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Jüdische Rundschau · 1927-05-25 · Heft 41-42 (25.5.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 41-42 (25.5.1927)
Date
1927-05-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 206 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 41/42 Nr. 411 Unterstützung der Industrie durch die politische Leitung geklagt wurde, da waren bereits Schritte eingeleitet, um die berechtigten Forderungen bei der Regierung durchzusetzen und ein Teil dieser Forderungen war bereits erfüllt. Die Wünsche der Industriellen, besonders in der Textilindustrie, sind befriedigt. Als Resultat jahrelanger Arbeit haben uns die letzten Wochen die zweite große Konzession, die Tote Meer-Konzession gebracht. Die Regierung hat Tel-Awiw geholfen, sie hat auch für die Arbeitslosen Notstandsarbeiten in gewissem Umfang durchgeführt. Gewiß gibt es noch viele t: ׳erfüllte zionistische Wünsche. Aber die Tatsache ihrer Nichterftillung beruht nicht auf einem Mangel des politischen Systems der Exekutive, sondern auf Faktoren, über die wir keine Macht haben. Merkwürdigerweise behaupten ja auch die führenden Vertreter der oppositionellen Gruppen, daß sie gegen den Repräsentanten unserer Politik in Palästina nichts einzuwenden haben, und sie wiachen daher den grotesken Versuch, einen Gegensatz zwischen Colonel Kisch und Dr. Weizmann zu konstruieren. In Wahrheit stellt sich heraus, daß eine starke Spannung zwischen unserer Politik und unserer Wirtschaff besteht, daß unsere Wirtschaft nicht in der Lage ist, mit der politischen Arbeit Schritt zu halten und daß unsere politische Arbeit aufs schwerste durch die mangelnde Liquidität unserer Institutionen beeinträchtigt wird. Was will mah an Stelle des heutigen zionistischen Systems setzen? Statt direkter Verhandlungen mit England verlangt man Eroberung der Öffentlichen Meinung in England. Will man etwa das, was man in direkten Verhandlungen mit der Regierung nicht erreicht hat, durch den Druck einer oppositionellen Oeffentlichkeit auf eine gerade am Ruder befindliche Regierung durchsetzen, oder Mit man es für möglich, daß die gesamte englische Welt in kurzer Zeit dazu gebracht werden kann, positiv in unserem Sinne für die Verwirk- Hebung des Baseler Programms einzutreten? Wir brauchen nicht zu fürchten, bei der Erörterung dieser Fragen Mißdeutungen zu erregen. Wir haben in Deutschland erfolgreich für die Aufklärung der deutschen Oeffentlichkeit gearbeitet. Die Gründung des Pro Palistina־Comit6s ist ein Beweis für die Richtigkeit der Methode unserer Arbeit, ln Deutschland können Gegen- Wirkungen unsere Politik nicht tangieren. Die Aktionen unserer jüdischen Gegner haben nur deren eigenem Vergnügen gedient und unsere Position in keiner Weise verschlechtern können. Aber Deutschland ist nicht Mandatarmacht. In England bedarf die frage der Wir* kungen eines jeden Schrittes in der jüdischen und nichtjüdischen Oeffentlichkeit sorgfältigster lieber* lepu^tk:,.4uß|1, auf diesen» Gebiet ,besagen allgeweine nur in seltenen Fällen zusammen, wenn es sich um die Durchsetzung realer Forderungen handelt. Selbst die Führer der Revisionisten beurteilen die Chancen /ihrer Partei für den nächsten Kongreß nicht gerade optimistisch. Sogar in Propagandaversammlungen gibt man zu, daß die Opposition keinesfalls die Mehrheit bekommen werde. Dazu kommt, daß nur die negativen Ziele beider Oppositionsparteien gleich sind. In den konstruktiven Programmen, soweit sie überhaupt vorhanden sind, gibt es kaum einen Berührungspunkt. Die Radikalen sind zwar gegen Weizmann, aber es ist