Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 58 (22.7.1927)
- Date
- 1927-07-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 0,30 Qoldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekeatraße 10. Erscheint jaden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, rierteljlhrlich 5,25 Goldmark. Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau Berlin W15, Meinekestr.10 Telephons Bismarck 7165 - 70. Postscheckkontos Berlin Nr. 17 392. Für Oesterreich: Posttparkaiseaamt Wien, Konto Nr. 156 030. Für Tschechoslowakei s Postsparkessenaat Prag, Konto Nr. 59 4101 Für Polen! Pastsparkessenamt Werschau, Konto Nr. 190708. Aoslendsebonnamenta weiden in der Wahrung der einzelnen Linder berechnet Nummer 58 | Berlin» 22. VH. 1927 Telephons Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis: S gespült N'onpareillereile 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Anzeigenschluss Dienstag and Freilag nachmittag 4 Uhr. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ב תמוז- תרפ״ז I xxxa. jahrg. Dar Zionismus •rslrobl für das Jüdische Volk die Schaffung olnor öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte ln PalMstlna. ״Baseler Programm.** 1 Weizmanns Kongreß - Programm Ein Interview über die Aufgaben des XV. Kongresses Dr. Weizmann gewährte am 12. Juni 1927 einem Vertreter des ״Haolam“ ein Interview, in dem er eine Reihe von Ge* danken über den kommenden Kongreß entwickelte. Der wesentliehe Inhalt des Gespräches sei nachstehend wiedergegeben: ״Wie denken Sie über die Stellung der Exekutive auf dem kommenden Kongreß?“ ״Die Frage ist etwas allgemein formuliert. Wenn Sie meinen, auf welche Leistungen die Exekutive hinweisen kann, so glaube ich, wir haben auf vielen Gebieten Fortschritte erzielt.“ ״Wie beurteilen Sie die politische Lage?“ ״Wir haben das Ziel noch nicht erreicht, aber w.r sind ihm näher gekommen. Ich weiß, daß manche Freunde und Gegner glauben, man könne die Festung im Sturm nehmen. Ich glaube, ich weiß einiges über die politische Welt, mit der wir es zu tun haben, und halte daran fest, daß uns nur eine ruhige, unaufdringliche, aber stetige, bestimmte und unermüdlich vorwärts* siebende Politik nützen kann und wird.“ ״Wenn Sie vom ,Ziel unserer Politik' sprechen, was ist darunter verstanden?“ ״Ich rede nicht von der fernen Zukunft. Als das unmittclbare praktische Ziel unserer Bemühungen betrachte ich die Beeinfiussung der Mandatarmacht in dem Sinne, daß sie unser Aufbauwerk in steigendem Maße aktiv unterstützt und fördert. Dies und nichts anderes war von jeher der Sinn unserer politischen Bemühungen und wird, cs weiter bleiben. Gerade in den letzten beiden Jahren hat ׳ die Mandatamacht mehrfach .Beweise ihres guten Willens und , Hott Beeinflußbarkeit gegeben. Lassen Sie mich einige : Me Zollpolitik der Regierung ist ln der letzten Zeitint Sinne unserer Wünsche,geändert vor• *יי‘ Z;״u. »rf v׳.