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Jüdische Rundschau · 1926-11-30 · Heft 94 (30.11.1926) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 94 (30.11.1926)
Date
1926-11-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 94 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sette 081 stellen wir den freien Bund der Völker, die zueinander im Verhältnis von Rechtspersönlichkeiten stehen, die sich ebenso an Normen und Gesetze halten müssen wie die ein- *einen Individuen im Staate. Von diesem Gesichtspunkt aus interessiert uns die Frage von Mehrheit und Minderheit nicht Und darum finden wir, daß diese ganze Debatte weder heute noch in Zukunft einen Sinn hat und daß die Proklamation der künftigen jüdischen Mehrheit iö Palästina und die Entrüstung gegen den ״Verzichtenden“ ganz unfruchtbar ist.“ Paläsiiee«sische Verkehrsfragen Jerusalem, 22. November. (J.T.A.) Die Zeitungen veröffentlichen heute eine Mitteilung, in der es heißt, daß die Errichtung einer Eisenbahnlinie von Port Fuad (gegen- Ober Port Said auf der asiatischen Seite des Suezkanals) nach Bagdad in Erwägung gezogen wird. Die Linie wird über Jaffa, Haifa und Beisan oder über B e e r s e - heba, Jerusalem und Amman führen. Eine britische Gesellschaft hat bereits an die Regierungen von Palästina und Aegypten formelle Gesuche um die Erteilung von Kon- Zessionen zur Errichtung der Linie Port Fuad—Bagdad auf einer der erwähnten zwei Routen gerichtet, ln den Gesuchen wird festgestellt, daß das nötige Kapital bereits zur Verfügung steht. Die Verbindung zwischen Bagdad und dem Mittelländischen Meer stellt ein Projekt dar, das seit vielen Jahren erörtert wird und das mit dem Bagdad-Bahn-Projekt in Verbindung stellt, welches Alexandrette als den Mittelmeerhafen vorsah. Seit der britischen Okkupation Palästinas aber wurde Haifa als diejenige Hafenstadt in Erwägung gezogen, die statt Alexandrette den äußersten Grenzpunkt für den Transithandel zwischen Mittelmeer und den östlichen Meeren bilden soll, im letzten Jahre wurde ein weiterer Plan erörtert, der die Errichtung einer Eisenbahnstrecke von Tripolis über Beiruth nacli Haifa zum Gegenstände hatte. Tripolis besitzt Verbindungen mit Homs und Aleppo und würde also die Verbindung mit Bagdad weiterführen. Rabindruialh Tapore and der Zitaisnus Bukarest, 22. November. (J.T. A.) Rabindranath Tagöre, der soeben in Bukarest eintraf, wurde von einer zionistischen Abordnung, die von Dr. Olschwangcr und dem Vorsitzenden der rumänischen Zionistischen Organisation Adolf Bernard geführt war, begrüßt. Tagore fixierte in seiner Antwort sein Verhältnis zum Zionismus. Ein Erfolg des Zionismus, sagte er, bedeute einen Sieg von Menschenliehe, Gerechtigkeit und Frieden. Es ist von großer Bedeutung, daß die Juden nach Palästina moderne Kultur verpflanzen und eine Synthese zwischen Ost und West schaffen helfen. — Am Abend fand im Kultusministerium ein Bankett m Ehreu Tagores statt, an welchen! auch eino Abordnung der Zionistischen Organisation teilnahm, die sich aus Olschwanger, Adolf Bernard, Frau Margolics, Dr. Mibaschan und Ing. Balan zusammensetzte. Vom Preußischen Landesverband Nachdem »durch die Uebersiedlung Dr. Hantkes nach Palistfna sein Ratsmandat im Großen Rat des Preußischen Landesverbandes erloschen ist, ist das bisherige stell vertretende Ratemitglied, Ministerialdirektor Dr. Bad t, als ordentliches Mitglied <f« Großen Rates eingerückt. Die Fraktion der Jüdischen Volkspartei hat nunmehr — wie uns mitgeteilt wird — "beschlossen, den freiwerdenden Posten eines stellvertretenden Ratsmitgliedes mit Herrn Lehrer M. Steinhardt, Magdeburg, zu besetzen. * Wir werden dr auf aufmerksam gemacht, daß $e Aeußerungen des Herrn Dr. Horovitz, Frankfurt a. M., zum Fall Sonncnfeld in der Geschäftsordnungsdebatte der Landes- Versammlung preußisch-jüdischer Gemeinden nicht ganz sinngetreu wiedergegeben worden sind. Dr. Horovitz hat in seinen Darlegungen ausdrücklich betont, daß die Frage, ob Herr Justizrat Sonnenfeld in der Repräsentanten Versammlung die