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Jüdische Rundschau · 1927-02-18 · Heft 14 (18.2.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 14 (18.2.1927)
Date
1927-02-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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100 »זו״׳^ז JUTOTSCHE RUNDSCHAU schaumig \ crsdiicden cin/urkhteii wären, um auf diese Welse dem Tage ein dinrnkteristisrhes Gepräge zu geben und unsere jüngste Jugend mit der Gemeinschaft ihres Volkes zu verwurzeln- * ״Was man nid» erfliegen kamt, muH man erhinken“, sagt Rückert, und cs sei keine Sünde, zu hinken. Feistestem fürrnt sich auf, das Stück für Stück gesprengt sein will, und unendlicher Mühe bedarf es, wenn der weg sich bahnen soll, der zur Höhe führt. Doch diese Qual des Weges darf den nicht schrecken, der den Abgrund kennt, dem unweigerlich der Müde verfallen muß. Wir sollten uns bewußt sein, daß es ein Zurück nicht mehr gibt und daß keine Gefahr, die uns begegnen kann, vergleichbar ist mit dem Unheil, dem wir nicht entgehen können, wenn wir weiter in Quietismus verharren. Erkenntnis und Bekennermut sind die Forderungen, die ich erhebe. Kein anderes Gesetz darf bindend sein als die Stimme unseres Gewissens. Die aber befiehlt uns, unser Ideal einer jüdischen Erneuerung fortzupflanzcn in die Herzen kommender Geschlechter und jedes Mittel zu verschmähen, das Verrat wäre an unseren heiligsten Ueberzeugungen. Wer will, mag uns Ketzer nennen. Wer den Versuch der Verweltlichung unserer Festtage als Gotteslästerung empfindet, werfe den ersten Stein auf uns. Wir fühlen uns rein. Wenn es ein großer und weiser Gott war, der das Volk Israel durch alle Klippen hindurchgesteuert und es erhalten hat, damit es Zion neu begründe, dann kann dieser Gott nicht kleinlich auf einem Schein bestehen, der zu Zeiten ausgestellt wurde, wo der Mensch ohne den Ballast der modernen Erkenntnis in glückseliger Primitivität dahinlebte. ״Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterb4'?״ fragt Rilke in einem seiner zartesten, sehnsüchtigsten Gedichte. Wir nehmen die Frage auf: Kann es Gottes Wille sein, daß Israel zugrunde geht, weil seine besten und gläubigsten Menschen nicht die Kraft haben, ihn za verwandeln und damit aus seiner Vereinsamung zu erretten? Sind die Chaluzim gottlos? Ist die Kraft, die die Zionsbewegung treibt, ei» Götzendienst? Ist der nur Gott wohlgefällig, der unentwegt an traditionellen Imaginationen festhält und ein zu seiner Zeit sinnvolles Gesetz für unabänderlich erklärt? Zionismus ist — das fühlen wir — der Anbeginn einer neuen Welle metaphysischen Empfindens, das diese Zeit des stumpfen Materialismus ablösen wird. Gott zu verwandeln, ist unsere Aufgabe. Ihn nach unserem Bilde zu gestalten als jenen ״Wald von Widersprüchen“, von dem der Dichter singt, als das letzte nicht enträtselbare Geheimnis dieser furchtbaren, sinnlos erscheinenden und doch so leidvoll geliebten Welt.!Vachbemerkang der Redaktion Wir haben den vorstehenden Ausführungen Raum gegeben, weil wir der Ansicht sind, daß hier an ein brennendes Problem unseres Lebens gerührt wird, vor dem die Augen aus diesem oder jenem Grunde zu verschließen sinnlos wäre. Durch die Veröffentlichung dieser individuellen Ansicht ist aber keineswegs ausgesagt, daß die Redaktion sich mit dem Inhalt