Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 90 (16.11.1926)
- Date
- 1926-11-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 90 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite «47 brappenverband Sachse■—Anhalt Verbandstagung am Sonntag-, den 28. November, vormittags 10 Uhr, in Magdeburg, Berliner Str. 30/31. Tagesordnung: 1. Referat von Herrn Isaak Feuerring, Berlin, über die gegenwärtige Lage in Palästina und dem Zionismus. 2. Referat von Herrn Dr. Alfred Schwarz, Berlin, über die Arbeit des Nationalfonds im Jubiläumsjahr. 3. Aussprache. Jugendversimmlung 1■ KSiigsberg Im Anschluß an die Bezirkstagung des Keren Kajemeth ia Königsberg fand am Dienstag, den 2. November, eine iugendversatnmlung stat , auf der Herr Dr. Kanowitz ein feierst über ״Neuorie , ung in der zionistischen Jugendbewegung“ hielt. ־ Die zionistische Jugend müsse sich in ihren Tendenzen und Zielen orientieren an den großen Oesetzen zionistischer Entwicklung. Die zionistische Jugend in Deutschland habe, so gesehen, heute zwei wesentliche Aufgaben: einmal durch eine große Offensive des Qeistes, für uns einen Vorstoß in das deutsche Judentum zu unternehmen. Die einzige Mögiichkeit des Zustroms zum Zionismus eröffne die Arbeit der Jugend. Die zweite Aufgabe der zionistischen Jugend in Deutschland besteht darin, das Palästina-Problem des deutsehen Zionismus zu lösen. Die erste Epoche der zionistischen Jugendbewegung, verkörpert durch den Blau-Weiß, sei heute abgeschlossen. Ein wesentlicher Grund des Niedergangs sei das Streben nach Autarkie gewesen, des Sich-selbst-genugseins, in gesellschaftlicher wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Diese Erziehung habe dieser Jugend das Einleben in Palästina erschwert. Die neue Jugend müsse versuchen, diesen Gefahren der Jugendbewegung auszuweichen. Sowohl die Erziehung der Jüngeren als auch die der Aeiteren bedarf einer durchgreifenden Umwandlung. Der J. J.W.B. habe die Schwächen der zionistischen Jugendbewegung in Deutschland erkannt Seine Forderung nach ״Assimilation an das Ost- Judentum“ sei jedoch als pädagogische Forderung für die gesamte zionistische Jugend in Deutschland abzulehnen, da jeder Assimilationsversuch mit einem Bruch der Persönlichkeit! enden müsse. Dagegen müssen in der Erziehung alle die Voraussetzungen erfüllt sein, die das Einleben in Palästina ohne krampfhafte Verleugnung der eigenen Persönlichkeit gewährleisten. In unserer Generation werde das noch nicht aßen glücken. Man müsse Formen der Kolonisation finden, die jungen westeuropäischen Menschen die Anteilnahme am palästinensischen Aufbauwerk ermöglichen. Rheinischer Gaitag des Jung-Jfidiichn Wanderbnndes Am 31. Oktober und 1. November fand In Sinsen bei Recklinghausen ein rheinischer Oautag des l.I.W.B. statt. Etwa 100 Chawerim und Chaweroth des Bundes aus allen Orten des Gaues waren zu diesem Oautag erschienen, zumeist ältere und mittlere Jungen und Mädchen, für die der Inhalt dieses Oautags hauptsächlich bestimmt war. Trotz Regens und Schnee nahm aer Oautag in der schön eingerichteten Jugendherberge und ln den Räumen des benachbarten Gast- Dauses einen guten Verlauf. Neben den allgemeinen Gau■ Sitzungen, in