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Jüdische Rundschau · 1926-04-30 · Heft 33 (30.4.1926) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 33 (30.4.1926)
Date
1926-04-30
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 250 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 33 Kleine Nachrichten Julius Meyer-Gräfe, der bekannte Kunsthistoriker, besuchte nach einem Aufenthalt in Aegypten auch Palästina. Er äußerte im Laufe einer zwanglosen Unterhaltung über die empfangenen Eindrücke sein freudiges Erstaunen über das neue Leben auf dem alten Boden, über die Tatsache, daß man nicht nach künstlerischen Formen und Werten suche, sondern vernünftige gesunde Richtlinien für die Erziehung der Jüdischen Kinder habe. Herr Meyer-Graefe hat Jerusalem und Tel-Awiw gesehen und machte dann zusammen mit Herrn Dr. Hugo Bergmann eine kurze Reise durch das Emek. Die Ne bi M u s a - Prozession hatte, einer Depesche der ״Times“ zufolge, in diesem Jahr nur 3000 bis 4000 Teilnehtner gegen 10 000 in den Vorjahren, und zwar sei der Grund in der Feindschaft der Häuser Hussein! und Naschaschfbi. Der K. K. L. hat ein Abkommen getroffen, demzufolge dem Misrachisemiuar in Jerusalem ein neues Grundstück und Haus zur Verfügung gestellt werden soll, nachdem das jetzige Haus völlig unzureichend geworden ist. Mehr als 50 000 Personen wohnten der Bestattungsfeier für den Nestor der jüdischen Schauspieler Jacob Adler bei, dem der Volksmund den Titel ״König der jiddischen Bühne‘‘ beigelegt hat. Die Bestattung fand aut dem Friedhof Mount Carmel statt. In allen Straßen, die zuin Friedhof führten, flankierten dichte Menschenmassen dem Kondukt. Am Grabe sprachen hervorragende jüdische Schriftsteiler, Theaterleiter und Journalisten. Mit der Grundsteinlegung für das erste Haus in ״Sanhedria“ wurde der Anfang für ein neues Wohnviertel in Jeru- Salem gemacht. Das Viertel, eine Gründung des Misrachi Hazair in Palästina, liegt im Norden Jerusalems in der Nähe des bucharischen Viertels. (Ziko.) Das soeben herausgekommenc neue Statistische Taschenbuch der Stadt Berlin bringt eine Statistik der unehelichen Geburten. Die Prozentzahl unehelicher Kinder jüdischen Bekenntnisses beträgt 8,4 v. H. aller Geburten, bei den evangelischen Christen 15 v. H., bei den Katholiken 19 v. H. Nach der letzten amtlichen Statistik leben in Konstantinopel 57 532 Juden, 682 811 türkische Moslems, 181675 Griechen, 69 831 Armenier, 10288 armenische Katholiken, 1302 Protestanten, 3194 Bulgaren, 3512 Angehörige lateinischer Rassen, 673 Syrier, 563 Chaldäer. Die Preß-Agentur T. A. Z. meldet aus Odessa, daß aus Rußland im Jahre 1925 nach Palästina, Aegypten und Syrien Waren im Werte von 2 Millionen Rubel exportiert worden sind. Nach Palästina gingen Bauholz im Werte von 500 000 Rubel und Lebensmittel, Vieh und Zement im Werte von 260 000 Rubel, ln diesem Jahre soll ein regelmäßiger Schiffsdienst zwischen dem Schwarzen Meer und Palästina eingeführt werden. (Ziko.) Direktor Juiius Eisler gestorben. In Lemberg starb am Montag, den 26. d. M., Direktor Julius Eisler, einer der tätigsten Zionisten Ostgaliziens, plötzlich an Herzschlag, Der Verstorbene war seinerzeit Direktor der jüdischen Volksbank ״Kredit-Union“ und spielte während der Kämpfe um Lemberg als Leiter des jüdischen Selbstschutzes eine hervorragende Rolle. Vom Jahre 1918 bis in die letzte Zeit nahm er an allen Hilfs- und Rettungsaktionen für die jüdische Bevölkerung als Vertreter der Zionisten