identifiziert. Innerhalb der Zionistischen Organisation gibt es auch kulturpolitische Anschauungen, die denen des Autors diametral entgegengesetzt sind. Wir werden auch solche zu Worte kommen lassen und wünschen, daß daraus eine Klärung und vor allem eine für die Zukunft des Judentums entscheidende Tat folgt. Eingesandt Revisionistische Ungenaaigkeiten Herr Gersehon Agronski, der bekannte amerikanische jüdische Journalist und Leiter der Publizitätsabteilung der palästinensischen Exekutive, der auf der Durchreise von Jerusalem nach New York einige Tage in Berlin weilte, sendet uns folgende, Zuschrift (Uebersetzung aus dem Englischen): An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Als ein Fremder in Berlin und im deutschen Zionismus fühlte ich mich nicht berechtigt, bei dem Empfang zu Ehren von Herrn Jabotinsky und Großmann am Montag Abend von der Einladung des Vorsitzenden, an der Diskussion teilzunehmen, Gebrauch zu machen. Aber als Palästinenser ist es mir vielleicht erlaubt, die Aufmerksamkeit der deutschen Zionisten auf einige Einzelheiten in den beiden Reden zu lenken, die ich nicht anders als als Ungenauigkeiten und Halbwahrheiten bezeichnen kann. Diese Tatsachen müssen von einiger Wich- Hgkeit sein, da die revisionistischen Redner sie mit so lieftigern Nachdftick unterstrichen. 1. Es ist nicht richtig, zu sagen, wie Herr Jabotinsky tat, der Mangel an Boden sei daran schuld, daß nur etwa 12 °ö der Einwanderer aufs Land gegangen sind. Es ist eine Tat- Sache, daß der bereits in jüdischen Händen befindliche Boden die Ansiedlung von Hunderten von Familien und Dutzenden von Gruppen ermöglicht hätte, wäre der Keren Hajessod in der Lage gewesen, einen größeren Teil seiner Eingänge für neue landwirtschaftliche Kolonisation zu verwenden. Die Tat- Sache, daß die neue Kolonisation von nur etwa 200 Familien erst jetzt beginnt, ist mehr auf Mangel an Geld als auf Mangel an Boden zurückzuführen. 2. Es ist eine Tatsache, daß bis zu diesem Jahr das hebräische Schulwerk keine nennenswerte Unterstützung vom Erziehungsbudget der Palästinaregierung erhielt. Dies ist jedoch nicht länger so. In diesem Finanzjahr wird die Regierung £ 10 000 oder zirka 10 ״ö des zionistischen Erziehungsbudgets beitragen. Es besteht die Hoffnung, daß der Beitrag im nächsten Jahre erheblich größer sein wird. Diese Teilnahme der Regierung, die als Bedingung nur ein Minimum an Kontrolle der Verwaltung und des Lehrplanes stellt, ist von so anerkannter Bedeutung, daß es nicht zuviel verlangt ist, die revisionistischen Führer mögen in Zukunft auch darauf hinweisen, — sowohl als einen ernsten Erfolg der ununterbrochenen zionistischen Bemühungen in diesem Punkt als auch als einen Beweis der Bereitschaft der Regierung, Forderungen zu erfüllen, wenn sie gerechtfertigt sind und die Erfüllung möglich ist. 3. Was das Gesundheitswesen betrifft, — ist es nicht eine der Erwähnung werte Tatsache, daß während der Typhusepidemie die Regierung in Erkenntnis der Unzulänglichkeit der jüdischen Spitäler und in Erfüllung der Vorschläge des Waad Habriuth etwa 100 Betten in Regierungsspitälern ausschließlich für jüdische Typhuspatienten zur Verfügung stellte? Und wenn ich nicht irre, so beschäftigt sich das Regierungsdepartement für Gesundheitswesen jetzt mit dem Plan, das Hadassa-Spital in Tel-Awiw unter seine Obhut zu nehmen, es als eine munizipale Institution, mit Anspruch auf volle Regierungsunterstützung anzuerkennen und es nach dem Standard von Tel-Awiw, d. "h. nach jüdischem Standard, mit entsprechendem Personal und entsprechender Bezahlung zu verwalten. Diese Zugeständnisse eines Departements, das niemals den jüdischen Bedürfnissen gegenüber besonders freundlieh war, wurden durch geduldige Bemühungen und durch begründete Darlegung jüdischer Rechte herbeigeführt. 