denen Kurt Löwenstein, Duisburg, über die Situation des Bundes, Schlomoh Katzenstein, Düsseldorf, über die Arbeit für den P. A. F. und den Keren Kajemeth, Julius Ooldberg, Köln, zur Frage der inneren Arbeit des Bundes sprach, fanden eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften statt, in denen unter regster Anteilnahme der Anwesenden ernste Arbeit geleistet wurde. Fritz Qoldschmidt, Köln, leitete fite ,ArMitegeipelnsehaft׳ über Jugend und Partei, Kurt te ihren allgemeinen soziologischen Zusammenhängen, Schlomoh Katzenstein. Düsseldorf, über: Geschichte und Organisation der palästinischen Arbeiterschaft. Alle Teilnefimer nahmen aus diesen Arbeitsgemeinschaften eine große Bereicherung ihres Wissens und viele Anregungen mit nach Hause. In nebräischer Sprache führte ein bedeutender Teil der Anwesenden eine Aussprache über akute Fragen Palästinas. Für die Jüngeren war ein Skout-Kurs eingerichtet, der unter Leitung von Robert Markus, Essen, stand und für die weitere Jüngeren-Arbeit in den Bünden des Gaues wahrscheinlich große Bedeutung haben wird. Zum Schluß des Gautages wurde eine aus älteren Chawerim und Chaweroth der meisten Bünde bestehende Gauleitung gewählt, die in Zukunft für den Gau und den Gesamtbuna ernste Arbeit leisten soll. — Höhepunkt des Qautages war eine von der Dortmunder Gruppe veranstaltete Feier, in deren Mittelpunkt die Gestalt Trumpeldors stand. Der Eindruck der ebenso schlichten wie stilreinen, zum größten Teil in hebräischer Sprache erfolgenden Darbietungen war sehr stark und zeugte von systematischer, künstlerischer und hebräischer Arbeit. Im ganzen kann man wohl sagen, daß dieser Gautag ein starker Antrieb zur Vertiefung der gesamten Bundesarbelt Im Gau sein wird. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 16. November abends 81/8 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapoäl Hazair über: ״Zionistische Neuorientierung“. Referent: Herr Dr. Weltsch. 3. Vortrag: ״Grundlinien einer möglichen zionistischen Politik/‘ abends 8 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Nord, erste diesjährige Zusammenkunft bei Frau Kolknscher, Alexanderstr. 53. Interessierte Oesinnungsgenossen sind herzlich eingeladen. Donnerstag, den 18. November abends 8י/* Uhr Gruppe Charlottenburg, hn Caf6 Kersten, Kurfürstendamm 90. Herr Dr. J. Brutzkus: ״Der Judenstaat und das geistige Zentrum in Palästina.“ Montag, den 22. November abends 8 Uhr Landesverband der Zionlsten-Revislonisten in Deutschland. BIüth!1er-Saal, Lützowstr. 76 Redner: Wladimir Jabotinsky über das Thema: ״Was man in Palästina lernt.“ Dienstag, den 23. November abends 8Vs Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10: Vortragszyklus über ״Zionistische Neuorientierung“. Herr Richard Lichtheim: ״Revision des Zionismus.“ 1. Vortrag: ״Revision der zionistischen Theorie.“ Mittwoch, den 24. November Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Straße 222. ״Unsere Antwort auf die Palästinakrise.“ Referenten: R.