Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 69 (3.9.1926)
- Date
- 1926-09-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 500 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 69 adi / ׳ ■ B WE LT VIW2. B A N D DEÜTScI-PSffcl KREIS ’OT' Tontag des deutsche! Kreises im Makkabi * Weltverband Am 21. und 22. August hielt der deutsche Kreis des Makkabi-Weltverbandes seinen 11. Turntag in Leipzig ab. Der gute Besuch legte wohl das beste Zeugnis von der Weiter- Verbreitung der Idee der nationalen Regeneration durch die Pflege der Leibesübungen ab, die in unserer Jugend Platz greift. Das alte Präsidium des Kreises wurde in der Weise wiedergewählt, daß als Vorsitzender Dr. Hans Kuhn, Berlin, bestimmt und Herr Gerhard ihm beigegeben wurde mit der Maßgabe, das Präsidium durch arbeitsfähige und arbeitsbereite Kräfte zu ergänzen. Im folgenden seien einige der wichtigsten Beschlüsse zur Kenntnis unserer Leser gebracht; Die Beschlüsse des letzten Makkabikongrcsses in Wien betr. Protektorat, Mitgliedskarte und Marke sowie Verbands- Steuer gelten als verbindlich für den deutschen Kreis. Damit werden ab sofort die Protektoratsverpflichtungen für alle Vcreine und die Weltverbandssteuer für den Kreis gegenüber dem Weltverband obligatorisch; die Einführung der Mitgliedskarte jedoch, soweit noch nicht geschehen, ab 1. Januar 1927. Der deutsche Kreis übernimmt im vollen Bewußtsein seiner Verantwortung die Tbr. Kuhn in Wien übertragenen Arbeiten für den Weltverband und betraut Tbr. Kuhn mit deren Durchführung. Die Vertretung des deutschen Kreises beim Priisidium des Weltverbandes durch Tbr. Kuhn wird bis zum nächsten Makkabikongreß bestätigt. Die Tätigkeit des Weltverbandes berücksichtige auch den Westen in stärkerem Maße. Der deutsche Kreis lehnt die für Weihnachten 1926 in Krakau vorgesehene Tagung des Wcltverbandes als ungeeignet in Ort und Termin ab. Der besagte Kongreß werde zum Termin des nächsten Zionistenkongresses an dessen Ort berufen, oder aber, falls das ungeeignet erscheint, im Sommer 1927 in eine Stadt Westeuropas. Der deutsche Kreis fordert die Rückverlegung des Welt- Verbandspräsidiums nach Berlin. Der deutsche Kreis erklärt seine Stellung zu der Frage des Professionalismus wie folgt: Der Professionalismus verträgt sich nicht mit den Aufgaben des Makkabi-Weltverbandes, er widerspricht dem Sinn und der Würde dieser Körperschaft, die, getragen von dem Verantwortungsbewußtsein für die nationale Zukunft des jüdischen Vol kes, lediglieh ihre in ihrem Tendenzparagraphen bezeichneten Ziele verfolgt und sich von einer Richtung fernzuhalten hat, die in irgendeiner Form dem Charakter eines Geschäftes nahekommt. Das Präsidium des Weltverbandes wird ersucht, sofort bei den betr. Vereinen auf Abschaffung des Professionalismus zu dringen, da dieser nicht einmal, wie die Delegierten des letzten Makkabikongresses amiahmen, ein geeignetes Propagandamittcl für die Sache der Leibesübungen unter den Juden darstellt. Das Präsidium des M. W. V. möge darüber wachen, daß der M. W. V. nicht zu parteipolitischen Bestrebungen innerhalb des Zionismus mißbraucht werde. Diesbezügliche offizielle Verhandlungen sollen sofort abgebrochen werden. Die Leitung des M.W. V. kann nur auf einem ordentlichen M. W.V.