nicht anzunehmen, daß die Mehrheit dieser Gruppe für Jabotinsky als Leiter der politischen Geschicke stimmen würde. Auf uns liegt heute die Verantwortung für das Schicksal Palästinas. Wir haben die Verwirklichung des Baseler Programms in jedem Stadium zionistischer Entwicklung zu garantieren. Die Palästinawirtschaft befindet sich in großen Schwierigkeiten. Wir müssen Herren der Situation werden. Unsere Machtmittel reichen aus, um alles, was wir geschaffen haben, auch zu einem guten Ende durchzuführen. Es bedarf aber einer durchgreifenden Reformarbeit. Jede Verzögerung bringt unheilvolle Folgen für die Fortführung unseres Werkes. Unsere Parole ist daher klar: Durchführung der Be- Schlüsse des Aktions-Comites, Schaffung einer starken, einheitlichen, mit Autorität ausgestatteten Wirtschaft* liehen Leitung, Priorität der landwirtschaftlichen Kolonisation, insbesondere des Pflanzungsbaus, zur Lösung der Arbeiterfrage Schaffung von Schchunoth-Öwdim, Forderung eines leistungsfähigen Unternehmertums durch öffentliche Mittel, in erster Linie Unterstützung von Pflanzern, Beseitigung der separatistischen Tendenzen einzelner Institutionen. Diese Forderungen finden Gegner auf allen Seiten. Wir wissen aber, daß ihre Durchführung eine rettende Tat wäre. Nur so kann unsere Siedlung anleihereif werden, nur so wird eine neue große Expansion ermöglicht. Wir sind durchaus hoffnungsfreudig, aber unsere zionistische Zuversieht enthebt uns in keiner Weise der Pflicht, mit Einsetzung aller Energie das ständig bedrohte Werk in richtiger Weise fortzusetzen. Wir halten nichts von jenem flachen Optimismus, der auf Wunder hofft. Man nennt uns auf den Tagungen das ״linke Zentrum“. Nun gut: Wir akzeptieren diesen Namen. Wir gehen in'den Wahlkampf mit der Parole: Durchführung der notwendigen Reformen. Unsere Stellung wird bestimmt durch die realen Forderungen des Augenblicks und durch das Bewußtsein, daß die Kräfte der zionistischen Bewegung ihre Echtheit erst dann erweisen, wenn sie dem Zusammenstoß mit dem Leben auch in schwerer Zeit gewachsen sind. Kurt Bluiheufcld. Zur Frage der Kongrefjreform Wir haben bereits berichtet, daß unser amerikanisches Bruderblatt ״The New Pa 1 estine“ eine Diskussion über Kongreßfragen eröffnet hat, die durch einen Artikel von Isidore Morrison eingeleitet wurde, der einschneidende Reformen des Kongresses verlangt. Zu dieser Frag« äußert sich im ״New Palestin«“ vom o. Mai Julius Simon unter der Ueber- Schrift ״Zurück zu Herzll“ folgendermaßen: Von Anfang an hielt Herzl das, was er die moralischen Kräfte nannte, von den finanziellen Kräften der zionistischen Bewegung getrennt, ln seinem ״Judenstaat“ nennt er die ersteren die ״Society of Jews" und di« letzteren die ״JewisJi Company“. Aus diesen Begriffen entwickelten sich die Zionistische Organisation und der Jewish Colonial Trust. In seinem ״Judenstaat“ sagt Herd: ״Was die Society of Jews wissenschaftlich und politisch vorbereitet, hat die Jewish Company praktisch durchzuführen“. Und an einer anderen Stelle schreibt er: ״Die Jewish Company ist ein reines Geschäftsunternehmen, das immer sorgfältig von der Society of Jews getrennt werden muß.