Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 40-41 (28.5.1926)
- Date
- 1926-05-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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% Seite 304 JUEDISCHE RUNDSCHAU Die Ortsgruppen Zionistische Ortsgruppe Beuthen, 0*-S. Am 16. Mai fand als letzte Veranstaltung der Ijar-Aktion ein Vortrag von Herrn De. Ra bin, Breslau, über das Thema ״Messianismus, Zionismus und Staatsbürgertuni“ statt. Seine tiefen und wirkunrevoHen Ausführungen fanden bei den Zuhörern großen Beifall. Die Veranstaltung war gut besucht. Gegner waren nicht erschienen. Bielefeld. Am 27. April und 6. Mai 1026, abends S>,'1 Uhr. sprachen bei uns Herr Dr. Werner Bloch- Berlin über *Der Zionismus — die Lösung der Judenfrage“ und Herr Kurt Löwe 11 s t ei n - Duisburg über: ״Die jüdische Wirklich- Iceit“. Geladen waren die Angehörigen der ganzen jüdischen Gemeinde; es waren aber hauptsächlich nur Jugendliche in e&ier Anzahl von etwa 60 Personen erschienen. Beide Vorträge, insbesondere aber der des Herrn Dr. Bloch, wurden mit großem Beifall aufgenommen. Während die erste Veranstaltung diskussionslos verlief, fand am zweiten Vortragsabend eine Aussprache statt, die durchaus sympathisch geführt wurde, so daß der Abend harmonisch verlief. An beiden Abenden wurden Sammlungen zugunsten des JNF. veranstaltet. Auch sonst hoffen wir, daß diese beiden Vorträge für uns fruchttragend und anregend bleiben werden. Im Anschluß an den Vortrag von Dr. Werner Bloch meldeten sich einige junge Menschen bei dem Vorsitzenden unserer Ortsgruppe, um regelmäßig an einem bestimmten Abend der Woche mit ihm in einer zwangslosen Aussprache über jüdische Dinge zusatnmenzukomtnen. Dies geschieht auch bereits seit 14 Tagen. Wir versprechen uns hiervon sehr viel für unsere Zukunft. Castrop. An! S. Mai fand in Castrop der erste zionistische Vortrag statt, der trotz des Verbotes des dortigen C.-V.-Vor- Standes sehr gut besucht war. — Herr Rechtsanwalt Simon, Duisburg, sprach über die ״Jüdische Wirklichkeit“ in überaus fesselnder Weise. Der Redner verstand es, die Anwesenden für den Aufbau Erez-Israels zu interessieren, so daß in der Diskussion selbst von den dem Centralverein nahestehenden Personen der Wunsch nach weiteren Informationen geäußert wurde. Dortmund. 111» Rahmen der Ijar-Aktion sprachen am 15. April Herr Adolf Koch, Essen, über ״Zionismus als Volksbewegung, am 3. Mai Herr Dipt.-Ingenieur Robert Marcus, Essen, über ״Die jüdische Wirklichkeit“. Am 10. Mai hielt Herr Dr. Taubes, Köln, Sekretär des Ostjudenverbandes Rheinland-Westfalen, einen Vortrag über das Thema: ״Der Zionismus — die Lösung der Judenfrage“. Mit klugen Worten beleuchtete er die zahllosen Probleme der jüdischen Welt unter stärkster Betonung der Palästinabejahung. Der Vortrag hinterließ nachhaltigen Eindruck und hat der Belegung neue Freunde zugeführt. Düren. Am 13. Mai sprach hier Herr Karl Glaser- Berlin im Rahmen der Ijar-Aktion über ״Die Juden in Europa“. In hervorragender Weise skizzierte Herr Glaser die verschiedenen Schichten der europäischen Juden. Er zeigte den Weg der Tat, die Mitarbeit an dein Aufbau Erez-Israels. — Interessant war die Wirkung der Ausführungen bei den zahlreich erschienenen Gästen. Ein Teil stets in Opposition stehender, jedem neuen Gedanken