- Kongreß gewählt werden. Ihre Mitglieder müssen mindestens 2 Jiltre laug Mitglieder eines Makkabivereins gewesen sein. . |>€r Turntag nimmt mit größter Befriedigung von der Stellungnahme des bisherigen Präsidiums der Z.V. f. D. gegenüber dem deutschen Kreise Kenntnis und bekennt sich weiterhin zur Mitarbeit im weitesten Umfange an allen Aufgaben des nationaljüdischen Lebens. Er m i ß - billigt aufs schärfste die Haltung verschiedener zionistischer Ortsgruppen, die nicht nur der Entstehung von ״neutralen“ jüdischen Turn- und Sport vcreinen tatenlos zugesehen, sondern diese sogar geradezu geschaffen haben. Der Turntag verlangt vom Präsidium der Z.V.f. D., daß es diesem bisher betriebenen Unfug Einhalt gebiete und auch vergangene Sünden auf diesem Gebiete gutzumachen suche. Der Turntag fordert vom diesjährigen Dclcgiertentag der Z. V. f. D. eine klare und eindeutige Stellungnahme gegenüber dem Makkabi in Deutschland, nachdem er sich selbst erneut zur Mitarbeit an allen Fragen national jüdischen Lebens verpflichtet hat. Die Ortsgruppenleitungen mögen vom Delegiertentage verpflichtet werden, ihre Mitglieder zur Mitarbeit in den Makkabivereinen ihres Ortes zu veranlassen, in den bestehenden ״neutraljüdischen“ Turn- und Sportvereinen mit allen Kräften auf die Umwandlung in nationaljüdische und deren Anschluß an den deutschen Makkabikreis hinzuwirken und ferger bei der Neugründung von Makkabivereinen mitzuwirken. Der Turntag fordert vom Delegiertentage der Z. V. f. D. die Errichtung eines entsprechenden Dezernates bei der Leitung der Z.V. f. D., das im engsten Zusammenhänge mit dem deutschen Kreispräsidium arbeite. Es werde mit einem Leiter besetzt, der in Uebereinstimmung mit der Leitung des deutsehen Makkabikreiscs ernannt werde. Die Arbeit dieses Dczcrnates werde vollkommen in den Kreis zionistischer luteressen einbezogen und auf gleicher Stufe mit den anderen Ressorts gestellt. Der Turnjag richtet einen dringenden App«. 11 an die verschiedenen Verbände jüdischer Gemeinden in Deutschland zur Mitarbeit an den modernen Fragen der körperlichen Erziehung der jüdischen Jugend. Insbesondere soll die jüdische V o 1 k s p a r t e i verpflichtet werden, die Forderung der körperliehen Erziehung der Jugend in ihr Programm aufzimehinen. Dabei soll die Förderung der Makkabivercine in erste Reihe gestellt werden. Der Turntag wählt als Delegierte für den nächsten Makkabikongreß folgende Turnbrüder: Dr. Lehrfreund, Leipzig; Sohcrsky, Berlin; Hermann, Hannover; Katzenstein Frankfurt a.' M.; Loewy, Breslau; Moses, Magdeburg; Tobiasch, Mainz; Saünger, Hamburg; Kaplan, Beuthen (׳. Dr. Vorthheimer, Nürnberg; Hirsch, Dr. Locwv, Kiewc, Berlin; Ehrmann, Frankfurt a. M.; Dr. Marx, Hamburg; Hellermann, Berlin. Als Ersatzdelegierte in folgender Aufstellung zum NacV rücken; Dr. Guttmann, Beuthen (O.