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Jüdische Rundschau · 1926-11-09 · Heft 88 (9.11.1926) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 88 (9.11.1926)
Date
1926-11-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Ebtzelnnmmer 0,2$ Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W15, Meinekestraße 10. Erscheint Jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Attstandsftbottaetneiite werden io der Währung der einzelnes Länder berechnet Anzeigen-Verwaltung Jüdische Rundschau G. m. b, H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Telephon: Bismarck 7165 - 70. Postscheckkonto! Berlin Nr. 17392, Fftr Oesterreichs Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156 030. Für Tschechoslowakei: Pastsparkassesamt Prag, Konto Nr. 59 410- Für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Koste Nr. J90 708. Redaktionsschluß Sosntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 88 | Berlin, 9. XI. 1926 Anzeigenpreis: S gcspeltNonparcillezeilc 0,50 G.-M. SteUenge»acheO,25 G-M. AnreigenechluSs Diemteg und Freitag neehniltegS Uhr. ג׳ כסלו׳ חיס״ו ■*»**־™ 1 Oer Zionismus erstrebt »Br das jüdische Volk «Ile Schaffung einer Bffentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.‘* Weizmann in Amerika Empfang bei Coolfdge Was h i n gton , 3. November. (J. T. A.) Dr. Chaim Weizmann wurde am Dienstag, den 2. November, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Calvin Goolidge, im Weißen Haus empfangen. Dr. Weizmann ist vom britischen Botschafter in Washington, Henry Chilton, begleitet worden, der auch der Unterredung beiwohnte. Am Mittwoch, den 3. November, wohnte Dr. Weizmann der Eröffnungssitzung der Tagung des amerikanischen Misrachi bei und hielt in dieser Sitzung eine mit Begeisterung aufgenommene Ansprache über die Lage im Zionismus und die materiellen Voraussetzungen zur Fortführung der Arbeit. Die Konferenz wird mindestens drei Tage in Anspruch nehmen. Nach der Eröffnungssitzung wurden die Delegierten im Weißen Haus von Coolidge empfangen. Eine Botschaft Einsteins Professor Albert Einstein empfing den Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur und sprach mit ihm über die jüdischen Aufgaben in Verbindung mit der Aktion Dr. Weizmanns in Amerika. Er führte folgendes aus: Ich hoffe, daß D׳r. Weizmanns Bemühungen in Amerika die Erweiterung der Jewish Agency herbeiz«- führen, von Erfolg gekrönt sein werden. Jede Zusammenfassung von jüdischen Kräften, die dem Aufbau von Palästina zugute kommt, ist wünschenswert. Der Aufbau Palästinas stellt eine gigantische Aufgabe dar, die einer ungeheueren Anstrengung des geeinigten Judentums bedarf. Darum hoffe und wünsche ich von Herzen, daß es Herrn Dr. Weizmann gelingen möge, seine Mission zu einem guten Ende zu führen. Ich erinnere mich noch lebhaft an meine Begegnung mft Louis Marshall, dem Präsidenten der Amerikanisch- Jüdischen .Komitees, mit dem Weizmann nun die Verhand- Jungen zu führen hat. Er hat auf mich den Eindruck einer ( starken Persönlichkeit und eines'' :güten' (| gp|SicM» de! Äifdchüg und ehrlich bestrebt ist, der jüdischen 1 )Sache■ zu dienen." . Es wäre sehr zu bedauern, wenn die Verhandlungen infolge der Kontroverse bezüglich der russischen Kolonisation nicht den gewünschten Erfolg haben sollten. Wenn ich auch glaube, daß man nur in Palästina ein Werk von dauerndem Wert zustande bringen könne, und