“ Aus diesem Grunde stellte Herzl zwischen der Zionistischen Organisation und dem Jewish Colonial Trust nur indirekte Beziehungen her. Den Begründern der Organisation wurden Gründer-Aktien gegeben, die sie in den Stand setzen sollten, den nationaten Charakter der Bewegung zu schützen, ohne in die tägliche Geschäftsführung der Bank einzugreifen. Nur einmal war die zionistische Sache in Gefahr, und, soweit ich mich erinnere, wurden damals die Gründeraktien wirksam. Es war als es nötig wurde, die Bank gegen den Territorialismus zu schützen, der sich aus dem Ugandastreit entwickelt hatte Durch das Mittel der Gründeraktien ernannte die Organisation ״Governors“ im Direktorium der Bank, deren Hauptaufgabe aber auch die waT, das Grundprinzip der Bewegung zu sichern. Sie hatten das Recht des Vetos, d. h. sie konnten Handlungen verhindern, die der zionistischen Sache schädlich waren, sie konnten aber nicht die Geschäftsführung der Bank leiten. Das Direktorium der Bank unter Herzl war von dem politischeu Apparat der Bewegung völlig getrennt. Der Präsident der Bank. David Wolffsohiu der Vorsitzende des Direktoriums, Dr. Katzenelson, der Banksachverständige des Direktoriums, Jaoobus Kann, und ich glaube, alle anderen Mitglieder des Kuratoriums gehörten zu Zeiten Herzis keiner politischen Körperschaft der Organisation an. Sofort nach dem Kriege versuchte die Zionistische Exekutive während einer kurzen Zeit die Körperschaften der Organlsatfon wieder ihren ursprünglichen Zwecken dienstbar zu machen. Diese Bemühungen gründeten sich auf einen Bericht eines ״Beratenden Komitees für die wirtschaftliche Entwicklung in Palästina“, unter dem Vorsitz von Herbert Samuel, welches in seinen Vorbemerkungen zum Bericht eines finanziellen Unterausschusses, dem Männer wfe J. M. Keynes, Hartley Wither» und Paul Lindenberg angehörten, der Zionistischen Organisation folgenden Rat .erteilten: ״Es ist nötig, daß die Körperschaft, die die jüdische Aufbautätigkeit in Palästina leitet, besondere Organe hat, die die finanzielle Seite des Aufbaues leiten. Die allgemeinen Richtlinien, die von diesen Organen »u verfolgen sind, müssen von der Körperschaft festgefegt werden, die die Bewegung als ganzes leitet; es ist jedoch von wichtiger Bedeutung,' daß die Oeschäitsleitung von politischer Beeinflussung frei ist und ausschließlich nach geschädlichen Grundsätzen geleitet wird.“ Es Ist nur nötig, auf Uerzls Ideen zurückzugreifen, um den Mm ftfrÄtÄ»n״-׳t®g# HftraulfÜibirL״ Da es ricps״%änrsihei#IlclF-isL''aaßr^|e;,'gfe׳g011ä wärtig die Bewegung führenden Organe diese Reform durchführen werden, so müßte die Initiative von den Landesverbänden kommen. Sie sollen natürlich nicht einfach Herzis Pläne übernehmen, sondern müssen einen neuen Plan ausarbeiten, der^ den gegenwärtigen Bedürfnissen entspricht. Die Grundprinzipien der Herzischen Auffassung sind aber heute noch so richtig wie früher. Der Kongreß unter Hefzl war eine große Körperschaft für demonstrative Zwecke, der eine große jüdische Idee zum Ausdruck brachte. FürdieAusführungprak* an Die Agency-Experten-Kommission New York, 19. Mai {J. T. A.) Professor Frank Adams von der CaUfornia-Universität und der landwirtschaftliche Experte der Regierung der Vereinigten Staaten A. T. Strahorn, die zu Mitgliedern der Sachverständigenkommission für Palästina ernannt worden sind, haben bereits an Bord des Dampfers ״Providence“ die Reise nach Palästina angetreten. Ein drittes amerikanisches Mitglied der Experten-Kommission, Knowles Ryerson, der Gartenbau-Künstler der Vereinigten Staaten, der jetzt in Europa weilt, wird sich den übrigen Mitgliedern der Kommission anschließen. Professor Elwöod Mead und Victor Mosseri werden in einigen Tagen die Reise nach Palästina antreten. Dr. Leo K. Frankel, eines der Mitglieder der Jewish Agency-Kommission, hat sich nach London begeben, wo er mit den übrigen Mitgliedern der Kommisskm, Sir Alfred Mond, Felix M. Warburg u. a. Zusammentreffen und eine Beratung abhalten wird. Die Joden Im Grenzkorps London, 