Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 52 (6.7.1926)
- Date
- 1926-07-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite M4 Anscinandrrsrf/imgn! ausgefoehtcn, die ihr Anblick hervor• ruf(. Die Kinder'spielen‘mit dem neuen Bildcrdomiito, das der K. K. in Jerusalem heratisgcgcbcn hat und sind die gewisscnfraffcstcn Hüter und Füller der Uüchscn. llincs der jungen Hadassah-Mädchcn hat in Ergänzung des üblich gewordenen Schlagwortes: Line blaue Büchse in jedes jüdische Haus׳, das glückliche Up to datc-Ziisatzschlagwort ausgegeben: Eine Büchse in jedes jüdische Automobil! Jeder!null nun der Büchse seine Reverenz erweisen, der aus Uefälligkci; mitgenommen wird. Eine ganze Fülle von kleinen Episoden spinnt sich beute schon um die Biiyhsc und macht Stimmung für sie. . Hadassalt-Fraucii haben auch die initiative tiir den frei• willigen Biiehsendienst in der Provinz ergriffen und wenn auch der Ausbau der Arbeit noch unendliche Geduld und Mühe verlangt, so ist heute doch schon ersichtlich, dal! die Büchse nicht nur finanziell in absehbarer Zeit ein nennens* wertes Zusatzeinkommen für den K.K.L. in Amerika bedeuten wird, sondern daß sie sich auch als ein unschätzbare» Lrztehungsmittcl erweist, besonders in Frauenkreisen. Das zagte sich eben jetzt, wo der alljährliche Blumentag des K.K.L. zum 13. Male he gangen wurde. Die Zahl der freiwilligen Mitarhcitcrinncn ist eine vielfach größere als in vergangenen Jahreu und wenn 1921 der Eingang dieses Tages 90 000 Dollar betrug, so rechnet mau damit, *laß das Sammclcrtrügnis ries b. Juni in diesen! Jahre 100000 überstiegen hat. lyamioai Europareise KTHtrend des Aufenthaltes des Chefs des inttnigrations- Departements der palästinensischen Regierung, Hvamson in Rumänien hat der Leiter der Alijah-Zentralc für Rumänien, Prof. S i I b e r b 11 s c 11, im Namen aller Palästiuaämter Rum.'inicns Herrn Hvamson eine Rcilte von Memoranden überreicht, in denen die aktuellen Alijali-Problemc behandelt nurden. Auf (Jrund dieser Memoranden fanden einige offizielle Besprechungen statt, in denen die einzelnen Forderungen ausführlich besprochen wurden. Einige Forderungen prinzipiellcr Natur wurden von Herrn Hyatnson sofort günstig erledigt, während er bezüglich der anderen Forderungen eine ausführliche Antwort in Aussicht stellte, in der er gewisse Erleichterungen gewähren werde. Hvamson hat sein Arbeits- Programm in Rumänien noch nicht erledigt und •wird daher 1 ni August neuerlich nach Rumänien kom nt c 1t, bei welcher Gelegenheit er auch die Hachscharah-Anstaltcn des Hcchaltiz besuchen wird. Am 21. Juni traf Hvamson in Riga ein, wo er bei der englischen Gesandtschaft abdieg. Während sc lies zweitägigen ,Aufenthaltes besuchte Hvamson sämtliche der Hachseltarah dienenden Anstalten des Rigaer Palästinaamtes und pflog eingehende Beratungen mit dem Palästinaamt. I;s fand auch eine gemeinsame Konferenz, mit den Vertretern aller ziomstiscltcn Institutionen und Vereine statt. Hvamson hat auch *511 Riga den Standpunkt der palästinensischen Regierung in der Einwandertingsfragc auscinandcrgcsctzt und sich über die in Riga vorhandenen zionistischen Einrichtungen lobend ausgesprochen. Die A.־C.