Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 88 (9.11.1926)
- Date
- 1926-11-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 832 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 88 Relcfastagnng der Jüdischen Volkspirtet Die Fraktion der Jüdischen Volkspartei in der Preußischen Landesvmammlung hat zum 17. November d. I., vormittags 9»/» Uhr, nach Berlin €2, Rosenstraße 2/4, (Plenarsitzungssaal), eine Reichstagung ihrer Vertreter mit folgender Tages- Ordnung einberufen: 1. Unsere Aufgaben (Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee), 2. Der Rcichsverband (Referent: Direktor Georg Kareski, Korreferent: Dr. Aron Sandler), 3. Judengesetz (Referent: Rechtsanwalt Dr. Max Kollenscher, Korreferent: Dr. Epstein- Duisburg), 4. Schulfragen (Referent: Lehrer Steinhardt-Magdeburg, Korreferent: Studienrat Dt. Hammerstein-Berlin). Prof. Einstein, Arthur Schnitzler und Graf Coudenhove Unterzeichneten einen Aufruf zur Sammlung von Geldern für die Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen jüdischen Denker Joseph Popper-Lynkeus. Eine Entgegnung Von Arthur Holitscher. Berlin W 15, 6. 11. 1226. Sehr geehrte Redaktion, die kritischen Entgegnungen in der ״Jüdischen Rundschau“, Nr. 85 und 87, auf mei!.e in der ״Veltbühne“ abgedruckten Aeußeningen zur gegenwärtigen Lage Palästinas nötigen mich, diesen Aeußerungen einen kurzen Kommentar folgen zu lassen. Ein in derartig rapider Entwicklung begriffener Gemeinschaftskönier, wie das zionistische Palästina, gestattet natürlich nur die Betrachtung des Augenblickes. Ich habe 1921 meine Impression wiedergegeben, i925 habe ich dasselbe getan. Widersprüche in den beiden aufzuzeigen, geht schwerlieh an. Menschen, an die man gestern noch geglaubt hat, können heute bereits gründlich enttäuschen. Ebenso allgemeine Verhältnisse. Ja, es soll vorgekommen sein, daß man seinen Glauben an Ueberzeugungen, fremde und die eigenen, geändert oder verloren hat! Ganz verkehrt aber ist es auch, günstige Aussagen ernst und ungünstige, die demselben Wahreitsdrang entsprungen sind, gleich als ״Feuilletonismus“ zu behandeln. Meine Kenntnis der Lage unter den Chaluzim erlangte ich im April 1925 im Emek, besonders in Beth Alpha, und im Gdud, in Jerusalem und in Tel-Awiw. Kenntnis von der Lage der ״Luftmenschen“ vermittelten mir Gespräche mit Zurückgekehrten in Moskau und hier und der Artikel Alexander Levys. Ganz besonders peinlich war ich davon berührt, daß auf die ungerechten und parteiischen Ausführungen meines sonst von mir außerordentlich geschätzten (ehemaligen Lehrers) Franz Oppenheimer, seine ganz und gar tendenziösen Dar- Stellungen der in den großen Kwuzoth arbeitenden Chaluzim sich aus dem Auditorium des überfüllten Blüthnersaals keine Stimme für den verlästerten Chaluz erhob! Selbst dann nicht, als Oppenheimer als besondere Anerkennung für den Moschaw Owdim von Nahalal hervorhob, daß dort die Leute auf einem Boden prosperierten, auf dem vier Generationen an Fieber zugrunde gegangen waren. Wer f’ 1g dort zugrunde? Dort und anderswo: der zu ordentlicher irtschaft angeblich untaugliche Chaluz, der inkompetente, den ich 1921 ois an den Hals im Morast stehen und den Malariascblamm herausschaufeln sah.