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Jüdische Rundschau · 1926-06-04 · Heft 43 (4.6.1926) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 43 (4.6.1926)
Date
1926-06-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 42 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 317 Kleine Nachrichten Die Abordnung■ des Waad Leumi nach Genf ist am 27. Mai von Jerusalem abgercist. Die palästinensische ,,Officia! Gazette“ veröffentlicht eine neue Regierungsverordnung, wonach die Polizei berechtigt ist, das Hissen oder Aufstcllen jeder F n h n e und jedes Abzeichens, das geeignet erscheint, den Frieden unter der Bevölkcrung zu stören, zu verbieten. Mit dieser Verordnung erlischt die Wirksamkeit der im Jahre 1920 in der Fahnentrage erlassene Verordnung, die nur bei Aufzügen und Demonstrationen die Benutzung von derartigen Fahnen verbot. Wie der ״Merat el Scherk“ berichtet, beabsichtigt die palästinensische Regierung, in Jaffa einen großen Orangengarten zu erwerben, um dort die verschiedensten Arten von Orangen- und Zitronenbäumen anzupflanzen. Dieser Mustergarten soll eine Art landwirtschaftliche Schule darstellen. Offiziell wird mitgeteilt, daß der Kronprinz Italiens Umberto itn November dieses Jahres Palästina besuchen wird. Der Kronprinz wird die Reise auf einem italienischen Kriegsschiff unternehmen. Der Besuch wird offiziellen Charakter tragen. Die Union der internationalen Gewerkschaften hat beschlossen, den für den 18. Mai nach London einberufenen Welt Wanderungskongreß, auf den! auch die jüdisehen Wanderungsfragen behandelt werden sollen, auf den 22. Juni zu verschieben. Im April sind 985 Juden aus Polen nach Palästina ausgewandert. Die große Mehrheit der Palästinawanderer sind ausgebildcte Flandwcrker und Landwirte. Die hebräische Tageszeitung ״Haarcz“ erhielt auf eine Anfrage von Rabindranath Tagore die telegraphische Mitteilung, daß er im Oktober dieses Jahres zu einem Besuch nach Palästina kommen wird. Mrs. Bertha W. Guggenheimer aus Linchberg, Staat Virginia, spendete 50 000 Dollar für Kinderspielplätze in Palästina. Die Kontrolle über die Verwendung des Fonds steht der Zionistischen Organisation zu. Die Mai-Nummer des Commerciai Bulletin, das vom Zolldepartement der palästinensischen Regierung herausgegeben wird, stellt fest, daß ״der Mangel an flüssigem Gelac noch weiter vorherrscht“ und bringt ferner eine Mitteilung des Direktors für Forst und Landwirtschaft über die E r n t e a 11 s s i c 111 c n im April, die in ungewöhnlich optimistischem Tone abgefaßt ist. Die Gesamteinnahmen des KKL. im April 1926 beliefen sich auf 22 786 £, was ein wenig über den monatlichen Durchschnittseingängen des jetzigen Finanzjahres liegt. Der in den 7 Monaten Oktober bis April eingekommene Gesamtbetrag macht 154 789 £ aus, gegenüber 133 707 £ in der gleichen Epoche des Vorjahres. Colonel Kisch und Jaoobus Kann, der holländische Konsul in Jerusalem, gaben zu Ehren der Witwe und Tochter Max N o r d a u s einen Empfang. Herr S. D. Levontin, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Anglo Palcstine Company in Jaffa und einer der Direktoren der Jüdischen Kolonialbank, beging dieser Tage seinen 70. Geburtstag. Frau Dr. Rosa Straus, die Präsidentin des Vereins für Gleichberechtigung der jüdischen Frauen Palästinas, begab sich als Delegierte zum 10. Kongreß der Internationalen Voreinigung für Frauenstimmrecht nach Paris. Der tschechoslowakische Zionistentag ist für den 5. bis 7. Juli nach Brünn einberufen worden. Bei den Wahlen in den rumänischen Senat wurde der Oberrabbiner von Kischinew, Rabbi