in führender Stellung teil. Die Ifar-Aktion der Berliner Zionistische! Vereinigung Am 22, April fand im Dorotheens!iidtisehen Realgymnasium im Rahmen der Ijar-Aktion der B. Z. V. eine große Jugendkundgebung statt. Das Thema des Abends ״Der Sport g cd anke in der jüdischen Jugendbewcjung“ hatte eine außerordentlich große Zahl jugendlicher Zuhörer angczogen, die hauptsächlich der jüdischen Sportbowegung angehörten. Der Abend wurde eröffnet durch Herrn Dr. K a 1! o w i t z , der einleitend ausführte, daß der ljar-Appel! der zionistischen Exekutive in erster Linie au die Adresse der zionistischen Jugend gerichtet sei. Der Redner wies nach, daß die nationaljiidischc Jugend in jeder Epoche in einer ganz bestimmten, für sie repräsentativen Form autgetreten sei, die sie zwar anscheinend ihrer Umwelt entlehnt habe, die sie aber doch mit eigenem Leben erfüllte und in den Dienst der jüdischen Renaissancebewegung stellte. Nun sei die europäische Jugend einem neuen Götzen verfallen, dem Sport als Selbstzweck. Auch die jüdische Jugend laufe Gefahr, fine innere Leere durch die Vergötterung des Sportgedankens auszufüllen. Unsere Jugend müsse diese Gefahr erkennen, und die nationaljüdischc Sportbewegung müsse die Kraft haben, immer wieder zu ihren geistigen Quellen zurückzukehren. Dann könne man sich ihres Wachsens und ihrer immer stärker werdenden Erfolge von ganzem Herzen freuen. Sodann ergriff Herr Dr. Hans Kuhn, Vorsitzender des Makkabi-Weltverbandes, das Wort, um sich mit dem Wesen der modernen nationaljüdischen Turn- und Sportbewegung zu beschäftigen. In unserer Sportbewegung sei es der Geist gewesen, der den Körper formte. Man könne teststellen, daß uni uns hemm alle jüdischen Verbände, für die Sport Selbstzweck sei, innerlich leer seien, weil sie sich in jüdischen Sportverbänden nur zusainmengetundeii haben, weil die deutschen sie ablehnten. Die Makkabi-ßewegung stehe und falle mit der jüdisfhei! Renaissancebewegung. .- Als letzter sprach Herr Dr. Hans Bloch. Er ging von sehr interessanten historischen Parallelen mit der Makkabäer- Bewegung aus. Hier war es ein Versuch der jüdischen Welt, sich mit der hellenischen auseinanderzusetzeii. Dr. Bloch ging dann weiter auf die Stellung der jüdischen Jugend in der zionistischen Welf ein und forderte sie zum Dienst in der Zionistischen Organisation aut. Er gab dann noch der Hoffnung Ausdruck, daß das nächste Mal unsere Jugend in einer für sie charakteristischen Form ein großes jugendtest begehen möge. — Alle Redner riefen die Jugend zur Mitarbeit an der Ijar- und Schekclaktion auf. Gesellschaft der Freunde jüdischer Musik. Als eine der nächsten Darbietungen der ,,Gesellschaft der Freunde jüdischer Musik“ ist u. a. die Uraufführung von Joel Engels Suite aus der Musik zu der dramatischen Legende Hadibuk von Anski in Aussicht genommen. Nähere Auskünfte über ihre Tätigkeit und über ihre weiteren Absichten werden von der ״Gesellschaft der Freunde jüdischer Musik“, Berlin W, Lietzenburger Straße 8 a, bereitwillig erteilt. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. בית הועד העברי בל״ג בעומר וה. 2. למאי. יערך בית הועד טיול ל Müggelsee וסביבותיו (התחנה: פרידריכם הגף מקום הפגישה: תחנת אלכסנדרפלץ למעלה בתשע שעות וחצי. הנמושות נפגשים בשתים אחה״ד במקום הנ״ל. נאומים. הקראות ומשחקים ירחיבו רעתו של הקהל. החברים מתבקשים לבוא ולהביא אתם או* את טכיריהם. Montag, den 3. Mai abends 81/3 Uhr Ijar-Veranstaltung. Gruppe des XII. Bezirks, im Albrechtshof, Steglitz, Albrechtstr. 