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Jüdische Rundschau · 1926-07-09 · Heft 53 (9.7.1926) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 53 (9.7.1926)
Date
1926-07-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 392 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 53 Aas der Berliner Reprlsentaaten -Versammlung Von unserem Berichterstatter. Nachdem der liberale Vorsitzende der Repräsentanten- Versammlung und der nicht minder liberale Vorsitzende des Oetaeindevorstandes sich zunächst geeinigt hatten, vor der Entscheidung des Polizeipräsidenten über die Proteste keine Sitzung der Repräsentanten-Versammlung einzuberufen, anderten beide Herren ihre Meinung und so fand dann am 1. Juli «ne Sitzung der alten Repräsentanten-Versammlung statt. Vor Eintritt in die Verhandlung erhob sich Dr. Klee, um gegen die Sitzung schärfsten Protest einzulegen. Aus formalen und tatsächlichen Gründen wendet sich der volksparteiliche Redner gegen die Rechtmäßigkeit der Einberufung dieser Sitzung. Eine Anzahl Mitglieder der alten Repräsentanten-Versammlung haben mit dem 16. Mai ihre Mandate niedergelegt und es sei unverträglich mit dem Sinn des Gemeindestatuts, daß ausgeschiedene Repräsentanten, die ihr Amt förmlich niedergelegt haben, noch weiter amtieren. Dr. Klee wirft weiter die Frage auf, ob es richtig gewesen sei, die bisherigen Stellvertreter einzuberufen. Nachdem die Konservativen das interfraktionelle Abkommen gekündigt hätten, sei es ausgeschlossen, daß Repräsentanten noch weiter amtieren, die auf Grund dieses Abkommens einberufen worden sind. Die Volkspartei habe keine Veranlassung, der bisherigen Mehrheit gegenüber besondere Loyalität zu bekunden, nachdem in den letzten Tagen bekanntgeworden sei, welche eigentümliche Stellung die Mehrheit des Gemein de Vorstandes zu den Protesten eingenommen habe. Pflicht des Vor- Standes wäre es gewesen, seine eigenen Handlungen gegenüber den Protestlern und dem Polizeipräsidenten zu vertreten. Der Vorstand aber habe es fertig bekommen, ein Votum abzugeben, das rein formalistisch ein gestellt und dazu bestimmt sei, den Boden für die liberalen Proteste zu ebnen. Eine solche Haltung des Gemeindevor- Standes müsse die größte Verwunderung erregen. Die liberale Vorstandsmehrheit und die Liberalen außerhalb der Versammlung haben den Versuch unternommen, den Willen der Wähler me hrheit umzubiegen. Nachdem sie erkannt haben, daß die Berliner Judenheit zum ersten Male seit 70 Jahren Bresche in die Liberalenherrschaft geschlagen haben, seien sie bemüht, durch spitzfindige Auslegungen das für sie vernichtende Urteil der Berliner Juden heit zu kaschieren. Noch niemals habe es eine Wahl gegeben, bei der die Wählerliste besser aufgestellt war, formale Verstöße bedeutungsloser Art kommen bei jeder Wahl vor und sie sind bei anderen öffentlichen Handlungen weit zahlreicher und schwerwiegender als bei der letzten Repräsentantenwahl. In der Geschichte der Berliner Jüdischen Gemcinde ist es noch niemals vorgekommen, daß eine Repräsentantenwahl aus formalen Gründen aufgehoben worden sei. Die Proteste der Liberalen seien unverständlich lind in ihrem Wesen unbegründet, wenn man berücksichtige, daß sie mit 4000 Stimmen in der Minderheit geblieben sind. Professor Loewe hält es für eine Ungeheuerlichkeit, daß eine Repräsentanten-Versammlung einberufen wird, die nicht mehr gilt und die demgemäß kein Recht hat, gültige Beschlüsse zu fassen. Herr Moritz Ä. Loeb stützt seinen Protest gegen die Einberufung der Sitzung vornehmlich auf die von ihm erfolgte Kündigung des interfraktionellen Abkommens. Diese Kündigung müsse bewirken, daß die Repräsentanten, die gemäß diesem Abkommen einberufen seien, aus der Versammlung verschwinden müssen und andere an ihre Stelle treten müssen. Im Anschluß daran erhebt Dr. Klee energisch Einspruch fegen die Anwesenheit des liberalen Repräsentanten Professor riedländer, der nur auf Grund des nun von Herrn Loeb *gekündigten Abkommens einberufen worden 6«.