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Jüdische Rundschau · 1926-10-29 · Heft 85 (29.10.1926) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 85 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 610 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr 85 1? 1: Grippenverbandstag Rechtsrheinland ־ Westfalen Ara Sonntag, den 24. Oktober, fand in Essen a. Ruhr der Gruppenverbandstag des Gruppenverbandes Rechtsrheinlana und Westfalen statt. Die Tagung war von etwa 200 Gesinnungsgenossen aus den meisten Orten des Bezirkes besucht, insbesondere auch von einer großen Anzahl Jugendlicher. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand das Problem der zionistischen Kulturarbeit. Es wurde in zwei Referaten von Herrn Dr. Max Soloweitschik, Berlin, über das Thema: Das Kulturproblem im Rahmen der zionistischen Weltanschauung, und Herrn Jakob Herzberg, Frankfurt a. M., über das I'hema; Die Durchführung der zionistischen Kulturarbeit in der Praxis, behandelt. Die Referate wie die anschließende Diskussion stellten einen eindringlichen Appell an den Willen der Zionisten dar, die Kulturarbeit, d. h. 1nsbesondere die Abwehr der Assimilation mit allen Kräften zu fördern. Di,e Schwere der Gefahr, in der wir uns befinden, wurde von Herrn Dr. Soloweitschik eingehend beleuchtet und auch von Herrn Herzberg in ihren allgemeinen soziologischen Zusammenhängen dargelegt. Die praktischen Wege zur Durchführung dieser Arbeit wurde dann eingehend besprochen. Im weiteren Verlauf der Tagung wurden dann die Probleme der Arbeit im Bezirk auf Grund eines Berichts von Herrn Kurt Löwenstein behandelt. Neben der selbstverständlichen Durchführung der politisch-propagandistischen Tätigkeit wird insbesondere auf kulturellem Gebiet (Hebraisierung, geistige Schulung der Jugend, systematische Vorträge und Bildung- Kurse) versucht werden,‘ ein starkes zionistisch-gesellschaftliches Leben zu schaffen. Gleichzeitig wird sich der Bezirk für die finanzielle Arbeit im Interesse Palästinas und der Organisation einsetzen. Folgende Resolutionen wurden als Ergebnis dieser Aussprache angenommen: 1. Der Gruppenverband macht es allen Ortsgruppen zur Pflicht, ihr größtes Augenmerk auf die Gewinnung neuer Kreise für die zionistische Idee und Organisation zu richten. Zu diesem Zweck soll insbesondere aut die weitgehendste Ausnutzung aller Veranstaltungen der Ortsgruppen für die Mitgliederwerbung genau geachtet werden, da die Stärke unserer Idee ihren vollen Ausdruck in der Zahl ihrer organigierten Anhänger finden muß. 2. Der Gruppenverband Rechtsrheinland und Westfalen betont, daß im Mittelpunkt unserer Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten die restlose Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen gegenüber Palästina und der Organisation stehen muß. Die Lage in Palästina wie auch die jüdischpolitische Situation in der Galuth erfordern die größte Kraftanstrengnng jedes Zionisten für unsere Aufbauarbeit in Erez- Israel wie auch für die Stärkung der Organisation. Der Gruppenverband erwartet daher von allen Ortsgruppen und einzelnen Zionisten, daß sie mit allen Kräften insbesondere folgende in der allernächsten Zeit im Bezirk durchzuführende Aktionen unterstützen: a) Die Sonderaktion des Keren Hajessod. Die Delegierten des K. H. müssen bei ihrer Arbeit an den einzelnen Plätzen mit allen Kräften unterstützt werdenb) Die