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Jüdische Rundschau · 1926-12-30 · Heft 102-103 (30.12.1926) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 102-103 (30.12.1926)
Date
1926-12-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr.!02/103 JUEtüTSCHl RUNDSCHAU Seite 740 1 t )׳ I i i hagen & Klasing). Die Neuauflage berücksichtigt die neuesten Ausgrabungen und gibt ein anschauliches Bild der Kultur und Zivilisation jener Zeit an der Hand der Denkmäler und Dokumente. Die spätere Geschichte des heutigen eng־ lischei Mandatsgebietes ist wenig erforscht. Um so wichtiger ist ein kürzlich erschienenes (englisches) Werk, das die Gcschichte Iraks von 1500—1900 n. Chr. behandelt: ״Four Ce n t u ri cs o f Modern I r a q“ by Stephen Hemsley Longrigg (״Vier Jahrhunderte Irak“. Oxford, Clarendon Press). Die äußere und innere Entwicklung Iraks unter türkischer Verwaltung wird hier mit genauer Benützung aller erreichbaren Quellen geschildert. Die Türken haben das einst so fruchtbare und hochkultivierte Land, das aber vom Zentrum des türkischen Reiches weit ab lag, verwahrlosen lassen und in den vier Jahrhunderten türkischer Verwaltung hat das Land eher Rückschritte als Fortschritte gemacht. Es war zudem ein Zankapfel mit dem benachbarten Persien, und auch der erste Einfall der Wahabi, die auch heute sich wieder an der Grenze Iraks erheben, wird geschildert. Wir gewiuneu Einblick in das System der Paschawirtschaft, Aussaugung der Untertanen, Intriguen, aber auch wahrhafte Toleranz, von der auch die j uden, die die ganze Zeit über im Lande leben, profilieren. Die heutige Aufgabe, moderne Regierungs- und Verwa'tungsmcthoden in den Mandat'ländern einzuführen, gewinnt unter diesem historischen Aspekt eine ganz neue Perspektive. Sicher ist, daß unter den neuen Verhältnissen die Beziehungen zwischen Palästina und Irak wieder innige sein werden und es daher für Zionisten verlohnt, sich mit den Voraussetzungen jenes Landes bekannt zu machen. Das nördliche Nachbarland Mesopotamiens, Anatolien, die heutige Türkei, beschreibt Karl Klinghardt in seinem Buch ,;Türkün Jordu, der Türken Heimatland“ (Verlag L. friederichsen & Co., Hamburg, 6,50 M.). Der radikale Um■ rhwung, den die Türkei durch den Weltkrieg erlebt hat, fie Konzentration auf inneren Ausbau und Reifen der Kräfte, üe wir im Bunde der Europa entgegenstehenden um Moskau zentrierten asiatischen Mächte sehen und deren Rolle noch nicht ausgespielt ist, wird in dem Buche deutlich vor Augen geführt. Das Buch Klinkhardts ist nicht nur geographisch und ethnologisch interessant, nicht nur gut geschrieben, sondern cs ist auch politisch wichtig als Mahnung an einen ott geringgeschätzten Faktor der orientalischen Gruppicrung. Spezielles Interesse haben für uns die wirtschafispolitischen Betrachtungen, die Probleme der Umsiedlung, die durch den starken nationalen Willen ermöglicht wurde. Ueber Persien und Afghanistan enthält viel interessantes Material das Buch von Oskar v. Niedermayer ״Unter der Glutsonne Irans“ (Kriegserlebnisse der deutschen Expedition nach Persien und Afghanistan. Einhorn-Verlag, Dachau, 7 M.), ein Kriegsbuch mit allen Merkmalen eines solchen. Der Verfasser hatte die