Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 83 (22.10.1926)
- Date
- 1926-10-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 594 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr 83 ZlCHistiseher Grnppeiverbaad Ifer Niedersehlesie■ Am Sonnabend, den 23. und Sonntag, den 34« Oktober findet in Breslau ein zionistischer Gruppenverbandstag statt. — Sonnabend, abends 8V4 Uhr, spricht im Kleinen Konzerthaussaal, Gartenstr, 39/41, Herr Felix Rosenb 1 ü t h, Mitglied der Exekutive, über die Lage in Palästina. (Nur für Zionfeten gegen Vorzeigung einer Einladung!) Sonntag, vormittags 0ג/י Uhr: Zwangloses Beisammensein im Kleinen Lessingsaal. U/» Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Kleinen Lessingsaal. Anschließend 31/2 Uhr: Gruppenverbands- 1. Referat Felix Rosenbfüth: 2. Aussprache über die winterarbeit. Alle Zionisten Schlesiens sind hierzu eingeladen. Vortrag Leo Mozkii Am Montag, den 25. Oktober, abends 8V3 Uhr, spricht im Schubertsaal, Bülowstr. 104 (Nollendorfplatz) Herr Dr. Leo Motzkin (Paris), Präsident des zionistischen Aktions-Comites, über: ״Die Minoritätenfrage in der Internationalen Politik.“ Der Genfer Minoritätenkongreß, der vor einigen Woche« stattfand, hat ganz besondere Aufmerksamkeit in der gesamten europäischen Oeffentlichkeit gefunden. Herr Dr. Motzkin hat diesen Kongreß als Führer der jüdischen Minderheiten entscheidend beeinflußt, so daß diesem Vortrag eine ganz besondere Bedeutung zukommen dürfte. Es sind eine Reihe von nichtjüdischen Politikern zu diesem Abend geladen. ״Jüdische Moderne“. (Tätigkeitsgebiet Oesterreich. — Zentrale Wien.) Wir werden um Veröffentlichung nachstehen־ den Aufrufs ersucht: Die ״Jüdische Moderne“ erstrebt die nationale Erhaltung, ethische Verinnerlichung und soziale Erneuerung des jüdischen Oesamtvolkes unter Bekämpfung jedes nationalen Chauvinismus, religiösen Fanatismus und Klassenegoismus; sie lehnt daher die Assimilation der Juden ebenso ab, wie die Entnationalisierung aller anderen Völker. Für jene Juden, welche in ihren jetzigen Wohnsitzen nicht verbleiben können oder wollen, erstrebt die ״Jüdische Moderne“ Palästina als jüdische Heimstätte und Kultur- Zentrum (letzteres für das ganze jüdische Volk), aufgebaut auf einer jüdisch-arabischen Verständigung. Für jenen anderen Teil der Juden, die in ihrer Heimat verbleiben wollen oder müssen, fordert sie nationale, religiöse und ökonomische Gleichberechtigung mit den anderen Völkern im Rahmen einer allgemeinen Minoritätenpolitik innerhalb eines föderalistischen Paneuropa. Als moderne nationale Vereinigung wird sich die ״Jüdische Moderne“ Aufklärung auf allen Gebieten der jüdischen Kultur und Sozialpolitik zum Ziele setzen. — Anmeldungen sind zu richten an: Dr. Viktor Pordes, Wien I, Schottengasse 10. In der Neu-Ausgabe der Liebhaber-Bibliothek des Verlags Gustav Kiepenheuer, Potsdam, erscheint in den nächsten Tagen eine große Novelle von Arnold Zweig ״Der Spiegel des großen Kaisers“, die auch vom jüdischen Standpunkt besonderes Interesse beansprucht Vermischtes . Oer Empfang der Habimah. Das für Donnerstag, den § Oktober geplante Bankett zu Ehren der Habimah auf Sonntag, den 24. Oktober verschoben worden. Infolge Umänderung des Spielplans war die Habimah verhindert, am Donnerstag an dem Empfang teilzunehmen. Ke gelösten Karten behalten Gültigkeit. Schalom-Aleichem-KIub. Am Sonnabend, den 23. Oktober, 91/3 Uhr abends, veranstaltet der Scfiatom-AIelchem-Klub, Kielststr. 