Jubiläumsaktion des Keren Kajemeth, durch welche die Basis unseres Aufbauwerkes entscheidend verbreitert werden muß. c) Es wird von allen Ortsgruppen verlangt, daß sie sogleich nach Abschluß des Gruppenverbandstages die größten Anstrengungen^ machen, noch eine möglichst bedeutende Anzahl von Schekalim abzusetzen, da die bisherigen Schekeleingänge aus dem Bezirk absolut unzureichend sind und die wenigsten Orte auf die bisherigen Auf- Forderungen zur Durchführung dieser Arbeit reagiert haben. d) Ab 1. ,November beginnt in unserem Bezirke eine syste- ■ matische Arbeit für die Zionistensteuer. Durch besondere Delegierte des Gruppenverbandes wird diese Arbeit in der ersten Novemberwoche eingeleitet. Es wird erwartet, daß alle Gesinnungsgenossen durch Erhöhung ihrer bi herigen Zeichnung, neue Zeichnung und Mitarbeit bei der Ciewinnunjr neuer Zionistensteuerzahler diese für die Z. V, f. D. äußerst wichtige Arbeit fördern. 3. Die geistige und erzieherische Arbeit bildet das Fundament unserer gesamten auf lange Sicht hinaus angelegten Tätigkeit. Die Ortsgruppen sollen daher diesem Zweig ihrer Arbeit erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden. Dies gilt sowohl von der geistig-bildnerischen Arbeit in der Ortsgruppe selbst durch Veranstaltung von Kursen und Vorträgen, wie auch insbesondere von der Jugendarbeit und der Hebraisierung, die für uns. ganz besondere Wichtigkeit besitzen, zumal unser Bezirk an sich dafür einen sehr geeigneten Boden darstellt. 4. Der Gruppenverbandstag fordert von allen Ortsgruppen und Zionisten die sorgfältigste Erfüllung aller von den zentralen Stellen der zionistischen Weltorganisation, der Z. V. t. D. und des Gruppenverbandes gestellten Aufgaben und Forderungen. Zur tatkräftigsten Wahrung aller unserer Pflichten auf politischem, ökonomischen und kulturellem Gebiet erscheint eine einheitliche Zentralgcwalt unbedingt notwendig. Dies gilt sowohl von der Arbeit für die Zwecke Palästinas (Fonds, wirtschaftliche Betätigung Einzelner, Hachscharah, Aiijah usu׳.) wie auch für die Galutharbeit (Erziehung, Gemeindcarbeit usw.). Es wird daher eine noch stärkere EingUederung aller Organe der Bewegung unter die zentralleitenden Körperschaften als bisher erwartet. Zum Abschluß der Tagung behandelte Herr Löwen- Stein, Duisburg, die gesellschaftlich bindende Kraft der zionistischen Bewegung, die das ganze Leben aktiver Zionisten durchsetzend, zur Weltanschauung und Lebensmaxime wird und damit den zionistisch arbeitenden Kreis gegenüber der Umwelt gesellschaftlich differenziert. Die Bedeutung dieser gesellschaftlichen Differenzierung als politisch-erzieherisches und seelisch-befruchtendes Element wurde zum Schluß dargestellt. Am Abend sprach dann Herr Dr. Soloweitschik in einer öffentlichen Versammlung vor mehreren hundert Zuhörern über das Thema: Zionismus als Kulturb e w e g u n g. Die Tagung bildet einen guten Auftakt für die Winterarbeit des Bezirks und bot ein stark bewegtes und lebendiges Bild. Das Zentralbüro des ״Emigdirect“ (Vereinigtes Komitee für Jüdische Auswanderung) hat soeben eine Broschüre in deutscher Sprache über seine Tätigkeit in den Jahren 1921—1925 veröffentlicht. Aus dem darin enthaltenen Material geht hervor, daß die Gesellschaft sich bedeutend erweitert und ihre Tätigkeit vergrößert hat. Wie bekannt, fungiert jetzt das ״Emigdirect“ als die europäische Vertretung der Gesellschaft ״Hias