*) Parallelen zu ziehen ist, besonders angesichts Oppenheimers KommunismusfeindUchkeit mißliches Ding, doch wird es mir gestattet sein, zum Aufbau einer neuartigen Menschengemeinschaft, die Enthusiasmns und Opfer fordert, zu erwähnen: daß Rußland etliche Schichten echter und wertvoller Aufbauer nacheinander verbraucht hat: die Narodniki, Studenten der 80er Jahre, die ins Volk gingen, um die Revolution vorzubereiten — dann die, die 1917 bis 1920 mit der Waffe in der Hand die Revohition gegen den inneren Feind, die weißen Oeneräle und die tückischen Verräter des Gedankens verteidigt und den Sieg erfochten haben — hierauf die ersten Gesetzgeber und Exekutoren der neuen Staatsverordnungen — gegenwärtig aber sind die Genossen vonnöten, die Handel treiben, die neue, notwendige ökonomische Politik durchführen können — — keinem sozialistisch und gerecht fühlenden Russen aber ist es und wird es einfallen, von Einem!, der sich in historisch notwendigen Arbeitsperioden der Vergangenheit bewährt und aufgebraucht hat, unbedingte Tüchtigkeit in der gegenwärtigen zu verlangen und ihn, sollte er diese Tüchtigkeit nicht in dem gewünschten Maße besitzen, einfach verkümmern zu lassen. Der Chaluz aber, scheint’s, hat seine Schuldigkeit getan- Nun zu Weizmanns Frack. Ich habe dieses, das Kleidungsstück, um das unangenehme Prinzip gehängt vorgefunden, das es als Staatskieid deckt. (Uebrigens, Herr Pomeranz, im Vatikan mag Tschitscherin eine gebügelte Hose anhaben, im Moskauer Auswärtigen Amt aber trägt er, im Verkehr mit Genossen, Schriftstellern und Bauemabordnungen eine ziemlich abgeschabte Litewka mit einem alten Schaf um den Hals; seien Sie versichert, daß es so ist, und daß ich den Frack in keiner anderen Beziehung bemängelt habe!) Gewiß kam bei Erwähnung dieses charakteristischen Kleidungs- Stückes meine persönliche Verärgerung zutage. Wie denn nicht! Ein Heuchler wäre ich, wollF ich nicht frei heraussagen, daß mich verletzende Behandlungsweise, noch dazu von, wie ich es annahm, Gesinnungs- (und Glaubensgenossen ärgern muß. Von seiten der — — — anderen ist man es ja nachgerade gewohnt, hat sein Leben lang darunter genug gelitten. Jetzt von den Nächsten dasselbe erleiden? Und aus welchem Grunde? Wie gesagt, machen wir uns nichts vor: Persönliches spielt seine nicht zu unterschätzende Rolle in Kontroversen sachlicher Art — wenn dies auch nur in der Stilisierung, in der Temperatur des Ausdrucks zum Vorschein kommt. Die Sache selbst wird vom Persönlichen nur insoweit beeinflußt, als sich beide im Kern der Angelegenheit ohnehin berühren. Wer die Wahrheit in allen Formen des Lebens unter Menschen sucht, und sich zu ihr bekennt, wird das Persönliche nicht heuchlerisch verleugnen und verstecken. Es ist in unserem öffentlichen Leben soviel Lüge und Erbärmlichkeit vorhanden, daß es gut sein wird, auch auf die Gefahr hin, als eitel, wehleidig oder weiß ich was zu gelten, alle Dinge herauszusagen, wie sie sind. Im übrigen bin ich den Herrschaften, die mich alten Mann in bezug auf persönliches Verhalten in ähnlichen Fragen erzieherisch zu beeinflussen bemüht waren, zu ergebenstem Dank verpflichtet Mit vorzüglicher Hochachtung Arthur Holitscher. *) Hier sdheint uns ein Mißverständnis Holit- Sehers vorzuliegen. Die ״vier Generationen“, von denen Oppenheimer sprach, sind Araber, die vor der jüdischen Okkupation das Land innehatten. Er wies darauf hin, daß erst die jüdischen Arbeiter und Chaluzim, die das Land urbar gemacht haben, dort prosperierten. Daß natürlich nicht alle Chaluzim, die bei den Entsumpfungsarbeiten beschäftigt waren, angesiedelt werden konnten, liegt 1m Wesen der Sache. Aber die Leistung dieser Chaluzim wollte niemand herabsetzen. Im übrigen verweisen wir zum Kapitel ״Verlästerung des Chaluz“ auf die Ausführungen Oppenheimers in dieser Nummer unseres Blattes. — Anm. d. Rad. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 9. November abends 8J/j Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapoel Hazair über: ״Zionistische Neuorientierung“. Referent: Herr Dr, Weltsch. 2. Vortrag: ״Die Arbeit in Palästina und die Lehre der Tat- Sachen.“ Mittwoch, den 10. November, abends 8 Uhr Zionistischer Jugendbund, in den City-Sälen, Dresdener Str. 52 Chawer Erich Kiewe: ״Die jüdischen Richtungen in Deutschland.“ Donnerstag, den 11. November abends 8V* Uhr Sitzung der Vertreterversammlung der B. Z. V. Im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10 Tagesordnung: 1. Wahl einer Geschäftsordnungs- und Satzungskommission, 2. Wahl einer Gemeindekommission, 3. Nachwahl der Ersatz- Vertreter, 4. Bericht des Vorstandes, 5. Neuwahl des 1. Vorsitzenden der Vertreterversammlung, 6. Zionist. Jugendarbeit und Hachscharahfragen, Zur Diskussion sind angemeldet: Dr. Foerder, Dr. Benno Cohn, Dr. Heinz Nagler, Ernst Böhm, Dr. Kanowitz, Dr. Apfel, Walter Heilbrunn, 7. Eventuali. abends 8>/s Uhr Berliner Zionistische Vereinigung im großen Saa! des Gemeindehauses, Rosenstraße 2/4. Herr Dr. Leo Motzkin: ״Was können wir Juden vorn Völkerbund erwarten.“ Dienstag, den 16. November abends 8נ/י Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapoel Hazair über: ״Zionistische Neuorientierung*'. Referent: Herr Dr. Weltsch. 3. Vortrag: ״Grundlinien einer möglichen zionistischen Politik.“ בית הועד העברי׳ במין במוצאי שבת זו׳ 18 נובימבר, בשעה השמינית וחצי. תהיה באולם הקהלה העברית רווגשטר. 4—2 .Rnsenstr אספת בית הועד העברי סדר היום: א) סקירה על עבודת בית הועד. - ס שיחה ע״ד "הביטה". הפותח בשיחה: הסופר מר צבי וויסלבסקי. ובוהים והצעות, - אורחים ואורחות רצוים. DleBezirkskonlereiizendesKerenKalcnielli zur Jubllänms-AMlon Datum Ort Referent 14. November Ratibor RechtsanwallDr. Lelewer-Berlin 21, ״ Stettin Dr. Albert Baer-Berlin 28. ״ Berlin S. Schocken-Zwickau Frankfart-M. Dr. Rosenbltttb-Berlin Nürnberg Dessau 5. Dezember Düsseldorf Hannover M. Waldmann-Berlin 12. ., Leipzig Stuttgart M. Waldmatm-Berlln Die Kommission des Keren Kajemeth für Deutschland hat beschlossen: Die Jubi’änms-Aktion soll in Deutschland in der Zeit vom 5• bis 20. Dezember durchgeführt werden. Das Pro* srramm und die Richtlinien werden von der Zentrale des Keren Kaiemeth ausgearbeitet und den Vertrauensleuten und den Ortsgruppen-Vorständen übermittelt. Die Knmmission erwartet, daß die gesamte zionistische Arbeit vom 15. November ab auf die Vorbereitung nnd Durchf&hrung dieser wichtigen Aktion konzentriert wird. Im Mittelpunkt der Aktion wird die Durchführung der Sammlung stehen. Jeder Ziemist wird verpflichtet, sich an dieser Sammlung als Mitarbeiter zu beteiligen, indem jeder ein Sammelbuch für die Jubiläumsspende fibernimmt und in seinem Bekanntenkreis 25 Mk. sammelt, Dadurch sollen mindestens 100 000 Mk. aufgebracht werden. Richard Sillner ן״ק Die folgenden Worte des Gedenkens gelten einem stillen und überaus opferwilligen