Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 89 (12.11.1926)
- Date
- 1926-11-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 641 Nr. 89 JUEDISGHE RUNDSCHAU Vermischtes Wladimir Jabotinsky spricht am 22. November, abends 8 Uhr, im Blöthnersaal, Lützowstr. 76, über das Thema: ״Was man in Palästina lernt". Karten erhältlich beim Landesverband der Zionisten-.Revi$ioni$ten, Lietzenburger Str. 8 a, Bote 8! Bock, A. Wertheim. , Der dritte Vortrag in dem Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapoel Hazair über ״Zionistische Neuorientierun g“( findet am Dienstag, den 16. November, abends 8y2 Uhr, im Sitzungssaal Meinekestr. 10, statt. Das Thema lautet: ,,Grundlinien einer möglichen zionistischen Politik“. Refdrent: Dr. W e 11 s c h. Palästina-Zyklus der B. Z. V. Die beiden ersten Vor- I träge innerhalb des Palästina-Zyklus über ״die nichtjüdische Bevölkerung Palästinas“ haben bei der zahlreichen Hörerschaft außerordentliches Interesse gefunden. Der Referent, Herr Aschbet, der im Lande aufgewachsen und ein guter Kenner des Landes und seiner Menschen ist, zeigte dort eine Serie eigener Aufnahmen, die den Teilnehmern des Kurses ein eindrucksvolles Bild von der Bewohnerschaft Palästinas, ihren Lebensbedingungen und Lebensformen übermittelte. Schekelaktion der B. Z. V. Es ist eine große Reihe von Schekelblocks noch nicht mit der Zentrale abgerechnet Wörden. Da die B. Z. V. nunmehr endgültig die Schekalim abliefern muß, werden alle Gesinnungsgenossen dringend ersucht, ihre Blocks und die vereinnahmten Beträge an das Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, Postscheckkonto: Berlin Nr. 37 830 abzuliefern. Der Schalom Aleichem-Kiub veranstaltet am Sonnabend, den 13. November, im Logenhaus, Kleiststr. 10, einen Konzert-Ball unter Mitwirkung von Prof. Grau da n und Gad Shelaso, Näheres siehe Inserat!; ״Der Jude im Drama.“ Ueber dieses Thema spricht am Montag, den 15. November, abends 8t4Uhr im Saal der Synagoge Fasanenstraße Herr Dr. Carl Pinn unter Heran- Ziehung dramatischer Werke von Shakespeare und Lessing bis Beer-Hoffmann. Herr Alexander Granach hat die Rezitatkmen für diesen Abend übernommen. Eintrittspreis an der Abendkasse 1 M. Die Jugendgruppe des Htnnanitätsverein ״Ez-Chaiim“ veranstaltet am Dienstag, den 16. November d. M. (Abend vor Bußtag) im Hacke’schen Hof, Rosenthaler Str. 40—41, einen Ball zugunsten ihrer Channkah-Bcscherung für arme jüdische Kinder. Anfang 8 Uhr. ' Der stellvertr. Kommandeur der Berliner Schutzpolizei, Herr Oberst Hei mannsberg, spricht am Mittwoch, den 24. November 1026, abends 8 Uhr, beim Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Bezirk Nord, über: ״Die Polizei im neuen Staate“, Am Friedrichshain 20—32. ״Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge“ veranstaltet am Montag, den 15. d. M., einen Vortragsabend.׳ Beginn pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstraße 2—4. Herr Rechtsanwalt Sammy Gronemann spricht über das Thema: ״Jüdische Kuriosa“. Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Die Gruppe Nord d. B. Z. V. hielt am 1. November die Generalversammlung ab. Aus dem ausführlichen Berichte des Vorsitzenden ging hervor, daß die Gruppe Nord trotz der erschwerenden Verhältnisse im verflossenen Vereins- Jahre ersprießliche Arbeit geleistet hat. Sie hat nicht nur eine Reihe gut besuchter Vorträge veranstaltet, sondern auch aus eigenen Mitteln den Kindergarten Nbrd subventioniert. Wenn nicht alle Beschlüsse des Vorstandes durchgeführt werden konnten, so ist es auf die Ungunst der, Verhältnisse einerseits und auf die geringe Aktiv!