1. Thema: ״Die jüdische Wirklichkeit.“ Referenten: Oberregierungsrat Hans Goslar, Karl Glaser. Mittwoch, den 5. Mai abends 81,4 Uhr Gruppe Süd, in den City-Festsälen, Dresdener Straße 52. Thema: ״Die jüdische Wirklichkeit“. Referenten: R.-A. Dr. Klee, Dr. Hans Bloch, Moses Waidmann. Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends 81/2 Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Meyerbeerstr. 8, pt. Poale Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Heim, Linienstraße 159, UI. Sekretariat des Ze'ire Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskureus. Leiter: stud. phil. Flescher. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Montag, den 3. Mai morgens 7!/2 Uhr Beginn des Unterrichts in der neuen Anfängerklasse im Westen. Ort: Synagogengebäude, Pestalozzistr. 14. Der Stundenplan wird in der ersten Stunde gemäß den Wünschen der Teilnehmer festgesetzt. Stundenplan in der anderen Anfängerklasse, Große Hamburger Str. 27: Dienstag u. Donnerstag, 5־>'j bis 71,4 Uhr abends. Lehrer: Dr. Dörfler. Vermischtes Poale-Zion, Berlin. Am Sonnabend, den 1. Mai, findet im Lokal der Poale-Zion, Linienstr. 159 III, eine große Maifeier statt, ־wo Genosse Locker über ״Der 1. Mai und die jüdische Arbeiterschaft“ sprechen wird. Nach dem Referat künstlerische Darbietungen. Buntes Frühlingsfest. Am Sonnabend, den 1. Mai, veranstaltet der ״Sctaolem- A1 eich em-V erei n“ im Schubert-Saal (Bülowstr. 1(M) ein buntes Frühlingsfest (kein Kostümzwang). Aus dem Programm: Konzert: Frau Theresa Tetzko-Schubert (Geige), Leiterin des Schubert- Quartetts; J. Jarow (Baß), Mitglied der deutschen Oper, Ernst Chain (am Klavier). Kabarett: Willi Prager, der bekannte Kabarcttkünstler. Tombola — Jazzband — Büffet. Zu mäßigen Freisen. Karten sind zu haben im Klub (Kleiststraße 9, Tel.: Nollendorf 4192) und am 1. Mai im Schubert- Saal (Tel.: Nollendorf 8599). Anfang 9V* Uhr. Tanz bis 5 Uhr. Am Sonntag, den 16. Mai, findet um 12V3 Uhr vorm, in Berlin, Logenhaus, Kleiststr. 10, anläßlich des 25jährigen Be- Stehens des Hilfsvereins der Deutschen Juden unter Vorsitz des Herrn Df. James Simon, eine Versammluug statt. Berlin. Das Büro des Landesverbandes der Zionisten- Revisionisten in Deutschland und der Ortsgruppe Berlin befinden sich in der Lietzenburger Straße 8a. Telephon: Bismarck 6513. Sprechstunden täglich, außer Sonntag und Sonnabend, von 1 bis 3 Uhr. Der Verein der Leiter und Leiterinnen jüdischer Er- Ziehungsanstalten Deutschlands veranstaltet seine diesjährige Jahresversammlung am Mittwoch, den 26. Mai 1926, in Düsseidorf im Heim der Düsseldorf-Loge, Grafenberger Allee 78. Der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands hält nach Beschluß der Führerversammlung am 23. und '24. Mai die 6. ordentlich(־ Delegiertentagung des Verbandes in Düsseldorf ab. Der Verein Montefiore E. V., Frankfurt a. M., teilt uns mit: ״Am Sonntag, den 18. April 1926, fand auf Anregung des Vereins Montefiore in seinen Räumen eine Führertagung der 111 Hessen-Nassau bestehenden jüdischen Jugendvereine statt, die nach einem Referat des Herrn Dr. Gustav Lötfler, Frankfurt a. M., beschloß, den Hessischen Landesverband (Verband der jüdischen Jugendvereine), der eine Zeitlang׳ seine Tätigkeit eingestellt hatte, neu zu begründen. Sämtliche Vereine traten ihm wieder bei. Der hierauf gewählte Vorstand setzt sich zusammen: stud. rer. pol. Erich Hcrzfeld, Frankfurt a. M., 1. Vorsitzender; Dr. Spier, Höchst a. M.; Lehrer Isaak, Limburg (Lahn); Dora Dienemann, Offenbach a. M.; Aenne Daniel, Wiesbaden; Bankdirektor Kaufmann, Worms a. Rh. Sitz der Geschäftsstelle: Frankfun a. M.. Goetheplatz 511.