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Jüdische Rundschau · 1927-05-25 · Heft 41-42 (25.5.1927) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 41-42 (25.5.1927)
Date
1927-05-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 268 JÜEUISCHE RÜNÖSCH'ÄÜ Nr. 41/42 Nr. 41/4 .Wenn man versucht, so objektiv wie möglich die Frage aulzuwerfen: ist es sachlich berechtigt, daß eine Organisation wie die Hadassah mit ihrer Spezialaufgabe — ärztliche Hilfeleistung — versucht, sich von der Organisation unabhängig zu machen, dann muß man nach ruhiger Prüfung zu einem entschiedenen Nein kommen. Denn Palästina verfügt gerade überall auch im Auslande einen entsprechenden Klang haben. Sicher ist jedenfalls, daß auf diesem Gebiete unsere amerikanlschen Gesinnungsgenossen bisher nicht in der Lage gewesen sind, was doch sehr begrüßenswert gewesen wäre, entsprechende Kräfte hierher zu entsenden. Mit der Verneinung jener Frage aber bleibt nur übrig festzustellen, daß die amerikanische Hadassah-Organisation sich bemüht, die Verpflichtungen der Philadelphiaer Konferenz rückgängig zu machen und mit allen Kräften dem entgegenstrebt, mit den übrigen nationalen institutionen unter gemeinsamer Verantwortung mitzuarbeiten. Darin aber besteht die exquisite Gefahr, welcher entgegengewirkt werden muß. Die allgemeine Entwicklung geht sichtbar dahin, daß das Dirigieren in praktischen Angelegenheiten Palästinas vom grünen Tisch her außerhalb des Landes unmöglich ist, zu schiefen Beurteilungen und ungerechtfertigten Maßnahmen führen muß und dadurch zu einer Verschwendung von Zeit und Geld. Deshalb wird es immer mehr im Sinne einer rationellen Behandlung palästinensischer Fragen liegen, in Palästina selbst mit im Lande bewährten und erfahrenen Kräften zu arbeiten. Deshalb bedeuten die Vorschläge, welche die H. D. M. durch ihre Kommission überbracht hat und welche sie überdies durch eine besondere beigefügte Erklärung noch zugespitzt hat, einen Anachronismus bedauerlicher A r t. Die Folgen selbst für die Hadassah wären außerordentlich betrübend und nachteilig. Die Hadassah würde sich aus einem * nationalen Institut zu einem philanthropischen entwickeln, welches mit Recht eben wegen dieser Entwicklung dem Mißtrauen upseres an sich schwachen, aber um so empfindlicheren jischuw begegnen würde. Die Wirkung auf das Publikum und die Aerzteschaft wäre leicht zu übersehen. Auf der anderen Seite würde durch die Separation der Hadassah die Zionistische Or- . . . ja Assanierung neugewonnener Böden, Seuchenbekämpfung, Krankenversicherung, Schulhygiene und Vertretung gegenüber der Regierung würde von ihrer Verpflichtung als Jewish Agency nicht zu trennen sein. Damit aber hätten wir wiederum mehrere Institutionen mit ähnlichem Aufgabenkreis innerhalb der jüdischen Gemeinschaft, die an sich schon unter Ueberorganisation zu leiden hat. Aus all diesen Gründen muß die zionistische Oeffentlichkeil und insbesondere die zionistisch-amerikanisch« Oeffentlich* keit darüber informiert werden, welche Gefahren die derzeitig« Politik der Hadassah in sich birgt: sowohl auf dem Spezialgebiet der sanitären Organisation als auch auf allgemein zionistischen. Die Hoffnung sollte nicht vergebens sein, daß bei klarer Erkenntnis dieser anderen Krise die zionistische Oe* sinnung aller