Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 58 (22.7.1927)
- Date
- 1927-07-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 58, 22. VH. 1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 417 Die Wahlkommission wählt einen Wahlleiter und kann zur Leitung des Abstimmungsgeschlfts ünterkommissionen, bestehend aus mindestens 3 Mitgliedern, einsetzen. 6. Wahlberechtigt ist jeder Zionist, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und sich durch eine auf seinen Namen lautende Schekelquittung für das Jahr 5687 legitimieren kann. Die Leiter des Abstimmungsgeschlfts haben Maßnahmen zu treffen, die eine doppelte Ausübung des Wahlrechts verhindern. Sie sind berechtigt, im Zweifelsfall den Identitätsnachweis des Wählers zu verlangen. Die bei der Wahl vorgelegte Schekelquittung für das Jahr 5687 ist zu entwerten. (Abstempelung usw.) 7. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß Schekeluittungen von Schekelblocks, die nicht spätestens bis zum . August mit der Z. V. f. D. abgerechnet worden sind, keine Gültigkeit als Wahllegitimation naben. Selbstverständlich sind Wahlkommissionen auch in solchen Orten zu bilden, in denen nur Anhänger einer einzigen Richtung vorhanden sein sollten. In solchem Falle braucht die Wahlkommission aus nicht mehp als 5 Mitgliedern zu bestehen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 25. Juli abends 8'/* Uhr Gruppe der Zionisten aus dem Osten, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Herr Dr. Kanowitz: ״Kongreßprobleme“. Mittwoch, den 27. Juli abends 8!/* Uhr Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Ruderverein JOd. Studenten Im K. J. V, Vortrag Dr. Nachum Goldmann: ״Das Kongreßproblem der radikalen Zionisten. Bundesbrüder sind herzlichst willkommen. Die Hauptwahlkommission für die Wahlen zum XV. Zionistenkongreß in Deutschland gez. Bileski. Kongreßbesucher aas Deutschland Wir machen hierdurch darauf aufmerksam, daß Bestellungen auf Gastkarten zum Kongreß spätestens bis zum 27. Juli bei uns eingegangen sein müssen. Es werden Karten nur für die ganze Dauer des Kongresses ausgegeben, und zwar zu folgenden Preisen: I. Kategorie Frcs. 160,— ״ .11 -,80 ״ I». -,50 ״ IV. , ״ -,25 ״ V. ״ Stehplätze -,10 ״ Bei der Bestellung muß der darauf entfallende Betrag zuzüglich 1 M. Spesen sofort miteingeschickt werden. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestraße 10. Postscheckkonto: Berlin Nr. 8001. Kleine Nachrichten Auf Sonntag, den 16. August 1927, ist nach Berlin ein außerordentlicher Delegiertentag der deutschen Landesorganisation der Agudas Jisroel einberufen worden. Die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel erhielt die telegraphische Mitteilung aus Jerusalem, daß die 1880 von Rabbi J. L. Diskin begründete Jeschiwah ״Ohel Mosche“ durch aas Erdbeben derartig beschädigt wurde, daß sie geschlossen werden mußte. Bel den neuen Stadtratswahlen in Polen haben die Städte Kowel und Wladimir-Wolinsk jüdische Majoritäten erhalten. In Kowel besteht der Stadtrat aus 14 Juden, 0 Polen und 2 Ukrainern, In Wladimir-Wolinsk aus 14 Juden, 6 Polen und 4 Ukrainern. Von der sogenannten ״dritten Mauer“ in Jerusalem wurden in letzter Zeit viele kleine Steine nach Amerika geschickt für Personen, welche Beiträge zum Fonds für die Ausgrähutyg 4et - Mauer geleistet haben. ■JD&s Department Iüt Altertümer gab; die Erlaubnis zur