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Jüdische Rundschau · 1927-06-28 · Heft 51 (28.6.1927) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 51 (28.6.1927)
Date
1927-06-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Einzelnummer 0£5 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. AuftUndnahonnenieots werden in der Wihrung der einzelnen Linder berechnet Anzeigen-Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Telephon: Bismarck 7165-70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Für Oesterreich! Postspark&ssenamt Wien. Konto Nr. 156 030. Für Tschechoslowakei! Poatsparkassenamt Prag, Konto Nr. 59 410. Für Poleos Postiparkasaeoamt Warschau. Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 51 | Berlin, 28. VI. 1927 Auetgeapreief 8 gespeltNonp« eiü«**fle 0J0 G.-M SteDengemche 0,25 G.-M. Anrelgenechlnß: D! enita g und Freitag nachmittag < Uhr. פ׳ח סיון׳ תרס״ז | xxxn. Jahrg. Der Zionismus erstrebt »Br das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Helmstitte ln Palästina. ״Baseler Programm." Was fördert den Antisemitismus? Die ״Weit am Montag‘• hat vor einer Woche in einer kurzen Notiz auf den bekannten Artikel des Herrn Mecklenburg in der ״Frankfurter Zeitung“ Bezug genommen. Nun finden wir in der dieswöchentlichen ״Welt am Montag“ folgende interessante Aeußerung des Herrn Dr. Freiherr von Schoenaich unter der Ueberschrift ״Zionismus, Antisemitismus und Judentum“, die wir vollinhaltlich zitieren, da es höchst bemerkenswert ist, wie sich ein Christlieber Beobachter, der die betreffenden Kreise genau kennt, zu der von jüdisch-assimilatorischer Seite unausgesetzt ,m Kampf gegen den Zionismus aufgestellten Behauptung, der Zionismus liefere dein Antisemitismus Waffen, stellt. Herr von Schoenaich schreibt: Auf Grund eines Artikels von Georg Mecklenburg in Nr. 423 der ״Frankfurter Zeitung“ ist die Ansicht ausgesprochen worden, der Zionismus drücke dem Antisemitismus die brauchbarsten geistigen Waffen in die Hand. Ich habe in meinem Palästinabuch das Für und Wider des Zionismus eingehend beleuchtet, und will diese Fragen hier nicht von neuem auf rollen. Ich habe viele Freunde unter den Zionisten und unter den jüdischen Gegnern des Zionismus. Ich habe vor dem Kriege in meinem Kreise, und seit ich politisch tätig bin, in der QeffentlichJceit gegen die Kulturschande des Antisemitismus gekämpft, glaube mich daher berechtigt, in dieser Frage unparteiisch das Wort zu ergreifen. Man glaube doch nur nicht, daß der Zionismus irgendwie den Antisemitismus beeinflußt. Die Drahtzieher des Antisemitismus sind brutale Burschen, die vor keiner Lüge und Verleumdung zurückschrecken. Sie werden nur geleitet von dem Wunsch, Unfrieden zu stiften, und die Wut der Volksmassen abzulenken von ihren eigenen sozialen Sünden. Ihnen ist es ganz gleichgültig, ob in Palästina ein Judenstaat, ein Araberstaat oder ein gemischt jüdischarabischer Staat besteht Ihr Kampfruf, alle Juden sollten nach Palästina auswandern, erschallte schon, als von einem Palästinastaat noch gar keine Rede war. Diese Forderung ist so unsinnig, daß ernsthafte Menschen darüber gar nicht zu reden brauchen. Palästina kann in absehbarer Zeit höchstens auf der Erde. ' Ich glaube, daß manche Juden den antisemitischen Hetzern gegenüber einen ähnlichen Fehler machen, wie manche Pazifisten den Nationalisten gegenüber. Wenn solch ein natio¬ Dfe Kundgebung des Pro-Palästina-Komilees Weizmann in Berlin Gestern, am 27. d. M-, fand im Saal des ehemaligen preußischen Herrenhauses eine große Kundgebung des Pro-Palästina-Komitees statt. Saal und Galerie waren überfüllt. Da die Veranstaltung nach Schluß unseres Blattes vor sich ging, kann der ausführliehe Bericht erst in der nächsten Nummer der ״Jüdi* sehen Rundschau“ erscheinen. Die Versammlung wurde eröffnet durch eine Ansprache des Vorsitzenden des Komitees, Graf Bernstorff,• der die Ziele und das Programm des Komitees darlegte. Geheimrat Professor Sellin hielt einen Nachruf für das verstorbene Mitglied des Präsidiums Professor