Beteiligten doch führen muß zu einer Zusammenfassung aller gleichitrebeaden Kiffte. Brief am Palästina Die Notstandsarbeiten. Munlzipalltätswahlen. — Oeffent* liehe Unsicherheit. Von unserem Korrespondenten. AG, Tel-Awiw, 11. Mai 1927. Es ist bekannt, daß jetzt der Versuch gemacht werden soll, die Arbeitslosenunterstützung in mehreren Zentren des Landes durch öffentliche Arbeiten zu ersetzen, die wenigstens einen Teil der Unterstützung überflüssig machen sollen. Es scheint jedoch, als wäre es sehr schwer, das Beispiel Jerusalems, wo diese Neuordnung durchgeführt ist, nachzuahmen. In Haifa ist man in der letzten Woche keinen Schritt vorwärtsgekommen. Die Arbeiten, die die Regierung dort in die Wege leiten wollte, bedürfen nach den letzten Nachrichten einer Bestätigung der Zentralregierung in London. Diese Verhandlung mit London kann — wie wir es in Palästina schon oft erlebt haben — Monate in Anspruch nehmen. Die Arbeiten der Exekutive hängen von einer Reihe finanzieller Kombinationen ab, die nach den Be- Schlüssen der Exekutive in London jetzt ausgeführt werden sollen. Und auch hier kann es leicht geschehen, daß sich aus technischen Gründen ein Aufschub um einige Wochen ergibt. Besonders, wo die Mitglieder der Exekutive fast ausnanmslos nicht im Lande sind/ Unter diesen Umständen ist es leicht möglich, daß der Haifaer Arbeiterrat, unfähig, die Situation unter diesen Umständen weiter zu beherrschen, die Auszahlung der Unterstützung — wenn es eben doch noch für einige Wochen bei der Unterstützung bleibt — an die Exekutive übergibt, wie er es bereits zweimal beschlossen und bis jetzt aufgeschoben hat. Dieser Akt wird sich in Haifa, wenn nichts dazwischen kommt, in Ruhe vollziehen, da die Exekutive Zeit hat, sich darauf vorzubereiten und der Haifaer Arbeiterrat ihr alle nötigen Listen A.-C. und nnanzinstUnte Zam Bericht tiber die Sitzung des A.-C. ist bocIi naehzutragen: Im Aufträge der Kommission für die Finanzinstitute unterbreitete Dr.־Rufeisen dem A.-C. folgende Resolutionen, die der Exekutive zur Begutachtung überwiesen wurden: 4׳• Das Aj>C, warnt zur Kenntnis, daß die Kommission aut :MttKrWkF m ■ ■1a#*'iK1twiidlf«hilf d«|r4־«*’ f».L,׳ttC. £ 22000 'flüssige׳ Mittel tw Verfügung gestellt weide«. 2. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, den Beschluß des letzte« Kongresses, das Aktienkapital der P. L. D. C. zu verdoppeln, ehestens zu verwirklichen. 3. Das A.-C. nimmt zur Kenntnis, daß es die Kommission für notwendig hält, dem S o 1 e I B o n e h auf das übernommene Defizit des Atisrad Laawadoth Ziburioth den von der Exekutive »gesagten, von der Histadruth im Sinne der vereinbarten Bedingungen zurückzuzahlenden Betrag von £E 10 000 in kürzester Frist flüssig zu machen und die als Aktivum in der Bilanz des Solei Boneh erscheinenden £E 6000 Nominale Obligationen der Mortgage Bank durch flüssige Geldmittel zu ersetze». 4. Die Flüssigmachung dieser Beträge 1 und 3 ist an die Bedingung geknüpft daß durch diese Beträge die Fortführung der Geschäfte dieser Institutionen gesichert ist. 5. Das A,־C. legt der Exekutive nahe, die Frage zu prüfen, welche Mittel notwendig sind, um den weiteren Bestand und die Stärkung der finanziellen Mittel des Solei Boneh zu sichern und dem Kongreß hierüber Bericht zu erstatten. 6. Das A.