Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 22 (18.3.1927)
- Date
- 1927-03-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 22 jOtBÜCHI RUNDSCHAU Säte 101 Kinder als Zeichner nid Maler Bei Reuß & Pollack ist eine Ausstellung von 100 Kinder־ arbeiten aus dem Unterrichtsmaterial von Frau Eva Lachs! das insofern unser besonderes Interesse erweckt, da es sich hauptsächlich um Arbeiten jüdischer Kinder aus der j ü d i ־ sehen Schule in der Fasanenstraße handelt. - - Die Reform des Zeichenunterrichts, die uns durch die Bemühungen namhafter Pädagogen wie l.ichtwark und Kcrschensteiner und den Ausbau der Kunstschule durch Professor Philipp Frank die Gestaltungskraft und Phantasicwclt des Kindes in neuem Licht erschienen ließ, ist heute in den meisten Schulen bereits durch* geführt und hat ein beachtenswertes Material zutage gefördert, das uns in seiner Mannigfaltigkeit in Erstaunen setzt. Das Kind lebt in einer Phantasiewelt, die uns Erwachsenen meist ver* schlossen ist. Es gestaltet weniger nach Wahrnehmungsfaktoren als nach Vorstellungsbildern, schwelgt in Farben und schafft durch seine kindlichen Darstellungen oft Werke, die durch ihre künstlerische Prägnanz den Anspruch auf ein Kunstwerk zu erheben scheinen. Man darf jedoch derartige Leistungen nicht überschätzen. Meistens entwickelt sich dieses Können nur bis zu einem gewissen Grade, um dann doch im späteren Leben zu verflachen. Was aber Kinder durch verständnisvolle Leitung gewinnen können, das ist ein unbewußter Reichtum, der auch späterhin ihr Leben erfüllt, — Man kann aus den kindlichen Leistungen mancherlei Rückschlüsse auf verschiedenartige Begabung und geistige Einstellung ziehen. Ist nun bei diesen Zeichnungen ein Unterschied gegenüber denen anderer Schulen zu bemerken? Das jüdische Kind, bcsonders das in jüdischen Schulen erzogene, lebt in einer anderen Phantasiewelt. Es hat weniger Interesse an ürotlstadtdarstcl־ hingen, sondern beschäftigt sich intensiv mit den biblischen Themen, die in ganz eigener Art in ihm lebendig werden. Die Freude an der Farbe scheint eine naturgegebenere zu sein, Das jüdische Kind füllt mit einer gewissen fiebrigen Nervosität da» Blatt mit oft phantastischen Farben. Es ist t. B. erstaun־ lieh, wie ein zehnjähriger Junge die E$thcrge$cl1irhte in der Art persischer Miniaturen durchaus Orientalisch darstellt und wie er zur Erhöhung der Farbwirkung Gold und Silber mit hinrinmiseht. Im Gegensatz dazu stehen die Arbeiten eines anderen Knaben, der die Auffindung Moses durchaus raumklar gibt und der, in einer anderen Welt erzogen, nun schon zu realen Darstellungen, wie /. B. der eines Bahnhofes, neigt. Wenn ein Mädchen von zwölf Jahren eine Tiergartenlandschaft oder einen Fischladen malt, *o ist man erstaunt von der malerischen Sicherheit, mit der dieses Kind wie ein reifer Künitier die Farbe zu wählen versteht. Interessant ist der Unterschied zwischen manchen völlig naiven und manchen überreifen Darstellungen. Es ist die Aulgäbe des Zeichenlehrers, diese Phänomene richtig auszuw erten, d. h. diesen Kindern den Weg zu einer sinnvollen Gestaltung zu weisen und hierdurch ihre Gestaltungsfreudigkeit zu fördern. Alles in allem ist es freudig zu begrüßen, wenn uns durch solche Ausstellung Gelegenheit gegeben wird, in die frohe kleine Welt der Kinder zu blicken, Denn wir lernen dadurch, den Reichtum der Kinderseele zu achten und die Wichtigkeit eines verständnisvollen und individuellen Kunstuntemetites zu schätzen. Frau Eva Lachs beweist mit Ihrer Unterrichtsmethode die mannigfaltigen Möglichkeiten der Ausgestaltung eines f nichtbringenden Kunstunterrichts. Dr. KarlSchwarz. Jüdische Buch* und KutiifcAtisstelluntf in Zürich. Aus Zürich wird uns berichtet: Die U.