unzugänglicher Leute wagte anscheinend nicht, in eine Diskussion cinzugreifeti. Auf Verschiedene Anwesende wirkte der Vortrag so stark, daß wir neue Anhänger für unsere Bewegung gewinnen werden. Freiburg i. Brg. Am 11. Mai fand hier im Rahmen der Ijar-Aktion ein Vortrag von Herrn Kurt Blumenfcid, Berlin, statt, welcher von über 150 Personen besucht war. Herr Blumenfeld sprach über ״Die jüdische Wirklichkeit“ und seine hervorragenden Ausführungen fanden bei allen Kreisen lebhaftes Interesse. Die Diskussion wurde von Nichtzionisten lijestritten, denen Herr Blumenfeld in trefflicher Weise antwortete. Die antagonistische Aktion des C.-V. wird besonders dadurch gekennzeichnet, daß dieser durch christliche Helfer im Vorraum des Saales nach dem Vortrag eigene Broschüren verteilen ließ, jedoch an der Diskussion nicht teilnahm. Gelsenkirchen. Am Samstag, den 8. Mai, veranstaltete die Ortsgruppe einen Vortragsabend, an dem Herr Hermann Heuser von den vereinigten Stadttheatern Bochum-Duisburg aus ״Die Sendung Semacfs“ von Arnold Zweig rezitierte. Die Veranstaltung war erfolgreich. Am 12. Mai sprach im Rahmen der Ijar-Aktion Herr Dr. Josef Ne 11 borg er, Düsseldorf, über: ״Jüdische Wirklichkeit“. Das Referat und das Schlußwort, das auf eine auf hohem Niveau stehende Diskussion folgte, wurde von der gut besuchten Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Heilbronn. Am Montag, den 10. Mai 1926, fand liier ein öffentlicher Vortrag des Herrn Lazarus Barth mit dem Thema ״Die jüdische Wirklichkeit" statt. Der Abend war gut besucht und der Redner verstand es, die Hörer zu fesseln und zu überzeugen; daraus dürfte sich auch erklären, daß eine Diskussion nicht stattfand. Jülich. Im Rahmen der Ijar-Aktionsarbcit sprach am 15. Mai Herr Dr. T a n n e n b a 11 m-Köln im ״Jugendvercin“ über ״Jüdische Wirklichkeit“. Ls hatte sich die gesamte Jugend sowie eine verhältnismäßig große Anzahl Gemeindemitglieder cingefundcn, welche mit Interesse dem anregenden Vortrag folgten. In der Diskussion wurde die Stellung des Zionismus zum deutschen Staatsbürgertuni vom Referenten noch eingehend erläutert. Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommeii. Als Erfolg konnten eine ganze Anzahl Schekel gebucht werden. Konstanz. Herr Kurt ßlumcnfcld sprach hier am 12. Mai über das Thema ״Jüdische Wirklichkeit“. I)״m Vortrag, der eigentlich mehr als Ausspracheabend mit Nichtzionisten gedacht war, blieben diese leider zurrt großen Teil fern. Das hinderte jedocli nicht, daß der Abend zu einem sehr wertvollen wurde. Herr Blumenfeld gab 1111s im wesentlichen ein Bild der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Palästinaaufbauarbeit, schilderte Erfolge und Mißerfolge in ihrer Tatsächlichkeit und im Zusammenhang mit ihren innen- und außeipalästinensischeii Ursachen. — Bereichert und gefestigt verließen die Zuhörer den Abend, der sich auf einem selten hohen Niveau bewegte. Synagoge ״Adass Jeschurun“, Clausewitzstr. 