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Jüdische Rundschau · 1927-01-28 · Heft 8 (28.1.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 8 (28.1.1927)
Date
1927-01-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 56 JUEDISCHR RUNDSCHAU lischei Wirkungen der kapital! ■.fiv.hen f/xpartrion beobachtet, mit feinem Gefühl für!wiaie Verhältnisse und mcnschlieh ergreifende Sriii ksale. Er tlunretriert ni ht, sondern ans unmittelbarer Schilderung und Irnnrcssion strömen auch die politischen Erkenntnisse.?סי erhält sein Birit eine ungcwohnli'hc Lebendigkeit, Farbigkeit und Innigkeit.?0 ist seine China-Reiscsrhildcrung eine wertvolle Ergänzung der vorher angeführten Rüther, die die Problematik d« fernen Ostens, dieses Zentralproblcms der heutigen Weitwende, prinzlpiell und historisch darstellen. Die Gemeinde - Aostrlttstrage (C o m m u ti i q u e.) Nachdem auf dem letzten Verbandstag des Freu Bi- Sehen Landesverbandes jüdischer Gemeinden beschlossen worden ist, daß?:um März 1527 der durchberatene Entwurf für ein preußisches Gesetz betreffend die Verfassung der Svnagogengemcinden vorliegen solle, trat in voriger Woche die Kommission, die mit der Beratung des Gesetzentwurfs betraut ist, (intet־ dem Vorsitz, des Herrn Justizrat Makowcr zusammen. Der Beratung zugrunde gelegt wurde der bekannte, bereits dem Verbaridstag vorgelegte Gesetzentwurf und ferner der Entwurf für ein Steuergesetz, der von einer Unterkommission des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin nach Vorschlägen des Herrn Dr. Ismar Freund mit geringfügigen Modifikationen ausgearbeitet worden war. An den Anfang der Beratung־ wurde die Austrittsfrage gestellt. Es wurde von mehreren Seiten auf die unbedingte Notwendigkeit h'ngcwicsen, dem dauernden Anwachsen der Austritte aus der Gemeinde, deren Ursache in den meisten Fällen nur Steuerflucht ist, einen Riegel vorzuschieben. Dr. Freund führte aus, daß die heutige Austrittsgesetzgebung den Bestand von Hunderten von mittleren und kleinen Gemeinden bedrohe, und auch Herr Rechtsanwalt Dr. Schleiß« er legte dar, daß die Verzögerung einer Neuregelung geradezu den Untergang einer Reihe von Gemelnden zur Folge haben müsse. Ke Ansicht, daß der aus der örtlichen Gemeinde Austretende, der aber nach eigenem Wunsch Jude bleiben und der jüdischen Gemeinschaff auch fernerhin angehören wolle, dieser auch weiterhin Steuern entrichten müsse, fand schließlich trotz von verschiedenen Seiten geäußerter Bedenken di* Zustimmung der überwiegenden Mehrheit. Demnach dürfte der Entwurf des Ausschusses als wichtigste Neuerung den Grundsatz enthalten, daß derjenige, der aus einer Gemeinde austritt, ohne gleichzeitig einer Sondergemeinde be;zutreten, künftig einem anerkannten, öffentlich-rechtlichen Landesverband zu Steuerleistungen verpflichtet bleibt. In eingehenden Beratungen wurde dann der Wortlaut der Bestimmungen über Mitg’iedsehaft, Errichtung von Syrago״engemeinden erörtert, ferner die Einzelheiten über Veränderungen der Bezirke von Synagogengemeinden und deren evtl Verschmelzung. Die Fertigstellung des Entwurfs soll bei der nächsten Zusammenkunft der Kommission erfolgen. Ein merkwürdiges Urteil Das Amtsgericht Beriin-Mitte hat gegen einen aus Polen stammenden