« der Mftgfeder ®derי ־ seits zuritektufÄhren. — Nach Erteilung der Äfcsölotiofl für den Gesamtvorstand würden folgende Personen in den neuen Vorstand gewählt: HerrDr. Loevy (1. Vors.), Herr Bickel (2. Vors.), Herr S. Fröhlich (1. Schrlftf.), Frl. Dr. Rosenberg (2. Schriftf.), Herr Dr. Schwarzbart (Kassenwart), Herr Holländer (Revisor), Herr Sperber, Herr Lindenstrauß (Beisitzer). Anschließend hielt Herr Dr. Sandler sein Referat: ״Der Kampf um die Jüd. Schule.“ Die außerordentlich interessanten Ausführungen, denen eine lebhafte Diskussion folgte, wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Verein ehern. Hörer der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Donnerstag, den 18. Nov., abends, in der Aula der Hochschule Vortrag des Herrn Eh־. A, Spanier: ״Zur Theorie der biblisch-hebräischen Rhythmik.“ Gäste willkommen. K. J.V. Wir suchen für einen Anwalt Niederlassungraöglichkeit oder Assoziation; für einen Ingenieur eine Stelle ln der Papierfabrikation. Meldungen sind an das Präsidium des K. J. V., Berlin W35, Kurfürstenstr. 150, zu richten. Der Ruderverein Jüdischer Studenten fm K.J.V. und der Jüdische Ruderklub ״Ivria“ veranstalten am Sonnabend, den 13. November 1926, in den Gesamtriumen des Brüdervereinshauses, Kurfürstenstr. 115/116 einen Gesellschaftsabend mit Ball, Begpren 8 Uhr. Näheres siehe Inserat. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Haiensee, Markgraf-Albrecnt-Straße 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends (Predigt) 430 Uhr. Sonnabend vorm. 10 Uhr (SchrlfterklärungV 10 Uhr; Mincha 4.35 Uhr, Sabbat-Ausgang 5.03 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7.30 Uhr, abends 4 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 12. November, abends in allen Synagogen: 4,30 Uhr. II. Gottesdienst Synagoge Fasanenstraße: 6,30 Uhr; Predigt: Dr. Bergmann. Sonnabend, den 13. November, morgens: Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr: Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst: 730 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Syn. Rykestraße: Dr. Freier; Syn. Levetzowstraße: Eh׳. Lewkowitz. Schrifterklärung: Syn. Münchener Straße: E>r. Arthur Levy. Jugendfottesdienst: 4 Uhr: Syn. Fasanenstraße: Dr. Galliner; Syn. indenstraße: Eh. Blumenthal; Syn. Kaiserstraße: Dr. Stern. 4,30 Uhr: Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat- Ausgang: 5,03 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Synagogen: 4 Uhr; morgens in den Synagogen mit altem Ritus außer Syn. Pestaiozzistraße: 7 Uhr; Syn. Pestalozzistraße und Synagogen mit neuem Ritus! 7,30 Uhr. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 15, November nachm. 5 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Fraüfenarbeitsgruppe West, * Zusammenkunft bei Frau Blumenfeld, Rüdesheimer Platz 7. Interessierte Gesinnungsgenossen sind herzlich eingeiaden. Dienstag, den 16. November abends 8‘/s Uhr im Sitzungssaal der Z.-V, f. D., Meinekestraße 10, Vortragszyklus der B. Z.V. und des Hapoel Hazair über: ״Zionistische Neuorientierung“. Referent: Herr Dr. Weltsch. 3. Vortrag: ״Grundlinien einer möglichen zionistischen Politik/‘ abends 8 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Nord, erste diesjährige Zusammenkunft bei Frau Kollenscher, Alexanderstr. 