-C. nimmt die Bemühung« zur Kenntnis, durch planmäßige Aufbringung von Mitteln für die Zion Commonwealth zu ermöglichen, daß die Forderungen anderer Institutionen an die Zion Commonwealth abgestattet werden, und gibt der Erwartung Ausdruck, daß es d« verantwortlichen Führern der amerikanischen Zionisten gelingen wird, diese Aktion durchzuführen, ohne daß andere als private Mittel hierfür in Anspruch genommen werden. 7. Das A.-C. legt der Exekutive nahe, den Finanz-uno Wirtschaftsrat zu aktivier«, damit der festgestellte Mangel an Kontakt und Koordination zwischen den verschiedenen Institutionen unserer Organisation beseitigt werde. 8. Das Memorandum des Dr. Rufeisen über Kreditamortisation durch Versicherungsverträge wird der Exekutive und dem Finanz- und Wirtschaftsrat zur Behandlung überwiesen. Zur Juni-Tapng der Mandats-Kommission Die Zionistische Exekutive hat wie jedes Jahr auch diesmal ein Memorandum über die Entwicklung des Jüdischen Nationalheims in Palästina im Verlauf des Jahres 1926 abgefaßt. Das Memorandum wurde der Palästina - Regierung zwecks Uebermittlung an den Generalsekretär des Völkerbundes übergeben. Der Generalsekretär wird es an die Mandatskommission des Völkerbundes weiterleiten, die sich damit in ihrer Ende Juni in Genf stattfindenden Sitzung zu befassen haben wird. II und Informationen zur Verfügung stellt. Aber auch wenn sich alle Hoffnungen in dieser Hinsicht erfüllen, so zeigt sich doch, daß die Lage nicht mehr lange zu halten ist. Wenn sich nach der Sitzung des Aktions-Comites bei der Rückkehr der Exekutive herausstellt, daß wir wieder nur die Möglichkeit kleiner Aenderungen haben und sich der Druck nicht mindert, so muß man mit einigem Pessimismus den Sommermonaten entgegensehen. * Nach den für die jüdische Gemeinde gut verlaufenen Wahlen in Jerusalem folgen jetzt die Munizipalitätenwahlen in Jaffa und Haifa. An beiden Stellen hat man, dem guten Beispiel Jerusalems folgend, sich zu einer jüdischen Einheitsliste zusammengetan, so daß die jüdischen Mitglieder des Haifaer und Jaffaer Stadtrats bereits gesichert sind. In Haifa hat es große Schwierigkeiten gegeben, bis dieses Ziel einer einzigen und gemeinsamen Liste erreicht wurde. Die Haifaer Arbeiter forderten mit der Begründung, daß sie ungefähr die Hälfte der Wähler stellen und innerhalb der Munizipalität besondere Interessen zu vertreten haben —- Arbeitsbeschaffung usw. — einen der beiden für die Juden bestimmten Sitze für sich. Sie drohten, falls ihnen ihre Forderung nicht bewilligt würde, mit einer eigenen Liste in den Wahlkampf zu gehen-, Dieses Ultimatum hat viel Anstoß erregt und sehr lange Verhandlungen verursacht. Unter Vermittlung des Waad Leumi haben sich jedoch die Lager geeinigt und eine gemeinsame Liste aufgestellt. Der Waad Leumi erklärte die Forderung der Arbeiter für bercchtigt und es wurde ihnen der geforderte Platz eingeräumt. In Jaffa ist die Zahl der Stadtverordneten bis heute noch ein Gegenstand der Verhandlung zwischen den Moslems, Christen und Juden unter Beteiligung des Distriktsgouverneurs. in jedem Falle steht es jedoch fest, daß die Juden zwei Vertreter erhalten werden (von 9 bzw. 11 Sitzen). Die jüdischen Delegierten sind bereits vom Gemeinderat moniert. So ist also die jüdische Haltung bei den Wahlen in allen Städten recht