־T«png der WIZO. geschlossen Am 30. Juni ging die Berliner Tagung des Aktionskomitecs der Weltorganisation zionistischer F?auen zu Ende, lieber die mitgctciltcn drei llauptprogrammpunktc entwickelte sich eine lebhafte und äußerst fruchtbar verlaufene Debatte, in der zum Ausdruck kam, daß unter keinen Umständen die Aufbringung des Palästiuabudgets an zweite Stelle gedrängt werden dürfe, namentlich da die Wizo zur Erweiterung ihrer praktischen Aufgaben in Palästina durch die Unterstützung zweier Mädchcn-Kwuzoth schreitet, daß aber die weitgehende Verpflichtung der kontinentalen Landesverbände zu praktischer nationaler Galutharbett anerkannt werden müsse. Es wurde beschlossen, ein Subkomitec zum Studium des Umfanges dieser Aufgabengebiete finzusetzen. Ferner wurde die Errichtung einer Zentralstelle für kulturelle Arbeit unter den jüdischen Frauen und Mädchen mit dem vorläufigen Sitz in Wien beschlossen. Diese Zentralstelle soll namentlich zu näherer Zusammenarbeit mit den Mädchengruppen (Juniorengruppen) führen, da zweifelsohne zwischen Mädchen- und Frauenarbeit engste Intcresscngemciii- Schaft besteht und die Mädchen die Arbeit der älteren Generationen übernehmen werden. Nach eingehender Besprechung des Arbeitsprogramms für 1926/27 und Annahme einiger Resolutionen schloß die erste Sitzung des A.-C. der Wizo. r ProreB Nanmu» Stdahirdt Vor der 7. Strafkammer des Landgerichts 3 wurde am 30. Juni unter Vorsitzdes Landgcrichtsrates Siegmann die Klage ton Dr. Naumann, Berlin gegen Lehrer Stein-, h a rd t - Magdeburg!erhandelt. Das Amtsgericht Charlottenbürg hatte im April Herrn Steinhardt wegen Beleidigung zu M. 100 Geldstrafe verurteilt. Gegen das Urteil legten Kläger und Beklagte Berufung ein. Zu der Verhandlung erschien der Kläger Dr. N a u m a n 11 persönlich, als sein Rechts- Beistand Jnstlzrat Dr. Siegmann. Der nichtcrschicnenc Beklagte wird durch Rechtsanwalt Dr. Klee vertreten. Waltrend der Verhandlung gibt Naumanns Rechtsbcistancl Dr. Stegmann seinem Bedauern darüber Ausdruck, d a ß d i c Zionisten noch immer in Deutschland seien. Dr. Klee nennt eine derartige Aeußerung eine Anpassung an das völkische Deutschtum. Mit denselben Argumenten, mit denen man liier die Zionisten bekämpfe, arbeiten die Völkischen gegen ilie Juden überhaupt. Dr. Naumann protestierte dagegen, daß Dr. Klee vor Gericht im ,.Volksrednerton‘׳ spricht. Der Vorwurf wird vom Vorsitzenden energisch zurückgrwicscn, der bittet, die Verhandlungen in einer Weise zu führen, wie sie unter gebildeten Menschen üblich ist. Sodann zieht sich das Gericht zur Beratung zurück und verkündet nach Beratung, daß im Gegensatz, zum Vorrichter es zu der Erkenntnis kam, daß dem Beklagten Gelegenheit gegeben werden müsse dafür den Beweis anzutreten, daß seitens des Klägers Den 11 nz.iationcn begangen werden. Die Verhandlung wird daher vertagt und der Beklagte erhält eine Frist von f> Wochen, innerhalb welcher er den näheren Beweis für die Behauptungen, die von ihm aufgestcllt wurden, anzutreten hat, ן U EDI SCH E RUNDSCHAU Wie die ״Times“ fn einem Telegramm aus Jerusalem meldet, hat Co|._ Kisch seine Naturalisation als palästin e n s isc h c r S t a atsbü rger beantragt. Das Blatt fügt hmzu; dies sei der erste Fall, daß ein britischer Offizier einen derartigen Schritt tue. Ui* Universitätsbibliothek in Florenz und Padua naben auf Initiative von Prof. Cassuto, früherem Ober-, ז*ךז von Florenz dem italienischen Komitec für dieNatio- «ritteit ״' Jcrusa*£m wertvolle Büchersammlungen über-* _ D83?' ״«i Habriutlr, das Gesundheitsamt der Zionistischen Palastma-Exekutive, veröffentlicht demnächst die erste Num- 1"6j«.01•6״/ Zeitschrift untet dem Namen ״Qeffentliche Oe- Kindheit“. ,! v Die Aufforstung Palästinas ׳ Von Agr. Ing. J. E11 i 11 g e r-Jerusalem. Anläßlich des 20. Tarn״.