Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1927-02-11 · Heft 12 (11.2.1927) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 12 (11.2.1927)
Date
1927-02-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2652877-2652889--18892-2676707
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Einzelnummer 0,30 Goldmarh JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Varlag Berlin W 15. Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bet der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, vierteljibrlich 5,25 Goldmsrk. Aas!81)df«bo*»!»eme<1t8 werdet! m 6m Wihrostf 6m •iasal&ats Linder berechnet Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Melaekestr.tO Telephons Amt Bismarck 7165—70. Ajuceigsapreiat Sje9p«k*Nosf»areilisre11eOJSOG^H. St<50et1fJesaob«fO,SSCL-M. AczeigeoscUlaBt D cnittg und Freitag saebmMtsg 4 ühr. Telephon: Bismarck 7165-70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392• För Ogg***־r*!ef11 PoftsparkaMeaamt Wie«, Koste Nr. IttOSß. Ffir T*cheeb0c!0v«fc«4: Po *«ק• rk*M**a1at Pr•!. Ko«to Kr. 59 410. Fftr Polens P05ttg}*rkft8fg»amt Watsch*«, Kosh» Nr. 196 70& Redaktlonssehluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 12 | Berlin, 11.11.1927 ט׳ אדר א'׳ תיס״ז | xxxh. Jahrg. Der Zionismus erstrebt für da« indische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Helmstitte In Palästina. *Basaler Programm.*• Die Arbeitstage in Palästina Arbeiterschaft und Zion. Exekutive Die Moazah der Acbduth Haawodah bat in der vorigen Woche in Tel-Awiw eine Sitzung abgehalten, die sich mit dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beschäftigte. Der Hauptbeschluß dieser Sitzung ist ein Antrag an die Histadruth, wonach diese der zionistischen Exekutive folgendes Ultimatum stellen solle: Wenn nicht binnen zwei Wochen Arbeit für mindestens 3000 Arbeiter geschaffen werden wird, lehnt die Histadruth jede Verantwortung für die Lage auf dem Arbeitsmarkt ab, hört mit der Verteilung der Arbeitslosenunterstützung auf, verlangt von ihren Mitgliedern, daß sie ihre A ernte r in der zionistischen Exekutive niederlegen, mobilisiert die Arbeitslosen und orgatvsiert in der Oeffentlichkeit einen offenen Kampf für die Beschäftigung der Arbeitslosen. * Die Beratung der Arbeiterorganisation begann am 31. Januar. In einem Artikel des ״Dawar“ nimmt am gleichen Tage M. Beihnson Stellung gegen die Beschlüsse der Achduth Awodah. Er führt aus, cs komme in der heutigen Situation sehr auf den ״Stil“ an, in welchem man die Forderangen der Arbeiterschaft formuliert. Die Arbeiterschaft könne die Verantwortung gegenüber der zionistischen Bewegung nicht ablchnen, denn sie sei es, die den zionistischen Gedanken verwirklicht. Wenn man Forderungen aufstellt, so muß man nicht nur sagen, was man fordert, sondern auch welche Wege man für die Erfüllung der Forderungen empfiehlt. In der Sitzung selbst w׳urde zunächst mitgetcilt, daß das Schiedsgericht in der Angelegenheit der Trennung von Tel- Chai und Klar Giladi einstimmig zu dem Resultat gekommen ist, die Haltung der Arbeiterorganisation zu billigen. Sodann wurde mrtgetei't, daß die dritte allgemeine Arbeiterkonferenz Montag, am 17. Weadar (21. März), in Tei Awiw eröffnet wird. Dann wendet sich die Konferenz dem Hauptgegenstand der..• Berat««!..»».»Iptfdt.4«, Präge d$r,Ar, fa t i f s 101 i g - kelt 'Ben Giirbi führt "li4! *Inen» *Wtl• stische Oeffentlichkeit habe sich daran gewöhnt, daß die Arbeiterorganisation das ganze Joch auf sich nimmt und die Verantwortung trägt unef die zionistische Welt stehe daher mit völliger Gleichgültigkeit den immer schwieriger werdenden Verhältnissen gegenüber. Man beschäftige sich mit Debatten mit den Revisionisten oder mit Angriffen auf die Arbeiter, statt mit der einzig wichtigen Frage, nämlich der Arbeitsbeschaffung. Das wertvollste Gut des Zionismus steht auf dem Spiele. Fast ein Drittel der Arbeiterschaft im Lande ist in Gefahr, zu verkommen. Die Aufgabe der Beratung sei daher, der Zionistisehen Organisation den Ernst der Lage vor Augen zu führen, eine