erfreulich gewesen. Eine Einheitsfront auf der ganz« Linie. Im englischen Unterhaus wurde an den britisch« Außenminister Chamberlain die Anfrage gerichtet, ob er von dem deutschen Minister des Auswärtigen den Wunsch übermittelt erhalten habe, daß einer Person deutscher NationalitätinderMandatskommissiondes Völkerblindes ein Sitz zugeteilt werde, und wenn dies der Fall sei, in welcher Weise er geantwortet habe oder zu antworten beabsichtige. Chamberlain erwiderte: Ich bin unterrichtet ward«, daß di« deutsche Regierung die Absicht hat, diese Angelegenheit in der Junitagung des Vöikerbundsrates vorzubringen. Eine direkte Antwort meinerseits kommt dabei nicht in Frage. Ich kann auch nicht vorher über die Stellungnahme des Rats etwas sagen, von dem die Frage freimütig erörtert werden muß, falls sie ihm vorgelegt werden sollte. Unter den vielen Vorwürfen, die man in Palästina der Regierung gemacht hat, hat bisher auch bei den schärfsten Kritikern einer gefehlt: Die Klage über mangelnde Sicherheit im Lande. Nach den Unruhen vor sechs Jahren, die soviel Unheil angerichtet haben, hat die Regierung mit anerkennenswerter Umsicht und Stärke - eine Ordnung im Lande eingeführt, die man vorbildlich nennen konnte. In einem Lande, das bisher eine öffentliche Sicherheit nur dem Namen nach gekannt und dauernd von Ueberfällen aller Art zu leiden hatte, wurde in kurzer Zeit erreicht, daß pan fast überall ohne jede Gefahr gehen, fahren, sich bewegen konnte. Gut und Leben war durchaus gesichert. Selbstverständlich kam ein gewisses Minimum von Diebstählen noch immer vor, wie es in der ganzen Welt vorkommt. Und hier und da war auch einmal ein ernsterer Zwischenfall zu vermerken. Aber bereits als Herbert Samuel nach fünfjähriger Amtszeit zurücktrat, war auf diesem Gebiete der öffentlichen Sicherheit eia sehr achtbares Stück Arbeit geleistet worden. Im Laufe der letzten Monate hat sich das Blättchen plötzlieh wieder gewendet. Diebstähle sind an der Tagesordnung. Besonders die Kolonien in der Ebene Jesreel haben in letzter Zeit beinahe unaufhörlich unter Einbrüchen zu leiden. In Klar Jecheskiel, in Ejn Charod, in Beth Alpha werden Arbeitstiere aus den Ställen gestohlen, obwohl überall von den Siedlern um die Reihe Wache gestanden wird. Vor ungefähr zwei Monaten wurden auf der sehr belebten Straße Haifa—Nazareth kurz nacheinander zwei Automobile überfallen. In Daganlah fand ein Einbruch statt, bei dem einer der Wächter einen Araber niederschoß und jetzt dafür zu Zuchthaus verurteilt wird. In der Gegend von Petach-Tikwah gab es einen Ueberfall, der mit einem Morde endete. In Maehneh Jisrael (agudiatische Kolonie) wurde der Wächter der Siedlung erschossen. Und so weiter. Man kann noch eine Reihe von Fällen anführen. Die Ueberfälle und Diebstähle wurden mit einer großen Unverschämtheit durchgeführt und blieben zu einem großen Teil unbestraft. Man verfehlte die Spuren, und je mehr man verfehlte, desto mehr wurde gestohlen, ln den letzten Tagen kam diese Kette kleiner und großer Zwischenfälle zu einem sehr unangenehmen plötzlichen Abschluß. Auf dem Wege von Jerusalem nach Nablus wurde eine Reihe von Automobilen angehalten und beraubt und das Schicksal wollte es, daß sich in diesen Autos unter anderem ein englischer Bischof und wichtige englische Touristen befanden. Sie