daß alles, was in den Diaspora-Ländern getan wird, nur palliativen Wert hat, glaube ich dennoch, daß man Anstrengungen, wie die, Juden in Rußland zu kolonisieren, nicht bekämpfen darf; zielen doch diese Bestrebungen darauf hin, Tausenden von jüdischen Familien, die Palästina jetzt nicht absorbieren könnte, unmittelbar zu helfen. Auch diese Bestrebungen sind der Unter- Stützung wert. Das Geld, das in Rußland für jüdische Kolonisation verwendet wird, ist nicht verschwendet. Ob die notwendigen Garantien für den Erfolg dieses Kolonisations- Werkes gegeben sind, kann ich» ohne an Ort und Steile gewesen zu sein, nicht beurteilen; sollte aber diese Kolonisation erfolgreich sein, wird sie letzten Endes auch uns zugute kommen, weil sie eine Stärkung des jüdischen Volkes bedeuten würde, und jede Bemühung, jeder Faktor, der unser Volk auch nur moralisch oder indirekt kräftigt, Berechtigtmg hat. Allerdings müßte man vielleicht auch erwägen, ob nicht im Falle einer Oeffnung von T ransjo rdanien für jüdische Einwanderung und Kolonisation auch in Palästina weitere Möglichkeiten für Großkoionisation gegeben sind. Keinesfalls bin ich der Ansicht, daß man sich durch die in Palästina herrschende Krise bei der weiteren Aufbauarbeit beeinflussen lassen darf. Die Krise ist schließlich dadurch hervorgerufen, daß sehr viele Juden aus Polen eingewandert sind, die hierzu durch politisch-ökonomische Maßregeln der polnischen Regierung veranlaßt wurden. Selbstverständlich konnte das unvorbereitete Palästina eine so große Anzahl von Einwanderern nicht sofort absorbieren. Die Juden aller Länder müssen ihre Anstrengungen vervielfachen, nicht nur um das in Palästina bereits Geschaffene zu sichern, sondern um ein weiteres schnelles Wachstum unserer Arbeit zu ermöglichen. Tausenden von Juden, die heute unter unerträglichem Druck ökonomischer Verhältnisse oder antisemitischer Verfolgungen leiden, könnte eine Heimstätte in Palästina bereitet werden, wenn die Judenheit die für eine Aufbauarbeit nötigen Summen zur Verfügung stellen würde. Die Palästina-Aktion von ״llas“ Tel-Awiw, 4. Nov. 0.T.A.) Der Partetrat der Zionistischen Organisation Polens, der soeben in Warschau fetagt hat, 4nahm eine Resolution an, in der die Exekutive er polnischen Zionistischen;0rjfi§lifp1t: mit der Exekutive der amerikanischen Zionistischen Organi- •'*aflk»׳ tettdr.ü»• in Verbindung zu treten und bei Hias durchzusetzen, daß ein Teil der Summen, die von amerikanischen Juden zur Unterstützung ihrer Verwandten in Polen gesendet weiden, in Zukunft dazu verwendet werden sollen, den unbemittelten polnischen Verwandten amerikanisch er Juden dazu zu verhelfen» sich in Palästina anzusiedein. Wie bekannt, hat das europäische Hias-Büro unter Leitung von Dr. James Bernstein den Plan der Ansiedlung europäischer Juden in Palästina mit Hilfe ihrer überseeischen Verwandten in Gemeinschaft mit Emigdirekt in Angriff genommen. Zu der Mission des gegenwärtig in Amerika weilenden Präsidenten des Emigdirekt, Dr. Miron Krainin, gehört u. a. auch die Verwirklichung dieses Planes unter Führung der Hias in! Amerika. £ 5000 -Spende fflr die Hebräische Universität Am 2. November fand in London unter Vorsitz von Dr. Eder ein Frühstück für Herrn und Frau Symonds aus Sydney (Australien) und andere Gäste aus den englischen Kolonien statt, die sich augenblicklich in London aufhalten, an dem u. a. Dr. Feiwel