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Jüdische Rundschau · 1926-11-23 · Heft 92 (23.11.1926) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 92 (23.11.1926)
Date
1926-11-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 92 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 003 Frankreich and der Zionismus Paris, 18. November. (J.T.A.) Der frühere französische Oberkommissar für Syrien, Henry de Jouvenel, hielt bei einer Veranstaltung des jüdischen Jugendbundes eine Ansprache, in der er dem Danke FrÄikreichs an die syrischen Juden wegen deren loyalen Verhaltens zu der französischen Verwaltung Ausdruck gab. Jouvenel setzte dann die Möglichkeiten einer zionistischen Arbeit in Syrien auseinander und schloß mit der Bemerkung, die Menschheit sei dem jüdischen Volke für zahlreiche Großtaten Dank schuldig. — An demselben Abend wurde eine Kundgebung des Kriegsministers und früheren Premiers, P a i n - levö, verlesen, in der dieser seine Sympathie für die zionistische Idee und die jüdische Aufbauarbeit in Palästina zum Ausdruck bringt. Der Präsident der Gesellschaft ״France-Palestine“ der frühere Arbeitsminister Justin Godard, entwickelte das Programm seiner Organisation, die die Aufgabe hat, die Idee des Palästina-Aufbaus in Frankreich zu fördern. Es sprach noch Fernand Corcos und zum Schluß Frl. Maxa Nordau, die ihre Erlebnisse in Palästina schilderte. $ Im Pariser ״Temps“ vom 16. November veröffentlicht Georges Suarez den eisten seiner Briefe aus Palästina. Er berichtet zunächst über T e l - A w i w , in welchem er eine Widerspiegelung der Nachwirkungen zweitausendjähriger jüdischer Zerstreuung sieht. Sodann gibt er in dem mehr als anderthalb Spalten langen Artikel eine Schilderung der jüdisehen Gesellschaft von Tel-Awiw sowie der politischen Riehtlinien und stellt in Aussicht, daß sein nächster Brief sich mit dem Revisionismus beschäftigen wird. Die ״Konservative Partei“ 1■ Polen In einer Unterredung mit einem Vertreter des jüdischen ״Nasz Przeglad“ äußerte sich der Leiter der neuen Konservativen Partei, Fürst Ra dz. iwill, über das Vcrhältnis dieser Partei zu den nationalen Minderheiten. Er sagte zunächst, daß er die jüdische Frage für den wichtigsten Teil des polnischen Minderheitsproblems betrachte, doch lasse sich diese Frage leichter als andere lösen. Man müsse der jüdischen Bevölkerung die Gelegenheit verschaffen, daß sie ihre religiöse und nationale Kulfür pflegen könne, dafür aber müsse sie gegenüber dem Staat unbedingte Loyalität wahren. Ihre Verbindung mit den Minderheitengruppen, welche die Abtretung der von ihnen bewohnten Landesteile anstreben, sei unloyal. Der Journalist erinnerte daran, da die Rechte einst "die Assimilierung der Juden unterstützt habe. Fürst Radziwill erwiderte, dies sei im Rahmen des österreichischen Staates geschehen, der keine ״jüdische Nation“, sondern nur ein jüdisches Glaubensbekenntnis kannte. ״Unsere Sympathie“, fuhr er fort, ״gehört auch denen, die an den Aufbau ihrer Heimat (Palästina) denken. Aber von denjenigen, die in Polen verblieben sind, verlangen wir unbedingt Loyalität. Wir sind keine hakatistischen Nationalisten, aber wir vcrlangen von den Ukrainern und Weißrussen unbedingte Anerkennung der staatlichen Bedürfnisse in den gegenwärtigen Grenzen des Landes. In den kulturellen Fragen, wie Schulwesen oder Sprachengebrauch in den Gemeinden und der Selbstverwaltung, machen wir keine Einschränkung“. Eine Lösung der Judenfrage im Galuth, die einerseits auf Anerkennung der jüdischen