-A. Dr. Apfel, Dr. Kanowitz. abends 8>/s Uhr Sonnabend, den 27. November abends 8 Uhr im Hackcschen Hof, Rosenthaler Straße 40/41. Chanukkah-Baii der Gruppe Nord. Aus dem Programm: Tanz, Tombola, Aufführung einer Palästinaszene vom J. J. W. B. Der Reinertrag fällt dem jüdischen Kindergarten der Gruppe zu. — Karten zum Preise von 2 M. erhältlich bei: Dr. Loewy, Kastanicnaliee 2; Dr. Schwarzbarth, Lothringer Straße 52; Frl. Dr. Rosenberg, Französische Straße 48; Bickel, Veteranenstraße 8; Fröhlich, Wrinmeisterstraße 10. Zeire Misrachi Um allen unseren Freunden Gelegenheit zu geben, sich au unseren Veranstaltungen zu beteiligen, teilen wir nachstehend unseren Arbeitskalender für das Wintersemester mit. Besonders verweisen wir auf die Veranstaltungen unserer Arbeitsgemeinschaft, die auch für solche Gesinnungsgenossen bestimmt sind, die sieh an einer regelmäßigen Gruppenarbeit nicht beteiligen können. Arbeitsgemeinschaft älterer Chawerim und Chaweroth. von 18 Jahren an. Dienstag, 5V* Uhr: Dr. Schereschewsky ״Achad Haam Kurs“; Freita abends: Stud. phil. Flescher .,Geschichtskurs“; Sonnaben.., nachm.: Stud. phil. Samuel תג'!״ Kurs“; Stud. jur. Cliononowicz ״Literaturkurs“. Nach Verabredung, meist Donnerstag, Stud. phil. Katzenellenbogen: ״Hebr. שיחה“. Montag, 8 Uhr: Nähabend unter Leitung von Käte Rosenberger. Montag, 8 Uhr: Turnen der Chawerim, Turnhalle Auguststr. 69. — Gruppe Lotte Ostrower, 13- bis 15jährige Chaweroth. Dienstag, 7 Uhr: Heimabend. Jüd. Geschichte, דינים Allgemeines. Sonntag: Wanderung. — Qruppe Dr. Schere sehe wsky , 13־ bis 15 jährige Chawerim. Dienstag, 8 Uhr. Heimabend. Lesen und Besprechen jüd. Bücher, Palästinakünde. Donnerstag. 8 Uhr: Heimabend. Lieder, Tagesfragen, Allgemeines. Sonntag: Wanderung. Die Heimabende dieser Gruppen wie der Arbeitsgemeinschaft finden sämtlich in unserem Heim, Monbijouplatz 1, statt — Gruppe Dr. Eppenstein{ Chawerim von 18 Jahren an. Mittwoch, 8',s Uhr: Religiöse und politische Literatur, Palästinakunde, Tagesfragen, bei Koppenneim, Ctaudiusstr. 4. — Gruppe Ruth Oalewski, Chaweroth von 14 bis 16 Jahren. Mlttwoch, 6 bis 8 Uhr: Heimnachmittag. Jüdische und zioujstische Literatur über besonders Mädchen interessierende Fragen, bei Oalewski, Claudiusstr. 13. Sonntag: Wanderung. — Gruppe Ruth-Judith Klee, 13- bis 14jährige Chaweroth. Mittwoch, 51/» bis 71/» Uhr: Reimnachmittag, Palästinakunde, jüd. Literatur, Tagesfragen, bei Klee, Altonaer Str. 7. Sonntag: Wanderung. — Gruppe Israel Grün berg, 13- bis 15jährige Chawerim. Dienstag, 8 Uhr: Helmabena. Zionistische Fragen דינים Lesen interessanter Zeitungsartikel, bei David, Claudiusstr. 13. Sonntag: Wanderung. — Zu sämtlichen Veranstaltungen sind Gäste stets willkommen! Jegliche Auskunft erteilt gern die Organisationskommission des Zeire Misrachi, Brüekenallec 10, Tel. Moabit 9230. Vermischtes 1 B. Z- V. Im unmittelbaren Anschluß an den Vortragszvklus des Herrn Dr. Weltsch über ״Zionistische Neu- Orientierung“ spricht Herr Richard Licht heim im Rahmen der Berk Zion. Ver. über ״Revision des Zionismus“. Es sind zwei Vorträge vorgesehen, und zwar ״Revision der zionistischen Theorie“ und ״Revision der zionistischen Praxis“. Der erste Vortragsabend findet am Dienstag, den 23. Novbr., abends 8!