9, einen Diskussionsabend über die ״Habitnah“ mit einem Einleitungswort von Herrn Schauspieler Großbart. In der Diskussion beteiligen sich außerdem die Herren: Schau- Spieler Granach, D. Tschami, Swiet, A. Steinberg, Frau Dubnow-Ehrlich u. a. Die ״Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge“ veranstaltet am Dienstag, den 26. Oktober 1926, ibends, pünktlich 8 Uhr, im Verwaltungsgebäude, Rosenstraße 2—4, eine Versammlung, in welcher Herr Rabbiner Dr. Wllhehn L e v y einen Vortrag hält über das Thema: ״Symbolik des jüdischen Hauses“. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge“ sowie Gäste sind willkommen. ״Ein Freitag-Abend“. Der von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden hergestellte jüdische W oh I f a h rts f i 1 m: ״Ein Fr ei tag-Ab e n d“ hat sowohl bei der Berliner Uraufführung als auch bei allen bisherigen Aufführungen im Reich einen ganz außerordentlich starken Erfolg gehabt, wie nicht nur aus den Pressestimmen, sondern vor allem auch aus dem großen Beifall des breiten Publikums und der jüdischen lokalen Organisationen hervorgeht. Der Film erweist sich als eilt hervorragendes Propagandamittel zur Aufklärung und zur Werbung neuer Mitarbeiter und Förderer. Der Film wird allen Gemeinden und jüdischen Wohlfahrtsvereinigungen dringend zur Vorführung empfohlen. Bestellungen nimmt entgegen die Zentralwohlfahrtsstellc der deutschen Juden, Berlin C l, Rosenstr. 2/4. Im Rahmen der auf der Polizei- Ausstellung veranstalteten Vorträge der Liga für freie Wohlfahrtspflege sprach am Mittwoch, den 13. Oktober, abends, der Geschäftsführer der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge in Berlin, Herr S. Rudel, vor einem großen nichtjüdischen Publikum über ״Probleme der jüdischen Wanderfürsorge“. Der Vortrag fand bei den zahlreichen Zuhörern eine beifällige Auf- »ahme. Das Zentralbüro des deutschen Misrach! hat auf seiner letzten Sitzung seinen Generalsekretär, Herrn Alexander Adler, als Mitglied des Zentralbüros kooptiert. Die auf der Berliner Konferenz vom 10. Oktober begründete ״Arbeitsgemeinschaft misrach istischer Verbände“ hat den deutschen Misrachi beauftragt, die Führung der Arbeiten zu übernehmen. Der Sitz des Generalsekretariats befindet sich in Berlin, Monbijouplatz 1. (Misrachi-Zentralbüro.) Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck- Uonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonnabend, den 23. Oktober abends 81/3 Uhr' Jüd. sozial-demokr. Arbeiterpartei Poale Zion, im Heim, Linienstr. 159, Chawer Berl Locker: ״Unsere Bewegung in Pole«.“ Montag, den 25. Oktober abends 81/9 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Schubertsaal, Bülowstr. 104 (Nollendorfplatz). Herr Dr. Leo Motzkin, Präsident des zion. Akticms-Comitds: ״Ke Minoritätenfrage in der internationalen Politik.“ Donnerstag, den 28. Oktober abends 82/י Uhr Gruppe Charlottenburg, im Cafe Kersten, Kurfürstendamra 90, Herr Dr. J. Brutzkus: ״Der Judenstaat untf das geistige Zentrum in Palästina.“ Dienstag, den 2. November abends 8!/j Uhr Im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10 Vortragszyklus der B. Z. V. und des Hapod-Hazair über: ״Zionistische Neuorientierung“ Referent: Herr Dr. Weltsch. 