Ö.B. ־.מAugustin Keller ,-,--' genannte Ausstellung, der zur lebhafte* ...re« Gestaltung eine Atmtä von Werkm^mläei^rMtstkv■ ms der Schweiz und aus Frankfurt a. M. beigegeben waren. Von den In der Schweiz lebenden Künstlern hatten Otto Wyjer in Aarau, Gregor Rabinovltch in Zürich, Madeleine Woog in Chaux de Fonds, die Bildhauerin Alice Guggenheim in Zürich, Alice Brandenburger* L e v a 1U a n t In Zürich und Arthur B r y k s in Porza bei Lugano Arbeiten eingesandt. In Auffassung und Technik bewegen sich alle in den Strömungen unserer Zeit, ein einziger, Bryks ist so stark Jude, daß er auch jüdische Stoffe behandelt. Die Buchausstellung, in deren Rahmen auch graphische Mappenwerke aufgenommen wurden, legte kein Gewicht auf Vollständigkeit, weist aber trotzdem auf jedem Gebiete Proben auf, wie man sie hier noch nicht gesehen c"!: ing e* *u,ch u״m die Propagierung des modernen Schrifttum*. »0 *tehen doch im Mittelpunkt die Handschriften und »Heil Drucke, welche die Züricher Zentralbibliothek aus der Sammlung Dr. Moritz Heidenheims beisteuerte. wJc?fr, e n Neffe des bekannten Gebetbücher-Redakteurs Wolf Helden heim, war getauft, lebte ln Zürich als For* ״״d vermachte am Ende des vorigen Jahrhunderts seine j'^t״״eJ<V!be*tehend *u® über 200 hebräischen Manuskripten und 3000 Drucken mit einigen Inkunabeln der Israelitischen Kultusgemeinde Zürich, welche wiederum das Legat der Zentralbibliothek übertrug. Die Veranstalter gaben sich alle Muhe, dem Publikum einen tieferen Einblick in das jüdische moderne Buchwesen zu verschaffen. Die Ausstellung war am Eröffnungsabend von den Logettmitglledeftt Und ihren Angehörigen, wie man sagt sehr gut besucht. Der Allgemeinheit wurde sie letz:cn Sonnabend mit einem Vortrag von Kantor Lieber über die Sprache und Literatur der Ost- Men zugänglich gemacht. Es soll als ein Zeichen, daß sich die Zeiten nur langsam ändern, nicht verschwiegen werden, daß zu diesem Vortrage kaum ein Westjude erschienen war, übrigens auch wenig Ostjuden.,. Es ist Fastnacht, das kulturelle Interesse der Juden in der Schweiz ist sehr schwach. Der Tanzwahnsinn hat bei ihnen nicht Halt gemacht. n w Der bekannte jüdische Musiker Prof. Julius Wolfsahn Hat Sich bereit erklärt, dem Keren Kajemeth 33 ״/« des Buchhändlerpreises als Rabatt zuzuführen, wenn seine im Verjag Universal Edition A.-O., Wien-New York ersehienenen Werke durch den Keren Kajemeth bestellt werden. Ls handelt sich um folgende Klavierwerke: Paraphrasen über altjüdische Volksweisen, Jüdische Rhapsodie nach altjiidischen Volksweisen und Zwei Doppelgriffstudicn nach der Etüde Op. 25 Nr, 2 von Chopin. Interessenten bitten wir, Bc- Stellungen an den Keren Kajemeth, Berlin W 15 י, Mcineke- Straße 10, zu richten. Todesfall. Aus Linz wird uns berichtet: Am 12. d. M. starb in Wien Frau Hilde Morgenstern, Gattin des Unter Rechtsanwalts Dr. Gustav