״׳ Uhr, im Sitzungssaal, Meinekestraße 10, statt. Der für diesen Abend angesetzte Vortrag des Herrn Dr. K le e über ״Entwicklung und zukünftige Gestaltung zionistischer Gemeindearbeit“ wird verschoben, der genaue Termin für diesen Vortrag wird noch bekanntgegeben. Martin Buber hält am Montag, den 22. d. M., abends von 7—81/3 Uhr, in der Cecilienschule, Nikolsburger Platz 5, einen Vortrag im Rahmen eines Zyklus ״Weltrellgionen“ der Lessing-Hoch schule über das Thema ״J u d e n t u m“. Karten zum Preise von 1,— M. beim Sekretariat der Leasing• Hochschule, Augsburger Straße 43, und an der Abendkasse, Psalmenaufführung. Am Sonntag, den 28. November, mittags 12 Uhr, findet in der Synagoge Fasanenstraße eine Psalmenaufführung statt. Mitwirkende: Der verstärkte Chor unter Leitung seines Dirigenten Theodor Schönberger, Cida Lau und Magnus Davidsohn Gesang, Margarete Hopf-Geidel, Harfe, Ri.hard Alt mann, Orgel. Werke von Händel, Mozart, Schubert, Men delssohn, Liszt, sowie Synagogenkompositionen von Sulzer, Lewandowski und Kopf mit Psalmentexten gelangen zur Aufführung. Um möglichst weiten Kreisen die Teilnahme an der Veranstaltung zu ermöglichen, werden Karten zu 1 M. ausgegeben. Nur die Plätze der ersten Reihen des unteren Mittelschiffs werden mit 2 M. berechnet. Der Reinertrag wird zu wohltätigen Zwecken verwendet. Vorverkauf in den Theaterkassen von Tietz, sowie bef dem Kastellan der Synagoge. Telephonische Bestellungen: Norden 2139. Fritjof Nansen über die Armenierfrage, im überfüllten Saal des geographischen Institutes sprach dieser Tage Fritjof Nansen, von der Studentenschaft begeistert empfangen, über seine Vorschläge zur Lösung der Artnenierfrage. Er ging zu erst kurz auf die Geschichte des Volkes ein, aus der uns am meisten interessiert, daß die einzige kräftige Dynastie, die Bagatiden, jüdischen Ursprungs sein sollen. Trotzdem Arm«- nieii jetzt dem russischen Staat einverleibt ist, leben doch noch Zehntausende von Flüchtlingen in ganz Europa in schlimmsten Verhältnissen. Nansen schlägt eine Anleihe von 114 Mil- Honen £ vor, um Land für 35000 Familien urbar zu machen und dadurch einen Schritt vorwärtszukommen. Dies ist für uns vielleicht interessant im Zusammenhang mit unserm Werk in Palästina. Die Position der Armenier ist von vornherein viel günstiger, da sie mehr als unsere jungen Juden an angestrengteste körperliche Arbeit gewöhnt sind. Nansen hofft, sofort nach Erhalt der Mittel mit der Bewässerung von 30000 ha Wüste beginnen zu können, die er auf diese Welse in fruchtbare Baumwollen- und Tabakplantagen verwandeln will. p. Die Lesehalle in der Fasancmtraße. Die Lesehalle der Jüdischen Gemeinde, Fasanenstraße 80 (Synagogengebäude), ist in den Wintermonaten auch am Sonnabend, nach Schluß des Abendgottesdienstes, bis 10 Uhr geöffnet. An den anderen Tagen ist die Lesehalle Sonntag von 10—2 Uhr mittags und 4—10 Uhr abends, Montag und Donnerstag von 4—10 Uhr abends geöffnet. In den Leseräumen liegen über 100 jüdische Zeitungen und Zeitschriften aus verschiedenen Liindern und in verschiedenen Sprachen aus. Der Lesehalle ist eine reichhaltige Büchersammlung angegliedert. Eintritt frei. Aus den Berliner Theatern Staatstheater: 15. Jugend; 16., 1720 ..18 ״. u, 21. Lulu; 19 Napoleon; 22. Nathan der Weise. — Schiller-Theater: 16. u. 21. Soldaten; 17. u. 22. Peer Gynt; 16 u. 20. Wilhelm Teil; 19. Die Welt, in der man sich langweilt. -Städtisch* Oper: 16. Turandot; 17. u. 21. Parsifal; 18. Rigoletto; 19. Haffmanns Erzählungen; 20. Tosca: 22. Der Zwerg. Der letzte Faun; vorm, 211 ״J1«/י Morgenfeier Laszlo —Deutsche« Theater: Neidhard von Gneisenau. — Kammerspiele: Der gefällige Thierry; 17. Die Nackten kleiden. — Die Komödie: Die Gefangene. — Theater in der KSniggrltier Straße: Mrs. Cheneys Ende; 17. Tod und Teufel; nachm, was ihr wollt.