Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 18 (4.3.1927)
- Date
- 1927-03-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. IS JÜEUlSCHfi RONBSCHXÜ Sdte 129 VeowaUeo zur Valftlerversamniliuig der B.Z.V. Der Hauptvorstand der B.Z.V. hat beschlossen, die Neu• wähl der Vertreterversammlun? auszuschreiben. Die Wahlen finden in der Zeit vorn 3. bis 6. April statt. Wahlberechtifft und wählbar sind alle männlichen und weiblichen Mit- ״fieder der B. Z. V״ die mindestens 18 Jahre alt sind, soweit die Rechte der Mitgliedschaft nicht nach § 7 des Statuts ruhen. Jeder Wähler muß den Nachweis erbringen, daß er den Schekel für das Jahr 5687 bezahlt hat. Die Zahl der m wählenden Vertreter wird noch bekanntgegeben, wird jedoch mindestens 23 betragen. Die Wahlen erfolgen geheim nach dem Proportionalwahlsystem und dem Prinzip der gebundenen Listen. Die Wahlvorschläge sind spätestens am 23. März im Büro der B.Z.V., Meinekestr. 10, einzurcichen. Der Wahlvorschlag muß mindestens von 30 Wählern eigen• händig (mit Ruf- und Familiennamen) unterzeichnet sein, von denen einer als für weitere Verhandlungen bevollmächfigter Vertreter zu bezeichnen ist. Kein Wähler darf mehr js einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Von jedem Vor- :eschlagenen muß die schriftliche Zustimmung zur Aufnahme ja den Wahlvorschlag und ein schriftliches Versprechen der pflichtmäßigen Ausübung des Amtes beigefügt werden. Bewerter dürfen auf mehr als einem Wahlvorschlag kandidicrcti, jedoch nur auf einem an erster Stelle, Die Bewerter sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahlvorschlag darf auch mehr oder weniger Bewerber enthalten, als Delegierte zu wählen sind. Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden. Die Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden Wahlvorschläge ebenfalls am 23. März dem Büro der B. Z. V, gegenüber übereinstimmend schriftlich erklärt werden. Die Wahlordnung kann im Büro der B. Z. V. in den Ge- ־bäftsstunden eingeschen werden. Die Wahlliste liegt in der Zeit vom 7. bis 14. März in den Geschäftsstunden m Büro der B. Z. V. aus. Wir fordern hierdurch zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf. Genaue Wahlbestimmungen werden noch bekanntgegeben. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Dr. Apfel Förderung des MnsQnvesens in Palästina Das auf Initiative des Professors Schor von der Moskauer Musik-Akademie begründete Komitee zur Förderung des Musik- Wesens in Palästina hat itn Hause des Herrn Dr. Bernhard Kahn seine konstituierende Sitzung abgehalten. Prof. Einst ein erklärte sich bereit, das Ehrenpräsidium des Komitees zu übernehmen. Zum Präsidenten wurde der bekannte Berliner Musikkritiker, Prof. Adolf Weißmann, gewählt. Dem Komitee gehören ferner an die Herren Dr. Bernhard Kahn, Prof. Hugo Leichtentritt vom Musical Curier in New York, Arnold Zweig, Saul Tschernichowski, Arno Nadel, Frank Warschauer, der Direktor des Odeo-Musikhauses Guttmann, der Kapellmeister der Städtischen Oper Michael Tau be, Dr. Kurt Singer und Frau Dr. Martha Nothmann. Das Sekretan'at hat ehrenamtlich Herr Herrmann Swet übernommen. ״Mit den Herren Professoren Schor und Rosowski, die gegenwärtig an der Spitze des Musiklebens in Palästina stehen, soll ein ständiger Kontakt unterhalten werden. GordRS-Galeiikabend Aul Mittwoch, den U. März, veranstaltet der Hapoel- Hazair, Berlin, einen Goraon-Öedenkabend. An diesem Abend werden unter anderen Robert le lisch über ״Gonions Leben und Lehre" und S. Rawidowicz über ״Gordon und der jüdische Nationalismus" (Hebräisch) sprechen. Der Abend findet um 8(2 Uhr in den Räumen c/er Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10, statt. Arbeilslafliing desGröppcnverbandesRcchlsrheialand, Wesüalen Am Sonntag, den 6. März 1927, findet in Essen int Restaurant Alt-Essen, Kentwigerstr. 