23. Mai. (J.T. A.) Colonel W edgwood riehtete im Unterhaus an den Staatssekretär für die Kolonien die Frage, ob Juden zum Militärdienst in Palästina und Transjordanien zugelassen und bei der Gendarmerie, dem Grenzkorps, der Luftmacht und der Panzerwagenfruppe zugelasscn werden. Kolonienminister Amery erwiderte: Im Jahre 1926 dienten 37 Juden bei der transjordanischen Wehrmacht. Bei der Lufttruppe und der Panzerwagentruppe werden Juden nicht rekrutiert, aber als Zivilisten verwendet. Colonel Wedgwood fragte weiter, wie lange dieser beschämende Ausschluß von Juden noch andauern werde. Amery erwiderte, ein solcher Ausschluß bestehe nicht; die Juden dienen in der lokalen Schutzmacht und leisten Zivildienste bei der britischen Militärmacht. Der Präsident der englischen Zionistischen Föderation, Philip Guedalla, wurde von der Liberalen Partei als Kandickt! Sir das Unterhaus in Manchester aufgestellt. tischer Arbeiten in Palästina war er nicht bestimmt. Er schuf den moralischen, geistigen und politischen Hintergrund der Bewegung. Wenn die Kongresse schon in jenen Tagen größte Begeisterung wachrieten, um wieviel wirkungsvoller könnten sie heute sein, wo hinter ihnen statt des Traumes eine Wirklichkeit steht. Große jüdische Persönlichkeiten, dto jetzt Bedenken tragen, sich mit dem Kongreß in »einer gegenwärtigen Form zu identifizieren, würden sich mit den Denkern und Dichtern unserer Reihen vereinigen, um wirkungsvolle Verkünder des Palästina-Aufbaues zu werden. Eine solche Tribüne würde weitreichende Resultate haben in moralischer, sowohl wie in finanzieller Hinsicht. Dann erst wird sich aie Hoffnung erfüllen, die Herzl in den stürmischen Schlußtagen des Ugandakongresses in seinen letzten Worten zum Ausdruck gebracht hat: ״Dieser Kongreß ist unsere erste Institution und ich wünsche, daß er immer unsere beste, höchste und würdigste bleiben soll, tjis wir ihn hinübernehmen in das schöne Land unterer Väter, das wir nicht zu untersuchen brauchen, um es zu Heben.“ * in der Wochenschrift des Hapoül Hazalr vom 29. April nimmt Ch. Arlosoroff u. a. ausführlich Stellung zur Vorbereitung des kommenden Kongress es. Das Gelingen des Kongresses hänge weit mehr von seiner technis eilen Vorbereitung ab, als von politischen Verhandlungen unter den Gruppen, von denen ach der Verfasser wenig verspreche. Die Erfahrungen des Wiener Kongresses müßten heute nutzbar gemacht werden. Dafür sei die erste Voraus- Setzung, daß die Menschen lernten, die Kongreßmaschine zu beherrschen und zu benutzen, und daß nicht umgekehrt, die Kongreßmaschine die Menschen beherrsche. Der Zionistenkongreß sei einmal als die öffentliche Bühne zur Erörterung der Judenfrage gegründet worden, seit jener Zeit aber seien soviel neue Aufgaben in die Tagesordnung eines Kongresses hineingetragen worden, daß diese an Mannigfaltigkeit kaum hinter der eines modernen Parlamentes zurückstehe. Zur Entscheidung über solche Fragen aber sei der Kongreß in 8 ei ne r heutigen Form völlig ungeeignet. Immerhin sei nicht zu erwarten, daß alle notwendigen Verbesserungen in der Struktur des Kongresses sofort vorgenommen werden könnten. Dennoch könnten gewisse wichtige Veränderungen schon auf diesem Kongreß in Erscheinung treten. Zunächst! die Beseitigung des Vertrauensvotums. Diese Institution habe nicht das Geringste mit Parlamentarismus zu tun, sondern sei ein Ueberbleibsel äus der Zeit zionistischer Vereinstätigkeit. Es sei sinnlos, einer abtretenden Leitung Vertrauen zu votieren, vielmehr müsse man der neuen Leitung das Vertrauen aussprechen, was eben durch die Wahl erfolge. der Organisation