Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 63 (13.8.1926)
- Date
- 1926-08-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 458 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 63 XXI. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland in Erfurt im ״Kaisersaal*4 vom 22.-24. August 1926. T a g c s o r cf 11 u n g: Erster Tag. Vormittagssitzung 10—2 Uhr: 1. Eröffnung des Delegiertentages durch den Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. 2. Begrülhingen. 3. Wahl des Büros. 4. Ansprache des Vertreters der Exekutive. 5. Referat des Vorsitzenden der Z. V. f. D.: ״Zionistische Arbeit in Deutschland.“ Nachmittagssitzung 4—8 Uhr: 1. Bericht des Wahlpriifungsausschusses. 2. Generaldebatte. 1 3. Wahl des Permatienzaussclnisses. Abendsitzung, Beginn 9 Uhr: Geschlossene Sitzung der V ertraucnslcute des Keren K a j e m e 111 unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. 1. Referat über die Palästina-Arbeit des Keren Kajeineth. 2. Bericht über die Arbeit des Keren Kajemeth in Deutschland. Programm für das neue Jahr. 3. Aussprache. 4. Neuwahl der Keren Kajemeth-Kommission für Deutschland. Zweiter Tag. Vormittagssitzung 10—2 Uhr: 1. Referat Dr. Kanowitz: ״Die zionistische Jugendbewegung in Deutschland.“ 2. Referat Dr. W ol f sb e r g: ״Das zionistische Bildungsproblem in Deutschland.“ 3. Aussprache. Nachmittags 4 Uhr: Geschlossene Sitzung der Vertrauensleute des Keren Hajessod unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. 1. Ansprache des Herrn Felix Rosen bl üth, Mitglied der Exekutive. 2. Dr. Arthur Hantke, Mitglied des Keren Hajessod- Direktoriums: ״Die Entwicklung des Keren Hajessod“. 3. Alfred Berger: Bericht über die Keren Hajessod- Arbeit in Deutschland 4. Aussprache. Nachmittagssitzung 6—81/»Uhr: 1. Referat Dr. Buber: ״Volkserziehung als unsere Autgäbe“. 2. Aussprache. Der Abend bleibt frei für Sitzungen von Kommissionen und Fraktionen. Dritter Tag. Vormittagssitzung 10—2 Uhr: 1. Referat über ״Innerzionistische Politik.“ Stellungnahme zu den Ergebnissen der A.-C.-Sitzung. Referent: Kurt Blumenfeld. 2. Aussprache über Palästina-Fragen. Einleitendes Referat: Felix Rosen bl üth. 3. Aussprache. « Nachmittagssitzung, Beginn 4 Uhr. 1. Fortsetzung und Schluß der Aussprache. 2. Anträge. 3. Wahlen. Unmittelbar nach Schluß des Delegiertentages findet eine Sitzung des neuen Landesvorstandes statt. * Unterbringung. Es ist jetzt unbedingt erforderlich, daß alle (ie־innu»gsgenossen, die am Delegiertentag teilnehmen wollen, sich sofort bei Herrn Dr. Schlochauer, Erfurt, Anger 51, Quartier bestetlen. Zimmerpreise in: Hotels (. Ranges M. 6 — und M. 7,20 inkl. Bedienung: Hotels II. Ranges M. 3,70 bis M. 6,— inkl, Bedienung und Frühstück; Hotels III. Ranges M. 2,— bis M. 2,50 inkl. Bedienung. Privatquartier M. 2,— bis M. 3,— mit Frühstück. Für Jugendliche ist eine Jugendherberge belegt. Preis pro Nacht und Bett 50 Pf. Rechtzeitige Anmeldung ist unbedingt erforderlich, ebenso muß unbedingt der Ausweis eines Jugendbundes mitgeführt werden. Delegiertentagsbesuchern, die nicht rechtzeitig Quartier bestellen, kann die wunschgemäße Unterbringung nicht garantiert werden, insbesondere können alle, die Einzelzimmer wünschen, nur gut untergebracht werden, wenn sic die Quartierbestellung jetzt sofort aufgeben. Rituelle Verpflegung. Während der Dauer des Delegiertentages wird rituelles Essen von Herrn Hotelier Blum- Oberhof in den Räumen der Erfurter Loge, Krämpferstr. 