of America“. Das ״Emigdirect“ hat in allen europäischen Ländern, Rußland ausgenommen, örtliche Komitees und außerdem Vertretungen in Frankreich, England, Konstantinopel und im Fernen Osten, die von großer Bedeutung für die jüdische Durchwanderung geworden sind. Auch in Genf hat das ״Emigdirect“ seinen ständigen Vertreter bei den Institutionen des Völkerbundes, die sich mit den Wanderunjjfsfragen befassen. Das ״Emigdirect“ steht in engem Kontakt mit den jüdischen Organisationen in Kanada, Mexiko, Australien, Argentinien, Brasilien usw. Mit besonderem Nachdruck ist hervorzuheben, daß das ״Emigdirect“ eingehend die Lebensbedingungen in den wenig erforschten Einwanderungsländern wie Uruguay, Paraguay, Australien u. a. untersucht Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 1. November, abends 81/1 Uhr, Gruppe Nord, im Gemeindehaus, Rosenstraße 2/4 1. Generalversammlung: a) Rechenschaftsbericht, b) Neuwahl des Vorstandes, c) Verschiedenes. 2. Herr Dr. Sandler: ״Der Kampf um die jüdische Schule“. nachm. 5 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe West, bei Frau Blumenfeld, Rüdesheimer Platz 7. Erste Zusammenkunft. abends 81/2 Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127 (am Bhf. Steglitz). Herr Dr. Silbert, Riga: ״Die politische Gestaltung des Judentums in den baltischen Ländern“. Dienstag, den 2. November abends 8V2 Uhr Im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekcsfraße 10 Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapoel-Hazai'r über: ״Zionistische Neuorientierung“ Referent: Herr Dr. Weltsch. 1. Vortrag: ״Die historische Funktion des Flerzlschcn Zionismus und die Judenstaats-ldee.“ Mittwoch, den 3. November abends 8(4 Uhr Gruppe Ost, in der! Unionssälen, Greifswalder Str. 222, Herr R.-A. Dr. Kollenscher: ״Die Krisis in der Gemeindeverwaltung.“ abends 8 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauenarbeitsgruppe Schöneberg. Zusammenkunft. bei Frau Haase, Gleditschstr. 37. ' abends 8'4 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenverefnigung, Frauenarbeitsgrunpe Süd, bei Frau Dr. Zadik, Neukölln, Kaiser-Friedrich-Straße 13. Vortragsreihe: ״De jüdische Arbeit in Palästina“. Fräulein Fuchs: ,.Erzichungs- und Kulturfragen“. Donnerstag, den 4. November abends 8ג/י Uhr Im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10 Palästina-Zyklus der B. Z. V. 2. Vortrag: ,.Die palästinensische nichtiiidische Bevölkerung“ (mit Lichtbildern). Referent: Herr Aschbel. Das Büro des Landesverbandes der Zionisten-Revisio* niste!1 in Deutschland, sowie das Büro der Ortsgruppe Berlin befinden sich in der Lietzenburger Str. 8aC Sprechstunden: täglich außer Sonnabend und Sonntag von 12-2 Uhr. und diesbezügliche Informationen den Emigranten in den Auswanderung-Ständern zugehen läßt und ihnen auch bei der Ueberfahrt mit konsularischer und juristischer Hilfe beisteht. Allein im Jahre 1925 hat das ,.Emigdirect“ und seine Landeskomitees ungefähr in 70000 Fällen Auskünfte gegeben, in 14 705 Fällen bei den Konsulaten und örtlichen Behörden interveniert. 