Aufgabe, im Jahre 1915/16 ״den deutschen Einfluß vor das Tor Indiens zu tragen“. Mehr dichterisch und in der Frische des Erlebens bemerkenswert ist die Reiseschilderung ״Im Auto durch Persien“ von Annemarie v. Nathusius (Verlag Carl Reißuer, Dresden 1926, 3,50 M.). Die bekannte Schriftstellerin durchmißt in großer Kühnheit ganz Persien und findet in Asien die ״süße Melodie“, die aus dem Sumpf Europas befreit (Fortsetzung folgt.) Bei dem Artikel .Völkerbundsliteratur“ von Dr. Rudolf Le v v in der vorigen Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ ist versehentlich der Name des Autors fortgeblieben. Alle, die Aäalfoert Sachs in Freundschaft und Verehrting nahestanden, fuMen das Bedürfnis, sein Andenken in würdiger Form zu ehren. Sie glauben, daß es für diese Ehrung keinen besseren Ausdruck gibt, als die Stiftung eines Oelbaam-Hains in Erez-Israel. Wo immer sich Adalbert Sachs mit seinen Freunden zusammenfand, da sammelte er für den Keren Kajemeth; er glaubte, daß jede Zusammenkunft, heiter oder ernst, ihre Berechtigung erst durch eine Spende für die Erlösung unseres Bodens erhalte. Den Unterzeichneten Freunden von Adalbert Sachs erscheint daher die Stiftung eines Oelbaum-Haines auf seinen Namen als die schönste Form, sein Andenken zu ehren. Sie sind sicher, daß alle, die diesen außerordentliehen Menschen gekannt haben, durch Oelbaum-Spenden zur Errichtung des Adalbert-Sachs-Haines beitragen werden. Arthur Bein, Kurt Blunicnfeld, Erich Cohn, Heinrich Glücksmann, Edith Hirsch, Josei Hirsch-Berlin, Ludwig Hirschbruch, Richard Lichtheim, Ludwig Pineus, Felix Rosenbitith, Martin Rosenblüth, S. Schocken jr., Rudolf Weißenberg, Siegfried Weitzmann. Konferenz der ״OSE“ in Berlin Vorige Woche fand in Berlin eine Beratung der Vertreter der Landesorganisafionen des Verbandes für jüdischen Gesundheitssehutz ״OSE“ statt. Neben den Mitgliedern des Präsidiums in der Zentralverwaltung nahmen an der Konferenz teil: der Vorsitzende der Londoner ״OSE“ Dr. Levy, Dr. M. Schwarzmann -London, Dr. Finkeistein und Dr. Bluds aus Litauen, Dr. Eliasberg und Dr. Gribeschok ans Lettland, Dr. Jakir und Ing. Ge Im an aus Beßarabicn, M. Schalit aus Wilna, Dr. M. Gran aus Rußland, Frau Begun aus Danzig u. a. m. Die polnische Organisation für jüdischen Gesundheitsschutz ״TOS“ war durch Dr. Wuhltnauti vertreten. Der Vorsitzende des Verbandes ״OSE“, Dr. Tschle• now, führte aus: Die letzten zwei Jahre waren für die Zentralyervvalturig sehr schwer; sie mußte um die Sicherung der Existenz des Gesundheitswerkes schwer ringen. Jedoch dank der Opferwilligkeit des Joint, das für das laufende Jahr ein bestimmtes Budget für die Gesundheitsarbeit der ״OSE“ zugesichert hat, eröffnen sich neue Perspektiven für die sanitär-medizinische Tätigkeit, die für die jüdische Bevölkerung von so lebenswichtiger Bedeutung ist. Die Konferenz wurde im Namen des Landesverbandes ״OSE“ in Deutschland von den Herren Prof. Levy-Dor 11 und Dr. Pinczovcr begrüßt. Im Namen des Berliner Maccabi hielt Dr. Kuhn eine Begrüßungsansprache. Dr. L. Gurwicz erstattete Berieht über die Tätigkeit der Zentralverwaltung in den fahren 1925 und 1926. Die Zahl der ״OSE“-Ansta!tm in den verschiedenen Ländern hat sich stark vergrößert Ende 1924 existierten 31 Anstalten, heute 50. Ende 1924 bestanden 32 schulmedizinische Stationen, die etwa 16000 Kinder beaufsichtigten, heute sind 57 Stationen, die etwa 27 OCX) Kinder beaufsichtigen. Mit Unterstützung des Joint hat ״OSE“ in diesem Jahre in Lettland zwei Tuberkulose-Heilanstalten eröffnet und die Zahl der Kinderanstalten in Beßarabien und In anderen Ländern vennehrt. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. בית הועד העברי" ברלין כיום החמישי בשבוע זה בשמונה שעות וחצי בערב" יערוך טית הועד העברי באולם הקהלה״ רוונשטר. m אספה עברית שבה ירציא הסופר'דרי ליאון רוזנברג על אדות הנושא: התחדשות דתית בובוחים ישתתפו" בין השאר" הפרופ׳ פ. שניאורסון, הסופר מר צבי וויסלבסהי ועוד. אורחים רצוים• Dienstag, den 4. Januar abends 82/י Uhr Gruppe des XII. Bezirks im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127 (Bhf. Steglitz) Propaganda-Veranstaltung. Herr Dr. Ernst Marcus: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse“. Nachm. (55 Uhr Jüdisch-nationale Frauen Vereinigung, Arbeitsgruppe Charlottenburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Donnerstag, den 6. Januar abends fJ/3 Uhr Gruppe Charlottenburg im großen Saal der Synagoge Fasancnstr. 79/80 Propaganda-Veranstaltung. Referenten: R.-A. Dr. Apfel, Dr. Siegfr. Kanowitz. Thema: ״Zionistische Politik und ihre Ergebnisse“. 0s( und West Aus Saarbrücken wird uns geschrieben: Im hiesigen ostjüdischen Kulturvercin Kadimah sprach am 12. Dezember 1926 Gemeinderabbiner Dr. Jacob über: Eine Verständigung zwischen Ost und West im Judentum. Der liberale Referent wies auf die Differenzen der beiden Gruppen hin, hob besonders den Patriotismus der deutschen Juden hervor, die eine unglückliche Liebe zum deutschen Vaterland im Herzen tragen. Sein Ideal ist Rathenau. — Die Ostjuden sind ewige Wanderer ohne feste Heimat, besitzen keinen ״Derech-Eretz“ und sind den Westjuden so fremd wie ein Negerstamm. Diese Behauptung brachte der Redner so verschlungen heraus, daß man darin weder eine Beleidigung noch einen schlecht gewählten Vergleich erblicken konnte. Zum 'Schluß sieht Dr, Jacob keinen Weg der Verständigung, sondern hofft, daß die Situation sich mit der Zeit ändern werde. Herr Neu beleuchtete in der Diskussion dasselbe Thema von der ostjüdischen Seite. Neu zeigte die Differenzen der beiden Gruppen; er wies hin, daß schon im vorigen Jahrhundert eine Verschmelzung stattgeiunden hat Die Nachkommen der aus der Provinz Posen dngewanderten Ostjuden sind extreme Asslinilanten^geworden. Ehcsai Weg^wollen ^vriyiiehi gelten. Juden■" niftrilM» zim' IfÄchen Volke airldkkehren., Die Ver- Schmelzung kann auf Art der Römer geschehen: durch commerclum und. cannubium; durch Handelsverkehr und Verschwägerung. Gerade der Jugendverein ist der Ort, wo Ost und West sich treffen, einander kennenlernen und• sich verbinden können. Nicht diese, erst die nächste Generation wird die Verständigung herbeiführen. In der weiteren Diskussion zitierte Hugo Löffler die Worte Schillers, daß ehrlos ist wer seine Nation verleugnet. Dr. Benny Weiler bewies, daß auch der Westjude wandert, von der Kleinstadt ׳ in die Mittelstadt, von dort in die Großstadt. Man kann ein loyaler den.scher Bürger und doch auch ein guter Jude sein. Dr. Löschner bezeichnete drei Typen von Westjuden. Rathenau: echtes Gefühl für Deutschtum; Dr. Jacob: zweifelhaftes Bekenntnis; Herd: Bekenner des jüdischen Volkes. Im Schlußwort konnte Dr. Jacob nur antwerten, daß man aneinander vorbeiredet. Die Aussprache war eine dringende Notwendigkeit, was der zahlreiche Besuch bewies. Die Versicherungsabteilung des Keren Kajemeth (Jüd. Nationalfonds), Berlin W15, Meinekestr. 