—Großes Schauspielhaus: Von Mund zu Mund; 17. Bußtag* Film.—Leasing-Theater: Mensch und Uebermensch; 17. Frl. Julie. Die Stärkere; nachm. Kukuli. — Volksbühne: Nachtasyl — Dl• Tribüne; Der Gedanke. - Theater am Schiffbaaerdamm: Das Grabmal des unbekannten Soldaten. Jüdischer Ruder-Club ״Ivria“. Wochen Programm. Mittwoch, den 17. November, 10 Uhr, bootsfertig Friedrichshagen, auch bei Regen, offiziell; Sonntag, den 21. November, 10—12 Uhr. Kastenrudern bei Rothenberger (Bahnhof Tiergarten), offiziell; Donnerstag, den 25. November, Heimabend bei Leopold Löwenthal, Klopstockstraße 53, offiziell; Donnerstag, den 2. Dezember, Heimabend bei Günther Boas, Berchtesgadener Straße 15, offiziell; Sonntag, den 4. Dezember, 10—12 Uhr, Kastenrudem bei Rothenberger (Bahnhof Tiergarten), offiziell. Fritz Engel, Berlin C2, Molkenmarkt 12/13, Merkur 7002. Hechaluz. im Büro des Merkas des Hechaluz, Deutscher Landesverband, ist der Posten des Hachscharah-Sekretä rs zu besetzen. Der Betreffende muß die Erfordernisse des landwirtschaftlichen und handwerklichen Berufes kennen, mit Berufsberatung vertraut sein, den Stellenvermittlungsdienst יי► walten können, sowie organisatorische Fähigkeiten haben- Ferner sind Kenntnisse der palästinensischen Verhältnisse und des Hebräischen erforderlich. Es kommen nur Bewerber In Betracht, die den Kreisen des Hechaluz nahestehen. Der Posten kann zum l. Januar, unter Umständen auch schon früher, besetzt werden. Geeignete Bewerbungen und Anfragen sind zu richten an das Büro des Merkas, Berlin W15, Meinekestraße 10. Die Ortsgruppen Bochum. Am 31. Oktober veranstaltete auf Initiative von Herrn Spottheim die Nationalfonds-Komraission Bochum gemeinsam mit der Zionistischen Ortsgruppe eine Jubiläum•* F e i e r im Parkhause. Die Feier war von ungefähr 150 Olsten besucht und verlief schön und würdevoll. Die Festrede hielt Herr Dr, Ne über ge r aus Köln. Den künstlerischen Teil bestritten die Herren Hermann Heuser und Schönlang und Frl. Mirjam Spottheim, deren ausgezeichnete Darbietungen sehr zum Gelingen des Festes beitrugen. Das Fest war ein großer propagandistischer Erfolg. Dortmund. Am 4. November sprach auf einem von der Ortsgruppe veranstalteten Teeabend Frl. Riwkah Wein* wurzel über ״Leben und Arbeit in Palästina". Frl. Weinwurzel, die seit Jahren in Palästina lebt und nur vorübergehend in Deutschland weilt, erzählte überaus anschaulieh, so daß ihr Vortrag alle Hörer in hohem Maße fesselte. Eine Anzahl Fragen aus dem Zuhörerkreise gaben -der Referentin Gelegenheit zu weiteren interessanten Ans* führungen. ' Frankfurt a. M.:Am"ttensfag, eine außerordentlich stark besuchte Mitgliederversammlung der Frankfurter Zionistischen Ortegruppe statt Das Interesa« für diese Veranstaltung