Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 51 (2.7.1926)
- Date
- 1926-07-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 376 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 5! Erdbebe■ 1■ PilisNu Aus Jerusalem kommt die Nachricht, daß das Erdbeben vom 27. Juni, das sich, soweit sich bisher überblicken läßt, im ganzen Gebiet von Sizilien über alle Mittelmeerländer hin erstreckte, auch Palästina heimgesucht hat, wobei fünf leichte Erdstöße mctcreologisch festgestellt wurden. Verletzt wurde niemand. Keren Hajesstd in Südafrika Johann isbu rg, 26. Juni. (J.T.A.) Nahum Sokolow begab sich am 24. Juni nach Rhodesia, um dort die Kampagne für den Keren Uajessod zu eröffnen. Bis jetzt wurden in Südafrika für den Keren Uajessod 80 000 £ gesammelt; den größten Teil der Summe brachten sieben große Städte des Landes auf. Mit der Aktion in Rhodesia wird die südafrikanische Keren Hajessod-Kampagnc beendet sein. Man erwartet bestimmt, daß das gesteckte Ziel, in Südafrika 100000 £ für den Keren Hajessod aufzubringen, überschritten werden wir d. Wellkcalereiz des Misraehi Jerusalem, 28. Juni. (J.T.A.) Das Hauptbüro des Misraehi hat eine Wcltkonfcrenz des Misraehi nach An twerpeu einberufen. Die Konferenz wird vom 12. bis 17. Juli tagen. Hvamions Berliner Besprechungen Herr Hy am so 11, der Leiter des Emigrationsdepartements der palästinensischen Regierung, bleibt bis zum 4. Juli in Berlin. Während seiner Anwesenheit in Berlin nahm er an mehreren Konferenzen des Palästinaamtes und der Palästinakommission teil. Er informierte sich eingehend über die vom Berliner Palästinaamt geübte Praxis bei der Auswahl der Palästinaemigranten. Herr Hyamson besuchte auch die Farm des Hechaluz in Stangenheim. Die Wahlpr«te$te gegci die Gemeladcwafale■ Berlin, 28. Juni. (J.T.A.) Der Polizeipräsident von Berlin hat die an ihn gegangenen Proteste gegen die Wahlen zur Berliner Repräsentantenversammlung nunmehr zur Rückäußerung dem Gemeindevorstand der Berliner Jüdischen ücmeinde zugeleitet. Zum Referenten für den Gemeindevorstand ist Justizrat Mako wer bestimmt worden. — Wie der J. T. A.-Vcrtreter erfährt, wird der Gemeindevorstand zu dem Protest in der nächsten Sitzung Stellung nehmen. Es läßt sich noch nicht übersehen, wann die Entscheidung des Polizeipräsidenten fallen wird. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, die laufenden Geschäfte der Berliner Jüdischen Gemeinde nicht ruhen zu lassen, wird zunächst noch weiter die alte Repräsentantenversan«nlu11g einberufen werden, da *onst durch die Unmöglichkeit, .'uren Gemeindebeschluß Geldbewilligungen auszusprechen, ein völliger Stillstand der Vcrwaltungsgesehäfte zu befürchten wäre. Der Antichnß illr den Reiehsverband Der von der Münchener Tagung der Vertreter der Landesverbände am 25. April d. Js. eingesetzte Ausschuß zur V'orbereitung des Reichsverbandes der deutschen Juden hat einen Unterausschuß zwecks Vorbereitung eines Verfassungsent- Wurfes eingesetzt. Am 6. Juni trat dieser Unterausschuß in Berlin zusammen und wählte eine Redaktionskommission, die *» 7. Juni des Entwurf hersteifte, ‘"M& 18, Jal d. Js. wird,'wie"#iF'ife(׳eits;'gciM1eMset haben,, der Vollausschuß in München zusammen treten, um zu dem vorliegenden Verfassungsentwurf endgültig Stellung zu nehmen. Der Bayer. Landesverband hat die Herren Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer und Justizrat Hommel delegiert. Vom Preußischen Landesverband werden an der Sitzung dessen Vorsitzender, Kammergerichtsrat Wolff, justizrat Lilienthal, Rechtsanwalt Dr. Klee, Galeski, außerdem Justizrat Blau, Frankfurt, teilnchmen. Auch die übrigen Landesverbände werden entsprechend vertreten sein. Als bcsondere Sachverständige sind der Vorsitzende des Rabbinerverbandes, Dr. B a e c k, und für den Lehrerverband Lehrer Stern, Berlin, zugezogen. V01 der locbschiie llr die Wissencbaft des Jideitus Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hielt am 27. Juni ihre Generalversammlung ab. Justizrat Seligs o h n, der über das letzte Berichtsjahr referierte, leitete diesen mit einem Nachrufe für die drei verstorbenen Kuratoriumsmitglieder, Geh.