4. Noch auf einen Punkt möchte ich hinweisen, nämlich die Behauptung, daß britische Freunde des Zionismus nicht mit den wichtigsten zionistischen Beschwerden gegen die Mandatar- Nr. 1« Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonnabend, den 10. Februar abends 8 Uhr Jüdischer Studentenvcreln, Friedrichstr. 115. Vortrag des Herrn B. Locker: 25״ Jahre Poale Zion“. Eintritt frei. Montag, den 21. Februar abends 8 Uhr Jüd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Schöneberg, Zusammenkunft bei Frau Hasse, Martin-Luther-Str, 47. Freie Jüdische Volkshochschule. Zyklus: Mündliche Buchkritik über Neuerscheinungen der jüdischen Literatur. Montag, den 21. Februar, 1/38—1/29 Uhr, Synagoge Fasanenstraße. Referent Dr. Max Wiener: Religionsphilosophie. Montag, den 28. Februar, 1/28—1/29 Uhr, Syn. Fasanenstr. Referent Dr. Robert Weltsch: Palästinafragen. Dienstag, den 22. Februar nachm. 1/25 Uhr Jüd.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppe Charlotfcnburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Nachm. 25/י Uhr Jüd. Frauenarbeitsgemeinschaft Gruncwald, Zusammenkunft bei Frau Feuerring, Teplitzer Sfr. 25. Mittwoch, den 23. Februar abends 8'/״ Uhr Gruppe West-Charlottenburg, im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststr. 10. Tecabend. Vorführung des neuen Palästina-Films: ״Unsere Jugend in Palästina". Festrede: Dr. Nahum Goldmann; Gesangsvorträge von Leo Qollanin. Mittwoch, den 2. März abends 81,4 Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Str. 222. Herr Dr. Moritz Bileski: ״Grundlagen der zionist. Politik“. Sonnabend, den 12. März JubHäums-Kostümball des Keren Kaiemeth Lejisrael? gemeinsam veranstaltet mit der B. Z. V. im Kaisersaal des Zoo. macht vertraut gemacht worden sind. Wie eine solche Behauptung möglich ist, angesichts der drei aufeinander folgenden Memoranden der Zionistischen Organisation an die Mandatskommission, überschreitet mein Verständnis. Aber da speziell auf Colonel Wedgwood Bezug genommen wurde, halte ich es für richtig, zu sagen, daß ich den Colonel auf seinem Wege nach Palästina in Aegypten getroffen habe und er mir damals sagte, er betrachte es als seine Aufgabe, Lord Plumer und seine Untergebenen zu bewegen, ״ihre Sache (ge* gen&ber dem Zionismus) mit Enthusiasmus und nicht widerwillig zu tun״. Es Ist wahr, daß der Colonel viel mehr über die widerstrebende Haltung der britischen Beamten in Palästina zt| sagen hatten, »;achd*» «» das »Land-vefiassen hatte; aber zu sagen, er se| nicht ־vorher informiert gewesen, ist nicht richtig. Die verantwortlichen Persönlichkeiten der zionistischen Leitung, welche die Reisen von Colonel Wedgwood und Commandar Kenworthy nach Palästina veranlaßfen, bezweckten zweifellos damit, daß diese begeisterten Freunde unserer Bewegung sich selbst überzeugen mögen, daß die zionistischen Beschwerden nicht übertrieben gewesen sind. Ich bin tisw. G. A g r o n s k y. Berlin, 16. Februar. Vermischtes K. J. V. Der Sport-V. J. St. sowie der Altherrenbund des Sport-V. J. St laden sämtliche Bbr Bbr. zu ihrem aus Anlaß des Stiftungsfestes am Sonntag, den 20. Februar, 8 Uhr abends, im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststr. 