deutliche Sprache nach Jerusalem und Amerika zu sprechen. Im Verlauf der Debatte sprach, nachdem Berichte über die Arbeitslage in den einzelnen Städten gegeben worden waren, der Leiter des Arbeitsdepartements der Exekutive, Sprinzak. Er berichtet, daß das Arbeitsbudget der Exekutive längst erschöpft ist. Das Budget wurde bereite aut HO000 Pfund erhöht. An Steile der vorgesehenen 33 000 Pfund für öffentliche Arbeiten wurden bereits 53 000 Pfund ausgegeben, wozu noch Verpflichtungen von etwa 20000 Pfund kommen. Etwa 18 CW0 Pfund wurden für Unterstützungen ausgegeben. In verschiedenen Motstandsarbeiten sind jetzt 1300 Arbeiter beschäftigt, int Mai wird für 500 Arbeiter Beschäftigung bei den Irrigationsarbeiten sein. Für die Arbeiten in Jidro, die Gebäude in den landwirtschaftlichen Siedhingen, in der Kischon-Ebene usw. werden noch Verhandlungen geführt. Sprinzak legt dar, daß die Zionistische Exekutive alle vorhandenen Möglichkeiten ausgeschöpft habe und der Lage ihre ganze Aufmerksamkeit zuwendet. Mit Drohungen sei nichts auszurichten, vielmehr sei das Problem, eine viertel Million Pfund zu finden. Die Exekutive habe das ganze Material an Weizmann nach Amerika geschickt und dieser habe geantwortet, es bestehe die Hoffnung, außerordentliche Mittel aufzutreiben. Kaplansk v berichtet über die durchgeführten Mißnahmen: erstens hat man durch Kürzung der anderen Budgets das Arbeitsbudget erhöht; zweitens verhandelt man wegen einer Anleihe von 35 000 Pfund für die Irrigation im Ernek, dabei werden im Februar schon 1500 Arbeiter eingestellt werden, und wenn die Anleihe erlangt wird, dann wird im April/Mai noch Arbeit für 1500 sein. Im September dürfte Ruthenberg viele Arbeiter beschäftigen. Für andere Arbeiten sei eine Anleihe von 50000 Pfund erforderlich, mit deren Hilfe man 1500 Arbeiter In Jidro und bei den Bauten in den landwirtschaftlichen Siedlungen beschäftigen kann. Trotzdem werden noch Arbeitslose bleiben und die Unterstützungen etwa 30000 Pfund erfordern. Die erforderlichen Anleihen für die erwähnten Arbeiten betragen insgesamt 120 000 Pfund. Die zionistische Exekutive strengt alle Ihre Krifte an, um die•« Beträge zu bekommen. Im weiteren Verlauf der Debatte, die sielt mehrere Tage hinzog, hielt Ben Gurion nochmals eine scharfe Rede, in welcher er die Forderungen: Zurückziehung der Arbeiter- Vertreter aus der Exekutive, ultimative Forderung von 200 000 Pfund für Arbeitsbeschaffung, El'dting einer Kommi'.sion für Arbeit, Herantreten an die Regierung — formulierte. Von mehreren Rednern wurden sehr beachtenswerte Vorschläge gemacht. Im allgemeinen trug die Debatte einen zwar er- Idärlichcrweise überaus erregten, aber doch sehr man(- wortungsbewußten Charakter." Die Beschlüsse der Beratung sind noch nicht bekannt. * Wie der Jerusalemer Korrespondent der Ziko unter dem 9. d. M. telegraphiert, hat Dr. Weizmann auf Grund einer ihm übermittelten genauen Darstellung der jetzigen Lage in Palästina telegraphisch mitgeteilt, daß noch I m Laufe dieses Monats aus Amerika £ 60000 nach Palästina überwiesen werden würden. Im ״Dawar“ schretht M. Bellinson über die Fragen der Arbeitsbeschaffung. Die erste Forderung sei nach innen gerichtet, an die Mitglieder der Histadruth, die regelmäßige und feste Arbeit haben. Außer der Beteiligung an einer finanziellen Aktion käme auch eine Teilnahme der Arbeiterwirtschaften durch die Aufnahme der arbeits- und brotlosen Chawerim in die Wirtschaften selbst in Frage, besonders derjenigen, die sich für den landwirtschaftlichen Beruf entschieden hätten. Es ist zwar vorauszusehen, daß die Sachverständigen wiederum über die Wirtschaftlichkeit der Arbeiter zetern werden wenn die Histadruth diesen Weg beschreite. Aber sie nehme auch dieses auf sich, da sie wisse, daß keine andere Möglichkeit bestehe. Die nächsten Forderungen richten sich an die Regierung und an den Jischuw. Die Forderung an den Jischuw laute: Ein Ende der Ausbeutung des jüdischen Arbeiters, absolute Anerkennung der Arbeiterorganisation bei öffentliehen und privaten