-S.); Abrahamsohn, D111׳/'g Goldschmidt, Frankfurt a. M. Meyerstein, München; Sa-- lawskv, Berlin; Weiler, Mannheim; Sigmund Sehrfreund, l.t 2•■• zig; Pollak, Beuthen (O.-S.). Dazu als besonderen Vertrete der Kreisobmannschaft; Dr. Holzer, Chemnitz. Reichs- und Staatskommissar Mehlich. Der beim Eisenbaluiunglück in Leiferde ums Leben gekommene Reich״- und Staatskommissar M e h 1 i c h - Dortmund war, wie in. Herr Mcnachcm Collen aus Mengede mitteilt, ein warmer Freund der zionistischen Bewegung, ln seiner Amtsfüllrung bemühte sich Mehlich gegenüber den im Ruhrgebiet tätigen jüdischen Arbeitern strengste Unparteilichkeit zu beobachten. In Mehlich verlieren die jüdischen Arbeiter und die Ch.'ihnim aus dem Ruhrgehict einen versiändni־\\>!Ie׳t und gütigen Förderer. Mehlich war ein genauer Kenner der ziomstischcn Literatur, die er seit vielen Jahren verfolgt hat. In eigener Sache | Meine Nachbemerkung zum Artikel von Dr. Fritz Löwenstein ״Grundsätzliches zur zionistischen Außenpolitik“ in Nr. 43 der ״Jüdischen Rundschau“ hat, wie ich erst jetzt festgestellt habe, in manchen Kreisen der Leserschaft den Eindruck erweckt, als ob ich Dr. Löwenstein persönlich inkorrekte Handlungsweise vorgeworfen und seinen guten Glauben anzweifeln wollte. Ich glaubte, daß unser der Oeffentlichkeit bekanntes Verhältnis jahrelanger harmonischer Zusammenarbeit mich davor schützen wird, in dieser Weise mißverstanden zu! werden und mir die Absicht einer Beleidigung Dr. Löwensteins zuzumuten. Da jedoch dieser Eindruck, vielleicht nicht ohne meine Schuld, entstanden ist, so lege ich Wert darauf, an dieser Stelle zu erklären, daß mir jede persönliche Kran- : kung Dr. Löwensteins ferngelegen hat, und es mir nur darauf ankam, die sachlichen Unrichtigkeiten und Simplifizierungen, die sein Artikel nach meiner Ansicht cn'hält, zu charakterisieren. Ich bedaure aufrichtig, wenn dadurch ein unbeabsichtigter Lindruck entstanden ist. Dr. Robert Weltsch. fQgr KEREN KAJEMETH veröffentlicht zu ROSCH HASCHANAH folgenden Ausweis "*ROSCH HASCHANAH GRATULlGReNL FR6UMD6M xinp B6KAMMTGM. Der erste Rosch Haschanah-Ausweis erscheint in der nächsten Nummer. Senden Sie Ihre Spende umgehend an Keren Kajemeih Lejisrael Berlin W15, Meinekestrafce 10 j Telephon: Bismarck 7165. Postscheckkonto: 28247 Eingesandt Frau Käte Baer, Berlin, schreibt unss ״Ich finde in Nr. 66/67 Ihres Blattes eine Notiz über das ״wohlgelungene“ Sommerfest der Jüdischen Volkspartei. Ich möchte dazu folgendes bemerken: Ob die Abendveranstaltung gelungen ist oder nicht, scheint mir nicht besonders wichtig — solche Dinge sind mehr oder weniger Privatsache der Beteiligten. Wichtig dagegen scheint mir zu sein, in der Oeffentlichkeit zu betonen, daß das Kinderfest nicht nur nicht gelungen, sondern ein völliger Mißerfolg war — niemand von den Teilnehmern hatte wohl eine andere Empfindung — wie das Ergebnis für die Veranstalter war, kann wohl bei einem Kinderfest nicht allein ausschlaggebend sein. Solch eine Sache kann und darf nicht allein ein Mittel zur Erlangung größerer Geldsummen von seiten der Veranstalter sein. — Wenn man ein jüdisches Kinderfest proklamiert, so liegt