Zirelsohn, auf der Regierungsliste als Senator gewählt. Auf Grund des cstländischen Autonomiegesetzes wurde ein jüdischer autonomer Kulturrat gewählt, der am 6. Juni zum erstenmal Zusammentritt. Am 16. Mai brach im Juden viertel der Stadt Ba c a u ein Brand aus, dem das gesamte Judenviertel zum Opfer fiel. Ungefähr 500 Häuser sind bis auf den Grund abgebrannt, mehr als 2000 Menschen sind obdachlos. Die Stadt Liadi, Provinz Smolensk, wurde durch Feuer zerstört. Die jüdische Bevölkerung ist ohne Obdach und appelliert um Hilfe. In der Stadt Horodok, Provinz Kiew, brannten 60 jüdische Häuser ab. Einige Juden erlitten schwere BrandvCrletzungen. Auch ist viel Vieh umgekomme». Dem Technikum in H a i f a wurden dieser Tage aus Los Angelos als Spende der Nathan Strauß-Gesellschaft zur Förderung Palästinas 1000 Dollar übermittelt. Itn Juni d._ J. wird in Czcrnowitz eine Konferenz der Cliassidim-Rabbis der berühmten ״Russchiner“ und ״Kossower“ Familien, sowie anderer wohlbekannter Rabbis abgehalten werden. Der zehite T«deslag vm S. 6. Frag Aus Anlaß der zehnten Wiederkehr des Todestages des russisch-jüdischen Dichters S. O. Frug veranstaltete der Verband russischer Juden in Deutschland im Logenhaus, KIciststraße 10, eine Gedenkfeier. Eingeleitet wurde die Feier durch Worte vom Präsidenten des Verbandes, Staatsrat Dr. Jacob Teile 1, der das tragische Leben und den tragischen Tod des hochbegabten Dichters schilderte, dessen Lied ״Der Tränenkrug“ in der ganzen Welt bekanntgeworden ist. S. Dubnow und Benzion Katz schilderten die Persönlichkeit des Dichters auf Grund persönlicher Erinnerungen und Prof. J. Eichenwald hielt einen Vortrag über ״Frugs Poesie“. Saul Tschernichowsky verlas unter tiefer Ergriffenheit der Zuhörer zwei Gedichte, die Frug unmittelbar vor seinem Tode in hebräischer Sprache niedergeschrieben hat. Die Feier wurde eingerahmt durch musiitalische Darbietungen von Frau Kaufmann und Deklamationen von Frl. S. Bluwstein und Gad S 11 e 1 a s o. Presseschaa Dr. h. c. Freiherr v. Schoenaich setzt die Publizicrung seiner Sonderberichte für die ״Vossischc Zeitung“ über seine Eindrücke und Erlebnisse in Palästina fort. In seinen beiden letzten Aufsätzen, die ״Das Land der Verheißung“ und ״Landarbeit in Palästina“ überschrieben sind, beschäftigt er sich mit der Organisation der jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen und dem System ihrer Arbeit. ״Boden und Sachen bleiben tot“, schreibt er, ״solange ihnen nicht der Mensch seinen lebenspendenden Odem einhaucht. In dem durch Jahrhunderte von jeder Verbindung mit der lebenspendenden Ackerscholle abgesperrten jüdischen Volk lebt offenbar ein heißes Sehnen nach dem Lande, in dem die Voreltern einst glücklich waren . . . Ich sah das Lager der Neuankömmlinge in Haifa. Studenten, Advokaten und Flandlungsgehilfen, meist aus Polen und Rumänien, kamen, sich ״umzuschichten“ von geistiger zu körperlicher Arbeit, nicht der körperlichen Bewegung allein wegen, sondern, um endlich mithelfen zu können, der heißgeliebten und doch so lange entbehrten Erde neues Wachsen und Werden abzuringen. Daneben sah ich Mütter, die ihre Kinder in der Stickluft des Ghettos hatten dahlnsicchcn scheu, Kinder, denen die letzten ukrainischen Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinckestr. 10. Telephon: Bismarck 7163—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenversvaltung der B. Z. V, בית ועד עבדי ברלין ביום ב׳, 7 יוני, בשמונה שעות וחצי בערב. תערך באולם בית הועד העברי ראוענשטד. 