Arbeiten, Anerkennung des Prinzips jüdischer •Arbeit und entsprechende Vermehrung der Arbeit in den Kolonien, Erhöhung des unzureichenden Lohnes dort und Beteiligung aller Kreise am ״Ozar Hajischuw“. Die Hauptforderung aber richte sich an die Z10nistische Organisation und ihre Organe hier und im Qaluth. Es soll kein Verzweiflungsruf vom Lande Ins Galuth ausgehen, aber ein Warnungsruf gegenüber jener Ruhe und Sicherheit, die heute Im Galuth herrschen. Der der zionistischen Sache ergebene Zionist im Galuth hat heute kein Recht, sein normales Leben weiterzuführen und sich mit seinen normalen Opfern zu begnügen. Diesen Druck Palästinas *uf das Galuth zu vermitteln, ist die erste Aufgabe der Zionistischen Exekutive. Ferner obliegt es der Exekutive, große Mittel für die Ausführung öffentlicher Arbeiten bereitzustellen. Dazu gehört auch die Durchführung des vielbesprochenen Anleihe- Projektes. Kongreß und 4.-C. Der Vorsitzende des Aktions-Coraites, Herr Leo Motzkin, der mehrere Tage in Berlin weilte, äußerte sich über Befragen auch zu der in der Presse aufgetauchten Nachricht einer möglichen Verschiebung des Kongresses. Herr Motzkin erklärte, daß nach seiner Meinung die erwähnten Gerüchte völlig grundlos sind. Wohl sei die Meinung ausgesprochen worden, daß für den Fall der Entsendung der geplanten Sachverständigeit-Kommisslon zur Ausarbeitung eines Wirtschaftsplanes der Kongreß vor einer schwierigen Situation stünde, weil er ohne die Resultate dieser Kommission ru kennen, den Arbeitsplan der nächsten zwei Jahre schwer aufstellen könnte. Doch bestehe die Hoffnung, daß die Kommission bis zum Herbst ihre Arbeiten beendet hat und dann könnte der Kongreß im Oktober stattfinden. Dies alles sind jedoch nur Kombinationen, da eine Entschefdung über diese Frage nur das Aktions-Comitfi fällen könnte. Wie Herr Motzkin mitteilt, besteht der Plan, das Aktions-ComibS Anfang Mai in Palästina zusammentreten zu lassen. Eine ganze Anzahl von Mitgliedern der Exekutive und des A.-C. Baben bereits ihre Zustimmung erteilt. Doch ist eine definitive Anberaumung der Sitzung noch nicht erfolgt. Der Vorsitzende der Z. V. f. D., Herr Kurt Blumen» leid, wird sich Ende dieses Monats zu otehrwöchenUichem Aufenthalt nach Palästina begeben. Tagung des Minderheitcnausschusses Am 1. und 2. Februar hat in Dresden der int _vergangenen August vom Minderheitenkongreß in Oenf gewählte Ausschuß getagt und wichtige Schritte zur Organisierung der Minderheitenzentrale sowie zur Vorbereitung des nächsten Kongresses getroffen. Anwesend waren die Vertreter der Deutschen, Juden, Polen, Ungarn und Katalonier. Der Präsident des Ausschusses, Dr. wilfan, Triest, konnte an der Tagung nicht teilnehmen, weil er kein italienisches Ausreisevisum bekommen hatte. Auf Antrag des jüdischen Vertreters wurde sodann zum Vorsitzenden dieser Tagung Dr. Schiemann, Riga, gewählt. Die Sitzung hat bereits ein reichhaltiges Programm für den nächsten Kongreß der Minderheiten, der voraussichtlich Ende August in Genf tagen wird, ausgearbeitet, wobei insbesondere folgende Probleme behandelt werden sollen: Wirtschaftsfragen, Sprachenfragen, eine theoretische Begründung für das staatliche Zusammenleben vom Mehrheitsvolk und nationalen Minderheiten, die Frage der Schiedsgerichte zwischen Mehrheitsvolk und Minderheiten u. a.m. Auch das Problem der Staatenlosen soll auf die Tagesordnung kommen. Jüdischerseits nahm das Präsidialmitglied Leo Motzkin (für die nationalen Minderheiten aus Ost- und Südosteuropa) an den Verhandlungen teil. Das Büro der Minderheiten soll unter Leitung des Dr. Amnunde von Mitte Februar an in Wien seinen Sitz nehmen. Das Problem Die Situation in Palästina spitzt ,sich immer b®־ denklicher zu. Der Mangel an!ausreichenden matcrieilen Mitteln hat zur Folge, daß die vorhandenen Gelder nicht wirklich produktiv angelegt werden können, da sie zur Linderung momentaner Not verwendet werden müssen. Die Aufrechterhaltung des vom A.