*:־i<» ::> nvf d> meisten 1!!ir ie'Ätifin,' aind *j|p6Söli#l‘ *ftffclil,» * Unsete Bemühungen um׳ Erlangung wichtiger Staatskonze!sionen waren erfolgreich. Mit dem Programm einer Arbeiterechutzgesdzgebung'für Palästina ist ein verheißungsvoller Anfang gemacht worden. Jeder Arbeiter erhält nach dem gegen Ende 1926 erlassenen Gesetz eine Entschädigung für Betriebsunfälle. Der Beitrag der Regierung für das Schulbudget der Zionistisehen Organisation ist von £ 2500 auf rund £ 10 WO erhöht worden, wozu noch ein kleinerer Betrag an Subventionen für andere jüdische Schulen kommt. Es besteht gute Aussicht, daß der Beitrag der Regierung für das Jahr 1927/28 wieder beträchtlich gesteigert werden wird. Auch zur Erleichterung unserer sanitären Arbeit hat die Regierung einiges getan. Die Regierung hat die Beaufsichtigung der sanitären Maßnahmen in den Kolonien übernommen und jüdische Sanitätsinspektoren eingestellt. Sie hat jetzt im Prinzip zugestimmt, sich an der Erhaltung des Hadassahhospitals in Tel-Awiw zu beteiligen. Zur Erleichterung der Arbeitslosigkeit hat die Regierung eine Anzahl öffentlicher Arbeiten ausgeführt und dabei jüdische Arbeiter beschäftigt, und ich glaube, man wird auf diesem Gebiete noch weitere Erfolge erzielen können. Die Regierung ist der Stadtverwaltung von Tel-Awiw durch beträchtliche Geldvor- Schüsse zu Hilfe gekommen und hat die Kosten der Polizei, die bisher von der Stadtverwaltung getragen wurden, großenteils übernommen. Schließlich hat die Exekutive in verschiedenen Verordnungen und Gesetzen durch ihr Eingreifen administrative Verbesserungen erzielen können. Und um einen oft diskutierten Punkt zu berühren: In der Frage der Staatsländereien ist zwischen den Beisanböden und anderen Staatsdomänen zu unterscheiden. Die Beisanfrage ist noch unentschieden, doch erwarten wir gewisse Konzessionen. Bezüglich der anderen Böden ist die Haltung der Regierung günstig. Ich wiederhole noch einmal: Die Fortschritte sind keine großen und in manchen Fällen nur eine Wiedergutmachung früherer Unterlassungen! Aber dennoch: Wir sind vorwärts gekommen.“ ״Wie ist speziell die Haltung der LondonerZentralregierung?“ ״Ebenfalls günstiger als zuvor. Die Regierung hat in letzter Zeit sichtliche Beweise des Interesses speziell auch für die finanzielle Lage der Bewegung gegeben. Ich glaube durchaus, daß es gelingen wird, dieses Interesse der Regierung!nirgendeiner Form unseren finanziellen Aktionen nutzbar zu machen. Ich habe für diese Annahme gute Gründe.“ ״Man verlangt, daß die Exekutive die öffentliche Meinung zugunsten der zionis tischen׳ Sa che mobilisi ert,“ ״Ein sehr berechtigtes Verlangen und eine Politik, die, mit Takt und Vorsicht durchgeführt, nur Nutzen bringen kann, eine Politik, die wir auch stets verfolgt haben. Sie wissen, daß sich in England ein Parlamentarisches Palästina- Komitee gebildet hat, daß in Frankreich die Gesellschaft ,France-Palestine' sich sehr verheißungsvoll entwickelt hat, und daß in Deutschland ein einflußreiches ,Pro- Palestina-Komitee‘ geschaffen Worden ist. ln Italien sind die Vorbereitungsarbeiten für eine ähnliche Gründung weit gediehen, Pläne dieser Art bestehen auch für einige andere Länder. Um die Stärkung unserer Position beim Völkerbund ist Dr. Jacobson ständig bemüht. Er hat ausgezeichnete und offiziell anerkannte Beziehungen zum Sekretariat des Völkerbundes, zum Internationalen Arbeitsbüro und zum Intemationalen Büro für geistige Zusammenarbeit geschaffen. Gute Dienste leistet dabei das von unserem Genfer Büro herausgegebene Nachrichten-Bulletin. Die südafrikanische Regierung hat Herrn Sokolow eine vom Kabinett