9, eine Arbeitstagung des Gruppenverbandes statt, zu der alle Zionisten des Bezirkes cingeladen sind. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen: 10(4 Uhr früh: Eröffnung der Tagung. 1. Zwischenbilanz desZionismus (die zionistische Auffassung der Judenfrage — die wachsende Anerkennung der zionistischen Ideologie — Zionismus als hervorragendste Erscheinungsform des zeitgenössischen Judentums — Palästinaaufbau als Kern zionistischer Arbeit — Wechselwirkung: Zionismus — Palästinaaufbau — die Krise in Palästäa, ihre Ursachen und ihre Gefahren י Maßnahmen zu ihrer Ueberwindung — A.-C.-Sitzung und Kongreß). Referent: Moses Waldmann, Berlin. Aussprache. 2. Besprechung praktischer Gruppenverbandsarbeit (Keren Kajemeth, Keren Hajessod — Zionistensteuer — Schekelarbeit und Propaganda — Jugendarbrit — Hebräisch — Gemeindefragen). 3. Z i e I e der gegenwärtigen und zukünftigen Arbeit. Referent: Kurt Loewenstein, Duisburg. Aussprache. Gegen 6*/» Uhr abends: Schluß der Tagung. Für rituelles Mittagessen ist in der Glückauf-Loge, Dreilindenstr. 90, gesorgt. Die Tagung dient in erster Linie einer klaren Erkenntnis und Besprechung der gegenwärtigen zionistischen Situation, insbesondere der Lage in Palästina. Aut Grund umfassender Informationen sollen dann unsere eigenen zionistischen Aufgaben besprochen werden. Es wird daher erwartet, daß kein wirklich interessierter Zionist dieser Tagung fernbleibt; die Anwesenheit aller Funktionäre der Bewegung wie auch der Jugendführer ist selbstverständlich. Die nach Bagdad entsandte Misrachi-Abordnung hat in Bagdad 1500 Aktien der Misrachi-Bank verkauft. BrieflMsten der Redaktion Wißbegieriger. Unsere Informationen ü%er die Bcmerkungen des Pfarrers Haack aus Breslau in einer Sitzung des Lucken-Bundes, die wir der Breslauer Jüdischen Zeitung entnommen hatten, sind trotz der Vcrarehungsversuche der Jüdisch-liberalen Zeitung vollkommen richtig. Wie uns die Breslauer Jüdische Zeitung mitteilt, befindet sich in ihren Händen das Protokoll jener Sitzung, in der die zitierte Bemerkung fiel. Sämtliche jüdischen Mitglieder der Breslauer Ortsgruppe, darunter auch die der Liberalen Vereinigung an gehörenden, bestätigten durch ihren Austritt den Vorgang. Die Angelegenheit ist »ns viel zu unwichtig, um auf die Bemerkungen der Liberalen Zeitung in einem ähnlichen Ton einzugehen. Wir verweisen daher auf die Breslauer jüdische Zeitung, die sich in ihrer dieswöchentlicheu Nummer mit der Sache ausführlich auseinandeisetan wird. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestraße 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonntag, den 6. März abends 7< » Uhr im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstr. 115/116, Großer Gescllschaltsabend des Mlsrachi mit künstlerischen Darbietungen. Mitwirkende: Alfred Wittenberg, Armin Seldner, Hans Balder. Reichhaltige und schöne Tombola. Karten mm Preise von 10 und 5 M. erhältlich im Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1, bei der Misrachi-Fraucngnippe und an der Abendkasse. Für Jugendliche Karten zu M. 3,— mir im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Mittags 