2-4 אספת חוברה לחברנוהד״ר י. נ. שמחוני נ״ע. יספידוהו: ט, מנצר, מ. א. זירגינסקי, ד״ר טורטשינר, יוסת ליאן, ד״ר מ. סולוביטשיק וברוך קרופניק. Uhr ״;י8 Montag, den 7. Juni abends Gruppe des XII. Bezirks, .127 .im Caftf Bohne, Steglitz, Albrechtstr .“Reiseeindrücke aus Palästina״ :Herr Dr. Martin Ascher Mittwoch, den 9. Juni abends 8 Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Straße 222. Dr. Max Jungmann referiert über: ,,Reiseeindrücke aus Palästina“ und nationale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeifen im Lande. Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends 8 Uhr Zusammensein Brauerei Licbing, Am Friedrichshain 16/23. Poale Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Heim, Linienstraße 159, 111. Jeden Sonnabend nachmittags 5 Vs Uhr Zeire Misrachi, im Misraehi-Büro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. Flescher. Hapoel-Hazai'r, Jeden Donnerstag abends 8Vj Uhr Zusammensein Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Landesverband der Zionisten-Revisionistcn befindet sich in der Lietzenburger Straße Sa. Sprechstunden von 1 bis 3 Uhr. Dort befindet sich auch das Büro der Berliner Zionistischen- Revisionistischen Vereinigung. von Pctljura entfesselten Pogrome Eltern und Geschwister ,־!!■)geschlachtet hatten. Auf den Mienen sah ich nur immer wieder freudiges Erwarten, wie die Sonne des gelobten Landes die immer noch ungewisse Zukunft gestalten werde. Daß es harte Arbeit und wenig Kost geben werde, das wußten alle, die ich sprach. Wir arbeiten ja nicht für uns, sondern für unsere Kinder und Kindeskinder, das waren die Worte, die ich immer wieder zu hören bekam.“ — Dr. v. Schoenaich vS8h»Mert*» 4#8 Lebt« in der Kwuzah, 1m Moschaw und in den individuellen Siedlungen und schreibt: ״Ich fragte einmal meinen Führer in einer Kwuzah, ob er das, was sich dort abspiele, Kommunismus nenne, worauf er antwortete, ich könne es nennen, wie ich wolle: sie hätten sich diese Form des Zusammenlebens freiwillig gewählt und fühlten sich glücklich darin ... Ist das Kommunismtis? das habe auch ich mich immer wieder gefragt, besonders, weil ich im vorigen Jahr den russischen Kommunismus an der Quelle studiert habe. Dazu ist zu bemerken, daß die Masse der heutigen russischen Bauern viel mehr Individualisten sind als die Mitglieder eines palästinensischen Moschaw, und ferner, daß dort, wo in Rußland ländlicher Großbetrieb herrscht, die Arbeit genau so unterschiedlich verteilt wird, wie in kapitalistischen Betrieben. Wenn man so will, herrscht also im heutigen jüdischen Landwirtschaftsbetrieb weit mehr Kommunismus als in Rußland. Dabei wird aber das wesentliche außer acht gelassen. Nicht das ist das bolschewistische Schreckgespenst der Bierphilister aller Länder, daß einige Freunde sich zu gemeinsamer, freiwilliger Arbeit zusammentun, sondern, daß dies Zusammenarbeiten unter einem irgendwie gearteten Zwang erfolgt. In diesem Sinne ist das heutige Italien genau so bolschewistisch wie Rußland; das neue Palästina aber, sowie es jüdisch ist, vielleicht das einzig wirklich freie Land der Welt. Immer wieder aber sei betont, daß heute dort alles noch im Werden ist. Man ringt um neue, bessere Lebensformen, weil die alten kantig und drückend geworden sind für alle die, die nicht zufällig gerade ganz obenauf liegen.