Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 31-32 (22.4.1927)
- Date
- 1927-04-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Doppchmmmcr 0,40 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion and Verlag Berlin W15, MeinekestraSe 10. Erscheint jeden Dienstag and Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Amland»*t>onnc1״en!5 *retdon in der Wihrtmg der einzelnen Linder berechnet Anzeigen -Verwaltung Jüdische RundschauG. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Telephon! Bismarck 7165 - 70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392 Fftr Oerterretehs PosUparka«ien«mt Wien, Konto Nr. 156 03a Fflr TacbeebodowoVel! l’01Up.rka«ea«n1t Pr*(, Konto Nr. 59 410. Filr Polen: Po«Up»rku»en»mt Wtnchan, Konto Nr. 190T08. RedaktiongschluQ Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 31/32 | Berlin, 22. IV. 1927 A&xeigenpreiti 8 gespaltJSoapai’eiliezeÜe 0,30 G*־M. Stellengesuche 0.25 G.-M. Aneetge&sdtlafl: Dienstag u0d Freitag a&ebmitlag 4 Uhr. י״ח ניסן׳ תרס״ז | xxxn. Jahrg. Der »oHliwm wrtubt tOr da» iOdtsch• Volk <Ile Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Pallttln«. ״B»m1w Programm.«« Weizmann zur zionistischen Lage Der ״Ha01 am“ (London) vom 15. April 1927 veröf (entlieht nachstehendes Interview mit Dr.Wcizmann: Trotz aller Schwierigkeiten, trotz der Mißerfolge einiger zionistischer Institutionen, trotz der deprimierenden Nachrichten, die auch nach Amerika aus Palästina gelangen, ist die Bewegung keineswegs geschwächt. Fm Gegenteil, das zionistische Feuer brennt heller denn je. Es gibt heute in Amerika, wenn man von einem kleinen Kreise sozialistischer Doktrinäre absieht, keinen Gegner des Zionismus. Es gibt Nichtzionisten, d. h. Menschen, die sich der Zionistischen Organisation nicht oder noch nicht unterordnen wollen. Aber Antizionisten gibt es nicht, und man kann auch nicht davon reden, daß der Glaube an das Gelingen unserer Sache gesunken wäre. Es gibt freilich Zweifel an der Richtigkeit unserer Kolonisationsmethoden. Amerika kann unser Nationalheim allein aufbauen, und die Mittel, die Amerika für diesen Zweck zur Verfügung stellen kann, sind unbegrenzt, aber nur wenn man den Beweis liefern kann, daß das Geld nicht in ein hohles Faß fließt, sondern für ein reales Aufbauwerk verwendet wird, das mit Ueberlegung und mit Berechnung ausgeführt wird und das eine sichere Zukunft hat. Die Frage des Aufbaues ist keine Geldfrage, sondern eine Frage I guter und geeigneter Siedlungsmethoden. Der amerikanische Jude und, wie mir scheint, auch jeder andere Jude fragt nach der Zweckmäßigkeit einer Handlung. Er will wissen, ob sich unsere Siedlung, und vor allem die landwirtschaftliche Siedlung, selbst erhalten kann. Man stellt bei uns oft Rechnungen auf, der Boden koste hiel Geld usw. Gesetzt, es gelänge uns, die Kolonisation um diese oder jene Summen zu verbilligen, wenn uns Regierungsbaden zur Verfügung gestellt würden, würde das unser Problem lösen? Die Juden Amerikas handeln mit uns nicht um den Kaufpreis. Was sie wollen ist, daß man ihnen klar und deutlich erklärt, daß ein Siedler nach Ausstattung mit einer gewissen Ansiedlung$$umme imstande ist, ohne fremde Unterstützung auf seinem Boden zu leben und allmählich seine Schulden zu bezahlen, FJar wenn diese Bedingung erfüllt Ist, wW\man unsere Siedlung als ein reales Kolonisationswerk betrachten können und dann gibt es kein Hindernis für die Erlangung großer Summen, Ich will mich nicht von vornherein auf ver־ sduedene Finanzierungsmethoden festlegen — diese Frage ist auch nicht so wichtig — wichtig ist nur, daß wir erklären können: was Ihr gebt, trägt von Jahr zu Jahr zur Vermehrung!jüdischer Dörfer in Palästina bei, in denen Menschen ein ge- I ordnetes Leben führen und in denen sie eines Tages anfangen, [der Nation zurückzuerstatten, was sie an Boden- und Kolonisa- | tionskrediten empfangen haben. | Das ist auch der hauptsächlichste Gedanke, der der Ex- | pertenkommission zugrunde liegt. Der Gedanke entstand in [zionistischen Kreisen, und schon deswegen ist es I töricht, diese als eine