Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1926-10-29 · Heft 85 (29.10.1926) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 85 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2652785-2652860--18633-2676421
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Einzelnummer 0£3 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße 10. Eracheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Ausland»«bonaemenU werden in der Währonß der einzelnen Linder berechnet Nummer 85 | Berlin, 29. X. 1926 Anzeigen •Verwaltung Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meisekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Ararigenpreis:8gespaJLN0QptreillezeileOr50G.-A<L SieUeagesucbeO,25 G.-M, Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr, Telephon{ Bismarck 7165* 70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich 1 Postsparkaseenamt Wien. Konto Nr, 156 030, Für Tsehedhoslowakei: PosUparkasscnamt Prag, Konto Nr. 59 410, Für Polen! Postsparkassen amt Warschau, Konto Nr. 190 708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״א מרחשון. חרס״ז I xxxi. Jahrg. ״Baseler Programm.“ Per aiowlsraua erstrebt für das Jddlacba Volk die Schaffung einar affentlich vachtllch gesicherten Heimstätte In Palästina, Friedensidee und Palästina-Aufbau ״Tage und Nächte" Von E. Scholem. Freiherr v. Schoenaidi in München Von unserem Korrespondenten. a. m. München, 26. Oktober. Am 23. Oktober hielt Freiherr von Schoenaich, eingeladen von der Zionistischen Ortsgruppe München, im Museumssaal einen Vortrag über das Thema ״Friedensidee und Palästinaaufba u“. Zu dem Vortrag hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden, das den Ausführungen des Redners mit größtem Interesse folgte. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr Dr. Outraann, eröffnete den Abend, indem er die Verdienste des Redners um die Friedensidee hervorhob und ihn der Zuhörerschaft als einen jener Beurteiler der Palästinavverkes vorstellte, die sich durch eigenen Augenschein über Land und Leute gründlich informiert haben und deren objektive Beurteilung der Verhältnisse daher doppelt wertvoll ist. Freiherr von Schoenaich führte ungefähr folgendes aus: Zunächst erklärte er, wie er als Nichtjude dazu komme, über eine innerjüdische Frage zu sprechen. Wer tiefer in die jüdische Palästinafrage eindringe, erkenne sofort ihren weltpolitischen Charakter. Der Redner versichert, daß er niemals Antisemit gewesen sei, daß er im Felde sich für die Gleichberechtigung jüdischer Soldaten bei ihrer Beförderung eingesetzt habe. Der Antisemitismus sei nicht nur roh und gemein, sondern auch dumm und lächerlich? Die Dolchstoßlegende, die auch die Juden für die deutsche Niederlage im Weltkrieg verantwortlich macht, sei der größte Schandfleck für diejenigen, die sie in die Welt gesetzt haben. Eine Studienreise nach Rußland im vorigen Jahre habe in ihm das Interesse für die Judenfrage erweckt. Einige seiner Aufsätze über die Lage der Juden in Sowjetrußland habe die ״Jüdische Rundschau“ seinerzeit zitiert, und dadurch sei er mit der Zionistischen Organisation in Verbindung gekommen; dies habe ihn dann veranlaßt, sich durch eine Studienreise nach Palästina über das jüdische Koionisationswerk zu informieren und sein Urteil der Oeffentlichkeit vorzulegen. Die Balfour-Deklaration und die durch sie ermöglichte jüdische Kolonisation in Palästina habe in erster Linie einen sittlichen Hintergrund. Sie bedeute eine das den Juden in' Laufe 'zweier Jahrtausende sei. Dieses Unrecht bestehe hauptsächlich darin, daß man ihnen die Verbindung mit der Mutter Erde abgeschnitten hat. Erste Pflicht der Wiedergutmachung sei es also, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich wieder innig mit der eigenen Scholle zu verknüpfen. Ein ererbter Naturdrang weise sie dabei auf das Land ihrer Väter, Palästina. Dann geht der Redner über zu der politischen Bedeutung des Palästinawerkes. Sicherlich haben Erwägungen englischer Machtpolitik am Suezkanal zur Balfour-Deklaralion geführt. Aber Englands Politik beruhe auf dem Prinzip der Erwerbung moralischen Kredites. England sei klug genug, nicht auf die Rivalität zwischen