53. Interessierte Gesinnungsgenossen sind herzlich eingeladen. Montag, den 22, November abends 8 Uhr Landesverband der Zionisten-Revislonlsten in Deutschland. Blüthner-Saal, Lützowstr. 76 Redner: Wladimir Jabotinsky über das Thema: ״Was man in Palästina lernt.“ Dienstag, den 23. November abends 8 Vs Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10 Zyklus der B. Z. V. über F.ragen der Gemeindearbeit. 1. Vortrag: ״Entwicklung und zukünftige Gestaltung zionistischer Gemeindcarbeit“. Referent: Herr R.-A. Dr. Klee. בית הועד העברי׳ ברמי כמוצאי שבח יו. 13 נובימבר. בשעה השמינית וחצי. תהיה כאולם הרהרה העברית רוונשטר. 2-4 .Rosem.tr אספת בית הועד העברי סדר היום•• אי סקירה על עבודת בית הועד. - ס שיחה ע״ד "הבימה". הפותח בשיחה: הםו8ר מר צבי וויסלבסקי. וכוחים והצעות. - אורחים ואורחות רציים. Die Kommission des Keren Kqjemeth für Deutschland hat beschlossen: Die Jnbiläunm-Aktion soll in Deutschland im Monat Dezember durchgeführt wexden..Das Programm uad» die Richtlinien werden von der Zentrale des Keren Kajemeth ausgearbeitet und den Vertrauensleuten und den Ortsgruppen-Vorständen übermittelt. Die Kommission erwartet, daß die gesamte zionistische Arbeit vom 15. November ab auf die Vorbereitung und Durchführung dieser wichtigen Aktion konzentriert wird. Im Mittelpunkt der Aktion wird die Durchführung •der Sammlung stehen. Jeder Zionist wird verpflichtet, sich an dieser Sammlung als Mitarbeiter zu beteiligen, Indem jeder ein Sammelbnch für die Jubiläumsspende übernimmt und In seinem Bekanntenkreis 25 Mk. sammelt. Dadurch sollen mindestens 100 000 Mk. aufgebracht werden. INeBcztrkskralcrenzeBiesKcrcnllalencfli zur lubliauins-Ahfion Datum Ort 2i.Nav0mber Stettin Hamburg 29. M Berlin Breslau 5. Dezember Düsseldorf Hannover 12. ״ Leipzig Stuttgart Referent Dr. Albert Baer-Berlin S. Schocken-Zwickau S. Schocken-Zwickau Dr. Klee-Berlin Fraakfurt-M Dr. Roeenblüth-Berlin Nürnberg Blumenfeld M. Waldmann-Berlin M. Waldmann-Berlia Geschältliehe MitteUaigen Wir msefcen unsere Vier an! du Beetaarent und di• Stadtk&eh« d«8 bekannten Traiteur*. Herrn Hago Kaufmann »af merksam. Das beb•! befindet •Mk tUeiatitr. 14, nahe Kollendorfand Witt nberrplatx, nsd asteratebt der Anflieht du Fiabbinats dar JQd. Gemeinde. Herr K. empfiehlt Min• Faataftle znr Abhaltung *on HoehaaiWa nnd Feetliebkaitea nsd Übernimmt auch Anariohtaog von FeetHebkeitea •aller dem Haaee. KEREN KA3EMETH LE^IJ'RAEL DER K K. L. ERWIRBT BODEN IN PALÄSTINA MIT HILFE FREIWILLIGER SPENDEN « BISHEfl HAT DER K.K.L. 200000 DUNAM 40 J001SCHEN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEOON * JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND! BERLIN W 15, MEINEKESTRASSE IO posucmickkomo: ses.r . tiupmon amt aitMAecii Ties/m ♦ Die Keren Kalemeth •Konferenz in Königsberg Am Sonntag, den 31. Oktober, fand in Königsberg die Bezirkskonferenz des Keren Kajemeth Lejisrael für Ostpreußen und Danzig statt. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden der Ortsgruppe und des Bezirkssekretärs hielt Herr Kurt Blumenfeld ein Referat über die Lage in Palästina, ln den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte der Referent die Not* Wendigkeit, eine starke landwirtschaftliche Siedlung zu schaffen, die erst die Grundlage für die Verwurzelung auch einer städtischen Bevölkerung darstelle. Unter Hinweis auf die Beschlüsse der Londoner Wirtschaftskonferenz erklärte Herr Blumenfeld, daß für absehbare Zeit noch Keren Hajessod und Keren Kajemeth die hauptsächlichen Kolonlsationsinstrumente sein würden, denn die Zeit für eine Anleihe, außer für