und Vertreter verschiedener zionistischer Körperschaften teiinahmen. Der Vorsitzende bewilikommnete die Gäste und betonte die Tatsache, daß gerade der neunte Geburtstag der Balfour-Deklaration gefeiert werde. Die Reichskonferenz, die in diesen Tagen in London stattfindet, habe die Möglichkeit gegeben, mit Zionisten aus den Kolonien bei ihrem Besuch in London zusammenzutreffen. Herr Symonds sagte £ 5000 für die Hebräische Univ e r s i t ä t zu und sprach die Hoffnung aus, daß viele Juden seinem Beispiel folgen mögen. Frau H e r t z, die Gattin des Großrabbiners von England, begrüßte die weiblichen Gäste und nahm bezug auf die gute Arbeit, die die Frauen in den Kolonie leisten. Nach dem Dank von Herrn und Frau Symonds dankte Herr Hymann dem Vorsitzenden namens der Zionistischen Organisation Südafrikas für seine freundliehe Anerkennung des von den dortigen Zionisten Geleisteten. Die Zusammenkunft schloß mit einer Ansprache Dr. Feiwels. Die Keren Hajessod-Kampagne In Südafrika Bisher £ 120000 Johannesburg, 3. November. (J. '1*. A.) Die von Nahum Sokolow eingeleitete und von Dr. H i 11 d e s fortgesetzte Keren Hajessod-Kampagne in Südafrika ist nunmehr zum Abschluß gelangt. Sie erbrachte eine Summe von £ 120 000, von der der größere Teil bar eingezahlt und der Rest in wenigen Monaten fällig wird. Man erwartet, daß diese Summe noch erhöht werden wird. Herr Sakolow sprach in Gemeinschaft mit Dr. Hindcs in Jen fünf größten jüdischen Gemeinden des Landes; später besuchte Dr. Hindes allein etwa 25 Gemeinden. Ueberall wurde den Delegierten des Keren Hajessod ein glänzender Empfang bereitet, nirgends stieß man auf irgendwelchen Widerstand, «׳enn man wegen Stützung des jüdischen Aufbaus in Palästina appellierte. Wie Dr. Hindes berichtet, wetteiferten die englisch geborenen und die russisch geborenen Juden miteinander in der Opferwilligkeit für den Palästina-Aufbau. Fast alle nichtjüdischen Führer des Landes und fast die gesamte allgemeine Presse unterstützten warm die Kampagne. In jeder Stadt wurde der Keren Hajessod-Vertreter von dem Bürgermeister am Bahnhof empfangen und beglückwünscht. Einige Minister, acht Bürgermeister und zahlreiche Parlamentsmitglieder leisteten persönliche Beiträge für Keren Hajessod. Herr Dr. Hindes sprach in den letzten Tagen in großen Versammlungen zu Kapstadt, Durban und Johannesburg und wird in diesen Tagen die Rückreise nach Europa antreten. Colonel Wedgwood in Jerusalem Jerusalem, 3. Nov. 0.T.A.) Gestern Abend fand hier ein von der Zionistischen Exekutive zu Ehren des hier weilenden Unterhausmitglieds und früheren Ministers Colonel Josiah Wedgwood gegebener Empfang statt. Der Leiter der Palästina-Exekutive Colonel Kisch erinnerte daran, daß Wedgwood gerade am* Jahrestage der Balfour-Deklaration in Jerusalem begrüßt wird und feierte Wedgwood als einen der großen Vorkämpfer für das Recht des jüdischen Volkes. Wedgwood gab in einer längeren Rede eine Analyse der zionistischen Bewegung und äußerte sich sehr optimistisch über die Lage, So schwer zu erreichende Ziele sich der Zionismus gestellt hat, so. hat er doch auf allen Gebieten glänzende Erfolge zu verzeichnen. Die augenblickliehe Krise in Palästina nabe ihre Ursache darin, daß den Einwanderern nicht die Gelegenheit gegeben werde« kann, sich produktiver Arbeit zu widmen und die Regierung noch immer die ihr aus dem Mandat erwachsende Pflicht, den