Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 93 (26.11.1926)
- Date
- 1926-11-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 672 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 93 hoditak-ntierte Saloschnikoff ist Theatermaler, Ben Zwi, gleichfalls ein Moskauer Schauspieler, wurde Hilfsregisseur und ich trug Atem und Lauttechnik (Phonetik) der hebräischen Sprache vor. Unter der wirklich hingebenden Leitung dieser, ihrer Verantwortung voll bewußten Menschen wurde in unglaublich rascher Zeit derartiges geleistet, daß man im Februar schon daran gehen konnte, die erste Aufführung vorzübereiten. Um diese Zeit bekam ich von der Kulturgruppe der Arbeiterorganisationen den Auftrag, eine Vortragstournee durch die Dörfer des Landes zu machen. Dieser Auftrag war mir die beste Belohnung meiner Arbeit. Ein bißchen Wäsche, ein Kleid, ein Paar Schuhe in den Rucksack, die Keffije (das arabische Sonnentuch) auf den Kopf — und schon gings ins Land. Eine hebe Freundin begleitete mich. (Sie war trotz ihrer Jugend Leiterin eines großen Warenhauses in Deutschland gewesen, und hatte, wie soviele in Palästina, ihre gut bezahlte Stellung mit der eines einfachen Arbeiters vertauscht.) In allen Kolonien, meist kamen wir in Arbeiterdörfer — den einzigen wirklich kommunistischen Lebensgemeinschaften der Welt — war mein Kommen bereits avisiert, so daß wir meist am schwarzen Brett der Sicdlungsleitung schon die Ankündigung fanden, daß ich am Abend in der Eßbaracke sprechen werde. Ich leugne es nicht, daß ich die ersten Male etwas zaghaft vor dieses Publikum trat; es war ja doch ein anderes als in Europa. Hier war nichts von Snobismus zu verspüren, hier umgab mich nicht die undurchdringliche Atmosphäre des Künstlers, hier war ich Chawera unter Chawerim im Bewußtsein, unter Aufbauenden gleichfalls Aufbauarbeit zu leisten. Und nie hat mich Erfolg derart gefreut wie unter den Arbeitern des Emek. Wenn auch Klatschen als Zeichen des Beifalls unbekannt ist, fühlte ich doch augenblicklich den ganz starken Kontakt, der in einem europäischen Konzertsaal völlig unmöglich ist. Es waren wirklich unvergeßliche Stunden, Stunden, in denen das Bewußtsein, an einer Ewigkeitsarbeit beizutragen, stärker als je mir ins Bewußtsein traten. — Selbstverständlich ist eine derartige Tournee nichts für Mensehen, die an erstklassige Hotels und Schlafwagen gewöhnt sind, denn meist geht die Reise von Dorf zu Dorf zu Fuß oder auf einem Esel, und die Nächte verbringt man in einem Zelt, in einer Baracke, in einem leeren Krankenzimmer, wo eben Platz ist, und auch im Essen gibt es für den noch so enthusiastisch begrüßten Gast keine Ausnahmsstellung. Er ißt eben mit den anderen das einfache, beinahe immer fleischlose Essen des Chaluz im Emek oder in Galiläa. Aber, wer immer durch eine Genossenschaftssiedlung kommt, ob er Jude oder Araber oder ein Ausländer ist, er kann mitessen, denn dort gilt wieder die altorientalische Gastfreundschaft, die nur durch den Versuch, sie mit Geld zu bezahlen, gebrochen werden kann — In einer Siedlung, in Nahalal, blieben wir länger, denn dort wollte man, daß ich an der Feier des 1. Mai mitwirke. Der 1. Mai ist in Palästina weniger ein Parteifesttag, als eine Feier der arbeitenden Menschen überhaupt, gleichgültig welcher Arbeiterpartei sie angehören. So finden wir bei den Maifeiern gleicherweise die Chawerim der marxistischen Poale Zion wie die der volkssozialistischen Partei Hapoel Hazai'r. . . Am Vortag des 1. Mai wurde der Sneisesaal festlich dekoriert, auf einer landwirtschaftlichen׳ Maschine wurde eine rote Fahne aufgesteckt, und als der Abend hereinbrach, kamen die Chawerim von den benachbarten Siedlungen, und die Feier begann. Ein einfacher Chor, ein Redner, ein Streichquartett, und dann sprach ich hebräische Dichtung und ausnahmsweise (was sonst nicht zugelassen