62a, ausgegeben. Für billige rituelle Verpflegung Jugendlicher i«t an der gleichen Stelle Vorsorge getroffen. Alle Delegiertentagsbesucher, die schon am Freitag, den 20. August, in Erfurt eintreffen und am Freitag abend und Sonnabend rituelles Essen einnehmen wollen, müssen dies unbedingt sotort Herrn Dr. Schlochauer, Erfurt, Anger 51, mitteilen. Bahnhofsdienst. Im ״Erfurter Hof“ gegenüber dem Bahnhof wird eine Auskunfts- und Empfangsstelle der zionistischen Ortsgruppe eingerichtet, bei der auch diejenigen Delegiertentagsbesucher, die ihr Logis erst verspätet bestellen können, erfahren, wo sie untergebracht sind. Empfangsabend. Am Sonnabend, den 2t, August, abends, findet ein zwangloses Zusammensein aller Delegiertentagsbesucher in den Gesellschaftsräumen des Hotels Kösscnliaschcn, gegenüber dem Bahnhof, statt. תרפ״ז iöst eure &LÜCI4 WÜNSCHE RÖSCH HASCHANAH KEREN KAJEMETH Sendet rechtzeitig Eure Glückwunsch spenden, damit sie im Roscb Haschanah - Ausweis erscheinen! ....... — .......,1 . - , Gesellschaftsfahrten. Den Delegiertentagsbesuchern ist Gelegenheit zu billigen Gesellschaftsfahrten geboten, z. B.: T agestouren: Gotha—Eisenach (Wartburg) — Hohe Sonne—Wilhelmsthal— Liebenstein — Altenstein — Trusethaler Wasserfall — Friedrichroda—Erfurt bei 35 Personen ä 8,50 M., ' bei 27 Personen ä 9,— M. Erfurt — Reinhardsbrunn — Friedrichroda—Tambach — Falkenstein—Oberhof—Schmücke — Rennsteig—Stützerbach—Ilmenau —Arnstadt—Erfurt bei 35 Personen ä 8,50 M., bei 27 Personen ä 9,— M. Schwarzathat—Gehren—Breitenbach — Oelze—Katzhütte—Mellenbach—Oberweißbacher Bergbahn—Schwarzburg—Trippstein —Blankenburg—Saalfeld—Feengrotten Preis pro Person 10,— M. Friedrichroda—Heuberg—Spießberg—Finsterberger oaer Tarnbach—Georgsthal Preis pro Person 7,50 M. Erfurt—Frankenhausen.—Barbarossahöhle—Kyffhäuser—Heim* kehle—Bebra—Sondershausen—Erfurt bei 35 Personen ä 8,— M., bei 27 Personen ä 8,50 M. Halbe Tagestour: Gotha—Inselsberg—Friedrichroda—Reinhardsbrunn u. zurück Preis pro Person 5,50 M. \nmeldungen an Herrn Dr. Wolfheim, Erfurt, Anger 65. Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer ausgegeben, und /war Karten für die ganze Tagung zum Preise von 2,50 M., für die Eröffnungssitzung zum Preise von 1,50 M., für die folgenden Tage zum Preise von 0,75 M. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden schriftlich an die Z. V. f. D. erbeten. Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für die ganze Tagung durch Vermittlung der Jugendverbände oder bei der Z. V. f. D. Delegiertenwahlen: Berlin: Kurt Blumenfeld, Richard Lichtheim, Dr. Alfred Apfel, Dr. Albert Baer (Hitachduth und linke Jugendgruppen), R.-A. Dr. Klee, Dr. Soloweitschi 1; (Radikale), Dr. Brutzkus (Revisionisten), Moses Waldmann, I. Feuerring, Dr. Hans Bloch, Dr. Foer- 9 Berliner Zionistische Vereinigung den 16. Aturast, ahtyids h]A Uhr, im Schubert-Saal des Zahn&rstehaufies, Bälowatr. 