Bedingung für die Erweiterung des J ewish I Agency aufzuh^sen, wie man versucht hat. Auch ohne Er- [Weiterung der Jewish Agency wären wir jetzt genötigt gewesen, [eine solche Kommission zu entsenden, denn wir sind allmählich [der Ungewißheit über die richtige Siedlungsmethode und der [ewigen Kritik über unser Arbeitssystem, die manchmal nicht [unbegründet zu sein scheint, müde geworden. Die zionistische [Exekutive hat bereits selbst mit einer Nachprüfung der Grund- [lagen unserer Wirtschaft begonnen — das war ja der Zweck Oie Sitzung der Zionistischen Exekutive London, 15. April. (J.T. A.) Die Beratungen der zionistischen Exekutive sind am 13. April abends zu Ende gegangen. Die Exekutive hat die wirtschaftliche Lage in Palästina nach allen Richtungen hin sorgfältig durchberaten und verschiedene Vorschläge zur Lösung der gegen-!'*־artigen Krise erörtert, so auch die Abhaltung von Sonderkonferenzen in verschiedenen Lau« d er n, bei denen die zionistische Exekutive vertreten sein soll und die das Ziel haben, ein Zusammenarbeiten in der Angelegenheit der' geplanten langfristigen Anleihe zu bewirken. Die Exekutive hat eine Reihe von Entschlüssen betreffend die wirtschaftliche Lage in Palästina angenommen, die sich auf folgendes beziehen: Um mit dem gegenwärtigen System der A r b c 11 s - losenfürsorge durch Geldunterstützungen aufhören und [ein System der Hilfe durch Arbeit einleiten zu [können, wird die Exekutive gemäß den Vorschlägen der [zionistischen Exekutive in Palästina das Arbeitsbudget [erhöhen unter der Voraussetzung, daß sich gewisse Reduk- [firmen in dem normalen Budget vornehmen lassen; der [Plan der Hilfe durch Arbeit soll zur Durchführung ge- [langen, sobald ein gewisser Teil des erforderlichen finan- [zielten Rückhalts sichergestellt ist. Die Durchführung [einer Anleihe für den Keren Hajessod wird davon [shhängig gemacht werden, daß das Palästina-Budget des [kommenden Jahres streng innerhalb der Grenzen der ver- [anschlagten Einkünfte gehalten wird. Eine Kommission [wird nach Palästina gehen, um die wirtschaftliche [tage zu prüfen und Vorschläge hinsichtlich des zukünftigen [Budgets unter Berücksichtigung der Notwendigkeit von Er- | spamissen zu unterbreiten. Die Exekutive schlägt vor, in I verschiedenen Ländern im Verein mit dem Keren Hajessod der Wirtschaftskonfcrenz. unter dem Vorsitz von Herbert Samuel, die durch die zionistische Exekutive im letzten Sommer einberufen worden war. Die Delegation, die jetzt nach Palästina geht, ist nur ein weiterer Schritt auf diesem Wege. Die Entsendung der Delegation wurde von den Zionisten und durchaus nicht in Verbindung mit dem Wcizraann-Marshall-Abkommen beschlossen. Nachdem man sich bereits verständigt hatte, interessierte sich auch Marshall für diesen Vorschlag. Gemeinsam beschlossen wir sodann, die Delegation auszusenden und mit der Erweiterung der Jewish Agency zu warten, bis die Kommission ihren Bericht erstatten würde, auf Grund dessen ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet werden soll. Wir stimmen durchaus darin überein: die Agency bedeutet nicht eine bloße Demonstration, sondern gleich nach ihrer Gründung soll sie ein fertiges Arbeitsprogramm vor finden und sofort mit der praktischen Arbeit beginnen. Die Kornmission wird durch ein Expertenkomitee unterstützt sein, dessen Kompetenz von niemanden wird in Zweifel gezogen werden können. Wir werden daher auch ohne allzu große Schwierigkeiten den richtigen Weg finden und damit auch Geld. Man muß beachten: schon jetzt gibt Amerika in diesem Jahr 20 0/0 mehr für den Keren Hajessod als im vergangenen Jahr. Man stelle sich vor, was Amerika geben würde, wenn die Aspekte bessere wären. Was das Abkommen anbelangt, so ist den Zeitungsberichten wenig hinzuzufügen. Zwischen uns und unseren zionistischen Freunden in Amerika herrscht völliges Einverständnis, und man kann darüber hinaus mit absoluter Sicherheit sagen, daß auch zwischen uns und den Nichtzionisten Harmonie besteht, und daß die Nichtzionisten ernsthaft bestrebt sind, beim Aufbau des Landes zu helfen und ״die gefallene Hütte Davids“ wieder aufzurichten. Das Abkommen ist in Amerika mit aufrichtiger Zustimmung aufgenotnraen worden. In Europa versteht man vielleicht nicht ganz, daß die Juden Amerikas die Streitigkeiten und Gegen- Sätze zwischen den jüdischen Parteien nicht ertragen. Sie fühlen mit gesundem Instinkt, daß ein großes nationales Werk nur aus, HarmonD, Frieden und vdteluter Anstrengung aller nationalen Kräfte entstehen kann. 