Arabern und Juden zu spekulieren. Die weltpolitische Frage hinsichtlich des Suezkanals, an deren Lösung alle Nationen interessiert sind, lautet: Wie kann der Suezkanal für alle Nationen dein Welthandel eröffnet werden? Daß die Frage der inneren Konsolidierung und Befriedung des Palästinastaates dabei die größte Rolle spiele, sei allen Einsichtigen klar. Die Zionisten hätten anfanp ihre politischen Forderungen überspannt, indem sie den Judenstaat forderten. Das habe unter den Arabern Mißtrauen erzeugt, das in früheren Jahren in Konflikten verschiedener Art Ausdruck gefunden habe. Heute seien diese Konfliktsstoffe zu einem großen Teile beseitigt, da alle Juden den Willen haben, mit den Arabern in friedlichem Verhältnis zu leben. Wer sind die Araber in Palästina? Die große Masse besteht aus Fellachen, einem friedliebenden Element. Auch jene Kategorie arabischer Grundbesitzer, die außerhalb des Landes ihren Wohnsitz haben, sind zufrieden, daß ihnen der Boden von jüdischer Seite um gutes Geld abgekauft wird. Die eigentlichen Gegner der jüdischen Kolonisation sind jene arabischen Paschas, die im Lande wohnen und mit Mißvergnügen die Fortschritte des jüdischen Kolonisationswerkes sehen. Ihnen dienstbar ist die nationalistische arabische Presse und ihre Redakteure. Charakteristisch für das Eindringen antisemitischer Agitation in europäischem Sinne ist es, daß das bekannte Machwerk ״Die Protokolle der Weisen von Zion“ ins Arabische übersetzt worden ist und unter der Bevölkerung des Landes verbreitet wird. Der Redner behandelt nunmehr den Kernpunkt seines Referates: Die Fragen der palästinensischen Wirtschaft. Als L a 11 d w i r t habe er sich hauptsächlich für die landwirtschaftliche Kolonisation interessiert. Palästina sei einst das Land gewesen, in dem Milch und Honig floß. Auch heute ist noch der Boden in den Niederungen gut. Aber im allgemeinen ist der Boden des Landes durch eine zweitausendjährige ständige Stoffentziehung in seiner Fruchtbarkeit stark zurückgegangen. Der arabische Bauer hat den Boden seiner Naturstoffe entblößt, ohne ihm durch Düngen neue Kräfte zuzuführen. Der arabische Bauer begnügt sich mit einem Ertrag von sechs Zentnern Getreide auf einer Fläche, die etwa in Deutschland durchschnittlich 22 Zentner abwirft. Dieser stark vernachlässigte Boden müsse wieder nutzbar gemacht werden. Die in ihrer überwiegenden Mehrheit kahlen Berge sind schuld an der mangelnden Feuchtigkeit des Landes. Im Winter gibt es zuviel, im Sommer zu wenig Wasser. Die Vorbereitung des Bodens erfordere daher eine gründliche Regulierung der Be- Wässerung. Auch die Ausrottung des stark wuchernden Unkrautes gehöre zu den Schwierigkeiten der Bodenbereitung. Der Redner hat während seines Aufenthaltes im Lande den sicheren Eindruck gewonnen, daß die von der zionistischen Exekutive ergriffenen Maßnahmen zur Ueberwindung dieser Schwierigkeiten die richtigen sind und daß die Arbeit in dieser Hinsicht mit ungeheurer Zielstrebigkeit und fachwissenschaftlicher Sachlichkeit von seiten der zionistischen Leitung in Angriff genommen worden ist Der Referent berichtet in diesem Zusammenhang über die von den Agronomen Wilkanskv und Soskin in Vorschlag gebrachten landwirtschaftlichen Methoden, wobei er der Idee Wilkanskys einer Anreicherung des Bodens für Getreidebau gegenüber dem Projekt Soskins der Durchführung einer intensiven Gartenkultur, den Vorzug gibt. Zu den Schwierigkeiten der Vorbereitung des Bodens gesellt sich die der Ausbildung geeigneter Menschen. Es sei nicht leicht, Leute, die früher in anderen, zumeist nicht körperliche Anstrengung erfordernden Berufen tätig waren, in die Landwirtschaft überzuführen. Aber auch in dieser Hinsicht habe er bei seinen Beobachtungen im Lande den Eindruck gewonnen, daß ganz ausgezeichnet gearbeitet wird. Der Redner schildert die methodische Einführung des neu ankomm enden Chaluz in seinen neuen Arbeitskreis. Er verbreitet sich weiter über die günstigen Aussichten der O ran genplant a gen und die Gefahren der Konkurrenz des ägyptischen Marktes. Er glaubt, daß für die nächste Zeit Schutzzölle nötig sein werden, daß aber später Palästina die Konkurrenz mit Aegypten aushalten