jungen Juden, der srh in Deufs~hland aufhält, wegen Paßvergehens auf eine Gefängnisstrafe von einem Mrimt erkannt." Es handelt sich um einen jungen Menschen, der im September 192t nach Deutschland gekommen war, sich Ende Oktober 1924 nach Danzig abgemeldet hatte, aber in Berlin geblieben war. Sein hieriger Aufenthalt wurde dadurch bekannt, daß die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums im April 1926 dem Fremdenamt eine Liste ihrer Schüler übersandte, in der auch sein Name stand. Der Einzelrichter der Abteilung 135 des Amtsgerrhts Berlin- Mitte, Amri״erH1tsrat Nicolai, begründet in seinem Urteil vom 27. Oktober 1926 die auffällige Höhe der Strafe mit folgenden Sätzen: ״Der Angeklagte gehört zu den Ausländem. die Polen verlassen haben, um sich ihrer Dienstptlfcht im polnischen Heere zu entziehen und sich in Deutschland listig zu machen. Da Geldstrafen solchen Ausländern gegenüber keinen Erfolg haben, wurde eine Freiheitsstrafe ausgesprochen.“ Die ״Voss. Zeitung“ nennt die Gründe dieses Urteils noch merkwürdiger als die Höhe der Strafe und schreibt: ״Wir wollen nicht fragen, ob sich ein Ausländer durch den Besuch der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums lästig macht, aber sehr dringlich ist die Frage, ob die deutschen Gerichte dazu da sind, jemanden dafür zu bestrafen, daß er sich der Dienstpflicht im polnischen Heere entzieht. Vermischtes Theodor DSubler, der sechs Jahre von Deutschland abwesend war, wird in der Galerie Neumann-Nierendort, Lützowstr. 32, am 1. Februar, abends 8»/* Uhr, einen Vortrag halten über seine Reise im Nahen Orient, besonders in der Türkei, Syrien, Aegypten und Palästina. Jüdischer Schulverein, ln unserer privaten j ü d i - sehen Volksschule. Fasanenstr. 79/80, können Kinder zur Aufnahme für Ostern 1927 täglich (Montag bis Freitag) von 12—1 Uhr, im Schullokal angemeldet werden. Vereinigung ehemaliger Schülerinnen der Mädchenschule Kaiserstr. der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Aus den Samm- Itmgen, den Werken und dem Nachlaß Micha J. bin Gorion liest Emanuel bin Gorion am Sonntag, den 30. Januar 1927, 41/t Uhr nachm., in der Aula der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, N 24, Ariilleriestr. 14. Oiste willkommen. Erich Rosenkranz-Bund, Am Montag, den 31. & M., abends 8>4 Uhr, findet bei Herrn Dr. Willy Schön, Königgrätzer Str. 89, ein Vortrag von Herrn Dr. Robert Weltsch Ober ״Grundprobleme der' zionistischen Politik“ statt. A. H. de« K. J. V. sind herzlich eingeladen. Freunde des arbeitenden Palästina za Berlin. Am 30. Jan. findet in den Festsälen des Brüdervereinshauses, Berlin W, Kurfürstenstr. 115/116, ein großer vol kstüm - Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10, Telephon: Bismarck 7163—70, Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin׳ NW 7 Ka*־e-v-w*fmng der B. Z. V. Sonnabend, den 29. Januar abends 8 l_!hr Zionistischer Jugendbund, bei J. Bendersky, Gartenstr. 43, bei Preiß. Erster Abend der Arbei‘s״emeins־haft, Thema: ״Pimkm Autoemanzipation׳‘. Einleitendes Referat: James Brndcrsky, Sonntag, de« 30. Januar Fahrt des Zionistischen Jugendbundes Treffpunkt >9;׳ Uhr vorm., Bhf. Jannowitzbrücke. Fahrtziel Friedrichshagen. Freunde des arbeitenden Palästinas ln den Feütsälen des Brüdervcrcinshauses, Kurfürstenstr. 