darin eine gewisse Verantwortung — im erzieherischen Sinne — und die Eltern, die ihre Kinder zu solch einem Fest führen, dürfen mit Recht dieses Verantwortungsgefühl von dem Veranstalter verlangen. — Man hat sich bei diesem Kinderfest in bezug auf dieses Verantwortungsgefühl aut unerhörte Weise bloßgestellt. Man hat Hunderte von jüdischen Kindern enttäuscht, man hat ihnen auf dem Programm allerlei schöne Dinge und Ueberi raschungcn versprochen und nichts davon gehalten. Man; hat in ihnen das Gefühl erweckt, daß ein jüdisches Kinder-! fest eine langweilige, ermüdende Sache ist, ein Umherlauten; in einem Gewimmel von Menschen ohne Vergnügen; daß man so einem Programm nicht trauen darf, weil nichts davon stattfindet. Warum nicht? Niemand kümmert sich um den Verlauf des Festes, nichts ist vorbereitet — ein kümmerliches j Karussell (mit obszönen Figuren bemalt) ist da — man muß j sich um jeden Platz schlagen. Das einzige Unterhaltende;! der Chaplin-Clown — weder eine sehr neue, noch sehr I geniale Erfindung für ein jüdisches Kinderfest. — Kein; deutscher Verein würde es wagen, Kindern auf diese Art j ein Fest zu bereiten! Und wir gerade sprechen so oft mit Betrübnis davon, wie wenig Dinge des jüdischen Gemein- schaftslebens es im Galuth gibt, die man den Kindern geben kann. Man sollte doch endlich einmal mit größerer Verj antwortung und tieferem Respekt vor den Eindrücken, die ein! Kind von solchen Veranstaltungen empfängt — das ausj wählen und gestalten, was man ihm als ,jüdisches Er- | lebnis* gibt.“ _ Buna Zionistischer Frauen. Es besteht die Absicht, auch in Neukölln, wie in anderen Bezirken Berlins, die zionistischen Frauen zu besonderen Arbeitsgemeinschaften zusammenzuchließen. Die erste Zusammenkunft findet am Montag, den > September, abends 9Uhr, im Hause von Frau Dr. Zadik, Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. 13, statt. Interessierte Gesir!- umgsgenossinnen werden um ihre Teilnahme gebeten. Nähere Auskunft erteilt das Sekretariat für Frauenarbeit, Meinekestr. 10 (Tel.: Bismarck 7165—67). : Poale Zion, Berlin. Am Sonnabend, den 4. Septbr,, { 1 bends 8(4 Uhr, findet in dem Lokal der Poale Zion,! j inienstr. 159, III, ein Vortrag des Chawers Sch. A. \ o j f e r, Czernowitz, über das Thema ״Die Arbeiterbewe-! •ung in Rumänien“ statt. Gäste herzlich willkommen. j Die Poale-Zion-Ortsgruppe Düsseldorf veranstaltet am! Samstag, den 4. September, abends 8(4 Uhr, in den Räumen ' der Düsseldorfer Loge, Grafenberger Allee 78, anläßlich ihre.-«; einjährigen Bestehens eine Feier. — Das Programm be-t׳.'F,• aus musikalischen, rezitatarischen und rhythmischen Darj bietungen, anschließend Tombola und Tanz. Chawerim 11.1.1 ] Gesinnungsgenossen sind herzlichst tingeladen. Palästina-Zyklus der B. Z. V. Die Berliner Zionistische Vereinigu ng veranstaltet einen Palästinazvklus mit folgenden Themen und folgenden Referenten. Die Vorträge finden 1 (tägig im Sitzungssaal der Z.V. f. D., Meinekestr. 10, statt. Der Zyklus beginnt am Montag, den 20. September, abends 8(4 Uhr. I. Das Land Palästina (4 Vorträge mit Lichtbildern). 