jüdischen Einwanderern freies Siedlungsland für eine zusammenhängende Kolonisation zu geben, noch nicht erfüllt hat. Palästina biete produktiven Menschen viel Spielraum, und schließlich wird die jüdische Arbeit in Palästina den Juden ein reiches Heimatland aufbauen. Im Zionismus, schloß Wedgwood, sind das britische und das jüdsiche Volk in Freundschaft verbunden. Colonel Wedgwood machte den Vorschlag, an Dr. Weizmann, der jetzt in den Vereinigten Staaten weilt, eine Begrüßungskundgebung zu senden. Die Versammlung beschloß, den Namen Wedgwood in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds einzutragen. Colonel Wedgwood hatte auch Zusammenkünfte mit dem Oberkommissar Lord Plumer, dem Chefsekretär Colonel S y m e s. Er stattete auch der Hebräischen Universität einen Besuch ab. ,Meraat ei Shark“ meldet, daß Major früher Vizehauptsekretär der Palästinazum Verwalter des Jerusalemer Distrikts ernannt worden sei Die Zeitung Keith-Roach regte run, Zionistische Tagungen in Polen Landeskonferenzen und Parteiratssitzungen — Die Sonder• aktion des Keren Hajessod — Reorganisation des Palästina• amtes — Ergebnis der Schekelsammlung (Von unserem Berichterstatter.) - g. Warschau, Anfang November. Die zionistische Winterarbeit hat in Polen bereits begönnen. Den Auftakt bildete eine ganze Reihe von Tagungen verschiedener zionistischer Richtungen und Besuche prominenter zionistischer Führer und Leiter unserer Fonds aus dem! Auslande. Die beiden linke« Föderationen — Hitachduth und Poale- Zion — nützten bereits Ende August die Anwesenheit ihrer Führer der Herren Sprinzak, Schkolnik, Kaplanski und Locker aus und hielten damals Landeskonferenzen in Warschau ab. ln den folgenden Wochen beriefen nun diese Parteien in verschiedenen Teilen Polens Raisonkonferenzen, wo die Zentraten in engere Berührung mit den Ortsgruppen kamen und Einzelheiten der praktischen Arbeit besprachen. Vom 29. bis 31. Oktober tagte in Lemberg die Landeskonferenz der ״Hitachduth“ in Ostgalizien, bei welcher vom Weltbüro der ״Hitachduth“ Dr. f. Hellman Anteil nahm. Die Konferenz erhielt vom Präsidenten Weizmann ein herzliches Begrüßungsschreiben. Gleichzeitig beriet in Warschau der Parteirat der Poale- Zion sowie eine Zusammenkunft der poale-zionistischen Vertreter in den Stadträten Polens. Am 31. Oktober und 1. November fand in Warschau eine Konferenz der ״Al Hamischmar“-Gruppe und eine gemeinsame Parteiratssitzung der Allgemeinen Zionisten (״Eth Liwnot“ und ״Al Hamischmar“) statt. Diese Tagung, welche vorwiegend der Frage der Vereinigung beider Gruppen und der Besprechung der gegenwärtigen! Krise im polnischen Zionismus gewidmet war, hatte zwar eine gründliche Aussprache über aktuelle zionistische Probleme durchgeführt, ergab aber nicht das von beiden Teilen erwünschte Ergebnis des engsten Zusammenschlusses. Auch die allgemein-zionistische Organisation Westgaliziens und Schlesiens, welche wie bekannt, gesondert arbeitet, hielt am letzten Sonntag und Montag in Krakau ihre jährliche Landeskonferenz ab, welche ausgezeichnet be* sucht war. Dieser Teil der allgemein-zionistischen Bewegung Polens ist veriilltnfeinäßig Är ßestdisiipltelprtes^» was Mt«*,- sächlich auf seine ״deutsche Schulung“ zurückzuführen ist. 