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Jüdische Rundschau · 1926-12-17 · Heft 99 (17.12.1926) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 99 (17.12.1926)
Date
1926-12-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Eintrlnmnmcr 0,33 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Vertag Berlin W 15, Meinekeatraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmar■ vierteljährlich 5,25 Goldmark. A1Mia1>c!»l>on1>emc8<• werde« tn A Wlhrnnd der ebuetaee Linder berechnet Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.lL, Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. AnxdgeapT*iaj8gespa]t.NonpareiIlezeileÖ,50G.-M. Stellengesuche 0.25 G.-M Anztigenachlaßi 0 < e n s t a g und Freit9$ nachmittag 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165 - 70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392» Für Oeatarrefeb: Poatfpark&ssenats! Wien. Konto Nr. 156 0301 ö Für Tschechoslowakei; Postsparkaaseoamt Frag. Konto Nr. 59 410. Für Polens; PosUparkaasenajnt Warschau. Konto Nr. 190 708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 99 | Berlin, 17. XII. 1926 1 י״ב סבת׳ תרפ״ז xxxi. jahrg. Der Zionismus erstrebt für Das ionische Volk die Schaffuno alnar Öffentlich rachtllcti aaalchartan Halmstllte In PalOstlna. ״Baseler Programm.‘* Deutsches Comite ״Pro Palästina“ Die Gründungsversammlimg Am Mittwoch, den 15. Dezember, fand im Hotel Kaiser- •10f, in Berlin, unter starker Beteiligung die Gründungs- Versammlung des Deutschen Co raitds Pro Palästina statt. % Der Vorsitzende der Z. V. f. D., Herr Kurt Blumenfeld, begrüßte die Versammelten und faßte nochmals kurz die Ziele des Comiles, die in einem schriftlichen Mcmorandum dargestellt waren, zusammen. Er gab einen kurzen Rückblick über die Geschichte des politischen Zionismus, der schon vor dem Kriege die Sympathien zahlreicher nichtjüdischer Pcrsönlrhkeiten auch in Deutschland genossen hat; heute jedoch unter viel günstigeren und aussichtsreicheren Bedingungen an die Durchführung seiner Aufgabe geht. Auch jetzt ist es im Zionismus gelungen, den Geist seiner Freunde zu erweitern, sowohl im jüdischen, als auch im nichtjüdischen Lager. In anderen Lindern wurden ähnliche Comites gegründet wie das nunmehr in Deutschland entstanden« Der Zionismus bedarf der Sympathien von Angehörigen aller Völker, die bereit sind, sich für eine Idee einzusetzen. Zum Vorsitzenden der Versammlung s hlägt Blumenfeld Herrn Grafen Bernstorff vor, der sich liebenswürdigerweise bereit erklärt hat, die Verhandlungen zu leiten. Grat Bernstorff übernimmt den Vorsitz und erklärt, er habe sich in der letzten Zeit viel mit Problemen des Völkerbundes beschäftigt und dabei auch mit der Palästinafrage. So ist er ein Freund der Bestrebungen geworden, die jetzt durch das Comite vertreten werden. Er führt aus, daß für Deutschland jetzt auch die Palästinafrage akut geworden ist, weil sie einen Teil der Völkerbundsarbeit bcdeutet. Der Vorsitzende begrüßt sodann den Vertreter der Reichsregierung, Herrn Staatssekretär Dr. P u e n d e r, der in Vertretung des Reichskanzlers erschienen ist und schlägt sodann folgendes *. Programm des Comites zur Annahme vor, das einstimmig genehmigt wird: ״Das Comite wird ln der Ueberzeugung, daß der Ibau der Im Paläctinamandat vorge ehenen Heinrtättc ״J Quittung Anspruch auf die deutschen Hpnpathlen und <w&> ÄntiMiÄÄ der deltichäi Juden bat, bemüht sein, (Ile deutsche OeffenfHchkelt über das tödliche Kolonlsationswerk in’ Palästina aufzuklären, die Beziehungen zwischen Deutschland und Palä t'na zu pflegen und allgemein die Erkenntnis zu verbreiten, daß das jüdische Aufbauwerk In Palästina ein hervorragendes Mittel für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Orient', für die Ausbreitung deutscher WIrtschaftsbeziehungen und für die Versöhnung der Völker Ist.“ Freiherr von Rcchenberg stellt den Antrag, ein Präsidium des Comltds zu wählen und schlägt dafür folgende Herren vor: Botschafter z. D. Graf Bernstorff, M. d. R., Rabbiner Dr. Leo Baeck, Professor D. Dr. 1. V. Bredt, M. d. R., Dr, R. Breitscheid, M. d. R., Kurt Blumenfeld, Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Professor D. Dr. H. Greßmann, Professor Dr. O. Hoetzsch, M. d. R., Domkapitular Prälat Professor Dr. Kaas, M. d. R., Dr. von Kardorff, M. d. R., Freiherr von Richthofen, Ministerialdirigent Leg.