Greßmann. Hierauf sprachen Kultusminister Dr. Becker und Rabb. Dr. Baeck. Frau Katharina von Kardorf f-O heimb würdigte die Persönlichkeit Dr. Weizmanns. Schließlich nahm Dr. Weizmann das Wort, um in längerer Rede die politischen und geistigen Grundgedanken des Zionismus zu entwickeln. Der Veranstaltung sind eine ganze Reihe von B e - grüßungsschreiben zugegangen, darunter auch ein Schreiben des Reichskanzlers. Einen ausführliehen Brief sandte der Präsident des französischen Comites ״France-Palestine“, Exminister Justin Godart. In dem Briefe wird auf die Gemeinsamkeit der Ziele beider Komitees hingewiesen und die Völkerverbindende Wirkung des Palästinagedankens betont. * Dr. Weizmann ist Montag, am 27. Juni, nachmittags in Berlin eingetroffen. Montag Abend nahm er an der Kundgebung des Pro Palästina-Komitees teil. Dienstag, am 28. d. Mts. gibt der Dezernent für Orient-Angelegenheiten im Auswärtigen Amt, Freiherr von Riclithofen, der bekanntlieh Mitglied des Präsidiums des Pro Palästina-Komitees ist und kürzlich Palästina besuchte, ein Frühstück zu Ehren Dr. Weizmanns. Dienstag Abend Ist Dr. Weizmann Gast Direktor Oskar Wassermanns. Mittwoch, den 29. d. Mts., spricht Dr. Weizmann in einer öffentlichen zionistischen Versammlung im Lehrervereinshaus, Alexanderplatz. Der Abend wird durch eine Ansprache des Präsidenten der Zionistischen Vercinigung für Deutschland, Kurt Blumenfeld, eingeleitet. Dr. Weizmann wird während seines Aufenthalts in Berlin noch an einer Reihe privater Veranstaltungen teilnehmen und Gelegenheit zur Rücksprache mit Persönlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens haben. nalistischer Schwätzer sagt: ״Ihr seid ja nicht national“, dann klappen die Herren zusammen und sagen: ״Verzeihen Sie vielmals, aber wir sind ,auch‘ national“. Die Auchnationalen und Auchwehrhaften machen auf diese Leute gar keinen Eindruck. Sie fürchten nur die brutalsten Gegenschläge. Ich empfehle meinen jüdischen Freunden immer, den antisemitischen Hetzaposteln gegenüber den Spieß umzudrehen, und zu sagen: wir sind viel bessere Deutsche als Ihr, denn Unsere Arbeit nützt dem deutschen Vaterlande, und Euer blödsinniges Geschwätz vom Rachekrieg schadet ihm ganz unsagbar. Außerdem: unsere Propheten Jcsaia, Jeremia, Arnos und Hosea stehen in sittlicher Hinsicht turmhoch über Eurem Wotan. Damit werden die Juden, deren gutes Deutschtum kein vernünftiger Mensch anzweifelt, viel weiterkommen, als wenn sie ganz unvernünftigen Leuten gegenüber ihr Deutschtum immer von neuem betonen. Wenn den Antisemiten aber überhaupt mit sachlichen Einwendungen beizukommen wäre, dann höchstens mit dem Einwande: Seht mal, das haben wir im Aufbau eines neuen Pali stinastaates geleistet, das macht uns erst einmal nach! Wenn das Palästinawerk, in dem gerade für den Pazlfizmus ungeheure sittliche Werte stecken, mißlingen sollte, was ich nicht hoffe und nicht glaube, dann würden die Antisemiten erst recht Oberwasser bekommen. Dann würden sie sagen: Seht, wir haben es ja immer gesagt, Ihr Juden habt nur staatszerstörende, aber keine staatsaufbauende Fähigkeiten. Hier hattet Ihr Gelegenheit, zu zeigen, was Ihr könnt, und da versagt Ihr. Einen vollgültigen Beweis dafür, wie der Zionismus auf den Antisemitismus und die Stellung der Juden in Deutschland wirken wird, kann weder Herr Mecklenburg noch ich erbringen. Wir sind, als wir uns in diesem Winter darüber unterhielten, auch zn keinem Ergebnis gekommen. Ich kann heute aber auf Grund einer langen praktischen Erfahrung in öffentlichen Vorträgen über das Palästina werk sagen, daß ich den Eindruck gewonnen habe, dafi die Förderang dies•■ Werke• den Antisemiten nickt nur keine Bcken Waffen, die •le besitzen, an■ der sdunvtzlgen Pfote scklBgt. , Dr. h.