Morgenstern. Mit der Verblichenen, die in allen zionistischen Kreisen auch über die Landesgrenzen hinaus größte Achtung gertoß, verliert die zionistische״ Gemeinschaft In Linz eine ihrer besten Person* liehkeiten. Die Verewigte hat auf allen Gebieten zionistischer Arbeit mit großem Erfolge gearbeitet und insbesondere ihre Tätigkeit im Keren Kajemeth Lejisrael konnte als durchaus vorbildlich bezeichnet werden. In der letzten Zeit widmete sie ihre Arbeitskraft der ״Wizo“. — Auch in Deutschland wird das Hinscheiden dieser eifrigen Gesinnungsgenossin, die wir noch beim Erfurter Delegiertentag als Gast' begrüßen konnten, mit lebhaftem Bedauern aufgenommen werden. «EPfPlTAUPLww Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70, Postscheckkonto Nr, 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. .»■«!!■■«ויי■... Sonntag, den 20,, und Montag, den 21. März JOd. soaial-demokr• Arbeiterpartei Poale Zion In Deutschland, in den Gesamträumen des Jungjüd. Wamierbundcs, Gr, Präsldentenstraßc 2. V. Landeskonferenz der Poale Zion. Montag, den 21. März abends 8'/s Uhr Klub Radikaler Zionisten, in der Konditorei Dobrin, Hackcscher Markt. Aussprache über das Thema: ״lieber die Grundlagen unseres Programms“. Einleitende Referate: Dr. Nachum Goldmann, Dr. Jakob Klätzkin, — Gäste willkommen. Dienstag, den 22. März abends 8/4 Uhr Gruppen West Und Charlottenburg, itn Sitzungssaal der Z. V. f. D., Mcinekestraß® 10. Herr Dr. Aron Barth: ״Bruch mit der Tradition.“ ־'" Abends 8'4 Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafd Bohne, Steglitz, AlbrccHtstr. 127 (am Bhf. Steglitz). Herr Dr. E. Ascher: ״Jüdische Bcvölkerungs- und Einwaiiderungapolilik ווו Palästina“. Donnerstag, den 2 t. März abends 8:!/, Uiir Sitzung der Vertretervergammlung der B. Z. V. im Sitzungssaal der Z. V. f. D., MeinekestralSe 10, Tagesordnung: 1. Neuwahlen zur Vcrtretervcrsammlung; 2. Politischer Bericht der Z. V,f. D. mit anschließender A״»• spräche; 3, Rechenschaftsbericht des Vorstandes; 4. Fvcntualia. Die Sitzung ist für Mitglieder der B. Z. V. öffentlich. Mittwoch, den 30. März abends S1/! Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Grcifswaldcrstraßc 222, Vorführung des Films: ״Unsere, Jugend in Palästina“. Referent: Herr Moses Waidmann. Jeden Donnerstag abends 9 Uhr Zusammenkunft der Charlottenburger Zionisten 1im Cafd Kcrsten, Kurfürstendamm 90, Die ״Echte Jalfaorange“ Mit Vergnügen sieht man dieses Jahr das Schild ״Hier gibts die echte J af fac fange“ an einer großen Anzahl von Obstllden, Obstwagen und Marktständen, und der Neugierige wird von jedem Verkäufer erfahren, daß er vorzügliehe Geschäfte mit dieser Frucht macht, ״wer die einmal gekostet hat, der nimmt keine andere mehr", erzählte vergnügt ein Obstwagenbesitzer In der Uhlandstraßc, ״ich verkaufe durchschnittlich 160 den Tag.“ aätigj-Propigmla für dtew eigenartig wohlschmeckende und wundervoll aromatische Frucht zu machen, aber — ״Genug ist nicht genug.