-C. im vorigen Sommer festgesetzten Budgets der Palästina* Arbeit ist längst in Frage gestellt. Trotzdem die Arbeitslosigkeit alle irgendwie verfügbaren Mittel verschlingt, ist eine nennenswerte Erleichterung nicht zu spüren. Diese Situation schafft nicht nur ein sehr ernstes Ökonomisches, sondern auch ein psychologisches Problem. Denn die Lage ist auf die Dauer unerträglich, nicht nur für die Arbeitslosen selbst, sondern auch für die verantwortlichen Führer, die bisher mit bewundemswerter Energie und Geduld standgehalten haben. Welch ein Zeichen für die Kraft einer Idee, wenn sie Menschen fähig macht, im Glauben an das Endziel so schwere persöttliehe Leiden zu tragen! Mehr noch als die guten Zeiten des Aufschwunges geben uns diese schweren Zeiten der Enttäuschung den Beweis für die lebendige Kraft und Wirkung zionistischen Wolleus. Aber die Lasten sind ungleich verteilt Der nationale Idealismus, der die fortgesetzten bohrenden Plagen de* Alltags durch viele Monate hindurch im Glauben, daß die Besserung schließlicji kommen muß, überwindet, droht zu erlahmen, wenn die am schwersten von der Last Betroffenen den Eindruck haben, daß nicht alle Zionisten die Not des Tages wirklich zuinnerst m i tem p f i nden. Sogar im Lande selbst sind nicht alle Schicht»». wriji beÄiiAm den Kosten dazu, daß statt fester Geschlossenheit im Kampfe gegen die Krise eine innere Zerrissenheit sich geltend macht. In der gedrückten Stimmung schiebt eine Gruppe der andern die Schuld an der Krise in die Schuhe. ln Palästina haben sich ln der letzten Zeit die Gegensätze zwischen der Arbeiterschaft und den übrigen Teilen des Jischuws verschärft. Die bürgerlichen Eiemente halten die Zeit für günstig, einen Vorstoß gegen das zu unternehmen, was sie die ״Vorherrschaft der Arbeiter" nennen. Statt anzuerkennen, daß die Aufrechterhaltung 500־ Ruhe und Ordnung bei größten Entbehrungen und Rationierung der Arbeitstage ein außerordentliches Verdienst der Arbeiterorganisation ist, versucht man immer wieder, die Arbeitsämter der Organisation, denen dieses Durchhalten zu danken ist, zu schwächen. Vielfach wird die Arbeitslosigkeit dazu benützt, die Arbeitslöhne auch dort zu drücken, wo es nicht nötig wäre, z. B. in Kolonien und Unternehmungen, die ganz guten Gewinn abwerfen. Daß dies die Arbeiter mißtrauisch macht, da säe fürchten müssen, die Arbeitgeber würden die Krise ausnützen, um den Arbeitern in bezug auf die Lohnhöhe eine entscheidende und auch später nicht gut zu machende Niederlage beizubringen, ist verständlich, wiewohl diese psychologische Situation nach unserer Meinung auch zu Fehlern auf seiten der Arbeiterorganisation führt, die sich sagen müßte, daß ein künstliches Hochhalten der Löhne auf die Dauer schwer durchführbar ist, wenn man an ein schnelleres Tempo des Aufbaues und ständige Einwanderung denkt. Die Arbeiterschaft selbst hat seit langer Zeit verschiedene Maßregeln zur Erleichterung der Lebenshaltung des städtischen Arbeiters vorgeschlagen (Schchunoth Owdim usw.), sie wird jedoch auch der Notwendigkeit einer allmählichen Angleiehung־ der Löhne an die natürlichen Produktionsbedingungen ins Auge sehen müssen. Vielleicht müssen dazu ruhigere Zeiten kommen. Heute ist jedenfalls nicht der Moment, den Arbeiterführern ihre ohnedies sehr exponierte Position gegenüber den ständiger radikaler Agitation ausgesetzten Arbeitern tinnötig zu erschweren. Die Arbeiterschaft ist heute gegenüber kritischen Bemerkungen sehr empfindlich, weil sie mit Recht das Gefühl hat, daß sie als einzige geschlossene Gruppe in schwerster Zeit auf den vorgeschobenen Posten des Zionismus ausharrt. Gelegentliche Zwischenfälle, wie sie vor kurzem in Sichron Jakob und Hadar Hakarmel vorgekommen sind, wo demonstrierende Arbeitslose ein paar Fensterscheiben einschlugen und Polizei eingreifeti mußte, werden in Palästina zum Anlaß nationaler Moralpredigten genommen; man vergißt, daß solche Expfosionen in Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Hungers überall in der Welt unvermeidlich sind, und daß nicht diese Fälle, sondern im (Gegenteil die Seltenheit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.