2815 Emigranten wurden mit Ausweisen versehen, 1162 Emigranten wurden Visa beschafft. Von hesoliderem Belang für die Emigrantenhilfe war die Vermittlung von billigen Schiffskarten: gleichzeitig war auch das ,,Emigdirect“ bemüht, die Ueberfahrt der Emigranten bequemer und menschenwürdiger zu gestalten. Die Zahl der vermittelten Schiffskarten belief sich im Jahre 1925 auf imgefähr 1500. Ueberdies hat das ״Emigdirect“ 6634 Ermitthingen vermißter Verwandten der jüdischen Auswanderer angestellt. Wir weisen noch besonders auf die interessante Tatsache hin, daß im Jahre 1925 31 238 jüdische Emigrauten mit Hilfe des ״Emigdirect“ a u s g c - wandert s i n •d — fast die Hälfte der Auswanderung aus Osteuropa während dieses Zeitabschnittes. Vermischtes ' B. Z. V. Am Dienstag, den 2. November, abends 8*2 Uhr, beginnt im Sitzungssaal der Z.V. f. D., Meinekestr. 10, der Vortragszyklus über ״Zionistische Neuorientierung“. Herr Dr. Weltsch hält dort seinen ersten Vortrag über ״Die historische Funktion des Herzl’schen Zionismus und die Judenstaatsidee“. Im Anschluß an die Vorträge wird eine Ausspräche stattfinden. — Wir machen ganz besonders auf den Palästinazyklus der B. Z, V. aufmerksam. Der nächste Vortrag findet am Donnerstag, den 4. November, abends 84י Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, statt, mit folgendem Thema: ״Die palästinensische nichtjtidisclic Bevölkerung“ (mit Lichtbildern). Referent: Herr Aschbel. Die Vorträge erhalten dadurch eine ganz besondere Bedeutung, daß dort nur Referenten mitwirken, die das Land aus eigener Anschauung kennen. Ke gezeigten Lichtbilder sind eigene Autnahmen der Referenten. Hebräischer Kindergarten, Halensee-Charlottenburg. Der Kindergarten ist eröffnet. Adresse: Xantener Straße 16, b. Stein, täglich von 10? ו bis 1 Uhr. Anmeldungen von Kindern nimmt das Frauensekretariat, Meinekestr. 10, noch entgegen. Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums veranstaltet in ihrer Aula, Artilleriestr. 14, am Sonntag, den 31. Oktober 1926, vorm. 11(4 Uhr eine Gedächtnisfeier für die verstorbenen Kuratoriumsmifglieder der Hochschule Geheimrat Professor Dr. Albert Mosse, Oberregierungsrat Dr. Paul Meyer und Max Weiß. Ke Gedächtnisrede hält Rabbiner Dr. Baeck. Wie im vorigen Jahre, so ist auch in diesem Winter in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums ein Kursus über jüdische Wohlfahrtspflege, den Herr Obermagistrats rat Dr. Ollendorft hält, eingerichtet. Die Vorbesprechung findet Montag, den 1. November, nachmittags 6 Uhr, in der Hochschule, Artilleriestraße 14, statt. Die Vorlesungen sind unentgeltlich Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, den 1. November d. J., abends pünktlieh 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstr. 2—4, eine Versammlung, in welcher Herr Rabbiner Dr. Freier einen Vortrag hält über das Thema: ״Ke Juden im Orient“. Ke Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. Bochum. Der Keren Kajemeth in Bochum veranstaltet anläßlich seines 25jährigen Bestehens am 31. Oktober eine Jubiläumsfeier im Parkhaus Bochum, zu der alle Gesinnungsgenossen aus Bochum und Umgebung herzlich eingeladen sind. Die Ortsgruppen Bochum. Am 9. Oktober sprach Herr Dr. Epstei. ■ Duisburg über ,,Jüdische Gemeindepolitik und Gesaintorganisation“. Dr. Epstein gab ein Bild des jüdischen Gemeindelebens während der ganzen Diaspora. Starker Beifall bewieä das Interesse der dankbaren Zuhörer. L. S. Halberstadt: Am 18. Oktober sprach hier vor der zionistischen Ortsgruppe Herr Dr. W. B r ti 11 n über ״Landwirtschaftliche Privat-Initiative in Palästina“. Er entwickelte sein bekanntes Programm bezüglich einer großen Orangenpflanzung in Palästina auf privatkapitalistischer