“ 111—■illiliiini 1 11.1 .r.1.11111■■! 111111 im——1—— Spendet tur den WaMfonfls fler Jüfl, gotksparteii uianiuiro: ffloawioupiatz 1, Tel. noihiwi 7012. Bankkonto: Deutsche Bank, Dep.-Kasse B, Hackescher Markt. Postscheckkonto: Deutsche Bank, Dep.-Kasse B, Berlin 1003. Die Ortsgruppen Essen. Hier sprach am 21. April d. J. in einer sehr stark besuchten Versammlung in der Börse Herr Oberregierungsrat Goslar aus Berlin, der in einem eineinhalbstündigem Vortrag ein System der Arbeit für die Zukunft der deutschen Juden, gekrönt durch die Verknüpfung des deutschen Judentums mit dem neuen Palästinaaufbau, entwarf. In der Diskussion sprach als einziger der Essener Rabbiner, Herr Dr. Samuel, der in sympathischer und vornehmer Form unter Hintanstellung des Trennenden betonte, daß auch er mit Liebe und Hoffnung an dem Gedanken des Aufbaues Palästinas hänge. Trotz aller Differenzen mit den Zionisten könne das letzte Ziel doch das gleiche sein, das auch ihm vorschwebe. Unter Anerkennung der meisten von Herrn Goslar vorgetragenen Gesichtspunkte und unter Voranstellung seiner spezifisch religiösen Einstellung erklärte er, daß er diejenigen seiner Amtsbrüder, die allerdings immer weniger würden, nicht verstände, die den Gedanken des Palästinaaafbaues bekämpften. Die Rede Dr. Samuels wurde als eine sympathische Erklärung für den jüdischen Aufbau Palästinas in der Ver- Sammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die Leitung der Versammlung lag in den Händen unseres langjährigen Gesinnungsgenossen Adolf Koch. Gelsenkirchen. Veranstaltungen im Rahmen der Ijar- Aktion: Am 13. April Vortrag des Herrn Dipl.-Ing. Robert Markus-Essen über ״Zionismus als Volksbewegung“; am 22. April Vortrag des Herrn Dr. Werner Bloch über ״Zionismus, die Lösung der Judenfrage“; am 24. April (in Wanne) Vortrag des Herrn Dr. Erich P h i 1 i p p-Essen über ״Jüdische Wirklichkeit“. Die Veranstaltungen waren gut besucht und ihr Erfolg machte sich in einer bedeutenden Vermehrung der Mitgliederzahl bemerkbar. Halberstadt. Im Laufe des Winters fanden regelmäßig, meistens vierzehntägig, Zusammenkünfte der Ortsgruppe stau. Soweit keine auswärtigen Redner zur Verfügung standen, referierten Mitglieder der Ortsgruppe über zionistische Tagesfragen. Im Anschluß daran fanden dann Ansprachen über die behandelten Themen statt. Wir glauben, daß die Innerzionistische Durchbildung unserer Mitglieder im Laufe des Winters Fortschritte gemacht hat. In öffentlichen Versamm- Jungen sprachen: Herr Redakteur Wald mann über ״Der Kampf gegen den Judenhaß“, Herr Alfred Berger über ״Krimkolonisation und Palästinaaufbau“, Herr Dr. Wolfsb e r g über ״Jüdische Kultur und Kulturpolitik“ und schließ• lieh zur Einleitung der Ijar-Aktion Herr Kurt Blumenfeld über ״Die jüdische Gesellschaft“, eine soziologische Studie. Stettin. Die Ijar-Aktion wurde bei uns durch einen sei» gut besuchten Vortrag von Frau Siddy Wronsky über das Thema: ״Die jüdische Wirklichkeit“ eingeleitet. Die Rednerin wies, von der anormalen Lage und Schichtung des heutigen Judentums ausgehend, nach, daß die Rettung und Normatisierung des jüdischen Volkes weder durch den Liberalismus noch durch die Orthodoxie, sondern lediglich durch den Zionismus erfolgen könne. In der Diskussion sprachen die Herren Nathan Marx, Dr. Wiener und Dr. Blumenthal. Jüdischer Ruder-Club ״lvria“. Wochenprogramnu Sonntag, den 2. Mai: 9J/2 Uhr bootsfertig Friecmchshagen (Klubkameraden, die für eine Tour vom 30. April, abends, bis 2. Mai Interesse haben, werden um Meldungen gebeten); Dienstag, den 4. Mai: Heimabend bei Dr. Albert Samter, Berlin SO 16, Michaelkirchstr. 