wird) auch jiddisch und zwei deutsche Gedichte von Toller und Dehmel. Bis nach Mitternacht wurde dann die wilde Horra, der Tanz der Chaluzim, getanzt, denn der nächste Tag fipr Ja Sabbfit, Rufyetag, der die große Cäsur im unendlich schweren, die höchsten Opfer fordernden Arbeitsleben der Chawerim bedeutet, die der Wüste Schritt für Schritt das Fruchtland abringen. (Hier sei bemerkt, daß alle Feiern und Feste, die nationalen wie die religiösen, in Palästina Volksfeiern sind, Erntefeiern, Gedenkfeiern, die immer irgendwie mit der Natur Zusammenhängen, im wahrsten Sinne Feiern, die das ganze Volk, bewußt und nicht aus Gewohnheit begeht.) Ein paar Tage später mußte ich nach Tel-Awiw zurück, um bei der Premiere des Arbeitertheaters dabei zu sein. Es war ein voller Erfolg, und ein Theaterabend, der länger dauerte als irgendein Theaterabend in Europa, denn nach jedem Stück — cs wurden Einakter von Perez gegeben — brach ein ekstatischer Taumel los, wie man ihn eben nur in Palästina, unter naiveren, naturnahen Arbeitermensehen kennt. Selbstverständlich zog man nach der Vorstellung an den Strand, wo Tanz und Gesang bis zum Morgen die Geburt des Arbeitertheaters feierte. Der Erfolg »ermutigte. Sofort begann man mit dem Studium eines neuen Stückes — und mit dem Bau einer Straße. Bei Tag schleppt der Heldendarsteller und der Regisseur Steine in glühender Sonnenhitze und abends wird Theater gespielt, ein Theater, das wahrlich kein Dilettantentheater ist, eine Bühne, die sich mit irgendeinem guten euronäischen Theater messen kann. Die Arbeiterschaft Palästinas hat der neuerwachten hebräischen Kultur durch diese Arbeit Pionierdienste geleistet, die ihr sehr hoch angerechnet werden müssen, und nicht allein der Kultur, sondern auch dem ganzen arbeitenden Volk von Palästina etwas gegeben, das, ״den weggeworfenen Stein zum Eckstein“ machte, zu einem ganz starken Pfeiler einer idealistischen Gemeinschaft der Zukunft.! Am Donnerst•«, den 2. SU.. »b«n<!i »/■■ mir •prieht im Plontr- 8*»1 de■ Beiebawirteehdftsrates, Bollovueitr. IS, Herr Kur! Blumenfeld Thema: ״Palästina im Spiegel der Kritik“ Wert der Berichterstattung. Konjunkturpolitik. Palästinakrltik der Jüdisdt-Uberalen Zeitung. Weitbühne und Tagebuch. Die Berichte von Prof. Mead, FeltxPinner und Oppenheimer. Das politische, kulturelle und wirfschafßiche Ziel. Karten ■am Pr«i«e aon Mk. 1.— erh»ltlieh im Büro der B. Z. V״ MeinekeetraB« 10. Für Mitglieder der Jngendorgani»tionen i»t der Eintritt frei' »••I Bezfrkskonlerenz des Keren Ka|emeth in Hamborg Am 21. November fand in Hamburg die Bezirkskonferenz des K. K. L. statt, auf der die Ortsgruppen Hamburg, Lüneburg, Bremen, Emden, Segeberg, Oldenburg vertreten waren. Die Referenten des Ta ׳־־es waren Herr S. Schocken, Zwickau, und Herr Glaser, Berlin. In der Vormittagssitzung hielt Herr Schocken ein Referat über die Aufgaben des K. K. L. i n Palästina und sagte u. a. folgendes: Seit dem Jahre 1921 begann die systematische Arbeit, die Assanierung von Nahalal und Nuris und die weitere Besiedlung des Emek. Die große Schwierigkeit besteht einerseits in der labilen Wirtschaftsordnung Palästinas, andererseits darin• daß das gesammelte Geld sofort aus gegeben werden mußte, und ein Dispositionsfonds nicht zu schaffen ist. Ferner mußten Kredite aufgenommen werden, um die Bodeneinkäufe im Emek durchzuführen, die in den nächsten Jahren abbezahlt werden mußten. Um dieses, einerscits durchführen zu können, andererseits die großen Aufgaben, die gerade jetzt durchgeführt werden müssen, zu gewährleisten, müssen die Spenden um ein Wesentliches erhöht werden. In den nächsten Monaten schon stehen große Arbeiten bevor. Um jeglichen Bodenspekulationen in der Haifabucht vorzubeugen — denn Haifa wird auf Grund des Hafenbaues und der jetzt auzulegeudeu Oclrohrleitung aus Mesopotamien einen großen