Grundlage. Seine überaus klaren Ausführungen haben hier großes Interesse hervorgerufen, und man beschäftigt sieh im Kreise der hiesigen Ortsgruppe sehr eingehend mit diesem Projekt; alle haben den Eindruck gewonnen, daß tatsächlich dieses Projekt wie kein anderes geeignet ist, das Problem der Rentabilität in der palästinensischen Landwirtschaft auf vorteilhafteste Weise zu lösen. Ratibor. Die Zion. Ortsgruppe Ratibor hat ihre Winterarbeit dieses Jahr zeitig begonnen; seit Mitte August haben regelmäßig alle 14 Tage zionistische literarische Zirkelabende stattgefunden. Durch diese Abende, die auch von״ Nicht- Zionisten besucht werden, glaubt die Ortsgruppe, ihre Mitglieder mit der national-jüdischen Materie immer mehr vertraut zu machen. Es referierten in Form eines Geschichtskursus: Herr Dr. Breslauer über die Geschichte der Könige und in einem zweiten Referat über die Juden in Polen, Herr Isidor P i n c z o w e r über die Einführung in den jüdischen Prophetismus, Herr Ludwig A s c h n e r über soziale Struktur in Palästina, FIcrr Dr. Gurt Block über die Geschichte der Zion. Ortsgruppe in Ratibor, Herr Max Pinczower über Jeremias. — Anschließend an die Referate wurde größtenteils eine Zcitungsschau gehalten, die Herr Dr. Richard Fröhlich, Frau Regina Pinczower und Herr Günther Friedländer übernommen hatten. — Beim letzten oberschlesischen zionistischen Gruppenverbandstag in Beuthen wurde von Herrn Dr. Deutschmann, Oppeln, besonders hervorgehoben, daß die Ortsgruppe Ratibor für den Keren Kajemeth bei weitem am besten gearbeitet hat. — Am 14. November feiert die hiesige Ortsgruppe das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens. Herr Dr. Fritz Kassel, Berlin- Wittenau der Gründer der Ortsgruppe, und Herr R.-A. Lelewer, Berlin, wurden als Festredner gewonnen. I.Pi. Briefkasten der Redaktion Dr. Karl David, Neuwied. Ihrer Anregung, eine Expedition zur Erforschung des jüdischen Stammes ״Chabor“, dem Reu- 1 beni entsproß, zu organisieren, geben wir hiermit gern Raum. { R. S., Berlin: S^bstvefttindlich war bei äem Empfang, f der von Freiherrn von Richthofen zu Ehren Nahum Sokolows veranstaltet war, auch die Z. V. f. D. vertreten und zwar war der Vorsitzende, Flerr Blumenfeld, sowie andere führende deutsche Zionisten anwesend. Wir hielten dies für so selbstverständlich, daß wir es nicht ausdrücklich erwähnten. Sie sehen also, daß Ihre Vermutungen völlig grundlos sind. Geschäftliche Mitteilungen Der bekannte Restaurateur, Herr M. Oorodecki, hat in der Joachinisthaler Straße 41 (zwischen Kurf&rstendamm und Kantstraße) ein Restaurant eröffnet. Die Küche ist, wie bekannt, erstklassig. Bestgepflegte Biere, Weine und Liköre werden ausgeschenkt. Die bestens renovierten Räume bieten einen angenehmen Aufenthalt. Wir weisen unsere Leser im Osten Berlins darauf hin, daß Herr Jacob Rohrstock in der Warschauer Straße 83 (zwischen Frankfurter Allee und Boxhagener Straße) ein Fleisch- und Wurstwarengeschäft eröffnet hat, das der Aufsicht des Rabbinats der Kaschruth-Kommission der Jüdischen Gemeinde Berlin untersteht. Näheres s. Inserat. Wir machen unsere Leser auf das Inserat unseres Gesinnungsgenossen. Herrn Hans Böhm, Inhaber des Versandhauses für Palästina- Erzeugnisse ״Matamah“ in Tel-Awiw aufmerksam. Das Versandhaus .M&tamah" liefert diverse Palästina-Erzeugnisse frei Haus jeder Stadt in Deutschland. Näheres 8. Inserat- BlUabeib Bergner fm Film« Mit der Beendigung der Aufnahmen zu dom nonext Elisabeth Bergner- Film der Phoebns-Film A.