10, bittet uns um Aufnahme des folgenden Berichtes ihrer Verträgsgesellschaft Phoenix. DieLebensversi herungs-Ges.Phoenix, über deren Vertrag mit dem Hauptbüro des Keren Kajemeth wir ja bereits des öfteren berichtet haben, hat am 19. November d. J. ihre 43. Generalversammlung abgehalten. Aus dem Geschäftsbericht ergibt sich, daß der Versicherungsbestand der Gesellschaft Ende 1925 388 235306 M. betragen und bis November 1926 sich auf 533 430 000 M. (nahezu das Dreifache des Bestandes 1913) erhöht hat. De Gesellschaft hat im Berichtsjahr den Geschäftsbetrieb in Belgien, Frankreich und Holland aufgenommen. Durch Erteilung der Konzession für Norddeutschland (bisher war sie nur für Süddeutschland konzessioniert) erstreckt sich nunmehr das Tätigkeitsgebiet des Phoenix auf das gesamte Deutsche Reich. Die Prämieneinnahmeu der Gesellschaft haben im Jahre 1925 22 340 000 M. betragen, an die Versicherungsnehmer wurden 3 201 175 M. ausgezahlt. Von den vereinbarten Prämien sind 69 0/0 den Prämienreserven zugeführt worden. Im Hinblick auf den erweiterten Geschäftsumfang der Gesellschaft hat die General- Versammlung eine Erhöhung des Aktienkapitals um 2 370 800 M. in Aussicht genommen. Der neueste Palästinafilm. Vor einem geladenen Publikum wurde im Hause des Syndikus der ״Par-Ufa-Met“ Dr. FI a t a u, der neueste Palästinafilm vorgeführt. Man sieht Bauernkinder — * nicht wie anderwärts auf dem Lande ungepflegt — sondern sauber gehalten und gut gepflegt. Man erlebt die Erziehung zum bewußten sozialen Menschen, antefangen vom Säugling bis zum Chaluz der Kwuzoth. Denn ieser Film führt durch Säuglingsheime, Kindergärten, Schulen, Arbeitsstätten, Felder, Dörfer, Städte. Man sieht eine Schule, in der die Schulzeitung von den Kindern selbst redigiert und gedruckt wird. Man macht auch einen Gang durch die Räume der Kunstgewerbeschule ״Bezalel“ und der Laboratorien der hebräischen Universität zu Jerusalem. Man sieht die Jugend im Sport sich ertüchtigen und die kräftigen Chaluzim Horra tanzen. Es blüht Wein und Mais, Weizen und Flachs. — Es ist — wie Sammy Groncmänn treffend ausführte — trotz aller wirtschaftlichen Reaktionen eine ungeheure Leistung der Zionistischen Organisation und des Keren Hajessod, aus einem sumpfigen Boden eia blühendes ILand geschaffen zu haben. Uud dieser Erfolg ist es, der auch bedeutende Nichtjuden zu Freunden des Palästinavverkes gemacht hat David Arjeh. Persönliche!. Dieser Tage haben zwei Führer des west- . feiert. Dr. Hilfstein war mehrfach Präsident der Exekutive der westgalizisclien zionistischen Landesorganisation und ist seit vielen Jahren Präsident der Nationalfonds-Zentrale und des Jüdischen Schulvereins in Krakau. Dr. Wahrhaftig war ebenfalls mehrfach Präsident der