4 (am Kurfürstcndamni). Beginn des Gottesdienstes am Schabboß ,,Bahalauscho“: Freitag abends 7,30 Uhr, Sonnabend morgens 9,30 Uhr, Sonnabend abends (Miucha) $,45 Uhr, Schabboßansgang 9,11 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 28. Mai abends in den Synagogen mit altem Ritus: 7,30 Uhr, in den Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sonnabend, den 29. Mai morgens: Alte Syn.: $,30 Uhr, die übrigen Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Svn. mit neuem Ritus: Friihgottesdienst: 7,30 Uhr; Hauptgottesdienst:!0 Uhr. Schrifterklärung: Syn. Münchener Straße: Dr, Arthur Lcvv. Predigten: Syn. Fasanenstr.: Dr. Galliner; Syn. l.evctzowstr.: Dr. Bergmann. Jugendgottesdienst: 4,30 Uhr, Svn. Münchener Straße: Dr. Arthur Lcvy. Sabbat-Ausgang: 9dl Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Synagogen: 7,30 Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pestalozzistr. 6,30 Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halensee, Markgraf-Albrerhl-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends: 7 U111; Sonnabend \cu mittags: 10 Uhr (Schriftcrklänmg); Miucha: 3,10 Uhr, Sabbath-Ausgang: 9,11 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7 Uhr, abends 7,30 Uhr. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinckestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 31.' Mai, abends 81.4 Uhr Gruppe West, im Charlottcnhof, Händelstr. 22 (Bahnhof Tiergarten; Tisch ist beim Portier zu erfragen). Herr Agr. Dyk: ״Fragen der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina“. Donnerstag, den 3. Juni, abends 82/י Uhr Mapoßl-Hazair, im Jiid. Volkshcim, Dragonerstr. '22, Herr Dr. Walter Erhard: ״Bodenreform in Palästina“, Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends $!/a Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Meycrbeerstr. 8, pf. Poale Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Heim, Linienstraßc!50, Hl. Jeden Sonnabend nachmittags 5Vs Uhr Zeirc Misrachi, im Misrachi-Büro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. Flcscher. HapoSI-Hazai'r, jeden Donnerstag abends 8>4 Uhr Zusammensein Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Landesverband der Zionisten-Rcvisionistcn befindet sich in der Lietzenburger Straße 8a. Sprechstunden von 1 bis 3 Uhr. Dort befindet sich auch das Büro der Berliner Zionistischen- Revisionistischen Vereinigung. Vermischtes Berlin. Am Montag, den 31. Mai 1926, abends SV2 Uhr, findet im Schoiem Aleiclnim-Club, Kleiststr. 9, eine Mitglieder- Versammlung der Zionisten -Revisionisten- Ortsgruppe Berlin statt. Tagesordnung: 1. Vorlesung und Annahme der Statuten der Berliner Zionistischeii-Rcvisionistischen Vereinigung; 2. Die Tagung der Zionistcn-Revisionisten in Deutschland; 3. Vorbereitung zu dem Delegiertentag; 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Berlin. Am Montag, den 31, Mai, um S‘-j Uhr abends, findet im Klub des Verbandes russischer Juden in Deutschland (Kleiststr. 10) eine Gedenkfeier anläßlich des zehnjährigen Todestages des russisch-jiddischen Dichters S. F r u g statt. Das Programm des Abends enthält Vorträge von S. Dubnow, J. Teitel, S. Tschernikowskv, Benzion Kaz, Pr. Eichenwald; sowie Vor- Iesung von Dichtungen von Frug (russisch, jiddisch und hebräisch) und musikalische Darbietungen. Mitwirkende: R. Kaufmann (Gesang) Sch. B1 u v s t e i n , J. G1 a d s t e i n (Klavier, Rezitationen) und andere. Für Schüler und Studierende Eintritt frei. Frankfurt a. M. Aus Anlaß des zehnjährigen Todestages von Schoiem A lechem veranstaltete der Schoiem A 1 e c 11 e 111 - OI u b in Frankfurt a. M. am 13. Mai in seinem Heim eine Gedächtnisfeier, die