-Justizrat Prof. Dr. Masse, Oberregierungsrat Dr. Meyer und Ehrenschatzmeister Max־ W e i ß, ein. Als wissenschaftliche Abhandlung der Hochschule wird demnächst eine Arbeit von Rabbiner Dr. Baeck über das Thema ״Pharisäer und Sadduzäer“ erscheinen. Die Hochschule wird augenblicklich besucht von 45 Hörern, unter denen 22 Deutsche, 14 Polen, 4 Jugoslawen, 3 Litauer, 1 Oesterreicher 11. 1 Grieche sich befinden, dazu kommen 29 Hospitanten. Die Rabbinatsprüfung haben im Berichtsjahre der nach Aachen berufene Dr. Schönberger und der nach Bingen bcrufene Dr. M a y b a u 111 bestanden. Von ehemaligen Hörern wurden berufen: Dr. Wiener von Stettin nach Berlin, Dr. Appel von Bingen nach Dortmund, Dr. Gottschalk, früher in Posen, als Religionslehrer nach Frankfurt a. M., Rabbiner Krön heim als zweiter Rabbiner nach Stockholm, Dr. R o s e n z w e i g aus Stuttgart nach Schneidemühl, Dr. Z1 o c i s t i aus Mannheim nach Offenburg in Baden, Dr. Eisenstadt, früher Rabbiner in St. Petersburg, als Rabbiner nach Paris. Die Bibliothek hat jetzt einen Gesamtbestand von über 40 000 Bänden. Die Einnahmen betrugen etwas über 102000 Mark. Das Kuratorium wurde durch die Hinzuwahl des Regierungsdirektors Dr. Weiß, des Leiters der Kriminal-Abteilung des Berliner Polizeipräsidiums, eines Sohnes des verstorbenen Kurators Dr. Max Weiß, ergänzt. Vom Hiiiaer Teehiiknm Zu dem von uns kürzlich veröffentlichten Bericht über die Realschule in Haifa bittet uns die Leitung des Technikums um folgende Feststellung: Das Technikum hat von Anfang seines Bestehens die Beendigung von 7 Klassen einer mittleren Lehranstalt als Aufnahmebedingung gestellt. Durch die letzten Beschlüsse des ״Palästinensischen Landeskomitees“ wurde diese Forderung noch verschärft und nunmehr der vollständige Abschluß einer Mittelschule zur Bedingung erhoben. Diese Aenderung wurde notwendig, weil das ungleichmäßige und oft unzureichende Niveau in den Vorkenntnissen der eintretenden Studenten eine nachteilige Erschwerung des Unterrichts zur Folge hatte. Außerdem gebietet die naturgemäße Entwick- Hing des Technikum zu einer Hochschule ebenfalls, die Forderungen für den Eintritt ausreichend hoch zu stellen. Die Witwe Max Nordaus arbeitet gegenwärtig an einer Biographie Nordaus, die sich hauptsächlich auf seine Briefe stützen wird. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr, 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. ביום הראשוו הזה 4 יולי יערוך בית הועד העברי ביחד עם בית המדרש ללשון העברית טיול חברים וחברות לראנסדורף יעל יד ערקנעח בהנהלת החבר טר שדבר. הפגישה בשעה 10 וחצי בבית הנטישות נפגשים בשעה 2 אחר הצהרים בבית B8«« הנתיבות _הנתיבות ראנסדורת. ביום השני 6 ליולי תהיה בשעה ג/'8 בערב במעון האגודה הרצאת הסופר י. ברסלבסקי מא״י על הנושא: "מהותו של עם הדרווים בקשר עם המאורעות האחרונים בעבר הירדף. אורחים רצויים. Montag, den 5. Juli abends 8'״ Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafe Bohne, Steglitz, Albrechtstraße 127. Zusammensein. Mittwoch, den 7. Juli abends 81/3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung (Kartell jüd. Verbindungen u. Bund Zionistischer Korporationen) im Sitzungssaal, Meinikestraße 10. Herr R.-A. Dr. Moritz Bileski: ״Rechtswesen und Anwaltsberuf in Palästina“. Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends 8 Uhr Zusammensein Brauerei Lipf, Am Friedrichshain 16/23. Zeire Misraehi, Jeden Sonnabend nachmittags 5t/* Uhr im Misrachi-Büro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. Fiescher. Hapoöl-HazaTr, Jeden Donnerstag , abends 8'/» Uhr Zusammensein im Jüdischen Volksheim, Dragonerstr. 22 Landesverband der Zionisten-Revisionisten befindet sich in der Lietzenburger Straße 8a. Sprechstunden von 1 bis 3 Uhr. Dort befindet sich auch das Büro der Berliner Zionistischen- Revisionistischen Vereinigung. Die jüdische■ Schale! ia Pole■ Warschau, 27. Juni. (J.T.A.) Einer Abordnung der jüdischen Schulorganisation, die ihm Wünsche und Beschwerden vorbrachte, erwiderte der Unterrichtsminister, die Zweisprachigkeit der jüdischen Schulen mache es der Behörde schwer, Entscheidungen zu treffen. Im übrigen versprach der Minister die sofortige Zurückziehung gewisser gegen die jüdischen Schulen sich richtender Zirkulare des früheren Ministers Grabski und eine Subventionierung des jüdischen Schulwesens in einem späteren Zeitpunkt. Die Abordnung erhielt den Eindruck, daß man in Regierungssphären nunmehr den jüdischen Schulforderungen Verständnis entgegenbringt. ) Warschau, 28. Juni. (J.T.A.) Der Unterrichtsminister Mikulows ki-Pomarski, empfing auch die Zentralkomiteemitglieder der hebraistischen Schulorganisation ״Tarbuth“. Die Abordnung schilderte dem Minister die Lage des hebräischen Schulwesens und forderte die offizielle AnerkennungderhebräischcnSchulen, die Nominierung von Schulinspektoren mit hebräischen Kenntnissen, Subsidierung der hebräischen Volksschulen laut Schülerzahl und Oeffentlichkcitsrecht für di י hebräischen Gymnasien. Der Minister versprach, die Forderungen eingehend zu prüfen, wies aber auf gewisse prinzipielle politische Schwierigkeiten hin und stellte eine Subventionierung des hebräischen Schulwesens durch den Staat in Aussicht. Me jfldiiehei Seialore■ 1■ Rualniei Bukarest, 27. Juni. (J.T.A.) Dem rumänischen Senat gehören die folgenden fünf jüdischen Mitglieder an: Landesrabbiner Dr. Niemirower (Vertreter der jüdischen Konfession), Mendelsson (Jassyer Handelskammer), Rabbi Zirelson (Kischinew), Karl Krüger (Czemowitz) und Streitmann (Storczynetz). Vermischtes Persönliches. Dr. Arthur Hantke, der sich vor einigen Tagen einer Operation unterziehen mußte und sich auf dem Wege zur Genesung befindet, hat auf seinem Krankenlager durch den Tod seiner Schwiegermutter Frau Justizrat Heym a n :1, deren Begräbnis am Mittwoch, den 30. Juni, stattfand, einen schweren Verlust erlitten. Herrn Dr. Hantke und seiner Frau wendet sich aus diesem Anlaß das Mitgefühl aller Freunde zu. Berliner Zionistische Vereinigung.. Die B. Z. V, veranstaltet gemeinsam mit dem K. I. V. und B. Z. V. am Mittwoch, den 7. d. Mts., einen Vortragsabend, auf dem Herr R.-A. Dr. Moritz Bileski über ״Rechtswesen und Anwaltsberuf in Palästina“ referieren wird. Die Veranstaltung findet abends SV2 Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, statt. Gäste willkommen. Berlin. Jüdischer Studentenverein e. V., Friedrichstr. 115 (am Oranienburger Tor). Am Mittwoch, den 7. Juli, abends 9 Uhr, hält der Schriftsteller C ha sch in! einen Vortrag über das Thema: ״Scholem Alejchem und seine soziale Bedeutung“. Gäste willkommen! Konferenz der Zionisten-Revisionisten. Die Tagung der Zionisten •^Revisionisten findet am 4. Juli d. Js. im ״Roten Saal“ des Logenhauses, Kleiststr. 10, vormittags 10 Uhr, statt. Sie wird einen Tag dauern und in drei Sitzungen abgehalten werden. 