10, stattfindenden Ball ein. Karten zu 3 M. erhältlich im Büro des K. J. V., Kurfürstenstr. 150 (Kurfürst 1093). Um rechtzeitige Bestellung der Karten wird gebeten, da dieselben nur in beschränkter Anzahl ausgegeben werden. — Der 7. Kartelltag findet am 27. und 28. Februar in Berlin, Logenhaus, Kleiststr. 10, statt. Auswärtige Bbr. Bbr., die daran teilnehmen und auf Freikarten reflektieren, müssen dies unverzüglich dem Büro des K. J.V., Berlin W35, Kurfürstenstr. 150, mitzuteilen. Die Galerie Neumann-Nierendorf veranstaltet im Rahmen ihrer literarischen Abende am Montag, den 21. Februar, abends 81/2 Uhr, in ihren Räumen einen Vortrag von S. v. Radecki aus Gogols Werken und am Dienstag, den 22. Februar, abends 82/י Uhr, im Blüthner-Saal. einen Vortrag aus eigenen Werken von Ernst Toller. Toller wird u. a. Novellen und Szenen aus neuen Dramen lesen. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, den 21. Februar, einen Vortragsabend, Beginn pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstr. 2/4. Herr Rechtsanwalt Max Feblowicz spricht über das Thema: ״Recht und Moral“. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Freie Jüdische Volkshochschule. Prof. Heinrich Loewe beginnt am Montag, den 21. Februar, 1/39—410י Uhr, Synagoge FasanenstraBe, seinen Zyklus von 5 Abenden über ״Namen der Juden“. — Zyklus: Mündliche Buch- Kritik über Neuerscheinungen der jüdischen Literatur. Morttag, den 21. Februar, 1/38—1/30 Uhr,"Synagoge Fasanenstraße; Referent: Dr. Max Wiener: Religionspnilosophie. — Montag, den 28. Februar, 1/28—1/39 Uhr, Synagoge FasanenstraBe; Referent; Dr. Robert Weltsch: Palistinafragen. — Zyklus; Jüdisches Frauentum. Mittwoch, den 23. Februar, V29—1/210 Uhr, Synagoge Fasanenstraße; Referentin: Frau Dr. Klausner-Cronheim: Gesundheitliche Verhältnisse, Kinderreichtum und Kinderarmut der jüdischen Frau. Sonderveranstaltung. Kapellmeister Albert Kellermann: ״Die Entwicklung der hebräischen Gesänge und Melodien von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart“. Letzter Abend: Dienstag, 22. Februar, 8—9 Uhr, Kaiser- Friedrich-Schule, Charlottenburg, Knesebeckstr. 24. Solisten; Charlotte Rosen, Leo Gollanin. Konzert- Am Donnerstag, den 24. Februar, findet im Schubert-Saal, Bülowstraße 104 (Nollendorfplatz) ein Jiidischer Liederabend statt unter Mitwirkung aes Komponisten Arno Nadel,Henny Lehmann und M. Sakaschansky. Billetts bei A. Wertheira, Bote & Bock, Juval-Verlag und an der Abendkasse. Die Berliner Misrach!-Ortsgruppe veranstaltet am 6. März in den Räumen des Brüdervereins, Brüderstr. 115, einen großen Gescllsehafts abend mit künstlerischen Dar- Bietungen. Reichhaltige und schöne Tombola. Karten zum Preise von M. 10,— und M. 5,— im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1, und bei der Misrachi-Frauengruppc. Stettin. Die hiesige Chewrah Kadischah beging am 8. Februar 1927 ihr 105 jähriges Bestehen. Jüdischer Schulverein. In unserer privaten jiidisehen Volksschule, Fasanenstr. 