12־ Uhr Großer Saal des Logenhauses, Kleiststraße 10, Joel-Engel-Geden kfeler. Es sprechen: Staatsrat Dr. Jakob Teitel, Dr. Julius Brazkus, Saul Tschernichowsky, Arno Nadel und Hermann Swet. Im musikalischen Teil wirken mit: Oberkantor Moses Tasclilitzki, Leo Rjasanzeff (Bariton), Männerchor des Herrn Winawer. — Eintritt frei. Montag, den 7. März abends S'4 Uhr Gruppe West, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, Herr Agr. Dyk: ״Probleme der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina“. Dienstag, den 8. März nachm. (45 Uhr Jüd.-Nat. Frauenverelnigung, Frauengruppe Charlottenburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. SS. Nachm. (45 Uhr Jütf. Frauenarbeitsgemeinschaft Grunewald, Zusammenkunft bei Frau Dr. Weltsch, Chartottenbrunner Str. 42. Mittwoch, den 9. März abends 8*4 Uhr Harpoel-HazaYr. im Sitzungssaal der Z.V. f. D., Meinekestraße 10. Gordon-Gedenkabend. Chawer Robert Weltsch: ״Gordons Leben und Lehre". Chawer S, Rawidowicz: ״Gordon und der jüdische Nationalismus" (hebräisch). Sonntag, den 13. März nachm. (45 Uhr Im Festsaal des Hotels, Prinz-Albrecht-Str. 9, Zentralbüro des deutschen Mlsrachi. Offizieller Festakt mit anschließendem Bankett. Eintritt frei. ־- Bankett: Gedeck M. 5,50. Festrede: Herr Dr. Oskar Wolfsberg. Sonnabend, den 12. März abends 9 Uhr Im Kaisersaat des Zoo Jabiläumshall des KerenKajanctb Lejisrael , gemeinsam veranstaltet mit der B.Z.V. Karten im Büro des Keren Kajemeth Lejisrael und der B. Z. V., Meinekestraße 10, Bismarck 7163/70. (»ruppenverband Sachsen—Anhalt Tagung am Sonntag, den 13. März, vorm. 11 Uhr, in Halle, Vercinshatis St. Nicolaus, Nicolaistraße 9/11. Tagesordnung: 1. Referat von Herrn Fritz N a p 111 a 1 i ־ Berlin: Konsolidierung der Palästinawirtschaft. 2. Referat vor! Dr. Salli H i r s c h - Halbcrstadt: Probleme der zionistischen Innenarbeit. 3. Aussprache, __ Zionistische Fördcratio« ״Misrachi“ Anläßlich des 23 jährigen Jubiläums des Wclt-Misrachi veranstaltet das Zentralbür» des deutschen Misrachi und die Berliner Ortsgruppe eine Festwoche. Diese wird eingeleitet am Sonntag, den 6. März, abends 7(4 Uhr, durch einen Oesellschaftsabend im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstr. 115. Für den künstlerischen Teil haben sich zur Verfügung gestellt 11. a. der bekannte Violin-Virtuose Alfred Wittenberg, Armin Witner, Opernsänger, Hans Balder, Lieder zur Laute, sowie erstklassiges Kabarett. Zur Ausgestaltung des Abends wird eine von ersten Finnen gestiftete Tombola wesentlich beitragen. Aus dem großen Kreis der Spender seien nur einige wenige genannt: L. Posen, Wwe., Markgraf & Co., Beatus, Willi Neißer, Hermann Hoffmann, Michels & Cie., Ciebr. Stollwerck, Trumpf, Venetia, Fcodora, Enver ßev, Reemtsnia, Haus Neucrburg־, Sarotti, Haus Bergmann, Loescr & Wolff, Zigarettenfabrik L. Wolff, Kantorowicz A.-G., Norddeutscher Lloyd, eine Orga- Schreibmaschine, Pprztllanfabrik Rosenthaf, Blum, Oberhof u. a. Karten zum Preise von 10 und 5 M. im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1 (Norden 1159) und bei der Misrachi-Frauengruppe, sowie an der Abendkasse. Karten für Jugendliche in beschränkter Anzahl zum Preise von 3 M. sind nur im Misrariu-Zentralbüro erhältlich. Im Laufe der Woche findet eine öffentliche Versammlung mit Raw Amiel, Antwerpen, als Hauptredner statt. Den Abschluß bildet am 13. März, 5 Uhr nachmittags, ein Festakt mit anschließendem Bankett im Hotel Prinz Albrecht, Prinz-Afbrecht-Str. 