bei starkem Besuch einen tiefen Eindruck auf die Erschienenen hinterließ. Die Gedächtnisrede hielt Herr S c 11 i 111 k 0 w i t z , welcher in beredter Weise das Wesen und Wirken des allzufrüh Verstorbenen schilderte. ״Ke el nioleh Rachamim“, von Herrn Rosenbaum sehr wirklingsvoll zum Vortrag gebracht, wurde von den Erschienenen stehend angehört. Darauf wechselten Solo- und Chorgesänge mit Rezitationen aus den Werken Schoiem Alcchcms, wobei sicli die Herren Feder und Bravermann besonders auszeichn eten. Hebräische Lehranstalt der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dienstag, den 1. Juni, wird der Unterricht in sämtlichen Klassen wieder aufgenommen. Der Leiter der Hebr. Lehranstalt, Herr N. Berg grün, ist in Schulangelegenheitcn telephonisch zwischen 2 bis 3 Uhr (Uhland 6985) zu sprechen. Zionisten in Karlsbad. Die Karlsbader Zionistische Organisatioa hält ihie Besprechungen jeden Donnerstag um S Ohr abends im Hotel Glattauer, Parkstraßc, ab. Auskünfte erteilt Dr. med. Walther Kohner, Karlsbad, Haus ״Riva“. Sport Zionistischer Sportklub Bar-K0chba. Die Boxabteilung des Zionistischen Sportklubs Bar-Kochba hat sich durch ihre Siege über die beste west- und norddeutsche Klasse zum Endkämpf für die deutsche Biindesmeistersehaft in Ludwigshafen durchgfrungcn. Da aus technischen Gründen nicht die gesamte Mannschaft nach Ludwigshafen gesandt werden kam:, starten nur vier Vertreter, und zwar Joseph Stadtländer im Bantamgewicht, Max Benedik im Leichtgewicht, Jonas Keßler im Mittelgewicht, Alex Benedik im Halbschwergewicht. An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Juli 1926 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. Juni. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ,,Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Junitagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, in Ihrem eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dah diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im Hai 1926. Verlas ״Jüdische Rundschau“ Berlin W15. MeinekestraBe 10 Nr. 40/41 KEREN KA7EMETH LE7KTRAEL OER K.K.L. ERWIRBT BODEN IN PALÄSTINA MIT HILLE FREIWILLIGER SPENDEN BISHER HAT DER K ILL 200000 DUNAM 40 JÜDISCH EH SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND: BERLIN W 15. MEINEKESTRASSE 10 POStSCHECKKOKlO; ל4?8נ . TELEPHON: AMT 8ISMARC1J T1«V»0 Neue Bodeitkäuie des Keren Kalemelh Das Hauptbüro des Keren Kajeineth Lejisrael veröffentlicht folgenden Bericht: In Anbetracht der sehr schweren Verpflichtungen, die der Keren Kajemeili im letzten Jahre übernommen hatte, sollte er auf Grund eines Direktoriumsbeschlusses seine sämtlichen Einkünfte in diesem Jall re zuerst für die Abzahlung der bestehenden Schulden verwenden. Die Lage des K. K. L. war sehr schwierig, weil der wirtschaftliche Niedergang in Europa, speziell in Polen und Deutschland, die Hoffnung, die Eingänge zu verdoppeln, zunichte gemacht hatte, und außer den Zahlungen für Bodenkäufe auch sehr umfassende Ameliorierungsarbeiten auf den gekauften Böden vorgenommen werden müssen, die ebenfalls sehr erhebliche Summen erfordern. Unter diesen Umständen war der Nationalfonds außerstande, den Landbesitz des jüdischen Volkes in Palästina zu vergrößern. All dies hat eine höchst schwierige Situation herbeigeführt. Die Abrundung gewisser Böden war von wesentlicher Bedeutung für die Befriedigung des Landbedarfes neuer Siedler und insbesondere der städtischen Arbeiter. Das Direktorium machte daher die größten Anstrengungen, um dieser kritischen Lage abzuhelFen, ohne den Keren Kajemeth weiter zu belasten. Das Direktorium kann mitteilen, daß seine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren und daß es dem Erwerb von diei weiteren K. K. L.