79/80, können Kinder zur Aufnahme für Ostern 1927 täglich (Montag bis Freitag) von 12—1 Uhr, im Schtillokal angcmeldet werden. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung. Die Frauenarbeitsarbeitsgruppe hat in ihrer letzten Zusammenkunft beschlossen, die Arbeiten für das Berliner Chaluzheim zu übernehmen. Gesinnungsgenossinnen, die zur Mitarbeit bereit sind, werden gebeten, sich an Frau Lotte Engel, Cuxhavener Str. 13 (Tel. Moabit 2390) oder an das Frauensekretariat, Meinekestraße 10 (Bismarck 7165—70), zu wenden. Bundesblätter des Techelcth-Lawan. in den letzten Tagen erschien die vierte Nummer der ״Bundesblätter des Teclieleth-Lawan“. Sie berichten vornehmlich über die Situation der Jugendbewegung und über die Winterlager des Techeleth-Lawan. Die Bundesblätter des Techeleth-Lawan sind durch die Hanhallafh Techeleth-Lawan, Komärov bei Troppau, Schwarze Mühle, C. S. R., zu beziehen. Preis des Heftes 50 Pf. Kredite für Wohlfahrtsanstalten. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden macht darauf aufmerksam, daß die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte ihr bedeutende Mittel zur Verfügung gestellt hat, die in Darlehnsform den ihr angeschlosscnen Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge für Erwachsene und Jugendliche, sowie Lehrlingsheimen und Altersheimen zugute kommen sollen. Alles Nähere itn Büro, Oranienburger Str. 13/14. Soziale Arbeit. Auf Anregung des Jüdischen Frauenbundes e. V., Verband Berlin, veranstaltet dieser gemeinsam mit dem Wohlfahrts- und Jugendamt der Jüdischen Gemeinde Berlin und dern Landesausschuß der Jüdischen Jugendverbände Groß-Berlin einen Einführungskursus in die soziale Arbeit. Der Kursus beginnt am 1. März 1927, das Programm des Kursus sieht folgendes vor: Dienstag, den 1. März 1927: 1. Begrüßung: Frau Bertha Falkenberg; 2. Formen und Methoden der Wohlfahrtspflege; Fräulein Dora Silbermann. Dienstag, den8. März 1927; Wirtschaftliche Fürsorge: Frau Dr. Löwenberg. Dienstag, den 15. März 1927: Gesundheitsfürsorge: Fräulein Frieda Wein reich. Dienstag, den 22. März!927: Er- Ziehungsfürsorge: Fräulein Hilde Ottenheimer. Dienstag, den 29. März 1927: Streifzug durch die Wohlfahrtsgesetzgebung: Herr Dr. Georg Lubinski. Dienstag, den 5. April 1927: Die Jüdische Gemeinde Berlin und ihre Für- Sorgeeinrichtungen: Herr Paul Frank. — Der Kursus wird mit Besichtigungen von Einrichtungen der jüdischen Wohlfahrtspflege verbunden sein. Er findet jeweils Dienstag Abend, von 8—10 Uhr, in der Form eines Seminars, Berlin Gß, Rosenstr. 2/4, statt. Anmeldungen werden bis zum 25. Februar d. I. an die Geschäftsstelle des >4erbandes Berlin des Jüdischen Frauenbundes, Rosenstr. 2/4,. Berlin C 2, erbeten. Die Teilnehmergebühr beträgt für den Abend 0,50 M., für den ganzen Kursus 2 M. örtspappen Zionistische Bezirkstagung für Ost- und Nordwestfalen. Am Sonntag, den 13, Februar, fand in Hamm eine Bezirkstaguag für Ost? Und Nordwestfalen־ statt. Eine verhältnismäßig größere Anzahl von Gesinnungsgenossen war der Einladung hierzu gefolgt, um die Möglichkeiten und Aufgaben der zionistischcn Arbeit in diesem Bezirk zu beraten. An die Referate von Herrn Moses Waldmann, Berlin, über Zionismus und Palistinaaufbau und Kurt Löwenstein, Duisburg, über Gegenwartsaufgaben der zionistischen Arbeit schloß sich eine eingehende Aussprache an, in welcher insbesondere von den einzelnen Vertrauensleuten Bericht über die lokale Arbeit erstattet wurde. Es herrschte allgemein die Ueberzeugung, daß es notwendig sei, die zionistische Arbeit in diesem Bezirk zu intensivieren und daß die Aussichten für diese Arbeit bei genügender Unterstützung nicht zu unterschätzen sind. Dies gilt sowohl von der allgemeinen wie insbesondere von der Arbeit über die Fonds, Ueber die Aufgabe der K. K. L.