Arbeiter für die zionistische Idee, der in blühender Jugend seinen Eltern und Freunden entrissen wurde. Richard Sittner, der aus traditionellem jüdischem Milieu stammte, fand schon als Student im ersten Semester zum Zionismus, den er aber von vornherein nicht mit jener Selbstverständlichkeit des ursprünglichen Volks- Juden und gewiß nicht mit der unverpflichtenden Gleichgültigseit des Vereinsmitgliedes, faßte, sondern durchaus als Problem und zwiespältige Aufgabe, die in sein ohnehin nicht leichtes Leben einen neuen schweren Konflikt hineintrug, ihm aber dafür Ziel und Perspektive gab. Der allzu homogene Kreis der zionistischen Verbindung, der er damals beltrat, war für das Verständnis einer solchen Entwicklung nicht gereift, so daß sich Richard Sittners zionistische Schicksale enttäuschend und schwierig gestalteten. Um so stärker trat, nach seinem Ausscheiden aus der Verbindung, die ernsthafte und durch nichts abzulenkende Sachlichkeit seiner Beziehung zu Pal Ina hervor; ohne jedes Ressentiment, die Erfahrung mit Zionisten nicht dem Zionismus entgelten lassend, ist er der einmal erfaßten Idee treu geblieben, und hat ihr, in wohl fast beispielloser Opferwilligkeit, nicht nur den Zehnten seines Einkommens, sondern außerdem den Zehnten seines schwer erworbenen und durch unendliche freudige Liebestätigkeit vielfach in Anspruch genommenen Vermögens gern gezollt Nur sein früher Tod hat ihn an größerer Gabe verhindert: am Einsatz seines Lebens und seiner hervorragenden wärtschaftlichen Erfahrungen und Kenntnisse im Dienste des Aufbauvverkes, das wir nun ohne ihn vollenden müssen. Ernst Simon, Frankfurt a. M. ״Aas trübe■ Wassern** ״Haarez“ vom 26. Oktober schreibt: Es wird berichtet, daß auf der letzten Sitzung des Waad der Vereinigung der Einwanderer aus Polen (״Hitachduth Oie Polonia“) auch der Artikel von Alexander Levy, der in der ״Weitbühne" erschienen ist, behandelt wurde. In diesem Artikel bekämpft der Schreiber die Zionistische Organisation im allgemeinen und in grober Weise, insbesondere Herrn Dr. Weizmann. Alle Mitglieder des Waad sprachen sich gegen den Artikel aus und erklärten ihn für schädlich für die zionistische Bewegung. Als Resultat dieser Gegnerschaft hat Herr Alexander Levy seine Mitgliedschaft in diesem Waad niedergelegt. Ein hebräisches Lehrbuch Dieser Tage erscheint das Lehrbuch ״Einführung in das Hebräische“ von D. J. Born stein. Das Buch ist von zahlreichen Autoritäten als hervorragende wissenschaftliche und pädagogische Leistung anerkannt und mit Begeisterung begrüßt worden. Neuerdings erhielt Herr Bornstein einen warmen persönlichen Brief von Ch. N. Bialik, in dem der Dichter und Sprachmeister, der be* kanntlich fast zwei Jahrzehnte den pädagogischen Verlag Moriah geleitet hat, sich über das Buch äußert. Wir geben diesen Teil des Briefes Im Wortlaut wieder. Bialik schreibt: ״ואשר לספרו להוראת הלשון - הלא ידעת את דעתי עליו. לא •בים בימינו אעןך ידעו את הלשוו העברית "פנים אל פנים" כמוך יאשר באו עד חקר עומק תכונתה לכל מוצאיה וטובאיה, ולבל דרכי לתפתחותה, וגם יחיד אתה לכח ההסברה והפרשנות. אין ספק כי לספר הוה עתיד לכבוש לו מקום בטורח בראש בין טובי ספרי הלמוד בלשוננו, שהם, כידוע לך. מעטים מאד ונער יגתבם. בבה ההסברה המיוחד שלך השכלת להכניס את המתלמד לחדרי חדריה של הלשון העברית ולהטעיטו מכל ק״ו טעמיה. ואני בטוח :י הקהל ירגיש מיד בטעימה ראשונה מה בין