Unwahrheit gesagt habe oder nicht, für die politische Beurteilung der Angelegenheit unerheblich sei. Da hier Auffassung _ gegen Auffassung stehe und die Möglichkeit eines Mißverständnisses gegeben sei, könne man Herrn Justizrat Sonnenfeld aus seiner Erklärung in der Repräsentanten- Versammlung keinen Vorwurf machen. — Diese Richtigstellung bat mit der Stellungnahme zum Brief des Herrn Justizrat Sonnenfeld nichts zu tun. Dieser Brief wird auch von Herrn Rechtsanwalt Horovitz scharf verurteilt. Ein jüdisches Zeitrnm in Wie! .,Wir erhalten folgenden Bericht: Der Verein ״Soziale rlilfsgemeinschaft Anitta Müller“, dem Wien und darüber hinaus die gesamte Judenschaft manche segenbringende soziale Einrichtung zu danken hat, schuf kürzlich, in Nachnildung der ,,Jewish Centres“ in Amerika ein Jüdisches Zentrum, dessen feierliche Eröffnung durch die Teilnahme eines großen Publikums, zahlreicher hervorragender Vertreter der Wiener Kultusgerneinde, und der Bnai Brith u. a., hauptsächlieh aber durch die Reden der Herren Oberrabbitier Cnajes Und Rabbiner Dr. Feuchtwang eine besondere Weihe empfing. Verschiedene Jugendklubs sind im Wiener Jüdischen Zentrum eingerichtet, die schon 250 Burschen und junge Mädchen umfassen, eine Kinderlesestube beschäftigt die Jüngsten, lehrt sie die ersten hebräischen Liedchen und bringt ihnen jüdische Erzählungen und Märchen. Aber auch den Erwachsenen will das Jüdische Zentrum dienen. Verschiedene Beratungsstellen wurden geschaffen, unter denen insbesondere das Rechtsschutzbüro segensreich wirkt, hervorragende Gelehrte halten Sprachkurse und belehrende Vorträge auf allen Gebieten jüdischen Wissens. — Die Gründerin des ״Zentrums“, Frau Anitta M ü 11 e r-Co h e n , sandte von Palästina aus zur Eröffnungsfeier herzliche Glück- und Segenswünsche und dankbar gedachte man der wunderbaren jüdischen Frau, die immer fühlt und in die Tat umzusetzen versteht, was ihre jüdischen Brüder brauchen. G. M. Arbeitsgemeinschalt nrisrschisllscher Verbände fn Amsterdam fand die erste öffentliche Versammlung der vor kurzem begründetet! ״Arbeitsgemeinschaft misrachistischer Verbände“ statt. Die Herren Lazarus Barth für den deutschen Misrachi, A. J. Rom für den schweizerischen Misraclii und Z. Mossel (Dozent am Rabbineiteeminar) für den holländischen Misrachi sprachen über das Thema: ״Die Pflichten der Orthodoxie gegenüber Erez-Israel“. — Die Versammlung war ein großer Erfolg; es meldeten sich viele neue Mitglieder. Auen 1m Haag wurde eine auße־ordent!ich erfolgreiche Versammlung abgehalten, die ebenfalls eine große Zahl neuer Anhänger warb. Herr Barth wird eine Tournee durch Holland und Belgien machen, wo er in verschiedenen Städten in Propagandaversammlungen sprechen wird. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonfo Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 30. November abends 8'/! Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Vortragszyklus des B. Z, V. über ״Revision des Zionismus“. Referent Herr Richard Lichtheim. 2. Vortrag: ״Revision der zionistischen Praxis“. Donnerstag, den 2. Dezember abends 8»/j Uhr Berliner Zionistische Vereinigung im Reichswirtschaftsrat, Believuestr. 15. Herr Kurt Blumenfeld: ״Palästina im Spiegel der Kritik“. Wert der Berichterstattung. Konjunkturpolitik. Palästina- Kritik der Jüdisch-liberalen Zeitung. Weltbühne und Tagebuch. Die Berichte von Prof. Mead, Felix Pinner und Oppenheim er. Das politische, kulturelle und wirtschaftliche Ziel. Karten zum Preise von 1,— M. erhältlich in der B. Z. V., Meinekestr. 10. Für MiHdieder der Jugendorganisationen ist der Eintritt frei. Abends 8 Uhr Zeire-Misrachi, Oeffentliche Chanukkah-Feier. Gesangsvorträge von Frau Krongold-Gewürzmann. Lichtbilder von Palästina, Vorführungen usw., im Hackeschen Hof, Rosenthaler Str, 40/41 (Bhf. Börse). Karten zum Preise von 1 M. und 0,50 Pf. im Misradii-Zcntralbüro, Monbijouplatz 1 und an der Abendkasse. Sonntag, den 5. Dezember, 11 Uhr Stadthalle, Klosterstraße, Vortrag Vladimir Jabotinsky: ״Judenstaat". Karten 0,50 bis 2,— M. beim Eintritt. Dienstag, den 7. Dezember abends 81/3 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Vortragszyklus der B. Z. V. über Fragen der Gemeindearbeit. 