-Rat Prof. Dr. M. Sobemheim, Kommerzienrat Konsul Dr. W. Sobemheim. Ferner wird ein Ehrenausschuß beantragt, bestehend aus folgenden Mitgliedern: Preußischer Kultusminister Prof. Dr. Becker, Preußischer Ministerpräsb dent Otto Braun, Professor Dr. Albert Einstein, Reichstags- Präsident Paul Loebe, Staatssekretär der Reichskanzlei Dr. uender, Geh. Konsistorialrat Professor D. Dr. Sellin, Staatsekretär des Auswärtigen Amtes Dr. von Schubert, Oskar Wassermann, Direktor der Deutschen Bank, Staatssekretär des Preußischen Staatsministeriums Dr. Weißmann. Sämtliche Wahlen werden laut Vorschlag einstimmig ohne Widerspruch durchgeführt. Sodann erteilt Graf Bernstorff dem Staatssekretär Dr. Puender das Wort. Die Begrünung der Reichsregierung Dr. Puender: Ich habe den ehrenvollen Auftrag, den Dank des Herrn Reichskanzlers für die Einladung zu Ihrer bedeutungsvollen Tagung zu überbringen. Der Herr Reichskanzler Ist zu seinem Bedauern durch dringende Amt׳- geschälte am Erscheinen verhindert und hat mich beauftragt, seine und der Reichsregierung beste Wünsche und Grüße zu überbringen. Ich darf hinzufügen, daß die Relchsregicrung den Bestrebungen des Comltls Pro Palästina lebhaftes Interesse und Sympathie entgegenbringt. Ich werde der Reirinregierung über den Verlauf der Veranstaltung Bericht erstatten. Orat Bernstorff bittet, den Dank der Versamm- I u n ״ dem Reichskanzler und der Reichsregierung zu übermitteln. Sodann werden die einzelnen Bestimmungen der Statuten besprochen und nach kurzer Debatte, an der sich die Herren Freiherr von Rechenberg, Qskar Wassermann, Eduard Bernstein, Blumenfeld und Frau Katharina von Ohcimb beteiligen, werden die Statuten genehmigt und die Versammlung geschlossen. Das Festbankett im Anschluß an die Versammlung fand ein Frühstück statt, bei welchem zunächst Herr Blumenfeld in seiner Tischrede die Grundgedanken der jüdischen Renaissancebestrebungen darlegte. Herr Blumenfeld verlas dann einige charakteristische Stellen aus den eingelangten zahlreichen Begrüßungsschreiben. Darunter folgende Stelle aus einem Schreiben von Thomas Mann: ״. . . Ich kann nur sagen, man braucht weder Zionist noch überhaupt Jude zu sein, um den Gedanken, das Land aus seiner Oede zu wecken, in dem sich seit dem Tage des getriebenen Menschen, der aus der babylonischen Mondstadt dort einwanderte, bis zum Kreuzestod des Nazareners eine so gewaltige, menschheitsgeschichtlichgeistige Entwi'klung abgespielt hat, ich sage: um diesen Plan groß und schön und rührend und fördernswert zu finden. Um so weniger, sollte ich denken, brauchten deutsche Juden, in deren Blut die Erinnerung an dieses Urheimatfand lebendig ist, zu fürchten in ihrem Deutschtum bezweifelt zu werden, wenn sie den Plan unterstützen . . .“ Herr Blumenfeld forderte schließlrh die Gesellschaft auf, auf das Wohl des Vorsitzenden, Grafen Bernstorff, zu trinken. Graf Bernstorff antwortete mit einem Dank für das ihm dargebra״hte Vertrauen. Er legte dar, er beschäftige sich nicht zum ersten Male mit der Palästinafrage. Schon 1918, als Deutschland no״h Gelegenheit hatte, direkt auf die Gestaltun״ der Verhältnisse in Palästina im Wege der Türkei einzuwirken, habe er mit den türkischen Staatsmännern im Sinne der Begründung eines Jewish National Home in Palästina verhandelt. Wenn er gegenwärtig als Politiker an diesen Bestrebungen teilnehme, so geschieht das ni ht allein darum, weil Deutschland durch seinen Eintritt in den Völkerbund direkt an dieser Frage, die eine Angelegenheit des Völkerbundes sei, interessiert ist, sondern weil er über das Politische hinaus vom menschlich kulturellen Standpunkt an dieser großen Angelegenheit mitwirken wolle. Graf Bernstorff wurde lebhaft akklamiert. Rabbiner Dr. Baeck. Großpräsident des Ordens Bnei Brith, führte aus, Graf Bernstorff habe als Staatsmann gesprechen, der sich vom Pali iker dadurch unterscheidet, daß er die Dinge im Lichte von Generationen und nicht von