1. Vortrag: ״Ke historische Funktion des Herzischen Zionismus und die Judenstaats-Idee.“ Mittwoch, den 3. November abends 81/2 Uhr Gruppe Ost, in den Unionssälen, Greifswalder Str. 222, Herr R.-A. Dr. Kollenscher: ״Ke Krisis in der Gemeindeverwaltung.“ Donnerstag, den 4. November abends 81/2 Uhr Im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10 Palästina-Zyklus der B. Z. V. 2. Vortrag: ״Ke palästinensische nichtjüdische Bevölkerung“ (mit Lichtbildern). Referent: Herr Aschbel. Vortragsabende der Berliner Zionist. Vereinigung Montag, den 25. OM., abend« SH Uhr, im Schabertaeal, Baiowstr. 101 {Nollendorfpl.) Herr Dr. Leo Motzkin, Pari«, Präsident des Zionist. Aotione-Comitls: »010 minnritatentrage ln 001• Internationalen Politik״. Dienstag, d. 2. Nov., abends 8J4 Uhr, im Sitzungssaal, Ueinekeatr. 10 Vortragszyklus Ober ״Zionistische Neuoricntternng“. 1. Vortrag: ״Ui MStOrtSCitS MM 008 HonlSCMl 800180101 und 10 J11d8n8!aa!s-ld88" Beierent: Herr Dr. Weltteil. Donnerstag, den 4. Nov. abend« 8 u Uhr, im ffitraagmal, Meinekestr. 10! Pai&atlna-Zyklus 2, Vertrag: »DM POlSStMOnS. (liCflt]OdiSCll0 B«AM0rBN" (mit Liohthildem eigener Aufnahme) Beferent: Herr AeehUel. Dresden. Die hiesige Hebräische Sprachschule veranstaltete am Schabbath Bereschith eine Feier, um Herru Prof. Dr. Winter, der in diesen Tagen das Jubiläum seiner vierzigjährigen Tätigkeit als Rabbiner in unserer Gemeinde beging, die Glückwünsche der Jugend auszusprechen. Alle Dresdner Jugendgruppen waren zur Teilnahme eingeladen und erschienen. Herr Arjeh Kroch, Lehrer an der Realschule in Haifa, der zurzeit in Dresden weilt, hielt eine Ansprache an den Jubilar. Herr Prof. Winter gab in seiner Antwort seiner großen Freude darüber Ausdruck, daß sich in der heutigen Jugend Menschen finden, die darauf bestehen, zu wissen, was sie verteidigen, wenn sie für ihr Judentum eintreten. Zum Schluß wurden Lieder im Chor und Gedichte von Bialik und Jehuda Halevy vorgetragen. Die Kurse der Sprachschule sind nunmehr endgültig wie folgt festgelegt: Al: Montags und Mittwochs von 8—J/21Ö Uhr: A II: (Dr. Wolf) Dienstags von V28—V29 Uhr; B: Mittwochs von >/27—8 Uhr, Sonnabends von 7—1/29 Uhr; C: Kenstags und Donnerstags von 1/29—10 Uhr; D: Dienstags von 7—1/29 Uhr im 1. Stock der Synagoge; Sonnabends von 1/39—10 Uhr. — Neue Teilnehmer für alle Kurse können noch bis 1. November Aufnahme finden. Castspiel des Moskaiwr xansusriscnsn Theaters .Hammah״ im הבימה Theater am Nollendorfplatz 22. Oktober 8 Uhr: Der ewige Jude 23. Oktober 8 Uhr: Dybuk 24. Oktober 8 Uhr: Der ewige lüde 25. Oktober 8 Uhr: Jaakob's Traum KEREN KA3EMETH LE?ISRAEL DER K. K. L. ERWIRBT BODEN IN PALÄSTINA MIT HILFE FREIWILLIGER SPENDEN /IM BISHER HAT DER K.K.L. 200000 DUNAM 40 JÜDISCHEM SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND: BERLIN W IS. ME1NEKESTRASSE TO «osiscHiCK.ONto: 5sj«7 . JtttRHON; amt Bismarck 7165/70 Die Gründung der Arbeitsgemeinschaften In dem Artikel über die Arbeitsgemeinschaften im letzten Ausweis des Keren Kajemeth ist dargelegt, welche wichtigen Gründe für einen engen Zusammenschluß der Mitarbeiter des Keren Kajemeth maßgebend sind. Inzwischen sind bereits in einigen Orten Arbeitsgemeinschäften gegründet worden. Alle Gruppen der