wirtschaftlichen Aufschwung nehmen —, müssen gewaltige Terrains vom K. L. gekauft werden. Gerade hierbei zeigt sich für die Leitung die Schwierigkeit bei der Fülle der Aufgaben, ihre Arbeit in der richtigen Form zwischen landwirtschaftlicher und städtischer Kolonisation zu verteilen. Die zweite Aufgabe besteht ln der Assanierung des Huleh- Gebietes. Rund um den Meromsee sind große Sumpfgebiete, die trockengelegt werden müssen. Früher hatte schon die türkische Regierung einem syrischen Konsortium die Kon- Zession für die Aufschließung dieses Gebietes gegeben, aber es ist noch nicht geschehen. Verpflichtet sieh nun der Nationalfonds, die Assanierung dieses Gebietes durchzuführen, würde der N. F. die Konzession von der palästinensischen Regierung heute erhalten. Dieses sind die beiden Aufgaben, an deren Lösung gearbeitet werden muß. Herr Schocken behandelte dann die Frage der Anleihe, die deshalb noch irreal ist, weil zwei Fragen, die für jegliche Anleihe bedeutsam sind, nicht gelöst werden können. (Denn mit den Spendenfonds ist eine Anleihe nicht zu garantieren.) 1. Der Nationalfondsboden ist nicht als Garantie zu bewerten, da er nach dem Statut unveräußerlich ist. 2. Auch die Rentabilität ist noch nicht in die Rechnung einzusetzen, da man noch nicht feststellen kann; wie hoch die Rentabilität insbesondere der landwirtschaftlichen Siedlungen ist. Der Keren Kajemeth setzt sich aus kleinen und kleinsten Spenden zusammen, und es ist wichtig, den Kreis der Spender um ein Wesentliches zu vergrößern. Die Chance der Nationalfondsbüchse ist noch wenig ausgenut/.f. Bei tätiger Mitarbeit sind die Aufgaben des Keren Kajerneth zti bewältigen. Gerade die Vormittagssitzung hat gezeigt, daß die Anteilnahme der Zipnisten an der N. F.-Arbeit durch ein derartiges Referat wesentlich gesteigert wird. Die Sachlichkeit der Worte Schockens waren dazu angetan, uns eine Reihe neuer Mitarbeiter zuzuführen. Nachmittags sprach Herr Karl Glaser über die Arbeit in Deutschland. In seinem Referate sowie in der daran anschließenden Diskussion wurden alle wesentlichen Fragen herührt. Insbesondere die Möglichkeiten erörtert, wie im Jubiläumsjahre die Eingänge zu erhöhen sind. In Deutschland sind von etwa 200 000 Familien erst etwa 8000 Familien erfaßt. Gerade im Jubiläumsjahr muß die Basis sehr verbreitert werden. Ein großes Feld bietet darin der nicht zu unterschätzende Kreis der Indifferenten. Die Aussprache zeigte, daß es noch große Möglichkeiten für die Erweiterung der N. F.-Arbeit gibt, und das Referat des Herrn Glaser war dazu angetan, den Mitarbeitern viele und neue Anregungen zu geben. Am Abend sprach Herr Schocken noch einmal auf einem Teeabend in kleinerem Kreise über die Aufgabe de N. F., zu dem eine Reihe Nichtzionisten erschienen waren. Am Ende des Teeabends wurde Herr Schocken von einigen Teilnehmern ins Goldene Buch eingetragen. E. N. Die AuswaBdernng aus Irak ״E g y p 11 a n O a z e 11 e“ (Kairo) vom 4. November veröffentlich{ einen interessanten Brief ihres Korrespondenten in Bagdad über die ökonomische und administrative Entwicklung des Landes. Der Korrespondent kommt auch auf die Lage der Juden zu sprechen und erklärt, es sei eine betrachtliehe Auswanderung von Juden aus Bagdad nach Pa- I ä s t i 11 a festzustellen. Nach einem Rückblick über die Geschichte der Juden im Irak seit den Zeiten von Szura und Pumbedita wird angegeben, daß die Zahl der Juden in Bagdad heute mindestens 55 000, d. h. ein Drittel der ganzen Bevölkerung beträgt. Der Grund der Auswanderung sei teils der ökonomische Niedergang Bagdads, teils zionistische Propaganda. Die Juden in den Städten haben von der britischen Okkupationsarmee geschäftlich profitiert, jetzt aber gibt es nicht genügend Geschäfte für. sie. Nun hören sie von dem Aufschwung von Tel-Awiw und der Freiheit, die dort winkt, und dies ermutigt sie