaluz in Fachgruppen einzuteilen, und zwar in eine für die Bauberufe, eine für die Holzhandwerker, eine für die Metallhandwerker und für Elektrotechniker, und eine vierte für die übrigen Handwerker. Die Leiter der Fachgruppen sind in einer beim Merkas Hechaluz zu errichtenden mndwerkerkommililon zusammengefaßt. Aufgabe dieser Einrichtung wird es sein, dem Mericäsoei seiner Aufgabe der Berufsberatung und Hachscharahkontrolle zu unterstützen. Fernerhin wurde die Sammlung und Herausgabe von Material nach Berichten aus Palästina beschlossen. — Die Tagung hat den Beweis erbracht, daß auch der handwerklichen Hachscharah in Deutschland die größten Aufgaben gesetzt sind. Es war allen Teilnehmern klar, daß die Tagung nur ein Anfang der Neubelebung der Arbeit sein könne, und es kam allgemein der Wille zum Ausdruck, auf die schwere Krisis des Aufbaus mit dem Willen zum Werk und zur vertieften Ausbildung zu antworten. Das Büro der Jüdischen Walsenhilfe bittet uns um die Richtigstellung, daß, wie in dem Artikel über ״Die Er- Ziehungskonferenz in Locarno“ in der vorigen Nummer der ״Jüd. Rundschau“ irrtümlich veröffentlicht war, Herr Dr. Wiener im ״Bund Entschiedener Schulreformer“ über Ben Schemen keinen besonderen Vortrag hält, sondern das Kinderdort im Rahmen seines Vortrags ״Erziehung und Schule im neuen Palästina“ behandeln wird. ״Nach dreißig Jahren.“ Bei dem Leitartikel der letzten Nummer ist versehentlich die Unterschrift R. W. weggeblieben. Dt. Wolf Feüchenfeld-Gedächtnisfeier. Es wird beabsichtigt, im Monat Elul eine Gedächtnisfeier anläßlich der Wiederkehr des 100. Geburtstages des früheren Oberrabbiners in Posen, Dr. Wolf Feiichenfeld, in Berlin zu veranstalten. Interessenten, die sich an der Feier beteiligen wollen, werden gebeten, sich an einen der Unterzeichneten zu wenden. Manasse Werner, Wielandstr. 44; Alfred Sch erk, Neue Jakobstraße 6; Dr. A. W i t k o w s k 1, Oranienburger Straße 33; Josef Jacob», Krausnickstraße 12. Vereinigung ehern. Schülerinnen der Mädchenmittelschule Kaiserstraße der Jüd. Gemeinde zu Berlin. Jeden Montag Heimabend im Heim Zehdenicker Str. 24/25. Trainingstage der Sportabteilung siehe Heimaushang. Geschäftsstelle jetzt nur Lessingstr. 25 (Moses). — Montag, den 5. September, Vortrag ״Das Theater der Gegenwart“. Jüdischer Ruder-Klub ״Ivria“. Wochenprogramm. Sonntag, den 4. Sptbr.: 9(4 Uhr bootsfertig Friedrichshagen. — Dienstag, den 6. Sptbr.: Schwimmen, Wellenbad Lunapark. — Donnerstag, den 8. Sptbr.: ab 61/2 Uhr Uebungsbetrieb Friedrichshagen. — Sonntag, den 11. Sptbr.: 9(4 Uhr bootsfertig Friedrichshagen. Hermann Salmonson, Teltovver Str. 16. Sport Makkabi-Meisterschaften. Die diesjährigen Meisterschaften des deutschen Kreises des Makkabi-Welt-Verbandes standen unter einem guten Stern. Prächtigstes Sommerwetter und eine rege Anteilnahme der Presse hatten eine ziemlich zahlreiche Zuschauermenge herausgelockt, die den flott abgewickelten Kämpfen lebhaftes Interesse entgegenbrachte. Die ausländischen Gäste glänzten zwar durch Ab- Wesenheit, doch war die Beteiligung aus dem Reiche eine ziemlich große. Besonders Leipzig und Hannover waren zahlreich vertreten. Nach dem von den Klängen einer Musikkapelle begleiteten Einmarsch aller aktiven Teilnehmer hielt der 1. Vorsitzende des Berliner Bar Kochba, Herr Dr. Leiewer, eine Ansprache; daran schloß sich ein ״Buntes Bild“, das einen Ueberblick über die Trainingstätigkeit des Berliner Bar Kochba gab. In den Wettkämpfen dominierte überall der Bar Kochba-Berlin, der fast alle Wettbewerbe, sowohl der Männer wie der Damen und Jugend, gewinnen konnte. Die Zeiten litten unter der schlechten Aschenbahn, die durch den vorangegangenen Regen sehr aufgeweicht worden war.