104, (NoUendorfpi.). Herr Kurt Blumenfeld: Aktions •Comitö-Sitzung und der kommende Delegiertentag.** I» Eintritt 30 Pfennige. ■MM■■■■••« der, Dr. Benno Cohn, Frau Dr. Zadik (Zionistischer Frauenbund), Dr. Siegfried Kanowitz, Hugo Fränk c 1, Dr. F. Ascher (Hitachduth und linke Jugendgruppen), R.-A. Dr. Kollenscher, Willy Preiß, Dr. iv 1 a t z k i 11 (Radikale), Walter H e i 1 b r u n n (Hitachduth u. linke Jugendgruppen), sämtlich Berlin, Delegierte; R. -A. Erich Cohn, Ernst Böhm (Hitachduth und linke Jugendgruppen), J. Klinoff (Revisionisten), Dr. Hans K u 11 n , Philipp Grünbaum, Dr. H u r w i t z , S. M a i s I i s c!1, Siegfried W e i t z m a 1111 , Dr. Walter Erhard (hitachduth und linke Jugendgruppen), Alfred Frank, Glückssohn (Radikale), Hans Kaufmann, Georg Baer, Frau Dr. Ollendorf (Zionistischer Frauenbund), Hilde Hochwald (Hitachduth und linke Jugendgriippen), Dr. K a 11 d e r , Dr. Hubert Pollak, sämtlich Berlin, Ersatzdelegierte. Es rücken für die durch Klammeraisatz gekennzeichneten Kandidaten nur Kandidaten derselben Parteien auf. Die anderen Ersatzvertretei■ rücken der Reihe nach auf. Breslau: R.-A. Dr. Max J a c o b s o 1111 , Breslau, Dr. Hugo Schachtel, Breslau, Dr. Rudolf Samuel, Breslau, Markus Biletzky, Breslau, Delegierte; Dr. Joseph Prager, Breslau, Dr. Joseph Marcus, Breslau, Theo Eckstein, Breslau, Fr satzdelegierte. Gotha: Dr. Noaek, Gotha, Delegierter; E. Froh-!ich, Gotha, Ersatzdelegierter. Hamburg: Dr. Martin Auerbach, Hamburg, Dr. Erich B u c 11 h 0 1 /., Altona, Marcel Lew, Hamburg, Gersehom S c h e i n e r, Hamburg, Delegierte; Dr. Heinrich Strauß, Hamburg, Dr. Alfred M a n a s s e , Altona, Frau Edith Buchholz, Altona, Frau Sophie Stiebei, Hamburg, Ersatzdelegierte. Mannheim: Otto Hilb, Mannheim, Dr. Franz Mayer, Frankfurt a. M., Delegierte; Dr. A. Einstein, Mannheim, B. Bornfreund, Mannheim, Ersatzdelegierte. Wiesbaden: (Misrachi): Herz K a 11 f m a 11 n , Wiesbaden, Delegierter; Adolf Wattenberg, Wiesbaden, Ersatzdelegierter. Vortra! Blnmealeld iber A.-C. Am Montag, den 16. August, abends 81/3 Uhr, spricht im Schubert-Saal des Zahnärzteliauses, Bülowstr. 104 (Nöllendorfplatz) Herr Kurt Blumenfeld über ״Akt i ons- Comitö-Sitzung und der kommende Delcgiertentag“. Herr Blumenfeld wird im Verlaufe seines Referates einen eingehenden Bericht über die Aktions- Comite-Sitzung in London erstatten und im Zusammenhang damit das Programm des kommenden Delegiertentages in Erfurt entwickeln. Eintritt 30 Pt. Vermischtes Berlin. Am Mittwoch, den 18. d. M., abends 81/1 Uhr, wird Frau Dr. Turnowski, die sieh vorübergehend in Deutschland aufhält, vor einem größeren Kreis zionistischer Frauen über ihre Eindrücke in Palästina — insbesondere über das Leben und die Stellung der jüdischen Frau — sprechen. Frau Professor War bürg hat liebenswürdigerweise ihre Wohnung, Uhlandstr. 