Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 37 (14.5.1926)
- Date
- 1926-05-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 284 jUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 37 wesen verfügen, heute mit gutem Grund an der alleinselig־ machenden Kraft des Parlamentarismus zu zweifeln beginnen, warum sollte dann das jüdische Volk, das soviel abnormer organisiert ist, an der parlamentarischen Form starr festhalten müssen. Das Budgetrecht des Kongresses ist wirtschaftlich unzweckmäßig. Fs muß einer Fiiianzkommissiou übertragen werden, in der auch der palästinensische Jischuw als solcher vertreten ist. Die Finanzkommission muß möglichst klein sein und soll sich zu je einem Viertel aus Beauftragten der Assefath haniweharim und der Exekutive und zur Hälfte aus Mitgliedern der Kongreßfraktionen zusammenset/en. Sie ist als Kommission dem Kongreß nicht verantwortlich. Ich sprach von Kongreßfraktionen. In der Tat glaube ich nicht, daß das Durcheinander von Landsmannschaften und Föderationen heute noch der zionistischen Situation gerecht wird. Die Landsmannschaften mit ihrem ganz allgemeinen Zionismus sind propagandistisch recht zweckmäßig. Aber in dem Augenblick, in welchem neben und vor die Propaganda die Aufgabe der konkreten Palästinapolitik־ tritt, ist ein eindeutiger und einheitlicher allgemeiner Zionismus nicht mehr möglich. Ich verweise auf die Ausführungen, die Holdheim über die Notwendigkeit des Parteiensystems in Nr. 21 der ״Jüdischen Rundsch.“ gemacht hat. Auf Grund von Parteiprogrammen kann man Majoritäten bilden, die eine Exekutive zu stützen vermögen, auf Grund eines Tohuwabohu von Föderationen, Landsmannschaften und Individuen kann man das nicht, wie die Erfahrung seit 1921 lehrt. Mit Hilfe von Parteien ist auch eine zweckmäßigere und gerechtere Zusammensetzung des Aktions-Comites möglich, als sie heute besteht. Und last not least wird durch das Parteiensystem jene Divergenz zwischen Palästina »und Galuth, zwischen innerpolitisch zentrierter Bewegung und außerpolitisch zentrierter Organisation überwunden. Denn die Parteien sind Ideengemeinschaften, welche über die Landesgrenzen hinweggreifen. Die Föderationen zeigen uns das schon heute: das Programm des Misrachi ist in den Vereinigten Staaten kein anderes als in Erez-Israel. Die Parteibildung bedeutet also eine stärkere Betonung der Innenpolitik in der Weltorganisation. Im Interesse der Propagierung der zionistischen Idee muß ihr eine stärkere Betonung der Außenpolitik in den Landes- Organisationen parallel gehen. Das ist so zu verstehen: samtliehe zionistischen Parteien eines Staatsgebietes verbinden sich zu einem nach außen, d. h. gegenüber den Nichtzionisten und den Nichtjuden, geschlossen auftretenden Territorialverband. Der Verwaltungsapparat ist ohne Rücksicht auf die zionistische Parteizugehörigkeit lediglich nach Eignung aus Beamten zusammenzusetzen. Diese beiden Reformen, Beseitigung des Budgetrechtes des Kongresses und Bildung eines zionistischen Parteiensystems unter gleichzeitiger Umwandlung der Landesorganisationen in Territorialverbände würden die außenpolitische Zentrierung der Zionistischen Weltorganisation beseitigen und diese wieder in Uebereinstimmung mit den gegenwärtigen, durch Palästina bedingten, d. h. vorwiegend innerpolitischen Aufgaben der Bewegung bringen.!V. Uebenvindung der allzu lange schon verschleppten Organisationskrise durch Organisation$reforn1, da» ist die Tat, die aus dem ״Monat der Organisation“ erwachsen muß, wenn er einen politischen Sinn gehabt haben soll. Denn ״darauf kommt es an, ob die Idee einen Körper hat oder nur zu haben scheint“. Zionistische Arbeit in der Schweiz (Von unserem N. W.