Ausfuhr, Das allrussische Zentralexekutive-Komitee hat in seiner letzten Sitzung die Zustimmung dazu gegeben, daß der Name des Zentrums des ersten jüdischen Landwirtschaftsrayons, ״Sede-Menucho", in ״Kali nln-Dorf“ umgewandelt werde. Das Mitglied des Moskauer hebräischen Theaters ״Habitnah“, A. Golant, der eben mit dem Habimah-Ensemble aus Amerika In Berlin eingetroffen ist, wurde vom Generalmusikdirektor Otto Klemperer für das nächste Spieljahr an die Berliner Staatsopernhäuscr verpflichtet. Frau Li a S wet wurde nach sehr erfolgreich verlaufenem Gastspiel als erster Koloratursopran an das Stadttheater von Coblenz a. Rh. engagiert. Frau Swet ist auch als Interpretin alter und neuer jüdischer Musik bekannt. Zur Propagierung der Siedlungsidee gab der R. j. F. soeben eine Broschüre ״Jüdische Bauermied• lung in deutscher Heimat“ heraus, die die folgenden Aufsätze enthält: Dr. Leo Löwenstein: ״Der jüdische Bauer auf deutscher Scholle“; Rittergutsbesitzer Rud. S. Mosse: ״Aufs Land!“; Domänendirektor S. Dyk: ״Das Problem“; die Einleitung steuerte Dr. Franz Oppenheimer bei, der unter der Ueberschrift ״Eine Tat“ ausführt, die Siedlung sei ein jüdisches und zugleich ein deutsches Werk; sie sei aus dem besten Geiste des Judentums geboren. _ Berichtigung In den Berichten über das Erdbeben in Palästina in Nr. 56 der ״Jüdischen Rundschau“ hat sich bei der Wiedergäbe unserer telephonischen Information ein Fehler eingeschlichen, der auf einen telephonischen Hörfehler in einem Gespräch mit London zurückzuführen ist. Es heißt in der ״Jüdischen Rundschau“, daß in dem jüdischen Wohnviertel Rechawia mehrere Gebäude beschädigt wurden. In Wirk lichkeft ist der Schaden nicht im Rechawia-Viertel, sondern im Buchara-Viertel angerichtet worden. Eingesandt An die Great Russell Streat! Schon glaubte ich, die Zionistische Organisation habe mit der Gewohnheit, Protokolle ihrer Kongresse der Oeffentlichkeit zu übergeben, gebrochen, da erfahre ich, daß das Protokoll des 14. Kongresses doch noch ״In Vorbereitung“ sei; ja, ich sah sogar neulich in der Hand eines Gesinnung«- Genossen einen Separatdruck seiner Kongreßrede von 1925. Nun war es ja allerdings schon bei uns zur Tradition gewordener Brauch, daß die stenographischen• Protokolle unserer Kongresse erst nach längerer' Zeit erschienen, während alle Parlamente schon nach wenigen Tagen den offiziellen Wortlaut ihrer Reden zu publizieren pflegen. Aber wir sind doch auch sonst nicht so absolut traditionstreu. Gegen diese Tradition ist außerdem schon immer protestiert worden. Und schließlich muß man die Tradition nicht noch übertrumpfen wollen. Früher dauerte es ein Jahr, bis das Protokoll das Licht der Welt erblickte. Das letzte Mal über 1y* Jahr- Es wurde dann als ״geeignetste Vorbereitung“ für den neuen — den 14. — Kongreß dringend empfohlen. Diesmal steht der 15. Kongreß vor der Tür. Aber aas Protokoll des 14. wird immer noch gedruckt. Es soll wohl als Vorbereitung des 16. Konfresses erscheinen.... Am 21. bis 27. Mai 1927 tagte der eutsche sozialdemokratische Parteitag. Am 17. Juni war das stenographische Protokoll gedruckt in allen Buchhand־ lungen zu haben.... Great Russell Street! warum kannst Du das nicht auch?, U.A.w.g. Hugo Schachtel Abends 8>/a Uhr Gruppe Süd, im Deutschen Hof, Luckauer Sfr. 15. Vortrag des Herrn Dr. Wolfgang v. Weisl. Vermischtes Für die Reise zum Kongreß veranstaltet der Palestine Lloyd, Berlin, eine geschlossene Fahrt zu ermäßigten Preisen. Die Abreise erfolgt von Berlin am 27. und 28. August. Genügende Beteiligung vorausgesetzt, beträgt die Fahrpreisermäßigung für alle Klassen (Schnellzug) 25 0/0. Interessenten werden gebeten, sich bis rum 15. August spätestens bei dem Palestme Lloyd, Berlin, Meinekestr. 