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Jüdische Rundschau · 1927-02-01 · Heft 9 (1.2.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 9 (1.2.1927)
Date
1927-02-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette 64 JUEÖISCHE RUNDSCHAU Nr. 9 Sitzung des Landesvorsfandes der Z. V. L D. Am Sonntag, den 30. Januar, fand eine Sitzung des Landes- Vorstandes der Z. V. f. D. statt, die sehr stark aus allen Teilen des Reiches besucht war. In der Vormittagssitzung wurde die Lage in den zionistischen Ortsgruppen bcsprachen, worüber die Herren Dr. Julius Rosenfeld־ Karlsruhe, R.-A. Max Jacobsohn - Breslau und Dr. Sally Hirsch- Halberstadt referierten. Im Anschluß daran berichtete Frau Wronsky über zionistische F rauenarbeit. An der Aussprache beteiligten sich die Herren Dr. Wolfheim- Erfurt, Dr. Weißmann-Beutlieii, Dr. Kanowitz-Berlin, Frau Jettka Levy-Berlin, Dr. Rudolf Samuel-Breslau, Dr. Deutschmann-Oppelu, Frau Lina Wagner-Tauber-Berlin, Frau Dr. Zadik-Berlin, Dr. Meinhold NuUbaum-Nümbcrg, Dr. Ernst Simon-Frankfurt und Kurt Blumenfeld. In den Referaten und In der Debatte wurden die Aussichten und die Schwierigkeiten der Ortsgruppenarbeit erörtert und vielfach Anregungen zu einer Ausgestaltung der Arbeit gegeben. In der Nachmittagssitzung־ erstattete Dr, Max Mayer ein Referat über die Arbeit des Ausschusses der Z. V. f. D. für Kultur- und Erziehungsarbeit. Sodann erstattete der Vorsitzende der Z. V. f. D., Herr Kurt Blume nfeld, einen Bericht über die Lage im Zionismus und in Palästin a, insbesondere auch im Hinblick auf den bevorstehenden Kongreß. An das Referat schloß sich eine längere Aussprache, an der sich die Herren Samuel, Lichtheim, Berger, Weltsch, Feuerring, Ernst Simon und Bileski beteiligten. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die die Frage der Frauenarbeiten durcharbeiten und bestimmte Vorschläge für Ihre weitere Ausgestaltung ausarbeiten soll. Ein Antrag von Dr. Wolfheim auf Finanzierung der Haehscharah (berufliche Ausbildung der Chaluzim) in Deutschland wurde dem Geschäftsführendcn Ausschuß überwiesen, und es wurde bcschlossen, die allgemeine Frage der Haehscharah auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Landesvorstandes zu setzen. Vermischtes Die ״Gesellschaft der Freunde der Jerusalem-Bibliothek“ 4111t ihre Hauptversammlung am Donnerstag, den 3. Februar 1927, in der Wohnung ihres Vorsitzenden, Herrn Sanitätsrat Dr. Gustav B ra d t, Berlin W, Potsdam er Straße 27, abends 8*4 Uhr, ab. Gegenstände der Beratung und Beschlußfassung der Hauptversammlung sind: a) der Jahresbericht des Schriftführers; b) der Rechnungsbericht des Schatzmeisters und der Bericht des Prüfungsausschusses; c) die Entlastung des Vorstandes; d) de Neuwähl des Vorstandes. Die Mitglieder werden hiermit zur Sitzung eingeladen. Gäste und Freunde sind willkommen. Verein der ehemaligen Hörer der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Donnerstag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, in der Aula der Hochschule: Vortrag des Herrn Dozenten Prof. Guttmann: ,,Neue Untersuchungen über das Verhältnis Spinozas zu den jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters“. Gäste willkommen. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Riffta, Große Hamburger Str. 27, Um eine Uebersicht über ifi dnzurichtende Klassen zu ermöglichen, werden Damen und Herren sowie Schüler, die die Absicht haben, im Sommersemester Kurse an der Hebräischen Lehranstalt zu belegen, um eine baldige schriftliche Anraeldüng bei dem Unterzeichneten gebeten. Erwünscht sind möglichst genaue Angaben über eventuelle hebräische Vorkenntnisse. — N. Berggrün, Leiter der Hebräischen Lehranstalt, Grunewald, Alte Allee 7. Tel.; Uhland 8111 (1—2 Uhr). Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Redaktion der Zeitschrift für jüdische Kunst und Kultur ״Mult es Jövö“ (Budapest VI, Rövav u. 14) veranstaltet auch diesmal im April eine Gesellschaftsreise nach Palästina, unter der Leitung des Chefredakteurs Prof. Dr. loseph Patai, der Palästina bereits mehrmals bereist hat. Das Programm umfaßt alle Sehens- Würdigkeiten und ist auf etwa vier Wochen geplant. Preis der ganzen Tour, inbegriffen sämtliche Spesen und Verpflegung auf dem Schiff und im Land, in der II. Klasse 48 englische Pfund, in der i. Klasse 64 englische Pfund. Meldungen sind an obige Redaktion zu richten. Am 23. Januar konstituierte sich der Landesverband der jüdischen Frauenvereine in Württemberg und Hohenzollern. Frau Levi, Ulm, und Frau Bergmann, Laupheim, leisteten die schwierige Vorarbeit. Der Sitz des Verbandes Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B.Z.V. Mittwoch, den 2. Februar abends 8(4 Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Str. 222 Herr Richard Lichtheim: ״Das revisionistische Programm“. ~ Abends 3(4 Uhr Gruppe Nord, im Restaurant Braude, Oranienburger Str. 26, Vortrag des Herrn Alfred Berger innerhalb des Gemeinde- Zyklus der B. Z. V. über: ״Soziale Aufgaben jüdischer Gemeindearbeit“. Abends 8 Uhr Gruppe Süd, im Heim, Kommandantenstraße 62, im Hause des Colosseum: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Referat des Herrn Dr. Ettisch über die Finanzlage; 2. Antrag auf Erhebung einer monatlichen Ortsgruppenumlage von mindestens 30 Pf. — Im Anschluß daran um 9 Uhr: Vortrag des Herrn Karl Glaser: ״Zionistische Propaganda und zionistische Politik in Deutschland“. Nachm. 5 Uhr Jüdisch-nationale Frauenvereinigung, Frauengruppe Nord, Zusammenkunft bei Frau Kollenscher, Alexanderstr. 53. Donnerstag, den 3. Februar abends 8(4 Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127 (Bhf. Steglitz). Herr Siegfried Weitzmann: ״Judentum und Deutschtum“. Abends 8(4 Uhr Gesellschaft der Freunde der Jerusalem-Bibliothek in der Wohnung des Vorsitzenden, Herrn Sanitätsrat Dr. Gustav Bradt, Berlin W, Potsdamer Straße 27: Hauptversammlung. Die Mitglieder werden hiermit ,zur Sitzung eingeladeit. Gäste und Freunde sind willkommen. Jeden Donnerstag abends 9 Uhr im Cafe Kersten, Kurfürstendamm 90. Zusammenkunft der Gruppe Charlottenburg. Sonnabend, den 5. Februar abends 8 Uhr Jüdi eher Studentenverein, Friedrichstraße 115. Vortrag Jakob Leszynski: ״Die jüdischen Wanderungen im 19. Jahrhundert“. Sonntag, den 6. Februar nachm. 3 Uhr Zionistischer Jugendbund, Berlin, im Heim, Kommäridatitenstraie ^2, Im Hause des Colosseum: Gemütliches Beisammensein. Denstag, den 8. Februar abends 814׳ Uhr Zionistischer Jugendbund, Berlin, im Heim, Kommandantenstr. 62. 