ספר זה לבין אחרים בסוגו. הייתי רוצה לראות את ספרך וה נתון גם בעברית בשביל בתלטדים עברים. פדגוניגו היו יכולים ללמוד מתוכו כמה דברים תדשים בדרכי ההוראה, וקודם כל - את הלשון העברית עצמה." Kleine Nachrichten Wie ״Times“ berichtet, hat Lord Plumer soeben seinen ersten Besuch bei den nördlichen Grenzposten in M etu IIah gemacht Er wurde daselbst von französischen Offizieren der syrischen Zone begrüßt und inspizierte den Polizeiposten und das Zollamt. Lord Plumer erklärte, er werde von der geplanten Verkleinerung des Polizeipostens absehen, um der isolierten Kolonie den notwendigen Schutz zu sichern. In einem Prozeß zwischen der palästinensis! hen Regierung und der moslemischen Wakf-Verwaltung (Religiöse Stiftungen) wurde vom englischen Richter ein Bibelzitat als geriet» tlieh er Beweis zugelassen. Es handelt sich um die Stelle Genesis 35, 16 bezüglich der Lage von Efrat (Bethlehem). Im Verlauf einer Gedächtnisfeier, die in Paris für den vor kurzem verstorbenen Winawer abgehalten wurde, drangen mehrere russische Monarchisten in den Saal ein und störten die Redner. Es entstand eine Schlägerei, bei der drei Juden verwundet wurden. Die Großloge des Ordens B n e i B r i t h (U. O. B. B.) in Palästina erließ anläßlich des Jubiläums des Keren Kajemeth Lejisrael einen Aufruf an die Bnei-Brith-Logen der ganzen Welt, sich an der Aktion zur Eintragung der jüdischen Gemeinden und Institutionen in den Jubiläumsband des Goldenen Buches des Keren Kajemeth tatkräftig zu beteiligen. Vom 15. November 1926 ab erscheint am 15. jeden Monats im Verlag Gebrüder Rülf, Berlin, eine neue jüdische Zeitschrift ״Die jüdische Gemeinde“, Unabhängige kritische Monatsschrift. Herausgeber ist Dr. Botho Laserstein. Persönliches Unser Gesinnungsgenosse, Herr Oberregierungsrat Hans Oosiar, Pressechef der Preußischen Staatsregierung, hat sich mit Fräulein Ruth-Judith Klee, der zweiten Tochter unseres Dr. Alfred Klee, verlobt. Wir freuen uns, dem Brautpaar wie auch den Eltern wiederum herzlich gratulieren zu können. Die Israelitische Religionsgemeinde von Ofen-Pest hat zum Nachfolger des verblichenen Oberrabbiners Dr. Ludwig Venetianer mit 965 von 974 abgegebenen Stimmen Dr. Dyonis Friedmann gewählt. Aus Anlaß des fünfjährigen BeskNsas der Zeitschrift des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten ״Der Schild“ erschien die Nummer vom 1. November 1926 als Jubiläumsnummer. Am den Berliner Theatern Staat!. Schauspielhaus: 9,10., 11., 13. u. 14. Lnlu; 12. Ariadne auf Naxos; 15. Jugend. -Schiller-Theater: 9., 1011 ״.u. 12.Soldaten; 13. Wilhelm Teil; 14. Peer Gynt; 15. Herodes und Mariamne. — Städtisch• Oper: 9. Die Entführung aus dem Serail; 10. Fatinitza; ll.u. 14.Turandot; 12. Euryanthe; 13 Carmen; 15. Die Zauberflöte. — Deutsches Theater: Neidhard von Gneisenau. — Kammerspiele: Der gefällige Thierry. — Die Kom&dle: Die Oefangene. — Theater in der Kßniggritzer Straße: Mrs. Cheneys Ende.—Komödienhaus: Einbruch.—Die Tribüne: bis 12. Die Wildente; ab 13. Der Gedanke, — Leasing-Theater: Mensch und Uebermensch. — Kleines Theater: Hetärengespriche.—Theater am Bälowplatz (*olksbühne): 9.u. 11. Lysistrsta; 10., 12., 13., 14. u. 15. Nachtasyl —Deutsches Künstlertheater: Die Königin. — Theater am Kudirstendamm: In der Johannisnacht. — Theater am Schiffbanerdamm (Volksbühne): Da! Grabmal des unbekannten Soldaten.