“ Bamberg. In der hiesigen Gemeinde fanden zum erstenmal seit Kriegsende Gemeindewahlen statt. Nach den neuen Statuten werden die ücmeindeangelegcnheiten künftig von zwei Körperschaften, einer Verwaltung von zehn Mitgliedern und einer Kammer von 24 Mitgliedern, geregelt. Das aktive Wahlrecht haben alle Gemeindeangehörige beiderlei Geschlechts über 25 Jahren. Das passive Wahlrecht besitzen nur Reichsdeutsche. Von Liberalen, Konservativen und Zionisten wurde eine gemeinsame Liste aufgestellt. Danach erhielten in der Verwaltung die Zionisten einen und die Konservativen zwei Sitze, in der Kammer die Konservativen vier und die Zionisten vier Sitze. Da keine weitere Liste eingereicht wurde, gilt diese Liste als gewählt. lausende Dunam Können erworben werden wenn alle Vertrauensleute die Büdisenleerung Anfang Juni durchführen! Eingesandt Wir werden um Aufnahme folgender Notiz ersucht: ״Es wird beabsichtigt, die gesetzestreuen Chaluzim in Deutschland zusammenzufassen. Diese Zusammenfassung geschicht nicht in Anlehnung an eine politische Partei und unbeschadet der Zugehörigkeit der einzelnen Chaluzim zu irgendwelchen Verbänden, zur Förderung ihrer gemeinsamen, insbesondere beruflichen Interessen (Berufsberatung, Stellen- Vermittlung usw.). Meldungen werden erbeten an Herrn Moses Unna, dipl. agr., Betzenrod, Post Steinbach (Rhön.).“ * 4 Dazu schreibt uns der Deutsche Landesverband ״Hechaluz“: 111״ den Kreisen des Hechaluz muß diese Notiz befremdend wirken, ganz besonders dann, wenn man die Begründung für diese Zusammenfassung gesetzestreuer Chaluzim liest, die ihren Sinn höchstens in der Vertretung religiöser, nie aber beruflicher Interessen hat und haben kann. Der Hechaluz ist von der Notwendigkeit einer solchen Gründung nicht überzeugt und kann in diesem Bestreben nur den Versuch zu einer Absplitterung und Zersplitte* rung von Kräften sehen. Der Hechaluz ist und war immer um eine sachgemäße und unparteiische Berufsberatung und Stellenvermittlung bemüht und hat auch die verschiedensten Hachseharahmöglichkciten für gesetzestreue _ Chaluzim geschaffen. Im übrigen steht es fest, daß diese Tendenzen einer Sonderorganisierung niemals aus dem Kreise der Gesetzestreuen selbst kommen, die seit Jahr und Tag im Hechaluz fest organisiert sind, sondern immer von bestimmten interessierten Stellen propagiert werden. Der Mcrkas des Hechaluz. Deutscher Landesverband.“ Vermischtes Max Koninski liest im Rahmen einer Veranstaltung der ״Jungen Szene“ am Dienstag, den 8. Juni, im August- Förster-Saal, Keifhstr. 11, abends 8 Uhr, aus Werken von Brecht, Isjagin, Klaburtd, Kyber, Majakowski, Toller, Tschechow, Weiskopf, Wolker und Wood. Konzert. Die Oberkantoren J. Alter von der Haupt- Synagoge Hannover und Manfred L e w a n d o ws k i vom ״Friedcustempcl“, Berlin, werden am 15. Juni ein gemeinschädliches Konzert in Karlsbad veranstalten, deren Reinertrag zugunsten des Baufonds zur Errichtung eines Altenheims für Verarmte und Alte in Karlsbad Verwendung finden soll. Die Vortragsfolge enthält neben hebräischen Gesängen auch Lieder, Arien und Duette. Zionisten in Karlsbad. Die Karlsbader Zionistische Organisation hält ihre Besprechungen jeden Donnerstag um 8 Uhr abends im Hotel Glattauer, Parkstraße, ab. Auskünfte erteilt Dr. tned. Walther Kohner, Karlsbad, Haus ״Riva“. Kurorteaktion in der Schweiz. Diejenigen Zionisten, die während der Sommermonate beabsichtigen, einen Schweizer Kur- oder Erholungsort aufzusuchen, werden ebenso höflich wie dringend ersucht, ihre Adresse dem Hauptbüro des Jüd. Nationalfonds für die Schweiz, St. Gallen, Webergasse 14, mitzuteilen. Der Jüd. Nationalfonds will so zum ersten Male versuchen, an die jüdischen Touristen in der Schweiz heranzutreten. Blau-Weiß. Der süd-west-deutsche Gau des Jüdischen Wanderbundes Blau-Weiß traf sich während der Pfingstwoche in einem achttägigen Pfingstlager in der Nähe von Maulbronn in Württemberg. Es waren die Bünde Karlsrahe, Frankfurt, Mannheim, Heidelberg, Worms, Stuttgart und Fra* bürg:.