1. Kursus: ״Jüdische Rundschau“, Leiter: James Bendersky. Thema: ״Die neuesten Vorgänge im deutschen Judentum“. Donnerstag, den 10. Februar, abends 8(4 Uhr Sitzung der Vertreterversammlung der B.Z.V״ im Sitzungssaal der Z. V, f. D,, Meinekestr. 10. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes; 2. Berieht der Statutenkommission und Beratung des neuen Entwurfs der Statuten: 3. Bericht über die Landesvorstands- Sitzung der Z. V. f. D.; 4. Eventüalia. — Die Sitzung ist für Mitglieder der B. Z. V. öffentlich. ist Heilbronn, Frau Fanny. Henle, H.eilbronn, ist erste Vorsitzende, Frau Bergmann, Laupheim, die zweite Vorsitzende. Ais den Berliner Thealern Staatl. Schauspielhaus: 1. Peer Gynt; 2., 4., 5., 6., 7. Kilian; 3. Maria Stuart. Schiller-Theater: 1. Wallensteins Tod: 2., 7. Journalisten; 3. Drei Schwestern; 4., 5., 6. Razzia. Städtische Oper: 15 ״. Der Barbier von Sevilla; 2. Die Meistersinger von Nürnberg; 3. Jugend im Mat; 4. Turandot; 6. Tristan und Isolde; 7. Das Rheingold. Deutsches Theater: bis 4. u. 7. Neidhardt von Gneisenau; 5. u. 6. Bonaparte. Kammerspiele: Germaine. Die Komödie: Die Perle. Theater in der Könifigrätzer Str.: Mrs. Cheneys Ende. Tribüne: Der Liebhaber. Lessing-Theater: Der Diktator. Theater am Bülowplrtr. (Volksbühne): bis 4. Volpone; ab 5. Traumspiel. Theater am Schlffbauerdamm (Volksbühne): Das Grabmal des unbekannten Soldaten. Renaissancetheater: Die Geschichte vom Soldaten; 6. (Matinee) Heinrich Mann. Der Verband jüdischer Hörer der Jagiel. Universität (früher Rigorosantenverband) in Krakau wendet sich auf diesem Wege an alle Mitglieder, sowie Rigorosanten mit der Bitte um rascheste Begleichung aller bisher nicht ans ge* glichenen Verpflichtungen. Alle Beträge sucht man auf die Adresse ״Ognisko Krakow ul. Zielona 7“ zu überweisen. Ortsgruppen Düsseldorf. Vor . einem zahlrei-hen Publikum, das sich zum großen Teil aus Kreisen resultierte, die der zionistischen Bewegung fernstehen, sprach Kurt Blumenfeld über ״Palästina im Spiegel der Kultur׳•'. Am Nachmittag desselben Tages hatte Blumenfeld etwa drei Stunden zur zionistischen Jugend über ihre Pflichten gesprochen. Sein Vortrag am Abend führte die Konjunkturkritik auf ihre wirkliche Bedeutung zurück, zeigte die warme Anteilnahme und Bewiwderung für das Palästinawerk in jeder ernsteren Kritik. Der Teil des Vortrags, der im Anschluß an die Gründung des Pro Palästina-Comites die Bedeutung einer Politik der Aufrichtigkeit darstellte, war geeignet, Nichtzionisten entscheidend zu beeinflussen, und er hat auch seine Wirkung nicht verfehlt Me Tageszeitungen nahmen in längeren Berichten durchaus wohlwollende Stellung zu den von Blumenfeld behandelten Problemen. Als dritte Veranstaltung an diesem Tage fand nach dem Vortrag ein Teeabend statt, zu dem Gesinmmgsgenösse Viktor eine Reihe von Freunden des Palästinagedankens geladen hatte. Blumenfeld gab in dieser Veransfaltung erschöpfende Auskünfte über Fragen des Palästinaaufbaus. Köln. Am, 15. und 16. Januar war Kurt Blumenfeld in Köln. Blumenfeld sprach in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung über das Thema: ,,Palästina im Spiegel der Kritik.