1. Vortrag: Herr R.-A. Dr. Klee: ״Entwicklung und zukünftige Gestaltung zionistischer Gemeindearbeit". Dienstag, den H. Dezember nachm. 4;/י Uhr im Logenhaus, Kleiststr. 10. Kinderfest der Jüdisch-nationalen Frauenvereinigung anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth. Karten zun! Preise von 1 M. und Bons für die Kaffeetafel zu 50 Pf. (nur für Kinder) erhältlich im Büro des Keren Kajemeth, Meinekestr. 10. An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom!.Januar 1927 ab zu liefernden Exemplare bis *um 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ״Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Dezember»agen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, in ihrem eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dafe diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im November 1926. Verlag •Jüdische Rundschau" Berlin W15. nelnekestrate 10 5000 Sainmelhürh er 5000 Mitarbeiter /Jeder Zionist muss einen ßloclc‘3ur Sammlung von 25Mark übernehmen JAHRE i₪₪BÜm KEREN KAJEMETH LEHSRAEL J Üf) UBllAUMS SPENDE Haben Sie schon ein Sammelbuch? Kleine Nachrichten Sir Ern־*׳‘ Dawson, der neuennnntc Landvermessimgskommissar, ist in Jerusalem eingetroffen. Die Prager ״Selbstwehr“ meldet: ״Nach unseren autfientischen Informationen war eine Reise des Präsidenten Mtsaryk nach Palästina in diesem Winter nie geplant; nunmehr ist jedoch auch die geplante Reise nach Aegypten zweifelhaft geworden. General Cadorna, der in da! ersten Kriegsjabren Oberbefehlshaber der italienischen Armee war, weilt zurzeit als Gast des High Commissioner Lord Plumer in Palästina. Gemäß einem Aufruf der Gesellschaft zum Schutze der hebräischen Sprache haben die Buchdruckereibesitzer und Buchdrucker von Tei-Awiw beschlossen, keine Werke in Jiddisch zu drucken, es sei denn, daß solche Werke für den Vertrieb im Ausland bestimmt sind. (Ob das der rechte Weg zur Hebraisierung ist?? — A. d. R.) T. U. zufolge verlaufet in Genf, daß für die Ständige Finanzkommission des Völkerbundes Dr. Melchior vom Bankhaus Warhurg als ständiger Vertreter Deutschlands in Aussicht genommen ist. Vortrag Kort Bloneoleld Wir machen nochmals auf den Vortrag des Herrn Kurt Blumenfeld am Donnerstag, den 2. Dezember, abends 8>/a Uhr, im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrates, Bellevuestraße 15, über ״Palästina im Spiegel der Kritik“ aufmerksam. Blumenfeld wird in! Verlaufe seines Referats u. a. auch zu dem Berliner Vortrag Jabotinskys Stellung nehmen. Wir verweisen auf das Textinserat in der heutigen Nummer. Vermischtes In Palästina ist Gelegenheit gegeben, mit einem Kapital von zirka £ 2000 sich eine gute Existenz zu verschaffen. Auch eine stille Beteiligung mit der ganzen oder einem Teil der Summe kommt evtl, in Frage. Anfragen beim Palästina* amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Lessing-Hochschule. Ara Donnerstag, den 2. Dezember, spricht Dr. Max־ Der! über ״ExpresslonismuDer Vortrag findet im Mommsen-Gymnasium, Wormser Str. 11 (am Wittenbergplatz) statt, und zwar, wegen der starken Nachfrage, sowohl um 7 Uhr wie um 8נ/י Uhr. Karten zun» Preise von 2 M. sind jedoch nur noch für den Vortrag um 7 Uhr bei dem Sekretariat der Lessing-Hochschule, Berlin W 50, Augsburger Str. 43, sowie evtl, an der Abendkasse erhältlich. — Im Rahmen der Vortragsreihe. ״Europäische Dichtung an der Schwelle der Gegenwart“ wird Dr. Stefan Zweig am Freitag, 10. Dezember, abends 7 Uhr, einen Vortrag über ״Dostojewski“ halten. Der Vortrag findet im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrate, Believuestr. 15, statt Karten sind im Vorverkauf durch das Sekretariat der Lessing- Hochschule, Berlin W50, Augsburger Str. 43, sowie evtl, noch an der Abendkasse zum Preise von 2 M. erhältlich. Von Börne bis Kerr. Anschließend an den Vortrag, den Carl Brinitzer am 30. November, abends 8 Uhr, ira August- Förster-Saal, Keithstr. 