115/16, B*I1 zugunsten des arbeitenden Palästinas. Es wirken mit: Karol Srreter, Klaviervirtuose, Stefan Frenke!, Violine. Rerhhaltige Tombola. Hauptgewinne: 1. Eine vom Palestine Lloyd gegiftete 59 0־!׳ ermäßigte Srhiffskarte von Marseille na״h Palästina mit dem Lurusdampfer Mariette Pacha in jeder gewüns״hten Klasse. 2. Eine vom Norddeutsehen Lloyd ״estifteie Ehrenkarte für eine Fahrt von Bremerhaven über Helgoland na״h Nordemev und zunrk mii einem Seebäderdampfer. Vorzügti 'hes Büfett. Dienstag, den 1. Februar abends 8'/* Uhr Berliner Zionistische Vereinigung im Schubertsaai, BQlowstr. 104 (am Nollendorfp’atz). Herr Dr. Felix Welts-h, Prag: ״Antisemitismus, National!'?- mus, Zionismus". Karten zum Preise von 1 M. und 0,50 M. erhältlich in der B. Z. V., Meinekestr. 10, und an der Abendkasse. Abends 89; Uhr Wolf f sohn-Gesell sch att, im Restaurant Uhland-E־k, KuHiHriendamm 31, Ecke Uhlandstraße, 1. Etage. Herr Richard Lichtheim: ,,Zionistische Politik und Revisionismus“. Eingeführte Gäste haben Zutritt. Nachm. 45,י Uhr Jüdisch-nationale Frauenvc-ehluung, Frauengruppe Chartottenburg, Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 8a. Abends 8י,% Uhr Zionistischer Jugendbund, im Heim, Kommandantenstr. 62, im Hause des Colosseum, t. Kursus: ״Zionistische Ideologie", Leiter James Bendecrky. Thema: ״Pinsker und die Judenfrage". Anschließend Diskussion. Mittwoch, den 2. Februar abends 8»/t Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Str 222 Herr Richard Lichtheim: ״Das revisionistische Programm". Abends SV; Uhr Gruppe Nord, im Restaurant Braude, Oranienburger Str. 26, Vortrag des Herrn Alfred Berger innerhalb des Gemeinde- Zyklus der B, Z. V. über: ״Soziale Aufgaben jüdischer Gemeindearbeit“. " Nachm. 3 Uhr Jüdisch-nationale Frauenvereinigung, Frauengruppe Nord, Zusammenkunft bei Frau Kollenscher, Alexanderstr. 53. Donnerstag, den 10. Februar, abends 81/* Uhr Sitzung der Vertreterversammlung der B. Z. V״ im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes; 1. Berieht der Statutenkommission und Beratung des neuen Entwurfs der Statuten: 3. Bericht über die Landesvorstands- Sitzung der Z. V. f. D.; 4. Eventuaiia. — Die Sitzung ist für Mitglieder der B. Z. V. öffentlich. lieber Ball zugunsten des arbeitenden Palästina statt. Beginn 71,־׳ Uhr. Mitwirkende: Karol Szreter (Pianist), Stefan Frenkel (Violine). Reichhaltige Tombola (u. a. eine vom Palestine Lloyd gestiftete 50»/» ermäßigte Schiffskarte für den Luxusdampfer Mariette Pacha von Marscille nach Palästina, in beliebiger Klasse und eine vom Norddeutschen Lloyd gestiftete Freikarte für eine Fahrt von Bremerhaven über Helgoland nach Norderney und zurück mit einem Seebäderdampfer), vorzügliches Büfett. Karten zum Preise von M. 3,— bei Bote & Bock, Wertheim und im Büro, Berlin N 24, Auguststr. 17. Tel.: Norden 3985. Jüdischer Frauenbund E. V״ Verband Berlin. 3. Gemeinschaftsabend, Montag, den 3t. Januar, abends 8'/* Uhr, bei Frau Sachs, Brückenallee 1. Vortrag des Herrn Studienrat S. BI ach: ״Unsere häuslichen Festgesänge“, mit muslkalischen Beiträgen. Gesang: Frau Erna Bloch-Grünspach. Am Klavier: Frau Margarete BI ach. Am 29. d. M. veranstaltet die Berliner Gruppe der jüdischen Arbeiter-Organisation ״Bund“ in den Räumen des Klubs Schalom Aleichem, Kleiststr. 