-Korrespondenten.) Die Ijar-Parole vermochte bisher in der Schweizerischen Landesorganisation noch keine erhöhte Tätigkeit auszulösen, was in Anbetracht der allgemeinen Verhältnisse des hiesigen Zionismus nicht wundernehmen kann. Stellt doch die oberste Behörde, das Zentralkomitee, eine Rumpfkörper־ Schaft dar, bestehend aus einem allgemeinen Zionisten und zwei Misrachisten, ohne daß die einzelnen Vereine irgendein Verlangen haben, diesen unmöglichen Zustand zu ändern. Dem initiativen Eingreifen des Keren Flajessod-Delegicrten, Herrn Walter Samuel, ist es zu danken, daß durch Einladung von Herrn Kurt B 1 u m e 11 f e 1 d , der Mitte Mai in Zürich und Basel sprechen wird, wenigstens der Versuch einer allgemeinen Propaganda gemacht wird. Im Rahmen der Ijar-Aktion war es allein die revisionistische Ortsgruppe Zürich, die mit einem Vortrag über die Grundlagen des Revisionismus von Dr. M. S c h a b a d aus Base! etwas Leben in das den ganzen Winter hindurch aufgehobene zionistische Versammlungslebe;] brachte. Vor wenigen Tagen hielt die Züricher Gruppe des Jüdischen Frauenverbandes für Kulturarbeit in Palästina eine Generalversammlung ab. Sie konnte auf Einnahmen von 7100 Frcs. verweisen, von denen im Berichtsjahre 2000 Frcs. der Handarbeitsschule Schimon-ha-Zaddik in Jerusalem überwiesen wurden. Der Rest ist dazu bestimmt, dem Hotel in Tel-Awiw einen Kuhstall zu erstellen, nachdem die hiesige Gruppe ein Jahr zuvor allein für den Bau eines großen Hühnerhauses aufgekommen war. In Anbetracht, daß aas neue Oekonomiegebäude von Zürich allein nicht errichtet werden kann, werden voraussichtlich die beiden Gruppen in St. Gallen (eine west- und eine ostjüdische) sicli an diesem Werke beteiligen. Die Züricher Gruppe beschränkt sich nicht auf eine lokale Arbeit; auf ihre Aufmunterung gellt eine recht lebhafte Tätigkeit gleicher Vereine in St. Gallen zurück, außerdem ist die Gründung von zwei neuen Vereinen in Bas e 1 und Genf zu erwarten. Mai! ersieht daraus, daß zielbewußte Arbeit nicht ohne Erfolg bleibt. Nachdem vor fünf Jahren die Gesellschatt ״Pro bibliothcca judaica“ bald nach der Gründung ihre Arbeit einstellen mußte, weil hierzulande ein schnelleres Tempo stets auf Widerstand stoßen wird, gelang es vor einem Jahre eine neue Gesellschaft ״Pro uni vers i täte judaica“ ins Leben zu rufen, die sich die Sorge um Universität und Bibliothek zueigen machte, ln diesen Wochen wird diese Körperschaft mit einem Aufm! an die jüdische Bevölkerung heraustreten, sich an einer Sa mmlang zu beteiligen, welche bezweckt, der Universität»״ und Nationalbibliothek die nötigen Kartothekmöbel für die Katalogisicrungszwecke zu verschaffen. So zeigt sich gewiß vermehrtes Interesse für den Aufbau Palästinas, aber es bedarf zäher, unermüdlicher Arbeit, um vorwärts zu kommen. Die Schweiz, die nach einem bekannten Wort Gottfried Kellers ein Holzboden für die Kunst ist, bedeutet dasselbe für den Zionismus. Walter Samuels Keren Hajcssod-Arbcit zeitigte im Kalenderjahr als Ergebnis ungcführ neue Zeichnungen von etwa 'JJOOO Frcs., eine Summe, die nur dann richtig 711 beurteilen ist, wenn man in Betracht zieht, daß in der Schweiz keine großen, sondern nur viele Zeichner mit kleinen Beträgen vorhanden sind. Im ganzen dürften aus der Schweiz nach London 100 OOP Frcs. Keren Hajessod-Beiträge abgegangen sein. Vertreterversammlung der B. Z. V. Die nächste Sitzung der Vertretervei Sammlung der B, Z. V. findet am Montag, den 17. Mai, abends SV״ Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, statt. Tagesordnung:!. Mein zionistisches Programm. Referent ■ Herr Richard!. i c 111 b e 1!11 , 1. Vorsitzender der B. Z. V. 2. Die Werbearbeit des Keren Hajessod in Berlin, Referent Herr Bacher. 