11, über ״Von Börne bis Kerr, Revue deutscher Feuilletonisten“ hält, wird Gad Shelaso vom Staatstheater ausgewählte Feuilletons von Börne, Heine, Altenberg, Polgar, Hildenbrandt und Kerr lesen. Die JUdisrtinationale Frauenvereinigung veranstaltet anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth in den Räumen der Loge, Kleiststr. 10, am Dienstag, den 14- Dezember, nachmittags 31/3 Uhr, ein Kinderfest mit Theater, Musik, Geschenken und Ueberraschungen. Zur Aufführung gelangt zum ersten Male das biblische Spiel ״Die Arche Noah“ von Albert Bacr. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder 1 M. Bons für die Kaffeetafel (nur für Kinder) 50 Pf. beim Keren Kajemeth. Um den Kindern ein wirkliches Vergnügen zu bereiten und einen geordneten Verlauf des Festes zu sichern, haben wir 1ms entschlossen, nur einen Vorverkauf stattfinden zu lassen. Keine Tageskasse. Wir bitten, sich rechtzeitig mit Karten und Bons zu versehen, da mir eine beschränkte Anzahl von Karten ausgegeben werden, damit die Kinder genügend Bewegungsfreiheit haben. Für die Theateraufführung werden die ersten Saalreihen nur für Kinder reserviert. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da die Saaltüren um 4 Uhr geschlossen werden. Kinder unter drei Jahren bitten wir nicht mifzuE•־■ Der Jüdische Orchester-Verein unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Leo Kopf veranstaltet am 11. Dezember d. J., abends 8V< Uhr, sein erstes diesjähriges Konzert in der Aula der Kaiser-Friedrich-Schule, Knesebeckstr. 24. Als Solistin wirkt die bekannte Konzertsängerin Dora Bernstein- Börter mit. Karten bei: Kunstverlag Juwal, Lie*zenburger Straße 8a, Buchhandlung Kedem, Dahlmannstr. 8, Fritz Bloch, Wallstr. 17/18 und an der Abendkasse. Gesellschaft für jüdische Familienforschung. Am Mittwoch, den 8. Dezember 1926, abends S'4 Uhr, spricht im Blauen Saal des Brüdervereinshauses, Kurfürstenstr. 116, Herr Dr. S. Bl ach über ,,Jüdische Familienforschung und Volkskünde“ (mit musikalischen Beigaben); am Klavier: Frau Margarete Blacli; Gesang: Frau Erna Bloch. Anschließend Diskussion. Jüdischer Schulverein E. V. In den privaten Volksschulen des Jüdischen Scliulvereins können von! 1. Dezember ab Kinder zur Aufnahme für Ostern 1027 angemeldet werden. Die Anmeldungen werden von den Schulleiterinnen im Schullokal entgegengenommen, und zwar in der Schule Fasanenstr. 79/80 am Montag, Mittwoch und Freitag von 12 bis 1 Uhr, in der Schule Rykestr. 53 von Montag bis Freitag von 12 bis 1 Uhr. Jüdische Grundschule Bhf. Tiergarten. Eine Novizenklasse für Oktober 1927 eröffnet die Israelitische Synagogengemeinde Adass-Jisroei Berlin im Tiergarten-Viertel. Schriftliehe Anmeldungen sind zu richten an: H. Offenberg, Berlin NW 87, Bachstr. 7. Gelsenkirchen. Herr Dr. Erich Philipp-Essen sprach am 24. November in einer stark besuchten Versammlung über den Zionismus und seine soziologischen Zusammenhänge. — Die Eröffnung des zionistischen Heims, Hildegardstr. 27, Toreingang, findet am 1. Dezember 1926 statt. Palästina auf dem Landwege. Gesinnungsgenossen, die sich an einer Reise nach Palästina auf dem Landwege, also mit Vermeidung einer Schiffsreise (Konstantinopel—Konia— Adana—Aleppo—Beirut—Haifa) beteiligen würden, wollen sich alsbald mit dem Palästina-Amt, Meinekestraße 10, oder mit dem Unterzeichneten in Verbindung setzen. Zeitpunkt etwa Ende Januar. Dr. Hugo Schachtel, Breslau VI. Königsplatz3b. Herr Arthur Donig, Präsident der Israelitischen Union, ersucht uns mitzuteilen, daß er daran geht, eine neue Ausgäbe der Kupferstiche des Venezianers Novell!, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts die religiösen Feierlichkeiten der Juden seiner Vaterstadt in sechs Blättern gezeichnet und gestochen hat. zu veranstalten. Die Bilder werden in der Reichsdruckerei zu Berlin hergestcllt. Interessenten wollen sich wenden an das Literarische Institut für Kunst und Wissenschaft, Charlottenburg, Carmerstr. 17.

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