gebilligte Sympathieerklärungfürdie zionistischen Bestrebungen übergeben. Ich selbst hatte Gelegenheit, die amerikanische, italienische, französische und deutsche Regierung eingehend über unsere Arbeit zu informieren. Ich will noch erwähnen, daß wir systematisch nichtjüdische Freunde unserer Sache an unsere Arbeit herangezogen haben. Ich brauche nur neben anderen die Namen von Sir Wyndham Deedes, Colonel Wedgwood, Commander Kenworthy und des Freiherra v. Schoenaich zu erwähnen. Aber genug von Politik. Vielleicht haben Sie noch einige andere Fragen. Ich wollte nur zeigen, daß wir neben Rückschlagen — ich denke z. B. an die Gendarmeriefrage ■לauf wesentliche Fortschritte hinzuweisen haben.“ ״Gestatten Sie uns noch eine Frage zum Thema ,Politik‘. Sehen Sie nach alledem in der revisionistischen Propaganda eine Gefahr?“ ״Ja! Nicht nur wegen ihrer außenpolitischen Wirkung, sondern vor allem wegen ihres demoralisierenden Einflusses auf die Bewegung selbst. Ich habe mich stets bemüht, von 'der Mandatarmacht aktive Aufbauhiife zu erlangen, aber ich wollte nie im jüdischen Volke die Vorstellung Wurzel fassen lassen, daß wir auf diese Hilfe angewiesen und von ihr abhängig sind. .Man hat oft mein Wort kritisiert: ,Jüdisches Volk, was hast Du getan?‘, obschon es schließlich das A und O unserer Keren Hajessod-Propagatida ״Jit Aber unhaltbarist jedenfalls die billige Tröstung: Jüdisches Voll״ Du hart g! Trug jfr(1,׳..״ aiileämpfen, daß mit! dem Volke sägt: ,Unsere eigene־׳Kraft reicht nicht aus und ohne verstärkte Hilfe Englands ist'unser Werk in Palästina sinnlos.' Dabei werde ich selbstverständlich mich immer zum Aeußersten für diese verstärkte Aufbauhilfe elnsctzen.“ ״Eine andere Frage: J e wish Agency.“ ״Sie knüpfen mit dieser Frage logisch an .das eben von mir Gesagte an. Ich habe über das Thema Jewish Agency' so oft gesprochen, daß Ich meine Ansichten als bekannt voraussetzen muß. Die Richtung unserer Politik ist eine palästinozentrische. Wir müssen den Aufbau Palästinas in kürzester Zeit im Ausmaß des Möglichen fördern. Dazu benötigen wir alle Kräfte des Volkes, die moralischen und geistigen, deren Wert nic(tt hoch genug angeschlagen werden kann, und die materiellcn. Die Erweiterung der Jewish Agency erscheint mir als das beste Mittel, um bei kapitalkräftigen jüdischen Kreisen, die noch immer außerhalb unserer Reihen stehen, ein mehr als vorübergehendes Interesse zu erzeugen und es ganz allmählich zu intensivieren. Sie müssen mit einer dauernden und verantwortlichen Palästinaaufgabe fest und organisch verknüpft werden. Unsere eigenen Kräfte sind relativ außerordentlich gewachsen, aber wenn wir einmal an ganz großzügige Gründungen gehen, sei es von Banken oder industriellen Gesellschaften irgendwelcher Art, so brauchen wir das große Kapital. Die Dinge liegen bei uns nicht anders, als bei anderen Völkern, wir können darauf nicht verzichten. Jedenfalls muß der Versuch gemacht werden, es zu gewinnen. Ich glaube daran, daß der Versuch gelingen wird. Ich habe den Glauben an die unwiderstehliche Kraft des Palästina-Gedankens, Menschen — früher oder später — in seinen Bann zu ziehen, und ich glaube an die Ueberzeugungskraft der werbenden und freundschaftlichen geistigen Auseinandersetzung. Die Alternative, die