״ .Dieser Protest richte sich natürlich nicht gegen die Person des Herrn Friedländer, aber nachdem die Liberalen es unternehmen, den Willen der Wähler zu verfälschen, müsse auch die bisherigen Opposition darauf achten, daß nicht wichtig״ formale Bestimmungen, die in diesem Falle nicht nur Form seien, eingehalten werden. Der Vorsitzende der Gemeinde, Kammergerichtsrat Wolff, ist natürlich der Meinung, daß die Repräsentanten, die ihr Amt niedergelegt haben, berechtigt sind, Beschlüsse zu fassen. Man sieht, daß die liberalen Herren des Gemeindevorstandes auch die A c I111111 g vor formale n Bestimmungen verlieren können, wenn es sich darum handelt, Maßnahmen ihrer Partei zu verteidigen. Die Mehrheit beschließt über die Proteste der Volks partei und der Konservativen zur Tatesoranung überzugellen und tritt in die gcschäftche Verhandlung ein. Es muß fcstgestellt werden, daß dieser Beschluß nur möglich geworden ist, weil an ihm Repräsentanten mitgewirkt haben, die am 16. Mai nicht mehr gewählt *worden sind und es muß besonders festgestellt werden, daß die früheren konservativen Repräsentanten, die Herren N c 1! - mann, Wechsel mann und Weinbau 111, mit den Liberalen gestimmt haben. Es ist wirklich eine eigentümliche Auffassung von Demokratie, wenn Männer, denen die Wähler in eklatanter Weise ihm Mißtrauen bekundet haben, sich noch für berechtigt halten, an entscheidenden Entschlüssen mitzuwirken. Von den gefaßten Beschlüssen ist zu verzeichnen die Subventionierung des Religionsunterrichtes a1׳ der Grundschule Rykestraße, der Akademie für die Wissenschaft des Judentums mit!0 000 M. und der Tahnud-Thora-Verein Ez- Chajim mit 3000 M. In der Unruhe, in der die Abstimmungen in der Versammlung vorgenommen werden, beschließt die Mehrheit die Bewilligung einer Subvention von fl OOO M. an den liberalen Synagogenvcrcin Norden. Diese außergewöhnlich hohe Summe wird damit begründet, daß die allgemeinen Grund- Sätze für Synagogenvereine auf diesen liberalen Verein nicht angewendet werden können, und daß hier eine Sonderbehandlung einzutreten habe. Vergebens bemühen sich die Vertreter der Volkspartei nachzuweisen, daß es sich in diesem Falle nicht um eine reine verwaltungstechnische Angelegenheit handle und daß liier das Recht der Versammlung, einen Beschluß zu fassen, noch viel umstrittener sei, als in allen anderen Fällen. Die Liberalen sind offenbar entschlossen, ihre augenblickliche Mehrheit auszunutzen und stimmen alle berechtigten Einwände nieder. H. Grünberg. Das Hauptbüro des amerikanischen United Palestine Appeal teilt mit, daß sein hochverdienter Generaldirektor, Herr E irmi u e I Ncumann, von diesem Posten, den er seit Beginn des Appeal im Oktober vorigen Jahres ehrenamtlich ausgeübt hat, zurückgetreten ist. Er hat sich bereit erklärt, weiterhin das Werk zu beaufsichtigen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7163—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Sonntag, den 11. Juli Jugendgruppe Süd, Fahrt nach Straußberg. Treffpunkt: * 58 Uhr Schles. Bahnhof. Dienstag, den 13. Juli abends Jugendgruppe Süd, in den City-Festsälen, Dresdener