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Jüdische Rundschau · 1927-08-19 · Heft 66 (19.8.1927) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 66 (19.8.1927)
Date
1927-08-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0,30 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Aail&ndtabocaemenU werden in der Wlhrong der einzelnen Linder berechnet Nummer 66 I Berlin, 19. VIII. 1927 Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G.m. b. H., BerlinWIS, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis: 8 ^espaltNonpireiBescUe 0,50 G.-M. SteQtngecadbe 0,25 G--M. Anzeigensdtiafi 1 Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165-70, Postscheckkonto: Berlin Nr, 17 392• Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien« Konto Nr. 156 030. Für Tschechoslowakei ג Fostsparkassenamt Frag, Konto Nr. 59 4I& Für Polen: Postsparkassenamt Warschau« Konto Nr. 190 708. Redaktionsachlnß Sonntag and Mittwoch nachmittag, ב״א מד אב תרפ״ז | xxxn. jahrg. Der Zlenlamus erstrebt fdr das indische Volk die Schaffuna einer affentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In PalSstlna. ״Baseler Programm." Die Schätze des Toten Meeres Vor Erteilung der Konzession Die Londoner ״Times“ vom 15. d. Mts. bringt einen zweispaltigen Aufsatz über die Mineralschätze des Toten Meeres und die sich daraus ergebenden Exportmög- Iichkeiten. Zunächst werden in dem Artikel folgende Mitteilungen bezüglich der Konzession gemacht: ״Seitdem der Kronagent für die Kolonien vor zwei Jahren die Rechte auf Ausbeutung der chemischen Schätze des Toten Meeres zur Vergebung öffentlich ausgeschrieben hat, wurde in der Durchführung dieses Projektes, das großen Einfluß auf die ökonomischen Bedingungen Palästinas haben wird, ein wichtiger Fortschritt gemacht. Obwohl die ursprünglichen Bewerbringen, die dem Kronagenien zur angegebenen Zeit bis 31. Oktober 1925 eingereicht wurden, sämtlich unbefriedigend befunden und daher zurückgewiesen wurden, haben jetzt doch die Verhandlungen mit gewissen britischen Unternehm e r n , deren Namen der Staatssekretär noch nicht mitteilen kann, ein vorgeschrittenes Stadium erreicht. Bevor die Kon- Zession definitiv erteilt werden kann, muß der Konzessionär einer Reihe von Bedingungen zustimmen, ferner muß die Zustimmung der Regierungen von Palästina und Trans- Jordanien erfolgen, da die Grenze zwischen diesen zwei Mandatsgebieten mitten durch das Tote Meer in nordsüdlicher Riehtung verläuft. Man kann also die gegenwärtige Situation so bezeichnen, daß man sagt, der Konzessionär und die Regierung haben im Prinzip ein Einvernehmen erzielt, doch müssen noch gewisse Detailfragen bereinigt werden, bevor eine öffentliche Mitteilung erfolgen kann. Alle Schwierigkeiten, die seitens der Palästinaregierung bestanden haben, wurden überwunden und dank dem Einfluß der Regierung Lord Plumers haben auch die transjordanischen Behörden schneller als man erwartet hätte, sich auf die Sache eingelassen. Vielleicht hat die Aussicht auf finanziellen Gewinn, verbunden mit einer unklaren Furcht vor einer Annexion Transjordaniens durch Palästina, die Regierung des Emir Abdullah veranlaßt, die einzige kluge Haltung, nämlich die der Zusammenarbeit, einzunehmen“. Das Blatt führt dann aus, daß»Transjordjinien jjisbesofiderr