3. Diskussion. Me Sitzung ist für Mitglieder der B. Z.V. öffentlich. Die Ifar* Aktion der B. I. V. Am Montag, den 10. Mai, veranstaltete die B. Z. V. gemeinsam mit dem Berliner Misrachi eine jüdische Kundgebung, auf der die Herren Oberrabbiner Brody (Prag), R.-A. Dr. Apfel und R.-A. Dr. Klee als Referenten auftraten. Die Versammlung wurde eröffnet von Herrn Dr. Kanowitz, der zunächst auf die Bedeutung der Ijar-Aktion hinwies und zur Zahlung des Schekels aufforderte. Herr Oberrabbiner Brody, der, einer Einladung des Misrachi Folge leistend, dort als erster das Wort ergriff, warf die Frage auf: ״Woher schöpft das jüdische Volk seine Lebenskraft?“ Alle üblichen Erklärungen reichten dafür nicht aus, denn es müsse etwas dein jüdischen Volk Spezifisches sein, das es vor dem Schicksal so vieler ungezählter anderer Völker be- ■wahrt habe. Das jüdische Volk schöpfe seine Lebenskraft aus der Thora. 111 sehr eingehenden historischen Darlegungen wies der Redner nach, daß in Zeiten des Aufschwungs des jüdischen Volkes immer die jüdische Lehre im Mittelpunkt des jüdischen Daseins gestanden hätte und daß die Zeiten des Niedergangs immer von einem Veitall der Lehre begleitet waren. Zum■ Schluß setzte sich Herr Oberrabbiner Brody mit den allgemeinen Zionisten und mit der antizionistischen Orthodoxie auseinander. Das jüdische Volk könne nur einer neuen großen Zukunft entgegengeheu, wenn es wieder zu einer Vereinigung von jüdischem Land, jüdischen Menschen und jüdischer Lehre käme. ~ #־‘•‘־!j!—!■!-na־~ 1l׳־־׳1i~fl~־a!—1j1 — •!! — <! ־־ ■ ־ m ~!j| — m ~ ■ ־־־־ grja ~ — m Keiner darf fehlen bei der Gemeindewahl in Berlin, 16. Mai 1936 und jeder mufj JÜDISCHE VOLKSPARTEI (Liste 1) wählen. Herr Dr. Klee stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen das Problem des Diaspora-Judentums. Wenn wir auch in Palästina einer neuen Entwicklung des jüdischen Volkes entgegen gingen, so könne es uns doch nicht gleichgültig sein, in welchem Geiste und in welcher Verfassung das Diaspora-Judentum lebe. Er kam i!1 diesem Zusammenhang u. a. auf die Gemeindewahle n in Berlin zu sprechen und führte aus, daß es für die Zukunft des Berliner Judentums entscheidend sei, daß man die reform-liberale Mehrheit, die das jüdische Leben hier erstarren läßt, breche und Männer an die Spitze der Gemeinde stelle, die von wahrem jüdischem Geist erfüllt seien. Als letzter der Redner wies Herr Dr. Apfel auf die weltpolitische Seite des Zionismus hin und behandelte hier besonders das Problem des Völkerbunds und unserer internationalen Verpflichtung gegenüber dem Völkerbund als Jewish Agency. Er wandte sich dann an die Nichtzionisten, um ihnen zu zeigen, wie eine Entwicklung des jüdischen Nationalheims in Palästina auch in ihrem Sinne gelegen sei and kritisierte scharf die Haltung des Centralvereins. Die sehr zahlreich erschienenen Gäste — trotz der vielen Wahlversammlungen an diesem Abend — folgten den Ausführungen der Redner mit außerordentlicher Aufmerksamkeit und starkem Beifall. Wir weisen hierdurch nochmals darauf hin, daß wir fUr die am Sonntag, den 16. d. M-, statt findenden Wahlen zur Berliner Repräsentantenversammlung eine größere Anzahl von Herren und Damen als Wahllciter und Beisitzer, sowie Jugendliche als Helfer brauchen. Wir bitten um sofortige Meldung an die Wählleitung (Telephon: Norden 7012). Jüdische Volkspartei. Eingesandt Der Liberalismus der ״J ü d i s c h -1 i b c r a l c n“ Zeitung. Wien, 28. April 1926. Das Organ der Berliner ״Liberal-jüdischen Vereinigung“ hatte vor einiger Zeit einen Aufsatz von Helmut v. Qerlach über ״Jüdische Politik“ gebracht, in dem u. a. die merkwürdige Behauptung aufgestellt wurde, daß die bürgerlichen jüdischen