nationalen Kulturinteressen sowie der Palästinabewegung, andererseits auf voller Staatsbürgerlieber Loyalität der Juden beruht, betrachtet auch der Jüdische Nationalismus seit jeher als einzige Möglichkeit. Die Juden haben es an Loyalität nicht fehlen lassen, die Staaten aber haben bisher, in falschem Nationalismus, ihr eigenes Interesse an der befriedigenden Lösung der Minoritätenfrage verkannt. ״Zionistische Neuorientierung“ In einem von der Berliner Ortsgruppe des Hapoel H a z a i r gemeinsam mit der Berliner Zionistischen Vereinigung veranstalteten Vortrags-Cyklus sprach an drei Abenden Dr. Robert W e 11 s c h über ״Zionistische Neu- Orientierung“. Der Vortragende ging davon aus, daß bereits vor dem Kriege eine Umbildung und Fortentwicklung der ursprünglichen Konzeption des Zionismus vor sich gegangen war. Man war zur ueberzeugung gelangt, daß selbst nach Erfüllung aller politischen Postulate der Aufbau der im Baseler Programm geforderten Heimstätte nur durch ein allmählich sich entwickelndes und organisch wachsendes Siedlungswerk vor sich gehen kann. Diese dynamische Auffassung des Zionismus wurde vortrefflich formuliert in der 1911 erschienenen Broschüre von Richard L i c h t h e i m. Die wesentlichen Eiemente der Herzischen Befreiungsidee blieben jedoch unberührt. Die Balfour-Deklaration hat später die erstrebte politische Voraussetzung für die Entwicklung des Gemeinwesens erfüllt, aber sie hat weder den Judenstaat geschaffen, noch auch versprochen. Sinn und Inhalt der Balfour-Deklaration sind vieltach mißverstanden worden, nur Achad Haam hat ihren wahren Inhalt erkannt und daraus die Konsequenzen gezogen. Das Versäumnis des Zionismus, in den Jahren 1918 bis 1920 die direkte Auseinandersetzung mit den Realitäten Palästinas zu suchen, hat sich bitter gerächt. Statt eine Verständigung mit den Arabern im Sinne eines Zusammenlebens beider Völker anzustreben und gleichzeitig alle Kräfte auf den rationellen wirtschaftlichen Aufbau zu. konzentrieren, überschätzte man die gegebenen Möglichkeiten in jeder Hinsicht und begann mit einem viel za großen, quasistaatlichen Aufbauprogramm. Durch den Glauben, Palästina sei bereits etwas wie ein jüdischer Staat geworden, sind viele Mißverstandnisse entstanden, die dem arabischen Widerstand Nahrung gaben und der Regierung die Unterstützung der jüdischen Arbeit sehr erschwerten. Da wir nicht selbst ein brauchbares Programm formulierten, erfolgte die schmerzliche Des avouierung durch das Weißbuch von 1922. Im zweiten Vor■ trag analysierte Dr. Weltsch die bisherige jüdische Leistung in Palästina und wies nach, daß die meisten Unternehmungen an dem übertrieben großen Ausmaß kranken, in dem sie begonnen wurden. Nicht die viert# Alijah habe die Krise herbeigeführt, sondern auch die dritte Alijah war in eine Krise geraten, aus der sie durch die vierte Alijah vorüber• gehend erlöst wurde. Ke Einwanderung war eben viel zu groß und berücksichtigte nicht die Proauktionsmöglichkeiten des Landes. Heute müssen alle Anstrengungen darauf konzentriert werden, das 1921 begonnene werk endlich fertigzumachen, um Mittel für neue Arbeit freizubekommen. Im dritten Vortrag wurde dargelegt, auf welchen Linien sich die ökonomische und politische Arbeit in Zukunft neu orten׳ tieren müsse. Das wichtigste sei die restlose Aufklärung des Irrtums, man könne durch eine große überstürzte Immigration schnell die Majorität im Lande erreichen. In Wahrheit müsse man schrittweise und planmäßig gemäß der Aufnahmefähigkeit der palästinensischen Produktion