“ Sicher wird es noch Immer viel Familien gebet!, die die ״echte Jaffa“ noch nicht gekostet haben, da es ja nun einmal immer Menschen geben wird, die sich schwer an eine neue Marke gewöhnen, und nicht jeder wird daran denken, daß er mit einem ständigen Verbrauch der Palästiriaapfelsinc die dortige Landwirtschaft für sein bescheidenes Teil unterstützt. Womit aber um Gotteswillen nicht der Anschein erweckt werden 8011, als ob man hierbei eine ״Mizweh“ tut —׳ der Feinschmecker wird bald heraus haben, daß er bet diesem Geschäft höchstens sich selbst die ״Mizweli“ antut, Jedenfalls aber bietet die ״echte Jaffa“ eine herrliche Gelegenheit, das Angenehme mit dein Nützlichen zu verbilden. Denen aber, denen Palästina b׳ sonders am Herten liegt, sollte man empfehlen, so oft Wie nt&rlich in Obstgesehlften nach der Jaffaorange zu fragen, um an. diese Weise etwa zurückhaltende Händler zu zwingen, diesen Artikel cinzuführeii. Es gibt scholl eine ganze Menge Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, bei jedem Spaziergang täglich einige Öbstgegehäfte ,,abzuklappern“, und hach der ״echten Jaffa“ zu tragen, um mit dieser leichten Arbeit auch Ihr Scherflein für die Land- Wirtschaft in Palästina beiztitragen. M. N. Europäische Tribüne. Die Idee eines Forums für den ,guten Europäer“ hatte man ehedem schon ein paarmal. Im Kriege verschwand die Idee bis zur Unkenntlichkeit und fand sich erst wieder in den Bändchen der französischdeutschen Gesellschaft ״Garte“, bis endlich derselbe Gedanke heute wieder von Mary S c 1111 e i d e r - B r a i 11 a r d in iiirer ״Europäischen Tribüne“ vertreten wird. Die ״Furopäische Tribüne“ wählte als Thema iiirer ersten Veranstaltung die Frage nach dem europäischen Weltbild. Arnold Zweig sprach zunächst instruktiv und bekennend von den ״Irrt ümern der Vorkriegsgeneration" und deckte als den fundamentalsten den Gegensatz auf, der zwischen der literarischen Wirklichkeit und der wirklichen Wirklichkeit herrschte. Politik war eine inferiore Angelegenheit gegenüber den geistigen Dingen, aber auch heute ist es noch nicht viel besser. Gustav Wyheken definierte den europäischen Geist als den männlich aktiven gegenüber dem fester um- ,rissenen, geformteren asiatischen Geist. Europa hatte bis zum 15. Jahrhundert gegen Asien zu kämpfen. Daraus erwuchs als Hauptkennzeichen der europäischen Geistigkeit der akti vis tische ImpefatHf, der besagt: wenn man glaubt, daß Leben vorhanden ist, muß man es gestalten ohne an den Nutzzweck zu denken, wie jener Rabbi, der einmal im Leben zweifelte, und als man ihm sagte, durch diesen einen Zweifel sei das ganze Verdienst seiner Frömmigkeit zerstört, antwortete: Nun wohl, jetzt erst kann der Dienst beginnen! — In den folgenden Analysen der wichtigste» Komponenten europäischen Geistes —- der romanischen, angd* sächsischen, slawischen — wurde des jüdischen Elementes nicht gedacht, obwohl sieh manche Anhaltspunkte ergeben hätten, so z, B., wenn Herr Hans Jacob von der Notwendtgkelt, der Erkenntnis des eigenen Wesens sprach, des ״Bodens, in dem man Wurzelt“. R» M, Die Zeitschrift ״Osteuropa“, die im Aufträge der Deutsehen Gesellschaft zum Studium Osteuropas in Verbindung mit mehreren hervorragenden Gelehrten von Prof. Otto Hoeuseh herausgegeben wird, bringt in ihrer Nr. 4 einen großen Aufsatz, von f >r. Mark Wi Schnitzer über ״Die Jndenfrage in der Sowjet-Union“, worin er insbesondere die nCtie jüdische Kolöfiisation schildert. - vermisrmes Konzert. Sonnabend, den 26. März, findet In der Hochschule für Musik. Hardenbergstraße, ein Konzert alter syn• agogaicr Musik unter Mitwirkung der Sängerin Lia Swet (1. Koloratursopran