Wählerin Wien 111 c i s t e n s c 11 r i s 111 c 11־ sozial gewählt hätten. Nun kann man ja Herrn v, Gerlach zugute halten, daß er ■die ödorreichischen Verhältnisse nicht näher kennt und offenbar nur das geschrieben hat, was ihm irgendein Gewährsmann offenbar im Scherz — gesagt hat. Die Christlichsozialeil in Oesterreich sind nämlich eine Partei, in deren Programm der Antisemitismus als notwendig■ und nützlich bezeichnet wird. Ich sandte daraufhin ein längeres Schreiben an die ״libe- I rale“ jüdische Zeitung in Berlin und warte nun seit etwa zwei j .Monaten auf die Veröffentlichung dieser Antwort, in meiner I Entgegnung verwies ich insbesondere darauf, daß 111 W i e!1 i 23 000 Stimmen für die j ü d i s c h e n b 1 w. jüdischj nationalen W a 111 w e r b e 1־ und vielleicht doppelt so viel | Stimmen für die Sozialdemokraten und der Rest für die bürgerj liehen Demokraten seitens der Juden bei den letzten Paria- 1 Sonnabend, den 15, Mai, abends 9 Uhr im Logenhaus, Kleiststraße 10 Programm: 1. Künstlerischer Teil Frau Else Lasker־Schü1er: Vorlesung aus eigenen Werken. 2. Ansprachen: Die jüdische Fran und ihre Umwelt Fran Jettka Levy / Fran Dr. Zadik 7׳ Dr. Alfred Klee u.a. Karten zum Preise von Mark 1,— und 0,50 an der Abendkasse. mcntswahlcn abgegeben wurden. Da es höchstens 80000 jüdische Wähler in Wien gab — Ausländer haben natürlich kein Wahlrecht — so kann man doch nicht von einer Förderung der Christlichsozialen durch die Mehrheit der Wiener Juden sprechen. Ich verwies weiter darauf, daß bei den ersten Wahlen nach dem Kriege der Zionist Stricker in den Nationalrat gewählt wurde und während seiner Mandatsdauer vom Staate Urlaub erhielt. Stricker war nämlich Staatsbeamter. Schon daraus möge die ״Jüdisch-liberale Zeitung“ ersehen, daß mau guter Staatsbürger und Zionist sein k a n 11. Zwei Vaterländer gibt es natürlich auch für uns Zionisten nicht. Es gibt nur eine Volksheimat (Erez-Israel) und die Heimat des einzelnen Juden. Ueberhaupt begreife ich nicht, warum die ״liberalen“ den Zionismus bekämpfen, da es doch auch liberal gesinnte Zionisten gäbe. Dieses Sc 11 reiben hat die ״Jüdisch-liberale Zeitung“ ihren Lesern einfach unterschlagen. So sieht der Liberalismus der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ aus. Einer anderen Meinung, auch wenn sie richtig ist, wird nicht Raum gegeben. Bemard G r ü u h u t, Wien II, Taborstraße 27. Vermischte^ Berlin. Am Sonnabend, den 15. Mal, abends 9 Uhr, im Gartensaai des Logenhauses, Kleiststr. 10, findet eine vom Bund Zionistischer Frauen in Deutschland, der Berliner Zionist. Vereinigung und der Jüdischen Volkspartei veranstaltete jüdische Frauenkundgebung statt. Programm: 1. Künstlerischer Teil: Frau Else Lasker-Schüler: Vorlesung aus eigenen Werken; 2. Ansprachen: Die jüdische Frau und ihre Umwelt: Frau Jettka Levy, Frau Dr. Zadik, Herr Dr. Alfred Klee u. a. Karten zum Preise von M. 1,— und 0,50 an der Abendkasse. ״OSE“. Sonnabend, den 15. Mai, in der Aula der Mädchen-Mittelschule der Jüd. Gemeinde, Kaiserstr. 29/G0, Vortragsabend von Herrn Dr. Hans Kuhn ״Die Leibes- Übungen und die Juden“, mit gymnastischen Vorführungen. Anfang 8t) Uhr abends. Sport Sieg der Hakoah in Chicago. (6:1 gegen Sparta.) New York, 10. Mai. (J. T. A.) Gestern spielte der Wiener Fußballklub Hakoah zum viertenmal in den Vereinigten Staaten. Der Schauplatz war diesmal Chicago. Es waren mehr als 15 000 Chicagoer Ftißballfreunde anwesend. Das Spiel endete mit einem glänzenden 6:1-Sieg der Hakoah über den Chicagoer Sparta-Club. — lieber den Verlauf des Spiels wird noch gemeldet: Die bisherigen Erfalirutigcn ausnutzend, zeichneten sich die Hakoahner gleich bei Beginn des Spiels durch brillante Attacken