-c. Freiherr v. Schoenaich, Generalmajor a. D. Col. Symes In Tel-Awiw (Programmatische Erklärungen über die Wirtschaftspolitik.) Der stellvertretende High Commissioner von Palästina, Col. Symes, hat, wie schon kurz gemeldet, am 12. und 13. Juni Tel-Awiw einen Besuch abgestattet und dort eine Reihe von Institutionen und Unternehmungen besichtigt, lieber den Besuch im Arbeiterheim in Tel-Awiw berichtet der ״Dawar“ u. a.: Nach einer Schilderung des Standes der Arbeit und der verschiedenen Bemühungen zur Linderung der Arbeitslosigkeit durch Feinstein erwiderte Col. Symes u. a.: Die Juden haben in letzter Zeit viel Arbeit und Kapital ins Land hineingesteckt, ohne daß aber der Ertrag dementsprechend gewesen wäre. Dies ist der Grund der Krise. Es müssen jetzt neue Mittel ergriffen werden. In gewissen Grenzen tun es die Zionistische Exekutive und auch andere Kreise. Die Regierung könne nicht nur für den Augenblick arbeiten, sondern müsse die allgemeine Lage berücksichtigen. Ihre Aufgabe ist es, grundlegende Reformen durchzuführen, Wege und Häfen auszubauen und durch ein Steuer- und Zollsystem der Landwirtschaft und Industriezuhelfen. Er hoffe, daß im Laufe einiger Jahre diese Reformen die wirtschaftlichen Bedingungen des Landes bedeutend verbessern werden. Die Regierung stehe vor der Frage, ob sie ihre nur begrenzten Mittel für nicht planmäßige Zwecke ausgeben und so die Verwirklichung des grundlegenden konstruktiven Programms beeinträchtigen dürfe. Die Regierung müsse auch auf Wahrung ihres Kredites bedacht sein. Auch die Stadtgemeinden dürften dies nicht vergessen. Die Stellungnahme der Regierung zur Arbeitslosigkeit sei nicht die Folge einer Verkennung, sondern eines Sichrechenschaftablegens und Sorgens für die Zukunft. Der ״Haaretz“ macht noch nähere Mitteilungen über den Besuch von Col. Symes bei der Stadtgemeinde von Tel-Awiw und der von Jaffa, wie auch in den verschiedenen Fabriken, so in der Kunstzahnfabrik־ von Blum, der ״Lodzia“, der Schokoladenfabrik Lieber, der Weberei von Karasso und Rotlevy, Maspero usw. Auf den Hinweis von Schenkar, daß das Zollabkommen zwischen Palästina und Syrien, das demnächst unterschrieben werden soll, dadurch, daß Waren, die auswärtige Roh- Stoffe in Höhe von 30°/o und mehr enthalten, mit Zoll belegt werden, geeignet sei, jeden Textilexport Palästinas nach Syrien zu unterbinden, forderte Col, Symes die Vertreter der Textilbranche auf, mit dem Leiter des Zoll- und Handelsdepartements Rücksprache zu nehmen und sagte zu, diese Frage im Auge! zu behalten. (Ziko.) Wahlen znm XV. Kongreß Die Bekanntmachung Aber die Wahlen in Deutschland befindet sich ln der heutigen Nummer der ״Jiid. Rundschau״ Polen vor dem Kongreß Die Schekelaktion - Zionistische Beratungen - Vor der Konferenz der Allgemeinen Zionisten — Auftakt zu den Kongre^wahten Von unserem Korrespondenten. ~g. Warschau, 23. Juni 1927. Die Vorkongreßstirnmung beginnt min langsam auch das zionistische Leben in Polen zu beherrschen. Die Schekelaktton, welche in den nächsten Tagen schon abgeschlossen wird, fiel leider in sehr vielen Städten Kongreß- und Kleinpolens mit Stadtratswahlen zusammen, und dieser Umstand fiat auch dazu beigetragen, dafi die bisher erzielten Resultate unbefriedigend sind. Allerdings hätten die Zionisten überall das lebhaftere politische Interesse der jüdischen Volksmassen für die zionistisehe Propaganda ausnutzen können. Dies geschah aber, ebenso wie in Warschau, nur in den seltensten Fällen. Die Gründe hierfür, welche wir anläßlich der Warschauer Stadtratswahlen an dieser Stelle besprachen, gelten auch im großen und ganzen für die Provinz. Das Ergebnis ist auch fast überall dasselbe, ln Lublin z. B. erhielt der jüdisch-nationale Block 4600 Stimmen und 4 Mandate, der ״Bund“ 7400 Stimmen und 7 Mandato. In Wilna hat der jüdisch-nationale Block (mit den Folkiston-Demokraten) schon besser abgesclinitten. Es stimmten für den Block 10 500 Wähler (9 Mandate), für den ״Bund“ 3500 Wähler (3 Mandate). Bei dieser Gelegenheit ist es intcressant zu verzeichnen, daß in ganz Kongreßpolen zwischen dem ״Bund“ und der Poale Zion-Linken ein heftiger Kampf entbrannt ist, daß man sogar vor Revolver und Messer nicht zurückschreckte. Dabei leiden die Interessen des jüdischen Proletariats, da diese Kämpfe zum Verlust wichtiger jüdischer Arbeiter- Positionen