von anderer Seite vorgeschlagen wird, die Proklamation des absoluten Kampfes gegen Nichtzionisten, ist nur verständlich, wenn man glaubt, daß es im Grunde auf das Tempo des Palästinaaufbaues nicht entscheidend ankommt — und ich glaube wirklich, das ist die Ansicht mancher Freunde im oppositionellen Lager — und daß man sich allein auf die breiten Massen stützen soll, gleichviel, wielange Zeit die Aufbringung der für den Aufbau Palästinas nötigen Mittel und Energien in Anspruch nehmen wird. Ihnen bedeutet zionistische Arbeit im Galuth alles, und Palästinaaufbau ,zum mindesten beschleunigter Aufbau, relativ wenig. Niemand kann über die Bedeutung der zionistischen Galutharbeit, besonders der Erziehungsarbeit, im Zweifel sein, aber — und das ist die Kehr-?eite — wenn Landespolitik, Landeswahlkämpfe, Gemeindewahl• kämpfe die zionistischen Energien vollständig absorbieren, so bleibt wenig für Erez-Israel übrig. Doch dies nur nebenbei. Die Aufgabe unserer Generation ist das Pa- Iästina-Aufbauwerk, und dazu bedürfen wir der organisterten Hilfe aller Zionisten und der außerhalb unserer Rethen Stehenden. Uebrigens ist sie auch wlchti g zur St ärk un g unserer politischen Stellung, was eigentlich jeder politisch Denkende ohne weiteres verstehen sollte.“ f ״Wann wird diese Hilfe der Nichtzionisten. praktische Fjrückte tragen?“ ״Unsere Aufgabe wird es sein, an den Bericht der Agency- Kommission anzuknüpfen. Dieser Bericht muß zum Ausgangspunkt eines auflange Sicht berechneten Arbeitsplanes und zur Grundlage einer erneuerten, großzügigen Finanzaktion gemacht werden. Denn ich zweifle nicht daran, daß der Bericht unserer Arbeit gerecht werden und neue Zukunftsaspekte eröffnen wird.“ ״Befürchten Sie nicht, daß die Krise 11» Palästina auf die Kommission entmutigend wirken wird?“ ״Durchaus nicht. Je mehr Distanz ein Beobachter zu unserer Arbeit hat, um so deutlicher erkennt er die Größe und den positiven Wert der Leistung. Wir haben heute, nach den Ziffern, wie ich sie im Kopfe habe, in 45 von uns finanzierten Siedlungen etwa 4000 landwirtschaftlich Tätige, und samt Familienangehörigen 8300 Seelen gegen 420 im Jahre 1921. Die Gesamtbevölkerung in unseren Siedlungen beträgt 10400 oder ein Drittel der jüdischen Landbevölkerung Palästinas. Die von den Ansiedlern bebaute Fläche beträgt mehr als 130000 Dunam gegen 17000 im Jahre 1921. Das sind Fortschritte. Wir haben vor allem den Beweis erbracht, daß Landwirtschaft, aufgebaut auf jüdischer Arbeit, möglich ist. Ein großer Teil der Industrie ist von der Krise unberührt geblieben. Niemand, der die Dinge vorurteilsfrei ansieht, kann verkennen, däß die Krise nur die Folge einer Immigration ist, die ohne genügenden Kapitalzufluß erfolgte. Aber die Grundlage unseres Werkes ist unerschüttert. Dazu kommt, daß sich in der P f 1 a n z u n g s- Wirtschaft gesicherte Siedlungs- und Investltionsmöglichkeiten für bemittelte Elemente eröffnet haben, deren kalkulatorische Grundlagen gerade ln den letzten Jahren klarer geworden sind. Und warum vergißt man, daß von unseren Siedlungert im letzten Jahre acht aus der Fürsorge des Keren Hajessod entlassen werden konnten? Ich glaube, daß man in s der zionistischen Oeffentlichkeit die Bedeutung die« Tatsache 'vfSr«l«t‘* ' ׳*׳"״״• '־-־*■׳״.