9. Der Eintritt zum Festakt ist frei. Das Couvert für das Bankett stellt sich auf 5,50 M. Bestellungen sind umgehend zu richten an das Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1, Für die LEIPZIGER MBSSE-Besucher | Dienstag, d«n 8. Mir* (2. Messetag), *bends 8 Uhr | spriehf, § im ThestersMl des Krystallpalnstes, Leipzig, Wintergartenstr. | Oherrabb. Prot. dp. Ghaies, Wien | ׳״״ I ifnim» «s mmr amwa ■1uan u. ■icmuoan״ Persönliches. Am tl. März 1927 vollendet Herr Hermann Abraham, der Begründer der ״Kindervolksküchen und Volkskinderhorte" und des ״Vereins für Kindererhohmgshei me“, sein 80. Lebensjahr, Abraham schuf im Jahre 1891 das ״israelitische Heimathai» und Volksküche“, Gormannstraße 3, und im Jahre 1917, zum Gedächtnis seiner verewigten Frau, das ״Johannaheim“ für hilflose israelitische Kinder ln der Elsässer Str. 11, Beide Institutionen bestehen heute noch und wirke« segensreich. Der edle Menschenfreund ist anläßlich seines Festtages Gegenstand dankbarer Sympathien. Vrfff1bzh|#1 Oberhausen. Am Sonnabend, de« 5. März, findet fa allen Räumen des städt. Parkhauses, abends 8«/* Uhr, ein Purimbatl zugunsten des Jubiläums des Keren Kajemeth statt. Veranstaltet vom Keren Kajemeth Oberhausen und Bar Kaehba Oberhausen. Es wurde keine Mühe gescheut, um recht frohe Stunden zu bieten. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V«, Frankfurt a. M. Am Montag, den 7. März, abends 8(4 Uhr, findet im großen Saale der Frankfurt-Loge eine öffentliche Vor- Sammlung statt, auf der Dr. Siegfried Auerbach, Dr. Michel Qriiiieliaura und Bertha Pappen heim über das Thema: ״Grundfragen jüdischer Gemeinden" referieren werden. Anschließend freie Aussprache. Leipzig. Am Dienstag, den 8. März (2. Messetag), abends S Uhr, findet im Theatersaal des Kristallpalastes, Wintergartenstnifle 15, ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Chajes, Wien, über das Thema: ״Zionismus als Mittler zwischen Juden und Nichtjuden" statt. Jüdischer Schulverein, ln unserer privaten jädisehen Volksschule, Fasanenstr. 79/80, können Kinder zur Aufnahme für Ostern 1927 täglich (Montag bis Freitag) von 12—1 Uhr, וווו Schullokal angcmeldet werden. Joel-Engel - Gedenkfeier. Nachstehende Organisationen: die ״Zionistische Vereinigung für Deutschland", ״Berliner Zionistische Vereinigung“, ״Komitee zur Förderung der Musik in Palästina“, ״Verband der russischen Jaden in Deutschland“, ״Beth Waad Iwri“, ״Juwal-Verlagsgeselbclttft für jüdische Musik“ und die ״Gesellschaft aer Fremde jüdischer Musik". haben sich zu einer gemeinsamen Joel- Engel-Gedenkfeier zusammengeschlossen, welche am Sonntag, den 6. März 1927־, mittags 12 Uhr, Im großen Saal des Logenhauses, Kleiststr. 10, stattfindet. Es sprechen: Staatsrat Dr. Jakob Teitel, Dr. Julius Bruzkus, Saul Tschernichowsky, Arno Nadel und Hermann Swet. Im musikalischen Teil wirken mit: Oberkantor Moses Taschlitzki, Konzertsänger Leo Rjasanzeff und ein Männerchor unter der Leitung des Herrn Chemia Winawer. Eintritt frei. Mainz. Am 17. Februar sprach Herr Dr. Hurwitz in kleinem Kreise unserer Ortsgruppe über das Thema: JOonistische Bewährung in der Galuth“. Er ging von der lähmenden Resignation aus, in der ein großer Teil unserer Gesinnungsgenossen sich heute befindet. In seinen weitem» Ausführungen zeigte Referent die Ursachen dieser Restgnation und wies auf die Wege hin, die zur Ueberwindtatg möglich sind. Dem interessanten und anregenden Vorfrage folgte eine Debatte, in der