werde. Dann geht der Redner zu der sozialen Frage des Palästinawerkes über. Oberster Grundsatz sei, daß jeder nur soviel Land bekommt, als er selbst bearbeiten kann. Wenn sich mehrere Familien bei ihrer Arbeit zusammentun, entsteht die genossenschaftliche Siedlung. Es stehe jedem Siedler frei, sich diejenige Form der gemeinschaftlichen Arbeit zu wählen, die seinen Wünschen entspricht. Die interessanteste Form der landwirtschaftlichen Siedlung sei die der Kwuzoth. Man sagt, sie sei kommunistisch. Er habe jedoch gerade durch seine russische Studienreise Gelegenheit gehabt, die palästinensische Kolonisation mit der russischen zu vergleichen. Der f!undamenta 1 e Unterschied sei in die Augen 'f8jj8Pnh' t" d r״ÄSi'.cllon landwirtschaftlichen Kolomen kapitalistischer ' übergeganfen. wem T»'Th Palästina. Dort sei das Prinzip der Runde bei der Verteilung der Arbeit beibehalten. Er habe sich davon überzeugt, daß sich allmählich in den Kwuzoth eine Leitung der Arbeit auf Grund einer in aller Freiwilligkeit herausgebildeten Autorität der Besten durchgesetzt habe, wie überhaupt die Freiwilligkeit das Hauptcharakteristikum der Struktur der palästinensischen Siedlungsformen darstellt. Der Redner findet in der Kwuzah die Durchführung wall rer Demokratie verwirklicht, und daher habe sie ihm besondere Anerkennung abgeriingen. Der Redner geht hierauf zur Erörterung der religiösen Fragen in Palästina über. Seiner Meinung nach könne gerade Palästina für die Entwicklung der religiösen Idee auch in Zukunft eine große Bedeutung erlangen. Er selbst sei durch seinen Besuch wieder auf die Lektüre der Bibel gelenkt worden. Er sieht vor allem durch das Zusammenstößen der verschiedenen Religionen in diesem Lande die Möglichkeit einer religiösen Synthese. Zum Schluß behandelte Freiherr von Schoenaich noch das Verhältnis der nichtzionistischen Judenheit zum Palästinaaufbau. Er sagte: ״Wenn ich Jude wäre, wäre ich stolz darauf, an diesem Werke mitzu arbeiten.“ Der Einwand, daß durch den Zionismus ein neuer Nationalismus im chauvinistischen Sinne geschaffen würde, sei unberechtigt Gegen ein gesundes Nationalgefühl könne jedoch kein Mensch etwas haben. Wer den Geist dieses echten nationalen Gefühles in sich aufgenommen habe, werde auch die nationalen Bestrebungen der anderen achten lernen. Die Stellung der Juden in der Diasporaländern werde durch das Palästinawerk so wenig erschüttert, als etwa die amerikanischen Deutschen durch die Tatsache der Existenz Deutschlands in ihren staatsbürgerlichen Rechten geschmälert werden. Und so wie die deutschen Amerikaner auf deutsche Leistungen stolz seien, müsse jeder Jude auch auf die Erfolge des Palästinawerkes stolz sein. Am Ende seiner Ausführungen legt der Redner dar, wie wichtig die finanzielle Unterstützung des Werkes sei und beweist dies an Hand von besonders markanten Beispielen aus dem Leben der palästinensischen Siedler. Jeder, dem der Weltfriede und der soziale und religiöse Friede am Herzen liegt, müsse dieses Werk unterstützen. ״Ich habe,“ so ruft der Redner aus, ״diese Reise mit Freuden gemacht and hoffe, daß die Arbeit gedeihen wird.“ Die Rede Schoenaichs wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Nach einer kurzen Pause beantwortete der Referent noch schriftliche Anfragen aus der Zuhörerschaft. Die Crmkorps-Frage Jerusalem, 22. Oktober. (J. T. A.) Der Waad Leumi nahm heute nach einer Rede von Wladimir Jabotinsky, der Mitglied des Waad Letuni ist, eine Resolution an, wonach die Regierung aufgefordert wird, eine jüdische Militäre i n h e i t bei der transjordanischen Grenzmacht zu schäften. EMe Resolution Jabotinsky wurde von dem Führer der Achduth Haawodah (Palästinensische Poale Zion) unterstützt. Nur zwei Mitglieder des Waad Leumi stimmten gegen die Resolution. Das Problem der hebräischen Literatur ist eines der wichtigsten unserer nationalen Renaissance. Wir glauben, daß auch auf diesem Gebiete wie aut allen Gebieten unserer nationalen Arbeit eine fruchtbare Entwicklung durch verantwortliche Kritik gefördert werden kann. Der nachfolgende Aufsatz behandelt das Problem grundlegend aus Anlaß eines neuen hebräischen Romans, der in Palästina Aufmerksamkeit