zur Auswanderung. Jüngst hat ein jüdisches Organ sogar berichtet, daß 15000 Gesuche von Moslems und Christen in arabischen Ländern vorliegen, die nach Palästina kommen wollen, um den jüdischen Glauben anzunehmen (I). — In einem späteren Brief berichtet der Korrespondent über die Pläne der Einführung einer Einkommensteuer im Irak, was große Bestürzung hervorgerufen hatte. Viele jüdische Kaufleute sprechen offen ihre Absicht aus, ihre Geschäfte zu liquidieren und nach Palästina zu gehen. Interessant ist auch, daß unter den Einwendungen, die von der Bagdader Kaufmannschaft gegen die neuen Steuern vorgebracht werden, sich auch die Bemerkung findet, das Land müsse einen zu kostspieligen Hofstaat und die Maschinerie westlicher Administration in Gestalt eines Parlaments, wofür keinerlei Bedürfnis vorliege, unterhalten. Die Ewer-Buchhandlung Hans Werner, Berlin, gibt einer Katalog ״Jüdische Bücher“ heraus, der eine interessante Zusammenstellung der Erscheinungen der letzten 2י Jahre ist. An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Januar 1927 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ,Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Dezembertagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, in ihrem eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, daß diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im November 1926. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W15, MeinekestraBe 10 BavM Frisekam'Abftf Am Montag, den 29. November, abends 8*/c Uhr, spricht im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststraße 10, im Anschluß an die Einführungsreae von Herrn Jakob Klatzkin, die Witwe des Dichters David Frischmann über ״David Frischraanns Leben und Schaffen". Anschließend Rezitationen (deutsch und hebräisch) von Mirjam Schnabel-Höflich, Wien. Karten zum Preise von 1,— und 2,— M., für Mitglieder der Jugendorganisationen 30 Pfg., erhältlich im Büro der B. Z.V., MeinekestraBe 10, und an der Abendkasse. Vortrag Kart Blmeileli Am Donnerstag, den 2. Dezember, abends 8>/s Uhr, spricht im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrates, Bellevuestr. 15. Herr Kurt Blumenfeld über ״Palästina im Spiegel der K r i t i k“. Herr Blumenfeld wird im Verlaufe seines Referats zu folgenden Fragen Stellung nehmen: Wert der Berlchterstattung. Konjunkturpolitik. Palästina-Kritik der Jüdischliberalen Zeitung. Weltbühne und Tagebuch. Die Berichte von Prof. Mead. Felix Pinner und Oppenheimer. Das politische, kulturelle und wirtschaftliche Ziel. Karten zum Preise von 1,— M. im Büro der B. Z. V.. MeinekestraBe 10. Für Mitglieder der Jugendorganisation ist der Eintritt frei. Grappenvefband Sachsei— Anhalt Verbandstagung am Sonntag, den 28. November, vormittags 10 Uhr, in Magdeburg, Berliner Str. 30/31, Tagesordnung: 1. Referat von Herrn Isaak Feuerring, Berlin, über die gegenwärtige Lage in Palästina und dem Zionismus. 2. Referat von Herrn Dr. Alfred Schwarz, Berlin, über die Arbeit des Nationalfonds im Jubiläumsjahr. 3. Aussprache. Vermischtes Schalom Alechcm-Klub. Sonntag, den 28. d. M., abends 0 Uhr. wird im Schalom Alechem-Klub, Kleiststr. 9, Herr Prof. Schneersohn aus seinem neuen Werk ״Karaoth“ vorlesen. Gäste willkommen. Jüdischer Arbeiter-Kulturverein, Berlin. Öffentlicher Vortrag des Schriftstellers David Bergelson über seine Eindrücke in Sowjetrußland am Sonnabend, den 27. November 1026, 8 Uhr abends, in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/18. Vorträge V. Jabotinsky über das Thema: ״W a s man in Palästina lernt": Dresden. Am 29. November, Gr. Saal des Künstlerhauses, 8 Uhr abends. Albertstr., Ecke Grünstr. Kartenverkauf: 2, 1,50 und 1 M., Residenz-Kaufhaus, Weißenhaus, Prager Str., in der Zion. Organisation, Seestr. 7, und an der Abendkasse. — Chemnitz. 30. November. Preußischer Hof, Bräuhausstr. Kartenverkauf: Jul. Lieber, Langestr. 