wegen der Hedschasbahn Aussicht hat, von der Durchführung des Projektes zu profitieren. Denn wenn eine große Exportmöglichkeit für Potasehe (Kali) geschaffen wird, dann könnte man durch die Hedschasbahn den Transport bis zum Golf von Akaba leiten und so eine wichtige Handelslinie nach Indien und dem Fernen Osten gewinnen, unabhängig vom Suez- Kanal mit seinen hohen Gebühren. Die Sachverständigen, einschließlich des Geologen der Palästina-Regierung, haben die Mengen der im Toten Meer enthaltenen Chemikalien wie folgt eingeschätzt (in Millionen Tonnen): Kaliumchlorid 2000, Magnesiurn-Bromid 980, Kochsalz 11900, Magnesium-Chlorid 22000, Kalzium-Chlorid 6000. Der Vorrat an Pottasche kann praktisch als unerschöpflich gelten und dieses Produkt ist es, das das Tote Meer vom kommerziellen Standpunkt wertvoll macht. Die Zeitung erörtert dann ausführlich die Methoden der Gewinnung der Salze und gellt dann über zur Frage des Transportes. Sie kommt zu dem Resultat, daß mit Rücksicht auf den bestehenden Hafenbau in Haifa und mit Rücksicht auf die vom Ruthenberg-Unfernehmen erwartete billige elektrische Kraft die größte Wahrscheinlichkeit für die Annahme spricht, daß eine elektrische Eisenbahn vom Toten Meer nach Beth-Schan gebaut werden wird, die dort Anschluß an die bestehende Linie Damaskus—Haifa finden wird. (Bekanntlich soll die Konzession an eine Firma erteilt werden, der als führende Persönlichkeit der bekannte Zionist Ing. Novomejsky angehört, welcher seit Jahrzehnten das Tote Meer-Problem studiert. Wie aus obiger Darstellung hervorgeht, sind nur noch mehrere Formalitäten zu erfüllen, bevor die offizielle Erteilung erfolgt. — Red.) Palästina ״Trauben nach England In den letzten Tagen wurden von N a h a 1 a I die ersten Sendungen von Tafeltrauben nach England expediert. Die Palästina-Regierung hat die Durchführung des ersten Transports von acht Tonnen Trauben aus Nahalal übernommen. Sollte auf dem Londoner Markt nicht ein Preis von drei Piastern (60 Pfennig) pro Kilo erreicht werden, wird d i e Regierung die Kosten des Transportes selbst tragen und den Produzenten den Marktpreis bezahlen. Von den Beträgen, die den Kilopreis von drei Piastern übersteigen, weiden zuerst die Transportauslagen abgezogen und der Rest den Produzenten ausgezahlt. Die expedierten Kisten tragen in hebräischer und englischer Sprache die Aufschrift ״Pro» dukten-Abteilung Nahalal“. Rundschau Vor dem Kongreß - Neue wirtschaftliche Aussichten RW* Beriin, 17. August. Die von der Exekutive veröffentlichte Tage*- Ordnung des XV. Kongresses erweckt den Eindruck eines tvohl durchdachten und durchgearbeiteten Planes für die äußere Durchführung der Tagung. Die Tages- Ordnung unterscheidet sich diesmal in wesentlichen Punkten von denen früherer Kongresse. Es ist nicht eine endlose Generaldebatte und daran anschließend eine Reihe von Spezialreferaten und Spezialdebatten vorgesehen, sondern der Kongreß zerfällt nach dem Vorschlag der Exekutive deutlich in zwei Teile, einen bcrichtenden und kritischen* der Vergangenheit zugekehrten, und einen die Arbeit der Zukunft und die künftige Politik bestimmenden. Zu der gelegentlich vorgeschlagenen Reform, die Generaldebatte ganz entfallen zu lassen, konnte sich die Exekutive nicht entschließen, doch ist eine wichtige Neuerung