Jugendverbände haben sich diesen Arbeitsgemeinschaften korporativ angcschlossen. Ferner sind ihnen die Bünde zionistischer Frauen beigetreten. Außerdem ist es bereits jetzt schon gelungen, viele Mitarbeiter, die nicht in Jugendorganisationen oder anderen Verbänden organisiert sind, für die Arbeitsgemeinschaften zu gewinnen. Der Arbeitsplan besteht darin, daß zirka alle drei Wochen Vorträge über Palästina oder künstlerische und gesellschaftliche Veranstaltungen stattfinden. Das Material für Vorträge, Bilder usw., wird den Leitern der Arbeitsgemeinschaften von der Zentrale zur Verfügung gestellt. Wir bitten um umgehende Uebersendung der Mitgliederlisten der Arbeitsgemeinschaften in den einzelnen Orten, damit den Betreffenden die Palästina-Informationen der Zentrale zugestellt werden können. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften verpflichten sich nach eingehender Informierung über das Palästinawerk, durchschnittlich 5—10 Büchsen in ihrem Bekanntenkreis neu aufzustellen oder von den bereits aufgestellten Büchsen eine kleine Zahl regelmäßig vierteljährlich persönlich zu leeren. Bezirkskonferenzen des Keren Kajemeth Im Monat November werden in allen Bezirken Deutschlands Konferenzen der Keren Kajemeth-Vertrauensleute und Ortsgruppen-Vorstände stattfinden. Die Konferenzen haben den Zweck, die Mitarbeiter des Keren Kajemeth in Deutschland eingehend über die Arbeit in Palästina und die praktische Arbeit in Deutschland zu informieren, Erfahrungen auszutauschen, Anregungen zu geben und Richtlinien der Keren Kajemeth-Arbeit festzulegen. Die Konferenzen sollen insbesondere der Vorbereitung der Jubiläums-Aktion, die Anfang Dezember stattfinden wird, dienen. Wir werden in den nächsten Nummern der ״Jüd. Rundschau“ Ort und Zeit der Konferenzen bekanntgeben. Am 24. d. M. findet in Breslau eine Zusammenkunft der Vertrauensleute Schlesiens statt, die der Vertrauensmann des Keren Kajemeth in Breslau, Herr Regierungsrat Dr. Josef Marcus, leiten wird. Näheres ist im Breslauer Sekretariat des Keren Kajemeth, Karlstr. 15, zu erfahren. Am 31. d. M. Zusammenkunft der Vertrauensleute Mitteldeutschlands anläßlich der An- Wesenheit von Nahum Sokolow in Leipzig um i/210 Uhr im Büro, Keilstr. 4. Außerdem finden Konferenzen statt, die nur der Arbeit des Keren Kajemeth dienen und vom Keren Kajemeth veranstaltet werden, und zwar: Am 31 d. M. in Königsberg. Tagesordnung: Vormittags 1/210 Uhr: Referat von Herrn Kurt Blumenfeid: ״Unser Kolonisationswerk“. Aussprache. Nachmittags 31/2 Uhr: ״Die Arbeit des Keren Kajemeth in Deutschland“. Aussprache. — Wir erwarten, daß alle Vertrauensleute Ost- und Westpreußens an dieser Konferenz teilnehmen werden. Am Montag abend findet eine öffentliche Versammlung statt, in der Herr B1 u m e n f e I d über das Thema: ״Das jüdische Palästina im Spiegel der Kritik“ sprechen wird. Für den 7. November sind Konferenzen in Mannheim und Köln in Aussicht genommen. Die Büchsenleerung Wir bitten dringend alle Vertrauensleute, die Er- ־־*״ ־י־ —1—י־'-- ״־,־ ־־־ .־’־• * ' ־*? . Leerung im Jubiläumsjahr jede Büchse geleert wird, und es den Vertrauensleuten und Mitarbeitern gelingen wird, von jedem Büchseninhaber mindestens M. 5, — bei dieser Leerung zu erhalten. Vertrauensleute! Verlangt Material zur Sonder-Aktion des Keren Hajessod.