fahren sieht; durch die staatsmSnnisohe Betrachtung der JQbtar. werde,.41«,■ 'geschaffen,־ ln- ,dp ׳•leb .41 ׳« Ideen wirken kalt, wenn sie nicht Vom Lebet» durchglüht werden. Die Idee des Pro Palästlna-Comltfe müsse Leben erhalten, da Ihre Durchführung ins Menschliche hineinragt; Viele Juden verstehen es heute noch nicht, aber die heutige Gründung wi־d sie leh-en zu sehen. Es gehört dazu freilich auch ein gewisses Maß von Liebe. Wenn beide zusammen kommen, die Liebe und das Sehen, dann wird das rechte Verhalten gegeben sein. Kultusminister Dr. Becker dankt namens der Gäste für die Einladung. Für uns, sagt er, die wir die Politik nicht nur als Terimik behandeln, sondern mit unserem sittlichen Bewußtsein au?h an die politische Arbeit herangehen, ist das Verstehen, von dem Dr. Baeck gesprochen hat, eine grundlegende Forderung. Viel vom Geiste des Judentums ist im Laufe der Jahrtausende in unsere eigene Kultur eingedrungen und ist in unserem heutigen sittlichen Denken lebendig: und für historisch Denkende ist es klar, daß man unter diesen Umständen auch dem selbständig gebliebenen Teil der jüdisch Denkenden das tiefste Verständnis entgegenbringen muß. Redner spricht über die Problematik des geschichtlichen Denkens in unserer Zeit, wo die Objektivität der Oeschi״htsbetrachtung• einem Subjektivismus gewrhen ist. Aus diesem Subjektivismus werden wir es auch würdigen, wenn si~h unsere jüdischen M1tbü־ger stärker und stärker auf sich selbst, ihre Vergangenheit und glorreiche Zukunft besinnen. Ich selbst habe Gelegenheit gehabt, festzustellen, daß unsere jüdischen Volksgenossen uns Deutschen auch darin ähnlich sind, daß sie über Ideen miteinander streiten (Heiterkeit!. Schon York hat diese Parallele zwischen Juden und Deutschen gezogen. Daher weiß ich auch, mit welchen Schwierigkeiten und Gegensätzen Sie zu kämpfen haben. Bei mir ist man auch vorstellig geworden und wollte mein Interesse für den gegenteiligen Standpunkt erwecken. Ich habe zuviel Respekt für die jüdischen Mitbürger, um es nicht ihnen allein zu überlassen, wie sie sich zu diesem Problem stellen. Wenn von der einen Seite immer der Standpunkt des Staatsbürgertums betont wird, werde ich das würdigen, aber ich werde es niemals begreifen, wenn man dem Juden, der für Palästina eintritt, «eine Staatsgesinnung anzweifelt. Wir würdigen die großen Zusammenhänge des Judentums, und wenn auch Sie das Rad der Geschichte naturgemäß nicht rückwärts drehen können, so sehe ich hier ein verheißungsvolles Vorwärts ן hreiten in die Zukunft. Ich schließe mit dem Bekenntnis, daß wir, die wir mitarbeiten und die, wie ich, freudig und ״ern dem Cornitö beigetreten sind, dies tun aus vollem Verständnis für seine mens'hliche Bedeutung. Die nationalen Gegensätze werden vielleicht in einer nicht so fernen Zu kunft nur noch eine Reminiszenz sein und so sehr wir die ethnischen Elemente hereinstellen wollen in den Dienst der Gesamtheit, so schwebt uns allen vor eine letzte H umanitas, die uns verbindet. Ich erhebe das Glas auf das Comite, daß in ihm walte eine wahre Humanitas! (Lebhafter Beifall.) Kurt Blumenfeld weist in seiner Schlußansprache nochmals auf die im Programm formulierten Grundsätze hin und betonte, daß die verantwortlichen Träger der Palästina- Aufbaubewegung sich vom Gedanken eines Chauvinismus weit entfernt wissen. Die Juden wollen nach zweitausendjähriger Ohnmacht mit unbeugsamer Entschlossenheit nicht nur ein Experiment versuchen, sondern ein Werk schaffen, das nicht nur zum Wehle der jüdischen Gemeinschaft sein, sondern im Zeichen allgemein-menschlichen Fortschritts stehen werde. Mit Wünschen für das gedeihliche Wirken des Deutschen Pro Palästina-Comites lud er die Versammelteu zu gemütlichem Zusammensein ein. Freunde des Zionismus Als vor etwa einer Generation das jüdische Volk sich darauf besann, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und nicht mehr wie bisher nur passiver Dulder, sondern aktiver Gestalter seiner Geschichte zu sein, da wußten die jüdischen Führer, deren größter Theodor Herzl war, daß dieses Werk der Selbsthilfe nur gelingen kann, wenn es Verständnis und Unterstützung bei den