Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 1 (4.1.1927)
- Date
- 1927-01-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. I Die Beschlösse der OSE-Koalerenz Die OSE-Konferenz in Berlin hat die folgenden Beschlüsse angenommen: 1. Die Konferenz unterstreicht die große Wichtigkeit einer weiteren Arbeit des Verbandes OSE in Sowjetrußland, wo die jüdische Bevölkerung der aktiven Mithilfe bei der sanitär-medizinischen Aufbauarbeit bedarf. 2. Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit und Wichtigkeit einer Verbreiterung der hygienischen und medizinischen Arbeit unter der deklassierten jüdischen Bevölkerung in jenen Gegenden, wo das russische Judentum in Massen lebt; diese Arbeit muß, wo möglich, durch die bereits existierenden jüdischen sanitär-medizinischen Heimarbeiter- und Kreditgenossenschaften durchgeführt werden. 3. Die Konferenz anerkennt die besondere Bedeutung des prophylaktischen ml des wissenschaftlichen Charakters der OSE-Arbeit überall, insbesondere In den landwirtschaftlichen Kolonien und unter der Industriearbeiterschaft. 4. Die Konferenz beauftragte die Zentralverwaltung, gemeinsam mit Dr. Gran die Grundlinien der Zukunftsarbeit in der Sowjet-Union gemäß den Resolutionen auszuarbeiten. Zu den Berichten über die Arbeitsperiode 1925/26 stellt die Konferenz fest, daß die jüdische Bevölkerung sich noch heute in einem sehr beklagenswerten physischen und sanitären Zustand befindet; zu dessen Behebung ist eine erhöhte Aktiv!- tät der jüdischen Bevölkerung selbst und eine intensive Mitbilfe des Judentums in der ganzen Welt erforderlich. Ke Konferenz stimmte dem Vorschlag zu, im Jahre 1927 eine Gesundheitsschutz-Konferenz abzuhalten. Vermischtes Fräulein Rahel Ermolnikoff wird am Montag, den 10. Januar 1927, abends 8 Uhr, im Grotrian-Steinweg- Saal, Berlin W 9, Bellevuestr. 14, unter Mitwirkung von Franz Osborn ein Konzert mit ostjüdischen Volksfiedern und mit Gesängen jemenitischer Juden veranstalten. Das Programm enthält ganz selten gehörte jüdische Volksweisen und dürfte nicht nur von allgemeinem, sondern auch wissenschaftlichem Interesse sein. Die Eintrittspreise sind 5, 4, 3 und 2 M. Karten sind täglich im Magazin der Filiale Grotrian-Steinweg, Berlin W 9, Bellevuestr. 14, Lützow 8330, erhältlich. Für Interessenten an der Landreise nach Palästina Ist fetzt letzte Gelegenheit des Anschlusses gegeben; spätere Meldungen werden aus technischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden können. Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10. In Berlin ist in diesen Tagen ein Palestine Touring Club gegründet worden. Ke Aufgaben dieses Klubs sind: Alle Touristen nach Palästina und den Nachbarländern zwecks gegenseitiger Information und Hilfe zu organisieren, alle Reisebedingungen nach Palästina und in Palästina wie Schiffahrtsverbindungen, Bahnanschlüsse, Gesellschaftsreisen, Führungen, Hotelwesen usw. zu verbessern und aus Palästina durch Gründung von Badeorten, Museen, Schaffung von Sehenswürdigkeiten, Propaganda für Fremdenverkehr ein Touristenland zu machen. Der Klub, zu dem sich bereits eine große Anzahl von Interessenten gemeldet hat, veranstaltet regelmäßige Klubabende, in denen Themen, die Palästina als Touristenland betreffen, behandelt werden. Eine kurze Broschüre über Reiseweg nach Palästina ist in Vorbereitung. Es besteht der Plan, diesen Klub über Deutschland hinaus auch auf ändere Linder auszudehnen. Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung (Berlin W9, Potsdamer Straße 5) bittet um Veröffentlichung folgender Anregung: In vielen Familien besteht der Wunsch, vorhandene alte Briefe, Urkunden, Grabinschriften und dergleichen, die man selber nicht lesen oder nicht verstehen kann, deuten, zusammenfassen; eventuell,zu einem Familienarchiv ausgestalten zu lassen. Oder es fehlt dem Hausvater die Zeit zu solcher Arbeit. Sie wird immer wieder aufgeschoben, bis es zu spät ist. ln solchen Fällen wäre für jüdische Studenten, falls sie selber für jüdische Genealogie interessiert sind, während der Universitätsferien ein erwünschtes Tätigkeitsfeld gegeben, selbst wenn ihnen nur Reisegeld und Aufnahme für eine oder zwei Wochen in die betreffende Familie gewährt wird. Wir stellen unsere Ge- Seilschaft gern in den Kenst dieser Anregung und bitten einerseits Familien, die derartige Wünsche haben, ihre Adresse an uns (siehe oben) als Vermittlungsstelle mitzuteilen, anderseits solche Studenten, die womöglich schon archtvalisch gearbeitet haben, jedenfalls aber in der Lektüre hebräischer Briefe usw. bewandert sind und zu solchen Ferienreisen Lust hätten! Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkanto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 4. Januar abends 8(4 Uhr Gruppe des XII. Bezirks. im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127 (Bhf. Steglitz) Propaganda-Veranstaltung. Herr Dr. Ernst MärcuS: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse“. Nachm.!'.•ל Uhr jüdisch-nationale Frauenvereinigung, Arbeitsgruppe Charlottenburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Donnerstag, den 6. Januar abends 81/3 Uhr Gruppe Charlottenburg im großen Saal der Synagoge Fasanenstr. 79/80 Propaganda-Veranstaltung. Referenten: R.-A. Dr. Apfel, Dr. Siegfr. Kanowitz. Thema: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse“. בית,הועד העברי-ברמי; ביום החמישי .» יאנואר בשמונה שעות וחצי בערב- יערוך בית הועד העברי באולם הקהלד" רווגשטר. »"י אספה עברית שבה ירציא הסופר דר׳ ליאוי רוונברג על אדוה הנושא: התחדשות דתית בוכוחים ישתתפו, ביו השאר, הפרו8׳ פ. שניאורסוד, הסופר מר צבי וויסלבסהי ועוד. אורחים רצויס. Dienstag, den 11. Januar abends 8V2 Uhr im Sitzungssaal der Z. V.f. D., Meinekestr. 10 Palästina-Zyklus der B. Z. V. Herr Dr. E. Ascher: ״Jüdische Bevölkerungsprobleme und Immigrationspolitik in Palästina“. ■ Abends 8/4 Uhr < Gruppe Nord im Restaurant Braude, Oranienburger Str. 26 Propaganda-Veranstaltung. Herr Alfred Berger: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse“. Mittwoch, den 12. Januar abends 8/4 Uhr Gruppe Ost in den Unionsälen, Greifswalder Str. 222 Propaganda-Veranstaltung. Herr Dr. Rosenblüth: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse. Abends 8/•* Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, in der Aula der 4. Pflichtfortbildungsschule, Georgenstr. 30/31 (Bhf. Friedrichstr.). Jueendvcrsammlung. Einmalige Vorführung des neuen Fflms ״Die jüdische Jugend in Palästina“. Referent Wird noch Bekanntgegeben. Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums veranstaltet nachstehende Vorlesungen zum Besten des Stipendietifonds der Anstalt in der Aula der Hochschule Artilleriestr. 14 (nahe Bahnhof Friedrichstr.). 10. Januar, Dr. Martin Bub er: Gotteserscheinung im Pentateuch; 24. Jan., Prof. D. Hans Lietzmann: Neues von den jüdischen Katakomben in Rom (mit Lichtbildern); 7. Febr., Prof. Dr. B. Landsberger, Leipzig: Akkadisch und Hebräisch; 14. Febr., Rabb. Dr. Emil Cohn, Grunewald: Individualismus und Religion; 21. Febr., Chefredakteur Georg Bernhard: Der Jude als Journalist: 7. März, Prof. Dr. Guido Kisch, Halle: Ke Juden im Staat und Recht des Mittelalters. Beginn der Vorträge 8 Uhr abends. Einlaßkarten zu 9 Mark für den ganzen Zyklus, zu 2 Mark für eine Vorlesung sind im Sekretariat der Hochschule Artilleriestr. 14 und am Eingang zum Saale zu haben. Persönliches. Unsere Gesinnungsgenossin und Mitarbcitcrln,, Frau Sonja Grone mann, hat durch das Ableben ihres Vaters, des Herrn Chaim J. Gottesmann, eines bewährten Anhängers unserer Idee, einen schweren Verlust erlitten. Wir sprechen den Angehörigen aus diesem Anlaß unser herzliches Beileid aus. Die zionistische Linke in Polen. Ke Fortsetzung des in voriger Nummer begonnenen Berichtes mußte wegen Raummangels zurückgestellt werden. Ans den Berttaer Theatern Städtische Oper: 4. Maskenball; 5. Tristan und Isolde; 6. Boheme; 7. Margarete; 8. Turandot; 9. Fidelio; 10.Carmen.