wurden beraubt, eine Dame leicht verwundet, ein Chauffeur getötet. Jetzt wurde die Polizei plötzlich sehr lebendig. Es wurde alles nur Erdenkliche getan, um die Wegelagerer zu fangen, man machte Umfragen, Untersuchung, brachte zuletzt gegen 150 Gendarmen auf die Beine, sperrte das ganze Gebiet ab und verhaftete alles, was irgend verdächtig war. Das ist nun sehr in der Ordnung. Aber es macht doch einigermaßen nachdenklich, daß ein überfallener und einige! Pfunde beraubter Bischof 150 Oendarmen auf die Beine bringt, während ein erschossener Wachtposten im Emek keinem der Beamten die Ruhe stört. Sollte es doch so etwas wie ״Menschen“ und ״Natives“ geben? In jedem Falle wird uns der Ueberfall des Bischofs für eine Zeitlang wiedei gründlich Ruhe im Lande verschaffen. Denn da man einsieht, daß diese Diebe so unverständig sind, zwischen einem einfachen Arbeiter im Emek und einem Bischof nicht .unterscheiden zu können, so muß man ihnen schließlich Raison beibringen. Daß die Regierung das kann, hat sie in den letzten Jahren ja genugsam De wiesen. Es ist aber ein Jammer, daß man solchen Unfug erst so einreißen läßt, was man jetzt tut, diese ernsthafte Unterdrückung solcher Gefahren, wäre vor Monaten ebenso möglich gewesen. Und dann hätte sich die Regierung Palästinas diese Blamage erspart. Znr PaWsllna-RgrifhlerstaHnnfl YVeil-Cohll Von Dr. Ernst Simon. Dr. Simon schreibt in einem ״Ein böses Märchen“ betitelten Artikel des ״Jüdischen Wochenblatts“: Es ist kehl böses Märchen, es ist keine Erfindung eines Judenfeindes, der die ewig nur zersetzende, niemals aufbauende Kraft Israels eindrucksvoll dartun möchte: es ist die Wirklichkeit unserer Tage. Die führenden Männer der deutsehen Politik, Wirtschaft und Kultur treten zu einem ״Pro- Palästina Komitee“ zusammen, um uni z« helfen — und ]titM«jffcfcÄ*'«Ä"׳’ knd;«sägen׳ ’-«tut:fw!Bebt tun sMleft! Jidfsebe Piöniere öj»fenr Leben und Out in den Sümpfen Palästinas, um einem neuen Geschlecht festen Boden und gesunde Grundlage fröhlichen Wachstums zu schaffen — und jüdische Zeitungsschreiber verkünden (wie es in der letzten ״Jüdisch-Liberalen Zeitung“ zu lesen war): ״Darum hat man bei der Auswahl von Kolonisten für kulturelles Neuland niemals besondere moralische Qualitäten verlangt — eher das Gegenteil, wofür die Gründung Roms, das als Freistaat für Verbrecher seine später so ruhmvoll gestaltete Geschichte begonnen hat, charakteristisch ist.“ Ein böses Märchen? Nein, die Wirklichkeit! — und man muß noch froh sein, daß der Herr Verfasser — Hans Elendsburger nennt er sich — wenigstens nicht alle Chaluzim unter diesem Begriffe meint, da ja alle Verallgemeinerungen von Uebel seien. Und Herr Elendsburger steht nicht allem, er Ist in zahlreicher, in guter Gesellschaft. Mit den Herren MeragUm Cohn und Weil haben wir uns schon beschäftigt und auch den Brief Hermann Strucks abgedruckt, in dem Herrn Weil bescheinigt wird, daß er kaum etwas von Palästina gesehen hat, weil er nichts Gutes sehen wollte. Dr. Weil wehrt sich nun, in der ״Jüdisch-Liberalen“- und in der ״C.-V.-Zeltung“, mit einer Entgegnung, die alles bestätigt, und Herr Dr. Cohn läßt sich gar wie folgt vernehmen: ״Palästina ist ja so klein, daß man In einem guten Auto diese Reise in wenigen Tagen bequem ausführen kann.