“ In einem kleineren Kreise berichtete Blumenfeld über die Lage in der zionistischen Bewegung. Als großer Erfolg ist eine Besprechung Blumenfelds mit Vertretern der Kölner Presse zu verzeichnen, die im Hotel Monopol stattfand. Die Kölner Journalisten waren zahlreich erschienen und nahmen ein kurzes einleitendes Referat Blümenfclds über die gegenwärtige wirtschaftliche und politische Lage Palästinas mit großem Interesse auf. De Aussprache führte auf alle Gebiete, die mit dem Zionismus im Zusammenhang stehen, wobei d e Erörterung der Rückwirkung des Aufbaus der jüdisch-na ionalen Heimstätte in Palästina auf die staatsbürgerliche Stellung der Juden in den anderen Lindern «0$©t Rau» einnahm. Es konnte festgestellt werden, daß Blumenfelds Ausführungen tiefen Eindruck hinterlassen und den Kölner Pressevertretern die zionistische Ideenwelt in erfreulicher Weise nähergebracM haben. Der Aufenthalt Blumenfelds in Köln brachte wie stets eine starke Anregung und Belebung des Kölner Zionismus. Magdeburg. Die Zionistische Ortsgruppe Magdeburg hatte am Donnerstag, den 20. Januar, zu einer Gedenkfeier für Achad Haatn eingeladen. Der Redner, Dr. Krojanker, zeigte in seiner tiefen, gründlichen Art das Leben, die Idee und das Werk Achad Haams und seine Bedeutung für das wiedererwachende Judentum, d:e sich schon jetzt auswirke. De Rede, die unter dem noch frischen Eindruck der Palästinareise des Redners stand, war besonders fesselnd und eindrucksvoll. Sie wurde durch ernste Klaviervorträge und Deklamation eingerahmt, der Abend wurde mit dem ״El mole rachamim“ beschlossen. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafe Kutschera, Charlotten* bürg, Bismarck str,!09, am Schillerlheater, bestens empfohlen. r Rahel Teiieibaum * Issor Jadinin Verlobte Reval, Koidula 14 Riga, Marijas 21 a j Ida Relss » Alfred Kotowski Verlobte Berlin, im Januar 1927. J /-\ ' Zur Vorln^nttr י •ס־יי־יו 1 Freund»■ ftHFM HOtOUISKI 1 1 mit Friul.ln N» R8IM 1 gr.tnHer»n henellehat I Slrnta, weinnsrt. iryi J Pianos, Fiiinei Bechsiein, Blütimer, Ibach, Schwechten, Steinweg, Duysen, gebraucht, sowie Auswahl in nenea Marken. Ptanotiaos HimiggritzerStr.ai Zahlangeerleit'hterurigeD• Herta Sfulz Heinz Levinsohn V erlobte Berlin Berlin Nene KSnig.tr. 7t. Gr. Frank forter Str. 75. Empf»UK «. Februar 12—3 Uhr. Nene K8n'fr»tr. 7L j f.... ץ־ ־ llka Frank Landesrabbiner Dr. Kurt Wilhelm Verlobte Branascbweig, Jann&r 1927 Wilhelmitorwall 1 SteinitraSe i V . .. . J BflchsiBin-FWgei fbich-Flüg®] Steiirweg * B1&U1&«! -Piano Schwechten * Piano Da▼!•®-Piano Bi es•־ Piano gebraucht• aheiarotfi 1 eaiiMman S.rlisi BfUow.traB« 44■ Felix Pfeffer Rose Pfeifer geb. Apisdorf V crmalilt New Vork Chemnite im Januar 1937. Am 21. Jsniar vernr.hiol In Berlin nach kurzem Leiden unser« liebe Matter, OroB- und Urgroßmutter Fron Bortlia Mayer g»h Oattseh&lk ans Frenslsu im 87. Lebensiahre. Im Nam•״ de- *Unterbliebene» Ludwig Mayer. Berlin W 82, Lnt'erstr. 4« Pr*n»l*n *ebw-dt a O. Haifa. Speisezimmer Schlaf». / Herren». <׳׳ Küchen Lede-nöbel ' GobBlingarm» Zahinae• - Erleichterung Kamerting BERLIN NfKsetani0nal3«© oft. ActitPiiä! Anfsdinclden! Die moderne Lotterie-Spekulation Das Lotterie - üelstersDielsystem Enorme Gewinne werden nach dieser Methode erzielt Eine planmäßige ganz offensichtliche enorme Erhöhung der Gewinnchancen durch eine durchaus reelle ganz einfache Spielmetbode. 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