9, eine Gedächtnisfeier anläßlich des 4. Todestages des Gründers und Führers der jüdischen Arbeiterbewegung, Genossen Wladimir Medern. Es werden sprechen: Heinrich Ehrlieh über ״Medern und die jüdische Arbeiterbewegung“; Abramowitsch über ״Mederns Leben und seine Werke“. Anfang präzise 9 Uhr abends. Nr.S Freie Jüdische Volkshochschule• Sonntag, den 30, Jan., 12—1 Uhr, Synagoge Fasanenstr. Sondcrveranstaltung: Gad Sbelaso (Mitglied des Staatstheaters) BiheLezitationen, Dr. Joseph Lehmann: Erläuternde Einführung. Montag, den 31 Januar, ,/;S—V*9 Uhr, Svnaooge Fasanenstr. Zyklus: Mündliche Buchkritik. Prof. Dr. Ei bogen: Jüdische Geschichte. Dienstag, den 1. Februar, 8 -9 Uhr, Kaiser-Friedrich- Schule, Charlottenburg. Kneaebeckstr. 24. Sonderveranstalhing: Kapellmeister Albert Kellermann: Die Entwicklung der nebräis-hen Gesänge und Melodien von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Solist: Oberkantor Leo G 011 a - nin. Mittwoch, den _2. Februar, 9«/י—U10 Öhr, Synagoge Fasanenstr. Zyklus: Jüdisches Frauentum, Frau wroasky: Die Entwicklung der jüdischen Frauenbewegung. Donnerstag, den 3. Februar, V;9—V;10 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Zyklus: Die einstigen politischen und kulturellen Leistungen der Juden in den abgetretenen Gebieten. Justizrat Heinrich Kirsch ner: Posen. — In der nächsten Woche nimmt Dr. Fritz Schiff seine kunstgeschichtiichen Vorträge wieder auf, und zwar über das Thema ״Jüdische Stoffe in der bildenden Kunst der Renaissance und des Barock unter besonderer Berücksichtigung der Graphi k“. Auch diesmal wird der Vortragende in. Lichtbilder« mancherlei Material zeigen, das weiteren Kreisen bisher unbekannt war. (6 Stunden, Donnerstag V;8~~V,9 Uhr, Synagoge Fasanenstr., Beginn 3. Februar.) Ortegroppcn Amstadt, Th. Am 16. Januar fand die Aufführung 4 's IV. Palästinafilms mit sehr gutem Erfolg statt. Die gan t Gemeinde war anwesend. Ais Vertreter der Stadt erseht« 1 Oberbürgermeister Dr. Bielefeld. Die Ansprache hie. t Herr Dr. W o I f h c i m , Erfurt. Das Gelingen der Aufführung ist den besonderen Bemühungen des Arnstädter Vertrauensmannes des Keren Kajemeth, Herrn Elias Seligman«, zu verdanken. Herne. Am 15. d. M. veranstaltete die Ortsgruppe Herne ejne Gedenkfeier für A c h a d Haam, zu der zahlreiche Gäste erschienen waren. Herr S. Reiter hielt die Gedenkrede. — Die Arbeit in der vor einem Monat gegründeten Ortsgruppe nimmt einen guten Aufschwung, insbesondere wurden viele N. -F.-Büchsen neuaufgestellt. Karlsruhe. Am 10. Januar sprach Herr Kurt Blumenfeld über ״Palästina im Spiegel der Kritik“. Die Ver- Sammlung war von etwa 250 Teilnehmern besucht. Der große Saal der Handelskammer war gedrängt voll. Der Vor• trag und die Diskussion, an welcher sich Herr Regierungsrat Dr. W e i 8 m a n n , welcher den Standpunkt des Central- Vereins vertrat, beteiligte, fand großes Interesse, und übte auch nach außen hin eine sehr gute Wirkung aus. — Am 20. Januar sprach Frau Riwka Sturmann-Weinwurzel über ״Leben und Arbeit io Palästina“ vor etwa 50—60 Zu« hörenden. Ihre anregende und eindringliche Darstellung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Rattbor. Am 18. Januar 1927 sprach in der hiesigen Ortsgruppe in einer öffentlichen Versammlung Herr Dr. Kanowitz, Berlin, über das Thema: ״Neuorientierung im deutschen Judentum“. Er verstand es, durch seine außerordentlich interessanten Darlegungen eine tiefe und nachhaltige Wirkung zu erzielen. Hannover. Die Damen der Z. 0.