Exekutive und ist deren ständiger politischer Referent, llr ist einer der Gründer des ״Nowy Dziennik“. Wir gratulieren beiden Jubilaren. Ltaser Gesinnungsgenosse und engerer Mitarbeiter der B.Z. V., Herr Hugo F'raenkcl, ist durch den Tod sein« Vaters in Trauer versetzt worden. Wir sprechen ihm auf diesem Wege unser herzlichstes Beileid aus. Vermischtes Vortrag Martin Buber. Am 6. Januar findet in Berlin im Bechstein-Saal rin Vortrag von Martin Buber über ״Die Bibel als Erzähler“ statt. Martin Buber hat bekanntlich in den letzten Jahren hauptsächlich an der Bibelübersetzung gearbeitet, die er gemeinsam mit Franz Rosenzweig im Verlag Lambert Schneider, Berlin, herausgibt. Dem Vortrag wendet sich daher großes Interesse zu. (Näheres siehe im Inserat.) Achtung! Palästinenser! Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß alle provisorischen Palästinapasse, deren Gültigkeit am 31. Dezember 1926 abläuft, sofort gegen endgültige Nationalpässe umgetauscht werden müssen und können. Der Umtausch erfolgt direkt oder mit Hilfe des Palästina-Amtes bei dem zuständigen Britischen Konsulat. Palästina-Amt Berlin. Für Palästinareisende. Wie das Pal.-Amt mitteilt, hat die Palestine Lloyd Ltd. in Jerusalem mit ihren Rundreise heften für Palästina eine Neuerung auf dem Gebiet der palästinensischen Touristik geschaffen. Diese Rundreisehefte sind in allen Filialen der Palcstine Lloyd Ltd. in den größeren Reisegesellschaften und den Palästina-Aemterii ernältlich zum Preise von £E 9 pro Stück. Der Vorzug dieser Rundreisehefte ist ihre außerordentliche Billigkeit, vor allem aber die Tatsache, daß der Reisende, der sich dieser Heftchen bedient, an keinerlei Route gebunden ist, sondern seine Reise ganz nach Belieben unterbrechen kann. Die Rundreisehefte können als der erste Versuch betrachtet werden, den Reiseverkehr nach Palästina zu verbilligen und den Bedürfnissen des jüdischen Palästinareisenden soweit wie irgend möglich entgegenzukommen. Mülheim-Ruhr. In Mülheim-Ruhr findet am 29. Januar 1927 ein Ball zugunsten der Jubiläums-Aktion statt. Die Organisationen werden gebeten, diesen Abend freizuhalten. Freunde des arbeitenden Palästina. Am 30. Januar 1927 findet in den Festsälen des Brüder-Vereinshauses, Berlin W, Kurfiirstenstr. 115/116, ein großer volkstümlicher Ball, dessen Reinertrag dem arbeitenden Palästina zufließt, statt. Es ist ein reichhaltig« Programm vorgesehen. föf das sich namhafte Künstler liebenswürdigerweise zur ־llt rung gestellt haben. Die Freunde des arbeitenden Paliätte׳ werden gebeten, an dieser Veranstaltung teilznnehmen. Karten tar< Vorverkauf stad im Büro, Berlin N 24, Auguststr. 17!v Tel. Norden 3985, erhältlich. läsu Die Verein!] yffüstaltet .!S VPt. ... über das Thema: JDI® jüdKli, Fratt:l«1 Wandel Die Besucher, üno Besucherinnen der;,,״Alten,Synagoge*ייפ^זסד״ Gäste sind vrakömmen. — Der Verein zur Abhaltung o« Frühgottesdienstes und zur Unterstützung armer L •?!,tragender Schorn er laboker umischan awelim *׳roÄaltet s*tf;«'StinungS• fest am Montag, den 3. Januar •192^ Erew Rausch Chaudesch Schwat, nachmittags 4 Uhr, in der ,.Alten Synagoge“, Heidereutergasse. Die Predigt hält Herr Rabbiner Dr. Loewent h a 1. Die Mitglieder sowie Gäste sind willkommen. OSE. Das Berliner Komitee der Gesellschaft ״OSE“ veranstaltet am Sonntag, den 2. Januar 1927, um 4 Uhr nachmittags, im Gartensaal des Logenhauses — Kleiststr. 