Vorgehen und könne auch das Ziel einer großem Siedlung nur dadurch erreichen, daß man eine ökonomisch gesunde Kolonisation schafft, die kreditfähig und erweiterungsfähig ist und auch einen inneren Markt für Industrieprodukte bietet. Dazu ist neben einer tatkräftigen Unterstützung der Regjeruag und einem aus- Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 23. November abends 8'/s Uhr Gruppe Nord, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Herr Perlmutter, E11-Charod: ״Die landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina und ihre Kritiker“. ־ abends 8*/3 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10: Vortragszyklus des B.Z.V. über ״Revision des Zionismus". Referent Herr Richard Lichtheim: ״Revision des Zionismus“. 1. Vortrag: ״Revision der zionistischen Theorie.“ Nachm. 1,4 5 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Charlottenburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Abends SU- Uhr Freunde des arbeitenden Palästina. Kundgebung im großen Saale des Handwerkervereins, Berlin 54 א, Sophienstraße 17/18. Thema: ״Sozialistische Aufbauarbeit iu Palästina“. Referenten: Dr. Oskar Cohn, Felix Fechenbaeh, Alfred Berger. Eintrittskarten a 1,— M. erhältlich bei A. Werthelm, Bote & Bock und in unserem Büro Auguststraße 17, Tel.: Norden 3985. Mittwoch, den 24. November abends 84י Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Straße 222. ״Unsere Antwort auf die Palästinakrise.“ Referenten: R.-A. Dr. Apfel, Dr. Kanowitz. ” Abends 8>4 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Süd, bei Frau Dr. Zadik, Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. 13. Vortragsreihe: ״Die jüdische Arbeit in Palästina“ Frau Dr. Burg: ״Sanitäre Fragen“. “ Abends 8 Uhr Zionistischer Jugendbund, Berlin, in den City-Sälen, Dresdener Str. 52. Aussprache über den Misrachi, Referent wird noch bekanntgegeben. Nachm. 5 Uhr Jüdisch-nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Nord. Zusammenkunft bei Frau Kollenscher, Alexanderstr. 53. Abends 8״/י Uhr Jüdisch-nationale Frauenvereinigung, bei Frau Lotte Engel, Cuxhavener Str. 13. Frau Dr. Hannemann: ״Die Bedeutung der Frau für die Aufbauarbeit in Palästina“. Sonnabend, den 27. November abends 8 Uhr im Hackeschen Hof, Rosenthaler Straße 40/41. Chanukkah-Ball der Gruppe Nord. Aus dem Programm: Tanz, Tombola, Aufführung einer Palästinaszene vom J. J. W. B. Der Reinertrag fällt dem jüdischen Kindergarten der Gruppe zu. — Karten zum Preise von 2 M. erhältlich bei: Dr. Loevy, Kastanienallee 2; Dr. Schwarzbarth, Lothringer Straße 52; Frl. Dr. Rosenberg, Französische Straße 48; Bickel, Veteranenstraße 8; Fröhlich, Weinmeisterstraße 10. Biüthner-Saal, Lützowstr. 76. Vortrag des Herrn Vladimir Jabotinsky: Palästina lernt“. Abends 8 Uhr ״Was man in Sonntag, den 28. November nachm. 3 Uhr Zionistischer Jugendbund, Berlin, im Schomre Adaß, Neukölln, Jägerstr. 72. Gemütliches Beisammensein. Montag, den 29. November abends S*/3 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Palästinazyklus der B. Z. V. Herr Braslawski: ״Das Tote Meer als zukünftiges Industriegebiet Palästinas.“ Dienstag, den 30. November abends 81/3 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Vortragszyklus des B.Z.V. über ״Revision des Zionismus“. Referent Herr Richard Lichtheim. 