-Besitzungen zustimmen konnte. Es handelt sich erstens um Abu Schusche, einen Streifen Landes von 5270 Dunain im Emek Jesreel, anschließend an die 40 000 Dunam, die als der Tel Sch am am—Tel Turah—Varakani — Knefes-Block bekannt sind. Der neue Kauf wird die Ansiedlung einer Gruppe von Bergjuden aus der Gegend von Marmorogz (Rumänien) auf einem Teil dieses Komplexes ermöglichen. Diese sind seit Generationen Bauern und ein sehr geeignetes Element für die jüdische Kolonisation in Palästina. Der zweite. Kauf ist der Erwerb von 1000 Dunam in Asafiah bei Jadjur, in der Nähe von Haifa. Hier sollen zwei Gruppen angesiedelt werden, der ״Blau-Weiß“ und die ״Achwah“-Gruppe. Drittens hat man 128 000 Quadratpik vorstädtischen Bodens bei Jerusalem für die Ansiedlung von städtischen Arbeitern aus dem ״Gdud“ (Arbeitslegion) gekauft. Das jetzige Wohnviertel des Gdud ist gänzlich ungeeignet, und schon seit Jahren wurde die Forderung erhoben, dem Gdud ein entsprechendes Stück Boden in einer gesunden Gegend zur Verfügung zu stellen. L)as neue Land schließt sich an die Jerusalemer Gartenvorstadt Talpioth an, wo der Keren Kajemeth schon früher einige Dunam Gelände erworben hatte. Die Vorbereitungen für die nächste Büchsenleerung in Deutschland Da die Büchsen in Deutschland ebenso wie in den anderen Ländern regelmäßig alle zwei Monate geleert werden sollen, wird die nächste Leerung Anfang Juni stattfinden. Die letzte Leerung im April hat ein außerordentlich günstiges Ergebnis im Vergleich zu den früheren Leerungen gehabt. Dies ist das beste Zeichen dafür, daß die Büchse wieder populär wird und sich die meisten Büchseninhaber allmählich daran gewöhnt haben, durch die tägliche kleine Spende dem Keren Kajemeth große Summen zuzuführen. Auch bei dieser Leerung wird eine Ausschreibung der Palästinareisen stattfinden, und zwar für alle diejenigen, die mehr als den relativ kleinen Betrag von 5 Pfg. taglieh gespendet haben, d. 11. deren Büchse auch im Jeni wieder 5 Mk. ergeben wird. Sicherlich ist es den meisten Büchseninhabern möglich, dieses Ergebnis zu erzielen, denn bei jeder Zusammenkunft, bei jeder gesellschaftlichen Veranstaltung usw. kann jeder einzelne ein Vielfaches dieser täglichen 5 Pfg.-Spendc durch seine Büchse sammeln, wenn er seine Gäste auffordert, ebenfalls den Keren Kajemeth mit einer kleinen Spende zu bedenken. Der Kuschan iiir die Universitätsböden aui den Namen des Keren Kajemeth Das Hauptbüro des Keren Kajemeth hat jetzt vom Katasteramt die Bescheinigungen darüber erhalten, daß die Böden, auf denen sich die Univcrsitätsgcbäudc befinden, als Eigentum des Keren Kajemeth eingetragen worden sind. Mit der I h-ncTtragiui r der! T11i' <׳1׳.sinish;>dn1;111 den Keren Kajemeth ist wieder einmal das Prinzip befolgt worden, nach dem öffentliche Institutionen in Erez-Israel auf dem dem jüdischen Volke gehörenden Boden errichtet werden sollen.