Str. 52. Kurs über Kongreßzionismus, Leitung: Dr. Hans 8>/2 Uhr Bloch. בית מהרש לעברית של קהלת היהודים בברלין• "זמף ששה עשר• Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde za Ferlii XVI. Semester. Neue Kurse für Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren (Anfänger und Fortgeschrittene) sollen nach den Ferien im Westen eröffnet werden. Schriftliche Anmeldungen dafür, sowie auch für die bestehenden 17 Klassen und Arbeitsgemeinschäften für Erwachsene und Schüler sind an den Leiter der Anstalt, Herrn N. Berggrün, Wilmersdorf, Prinzregentenstr. 04, zu richten. — Schulgeld pro Monat: 2 M., für Schüler und Studenten 1 M. — Unterrichtsbeginn nach den Ferien: Dienstag, den 10. August. Tagung der Zionisten •Revisionisten Am 4. Juli tagte in Berlin die Ddegiertenversammhmg der Zionisten-Revisionisten in Deutschland, an der 13 Delegierte teilnahmen. Dr. J. Brutzkus eröffnete die Tagung mit einer Ansprache, in der er sagte, Revisionismus ist keine Fraktion, sondern eine Richtung, und zwar keine neue Richtung*. sondern die alte aber vergessene Richtung, die von H c r z 1 inauguriert und von Max N o r d a u noch 1918 gegen die jetzige Richtung im Zionismus vertreten wurde. Die Versammlung wählte in das Präsidium Dr. Brutzkus, Dr. Arnsberg und Dir. Bcltlowsky. Dr. Paul Arnsberg (Frankfurt a. M.) referierte über: ״Die Lage in der allgemeinen Zionistischen Organisation“. Er kritisierte sehr scharf die zionistische Politik der letzten Jahre. Das revisionistische Programm ist: Organisierung des jüdischen Volkes für den jüdischen Staat: Souveränitätsrecht in Palästina. Alles andere ist Bindestrich-Zionismus. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution gegen die Verfolgung der Zionisten in Rußland an. Darauf referierte Dr. Emil K a u d e r über die Aufgaben der Revisionisten in Deutschland. Er kündigte an, daß die Revisionisten an dem Delegiertentag der deutschen Zionisten in Erfurt sich beteiligen und dort ihre Ideen propagieren werden. Der Redner übte scharfe Kritik an der zionistischen Leitung in Deutschland. Man lasse, sagt er, die Bewegung verkümmern, es existiere keine zionistische Judenbewegung. Nach einem Referat von Dr. Ernst E11 i s c 11 über Statutenentwurf und Organisation berichtete Dr. Brutzkus über die Lage in Palästina. An diese Referate knüpfte sich eine allgemeine Debatte, in der hauptsächlich die Stellung der Revisionisten zum Erfurter De 1 e g i e r t e n t a g behandelt wurde. Im Prinzip wurde beschlossen, an den Wahlen zum Delegicrtentag t e i 1 z 1111 e h m e n. In einer gcschlosseneii Sitzung wurden Fragen der, Budgets und der Beziehungen zur Zionistischen Organisation in Deutschland erörtert. Es wurde eine Resolution angenommen, in der der Vorstand beauftragt wird, die Herausgabe eines Organs in d e 111 - scher Sprache in Berlin vorzubereiten. Eine Reihe anderer Resolutionen bezieht sieh auf zionistische Politik, Palästina-Einwanderung, Aktivierung der zionistischen Bewcgung nach innen und außen usw. Bezüglich Deutschlands wurde beschlossen, eine Abäudenm r der Tagesordnung des Erfurter Delegierten t.igcs zu fordern. An erster Siehe soll die Au Ben Politik behandelt werden. Ein rücksichtsloser Kampf gegen den Cen trälleret 11 deutscher Staatsbürge r jüdischen Glaubens und gegen die antizionisfische Politik der Agudali wird gefordert. Die Tagung bevollmächtigte die D legierten, in Erfurt auf der Neutralisierung des Bc.u.uuiapparates *irr Z. V. f. D. und auf Aenderung der politischen Linie der ״Jüdischen Rundschau“ zu beharren. Vermischtes Die Berliner Zionist. Vereinigung veranstaltet gemeinsam mit dem M i s r a c 111, wie in früheren Jahren, auch in diesen! Jahre einen Gottesdienst an den Hohen Feiertagen im Saal der Meinekestr. 