darin zu erblicken, daß schon am ersten Arbeitstage die Kommissionen eingesetzt werden und der zweite Arbeitstag gänzlich den Kommissionsberatungen gewidmet ist. Die wichtigste Neuerung aber besteht darin* daß die Generaldebatte nicht mit einem sogenannten Vertrauensvotum oder Decharge beendet wird, sondern daß an Stelle dieses sehr unglückseligen parlamentarischen Aktes die Wahl der neuen Exekutive treten soll. Sofern in diese neue Exekutive auch Mitglieder der abtretenden gewählt werden, kann diese Wahl wohl als vollwertiger Ersatz des Vertrauensvotums nach innen und nach außen gelten; man entgeht so der peinlichen Notwendigkeit, Formulierangen für die Decharge-Resolution zu suchen und mit allerlei Spitzfindigkeiten den Text für diesen oder jenen Teil der Kongreßmajorität akzeptabel zu machen. Ist die neue Exekutive — wünschenswert nach vorheriger Darlegung ihres Programmes —! gewählt, dann kann der Kongreß viel sicherer und positiver arbeiten, kann die sachlichen Fragen in Ruhe behandeln, ohne die Klippe der Personalfragen fürchten zu müssen. Der zweite Teil der Tagesordnung sieht dann eine Reihe wichtiger Referate vor, die jedoch den Charakter von Vorträgen haben, an die sich, wie es scheint, keine Diskussion anschließen soll. Die Diskussionen werden vielmehr, soweit sie nicht in den Kommissionen beendet werden können, im Anschluß an die Berichte der Kommissionen stattfinden. Freilich täuschen wir uns nicht darüber, daß die formale Tagesordnung allein einen reibungslosen und gelungenen Verlauf des Kongresses noch nicht garantieren kann. Dieser hängt vielmehr zum großen Teile davon ab, ob es gelingt, die parlamentarische Mechanik auch wirklich so zu beherrschen, daß Ueberraschungen unmöglich sind und daß nicht die polemische Leiden- Schaft und das Kongreßfieber die Wirklichkeit vergessen lassen. Die wichtigste Frage ist aber, ob die Exekutive mit klaren Plänen und Anträgen, mit einem ausgearbeiteten Arbeitsprogramm vor den Kongreß kommt. Bei früheren Kongressen vermochten die parlamentarischen Schwierigkeiten zum Teil auch darum die Oberhand zu gewinnen, weil eine feste Hand fehlte, die den Kongreß auf ein bestimmtes sachliches Ziel zusteuerte. Der XV. Kongreß wird bei allem guten Willen, den die Delegierten mitbringen, vor großen sachlichen Schwierigkeiten stehen, er wird in mancher Hinsicht ganz neue Wege gehen und nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das zionistische Denken reformieren müssen. Er wird das nicht können, wenn die Exekutive nicht die Führung innehat. Auch bezüglich der neuen Exekutive müßte die abtretende Exekutive bzw. das Aktions-Coinite bereits Vorschläge haben. Es besteht wohl kein Zweifel, daß die beiden Präsidenten wiedergewählt werden, aber man sollte sich nicht damit begnügen, nach Abschluß der Generaldebatte etwa nur diese zwei Persönlichkeiten zu wählen, weil die Liste noch nicht fertig ist. Nachdem die Opposition durch die Kongreß-Wahlen zu einer kleinen Gruppe reduziert wurde, liegt das Hauptinteresse des Kongresses bei der Wahl der Palästina-Exekutive. Der XIV. Kongreß hat bekanntlich dieses Problem über, haupt nicht zu lösen vermocht. Der XV. Kongreß muß es tun. In der gegenwärtigen Lage und bei der Schwere der bevorstehenden Aufgabe ist die Einsetzung einer autoritativen