1. Eine öffentliche Sitzung von 10 -1 Uhr, 2. eine geschlossene Sitzung von 3—7 Uhr, 3. eine öffentliche Sitzung von Vs9—12 Uhr. In der ersten Sitzung werden Herr Dr. Brutzkus ״Ueber die Lage in Palästina“ und Herr Dr. Arnsberg ״Ueber die Lage in der Zionistischen Organisation“ berichten. Gäste für die öffentlichen Sitzungen willkommen! Die Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin teilt mit: Wir beabsichtigen, nach den Sommerferien Kurse für Schüler Im Alter von 11 bis 14 Jahren im Westen Berlins einzurichten. Es sind sowohl Kurse für Anfänger als auch solche für Fortgeschrittene in Anssicht genommen. Eltern, die dafür Interesse haben, werden ersucht, Meldungen unter genauer Angabe des Alters, Schulbesuchs und <wtl. Vorkenntnisse im Hebräischen an den Leiter der Hebräischen Lehranstalt, Herrn N. Berggrün, Wilmersdorf, *Prinzregenten- Straße 511, schriftlich gelangen zu lassen. jüdischer Ruder-Club ״Ivrla". Wochenprogramm Sonntag, den 4. 7. 26: 9 Uhr bootsfertig Friedrichshagen; Ster Mannschaft pünktlich 10 Uhr. Dienstag, den 8. 7. 26; Heimabend bei Hutsclmecker, Wilmersdorf, Lauenburger Str. 2a. K. F. K. F. mitbringen. Donnerstag, den 8. 7. 26: Ab 6 Uhr Uebungsbctrieb Friedrichshagen. Sonntag, den 11. 7. 26: 9 Uhr bootsfertig Friedrichshagen. Gautag des Jungjüdischen Wanderbundes. Der Gautag des Jung-jüdischen Wanderbundes für Rheinland und Westfalen, der am Sonnabend, den 26. Juni nachts begann, war überaus zahlreich besucht. Fast 200 Menschen waren zum Teil aus sehr entlegenen Orten zusammengekommen, um die Arbeit des Gaues zu besprechen und auch einige festliche Stunden zu verleben. Der Gautag begann in der Nacht mit einem Feuer, um das sich der Gau versammelte. Im An- Schluß daran fand eine Sitzung der Führer statt, in welcher nach einem einleitenden Referat von Kurt Löwenstein über Erziehungsfragen des Bundes gesprochen wurde. Am Vormittage beschäftigte man sich hauptsächlich mit spartliehen Wettkämpfen, um sich dann nach dem allgemeinen Abkochen zu einer kleinen Aufführung zu versammeln und im Kreise der Aelteren die akuten Fragen der Arbeit im Gau zu besprechen. Spiel, Lieder usw. beschlossen gegen Abend den Gautag, der dazu bestimmt war, die Ergebnisse des Bundestages für diesen Gau zu erweitern und insbesondere durch die Teilnahme starker Gruppen Jüngerer, diesen Zweck wohl auch erreicht hat. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden macht auf die bei ihm eingerichtete Stellenvermittlung für Lehrer, Kantoren, Prediger und Schochtim aufmerksam. Es sind zurzeit eine Reihe geeigneter Kräfte in dieser Stellen- Vermittlung vorgemerkt. Die Gemeinden werden in ihrem eigensten Interesse aufgefordert, vor Ausschreibung beim Landesverband Rückfrage nach geeigneten Bewerbern zu halten und nach Besetzung dieser Stellung dem Landesverband Mitteilung über die Person und die Anstellungsbedingungen des Beamten zu machen. Besonders machen wir auf die Vermittlung von Beamten für die hohen Feiertage auf• merksam. I Die Ortsgruppen Bunzlau. Am 19. Juni ' 1926 sprach in einer von den Zionistischen Gruppenverband für Niederschlesien veranstafteten Versammlung Herr Studien rat Dr. Willy Cohn aus Breslau über das Thema: ״Der Kampf um die Emanzipation im 19. Jahrhundert“. Die geistvollen und in mancherlei Hinsicht Nepes bringenden Ausführungen des Redners fanden bei den für hiesige Verhältnisse recht zahlreich erschienenen Besuchern des Abends verdienten Beifall. An den *Vortrag schloß sich dann eine Aussprache an, an welcher sich auch mehrere Nichtzionisten beteiligten. Waldenburg (Schles.). Am 9. Juni sprach hier Herr Dr. Franz Meyer aus Breslau über das Thema ״Zionismus und Zentralverein, Aufbau und Abwehr“. Der Vortrag war außer• ordentlich gut