-, des Dalums von Theodor Hcr/Is Todestag, veranstaltet der Keren Kajenieth zur Ehrung Hcr/Is eine Aktion für die Baumspende, lieber die Bedeutung der Aufforstung Palästin,1s belehrt nachstehender Aufsatz. Unser Land kannte in früheren Zeiten den Segen natürlieber Wähler. Es steht fest, daß ein großer Teil der Berge Palästinas, der heute kahl und zerfurcht ist, in alten Zeiten von Hainen und Wäldern bedeckt war. Audi in den Ebenen waren große Strecken bewaldet. Die Einwohner des Landes fällten 111 verschiedene״ Perioden den größten Teil der Bäume und rodeten die Wurzeln aus. Dies geschah aus mancherlei Gründen und zu verschiedenen Zwecken, in der Hauptsache, um den Waldboden zur Pflanzung von Wein und Korn jmt/.bar zu machen. Es war dasselbe System, das noch heute in waldreichen Ländern, wie in Spanien, Indien und Transjoidanien zur Anwendung kommt. Während aber die Absicht gut ist, sind die Resultate sehr schlecht. In der Absicht zu kultivieren, leistet nun der Zerstörung Vorschub. Audi beute noch holzen in Transjordauien bei Es-Galt die Einwohner die Reste der alten Wälder ab, um den guten Waldbodcn zur Pflanzung von Weingärten zu benutzen und ihn 11.ich 1520 ״ Jahren, wenn die Weinberge -- ohne Düngütig -■ atilhörcii, gute Erträge zu geben, zur Saat von Weizen und Gerste zu verwenden. Dieses System führt zur Vernichtung des guten Bodens, der von den Winterregen von den Höhen fortgespült und an gliederen Stellen, in den Tälern anfgehäuft wird. Die Zerstörung der Wälder führt zur Zerstörung des Bodens, was die Engländer als ״soil destmetion“ bezeichnen. Betrachten wir einmal genau die Terrassen der jiidaischen Berge. Die Terrassierung dieser Berge ist eine riesige Leistung der Vorzeit, eine Leistung von hunderten und tausenden von Arbeitskräften, die größer war als der Bau der Pyramide״. Und heute ist der größte Teil dieser Terrassen nackter Fels, ohne die deckende Erdschicht, weil die Erdkruste fast ganzlieh von den Regen in die Ebene geschwemmt wurde. Wenn man diesen Prozeß betrachtet, versteht man, in welchem Grade die Ausrodung der Wälder und die Bepflanzung des Bodens mit Wein und Korn zur Zerstörung beigetragen hat. Trotz allem bestehen im Lande noch Reste alter Wälder, die noch nicht völlig abgebolzt sind, z. B. der Wald zwischen Haifa und Nahalat, auf dem Karmel, bei Sichren laakob in Samnria, die Wälder auf dem Wege zwischen Akko und Saffed, der alte Wald, der wie durch rin Wunder südlich von Hebron erhalten geblieben Ist; sic sind charakteristisch für Landschaften, wie man sie früher im Lande häufig fand. Wird es uns gelingen, diese geringen Reste in Zukunft vor dem endgültigen Untergang zu bewahren? Wird cs uns gelingen, die Berge wieder aufziiforstcn? Wird es uns gelingcn, die alten Wälder und damit zugleich den Boden der Berggegenden wieder zum Leben zu erwecken? In der Regel zieht man für die Aufforstung drei Bodenarten in Betracht, die für landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet erscheinen: Dünen-, Sumpf- und Oebirgsbodeu. Das Diincngcbict am Ufer des Mitteimeeres umfaßt gegen 500000 bis 000000 Dunam. (Nicht 2000000 Dunam, wie man früher schätzte.) Die Aufforstung dieser Dünen ist von verschiedenen Gesichtspunkten von Bedeutung für uns, stößt jedoch auf große technische Schwierigkeiten und ver■ langt, abgesehen von großen Gcldinvcstitioncn pro Dunam — Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit — Eigenschaften, die wir entwickeln werden, sobald wir uns als die Erbauer unseres Staates fühlen, in dem wir darauf achten müssen, daß 'die Dünen nicht weiter w'andern und Landstrecken verschlingen, die für Landwirtschaft geeignet