Palästina-Exekutive unerläßlich. Auf der Exekutive liegt die ganze Last der Vorbereitung. Ihr auch vom Aktions-Comite bestätigter Plan, eine spezielle Kommission zur Vorbereitung der Kongreßfragen nach Palästina zu entsenden, ist bekanntlieh daran gescheitert, daß die hierfür ausersehenen Persönlichkeiten sich der Aufgabe entzogen haben. Dem Projekt der Kommission lag der richtige Gedanke zugründe, daß die außerordentliche Situation außerordentliehe Maßnahmen, eine Sach- und Zweckrevision, Das Hillswerk für die Erdbebenopier Wir haben kürzlich gemeldet, daß die Regierung der jüd!- sehen Gemeinde in Jerusalem £ 30 als Beitrag zur Unter- Stützung der jüdischen Opfer des Erdbebens angeboten hat. Wie wir den letzten Zeitungsmeldungen entnehmen, hat die Regierung jetzt diese Zuwendung auf £ 100 erhöht. Dieser Beitrag ist lediglich zur Verteilung durch die Gemeinde zur Linderung des momentanen Elends bestimmt. ״P a 1 e s t i n e Weekly“ spricht seine Genugtuung über die Erhöhung des Beitrages aus, bemerkt aber gleichzeitig, daß auch £ 100 für die vielen obdachlosen Judenfamilien der Jerusalemer Altstadt zu wenig sein wird. Durch das Verhalten der Regierung bestehe die Gefahr, daß gerade jene Zersplitterung der Aktion, die Co 1. Symes gemäß seiner ersten Proklamation durch seine zentrale Sammlung vermeiden wollte, doch wieder erzeugt wird, denn wenn die Juden sehen, daß sie aus dem zentralen Fonds nur ungenügend bedacht werden, sind sie gezwangen, eigene Sammlungen für die jüdischen Opfer zu veranstalten. * Dr. Siegfried Lehmann, der Leiter des Kinderdorfes Ben Schemen in Palästina sandte der Gesellschaft ״Jüdische Waisen hilf e“ in Berlin den folgenden Bericht: Durch das Erdbeben sind unsere Nachbarstädte Ludd und R a m 1 e h am meisten betroffen worden, wir aber sind verhältnismäßig gut weggekommen. Die Mauern eines alten Gebäudes in Atid barsten auseinander, die andern Gebäude in Atid und Ben Schemen bekamen zum Teil recht erhebliche Spalten und Risse. Ein Haus mußte geräumt weröer.. Die Kinder schlafen zum Teil auf dem Hof. Keiner ist durch die fallenden Steine verletzt worden. In Atid fielen während des Erdbebens eisige Mädchen auf die Erde, die auf dem Feld arbeitenden Kinder begannen nach allen Richtungen zu laufen. Als wir uns überzeugt hatten, daß uns nichts Schlimmes passiert war, hegannen wir, uns unsere Umgebung anzusehen, lieber Ludd lag eine dichte graue Wolke, so daß Einzelheiten nicht zu erkennen waren. Bald überzeugten wir uns an Ort und Stelle, daß die Hälfte der Häuser der Stadt eingefallen war und die Bewohner unter sich begraben hatte. Ich leistete den Verwundeten ärztliche Hilfe, die jungen halfen mit. Sachen aus den verschütteten Stuben heraustragen, ln der Nachbarstadt Ramleh sah es nicht anders aus; bewundernswert die Ruhe und Haltung, mit der die arabische Bevölkerung diesen Schreckenstag überstand. * J e ru salem, 12. August. (J. T. A.) Das Zentralhiifskomitee für die durch die Erdbebenkatastrophe Geschädigten hielt unter dem Vorsitz des stellvertretenden Oberkommissars, Colonel Symes, abermals eine Sitzung ab, in der Symes Bericht über die bisherigen Leistungen des Komitees erstattete. Wo die Not am drängendsten war, wurde geholfen, Erhebungen über den Umfang des Schadens wurden sorgfältig gepflogen, die