Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 45 (11.6.1926)
- Date
- 1926-06-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 333 Vermischtes Berlin. Am Sonnabend, den 12. Juni, abends 817* Uhr, halt Chawer 1. Rubin, Vorsitzender des Verbandes Jüdischer Studentenvereine in Deutschland, in den Räumen des Jüdischen Studentenvereins Berlin (Friedrichstraße 1151, am Oranienburger Tor) einen Vortrag über das Thcmp: ״Der jüdische Student, was er ist und was er sein sollte”. Gäste willkommen.' Berlin. Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung hält am Mittwoch, den 16. Juni 1926, abends 8 Uhr im Blauen Saal des Brüder-Vercinshauscs, Kurfürstenstraße 116 ihre Generalversammlung ah. Tagesordnung:!. Jahresberieht. 2. Kassenbericht. 3. Neuwahlen des Vorstandes, der auf 10 Mitglieder erweitert werden soll und 4. ein Vortrag von Dr. Czellitzer über Ergebnisse der Familten-Sammelforschung des Jüdischen Frauenbundes. K.J.V. Wir suchen Vertretungen für praktische Acrzte und Spezialisten, ferner Vertretungen oder Hilfsarbeiterstellen für Juristen. — Gebrauchsgraphiker sucht Stellung in Berlin. — Nationalökonom im IV. Semester möchte während der Sommerferien im Austausch (beiderseits Kost und Logis frei) nach England, Frankreich oder in die franz. Schweiz gehen. — Wir können zwei möblierte Zimmer, im Berliner Westen gelegen und für Arztpraxis besonders geeignet, nachweisen. Präsidium des K. J. V. Berlin W. 35, Kurfürsten- Straße 150. Tel. Kurf. 1095. Wissenschaftlich befähigte Lehrer und Nachhilfe- 1 e h r e r für Gymnasialfächer, insbesondere für Hebräisch und Neu-Hebräisch sowie Übersetzer (vor allem der östlichen Sprachen; weist der Jüdische Studentenverein (e. V.) nach. Adresse: Berlin N.24. Friedrichstraße 1151, am Oranienburger Tor. Telephonischer Anruf genügt. (Mittags 11/2 — 3 Uhr; Norden 11789). Bekannte Rezitatorin erteilt Unterricht in Stimm- und Atemtechnik zu künstlerischen und Heilzwecken, übernimmt auch Beschäftigung als Vorleserin. Bewerberin würde auch gern in Institutionen und Heimen Unterricht erteilen und rezitieren. Zuschriften unter P. R. an die Redaktion des Blattes. Ein großer Teil der Käufer des Kischon-Bodens (Zone IV) versammelte sich am 2. Juni in der Wohnung des Herrn Andermann, Nürnberger Str. 28, um den Ausführungen des in Berlin weilenden Ingenieur Löwy aus Palästina beizuwohnen. An Hand von geographischen Landvermcssungskarten erläuterte Herr Löwy die Aufgaben und Ziele des Meschek und entwickelte ein interessantes Bild über die Zukunft der Orangenplantagen. Ingenieur Kutzenok gab dann Aufklärung über wirtschaftliche Fragen Palästinas. Die anwesenden Zuhörer bildeten sodann, einer Anregung des Herrn Kutzettoks folgend, spontan ein vorbereitendes Komitee für eine Kooperative der Bodenkäufer des Kischonbodens, mit dem Ziele, gemeinsam die Bearbeitung und Ausbeutung der gekauften und in Kürze zu übernehmenden Parzellen zu fördern. Um das gesteckte Ziel weiter und intensiv verfolgen zu können, werden die in Berlin seßhaften Käufer des Kischonbodens (Zone IV) gebeten, ihre Adressen dem Herrn A n - d erm an n, Berlui-Chariottcnburg, Nürnberger Str. 28 (Fern- Sprecher Steinplatz 5658) mitzuteilen. Es ist beabsichtigt, in der nächsten Zeit eine nochmalige Zusammenkunft zu bewerkstelligen, in der eine im Orangenbau außerordentlich versierte Persönlichkeit einen aufklärenden Vortrag halten wird. Bei diesem Zusammensein sollen auch definitive Beschlüsse gefaßt werden, die für alle Kischonbodenkäufer von großer Wichtigkeit sein dürften. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Mittwoch, den 16. Juni, abends 8 >,3׳ Uhr Gruppe West, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Herr Josef Braslawski, Palästina: ״Das Huleh-Tal und seine Zukunft“. Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends 8 Uhr Zusammensein Brauerei Lipf, Am Friedrichshaiu 16/23. Poale Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Heim, Linienstraße 159, 111. Jeden Sonnabend nachmittags 5/4 Uhr Zeirc Misrachi, im Misrachi-Büro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. Flescher. Hapoel-HazaVr, Jeden Donnerstag abends 8,/ן Uhr Zusammensein Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Landesverband der Zionisten-Revisionisten befindet sich in der Lietzenburger Straße Sa. Sprechstunden von 1 bis 3 IJhr. Dort befindet sich auch das Büro der Berliner Zionistischen- Revisionistischen Vereinigung. Essen. Am 6. Juni fand unter Vorsitz des Herrn Adolf Koch eine Versammlung der Palästina-Bodenkäufer Rheinland-Westfalens der Gesellschaften ״Mcshek“, Haifa Bay Co. und Zion Commonwealth statt. Anwesend waren etwa 250 Personell, darunter zirka SO