175, für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Vertreterversammlung der B.Z. V. Die nächste Sitzung der Vertreterversammlung der B. Z. V. findet am Dienstag, den 17. d. M., abends 8J/2 Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, statt. Tagesordnung: 1. Die Aufgaben des Delegiertentages, Referent Herr Dr. Kanowitz, 2. Die Arbeit des Keren Hajessod in Berlin, Referent Herr Bacher, 3. Winterarbeit der B. Z. V., 4. Eventualia. Kartell Jüdischer Verbindungen. Vom 1. bis 3. August fand die Sommertagung des K. J.V. in Bonn statt. Die Tagung war von weit mehr als 100 aktiven K. J. V.ern besucht. Auf der Tagesordnung stand am ersten Tag ein Referat des Präsiden Herbert Foerder über ״Das K. J. V. und die zionistische Jugendbewegung in Deutschland“. Es wurde in einer sehr eingehenden Debatte die Situation der zionistischen Jugend in Deutschland und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für den Aufbau und für die Arbeit des K. J. V. erörtert. Am nächsten Tag sprach Bbr. Kanowitz über ״die zionistische Situation in Deutschland vor dem Delegiertentag“. Im Anschluß daran sprach Bbr. Levinsohn, Riga, über ״Erziehungsfragen im Ost- und Westjudentura“. Abgeschlossen wurde die Tagung durch eine gemeinsame Wanderung durch das Siebengebirge. Der Verband ostjttdischer Organisationen für Rheinland und Westfalen, Köln, hält am Sonntag, den 15. August, einen außerordentlichen Delegiertentag ab. Ort: Essen, Sitzuogssaal der Synagogengemeinde, Staeler Str.. Beginn: 10 Uhr vorm. Tagesordnung: 1. Eröffnung des Delegiertentages durch den Vorsitzenden Herrn Bader. 2. Wahl des Büros. 3. Rechenschaftsbericht Dr. Taubes. 4. Generaldebatte. 5. Reorganisierung des Gruppenverbandes — Liquidierung des Generalsekretariats in Köln, Referenten Dr. Büschel und Dr. Taubes. 6. Neuwahl der Exekutive. 7. Eventualia. Um 7 Uhr abends findet ein Abschiedskommers zu Ehren des Herrn Dr. Taubes statt. Hamborn. Rabbiner Dr. Kontorszyk war in der Zeit vom 27. bis 30. Juli in Hamborn und hielt am Donnerstag, den 29. Juli, einen Vortrag über Galuth und Palästina. Sein Vortrag hat bei den anwesenden Mitgliedern großen Beifall gefunden, so daß die Arbeit für den Keren Hajessod einen ziemlich guten Erfolg aufzuweisen hat. Der Zug nach dem Westen, die neue Revue des ״Theaters des Westens“, die erste dieser Saison, bietet für die Freunde dieses Genres viele Verlockungen und Reize. Ein großer Aufwand von Ausstattung, Kostümen, Lichteffekten, Grazie und Geschicklichkeit — Geist wird ja nicht erwartet — wird aufgeboten, die Ltarstellcr, voran Falkenstein und Lotte Werkmeister, sind guter Laune, ein paar Melodien gehen ins Ohr, das Publikum amüsiert sich. Die obligaten Anspielungen auf Jüdisches (״Ludendorff hat Mazze gegessen“) sind harmlos und halten sich in den Grenzen der gebotenen Diskretion. iirielkasten der Redaktion Dr. M. N. in Köln. Der Bericht Dr. Wieners üoe, seine Palästinareise ist uns wohlbekannt, und auch wir halten ihn für ein sehr bedeutsames und interessantes Dokument. Wir halten es jedoch nicht für richtig, dazu Stellung zu nehmen, da es sich um einen zunächst mir internen Bericht an den Vorstand des C. V. handelt. Es ist jedoch eine erweiterte Ausgabe für die Oeffentlichkeit in Aussicht gestellt, so daß dann Gelegenheit sein wird, sich damit zu beschäftigen.