der Beuthencr Oper), des Oberkantors Alter (Tenor) und eines gemischten Chores unter der Leitung des Herrn Cheinia W i*n a w e r statt. Es werden in Deutschland zum erstenmal Werke von den alten synagogalen Komponisten Rußlands und Polens wie Mlnkowsky, Nowakowsky, Dunajewsky, Birnbaum 11. a. aufgeführt. Einleituiigsworte Redakteur Hermann Swet. Karten bei Bote & Bock, Theaterkasse Wertheim und an der Abendkasse. Poale Zion. Am Sonntag, den 20״ und Montag, den 2t. März, findet in den Räumen des Jung-Jüdischen Wanderbunclcs, Berlin C 2, Gr. Präsldentenstr. 2, die V. Landes- Konferenz der Poale Zion statt. Der Klub Radikaler Zionisten veranstaltet seine zweite Versammlung am Montag, den 2t. Mlrz, abends SG Uhr, in der Konditorei Dobrin, Hackescher Markt. Zu der Frage über die Grundlagen des Programms der Radikalen Zionisten, welche auf Wunsch der am ersten Abend Versammelten als Thema für die zweite Veranstaltung gewählt wurde, haben die Herren Dr. N. Go Id mann und «Dr. J. Klätzkin die einleitenden Referate übernommen. Gäste willkommen. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Sonnabend, den 19. d. M., abends pünktlich 8 Uhr, in der Aula der Knabenschule, Gr. Hamburger Str. 27, eine P u r i m * F e i e r. D1e*Festrede hält Herr Rabbiner Dr. L, A. Rosenthal. Gesangsvorträge: Herr Oberkantor Leo Ahlbeck. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. Jüdischer Schulvercin. Sonntag, den 20. d. M., nachm. (!Uhr, findet in der Aula der jüdischen Schule, Kaiserstr. 29/30. P u r i m t e i e r mit Darbietungen in deutscher unc eine hebräischer 5« Pf. sind Sprache statt. Eintrittskarten au der Abendkasse zu haben. zum Preise von Das dem Ahawah-Kinderhclm angcwhlossene jüdische Mädchenhelm gibt schulentlassenen Mädchen Gelegenheit zur gründlichen Erlernung des Familienlmislialtes, sowie des Großbetriebs und der Kinderpflege. Nach abgeschlossenem Hausiialtslciirjalir können die jungen Mädchen von dort aus einen ihren Neigungen entsprechenden Beruf in am Sabbath geschlossenen Betrieben erlernen. Das Heini ist bemüht, den jungen Mädchen eine gute Erziehung, behagliche Häuslichkeit und theoretische Ausbildung zü geben. Zu Ostern dieses Jahres sind noch zwei bis drei Plätze zu besetzen. Anmeldungen, möglichst von Gemeinden und Organisationen, sind zu richten an: Ahawah, Mädchcnheim, Berlin N24, Auguststr. 14/15. Persönliches. Zu seiner goldenen Hochzeit wurden dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde Flatow i. Gr., Herrn Philipp Falkenstein, zahlreiche Ehrungen zuteil. Die jüdische Gemeinde spendete gemeinsam mit der ״Chewra Kadischa“ einen silbernen Pokal. Kaufmännische Lehrstellen. Lehrlinge, die den kauf• männischen Beruf ergreifen wollen, können noch zu Ostern d. J. unentgeltlich gute Lehrstellen naehgewieeen erhalten. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berufs* beratung und Lehrstellenvermittlung, Berlin N 24, August- Straße 17. Ortsgruppen Grupp# dc$- XU• Bezirks dwf M• Z. V* Die «närtude- Ver-• ansfaltung der Gruppe des XII. Bezirk# findet am DIeft*ftt, den! 22. ,März, abends 8''» Uhr, im Cüfi Bohne, Steglitz, Albrecht- Straße 127 (am Bhf. Steglitz) statt. Herr Dr. Eileser Ascher spricht über ״Jüdische Bcvölkerungs- und Einwanderungspolitik in Palästina“. Gleichzeitig weisen *wir darauf hin, daß unsere Gruppenveranstaltungen ab April wieder regelmäßig an jedem 1. und 3. Dienstag des Monats stattfinden werden. Dortmund. Am Montag, den 2t. März, abends 81/8 Uhr, veranstaltet die Misrachi- und Zionistische Ortsgruppe einen Vortrag von Raw A111 ie 1, Antwerpen, im Saal de» Köllliischen Hots über ״Die nationale Einheit des jüdischen Volkes“. Gelsenkirchen. •Am 8. März fand die Generalversammlung der zionistischen Ortsgruppe statt. Aus dem Tätigkeitsbericht geht hervor, daß im verflossenen Jahre 22 Veranstaltungen!« Gelsenkirchen und Wanne stattgefunden haben. Die von der Ortsgruppe ins Leben gerufene Sprachschule zählt 32 Schüler, In den Vorstand wiedergewählt wurden: E. Stern, Ph. Hirsch, H. Stern. Ncugcwählt wurden J. Lieber und S. I.chvv, letzterer als K, K. I .-Vertrauensmann. Breslau. Arn Sonnabend, den 12. März, fand im Synagagensaa! des Rabbinerseminars — das große Auditorium ver* mochte die Zahl der Erschienenen nicht zu fassen — der erste öffentliche hebräisch •literarische Abend der hebräisciicn Sprachschule statt. Die Beteiligung war unerwartet groß. Auch nichtjiklisclie Professoren der Unive»ität folgten mit höchstem Interesse den Vorträgen und Diskussionsreden. Der Abend war ausschließlich den werken Acliad ITaams gewidmet, es sprachen Professor G u 11 m a n n über al scheie Sseipim, Herr Dr. Ra bi 11 über Techijatli haruacli, Lehrer Reznikow allgemein über Acliad Maams Stellung zur geistigen Judenrtöt. Zwei Schülerinnen der Sprachschule lasen Abschnitte aus Achad Haains Schriften. In der Diskussion spracheh zwei Hörer des Seminars über die Stellung der Jugend zu Acliad Haarn. Der Abend war ein außerordentlicher Erfolg• und hat viel zur Hebung des Interesses für unsere hebräische Arbeit in Breslau beigetragen. Weitere derartige Veranstaltungen sollen in regetmüßigen Abständen folgen. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Beriiu-Hakusee, Mark* graf-Xlbrecht-Straßc 11/12. Pufim*F estgottesdienst: Donnerstag, den 17. 3״ abends (Predigt: Dr. Prinz) 6,15 Uhr. Freitag, den 18. 3״ fruit (in der wochentagssynagöge) 7,30 Uhr. Sabbath- Gottesdien st: Freitag, abends 6,15 Uhr. Sonnabend, vorm. (Schrifterklärung) 10 Uhr. Minolta: 6,17 Uhr. Sabbath-Ausgang: 6,57 Uhr. Zwischen Mlncha und Maariw: Dinim. Wochentagsgottesdienst: täglich, morgens 7/30 Uhr, abends 6 Uhr. Montag, den 21. 3״ abends 8,15 Uhr (ln der Wochentagssynagoge) Lehrkursus: ״Einleitung in die Bibel“, V. Teil. Jüdische Gemeinde. Freitag, den!8. März, abends in allen Synagogen sowie in den AltersversorgungSaflStalten: 6G Uhr. Sonnabend, den 19. März, morgens: Syn. mit altem Ritus und Altersversorguugsänstalten: 9 Uhr: Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 71/8 Uhr, Hauptgöttesdienst 10 Uhr. Predigt: Syn. Levetzowstr.: Dr. Lcwköwitz. SehrlfterkJärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Lcvy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Alte Syn.: Rabb. Nobel, Syn. lurttb. Ufer: Dr. Bleichrode; 41,8׳ Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur L#vy. Sabbatauigang: 6,57 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn. bis 31. Mlrz: ö Uhr; morg. Syn. mit alte» Ritus außer Syn. Pestalozzistr.: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: 7>/s Uhr, und Syn. Pestalozzfctr.