besten aller Völker findet. Theodor Herzl, dessen Name heute, an dem Tage eines schönen Erfolges der zionistischen Bewegung in Deutschland, mit ehrfurchtsvollem Gedenken genannt sei, vertraute darauf, daß ein Werk, durch welches ein Volk aus der Verzerrung einer unerträglichen Situation und aus der Verkrüppelung seines Charakters zu eigener sittlicher und politischer Verantwortung befreit werden soll, der Sympathien aller derer teilhaftig werden muß, die einen lebendigen Sinn für Schönheit und Größe, die ein waches Gefühl für die edleren Regungen einer bedrängten Volksseele haben. Ein Volk, einzig in seiner Art und in seinem Schicksal, der heutigen Weltkultur durch mannigfache Bande verknüpft und dennoch ohne eigenen Status, allen Anfeindüngen, Verleumdungen, Verachtung und Beleidigung ausgesetzt, faßt den Entschluß, sich aus seiner unvvürdigen Lage zu erheben und die besten Kräfte, die in ihm schlummern, für seine Regeneration einzusetzen. Es ist eine Aufgabe, die nur durch äußerste Anspannung, durch gläubigen Idealismus und — wie Weizmann gerade in Boston gesagt hat — nur mit Phantasie ausgeführt werden kann. Die Arbeit ist schwer, durch dreißig Jahre mühen wir Zionisten uns um das Ziel, und dieser Weg ist gepflastert mit Hindernissen und Schwierigkeifen, mit Mißerfolgen, aber auch mit Erfolgen. Io Hilft “ fuung, wenn wir freundliche Oesint andern Menschen finden, die unsere Bestrebungen von außen mit Interesse begleiten. Die jüdischen Feinde des Zionismus haben ihm von Anbeginn prophezeit, er werde große Unterstützung von Nichtjuden erhalten, und zwar von allen Antisemiten* die gern dabei mitwirken werden, die Juden nach Palästina zu schaffen. Diese zynische Prophezeiung, die nur die banale Seite eines Geschehens sieht und die feinere Verknüpfung der Probleme mißachtet, hat sich nicht erfüllt Der Zionismus hat nicht bei den reaktionären Kreisen Anteilnahme gefunden, sondern gerade bei den fortschrittlichen Kreisen, welche wahrhaft weltmännisch und wahrhaft human denken und geschichtliche Probleme unter großen Gesichtspunkten und nicht aus dem Krähwinkel betrachten. Viele Juden haben gefürchtet, der Zionismus werde die Stellung der Juden als Staatsbürger innerhalb ihrer Vaterländer gefährden. Diese Befürchtungen, aus übergroßer Aengstlichkeit und innerer Unsicherheit geboren, sind grundlos. Wer antisemitisch ist, der bedarf keines Vorvvandes zur Betätigung seiner Gesinnung; wer aber nicht von Vorurteilen geblendet ist, wer Sinn für Wahrheit und für den Wert ehrlicher und aufrichtiger Beziehungen hat, der wird leicht verstehen, daß die Juden in einer einzigartigen, eigentümlichen Situation sind, und daß der Dienst an der gemeinsamen jüdischen Sache des Wiederauf- Jebens der jüdischen Nation, die Mitwirkung an diesem großen, von der Völkergemeinschaft sanktionierten Friedenswerks, keinen Widerspruch bildet und bilden kann zur treuen Erfüllung aller Pflichten der Juden im Staate. Menschen von staatsmännischem Empfinden und weitem Horizont begreifen ohne weiteres, daß eine Minorität im Staate nicht dadurch zu besserem Patriotismus bewogen wird, daß man sie verdächtigt und zur Verleugnung ihrer Eigenart nötigt, sondern gerade durch verständnisvolles Entgegenkommen und durch Erleichterung der Befriedigung der gerade ihr eigentümlichen Bedürfnisse. Die Gründung des Deutschen Comites Pro Palästina zeigt uns, daß in maßgebenden Kreisen der deutschen Politik, Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft ein wacher Sinn für diese Zusammenhänge vorhanden ist. Mit besonderer Genugtuung verzeichnen wir die Tatsache, daß die Regierung der deutschen Republik die Gründung des Komitees mit Wohlwollen und Interesse gefördert hat. Für den Zionismus, der auch hier in Deutschland viel mit böswilligen Anfeindtingen zu kämpfen hat, ist es von größter Bedeutung, daß seiner Tätigkeit diese Ermunterung und öffentliehe Aberkennung zuteil geworden ist. Das Deutsche . Reich i«t heute eine der Ratsmächtc des Völkerbundes. Wer,11 Ölt Regierung ihre Zustimmung zu dem Programm des Komitees gegeben hat und leitende Beamte des

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