— Staatstheater: 4. Figaros Hochzeit; 510 ״9״. Hamlet; 6. Lulu; 7. Jugend; 8. Peer Qynt. — Schiller-Theater: 4., 5., 9., 10. Drei Schwestern; 6. Wilhelm Teil; 7., 8. Wallensteins Tod. — Deutsches Theater: Neidhardt von Gneisenau. — Kammerspiele: Ollapotrida. Veilchen. — Komödie: Die Gefangene. •— Theater I. d. Königgrätzer Str.: Mrs. Cheneys Ende. — Großes Schauspielhaus: Von Mund zu Mund. — Tribüne: Der Liebestrank. Lcssing-Theater: Diktator. — Volkshühne: 6., 7. Nachtasyl; 5., 8., 9., 10. Volpone; 4. Lysistrata. — Theater am Nollendorfplatz: Klubleute. — Theater des Westens: Gastspiel Anna Pawlowa. — Theater am Schiffbauerdamm: Grabmal des unbekannten Soldaten. Nachm.; Der Geizige. Dresden. Am 16. Dezember sprach in einer von dei Zionistischen Ortsgruppe veranstalteten großen Versammlung Kurt Blumenfeld über ״Palästina im Spiegel der Kritik“. Nach einer Erörterung des Wertes der Berichterstattung im allheiraer. Die Hauptveranlassung zu dem Vortrage war jedoch eine Erwiderung des kürzlich hier abgchaltenen Vortrags von Jabotinsky über das Thema: ״Was man in Palästina lernt“. Herr Blumenfeld ging auf alle Punkte des von Jabotinsky aufgestellten Programms ein, indem er sich bei seinen Ausführungen zum Teil auf die verschiedenen Veröffentlichungen in der ״Jüdischen Rundschau“ bepef. Der Vortrag wurde mit bescmderem Beifall aufgenommen. Gesucht werden Stellen für: a) kauftn. Personal, männliehe und weibliohe Kräfte, für Büro und Verkauf. Es sind hochqualifizierte Kräfte mit langjährigen Zeugnissen und guten Referenzen vorgemerkt. Tüchtige Stenotypistinnen mit berfekten Sprachkenptnissen können jederzeit zugewiesen werden, desgleichen Anfängerinnen. Nachweisungen von sabbatfreien Steifen sind erwünscht, b) Hauspersonal, Hausdamen, Wirtschafterinnen in frauenlosen Haushalten, für Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen in Heimen und Kindergärten, c) Ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, d) Erwerbsmöglich• leiten für Werkstudentinnen und -Studenten, e) Für Lehrlinge in der Kürschnerei, Schneiderei, Schlosserei, Elektrotechnik, in der Herren-und Damenschneiderei, möglichst in Betrieben; die am Sabbat geschlossen halten, für Kaufmännische und handwerkliche Lehrlinge ln kleinen Städten mit Kost und Logis, f) Für Lehrmädchen in der Schneidere!, Putzmacherei, im Frisierfach. Erwünscht wäre: Zuweisung von leichter Heimarbeit für ältere Mädchen und Frauen, die nicht außer de» Hause tätig seih können. Meidling«! ans Jüdischer Arbeitsnachweis, Berlin N 24, Aüguststr. 17. TeKpnon: Norden 7085—7087 und 9130. £E»5!!s55E5s3ssss!sEs553s5i^|SEEEEE5EE5E5E53E!ESE!E^s£ Gesebäffliebe MitteUunffen Unseren Lesern wird das Cafd Kutschera, Charlottenbürg, Bismarckstr. 109, am Schillertheater, bestens empfohlen. Der bekannte Restaurateur, Herr M. Gorodecki, hat in der Joachimsthaler Straße 41 (zwischen Kurfürstendamm und Kantstraße) ein Restaurant eröffnet. Ke Küche ist, wie bekannt, erstklassig. Bestgepflegte Biere, Weine und Uköre werden ausgeschenkt. Ke bestens renovierten Räume bieten einen angenehmen Aufenthalt. Wir weisen unsere Leser auf die Samsonschule in W o 1 - fenbüttel hin, der ein Schülerheim mit ritueller Verpfiegung angeschlossen ist. Der Unterricht wird in kleinen Klassen erteilt. — Näheres siehe Inserat. r Statt Karten. ץ־־ Die Verlobung unserer Tochter Else mit Herrn Dr. Siegfried Brandt beehren wir uns anzuzeigen. Salomon Simon and Frau SeMlS geh. Hirsch. Bonn, Coburger Str. S Dezember 1926 Steine Verlobung mit Fräulein Else Simon beehre ich mieli anzuzeigen. Detmold. --s Die Gehört ihres *weiten Sohne• Haas Jotdiha *eigen ergebenst »0 Dr. James Ludwig Krebs and Fru Lleel geh . Stern Berlin, den 17. Dezember 195*8 Prenzlauer Allee SO J r-די Die Gebart ihree *weiten Sohn#• geben bekennt Br. neL Kotes and fron Rabel Hanemann Hemel J r 5^0Ktttc ץי empfiehit sich;ur Anfertigung eleganter 1atd einfacher Damen-Garderoben;11 soliden Preisen Berlin W 62־ Lalkeretr. 47. GarOulll Fernsprecher: Kurfürst 7833 J r $ l \ l -\ Die glück!. Gebart ihre• ernten Sohne• *eigen hocherfreut an Seimabgeordneter Mardedial Nuedt and Frau Deboreh geb. Olsohwanger Bige. Tewee 6087 Pianos, Fiogel Grolle Au*weh! Becbsteln, Blttkier,!keck Stelaway n. a. Marikeafaatrutaatea Bornfrtltige gebildete Dame mit 6 jähriger Tochter sucht in weslllehea Vorort ante Pension mit Betreuung des Kindes. Off. mit Prei» unter C. 3083 an die JOdisc.be Rand sehen. Berlin W Meinek-str. in. 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