“ Also sei er sachverständig. Auf Grund dieser Art von Beweisführung erbietet sich der Unterzeichnete, dessen juristische Kenntnisse etwa auf der Höhe der palästinensischen des Herrn Dr. Cohn stehen werden, dessen zweifellos ausgebreitete und komplizierte Anwaltspraxis nach einer Vorbereitung von anderthalb Minuten gänzlich zu übernehmen — da man, wenn man gut zu Fuß ist, die Büroräume des Herrn D r. Cohn in anderthalb Minuten durchschreiten kann. Das Innere der Akten kennt man dann freilich immer noch nicht — aber ebensowenig kennt Herr Dr. Cohn nach seiner Reise mit einem guten Auto (ein schlechteres wäre besser gewesen) das Innere der Kolonien, der Städte, der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und menschliehen Probleme. Es ist immer wieder dieselbe Sache: die gleichen Menschen, die über deutsche Dinge nur auf Grund genauester Sachkenntnis urteilen würden, sind im Jüdischen sehr bald Sachkenner nach Art der unhöflichen Xenie, für die uns ihr Verfasser, Goethe, die Verantwortung abnimmt. ״Was sie gestern gelernt, wollen sie heute schon lehren, Ach was haben die Herrn für ein kurzes Gedärm!“ Und der Centralverein, der uns den Bericht seines eigenen Syndikus Dr. Wiener über dessen Palästinareise seit einem halben Jahre vorenthält — weil er günstiger war? — beeilt sich, die Reden der Herren Weil und Cohn als Broschüre zu verteilen. ״Die ersten 1000 Exemplare sind schon vorbestellt,.das Ist durchaus glaubwürdig: es wird viele Tausende geben, die sich um den Preis von 50 Pfennigen ihrer jüdischen Pflicht, am Palästinaaufbau mitzuwirken, entledigen möchten. Deren Erfüllung kostet mehr als 50 Pfennig, und so macht man ein gutes Geschäft. Aber eins auf Kosten des jüdischen Volkes und seiner Zukunft. Das Pallstina-Badget Jerusalem, 22. Mai. (J,T.A,) Die hebräische Tageszeitung ״D a w a r“ erfährt, daß das Budget der Palästina- Regierung für 1927/23 einen Defizitposten von £ 90 000 aufweist, da Palästina einen Teil der Ausgab« Transjordaniens deckt. Würde dies nicht der Fall sein, schließt ״Dawar“, so würde das Palästina-Budget einen Ueberschuß von £ 80000 aufweis«. «Di Aime P religiös im in seiner l erzählt er i tum“ die tum. Ein I literarische Abglanz e Ich glaube leidenschafl weglegen una daß 1 bis zur V! seine Best sich ständ und seine! veranlagt den kritisi haben, wir jenen wes nimmt, du Aber י und Leber der nur ii fühlen, di Orthodox! reizen? f Riten und ein ständi berufen si andere C der Welt einen aufi Tätigkeit Wunder c natürlichk Littre, R verloren wirklicher Wunder 1 i mitmachei zu rufen Es is punkt au von dies! gefühlsmi Ich sprec Denn die für verpl der Ren! die Relig hört, glä gläubig? I nelle Ini I dessen E I fachen f/ I au den ׳ I nicht ein I Mensche! I einer se I verfolgte I derjenige I dann sic! I liehe Be ■ zu verla I Herr Pa 1 und in I er mit I dem en! | Abei I Haltung 1 punkt fi 1 trotz all I Wie hai I mit Inte I der Aui I Geboten I Leidensc I moderne I ihrer R! I Zue I Erziehui I Familie. I mus, ol I kleine A zismus, gionen, der Mi daß er vor ihn das sei und nie aus der Ab« Buch n hauer, kleine t der Ka die ihr liehen seiner herrsch Un ein Ws An ein seiner I vorbei, füllt. J Gebet Di! f' künstle Erinnei wurde, daß e! mein sollten Ich be welche man n sehen irgend sich i!

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