hinter sich habe. Ferner müsse durchgesetzt werden, daß die neue Leitung auf Grund eines Program m s gewählt werde. Statt des Handels um Personen, müsse der Kampf um Prinzipien stehen. Kein Kongreß könne oder solle alle Probleme der Bewegung lösen, wohl aber müsse er in bestimmten, als besondere brennend empfundenen Fragen Entscheidungen treffen, die dann den Wählen zugrunde zu legen seien. Durch diese Methode werde die Kongreßdiskussion nicht so zerflattern, sondern sich um bestimmte Zentralprobleme herumgruppieren, und die Möglichxlessen ־, frefle ‘ da? '##4 grt KoäjpW*® Aktion*• Co mi t e überlassen bleiben *olle# Auch in Zukunft solle der Kongreß die Einnahmen festsetzen und die einzelnen Kommissionen würden die Grundsätze für die Verwendung der Gelder aufstellen. Die Einzelheiten des Budgets aber solle das Aktions-Comitd festsetzen, am besten in seiner konstituierenden Sitzung, die unmittelbar nach Kongreßschluß stattzufinden pflege. Auf diese Weise würde es unmöglich gemacht werden, daß in Zukunft der ganze Kongreß sich schließlich mit der Frage beschäftige, ob Irgend ein kleiner Budgetposten von einigen tausend Pfund bewilligt werden solle oder nicht. Die Reorganisations-Kommission Von der vom A.-C. gewählten Reorganisations-Kommisston, die das Budget für den nächsten Kongreß vorbereiten soll, ist bisher Dr. Kastelliansky bereits nach Palästina abgereist, um die ersten Vorarbeiten zu beginnen. Die andern Mitglieder der Kommission dürften in der nächsten Zeit nachfolgen. Colonel Kisch , der bereits eine Einladung der kanadischen Zionisten, an ihrer Konvention tdlzunehmen, angenommen hatte, wird mit Rücksicht auf die Arbeiten der Kommission, und da auch die Agency-Experten-Kommission bereits nach Palästina gereist Ist, zunächst nach Palästina zurtickkehren. Eine Million Dollar Im Joni New York, 23. Mai. (J.T.A.) Das Direktorium des United Palestine Appeal hat heute eine« Aufruf an die amerikanischen Juden erlassen, in welchem angekündigt wird, daß im Verlauf des Monats Juni eine Aktion zur Aufbringung von einer Million Dollar zwecks Deckung des Palästin a-Bud* g e t s durchgeführt werden wird. * New York, 23. Mai. (J.T. A.) Am 22. Mai, abends, fand zu Ehren Louis Lipskys, der das Jubiläum seiner fünf- und zwanzigjährigen zionistischen Arbeit feierte, ein Bankett statt, dem ungefähr 700 Personen beiwohnten. Den Vorsitz führte Dr. Stephen S. Wise, der einen Appell an die Zionisten aller Schattierungen richtete, in der Organisation die Einigkeit zu erhalten und Palästina nicht anderen auszuliefern. Legislative Council Jerusalem, 23. Mal. (J.T.A.) Die in Aegypten erscheinende arabische Zeitung ״A1 S i a s s a“ veröffentlicht eine ihr von einem hohen Beamten der Palästina-Regierung erteilte Information, daß die Regierung irn Zusammenhang mit dem Abschluß der Stadtratwahlen erwägt, abermals den Versuch der Einsetzung einer Gesetzgebenden Körperschaft (Legislative Council) zu machen. Gegenwärtig gibt es ln Palästina zwei Organe der Regferung: den Executive Council, der sich aus dem Oberkommissar, dem Chefsekretär, dem Oberstaatsanwalt und dem Schatzmeister zusammensetzt, sowie den Advisory Council, der bekanntlich am 4. Mai 1924 an Stelle des Legislative Council, der von den Arabern sabotiert wurde, ein* gesetzt worden ist Zioi Jeru gan! neu) zwis nisti und skiz nocl das lieg zen hüu dar! hier lästi kon Gel hin: die kön Unvei neue Kris schaftliche des fisch! Wie j »riehen d< same Beo Tendenz entsprech( Einige di! U niver «Istischer sprmgens kanische der Kam! 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