sind. Was die Sümpfe und ihre Aufforstung betrifft, herrschten bei uns bis vor kurzem irrige Begriffe. Die Juden im Lande und im Gafuth, die als Laien nichts von Sanierung und Aufforstung verstehen, glauben, daß die Aufforstung der Sümpfe sie austroeknet. Das Ist falsch. Auch die Euka-!yptiisbäume besitzen diese Eigenschaft nicht. Sümpfe müssen drainiert werden, wie es in den letzten Jahren durch den Keren Kajemetb geschah, der diese Arbeiten durch Ent- Wässerung mit Hilfe von Röhren Und Kanälen entsprechend den neuesten Resultaten der Wissenschaft durchführte. Die Entwässerung, die Sümpfe trocknet und saniert, vernichtet die Nester efer Mücken, die den Menschen schaden — und nicht die Pflanzung von Wäldern — wie man früher glaubte. Nach der ,Trocknung der Sümpfe durch Drainage bieten die Sümpfe den fruchtbarsten Roden, Und hier gedeiheu freilich die Waldbänmc glänzend; hier können auch alle anderen Baum■־ und Pflanzcnarten gedeihen. Heute und in Zukunft wird man die Sumpfböden, die die reichsten und fruchtbarsten sind, die wir im Lande überhaupt haben, nicht zur Anpflanzung von Wäldern verwenden. Damit ist nicht gesagt, daß wir in Zukunft keine Wald• bäume auf fruchtbaren Böden pfianzen werden. Auch diese Ansicht, daß man auf 'guten Böden keine Wäfder aniegen dürfe -- ist irrig. Im Gegenteil: Auch heute schon benutzen die Siedler in den neuen landwirtschaftlichen Kolonien Teile des guten Bodens zur Pfianzung von Wäldern, die sich rasch entwickeln und daher gute Erträge versprechen. In Zukunft wird man dieses System in noch größerem Aus• maß anwcndeii. Das bedeutet keine Aufforstung fm ailgemeinen, sondern diese Plfan/uingen hilden einen Zweig des landwirtschaftlichen Betriebes. Die Züchtung von Waldbäumen aut guten Böden wird unter den übrigen Pflanzungen Palästinas, dem Lande der Plantagen, eine beachtliche Position einnchmcn, * Die bedeutendsten Flächen jedoch — Millionen von Dunum — die von uns und den foigenden Generationen bepflanzt werden müssen, liegen im Gebirge. Es ist leicht, Wälder auf gutem Boden zu ziehen, vor allem auf Boden, der früher Sumpf u'ar. Aber die Aufforstung der Berge Judäas, Samarias und Galiläas — die wieder in ihrem alten Glanze erstrahlen sollen — ist eines der schwersten Probieme, die unser Volk, das in sein Land zurückkehrt, zu lösen hat. Was bis jetzt getan wurde, ist nur af$ der erste kleine Schritt auf dem Wege zur Lösung dieses Probiems zu werten. Es muß anerkannt werden, daß die Deutschen die ersten waren, die auf dem Karmel damit begannen, die Berge durch Aufforsfung zum neue« Leben zu erwecken. Nach dem Kriege begannen auch wir, Jn diesem Sinne zu arbeiten. Aus Mitteln des Keren Kajemetb wurden auf den Höhen von Hulda, Benschemen und Kirjafh Anawim Wälder gepflanzt. Auf den, der intercsse und Verständnis für dieses werk hat, und auch auf den Durchschnlttsbcsuchcr machen diese Wälder schon heute einen guten Eindruck, obwohl sic noch so jung sind. Die Schaffung dieser Wäider bedeutet einen Uebergang von dem falschen System der Vorkriegszeit, wo man Oliven und andere Fruchtbäumc, die keinerlei Verbindung mit der Aufforstung des Landes batten, pflanzte, zu einer Aufforstung Im wirklichen Sinne. Was die Qualität betrifft, ist dieser Periodenwechsel von großer Bedeutung. Wir befinden uns jetzt auf dem richtigen Wege. Die Arbeit wird systematisch gemacht und bedeutet den Beginn einer richtigen Aufforstung- Politik. . * Was aber das Ausmaß der Aufforstung,■״■beit , die wir bisher im I andc leisteten, so muß lnsn ”clr'ßt, daß wir bisher sehr wenig geschaffen haben,!