'Aoiiffrslitr IcBft' ' Weläl#־ lÄinde»■: Kongreßpolen eigen ist. Alle diese Tagungen ergeben zusammen ein Bild der . folgenden Briefen dieses Bild zu zeichnen. ln Angelegenheit des Keren Hajessod weilte letztens in Polen Herr Direktor L. J a f f e, welcher in Warschau Krakau und Lemberg eingehende Beratungen über die nächste Tätigkeit des Keren Hajessod in Polen abhielt. Die von der Exekutive und dem Hauptdirektorium angeordnete S011deraktion für den Keren Hajessod hat mit der Ankunft L. Jaffes in Polen begonnen. In Warschau und in Lodz, sowie in anderen Städten wurden Zionisten sämtlicher Schattierungen besteuert, durchschnittlich 100 Zloty (zirka 21/3׳ Pfund) pro Person. Es wird von den Anstrengungen der Führer und dem Pflichtbewußtsein der einzelnen Zionisten abhängen, inwieweit das für Polen bestimmte Kontingent aufgebracht wird. Allerdings muß mit den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen, die eine größere Besteuerung zahlreicherer Personen ausschließen, gerechnet werden. An den Sammelaktionen und Propaganda für den Keren Hajessod nehmen sämtliche Föderationen regen Anteil, mit Ausnahme mancherorts der Poale-Zion, welche zwar offiziell, insbesondere in den Aeußerungen ihrer Führer, für den Keren Hajessod eintreten, jedoch aber seitens mehrerer ihrer Ortsgruppen ״prinzipielle“ Widerstände bekunden. Einer genauen Besprechung der Keren Hajessod-Arbeit war die am 20. und 21״ Oktober in Warschau abgehaltene Konferenz der Keren Häjessod-Delegierten aus vielen Städten Kongreßpolens gewidmet. Herr L. Jaffe erstattete einen eingehenden Bericht über die Lage in Palästina und entwickelte das Programm des Keren Hajessod-Direktoriums. Im Mittelpunkt der Debatte standen die Klagen der Teilnehmer über die Störung in der Keren Hajessod-Propaganda seitens der Reemigranten aus Palästina, worüber mehrere Einzelheiten bekanntgegeben wurden. Ferner beschäftigte man sich mit den Möglichkeiten einer Reduzierung der Organisationsausgaben. Es wurde andererseits auf die Notwendigkeit eines gut funktionierenden Apparates hingewiesen, aber, mit Recht auch verlangt, daß entschieden mehr als bisher seitens organisierter Zionisten freiwillige Mitarbeit für den Keren Hajessod geleistet wird. Es wurden auch in diesem Sinne Beschlüsse gefaßt An der Keren Hajessod-Konferenz hat auch das Exekutivmitglied Prof. Pick teilgenommcn, welcher in Warschau zwecks Reorganisierung des Palästina-Amtes weilt. Es ist bereits bekanntgeworden, daß im Warschauer Zentralen Palastina-Amt Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, welche für das Amt größere Defizite verursacht haben. Ein speziell eingesetztes Komitee hat die Gebarung genau untersucht, das alte Präsidium wurde abgesetzt und Abg. Grünbaum provisorisch mit der Leitung betraut. Abg. Grünbaum hat nun bei der allgemeinen Parteiratssitzung erklärt, daß von Mißbräuchen im Palästinaamt keine Rede sein kann, den Leitern dieses Amtes kann man nur verbrecherischen Leichtsinn vorwerfen. Mehrere Beamte wurden auch zur Verantwortung gezogen und soeben begann gegen sie in Warschau ein Prozeß vor einem Ausschuß des Kongreßgerichts, bestehend aus den Herren Abg. Hartglas, Rabbiner Abg. Brot und Berl Locker. Prof. Pick ist nun damit beschäftigt, neue Grundlinie« für die Organisation des Palästinaamtes auszuarbeiten. * Das Resultat der diesjährigen Schckclsam m 1 u 11 g ist ein sehr klägliches. Die Zahl der Schckolim steht in gar!seinem Verhältnis zur wirklichen Zahl der bewußten Zionisten %

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