besucht und fand reichen Beifall. Wenn er unsere! Ortsgruppe auch keinen Zuwachs gebracht hat, so glaube ich doch, daß ein Teil der hiesigen Gemeindemitglieder uns allmählich näher kommt und daß weitere Veranstaltungen uns auch praktische Erfolge bringen werden. Bridkistea der Redaktion Won Levy. Zum Thema ״Zionismus und Pazifismus“ schreiben Sie in einer Polemik gegen Hubert Polack u. a.: ״Die Berufung auf die kriegerischen Fähigkeiten de! Juden ist nur insofern richtig, als erst dadurch die pazifistisehe Gesinnung der Zionisten moralische Qualität bekommt, was nicht der Fall sein würde, wenn wir ein Volk von weitfremden Duldern wären.“ — *Dies ist zweifellos richtig. Im übrigen können wir aber neue Artikel zu dem Thema momentan nicht mehr veröffentlichen. E. D. Hamburg. Zur Erheiterung unserer Leser sei nach• stehend das Inserat aus dem Hamburger Isr. Familienblatt unter der von ihnen vorgeschlagenen Spitzmarke wiedergegeben: ״Kein Bubikopf — kein Zionist“. Das Inserat lautet: Für Verwandte, bildschöne junge Dame, 23 Jahre, kein Bubikopf, frohe Natur, tüchtig in Haus und Geschäft, suche strebsamen, fleißigen Mann mit feinem, ehrenwertem Charakter, in guter Position, kein Zionist. Barmitgift: 8 Mille, gute Einrichtung und Aussteuer. Evtl. Einheirat in Spezialgeschäft. Offerten unter . . , Jüdische Gemeinde. Freitag, den 2. Juli 1926, abends, ln in den Synagogen mit altem Ritus: 7,30 Uhr, in den Svnagogen mit altem Ritus: 7 Uhr. Sonnabend, den 3. Juli 1926, morgens: Alte Synagoge: 8,30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frohgottesdienst: 7,30 Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Synagoge Münchener Straße: Dr. Arthur Levy (Schrift); Synagoge Fasanenstraße: Dr. Bergmann. Jugendgottesdienst: 4,30 Uhr Synagoge Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat- Ausgang: 9,33 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7,30 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus außer Synagoge Pestalozzistraße: 6,30 Uhr; Synagoge Pestalozzistraßc und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halensee, Mark graf-Albrecht-Straße 11/12. Die Hauptsynagoge ist vom 1. Juli bis 1. August er. geschlossen. Der Gottesdienst findet an den Sabbaten in der Wochentagssynagoge statt, und zwar: Freitag abends 7 Uhr, Sonnabend vorm. 10 Uhr; Mincha 9,5 Uhr, Sabbat-Ausgang 9,33. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7 Uhr, abends 7,30 Uhr. Synagoge ״Adaß Jeschurun“, Clausewitzstr. 4. am Kur fürstendamm. Gottesdienst am Schabboß ״Prischoß“ Freitag abends: 7,30, Sonnabend morgens: 9,30, Sonnabend abends (Mincha) 9 Uhr. Schabboßausgang: 9,33. B*S8BMSIIiiiBffliBS3S888SBS8g8B8B8BUStti8MS8B8ili■■^^ Geschäftliche Mitteilungen Es 18t •ehr erfreulich. da8 zu Beginn der Sommer8eieon in Oriadelweld. »180 im •ob«nuten Teil de■ Berner Oberlende•, ein Hotel mH etrenjj ritueller Küche eröffnet wurde. E8 iet bekennt. deB Orindelweld infolge der windge«chtttzee, •onnigen Lege trotz der H8ho von 1060 mtr. ein milde« von Aerzten ellgemein empfohlene• Klitne bet. Dt«*er HOhenlaftkurori eignet •ich nicht nur zum längeren Aufenthalt für Blnterme, Nervenleidend•. Ruhe- und Erholangnbedürftigo, ■ondem »uoh •18 Qnertier für Wenderar und Bergfreund•. Orindelweld zeichnet •ich durch amt gefiegte Wege and •chettige Promenaden en>. Es liegt unmittelbar em Fufle von SeheMeek, Fenlhorn, Eiger, Wetterhorn and Jungfreu. Orindelweld i«t von B»«<a »na in 6 Stunden zu erreichen• raissiina-firundlonds deren Hajessod) LU. Berlin W iS, MeinekestraBe 10. Bankkonto: Darxnstädter und Nationalbank, Depot.-San• 59. Knrfürstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr, 194951,