2. Vortrag: ״Revision der zionistischen Praxis“. reichenden Finanzierungsplan sowie strenger fachmännischer Leitung auch eine Neuorientierung der zionistischen Anschauungen und eine Belebung der Herzen im Sinne von Achad Haams Zlonsliebe erforderlich. — An die Vorträge, die insgesamt sechs Stunden in Anspruch nahmen und lebhaftes Interesse der zahlreichen Zuhörerschaft fanden, schloß sich am letzten Abend eine kurze Kskussion. Der Vortrag des Herrn VLADIMIR JABOTINSKY über da* Thema: ״Was man in Palästina lernt“ ist verlegt auf Sonnabend, den 27. November, 8 Uhr abends Biüthner-Saal, Ltttiowstraße 76. Die bereite verkauften Karten behalten Gültigkeit. Karten von 1 —4M. beim Landesverband der Zioulsten-Revisionisteo. Ltetzenburger Str. 8a, Wertheim, Bote & Bock und Abendkasse. Fflr die Unlversitlf Jerasalem Als Delegierter des Deutschen Verbandes zur Förderung der Universität Jerusalem weilt seit einiger Zeit Dr. med. Enoch in Lettland, um dort die Vorarbeiten für die Schaffung eines ähnlichen Verbandes za leiten. Dr. Enoch hatte Unterredungen mit dem Rektor der Universität Riga und dem Dekan der medizinischen Fakultät, die sich beide bereit erklärten, in ein Ehrenkomitee einzutreten. Der Bildungsminister erklärte gleichfalls seine Bereit- Willigkeit zur Mitarbeit und versprach, dem Kabinett über die Vorarbeiten zu berichten. Dr. Enoch wurde hierauf von mehreren Ministern empfangen, und der Reichspräsident sowie der Ministerpräsident und Außenminister unterschrieben einen Aufruf zugunsten der Universität Jerusalem. In einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, an denen sich alle gebildeten Teile der Bevölkerung beteiligten, hatte Dr. Enoch Gelegenheit, über die Universität zu referieren. Der Deutsche Verband zur Förderung der Universität Jerusalem, durch dessen Vermittlung kürzlich die wertvolle Bibliothek des verstorbenen Professors Itefson der Unlversität Jerusalem zugewendet wurde, hat eine Reihe der wichtigsten medizinischen und naturwissenschaftlichen Zeitschriften in deutscher Sprache für die Universität Jerusalem abonniert Ke größten wissenschaftlichen Verteger zeigten dem Verband Entgegenkommen und gewährten ihm bedeutende Vergünstigungen. Leider ist die Zahl der zionistischen Akademiker, die sich dem Verband angeschlossen haben, bisher sehr gering. Wir halten es für eine Ehrenpflicht gerade der zionistischen Akademiker, an diesem Werk mitzuarbeiten, und sind überzeugt, daß es nur eines Hinweises bedarf, um auch viele unserer Leser zu veranlassen, dem Verband als Mitglieder beizutreten. Ke Geschäftsstelle befindet sich bei Herrn Prof. Dr. Citron, Berlin W15, Kurfürstendamm 66. Kerea Kajrmeth-Feier ia Breslaa Das 25jährige Jubiläum des Keren Ka j emeth wird in Breslau in großzügiger Weise gefeiert. Am Sonnabend, den 27. November, findet im großen Konzerthaussaal ein Gesellschaftsbau statt, bei dem ein Sprechchor die Dichtung ״Ahasver“ von Bemson vortragen wird. Frau Else Lasker-Schüler wird eigene Dichtungen vorlesen. Ein Frauenchor und erste Solisten wirken ferner mit. Sonntag, den 28. November, findet vormittags 1! Uhr in den Gesellschaftszimmern des Konzerthauses eine Bezirkskonferenz des Keren Kajemelh statt, bei der Herr Dr. Klee über Palästinawirtschaft referieren wird. Für Sonntagabend ist ein Festakt im Großen Saal der Lessingloge angesetzt, auf dem Herr Dr. Klee die Festrede hält Der Festakt wird von künstlerischen Darbietungen umrahmt Groppenverband Sachse■ —Anhalt Verbandstagung am Sonntag, den 28. November, vormittags 10 Uhr, in Magdeburg, Berliner Str. 30/31. Tagesordnung: 1. Referat von Herrn Isaak Feuerring, Berlin, über die gegenwärtige Lage in Palästina und dem Zionismus. 