1. Galiläa; 2. Jordanebenc und Totes Meer; 3. Die Ebene Jesreel; 4. Judäa. Referent: Braslawski. II. B e v ö I k e r u n g (3 Vorträge mit Lichtbildern). 1. Alter Jischuw; 2. Neuer Jischuw; 3. Araber und die übrige nichtjüdische Bevölkerung. Referent: A s c 11 b e I. III. Die Parteien Palästinas und ihre Geschichte (2- 3 Vorträge). 1. Arbeiterparteien. Referent: B. Locker. (Weitere Referenten werden noch bekanntgegeben.) IV. Bevölkerungsprobleme (2 Vorträge). 1. Immigrationsfragen; 2. Einwanderungsgesetz und Staatsbürgerschaftsgesetz. Referent: Dr. E. Ascher. V. Kulturfragen (2 Vorträge). 1. Schule und Universität; 2. Arbeiterkultur. Referent: Braslawski. VI. Städtische Kolonisation. Handel und lndustrie, große Unternehmungen und Projekte. Referent: 1. Feuerring. VII. Landwirtschaftliche Kolonisation (drei Vorträge). 1. Private Kolonisation, Referent: Dr. W. Brünn; 2. Nationale Kolonisation, Referent: Dr. Alb. Baer; 3. Probleme der landwirtschaftlichen Kolonisation, Referent; Dr. E. Ascher. VIII. Bodenpolitik (2 Vorträge). 1. Städtische Boden- Politik, Referent; Kutzenok; 2. Soziale Bodenpolitik,'Referent: Dr. W. Erhard. IX. Genossenschaftswesen (2 Vorträge). 1. Stadtisches Genossenschaftswesen; 2. Ländliches Genossenschafts• wesen. Referent: Dr. W. Senator. בית מדרש רעברית שר ההרת היהודים בברייו• "זמי" שבעה עשר. Hebräische Lehraistait der Jüdischen Gemeinde zn Berlin XVII. Semester. Im Wintersemester 1926/27 werden neue Anfängerklassen für Erwachsene eröffnet. Auch für Schüler im Alter von 11—14 Jahren ist die Einrichtung von Klassen im Zentrum und Westen geplant. Anmeldungen unter Angabe der Vorkenntnisse im Hebräischen sind an den Leiter der Anstalt, Herrn N. Berggrün, Prinzregentenstraße 94, (Uhl. 6985, nachmittags 2—3 Uhr), zu richten. Hebräischer Sprachkursus. Unter Leitung eines erfahrenen Lehrers finden im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, für Schüler und Schülerinnen im Alter von 7—14 Jahren hebräische Sprachkurse statt. Die Kurse beginnen am 4. Oktober. Unterrichtszeit von 3—5 und 5—7 Uhr. Das Schulgeld beträgt pro Woche 1,25 M. Anmeldungen nehmen entgegen Buchhandlung Gonzer, Oranienburger Str. 26, und Buchhandlung Salles, Grenadierstr. 30. Jüdisch-theologisches Seminar in Breslau. Im Winter- Semester 1926/27 werden folgende Vorlesungen und Uebungen gehalten werden: Prof. Dr. Michael Guttmann: 1. Tal• mud Baba raezia (stat.) Abschn. V (60 b ff.) A. 2. Talmud Makkoth (curs.) B. 3. Jore Dea תערובות (ff 98 ff.). 4. Die halachischen Midraschim. Dozent Dr. Isaak Hcinemann: 1. Einführung in die Geschichte der Kabbala 2. Teil. 2. Lektüre aus More Nebuchim. 3. Grundlinien einer jüdischen Homiletik. 4. Homiletische Uebungen. 5. Abschluß' der hebräischen Grammatik. 6. Aramäische Grammatik mit Lektüre. 7. Raschi zur lhora. 8. Talmud Berachot. Dozent Dr. Albert Lewkowitz: 1. Die Philosophie Spinozas in ihrem Verhältnis zum Judentum. 2. Die geschichtliche Entwicklung des Christentums (Fortsetzung). 3. Die Hauptrichtungen in der Pädagogik der Gegenwart und ihre Bedeutung für die Methodik des jüdischen Religionsunterrichts. 