10 — eine Kindervorstellung. Karten sind im Büro der Gesellschaft (Frobenstr. 4) und beim Eingang im Saal zu haben. Vom Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. Am 20. Dezember a. c. fand im Logenhaus zu Berlin die Sitzung des Ausschusses zur Aufstellung eines Entwurfs einer Prüfung- und Studienordnung für die Prüfung in jüdischer Religion statt. Es war die zweite Sitzung dieses Ausschusses, der schon am 1. November d. Js. getagt hatte. In 21/astündiger Sitzung wurde an Hand der vorliegenden Vorschläge der drei bestehenden theologischen Bildungsanstalten die Prüfungsordnung aufgestellt, die als Grundlage für die der Regierung zu unterbreitenden Vorschläge gelten soll. Sie lehnt sich in großen Zügen an die Vorschriften an, die in der staatlichen Prüfungsordnung für die Kandidaten der anderen Religionen festgesetzt sind. Kinderfest. Dem Bericht über das Kinderfest der Jüdisch-nationalen Frauenvereinigung und des Keren Kajemeth ist noch hinzuzufügen, daß folgende Firmen die Geschenke für die Tombola gespendet haben: Die Buchhandlungen: Ewer, Jalkuth, Juval-Verlag, Jurovicz, Kedem, Dr. Levy- Ginsburg, Seeliger, Utopia. Spielsachen und Süßigkeiten von den Firmen: Bronheim, Potsdamer Str. 86, Einfeld, Wilhelmplatz 1, Eisen, Kl. Frankfurter Str. 8/9, Hirschfeld, Knesebeck- Straße 54, S. L. Kalian, Wallstr. 21, Kaufhaus des Westens, Kir.derparadies, Potsdamer Str. 123, Löwenberg, Seydelstr. 19, Offenberg, Rosenthaler Str. 40, Preuß & Unglaube, Seydel- Straße 12, Reschke, Neue Friedrichstr. 71, Ruppin, Kant- Straße 33, Stolhvcrk, Tietz. Kial-Verlag. Der vor einigen Jahren bei Ullstein in Berlin gegründete Kial-Verlag ist jetzt in den Besitz der Inhaber der Verlagsbuchhandlung ״Achiewer", Jerusalem, Tel-Äwiw, Berlin, Lietzenburger Str. 8a, übergegangen. Die neuen Inhaber des Verlages werden aas von seinen Begründern gestellte Ziel weiter verfolgen: dem hebräischen und jiddischen Leserpublikum gute, schön aus gestattete Bücher zu volkstümlichen Preisen darzubieten. Die hebräische Abteilung des Verlages wird nach Palästina verlegt, «׳ährend die jiddische Abteilung weiter in Berlin verbleibt. Niederlassungsmöglichkeit Wir sind in der Lage, einem Augenarzt eine Niederlassungsmöglichkeit an einem kleineren Ort ein Pommern, an dem sich eine zionistische Ortsgruppe befindet, nachzuweisen. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Meinekestr. 10. K.J.V. Wir suchen Niederlassungsmöglichkeit für einen Kinderarzt in größerer Stadt Mittel- oder Südostdeutschlands. Meldungen sind zu richten an das Büro des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin W 35, Kurfürstenstraße 150 (Telephon Kurfürst 1095). Synagoge ״Der Friedenstempel‘', Berlin-Halcusce (Markgraf-Albrecht-Str. 11,12). Hauptgottesdienst: Freitag abends 4,15 Uhr (Predigt). Sonnabend vormittags 10 Uhr (Schrifterklärung). Mincha 4,22 Uhr, Sabbatausgang 4,52 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7,30 Uhr, abends 4 Uhr. i

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