4, Telephon: Bismarck 9704/05, zu melden. Die Prospekte der billigen Palästina-Reise im Frühjahr 1928 sind erschienen und werden Interessenten durch den Palestine Lloyd, Berlin W 15, Meinekestr. 4, auf Wunsch kostenlos zugesandt. K. J. V. Arzt, Dermatologe, sucht Vertreter per sofort. — Versicherungsgesellschaft sucht einen Versicherungsmathematiker, kann auch ein Akademiker, mit abgeschlossenem mathematischen Studium sein. — In Berlin bietet sich Niederlassungsmöglichkeit für einen jungen Arzt. — Bauingenieur- Büro sucht 1—2 Bauingenieure, möglichst Dipl.-Ing. -״- Anfragen sind zu richten an das Präsidium des K. J. V., Berlin- Charlottenburg, Bleibtreustr. 50, Steinpl. 4736. Dresden. Am Mittwoch, den 6. Juli, hielt Herr Dr. Nahum Gold mann einen Vortrag über ״die Stellungnahme der radikalen Zionisten zu den Kongreßwahlen“. Er legte in beredter Weise das Programm der radikalen Zionisten dar. Den Standpunkt des linken Zentrums vertraten die Herren S. Pionkowski, H. Schocken, A. Brock und Otto Lehmann. Auf diese Ausführungen ging Herr Dr. Goldmann in seinem Schlußwort näher ein, das zum Teil mit Beifall aufgenommen wurde. Gemeinde ׳•Nachrichten י Gelsenkirchen. Am 10, Juli wurde in der hiesigen Gemeinde zum ersten mal nach Jen Grundsätzen de# VerliäilttiswaM«■ rechts, für־das־dte Anhänger Her Jüdischen Völksparfef schon seit 1921 gekämpft haben, gewählt. Das Ergebnis kann nicht befriedigen, da durch U nregelmäßigkeiten bei dem Zahlverfahren der Jüdischen Volkspartei, die 85 Stimmen auf- Gebracht hat, nur ein Sitz, den Liberalen, die 191 Stimmen atten, sechs Sitze zufielen. Wegen dieser Unstimmigkeiten ist Protest eingelegt worden. Bereits 1924 ist bei der Regierung mit Erfolg protestiert worden. Vor der Ersatzwahl naben die Liberalen das Programm der Anhänger der Jüdisehen Volkspartei durch Unterschrift zu ihrem eigenen gemacht und sich zur schleunigen Durchführung verpflichtet. Es enthielt neun Punkte. Man ließ Jahre vergehen. Nur ein Punkt (Oeffentlichkeit der Repräsentantensitzungen) ist voll erfüllt worden, zwei teilweise, sechs gar nicht, darunter Herabsetzung der Karenzzeit, Frauenwahlrecht, Herabsetzung des passiven Wahlalters, Bereitstellung von Gebeträumen für Nichtliberale. Die Anhänger der Jüdischen Volkspartei, die damals vereinbarungsgemäß auf Nominierung eigener Kandidaten verzichteten, erfüllten die übernommenen Verpflichtungen und wählten die Liberalen. Diese jedoch hielten ihr Versprechen nicht. Trotz Einführung eines neuen Wahl- Systems sind entgegen der demokratischen Gepflogenheiten fünf von zwölf Repräsentanten nicht zurückgetreten, üben ihr Amt vielmehr weiter auf Grund des abgeschafften Wahlrechts aus. AUCH IM BADE kannst Du für den Keren KaJemeih sammeln, wenn Du Deine ״ImI"-Tasche HkltienomnMn hast KEREN KA7EMETH LE7KTRAEL DE* K.K.U ERWIRBT BODEN tN PALÄSTINA MIT HILFE FREI WILLIGER SPENDEN BISHER HAT DER K.KL. 200000 DUNAM 40 JÜDISCHEN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND: BERLIN W 15. MEINEKESTRASSE IO POSTSCHECKKONTO! 