2. Referat von Herrn Dr. Alfred Schwarz, Berlin, über die Arbeit des Nationalfonds im Jubiläumsjahr. 3. Aussprache. Vermischtes Der Vortrag des Herrn Vladimir Jabotinsky über das Thema ״was man iir Palästina lernt“, ist auf Sonnabend, den 27. November, 8 Uhr abends, verlegt worden. (Biüthner-Saai, Lützowstr. 76.) Die bereits verkauften Karten behalten Gültigkeit. Karten von 1—4 M. beim Landesverband der Zionisten-Revisionisten, Lfetzenburger Str. 8a, Tel.: Bismarck 6513, Wertheim, Bote & Bock, Abendkasse. Der Wohlfahrtsverein Raudef Zedokoh E. V., Rosenthaler Str. 11/12, veranstaltet jeden Sonnabend unter Mit- Wirkung der Damen Lehmann, Moschkowitz, und der Herren Sakascheinsky und Moschkowitz Vortragsabende mit anschließendem Tanz. Der Reinertrag der Veranstaltungen geht zugunsten der Unterstützungs- und Darlehnskasse. Der ״Berliner Kreis“ veranstaltet einen Abend ״Beriiner Dichtung“ am 25. d. M., 8 Uhr, im Klubhause Kaiserallee 49-50. Arnold Zweig liest aus neuen Manuskripten. Heinrich Ed. Jacob ״Berlinismus“ und eine Novelle, usw. Berlin. Auf Veranlassung der Initiativgruppe der Menschgesellschaft hat sich Herr Professor Dr. med. Schneersohn bereit erklärt, in geschlossenem Kreise eine Folge von fünf Vorträgen über das Thema ״Nervosität und Menschwissenschaft“ abzuhalten. Beginn 28. November. Interessenten wollen sich schriftlich unter Angabe ihrer genauen Adresse an Battsek, Charlottenburg, Dahlmann- Straße 1, wenden. Berlin. Am Mittwoch, den 1. Dezember, abends 8V2 Uhr, veranstaltet die Jiu-Jitsu-Gruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten 1m Kriegervereinshaus, Chausseestraße 94, einen ürolikarnpfabend, zu welchem Einladungen an alle dem Reichsverband für Jiu-Jitsu angehörigen Vereine ergangen sind. Eingeleitet werden diese Kämpfe von Vorfünruiy-en in der Selbstverteidigung durch den Trainer der R. j. r.-Gruppe, Ludwig Rosenthal. Von Börne bis Kerr. im August Förster-Saal, Keithstraße 11, spricht am Dienstag, den 30. November, abends 8 Uhr, Carl B r i n i t z e r über ״Von Börne bis Kerr“, Revue deutscher Feuilletonisten. Anschließend liest Gad Shelaso (Staatstheater) Feuilletons. Die Jüdischnationale Frauenvereinigung veranstaltet an• läßlich des 25jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth in den Räumen der Loge, Kleiststr. 10, am Dienstag, den 14. Dezember, nachmittags 3>/3 Uhr, ein Kinderfest mit Theater, Musik, Geschenken und Ueberraschungen. Zur Aufführung gelangt zum ersteil Male das biblische Spiel ״Die Arche Noan“ von Albert Baer. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder 1 M. Bons für die Kaffeetafel (nur für Kinder) 50 Pf. Um den Kindern ein wirkliches Vergnügen zu bereiten und einen geordneten Verlauf des Festes zu sichern, haben wir uns entschlossen, nur einen Vorverkauf stattfinden zu lassen. Keine Tageskasse. Wir bitten, sich rechtzeitig mit Karten und Bons zu versehen, da nur eine be■ schrankte Anzahl von Karten ausgegeben werden, damit die Kinder genügend Bewegungsfreiheit naben. Für die Theateraufführung werden die ersten Saalreihen nur für Kinder reserviert. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da die Saaltüren um 4 Uhr geschlossen werden. Kinder unter drei Jahren bitten wir nicht mitzubrlngen. Der Verband Jüdischer Studentenvereine in Deutschiand e. V., veranstaltet am Sonnabend, den 11. Dezember d. L, in den Festsälen des Hotels ״Der Ka1'serhof“_ einen Ball zugunsten seines Hilfsfonds für notleidende jüdische Studenten. Näheres wird noch bekanntgegebeu

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