auch über die Arbeit In Mainz gesprochen wurde. _______ Hamburg. Im Jüdischen Gemeindeverrin Wandsbek sprach am 22. Februar Herr Leopold Landau über Wirtschaftliche Vorgänge der letzten Jahre in Palästina. Im Verlaufe seines über anderthalbstundigen Vortrages bezeichnet« er die gegenwärtige Uebcrtreibung der pessimistischen Stirnmung als ebenso bedenklich, wie die Uebcrtreibungen im palästinensischen Wirtschaftsleben, die zu dem letzten Rückschlag geführt haben. Der Vortrag klang in die Aufforderung aus, daß die Diaspora die Arbeit in Palästina nicht durch übelwollende Kritik hemme, sondern durch anfeuerndfts Wohlwollen in Gesinnung und Tat fördere. ' Bar Kochba, Berlin. Am Mittwoch, den 23. Februar, hielt Herr Direktor Kareski einen Vortrag vor den Mitgliedern des Bar Kochba über die kommende Jugendarbeit der jüdischen Gemeinde. Der Referent führte ungefähr folgendes aus: Die Arbeit der Jüdischen Gemeinde ist in den letzten Jahren in bezug auf moderne Entwicklung und neuzeitliche Aufgaben steril geblieben. Dies lag einerseits an den schliminen Jahren der Nachkriegszeit und Inflation, welche auch die Jüdische Gemeinde in eine äußerst schwierige Finanzläge gebracht hatte, andererseits aber daran, daß fast ein Jahr lang die neugcwählte Repräsentanz durch den bckannten Protest der Liberalen nicht in der Lage gewesen war, sich zu konstituieren und die Geschäfte der Gemeinde zu jibernchmen. Jetzt, nachdem die Finanzlage der Gemcinde einigermaßen geklärt und gesichert ist, könne man wieder daran denken, den Aufgabenkreis der Gemeindearbeit zu erweitern. Besonders sei dabei von den Führern der Volkspartci gedacht an ein besonderes Dezernat, weiches sich mit den Angelegenheiten der jüdischen schulentlassene« Jugend befassen soll und alle Bestrebungen dieser Jugend schützen und fördern soll. Unter Leitung eines besonderen Dezernenten sollen die Führer der jüdischen Jugend selbst die Geschicke ihrer Verbände verantwortlich in die Hand nehmen. Jüdische Gemeinde, Freitag, den 4. März, abends in allen Synagogen sowie in den Altersversorgungsanstaltcn: 5V« Uhr. Predigt: Synagoge Lützawstr. 16: Dr. Wiener. Sonnabend, den 5. März, morgens: Syn. mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten: 9 Uhr; äyn. mit neuem Ritus: Früligottesdienst 7(4 Uhr, Hauptgottesdienst 19 Öhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Rosenberg; Syn. Kaiserstr. 29/30; Dr. Loewenthal; Syn. Rykestr.: Dr. Weyl; Neue Syn.: Dr. Blumenthal; Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer; Syn. Fasanenstr.: Dr. Galliner; Syn- Lcveizowstr.: Dr. Lewkowitz. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Levetzowstr.: Dr. Finkei, Syn. Rykestr.: Dr. Freier; 4(4 Uhr: Münchener Str.: Dr. Arthur Levy, Sabbatausgang: 6,31 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen bis 16. März: 5(4 Uhr; morgens Syn. mit altem Ritus außer Synagoge Pcstalozzistr,: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus und Synagoge Pcstalozzistr.: 7(4 Uhr. Synagoge ״Oer Friedenstempel“, Bcrlia-Halcnsee, Markgraf-Albrccht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends (Predigt: Dr. Prinz) 5(4 Uhr. Sonnabend vormittags (Schrifterkiärung) 10 Uhr. Mincha 5,51 Uhr, Sabbatausgang 6,31 Uhr. Zwischen Mincha und Alaariw: Dinim. Wochentagsgofteschenst: Täglich morgens 7(4 Uhr, abends 5(4 Uhr. Montag, den 7. März, abends 8(4 Ulu־: Vortrag des Herrn Dr. Prinz im ״Tiergartenhof“: ״Die jüdische rnui in Ver״ gangeaheit und Gegenwart“/