2, und an der Abendkasse. Karten zu 2 und 1 M. — Leipzig. 1. Dezember. Central-Theater, Gr. Festsaal. Karten bei Klemm, Neumark, Zigarrengeschäft Krübl, und an der Abendkasse. — Hamburg. 6. Dezemher. Curio-Haus, Rotenbaum-Chaussee 9. Karten zu 1, 1/50 und 2 M. bei Tietz, Böhme, Buchhandlung Goldschmidt, Grindeallee 83 und an der Abendkasse. — Essen. 7. Dezember. Krupp-Saal. Kartenverkauf in - Buchhandlung ״Jordan“. — Köln. 9. Dezember. Lesesaal, Langgasse, 8 Uhr abends. Karten zu f/ 1,50, '2 Ottd 3 M. bä Lesegesellschaff Tonger, Könnemann, Tietz, Verkehrsamt und an der Abendkasse. Der Vortrag des Herrn Vladimir Jabotinsky über das Thema ״Was man in Palästina lernt", ist auf Sonnabend, den 27. November, 8 Uhr abends, verlegt worden. (Blüthner-Saal, Lützowstraße 76). Die bereits verkauften Karten behalten Gültigkeit. Karten von 1 —4 M. beim Landesverband der Zionisten-Revisionisten, Lietzenburger Straße 8a, Telephon: Bismarck 6513, Wertheim, Bote & Bock, Abendkasse.; Berlin. Auf Veranlassung der Initiativgruppe der Menschgesellschaft hat sich Herr Professor Dr. med. Schneersohn bereit erklärt, in geschlossenem Kreise eine Folge von fünf Vorträgen über das Thema ״Nervosität und Menschwissenschaft“ abzuhalten. Beginn 28. November. Interessenten wollen sich schriftlich unter Angabe ihrer genauen Adresse an Battsek, Charlottenburg, Dahlmannstraße 1, wenden. Die Jüdischnationale Frauenvereinigung veranstaltet an läßlich des 25jährigen Jubiläums des Keren Kajerneth in den Räumen der Loge, Kleiststr. 10, am Dienstag, den 14. Dezember, nachmittags 3Vs Llhr, ein Kinderfest mit Theater, Musik, Geschenken und Ueberraschungen. Zur Aufführung gelangt zum ersten Male das biblische Spiel ״Die Arche Noah“ von Albert Baer. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder 1 M. Bons für die Kaffeetafel (nur für Kinder) 50 Pf. Um den Kindern ein wirkliches Vergnügen zu bereiten und einen geordneten Verlauf des Festes zu sichern, haben wir uns entschlossen, nur einen Vorverkauf stattfinden zu lassen. Keine Tageskasse. Wir bitten, sich rechtzeitig mit Karten und Bons zu versehen, da nur eine beschränkte Anzahl von Karten ausgegeben werden, damit die Kinder genügend Bewegungsfreiheit haben. Für die Theateraufführung werden die ersten Saalreihen nur für Kinder reserviert. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da die Saaltüren um 4 Uhr geschlossen werden. Kinder unter drei Jahren bitten wir nicht mitzubringen. t Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, den 29. d. M., einen Vortragsabend. Beginn pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstr. 2—4. Herr Dr. med. Werner Silberstein spricht über das Thema: ״Auf- und Ausbau der Chewra Kadischa“. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. Die Vereinigung ehemaliger Schülerinnen der Mädchenschule Kaiserstr. der jüdischen Gemeinde zu Berlin, hält am Montag, den 29. November 1926, abends 8 Uhr, Schule Kaiserstr., ihre Monatssitzung ab. Jeden Dienstag Kochkursus. Jeden Mittwoch, 8—10 Uhr, Gymnastik, Turnhalle Kaiserstraße. Anmeldungen zum II. Ruderkursus: Geschäftsstelle Raupachstr. 4 (Hansa 4484). Dem Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser, e. V״ zu Hamburg, ist es gelungen, in Friedberg (Hessen) eine mensae academieae zu eröffnen. Der Verband Jüdischer Studentenvereine in Deutschland e. V., veranstaltet am Sonnabend, den 11. Dezember d. J., in den Festsälen des Hotels ״Der Kaiserhof“ einen Ball zugunsten seines Hilfsfonds für notleidende jüdische Studenten. Programm: Das Trio Prof. Leonid Kreutzers J. Wolfsthal, S. Pjatigorski u. a. Einladungen sind bei Frau Carrie Hirsch, Grunewald, Hagenstr. 8, Tel.: Pfalzburg 48/47 und im Büro des Verbandes Jüdischer Studentenrereine in Deutschland c. V.. Auguststr. 17, TeL: Norden 39/85, erhältlicb.