*G. ..Liebe ״ ist das Erseheinen eines neuen Spitzenwerkes der heimischen Film-Produktion in nächste Nähe gerüokt. Elisabeth Bergner ist auf der Bühn« eine ebenso einzigartige Erscheinung wie im Film. Sie für diesen gewonnen zu haben, bleibe das Verdienst Paul Czinner’s, der sieh seinerzeit ihro Mitwirkung für den Film ״Nia“ sicherte. Sie hat damals privat un t öffentlich kein Hehl aus ihrer prinzipiellen Feindschaft gegen das Filmen gemacht. Mehr noch als der Ertolg von ״Nju“ vormochte der d08 ״G e i g e rs von Florenz44 sie davon zu überzeugen, daß auch die Leinwand imstande sei, künstlerischen Intentionen Wirkl chkeit zu verschaffen. Nach den Arbeiten zu dem jüngsten Film ״Liebe41 scheint ihr© Bekehrung vollständig geworden zu sein. Sich dem Fdm za versagen, hieße viele Tausende um ein künstlerisches Erlebnis bringon* dieses ihnen zu schenken, mehr Sache der Pflicht als der Freigiebigkeit So ungefähr dürfte mau die augenblickliche Einstellung Elisabeth Bergner» zum Film formulieren. Dom neuen Bergnor-Film liegt ein außergewöhnlich ergiebiges Manuskript zugrunde. Eine Novelle von Balzac gab den Stoff dazu. Manuskript und Hauptdarstellern! *tehen in so enger Beziehung zu*>1n3־ndcr, daß man kanm za unterscheiden vermag, was das Primäre gewesen. Um eine Niveau-Differenz zu der Trägerin der Hauptrolle zu vermeiden, war eine besonders hochwertige Besetzung der anderen Rollen nötig. Zu dem Ensemble gehören denn auch Kräfte wie Hans Rehmann, Agnes von E-terhazy, Elsa von Temary, Olga Engl, Arthur Kraußneck n. a. Die Premier• des Films wird voraussichtlich im November im ״Capitol“ stattfinden. Seit dem 1. Oktober leuchten bereits aas der Mehrzahl der Berliner Installation«• and Elek to - Fachgeschäft© dem Publikum wirkungsvolle Transparente mit dem Zeichen ״E 8“ entgegen. Jeder Käufer, sofern er Strom ר bn ohm er der Berliner Städfc. E oktrizitUtewerke Akt-G. ist. kann einen dort vorrätigen, gedruckten Antrag an di« Rewageinsonden, woraufhin diese den nach Leistung einer Anzahlung verbleibenden Rechnungsbetrag gegen einen 5׳ bsw. lOprozentigen Aufschlag tür ihn vorlegt. Die Rück- Zahlung erfolgt dann in & oder 10 Monatsraten zugleich mit der Stromtechnung, wobei festgelegt ist. daß d!e erste Rate erst in dem zweiten Ka’ender-M«nat, der auf die Lieferung fo’gt. erhoben wird. Nicht nur deleuchtuugskörper, Heiz-. Kochan i Haushaltungsapparate, sowie kleine Motor* fallen als ״E 3• Artikel" in den Bereich dieses Geschäftes, sondern auch Ins׳affati<men werden b vorechaßt. wobei jedoch eia etwas anderer 1'׳eg gewählt wurde. — Die Bewag erstattet von jeder Rechnung einen bestimmten Betrag,dersich aus besonderen für die Kreditierung festgesetzten Pauschalsätzen für jede Instalia iotos-Einheit ergibt, währond die Rest- Ramme von ׳!e*u Besteller direkt an den Installateur zu zahlen ist. Don Haaptvortoil von diesem Abaaliiungssystora worden die Strom- «bnohmor selbst haben. Der an sich, »ehr billige St onriarif wird s׳ch erst vod aaswirken können, wenn auch die Handeritausonde von Berlinern, die noch nicht die Vorteil© der elektrischen Versorgung genießen, nunmehr die Möglichkeit wahrnehmen und io ihre Wohnung elektrisohes Lieht legen lassen, Beleuchtungskörper usw. kaufen.

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