'Daher faßte »12.1 das Abkommen wie eine Friedensbotschaft an die jüdische Oeff?ntlichkeit auf. Es diente der Erweckung aller Energien, und es macht sich bereits in den Resultaten des United Palestine Appeal bemerkbar. Damit kehren wir wieder zu unseren! Ausgangspunkt zurück: Es gibt in Amerika eine Basis für eine weite zionistische Arbeit, man kann dort großartige Mittel für den Aufbau des Landes erhalten, aber nur unter zwei Bedingungen :dieWirtschaftsmethoden müssen dahin tendieren, die Siedler auf ihre eigenen Füße zu stellen und müssen die Am0rtisation der von uns investierten Summen ermöglichen. Und es muß ferner Einigkeit und Harmonie in der jüdischen Welt herrschen und alle Gruppen müssen gemeinsam an dem Bau des Nattonalheimes arbeiten. Zur Herstellung des Friedens ist schon durch das Abkommen viel geschehen. Die Ausfindigmachung sicherer Kolonisationsmethoden aber ist eine Aufgabe, die nicht nur der gemeinsamen Kommission obliegt, sondern eine Aufgabe auch der zionistischen Institutionen selbst, ln dieser Erwartung gehen wir der Sitzung des Aktions-Comitds und dem Kongreß entgegen. Nachdem das Abkommen in Amerika geschlossen ist, ist dieses der z w e i t e Schritt. Konferenzen einzuberufen, in denen die gegenwärtige Lage besprochen und geeignete finanzielle Maßnahmen in Angriff genommen werden sollen. ln kurzer Zeit wird die Exekutive eine Kundgebung erlassen, die die ganze Sachlage beleuchten wird. Die Sitzung des Aktions-Comites ist nunmehr tür den 5. Mai nach London einberufen. / - Die Walilen In Jerasatem Jerusalem, 10. April. (J. T. A.) Die Stadtratwahlen in Jerusalem sind nun beendet. Sie erbrachten einen Sieg der gemäßigten arabischen Richtung, die durch den Bürgermeister von Jerusalem, Ragheb Bey Nashashibi, repräsentiert wird. Die Nashashibi-Liste, die auch vom jiidisehen ״Waad Hair“ unterstützt wurde, erhielt etwa 75 «;8 der Stimmen; es wurden ihr sechs Sitze im Stadtrat zuerkannt. Bürgermeister Ragheb Bey ist unter den Gewählten. Die Liste der radikalen Nationalisten, die von der Familie Husseini geführt werden, konnte bloß zwei Sitze erringen, deren einer dem Sekretär der arabischen Exekutive, Jamal, zugefallen ist. Da sich die jüdischen Parteien zu einem Block zusammenschlossen, war für die jüdische Liste ein Wahlgang nicht notwendig. Es erscheinen als gewählt: Isaac Ben Z \v 1. einer der Führer der palästinensischen Arbeiterpartei, der bisherige Vizebürgernieister von Jerusalem, Chajim Solomon, Isaac Elias har und Elijah Shamaa. Der letzte, ein Sepharde, repräsentiert auch die Agudas Jisroel. Nach dem Beispiel der Jerusalemer judenlistc wurden auch in anderen Städten jüdische Einheitslisten für die Gemeindewahlen aufgestellt. Infolgedessen wurde die jüdische Liste überall ohne Wahlkampf gewählt. In Safed wurden diejenigen arabischen Kandidaten gewählt, die von den Juden unterstützt worden waren. Der dortige Stadtrat besteht aus vier Arabern und drei Juden. (Siehe auch im Innern des Blattes.) Rundschau Nach der Sitzung der Exekutive — Die Frage des künf- Hgen Budgets — Wirtschafhreform, Kongrebreform Das kurze Communique, das über die Sitzung der Exekutive ausgegeben wurde, zeigt, daß die Exekutive in ihrer Sitzung, die eine volle ,Woche in Anspruch nahm, die Lage in Palästina und die Möglichkeiten einer Beendigung der heutigen Krise gründlich durchberaten hat. Der Leitgedanke der Diskussion war, wie aus dem Bericht hervorgellt, der .Wille, dem gegenwärtigen System der Arbeitslosenunterstützungen so bald als möglich ein Ende 711 machen. Die Exekutive ist sich dessen bewußt, daß die Arbeitslosenunterstützungen, die kaum das Existenzminimum des Empfängers decken, dennoch eine demoralisierende Wirkung hätten, wenn sie zur ständigen Einrichtung würden; vor allem aber, daß ein zu großer Teil des Monatsbudgets, das laut Kongreßbeschluß und gemäß dem Sinn des Zionismus für bestimmte konstruktive Aufgaben zu verwenden ist, Von den Unterstützungen verschlungen und so seinem eigen!