94247 * TELEPHONS AMT BISMARCK?fC&ftO Sommerferien - Ferien des Keren Kafemefh? Nein! Denn das Leben in Erez-Israel geht weiter! Vertrauensleute des Keren Kajemeth 1 Wir erwarten, daß Ihr uns auch in den Sommermonaten nicht im Stich laßt! Beendet die Büchsenleerungs rechnet über vereinnahmtes Geld möglichst unverzüglich ab! Führt die Baumspenden - Sammlung anläßlich Herzls Todestag durch! Sorgt für Komplettierung unvollendeter Gärten und Haine! Propagiert die ״lmi“-Sammeltaschen, besondere die Sammlung in Kurorten und Sommerfrischen mBiels fmitaschen! Sorgt für Ablieferung voller Imitaschen und ihren Umtausch gegen neue! Baumspende! Eine größere Anzahl von Gärten und Hainen könnte durch Stiftung weniger Bäume komplettiert werden. Eine Liste dieser Gärten und Haine wurde in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 8. Juli veröffentlicht. Wir machen unsere Freunde nochmals auf diese Liste aufmerksam und hoffen, daß manche von ihnen gern bereit sein werden, zur Vervollständigung dieser Haine und Gärten beizutragen. Wir sind zu jeder Auskunft, auch über den Stand der nicht veröffentlichten Gärten und Hain« gern bereit. Unterstützen Sie unsere Baumspenden-Aktion anläßlich der diesjährigen Wiederkehr von Henk Todestag! <r, i Jüdische Gemeinde. Freitag, den 22. Juli, abends, in allen Synagogen mit altem Ritus und den Alterversorgungsanstalten: 7,30 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sonnabend, den 23. Juli, vorm. Neumondweihe: Alte Syn. und Syn. Kottb. Ufer: 8,30 Uhr; Syn. Kalseretr., Rykestr., Pestalozzistr. u. Münchenerstr.: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus Frühgottesdienst: 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Loewenthal; Syn. Rykestr.: Dr. Freier; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Neue Synagoge: Dr. Warschauer. Sabbat-Ausgang: 9,08 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in alten Synagogen: 730 Uhr; morgens: Alte Syn., Syn. Kaiserstr., Rykestr. und Kottb. Ufer: 6,30 Uhr; Syn. Pestalozzistr., Münchener Str. und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Synagoge ״Der Friedens-Tempel“, Berlin-Halensee, Markgraf-Albrecht-Straße 11/12. Gottesdienst: Freitag abends 7 Uhr; Sonnabend vormittags 10 Uhr. Mincha: 8,45 Uhr; Sabbat-Ausgang: 9,08 Uhr. Der Sabbat-Gottesdienst findet in der Wochentagssynagoge statt. Wochentagsgottesdienst täglich morgens 7 Uhr, abends 7,30 Uhr. Bad Kissingen. Zur Kur ln Kissingen weilende Gesinnungsgenossen werden gebeten, sich mit Herrn Fritz Fraenkel, Bachgasse 1, in Verbindung zu setzen. Geschäftliche Mitteilangen Unseren Lesern wird das CafeKutschera, Charlottenbürg, Bismarckstr. 109, am Schillertheater, bestens empfohlen. Palästina •Briiiiiifoniis (Km Hajessod) t il Berlin W 15, Meinekestraße 10. Bankkonto: Darmst&dter und Nationalbank, Depoa.-Kasse 69, Kurfürstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951, ״HnrndenimiTx'' MarHn-Cuiher-Sirtße 3 / PaMama Straße 60 FrMrlchitnße 370, Btke Teabenslraße. Billige Hemden-Tage Mleg. Batist-Oberhemd beige.49s Mod. Trikotin ״ Oberhemd in neuen Farben . , . <J9» Trikotin- Oberhemd Jaquard - Muster . .Q0O Tcnnis-Hentd orig. engl Oxford 3.00, mit kalb, Aemtel , . 5י» Schlafanzüge Zephir, be$te Verarbeitung Moderne Binderreine &!* und Cripe de Chine , , , tos Oberhemden nach Maß im netmden Zephir; TriMtne, SeUmate&m *a anerkannt biiHgaten Proben