4. Uebungen zu Spinozas Ethik. 5. Uebungen zu H. Scholz: Religionsphik'- Sophie. Dozent Dr. Israel Ä. Ra bin wird lesen: 1. Bibe'־ exegese: a) Hiob, A, b) 11. Sam. u. ausgew. Psalmen (curs.), (-. u. B, c) Nachmanides, A. 2. a) Die Geschichte der Juden in dm Abendländern bis zum Ende der Kreuzzüge, h) Historische Uebungen zur gaonäischcn Zeit. 3. Die hebräische Dichtung in Spanien im 11. und 12. Jalirh. (Forts.). 4. a) Talmud Chullin 111., A, b) Talmud Sabbat (stat.), B. Direktor Gustav Glaser: 1. Die modernen Grundlagen der Wohlfahrtpflege, unter Berücksichtigung der jüdischen Fürsorge. 2. Prrktische Uebungen: Führungen durch Wohlfahrtsanstaltcn, Toi'- nähme an Sitzungen und Veranstaltungen sozialer Fürsorge. Alle Vorlesungen und Uebungen sind unentgeltlich. Anfragen sind an das Dozentenkollegium des jüdisch-iheologis :hen Srminars, Breslau, Walistr. 14 zu richten. Jüdischer Studentenvercin Berlin e. V. Am Montag, de 1 6. September, abends 8(4 Uhr, spricht Ruhen Brain'in im Studentenverein, Friedrichstr. 115, über das Thema: ״Erez- Israel wehatchijah haiwrith“. Für neue Kunstgewerbekurse (Korbarbeiten, Bast-, Perlen-Webarbeiten) und moderne Zeichen - und M a 1 k u r s e werden noch Kinder gesucht. Der Unterricht wird von Frau Eva Lachs, staatl. gepr. Zeichcnlehrcrin nach modernen Grundsätzen erteilt. Adresse: Uhlandstr. 193II, Tdf pli 1:ו Steinplatz 12691. Unterrichtspreis 2 Stunden wöchentlich, im Monat 8 M. — Für Erwachsene: Kunstgcs c h i c h t s- Vorträge und Muse um s f ii 11 r u n g c 11. ' Beginn;um 15. September. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halen;ee, Markgraf-Albrecht-Straße 11.12. H a u p t g o 11 c s d i c n -־ t: Freitag abends 7 Uhr. Sonnabend vormittags 10 Uhr (Einsegnung); Mincha 7 Uhr, Sabbat-Ausgang 7,34 Uhr. Wochentagsgottesdien st: täglich morgens 7 Uhr, abends 6,30 Uhr restgottesdienst: Mittwoch, den 8. September, Ce,:in des Gottesdienstes 6,45 Uhr (Predigt). Donnerstag, den 6. September Beginn des Morgengottesdienstes 8.39 (Preöi;t 10,30). Donnerstag, den 9. September, Mincha-Gottesdienst in der kleinen Synagoge 4 Uhr. Abendgottesdienst 7 Uhr. Freitag, den 10. September, wie Donnerstag, den 9. September. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 3. September, in allen Synagogen: 6(4 Uhr. Predigt: Syn, Pestalozzistr.: Dr. Freier. omiabend, den j. September, morg.: Alte Syn.: 8(_. Uhr;!ihrige Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit'neuem’Ritus: i'riihgottesdienst 7(4 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Schrift-; rkiärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Lcvy. Jugendgottesdienst: 4(4 Uhr Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy . abbatausgang: 7 34 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen :;bends in allen Syn. bis 16. Septbr.: 6(4 Uhr; morg. Syn. ־׳dt aitem Ritus außer Syn. Pc?t310zz׳str.: 5. Septbr. :'6 Oh:; vom (>. bis 17. Septbr.: 6(1! Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Freitag, 17. Septbr. (Erew jom Kippur) Mincha in allen Syn.: 2(4 Uhr.