׳"־•'״־• ״Welcher Art werden die neuen großen Finanza k t i 0 n e n sein, deren Grundlage der Bericht der Agency- Kommission bilden soll?“ ״Darüber wird man auf dem Kongreß in einem geeigneten Ausschuß zu sprechen haben. Wir haben in den letzten beiden Jahren von der Kommission zur Prüfung einer Anleihe und von der Londoner Wirtschaftskonferenz manche Vorschläge gehört. Man hat die Gründung einer Landsiedlungsbank diskutiert, es war die Rede von der Ausgestaltung des ICT* zu einem Investment Trust, man könnte an die Wiederaufnahme des seinerzeit im Jahre 1921 von einer von Herbert Samuel geleiteten Kommission gemachten Vorschlages einer großen Bank denken, die als Mantelgesellschaft unsere verschiedenen Institutionen, die Banken, die Hypothekenbank, die zu gründende Industriebank, Pflanzungsgesellschaften'mit Kapital versorgt und die unsere Fonds für produktive Arbeiten bevorschussen könnte. Vielleicht ist die Zeit für ein solches Projekt jetzt reif. Me Einzelheiten müssen noch erwogen werden. Aber zwei Dinge sind mir klar: erstens, daß wir bald einen großen finanzpolitisehen Vorstoß unternehmen müssen, und zweitens, daß wir hierzu die Mitwirkung kapitalkräftiger Kreise brauchen.“ ״Stehen solche Pläne nicht im Widerspruch mit dem in letzter Zeit soviel erörterten Konsolidierungsprogramm?“ ״Keineswegs, ich unterstütze dieses Programm durchaus. Das Konsolidierungsprogramm fordert doch nicht, daß wir nicht alles versuchen sollten, um neue Geldquellen zu erschließen. Uebrigens kostet auch die Konsolidierung, d. h. die Versorgung unserer Institutionen mit vergrößertem Kapital und der Ausbau der bestehenden Siedlungen bis zum Stadium der Ertragsreife und Rentabilität, Geld, sogar viel Geld. Ich glaube, daß diese Konsolidierung mit allen Mitteln zu fördern ist. Wir müssen schnell zu diesem Zeitpunkt gelangen, wo wir nicht auf acht, sondern auf 45 selbständige Siedlungspunkte hinweisen können. Unsere Arbeit muß sich durch ihren Erfolg selber rechtfertigen. Der Erfolg ist die beste Grundlage der Propaganda; Erfolg schafft auch Kredit. Aber auch die Konsolidierung muß beschleunigt werden. Bei der ungünstigen Lage unserer Finanzen ist gar nicht abzusehen, wann sie durchgeführt sein kann, wenn nicht neben dem Keren Hajessod neue Geldquellen erschlossen werden, und zwar mögliehst solche, die den Keren Hajessod weder belasten noch auch seine Propaganda stören. Wenn keine neuen Finanzierungsmöglichkeitcn gefunden würden, müßten wir uns auf die Ordnung unserer krisenhaften Finanzen und die Konsolidierung des Bestehenden, in einem ziemlich langsamen Tempo, beschränken. Nachdem der 14. Kongreß — gegen meine Warnungen — plötzlieh das Palästinabudget von £ 370000 im Jahre 5685 (1924/25) auf £ 600000 im Jahre 5686 (1925/26) erhöht hat, sind wir aus der Unterbilanz-Wirtschaft nicht herausgekommen. Die verschiedenen Finanzverpflichtungen haben jetzt eine Grenze erreicht, die zum Haltmachen zwingt. Wir müssen zunächst wieder in Ordnung kommen, d. h. yrtr müssen sehen, daß wir im nächsten Jahre Einnahmen und Ausgaben absolut balancieren und möglichst noch die Verschuldung beseitigen oder zum mindesten sehr stark verringern. Und solange weder dies geschehen ist noch auch neue Finanzquellen erschlossen sind, muß, eine