- Arbeit wurde insbesondere eingehend gesprochen. Zur Durchführung aller notwendigen Arbeiten wurde eine Bezirksgruppe für Ost- und Nordwestialen gebildet, welcher alle Ortsgruppen und einzelnen Zionisten aus diesem Bezirk angehören, und eine besondere Leitung für diese Bezirksarbeit eingesetzt. Es ist geplant, bereits in nächster Zeit wieder zusammenzukommen, um die Arbeit zu fördern. Mülheim/Ruhr. Am 29. Januar fand in Mülheim/Ruhr ein Fest zugunsten des Keren Kajemeth anläßlich der Jubiiäums-Aktion statt. Der Abend war ein voller Erfolg, und cs konnte ein Reinertrag von 1000 M. nach Berlin abgeführt werden. Um das Gelingen hatten sich besondere verdient gemacht: Frl. Herzig, Geschw. Tanne, Frl. Brender, Frl. Siegelwachs und Herr Ostfeld, Duisburg. Schneldemühl. Am Sonnabend, den 5. Februar, sjjrach Herr Karl Glaser, Berlin, im Sitzungssaal des Gemeindehauses über ״Kampf und Aufbau im Judentum“. Die Ver- Sammlung* wurde von Herrn Rechtsanwalt Ascher, Schönlanke, geleitet. _ Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halensee, Markgraf-AIbrecht-Sfr. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag, abends (Predigt: Dr. Prinz) 5.30 Uhr. Sonnabend vormittags (Schrifterklärung, Einsegnung) 10 Uhr. Sonnabend nachmittags in der Wochentagssynagoge: Jugendgottesdienst, 4 Uhr. Mincha 5,27 Uhr, Sabbat-Ausgang 6,07 Uhr.. Zwischen Mincha und Maariw: Dinim. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7,30 Uhr, abends 5 Uhr. Montag, den 21. Februar 1927, abends 8,15 Uhr, in der Wochentagssynagoge, Lehrkursus: ״Einleitung in die Bibel, III. Teil“. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 18. Februar, abends, in allen Synagogen: 5,30 Uhr. Predigt: Synagoge Pestalozzistraße: Dr. Wiesel. Sonnabend, den 19. Februar, morgens, Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr; Synagogen mit neuen! Ritus, Frühgottesdienst: 7,30 Uhr. Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Altersversorgungsanstalten: 1. Große Hamburger Straße 26, 18. Februar, abends 5,30 Uhr; II. Schönhauser Allee 22, 18. Februar, abends 5/50 Uhr; III. Exerzierstr. 13, 19. Februar, morgens 9 Uhr. Friedhol Weißensee, Lothringenstr. 22 (Alte Halle, Warteraum), 18. Februar, abends 6 Uhr. Predigten: Synagoge Lindenstraße: Dr. Warschauer; Synagoge Lützowstraße: Dr. Wiener; Synagoge Levetzowstraße: Dr. Finkei. Schrifterklärung: Synagoge Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr Alte Synagoge: Rabbiner Nebel; 4 Uhr Synagoge Lindenstraße: Dr. Blumenthal; 4,30 Uhr Synagoge Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang: 6,07 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen bis 24. Februar: 5Uhr; morgens Synagogen mit altem Ritus außer Synagoge Pesfalozzistraße: 7 Uhr; Synagoge Pestalozzistraße und Synagogen mit neuem Ritus: 7,30 Uhr.

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