Regierung werde sich demnächst darüber schlüssig werden, welche weiteren Hilfsmaßnahmen erforderlich sind. In Reineh, im Unterdistrikt Nazareth, wurden von 200 Häusern 160 zerstört. Die Regierung erwägt den Plan, das ganze Dort an einer gün- ״»tiger ge -genen Stelle wieder aufzubauen. Vor de:־' Winter üßten alle Obd-ichlosen untergebracht sein, die Regierung eräge zu diesem Zwecke die Vornahme von Boäenenteig• n u n g e n. Man möge aber die tatsächlich bestehende Not nicht — wie dies oft geschieht •— übertreiben. Andererseits darf in der Oeffentlichkeit nicht der Eindruck erweckt werden, daß die Regierung die gesamte Bürde des Wiederaufbaus auf sich nehmen können. Es müssen alle, die hierzu in der Lage sind, an dem Hilfswerk teilnehmen. Die jttdische Rechtsschatzkonierenz Z ü ri ah, 18. Aug. (J.T.A.) Am 17. d. M. wurde in Zürich die Konferenz zum Schutze der jüdischen Rechte eröffnet. Ungefähr 70 Delegierte aus Europa, Palästina pnd Amerika sind anwesend. Unter den Delegierten befinden sich 20 jüdische Deputierte und Senatoren aus Polen, Litauen, Lettland und anderen Ländern, ferner mehrere Vertreter der jüdischen Völkerbundligen in Palästina, Bulgarien, Oesterreich, Tschechoslowakei und Litauen. Auf der Konferenz sind auch jüdische Organisationen in Frankreich, Deutschland, Rumänien und Griechenland vertreten. Der südafrikanische jüdische Deputiertenrat hat seine Zustimmung zu der Idee der Konferenz kundgegeben. Aus den Vereinigten Staaten nehmen rund 40 Delegierte an der Konferenz teil. Von bekannten Persönlichkeiten, die an der Konferenz teilnehmen, sind zu nennen: Nahum Sokolow, Professor S. D u b n o w, Leo M o t z k i n, Dr. Stephen S. W i s e , Prof. Dr. Chajes, M. M. Ussischkin, J. Grünbaum, H. Farbstein, Dr. Leo R e i c h, Dr. M. R i n g e 1, Dr. Oskar Cohn-Berlin, Dr. Mayer Ebner-Czernowitz, Ing. Temkin, der Präsident des Verbandes der russischen Juden in Deutschland Staatsrat Dr. Jacob T eitel, Abg. F i n k e 1 - stein, W. Latzki-Bertholdi, Hillel Zlatopolsky, Rabbiner Heller-New Orleans, Dr. Z. Schabaa, Richter Julian W. Mack-New York, Chefredakteur R. Rubinstein- Kowno u. a. ro. Die Konferenz wird im großen Züricher Schwurgerichtssaal abgehalten. Die Eröffnungsansprache hielt Nahum Sokolow, sodann sprach Prof. S. Dubnow über alte und neue Formen des jüdischen Kampfes um die Emanzipation. Leo M o t z k i n berichtete über die bisherigen Erfolge des Kampfes um die Minderheitsrechte. Dr. Stephen S. W i s e sprach über die Notwendigkeit einer einheitlichen jüdischen Front im internationalen Leben. Z. Aberson und Prof. Wischniak berichteten über die jüdische Arbeit beim Völkerbund, Dr. Maralles (Tschechoslowakei) sprach über die Rolle der Juden in en internationalen Organisationen. Zum Kongreß. Wie wir den palästinensischen Zeitungen entnehmen, sind in dieser Woche zum Kongreß abgereist von der Zionistischen Exekutive:Sp rin za k , Prof. Pick, Bawli, Agronsky, Tischby und der Generalsekretär Ariaw. Vom Keren Hajes$o<j sind bereits früher abgereist die Herren jaffe, Dr. Hantke, Herrmann, Uli zur und Hans K o h n. — Während der Abwesenheit der Exekutive werden die Herren Kalvarisky, E. Wilkansky und M. A1 e i n! - k o f f diz Geschäfte der Exekutive führen.

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