- liehen Zweck entzogen wird. Kein Vernünftiger kamt fordern, daß die Exekutive den Fragen der täglichen Not blind oder untätig gegenübersteht. Aber was man fordern kann, ist, daß trotz all den drängenden Nöten des Tages das eigentliche Problem der zionistischen Aufgabe klar vor Augen bleibt und man sich nicht passiv treiben läßt, sondern einen Ausweg zu finden sucht. Wir hoffen, daß die Maßnahmen, die die Exekutive in ihrer Londoner Sitzung ins Auge gefaßt hat, geeignet sein werden, eine Beendigung der Krise anzubahnen. Die Exekutive will einen Betrag von £100000 auf dem Kreditwege für den Keren Hajessod beschaffen, wodurch ein bestimmtes Programm von Notstandsarbeiten vermutlich bis zum 1. Oktober finanziert werden kann. Nach den früheren Veröffentlichungen soll damit die Möglichkeit gegeben sein, die Unterstützungen in Jerusalem, Haifa uni Afule eiimistellcn ~י das Problem Tel-Awiw bleibt weiter bestehen. Im kommenden Herbst werden, so rechnet man, die Arbeiter durch verschiedene in Aussicht stehende Unternehmungen absorbiert werden. Die Aufnahme eines solchen Darlehens bedeutet jedoch für den Keren Hajessod eine nicht unbeträchtliche Belastung, und mit Recht hat daher die Exekutive bereits heute zwei Grundsätze proklamiert: erstens die Durchführung von Sparmaßnahmen auf allen Gebieten des Budgets, wobei man sich bewußt ist, daß in diesem Moment sogar fühlbare Opfer gebracht werden müssen, und vielleicht auch Tätigkeiten, die früher unerläßlich schienen, abgebaut werden müssen. Der zweite Grundsatz ist an den künftigen Kongreß gerichtet; er besagt, daß das Budget fürs nächste Jahr sich strikt in den Grenzen der möglichen Einnahmen halte. Was das zu bedeuten hat, wird erst klar, wenn man bedenkt, daß der Keren Hajessod durch die Vorschüsse, die er im Kreditwege genommen hat, und jetzt wieder zu nehmen im Begriffe steht, bereits für das nächste Jahr stark belastet ist und daß ferner gewisse Arbeitsgebiete eine wesentliehe Reduktion nicht vertragen; daraus erwächst die Gefahr, daß im nächsten Jahre die für die eigentlichen konstruktiven Aufgaben zur Verfügung stehenden Summen sehr gering sein werden. Diese Sachlage muß aber ,in Kauf genommen werden, um einmal die heutigen Schwierigkeiten zu liquidieren und zu künftiger Arbeit fortschreiten zu können. Die Bewegung Uatjedenfalls die Pflicht, die Exekutive in ihren Bemühung?»*«der Lage Herr zu werden, nachdrücklichst und aktiv zu unterstützen. Es ist ein gutes Zeichen, daß die Keren Hajessod- Eingänge für den Monat März eine früher kaum je erreichte Höhe aufweisen. Auch die Beschlüsse der Exekutive werden nur durch gesteigerte Anstrengungen und vor allem durch eine volle Erfüllung der Keren Hajessod- Pflicht der Zionisten durchgeführt werden können. Die Exekutive hat das A.-C. für den 5. Mai nach London einberufen. In der Sitzung des A.-C. sollen die Einzelheiten der Durchführung der geplanten Aktion beraten werden. Die Sitzung bekommt ihre besondere Bedeutung durch den bevorstehenden Kongreß, über dessen Ort und Zeit sie definitiv Beschluß zu fassen haben wird. Es kann aber wohl angenommen werden, daß der Vorschlag der Exekutive, den Kongreß am 21־. August in Basel zu eröffnen, allgemeine Zustimmung finden wird. Der Kongreß wäre aber verschwendet, wenn er nicht imstande wäre, außer den Fragen des Moments auch auf die Frage des Systems der zionistischen Arbeit als solchen eine Antwort zu geben. Die Frage, welches eigentlich die Funktion der Zionistischen Organisation im Aufbauwerk Palästinas ist, bedarf einer neuen Ueber- Prüfung. Die Autorität und die Aktionsfähigkeit der Zionistischen Organisation hat darunter gelitten, daß die Exekutive die ganze Verantwortung für die materiellen Probleme des Aufbaus trug und den Anforderungen