-C1. Hannover hatten zu einem Vortrag von Frau Jettka Lcvy, Berlin, einen ausgewählten Kreis jüdischer Frauen Hannovers eingeladen. Etwa 30 Damen, Zionistinnen und Nichtzionistinnen, leisteten der Einladung Folge. Das Thema, das Frau Levy behandelte, ״Die jüdische Frau im jüdischen Leben“, erregte allgemeines Interesse Frau Levy ging davon aus. daß die Frau in der jüdischen Familie und vor allem bei der Kindererziehung maßgebenden Einfluß habe und daß daher auf ihr ein erheblieber Teil der Verantwortung für die Gestaltung jüdischen Schicksals liege. In einem zweiten Teil ihrer Ausführungen ging Frau Levy auf konkrete Fragen des Palästina-Aufbaus ein, wies insbesondere auf das 25jährige Jubiläum des Keren Kajemeth und die Bedeutung dieses Fonds für die Palästina- Kolonisation hin und verlangte tätige Anteilnahme der Frauen In der Spendensammlung. Auf Anregung von Frau Levy und im Anschluß an ihre Ausführungen wurde in Hannover ein ״Bund zionistischer Frauen“ gegründet, dem sogleich 29 Damen beitraten. Der Bund wird seine Aufgabe darin sehen, die zionistischen Frauen zu selbsttätiger Arbeit für den Zionismus zu erziehen. Halberstadt. Am 22. Januar veranstaltete die Juwal- Verlagsgesellschaft für jüdische Musik (Berlin) hier einen jüdischen Dichter -und Komponisten - Abend, in dessen Mittelpunkt Saul Tschernichowsky stand. Der Abend war in jeder Hinsicht gelungen. Abgesehen davon, daß das hiesige Publikum die persönliche Bekanntschaft des großen Dichters machte, der in meisterhaftem Vortrag seinen Werken lebendige Gestaltung und ungeheure Wucht verlieh, lernte es in Rahel Alexander eine svmpathischc und temperamentvolle Sängerin und berufene Interpretin des hebräischen Kunstgesanges kennen und i« Leo Rjasanzew einen klangschönen Bariton, der hebräische und jiddische Lieder meisterhaft zu Gehör brachte. Starken Eindruck hinterließ das schöne Spiel der Pianistin Hertha Torkanowska. An die Darbietungen des Abends schloß sich noch ein von der zionistischen Ortsgruppe tri Halberstadt veranstaltetes Bankett zu Ehren Saul Tschernichowskys und der anwesenden Künstler, auf dem von verschiedenen Rednern in hebräischer Sprache die Hingabe an die Idee der hebräischen Sprache betont wurde. Besonders bereitete die hiesige Jugend den Interpreten der jüdischen Musik und des hebräischen Liedes einen begeisterten Empfang. Sport Wiesbadener Hakoah begann in diese« Jahre recht verheißungsvoll. Sie schlug am 2. Januar die älteste Ligamannschaft von Nassau, S.-Vgg. Kastei mit 4:0. Die beste Leistung vollbrachte Hakoah am Sonntag, den 23. Jan. 1927, indem sie dem zweifachen Verbands- und Pokalmeister des Frankfurter Landesverbandes, dem H.S. V. Rödelsheim, eine eindrucksvolle 5:3-Nlederlage beibringen konnte. Vertrauensleute des Keren Keiemeth! Beendet die duDlleums-AKtion mit einer Listensammiungi

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