Käufer, aus den Bezirken Dortmund, Essen, Gladbeck, Bottrop, Hamborn, Düsseldorf und Köln. Die drei Gesellschaften waren durch die Herren Ing. Löwy, Haifa, Ing. Kutzenok und Josefsberg, Berlin, vertreten, ing. Kutzenok schilderte die gegenwärtige Lage in Palästina, spricht über die Ursachen der Krise, von der auch die im Entstehen begriffene Stadt Afuleh ergriffen worden ist, und deren Entwicklung vorübergehend gehemmt hat. Ing. Löwy von der Haifa Bay referierte über die landwirtschaftliche und verkehrspolitische Bedeutung der Kischon-Akko-Ebcnc, erwähnte das Soskin-Projekt, der zu diesem Zwecke Boden von der Haifa Bay erworben hat, wo 250 Familien als Landwirte und ungefähr 50 Familien als Handwerker an gesiedelt werden sollen, streifte das Projekt der ״Schchunath Övvdlm“, die vom Keren Kajcmeth und Keren Hajessod für diejenigen Arbeiter gegründet werden soll, die 1m Hafen- und Industriegebiet von Haifa Beschäftigung finden werden. Nach einer lebhaften Diskussion wurde die Versammlung geschlossen. Jacob Josefsberg. Die Verlraneisleule des Kere■ K»|enetk werden hierdurch nochmals dringend gebeten, für die Leerung der Keren Kajemeth-Büchsen in ihrem Ort Sorge zu tragen. Die Büchsensammlung bietet bei der augenblicklichen Wirtschaftsläge die beste Möglichkeit, große Summen für den Keren Kajcmeth aufzubringen. Wir erwarten, daß diejenigen Vertrauensleute, die es noch nicht getan haben, umgehend mit der Vorbereitung der Leerung beginnen und sich die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppen und Jugendverbände als Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Brielkssten der Redaktion C. Berlin. Nach unseren Informationen spielte sich der Vorfall folgendermaßen ab: Der jüdische Rechtsanwalt Dr. Ernst Maas, Berlin, Wallstr. 1, führte während einer öffentliehen Verhandlung über den zwischen seinem deutsch-jüdischen Mandanten F. und dessen ostjüdischen Gegner A. beim Landgericht Berlin I schwebenden Rechtsstreit in der Verhandlung am 7. d. _ M. zur Begründung der seinerseits beantragten Klageabweisung folgende Argumente au: ״Der Gegner meine® Mandanten ist galizischer Jude, hat auf illegale Weise Mensehen betrogen und hat hier schieberische Geschäfte gemacht.“ Der Rechtsanwalt des ostjüdischen Gegners A., Rechtsanwalt Dr. Hans Wolf, Berlin, Am Weidendamm la, mußte erst seinem patriotischen Kollegen Maas erwidern, daß das Gesetz keine Unterschiede zwischen Juden und Menschen um so weniger zwischen deutschen Juden und galizischen Juden kenne. Dieser Auffassung schloß sich auch das Gerieht an. Jüdische Gemeinde, Freitag, den 11. Juni, abends in den Synagogen mit altem Ritus: 7,30 Uhr, in den Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sonnabend, den 12. Juni, morgens: Alte Syn.: 8,30 Uhr, die übrigen Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr, Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst: 7,30 Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Syn. Rvkestr.: Dr. Wilhelm Lew; Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy (Schrift); Neue Syn,: Dr. Warschauer; Syn. Lindenstraße: Dr. Blumenthal: Syn. Fasanenstraße: Dr.'Wiener. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Fasanenstraße: Dr. Oalliner: 4/30 Uhr: Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy. Sabbat-Ausgang: 9,29 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends, in allen Synagogen: 7,30 Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus, außer Syn. Pestalozzistraße: 6,30 Uhr; Svn. Pestalozzistraße und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Synagoge ״Der Friedenstempei“, Berlin-Halensec, Markgraf-Albrecht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends: 7 Uhr. Sonnabend vormittags: 10 Uhr; Mincha: 9 Uhr, Sabbatausgang: 9,29 Uhr. Wochentagsgottesdienst•, täglich morgens 7 Uhr, abends 7,30 Uhr. Synagoge ״Adaß Jeschurun“, Clausewitzstr. 4, am Kurfürstendamm. Beginn des Gottesdienstes am Schabboß ״Kaurach“, Freitag abends: 7,30 Uhr, Sonnabend morgens: 9,30 Uhr (Rausch-Chaudasch), Sonnabend abends (Mincha): 9 Uhr. Schabboßausgang: 9,29 Uhr. Samstag Rausch-Chaudasch. raiasiina-Grundionds (Heren Hajessod) E. v. Berlin W15, Mei&ekestraße 10. Bankkonto: Darmstädter und Nationalbank, Depos.-Kasss 69, Kurfüratendamm 62. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104961, Der für Sonntag, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im groben Saale der Philharmonie angesagte Gesellschaftsabend, an dem Professor Chflim Weizmann teilnehmen sollte, muhte verschoben werden. Siehe Notiz im redaktionellen Teil. Für die bereits gekauften Karten wird im Büro des Keren Kaje> meih, Berlin W15, Meinekestr. 10, der Kaufpreis zurückerstatlei.