19; Donnerstag, den 6. Mai: Uebungsbetrieb in Friedrichshagen ab 6 Uhr, Dollenpapier Abraham; Sonntag, den 9. Mai: 9»/s Uhr bootsfertig Friedrich»- hagen. — Für die Pfingstfahrt erbitte ich rechtzeitig Me)- dangen. Es starte* der Achter und mehrere Vierer. Geplant ist eine Fahrt von Pfingstsonnabendnachmittag bis Montagabend. Cumtnersdorf—Di ensdorf—Springsee—Wendischrietz— Cummersdorf—Neumühle. Hermann Sa(monson, Schöneberg, Akazienstr. 7 a (Tel.: Stephan 9137). K. J. V. In einem Badeort Westdeutschlands besteht sehr günstige Niederlassungsmöglichkeit für einen Arzt. Die bisher vom Arzt innegehabte Wohnung ist gegen mäßigen Abstand abzugeben. — Wir können mehrere ärztliche Vertretungen außerhalb Berlins nachweisen. — Anfragen sind zu richten an das Präsidium des K.J.V., Berlin W35, Kurfürstenstr. 150. Gesucht werden Stellen für: Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Buchhalterinnen, besonders ältere, Anfängerinnen, möglichst in Betrieben, die am Sabbath geschlossen halten; Hausdamen, Wirtschafterinnen in frauenlosen Haushalten, für Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen in Heimen und Kindergärten; ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, für Lehrlinge in der Kürschnerei, Schneiderei, Schlosserd, Elektrotechnik, ferner für Lehrlinge in der Herren- und Damen- Schneiderei, möglichst in Betrieben, die am Sabbath geschlossen halten, kaufmännische Lehrlinge in kleinen Städten mit Kost und Logis, einige Fürsorgezöglinge in handwerklichen Betrieben (Schneiderei, Schlosserei, Malerwerkstatt, Klempnerei), in kleineren Städten mit Kost und Logis. Für sofort: für eine Anzahl Waisenkinder handwerkliche Lehrstellen mit Kost und Logis in kleineren Orten Deutschlands; Lehrmädchen in der Schneiderei, Putzmacherei, im Frisierfach, ferner Bürolehrstellen, Lehrstellen für Lageristinnen, möglichst in Betrieben; die am Sabbath geschlossen halten. Lehrstellen in Haushalten mit vielen Kindern, in der Schneiderei, Putzmach er ei. Meldungen an: Jüdischer Arbeitsnachweis, Berlin N, 21, Auguststr. 17, Telefon: Norden 7085—87 und 9130. Warnung. Sigmund S c 11 a u in b c r g und Moritz Brunn geben an, Mitglieder des Hechaluz zu sein und versuchen unter diesem Vorwand von Zionisten alle möglichen Unter- Stützungen zu erhalten. Wir warnen hierdurch vor den Genannten. Sie sind nicht Mitglieder der Organisation Hechaluz, noch haben sie Berechtigung, in ihrem Namen irgendetwas zu fordern. Hechaluz, gez.: Stein. ßrielkasten der Redaktion Centralvereinler. Ihre Ansicht, daß die Aufnahme des Borkum-Inserates in Ihrer Zeitung durch die scharfe Trennung von Redaktion und Anzeigenvervvaltung zu erklären sei, kann nicht richtig sein. Die Redaktion der C. V .-Zeitung übt eine scharfe Kontrolle über den Inseratenteil, wie sich gclegentlich zur Ablehnung eines Inserates des neutraien Keren Hajessod gezeigt hat. Gegen den Antisemitismus hat man anscheinend weniger einzuwenden. Zionisten! sorgt tur die Stärkung der Organisation 1 Jeder Einzelne üeteiiige sich in den nächsten Tagen an dem scheKel-verhauf in seinem Bekanntenkreise!

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