10. Karten zum Preise von M. 15, 10 (für Jugendliche 5 M.) sind im Büro der B. Z.V., Meinekestr. 10, Bismarck 7165/70, erhältlich. Es empfiehlt sich, möglichst rechtzeitig Kartenbestellungen aufzugeben. Meinhart Maur wurde an die Kleinkunstbühne ״Alt- Bayern“ verpflichte‘, wo er allabendlich Dichtungen von Wedekind, Christian Morgenstern, Heine und Kerr spricht. Die Buchhandlung ״Kedem“, Beriin-Charlottenburg, Dahlmannstraßc 8, versendet einen ,.Katalog der jüdischen Literatur“‘, der Werke fast aller jüdischen Missionsgebiefe umfaßt, Dresden. In einer gut besuchten Versammlung gab Herr 111g. Tschernoff am Mittwoch, den 23. Juni eine eingehende Schilderung seiner, während eines mehrwöchentlichen Aufent- Haltes in Palästina gewonnenen Eindrücke. Die interessanten Ausführungen wurden durch wertvolle statistische Angaben unterstützt. Der Vortrag erhielt einige Ergänzungen durch Herrn Lehrer Kroch aus Haifa in hebräischer Sprache. Besondere Bedeutung gewann der Abend durch die Anwesenheit des Herrn Schocken, Zwickau, der in einer längeren Anspräche die eigenartigen WirtschaftsproWeme Palästinas kritisch beleuchtete. Luxemburg. Die Luxemburger zionistische Vereinigung hat gemeinsam mit ostjüdischen Arbeitern ein neues Vereinslokal eingerichtet, wo vorüberreisende Zionisten gern gesehen werden. Die Adresse des Lokales, in dem jüdische Zeitungen aufliegen, lautet: Neypergstraße 5. Zionisten in Karlsbad. Die Karlsbader Zionistische Organisation hält ihre Besprechungen jeden Donnerstag um 8 Uhr abends im Hotel Glattauer, Parkstraße, ab. Auskünfte erteilt Dr. med. Walther Kohner, Karlsbad, Haus ״Riva“. Sport Bei den Meisterschaften der Berliner Hochschulen gelang es dem Sport-Verein jüdischer Studenten i m K. J. V. recht erfolgreich abzuschneiden. Er erfocht in der 4 x100 m Staffel für Korporationen einen überlegenen Sieg in 46:8 Sekunden und gewann damit deti Ehrenpreis des Rektors und Senates der Tierärztlichen Hochschule. Die Zeit ist in Anbetracht der starken Regenfälk recht gut, der Sieg gegen 15 andere Korporationsstaff ein darunter auch K. C., errungen, besonders erfreulich und ehrenvoll. Eg er siegte im 1000 m Laufen für Anfänger. Leider konnten Pcysack und Hellern! a 11 n in den von ihnen bestrittenen Einzelkonkurrcnzen nicht so erfolgreich abschneiden. Die Erfolge des Sportverein J. St., der seit sechs Jahren zum ersten Male au Hochschulmeisterschaften teilgenommen hatte, sind recht bedeutungsvoll und werden ihre Wirkung sowohl in sportlicher wie in propagandistischer Be- Ziehung nicht verfehlen. Bei dieser Gelegenheit soll noch einmal auf das am Sonntag, den 11. Juli, nachm. 3 Uhr auf dem Bar Kochba-Sportplatz (Mariendorf, Mark• grafenstraße, Straßenbahn 99, 199, 25) stattfind«nden So m niersportfest des K. J. V. hin ge wiesen werden, bei dem auch die erfolgreiche Mannschaft des Sport-V. J. St. teilnehmen wird. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 9. Juli 1926, abends, in den Synagogen mit altem Ritus: 7'/״ Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sonnabend, den 10. Juli 1926, morgens: (Neumondweihe). Alte Synagoge: 8*5 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst: TU Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Synagogen: Dr. Loewenthal; Synagoge Mimebener Straße: Dr. Arthur Lew; Synagoge 'Fasanenstraße; Dr. Bergmann. Jugendgottesdienst41,2 Uhr, Synagoge Münchener Straße: Ör. Arthur Lew. Sabbat-Ausgang: 9,27. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7!״ Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus außer'Synagoge Pestalozzistraße: 6**2 Uhr; Synagoge Pestaloz/istraße und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr.' Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halensce, Markgraf-Albrccht-Str. 11/12. Die Hauptsynagoge ist \0.n 1. Juli bis 1. August d. J. geschlossen. Der Gottesdienst findet an den Sabbaten in der Wochentagssynagoge statt, und zwar: Freitag, abends 7 Uhr; Sonnabend, vormittags 10 Uhr (Neumondsweihe); Mincha 8.55 Uhr; Sabbatausgang 9.27 Uhr. Wochentagsgottesdienst; täglich, morgens 7 Uhr, abends 7*5 Uhr. Synagoge ״Adaß Jeschurun“, Clausewitzstr. 4, am Kurfürstendamni. Gottesdienst am Schabboß ״Maltäuss-Masseh“: Freitag, abends ,7* 2 Uhr; Sonnabend, morgens 9' s Uhr; Neumondsweihe!(Rausch-Chaudesch-Benschen): Sonnabend, abends (Minche) «/'j Uhr; Schabboßausgang; 9.27 Uhr. Gemeinschaftsabonnemeni für 6 Theater. Die unter Leitung von Max Reinhardt, Viktor Barnowskv, Eugen Robert stehenden 6 Theater: Deutsches Theater, ‘Kammerspiele, Theater in der Königgrätzer Straße, Komödienhaus, Tribunc, Theater am Noliendorfplatz geben ein gemeinsames Abonnement heraus. Die Eigenart jeder dieser 6 Bühnen gibt dem Abonnenten einen Uebcrbück über die gesamte literarische und schauspielerische Produktion des heutigen Theaters und zwar nicht nur in einer bestimmten Kunstgattung, sondern vom klassischen Drama über das Schauspiel der jüngsten Tage bis zum musikalischen Vaudeville. An schausni־■krischen Kräften sind verpflichtet: dis Dame!! Bergncr, Orska, T'niniig. Durieux, Eysoldt, Wüst, die Herren: Krauß, Deutsch, Gülstorff, v. Winterstein, Steinrück u. a. Das Abonnement umfaßt zehn verschiedene Vorstellungen, wobei auf jeden Monat eine und im ganzen auf jedes Theater eine bzw. zwei Vorstellungen entfallen. Der Abonnent bekommt feste Tage, feste Plätze und zahlt in bequemen Raten weniger als •die Hallte der Kassenpreise. Die besten Plätze kosten im Abonnement M. 5, , die mittleren Plätze M. 3,50 und II. Parkett M. 2,-. Die Art des Abonnements schließt es aus, daß ein Abonnent zweimal dieselbe Vorstellung zu sehen bekommt, da der Spielplan in den 6 Theatern naturgemäß recht mannigfaltig ist. Die Abonnementskarten sind übertragbar. Annicldekartcn sind an allen sechs Abonnementskassen erhältlich. Diese großen Vergiinstigungen sichert nur das Abonnement. Sonstige Publikumsorganisationen, Kunstgemeinden oder Vereinigungen könneii für die genannten Theater keine Vorteile bieten. Für Nichtabonnenten sind Karten .nur zum Kassenpreis erhältlich. Notiz. Hickls Illustrierter Jüdischer Volksk a 1 e n d e r für das Jahr 5687 1926/27. Soeben ist der 26. Jahr• gang Sieses jüdischen Jahrbuches unter der Redaktion vor Hugo Gold erschienen. Der Kalender enthält u. a. Beitrage von Nahum Sokolow, Dr. Berthold F'eiwei, Dr. Hugo Bergmann, Dr. Hermann Kadisch, Dr. Emil Margu• lies, Dr. Egon M. Zweig. Preis KC, 11 inkl. Porto und Verpackung. Bestellungen sind zu richten an den Jüdischen Buch- und Kunstverlag, Brünn, Adlerg. 9. Paiasttna-ßrundioRfls es« Haiessoü) 1.1). Berlin W 15, Meinekestraße 10. Bankkonto: Darmstailter und Nationalbank, Depos.-Kasse 59, Kurfürstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951. Jeder Vertrauensmann des Keren Kajemeth sende umgehend der Zentrale das Ergebnis der Büchsenleerung und der Herzl-Sammlung!

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