aus. Aber auch ihre Verteidigung war für Chicago eine Offenbarung, und das ganze Spiel hindurch erwiesen sich die Wiener weit überlegen. Grünwald machte kurz vor Halbzeit das erste Tor oben. Neufeld und Schönfeld starten zwei weitere Tore, so daß die Halbzeit 3:0 abschloß. In der zweiten Spielhälfte hatten die Spartaner ihre ganze Mannschaft umgruppiert und holten ein Tor auf, dem die Gäste noch drei Tore entgegenstellten. Nach Schluß Wurden Neufeld und Grün wald im Triumph auf den Schultern davon getragen. Die Ortsgruppen Coburg. Hier sprach am 24. April Herr Dr. Ludwig Mayer, Nürnberg, über: ״Me jüdische Wirklichkeit“. Er schilderte den inneren und äußeren Zustand des heutigen Judentums und entwickelte daraus die Forderung des Zionlsraus. In der Diskussion stimmte Herr Prediger Hirsch der Forderung des Palästina-Aufbaus für Juden aller Parteilichtungen zu und sprach den Wunsch nach weiterer Aufklärung über die zionistische Idee in der Coburgcr Judenheit aus. Der Vortrag war der erste in Coburg seit einer Reihe von Jahren; es wird beabsichtigt, so bald als möglich einen neuen zu veranstalten. Halberstadt. 111 unserer Ortsgruppe wurden im Laufe des letzten Jahres im Hebräischen recht ansehnliche Erfolge erzielt, und zwar durch die Wirksamkeit unseres hier anwesenden Lehrers, des Herrn Charmatz. Herr Charmatz hatte im Durchschnitt 40—50 Schüler, darunter auch einige Nichtzionisten, die er teilweise in Privatstunden, teilweise in Kursen unterrichtete. Die Fortschritte seiner Schüler auf dem Gebiete des Flebräischeii sind sehr befriedigend. Saarbrücken. Herr M o t z k i n sprach vor überfülltem Saale über das Thema ״Die jüdische Wirklichkeit“. Die Ausführungen des Redners hinterließen einen ungewöhnlich starken Eindruck. Jüdischer Ruder-Klub ״Ivria“. Wochenprogramm. Sonnabend, den 22. Mai: 3 Uhr: Görlitzer Balmhof. Fahrkarte Cummersdorf. Der Zug geht 3,31 Uhr, der nächst spätere 10 Uhr abends. Pünktlichkeit daher selbstverständlich. Sonntag und Montag, den 23. und 24. Mai: Pfingstfahrt: Cutnnirrsdorf—■Diensdorf. Cummersdorf—Meusdorf—Springsee—Wendisc.h-Rietz- Cummersdorf--Neumühle. - Hermann Salmonsori, Schöneberg, Akazienstr. 7a, Stephan 9137. Synagoge ״Der Fricdenst:mpel“, Berlin-Halensec, Markgraf-Älbreeht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends: 7 Uhr (Predigt): Sonnabend vormittags: 10 Uhr (Finse.,־ nung). Mincha: S») Uhr, Sabbat-Ausgang: S,45 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7 Uhr, abends 7'/. Uhr. Schcbuoth-Festgotlcsdienst: Dienstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr. Mittwoch, den 19. Mai, vormittags 9! . Uhr (Predigt). Mittwoch abends: Uhr. Donnerstag, den 20. Mai, vormittags 9'/1 Uhr (Predigt und Seelenfeier). Mincha: 8,23 Uhr. Festausgang: 8,55 Uhr. Synagoge ״Adas» Jeschurun“, Clause«itzstr. 4 (am Kurlürstendamvn). Beginn des Gottesdienstes am Schabboss ״Banidbor“, Freitag, abends: 7',4 Uhr (Rauscfi-Chaudescb), Sonnabend: morge <!>.; Uhr (Barmizwoh), Sonnabend, abends: (Minche), 8' : Uhr, Sabbatausgang: 8,13 Uhr. Gotte-- dienst am Schowuauß: Dienstag, abends: 8)4 Uhr, Mittwoch, morgens: 9(4 Uhr (Predigt), Mittwoch, abends: 8>! Uhr, Donnerstag morgens: 91) Uhr (Predigt und •Seelenfeier), Donnerstag abends (Minche) S1) Uhr. Fcstmwgnn׳״ 8,55 Uhr. ürieikasten der Redaktion L. Kornblüth, Dresden. Sie haben ganz recht. Der Ausdruck Schekel ״kaufen“ usw. ist ganz falsch. Den Schekel kann man nur ״zahlen“ hzw. ,,sammeln“. Fs wäre sehr wünschenswert, daß dieser falsch:■ Worfgebiaiieh, Orr sich, aus dem Osten kommend, auch bei uns eiiizubürgeru droht, abgestellt wird. Die Quittung wird allerdings oft geradezu mit dem Schekel Identifiziert, daher die vrefen Jrrtümer.