führen. Es wäre aber ein Irrtum, die Mängel der Schekelaktion in Polen auf die Gleichzeitigkeit mit anderen politischen Arbeiten zurückzuführen. Die Fehler und Versäumnisse der letzten Jahre, die wir oft ausführlich hier behandelt haben, rächen sich nun bitter. Neben den objektiven Umständen, die mit der Zurück- Wanderung in Zusammenhang stehen, kommt da in erster Linie die Vernachlässigung der Organisation und der durchgreifenden zionistischen Erziehung in Betracht. Wo keine Organisation, wo kein Verständnis für. innerzionistische Aufgaben vorhanden kejis eaerglfche ,SdleWakfloi. ttatohgeführt weiden. Die Aufraffung fast fm fetzte» Augenblick״ rettete, was noch zu retten war, aber Erfolge konnten schon keine herbeigeführt werden. Der beste Wille der zionistischen Zentralbehörden half da ganz wenig. Dies gilt in erster Linie für Kongreßpolen, denn in Galizien (insbesondere in Westgalizien) hat man auf organisatorischem Gebiet sehr viel geleistet, und das Ergebnis war auch entsprechend besser. Es fehlen zurzeit noch genaue Meldungen aus der Provinz, und es ist nicht ausgeschlossen, daß die Exekutive, den Umständen Rechnung tragend, den Termin für den Abschluß der Schekelaktion verlängert*). Nach vorläufigen Berechnungen sind bis nun in ganz Polen (zusammen mit dem vor-, jährigen sehr wenigen) gegen 75000 Sche-kalim gezahlt worden, das ergibt also für ganz Polen 25 Mandate. Davon entfällt wahrscheinlich ein Drittel auf Westgalizien allein, das Verhältnismäßig das schwächste jüdische Bevölkerungsgebiet darstellt, aber die strammste zionistische Organisation besitzt. Wir unterstreichen, daß die oben angeführten Zahlen noch nicht endgültig sind. Sollte die Frist verlängert werden, werden wahrscheinlich noch 10—15 000 Schekalim hinzukommen. Sämtliche zionistischen Föderationen nehmen Anteil an der Schekelpropaganda, am schwächsten der ״Misrachi“, welcher erst in den letzten Tagen nach einer Beratung der misrachistisehen Vertrauensmänner in Warschau mit Energie einsetzte, und die ״Poale Zion“. Die Diskussion der Kongreßprobleme ist bis nun noch sehr schwach. Die zionistische Presse widmet den Kongreßfragen wenig Raum und begnügt sich vorläufig mit Registrierung der ausländischen zionistischen Stimmen. Wohl hatte man im Zusammenhang mit der letzten Aktions-Comite-Sitzung manche Probleme erörtert. Es fandet! Beratungen und Zusammenkünfte fast sämtlicher zionistischen Föderationen statt. Auf der Rückreise nach Palästina hielten sich einige Tage in Warschau, Lernberg, Krakau und Lodz die A.-C.-Mitglieder der Hitachduth Kaplan, Katzenelson und Twerski auf. Parteiräte der Hitachduth in diesen Gebieten besprachen eingehend die gegenwärtige Lage. Aus den Referaten und gefaßten Resolutionen ist zu entnehmen, daß die Hitachduth im Einklang mit dem Hapoel Hazai'r in Palästina auf dem Kongreß energisch die bisherige Stellung und Leistung der Arbeiterschaft verteidigen wird, ohne sich darum vernünftigen und leidenschaftslosen Vorschlägen wirtschaftlicher und organisationeller Reform entgegenzustellen. In Warschau fand ferner eine Landeskonferenz der ״Zcire Misrachi“ mit Beteiligung Rabb. Fischmans und Dr. Landaus aus Palästina statt. Die Fragen der misrachistisehen Jugend- und Hechaiuzbewegung wurden hier allseitig besprochen und dabei ein Bericht über die Lage im Weltmisrachi erstattet. Seitens der Poale Zion weilte in Warschau Berl Locker, welcher mehrere Parteibesprechungen abhielt. Die Führer der Allgemeinen Zionisten begnügten sich mit Berichten auf kleineren Zusammenkünften, so u. a. bei den Kreiskonferenzen in Lodz und in Rcwno, da ihrerseits sämtliche Fragen bei der am 3. Juli zusammentretenden allgemeinzionistischen Konferenz Kongreßpolens aufgerollt werden. Am 26. d. Mts. fanden die Delegiertenwahlen zu dieser mehrmals vertagten und jetzt an der Schwelle der Kongreßvvahlaktion zusammentretenden Konferenz statt. Es kämpfen wie bis nun zwei Gruppen innerhalb dieses Teiles *) Ist inzwischen geschehen. — A. d. R.

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