׳• mit '*:zusammen ungefähr 200 Jungens und Mädels vertreten. Besonders die starke Teilnahme neueeworbener Jungen und Mädchen bewies, daß in den Bunden des Gaues während des letzten Winters gut gearbeitet worden ist. Der Verlauf des Lagers, der Stand und die Stimmung der Züge und Gruppen gaben gute Aussichten für die Sommcrarbcit. Gesucht werden Stellen für: a) Kauim. Personal, männliehe und weibliche Kräfte, für Büro und Verkauf. Es sind hochqualifizierte Kräfte mit langjährigen Zeugnissen und guten Referenzen vorgomerkt. Tüchtige Stenotypistinnen mit perfekten Sprachkcnntnisscn können jederzeit zugewiesen werden, desgleichen Anfängerinnen. Nachweisung von sabbatfreien Stellen wären sehr erwünscht, b) Hauspersonal, Hausdamen, Wirtschafterinnen in frauenlosen Haushalten, für Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen, in Heimen und Kindergärten, c) Ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, d) Erwcrbsmöglichkeiten für Werkstudentinnen und Studenten, e) Für Lehrlinge in der Kürschnerei, Schneiderei, Schlosserei, Elektrotechnik, in der Herren- und Damenschneiderei, mögliehst in Betrieben, die am Sabbat geschlossen halten, für kaufmännische und handwerkliche Lehrlinge in kleinen Städten mit Kost und Logis. f) Für Lehrmädchen in der Schneiderei, Putzmacherei, im Frisierfach, ferner kaufmännische Lehrstellen in Betrieben, die am Sabbat geschlossen halten, g) Erwünscht wäre: Zuweisung von leichter Heimarbeit für ältere Frauen und Frauen, die nicht außer dem Hause tätig sein können. Meldungen an: Jüdischer Arbeitenachweis, Berlin N 24, Auguststr. 17; Tel.: Norden 7085 bis 7087 und 9130. Der orthodoxe .,Bund jüdischer Akademiker“ teilt mit, daß er eine BerufsDeratungsstellc eröffnet hat. Leiter der Berufsberatungsstelle ist Rechtsanwalt Dr. Wiener (Berlin C 2, Neue Friedrichstr. 69), an den alle Anfragen usw. zu lichten sind. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Bcrlin-Hatensee, Markgraf-AIbrecht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends: 7 Uhr (Predigt), Sonnabend vormittags: 10 Uhr (Neumondsweihe); Mincha: 8,50 Uhr, Sabbatausgang: 9,21 Uhr. Wochentagsgottesdienst•, tägl. morg. 7 Uhr, abas. 7!/s Uhr. Synagoge ״Adass Jeschurun“, Clausewitzstr. 4 (am Kurlürstendamm). Beginn des Gottesdienstes am Schabbos ״Schelach Lecho“, Freitag abends: 7 Vs Uhr, Sonnabend morgens: 9/2 Uhr. Rausch-Ciaudcsch Benschen Sonnabend abends (Minehe) 8,50 Uhr. Schabbosausgang: 9,21 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 4. Juni, abends, in den Synagogen mit altem Ritus: 7!/3 Uhr, in den Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Predigt und Jugendansprache: Syn. Lützowstr.: Dr. Weiße. Sonnabend, den 5. Juni, morgens: (Neumondweihe) Alte Syn.: 8י , Uhr, die übrigen Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 7Vs Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Wilhelm Levy; Syn. Kaiserstr.: Dr. Weyl; Syn. Pestalozzi- Straße: Dr. Emil Levy; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy; Neue Syn.: Dr. Blumenthal: Syn. Lindcnstr.: Dr. Warschauer; Syn. Fasanenstr.: Dr. Bergmann; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode, Svn. Levetzowstr.: Dr. Pfingst; 41/3 Uhr: Synagoge Münchener Str.: Dr, Arthur Levy. Sabbatausgang: 9,21 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn.: 71/2 Uhr; morgens Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pestalozzistraße: 61/» Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus; 7 Uhr,

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