״/, ״«f!, Waldschommgcn sind nur einige 100000 Baume immer mailini wir die Berechnung unserer Auff0r+,, ” arbeiten narb der Zahl der Baume und nicht, wie in ,5)'י> ländern, nach der Zahl der Hektar oder acrcs.!0 h? unsere Bodcncinlieit, der Dunam. so klein, (der zehnte T. eines Hektar oder der vierte eines ,irre) und denimch -V1 wir heute weit entfernt davon, die Zahlung unserer y״■,/ bäume wenigstens diesem kleinen Borienmaß .1t1,t,pas Heute kann nur die Qualität der Arbeit, die den rL: - ■ - יי der Aufforstung der kahlen Berge unseres Landes ßars,״[ Befriedigung geben. Wann wird uns auch die Q״a״ti,; genügen? Wann werden wir große bewaldete Flächen hXB wie sie der Reisende z. B. aut der Fahrt durch dm «״.; des alten Oesterreich, zwischen Triest und Wien sieht 1 In Kürze und in allgemeinen Umrissen will jc(,' j Plan darlcffrn, der im Laufe der Zeit 7u einer WaMwj!׳* Schaft in Palästina fuhren soll. Darnach werde ich falls ganz kurz, den Weg bezeichnen, den meiner MCjnun‘ nach der KKL gehen muß, um sich der allgemeinen Tenden״■ zur Schaffung einer Waldwirtschaft 1m Lande an/״ra,.Sf Zuerst muß darauf geachtet und erreicht werden, daß die Regierung mit der Gewalt, die sie in Händen halt!);. Reste der alten Wähler im I amle wirksam beschul,■t. fW Ucbcrrcsto sind nicht weniger wichtig als die Reste allen Kulturen, die dir Regierung und verschiedene Om! schäften aller Kulturvölker in unserem Lande zu entdccktn und zu erhalten suchen. Die Reste der alten Wälder sind wie durch ein Wund״ im Laufe von Generationen vor der Vernichtung durch d,י Hand des Menschen gerettet worden, der den ßrxlen f,jr d - Anbau von Wein und Korn benut/t oder die Stamme »!, Brennmaterial verwendet oder sie seiner Ziegenherde epl» Diese Ueberrcste sind Denkmäler, Monumente, die tbtX des Schutzes, der Pflege und des Wiederaufbaus wert!!-d wie jene anderen Kulturdenkmäler, die man aus dem ßoduj gräbt, wie jene alte Synagoge aus Capernaum, wie e;, Reste der antiken Stadt Skytopolis, bei Bcthschan, die in den letzten Jahren atisgegrahcn und geborgen hat, Q dritte Mauer von Jerusalem, die im Vorjahre entdeckt wurdf oder die Reste von ״Kirjath Sefer“ im Süden, dessen Reste heute frcigelcgt werden. Es gibt Gesellschaften zur Erhaltung dieser Altertümer, cs gibt auch eine jüdische Gesellschaft mit diesem Zit( aber cs gibt noch keine jüdische Gesellschaft, die es s!di zur Aufgabe gemacht hat, die Reste der alten Wälder a erhalten. Es bestellt noch keine Gesellschaft, die es <id1 zur Aufgabe macht, aus den entsprechenden Teilen der alter, Wälder nationale Parks zu machen, wie es in anderen Kultur■ ländern geschieht. Fiine solche Gesellschaft hätte mit Hilfe der Regierung«, gcwalt über die Ueberresfe der alten Wälder zu wache!! und wäre im Stande, Nationalparks zu schaffen, die Tca• risten und Naturfreunde der ganzen Weit anzichcn konnte;!. Weiterhin muß man mit aller Energie von der paiästinen• sisclien Regierung fordern, daß sie die neu angelegten Wald- Schonungen schützt, die im Lande gepflanzt werden. Heut׳ wird das von der Regierung noch nicht getan, obwohl eit englische Regierung bereits Gesetze für den Waldschutz «. las-.ru hat. Aber das ״Waldgesetz,“ der Palästinarcjjiwusj enthält nicht die Paragraphen, die genügen, um die Arbeit der Juden, die insbesondere in den letzten Jahren zur Au!