war in allen Kreisen sehr groß, da Herr Ernst K a h n , der an der Londoner Wlrtschaftekonferen* teilgenommen hatte, über dieselbe referierte. Er gab eine fesselnde Schilderung der Gesamtlage und besprach ausführlich die Beschlüsse und Resultate der Konferenz. Anschließend daran entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die sich hauptsächlich mit den Fragen der Anleihe und des Keren Hajessod beschäftigte. Jn seinem Schlußwort appetöerte Herr Kann noch einmal an die Pflicht jedes Einzelnen, für den Keren Hajessod zu wirken. Danzig. Am 28. Oktober fand die diesjährige General- Versammlung der zionistischen Ortsgruppe, die ziemlich gut besucht war, in den neu renovierten eigenen Räumen aet Jüdischen Volkshauses statt. Der Tätigkeitsbericht war diesmal außerordentlich umfangreich, da besonders in propagandistischer Hinsicht durch zahlreiche Vorträge für Verbreitung der zionistischen Idee in der Danziger jüdischen Oeffentfichkeit Sorge getragen worden war. Esnatten 22 Veranstaltung«» stattgefunden, uneingerechnet einer Anzahl von solchen, die zwar im Namen anderer jüdischer Organisationen stattfandeg, an deren Zustandekommen aber die Zionistische Organisation maßgebend beteiligt war. In Anbetracht der wirtsaiaftUchen Verhältnisse hat dagegen das finanzielle Ergebnis besonders der K. H.-Arbeit gelitten, das im abgelaufenen Jahr am zirka 30 0/0 geringer war als im Vorjahre. Dagegen hat die N. Pv Arbeit weniger gelitten und sich fast auf der Höhe des Vorjahres gehalten, trotzdem die Arbeit jetzt nur ehrenamtlich geleistet wird, im Gegensatz zum Vorjahre. Besonders befriedigt hat die Bücnsenverteilung und -leerung, die auch in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Der N.-r. bringt jetzt über 1 Gulden pro Kopf der jüdischen Bevölkerung. Man hofft, das Ergebnis in Zukunft noch steigern zu können. Sehr bedauert wurde der Weggang des bisher dem Vorstand angehörigen Herrn Heinrich woznlanski. der während der letzten Jahre einer der aktivsten Mitarbeiter der Organisation gewesen ist. Es wurde beschlossen, ihm zu Ehren unter den hiesigen Zionisten eine Oelbaumspende einzuleiten. Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Bild: Auf Antrag des bisherigen Vorstandes wurde beschlossen, eine Exekutive von drei Personen einzusetzen, die homogen arbeitet und die interne Arbeit unter sich verteilt. Die Exekutiv« besteht aus den Herren Dr. Landau, Dr. Nawratzki und Dr Segall. Der übrige Vorstand umfaßt die Herren Feldmann, Dr. Leibowitz, Mazur und R.-A. Dr. Kosentbal, Gesebättliclie Mitteilungen Neue Dampferlinie Venedig-Alexandrien. Die Schifffahrtegesellschaft ״Lloyd Triestfno“ in Triest unterhält seit September d. J. mit dem 1913 für den Indiendienst erbauten Eildampfer ״Tevere“ von 8450 Bruttotonnen einen regdmäßigen Dienst nach Alexandrien und zurück mit Abfahrten von Venedig am 1. und 15. eines jeden Monate. Die Ueberfahrtszeit beträgt 31/9 Tage. Weitere Auskünfte sind von der General-Agentur des Lloyd Triestino, Berlin NW 7, Unter den Linden 47, erhältlich. Wir empfehlen unseren Lesern den der heutigen Nummer beigefügten Prospekt der Buchhandlung ״Kedem“, Berlin-Chariottenburg, zur besonderen Beachtung.