gewisse Spezialzweige der Landwirtschaft, wäre noch nicht gekommen. Keren Hajessod und Keren Kajemeth wären daher im Augenblick als die wichtigsten Aufgaben aller Zionisten zu betrachten. Ein eingehender Bericht über dieses Referat folgt noch. Im Anschluß daran sprach Herr Jacobsohn eingehend über die Durchführung der Jubiläumsaktion unter Berücksichtigung der lokalen Möglichkeiten. Er wies besonders darauf hin, daß der Jubiläumsaktion eine starke Propaganda in Wort und Schrift vorausgehen müßte. Es wäre von besonderer Wichtigkeit, daß die Spender individuell erfaßt würden und daß überhaupt jede Schabionisierung vermieden würde Beim Fehlen persönlicher .und gesellschaftlicher Beziehungen empfahl der Referent eine Besuchseinteilung nach Berufs gruppen, die bereits zu guten Resultaten geführt hätte. Während der Nachmittagssitzung referierten Herr Dr. Kanowitz über ״Entwicklung und Arbeit des Keren Kajemeth in Palästina und Deutschland" und Herr Jacobsohn über die Durchführung der Jubillumsaktion in Ostpreußen. Herr * Dr. Kanowitz schilderte zunächst die große nationale und soziale Bedeutung des Keren Kajemeth. Palästina sei das einzige Land, in dem bodenreformerische Pläne verwirklicht seien, und das siehere uns die Sympathien und Anteilnahme der besten־ ׳und״ fiihttpfeten ׳ Vo!ktÄpfer׳di«er Bewegtitt||:: hL - ׳ Europa. Er gab sädann einen kurzen Ueberblick über die bisherigen Leistungen des Keren Kajemeth Lejisrael in Palistina, schilderte das Verhältnis des Keren Kajemeth zu den anderen Boden kaufenden Faktoren und wies auf die Bedeutung der Schaffung einer Bodenreserve zur Bekämpfung der Bodenspekulation hin. Er erörterte sodann die Arbeitsmethoden in Deutschland und erläuterte den neuen Plan der Schaffung von ״Arbeitsgemeinschaften des Keren Kajemeth“, die eine doppelte Aufgabe zu erfüllen hätten: einmal die Zusammenfassung aller N.-F.-Arbeiter (nicht nur der Jugendliehen) in Arbeitsgemeinschaften und die systematische Schulung der Mitarbeiter und zweitens die Abstellung der bis* herigen irregulären Besuchspropaganda zugunsten einer systematischen individuellen Bearbeitung. Jedes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft müsse die ״zionistische Pflegschaft“ für einige Familien übernehmen, bei denen er nicht nur persönlich immer wieder die Büchsenleerung usw. vorzunehmen hätte, sondern auch die zionistische Interessierung und Versorgung zwischen den einzelnen Aktionen. Nur durch dieses System sei es möglich, die außerordentlichen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten zu überwinden, die heute der N.-F.-Arbeit entgegenstehen. Die Bezirkskonferm des Keren Kalemeth Ittr Pommern and Mecklenburg findet statt am Sonntag, den 21. November, in Stettin. Programm: Sonnabend, den 20. November, abends 81/2 Uhr, in den Räumen der Loge, Friedrich-Kari-Str. 3 I, öffentliche Versammlung: ״Das jüdische Palästina im Spiegel der Kritik“ (Referent: Dr. Albert Baer-Berlin); Sonntag, den 21. November, vormittags, gemeinsamer Ausflug; nachmittags vertrauliche Besprechung mit den Vertrauensleuten bei Herrn Dr. Gumpert, Moltkestr. 4. Palästina-BniiiiiloiHis (Keren Hajessod) E. v. Berlin W 15, Meinekestraße 10. Bankkonto: Dannstädter und Narionaibank, Depos.-Kasse 59, Kurfttrstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951. An alle Ortsgruppenuorstande, an alle Vertrauensleute, an alle Zionisten! Jetzt besinnen die Vorbereitunsen für die Jubiläumsaktion im Dezember zur Aufbrinsuns von 100000 Mark!