׳ forstung des Landes geleistet wurde, zu schützen. Die Waid« des KKL in Beer Tobia, Hulda, Benschemen und KirjitH Anawim, haben nicht selten durch die Axt der Nachbar,!, die auf jeden Baum der Umgebung erpicht war, gefe Und die Proteste des KKL vor den Behörden, die ön verpflichtet war, die Pflanzungen gegen die barbarische 1«■ Störung zu verteidigen, fanden bisher nicht den Widtflul die sie bei jeder Regierung eines anderen Landes ohne!ed* besondere Forderung der Interessenten gefunden hätten. Die Regierung selbst tut sehr wenig für die Aufforstug des Landes, während wir neben den anderen Forderungen der Behörden auch den Schutz der alten Waldreste und der Ncupflanzungeu verlangen müssen. Wir müssen die beredttigte Forderung an die Regierung richten, daß sie diese Aufgabe, die zu den ersten staatlichen Pflichten eines jrir Kulturlandes gehört, erfüllt, besonders, wo gerade die en{■ llsclie Regierung in anderen Ländern, die ihrer Leitung oder ihrem Einfluß unterstehen, z. Fi auf der Insel Cypern, sich für dieses Arbeitsgebiet besonders interessiert. AuSerdtra müssen wir selbst unsere Arbeit in diesem Zweige im Vtr• gleich zu dem, was bis jetzt getan wurde, erweitern, »m an Steife von Scheinversuchen reale Aufforstungspolitik w treiben, * Was den Kfrert Kajemetb betrifft, so muß rr die Autforstung als eine der nationalen Aufgaben betrachten, die in größeren! progressivem Maßstabe als bisher zu entwieW״ ist. Man muß sich von der Furcht frei machen, daß ץ Arbeit an der Aufforstung des Landes eine Gefahr für oü eigentliche Tätigkeit des KKL, die Aufbringung großer Sum men für ßodenkauf, in sich schließt, fm Gegenteil, wws sieb der Kreis, der sich für die Pflanzung von Waldbau«״ im Lande interessiert und bereit ist, dafür Geld zu geben, erweitert, so lenkt dies in keiner Weise vom cigenttiert" Ziel des KKL ab. Es ist eines der Mittel, um die J*eי ״ des Gallith mit bestimmten Aufgaben zur Verbesserung «er ן Landesvcrliäitnissc, zur Hebung und Erleichterung der Lebens• Verhältnisse zu verbinden. sj| Die Baumspende ging bis jetzt in der Hauptsache me1״ || von Leuten ein, die sieh das feste Ziel gesetzt hatten, וזג * der Aufforstung tlcs Landes hilfreich mitzuarbeiten, ״״״f tj ist der Zeitpunkt gekommen, um in den Ländern des <1w!״ durch die Landes,׳entraien des KKL den Versuch zu macite״. die Spender der Baumsnende in Gesellschaften von Antiänje1״ der Aufforstung Palästinas auf nationalem Boden zusamn1«' g zufassen. Die Mitglieder dieser Gesellschaften werden üj vielleicht bereit finden, für •diesen Zweck jährlich eine k'״n׳ j| teste Stimme zu zahlen. Die Mitglieder sollen sich j| allgemeinen Gesellschaft zum Schutze der alten Wälder uns«- ן!ן Landes und zur Schaffung neuer Pflanzungen nach eWCt || festen System ansehiießen. | Bevor dieser Plan zur Ausführung kommt, muß d«Jw f an die Aufforstung aller jener Ländereien in seinem ן •-)ש gehen, die sich für landwirtschaftliche Bebauung nicht t<p ■ ,j Augenblicklich besitzt der KKL ungefähr 10009 Dunam so | Böden. Es wäre wichtig, dieses Arcaf im Laufe einiger J»n 4; aufziiforstcn. . | Es ist wichtig zu wissen, dah in europäischen Pute .׳? im Durchschnitt 30״״ des Bodens mit Waid bestände״ ״: | Wenn wir im Laufe einer bestimmten Zeit dahin Kc, 1ך,« »; daß ein Teil dieses Prozentsatzes wenigstens auf natron* ן Boden bewaldet. ist, können wir zufrieden sein. S Der KKL beginnt jetzt mit einer energischen Aktion die Aufforstung. Es ist wichtig, daß alle, die an mr;; arbeiten wollen, einen festen Plan und weite perspeKi - vor sich haben, wie ich sie in großen Umrissen zu 1 mich bemüht habe, ' Nach den letzten Berichten werden die Schulen״!! scher Unterrichtssprache in der Ukraine von 7500Q 00י“ besucht. 1 N Lf» m Le Li Li v