erregt hat und von manchen Seiten sehr gepriesen wurde. Wir haben ein Stück aus diesem Roman in Nr. 76/77 der ״Jüdischen Rundschau“ in deutscher Uebersetzung wiedergegeben. — Red. Es ist etwas wie ein Verdienst, heute einen hebräischen Roman zu schreiben. Die hebräische Buch- Produktion in schöner Literatur ist außerordentlich arm, und es gibt schon eine ganze Anzahl junger Menschen in Palästina, die fließend nur hebräisch lesen, und die schon seit Jahren von Neuerscheinung zu Neuerscheinung warten. Ein Lesebedürfnis dieser Art ist in unserer Zeit legitim, und es wäre gewiß erfreulich, wenn wir die Kräfte hätten, ihm in genügender Weise Rechnung zu tragen. Traurig aber wäre es um uns bestellt, wenn wir um dieses mißlichen Zustandes willen die Hoffnung fahren ließen, und der hebräischen Literatur sozusagen nach Quantität Anerkennung zollten. Es scheint in der Tat eine Neigung, die Erscheinungen des hebräischen Büchermarktes loyal zu betrachten, weit verbreitet zu sein. Diese korrumpierende' Einstellung dürfte sehädlicher sein als der augenblickliche Mißstand des Mangels an ״Lesestoff“ selbst. Es ist bitter nötig, die Verfassung eines Teiles der jüngsten hebräischen Romanliteratur nachzuprüfen. Gerade in der palästinensischen Romanliteratur zeigen sich Charakteristika, die nicht widerspruchslos hingenommen werden sollten, um so mehr, da alles was aus Palästina kommt, der Gefahr eines wohlwollenden Vor- Urteils am ftt ifein ptis «ichm Dabei haben wir eigentlich schön einmal etwas wie den Anfang des palästinensischen Romans gehabt. Er gehörte sicher nicht der Kunst ersten Ranges zu, seine Schwächen waren sogar augenfällig. Aber wir hatten doch einen Schriftsteller, der Augen hätte zu sehen und der schreiben konnte. Er lebte in Palästina, er sah das Schicksal des palästinensischen Juden, er sah auch das Schicksal des Juden 1m Galuth, es war dies der Brennpunkt seines Interesses, und nichts anderes steht in seinen Romanen geschrieben. Unsere Sache ließ ihn nicht los, er zog jedö Paradoxität unseres Seins ans Licht, er beschönigte nichts. Er schrieb anfechtbar und aufreizend, die endlose Monotonie von Verzweiflung und Selbsthaß weckte Abwehr, aber er war kein ״leeres Gefäß“. Dieser Mann, Joseph Chajim Brenner, genießt eine eigenartige wesenlose Popularität durch sein gewaltsames Ende in den Araberunruhen des Jahres 1921, aber sein Werk scheint versunken zu sein. Der Geist der Kühnheit, der Wille, unserem Schicksal ins Auge zu sehen und sei es auch nur, um seine völlige Trostlosigkeit zu erfassen, die Sucht, dies Schicksal an jedem Kleinsten zu erweisen, dies alles scheint erstorben. Was sich davon erhalten hat, ist nur eine trostlose Melancholie. Sie liegt über den neuen Romanen als ein gefügiger Schleier, denn sie paßt so gut zu ihren unsicheren Konturen. Ihr entspricht auch eine lichtscheue unpräzise Sprache, deren eigentliche Substanz die Klangschönheit der hebräischen Worte für Nacht, Dämmerung und ähnliche Dinge zu sein scheint. Der Klang trägt alles fort, und es ward alles vermieden, was den Eindruck, daß eine Seele leise und haltlos weint, stören könnte. Es ist, als ob man planmäßig darauf ausgehe, dem Unverstand einen Triumphzug zu bereiten und dem gesunden Menschenverstand ein Grab zu graben. Die Menschen in diesen neuen Romanen, soweit sie nicht ganz in der Dämmerung verschwinden, sind sicher noch dieselben, die Brenner so unbarmherzig beleuchtete: sie tragen das Erbe der alten Lehre wie der alten Unterdrückung und wollen frei sein von dieser wie vo-t jener. Ihr Geist ist ruhelos und ratlos, und ihre Seele ist gekrümmt Sie sind in ein Netz verstrickt, sie verwickeln sich immer mehr bei ihren verzweifelten Versuchen, sich zu befreien. Der eine ist etwas feiner, der andere etwas gröber, aber immer ist es das gleiche Bild. Brenner leuchtete dies Palästina mit dem Scheinwerfer ab. Seine Romane sagten alle nur dieses: So ist die Lage; zur Hälfte verzehrt uns unser Erbe, zur Hälfte ein widriges Schicksal. Wie soll das enden? Diese Erwägungen in so schreiender Form wären gewiß von vornherein nicht für jeden palästinensischen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.